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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Sonnenfleckentheorie</title>
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		<updated>2024-11-06T11:18:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: Links ergänzt. Einzelne Korrekturen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt eine historische Wirtschaftstheorie. Für die physikalische Erklärung der Sonnenaktivität siehe [[Sonnenfleck]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sonnenfleckentheorie&#039;&#039;&#039; wurde im 19. Jahrhundert vom [[Ökonom|Ökonomen]] [[William Stanley Jevons]] entwickelt. Sie ist eine veraltete [[Konjunkturtheorie]], die – ausgehend von einer scheinbaren [[Korrelation]] zwischen der Anzahl an [[Sonnenfleck|Sonnenflecken]] und der wirtschaftlichen Lage – konjunkturelle Schwankungen durch einen mutmaßlichen Einfluss der [[Sonnenaktivität]] auf die [[Witterung]], dadurch mittelbar auf die Landwirtschaft und auf die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt erklären sollte. Die mögliche Existenz eines solchen Einflusses war in stark landwirtschaftlich geprägten Ländern nicht [[Plausibilität|unplausibel]]. Die Sonnenfleckentheorie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie Konjunkturzyklen [[monokausal]] durch einen exogenen, das heißt außerwirtschaftlichen, Faktor zu erklären versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jevons’ Erklärungsansatz ==&lt;br /&gt;
Der Astronom [[Wilhelm Herschel]] (1738–1822) verfolgte die Idee, einen vermuteten Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Erdklima anhand von Weizenpreisen als [[Klimaproxy]] quantitativ zu untersuchen. Er fand einen, nach heutigen statistischen Maßstäben nicht signifikanten, Zusammenhang und vermutete, dass die Abwesenheit von Sonnenflecken „ein Defizit der Sonnenstrahlen“ anzeigt. Herschels Analyse wurde im 19. Jahrhundert von einer Reihe von Wissenschaftlern aufgegriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;love2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jeffrey J. Love |Titel=On the insignificance of Herschel&#039;s sunspot correlation |Sammelwerk=Geophysical Research Letters |Datum=2013-08 |DOI=10.1002/grl.50846 |Kommentar=open access}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wirtschaftswissenschaft|Ökonomik]] ging man im 19. Jahrhundert, beginnend mit Jevons, von der Ökonomie als [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewichtssystem]] aus. Größere konjunkturelle Schwankungen, die dennoch auftraten, ließen sich mit diesem Gedanken kaum vereinbaren – es sei denn, es handelte sich um außerhalb der Wirtschaft liegende, exogene Störungen des Gleichgewichts. Jevons, der eine Leidenschaft für [[Meteorologie]] hatte, bemerkte, dass die Zahl beobachteter Sonnenflecken ähnlichen periodischen Schwankungen unterlag wie die damalige Wirtschaft. Jevons versuchte, ein kausales Verhältnis zwischen den beiden Größen herzuleiten: Mehr Sonnenflecken würden die Sonne verdunkeln&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Tatsächlich sind mehr Sonnenflecken ein Indiz für eine höhere [[Strahlungsleistung]] der Sonne, sie hätten also eher eine geringfügige Erwärmung der Erde angezeigt, siehe [[Sonnenaktivität]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, was zu einer Wetterverschlechterung führen würde. Die dadurch sinkende Getreideernte würde zu höheren Preisen führen, die wiederum an der [[Börse]] beobachtet und dort die Stimmung verschlechtern würden, was seinerseits die wirtschaftliche Lage beeinträchtigen würde. Als sich die scheinbare Korrelation zwischen Sonnenflecken und der Konjunktur in England in den folgenden Jahren nicht bestätigte, suchte Jevons nach immer neuen Kausalketten. Doch keine erwies sich als haltbar, seine Suche nach einem Zusammenhang war letztlich erfolglos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Urs Stäheli | Titel=Die Beobachtung von Wirtschaftsstörungen | Jahr=2011 | Nummer=2 | Sammelwerk=ZfK – Zeitschrift für Kulturwissenschaften: Störfälle | Herausgeber=Lars Koch, Christer Petersen und Joseph Vogl | ISBN=978-3-8376-1856-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jevons’ unerschütterliche Bemühungen wurde Ende des 19. Jahrhunderts gespottet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;love2013&amp;quot;/&amp;gt; So schrieb der englische Astronom [[Richard Anthony Proctor]] 1880 von einer „Sonnenflecken-Manie“ und sah Jevons als „naiv“ und einen „wahren Zyklen-Jäger“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Anthony Proctor |Titel=Sun-Spots and Financial Panics |Sammelwerk=Scribner&#039;s Monthly |Band=20 |Nummer=2 |Datum=1880-06 |Seiten=170–178, hier: 171}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff &#039;&#039;sunspots&#039;&#039; heute ==&lt;br /&gt;
Im englischen Sprachraum bezeichnet heute in der Ökonomie der Begriff &#039;&#039;sunspots&#039;&#039; (deutsch: Sonnenflecken) mögliche extrinsische Unsicherheiten (&#039;&#039;→siehe auch [[Zufallsvariable]]n&#039;&#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cass1983&amp;quot;&amp;gt;[[David Cass]], [[Karl Shell]]: &#039;&#039;Do Sunspots Matter?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Journal of Political Economy&#039;&#039;, Vol. 91, No. 2, April 1983, S. 193–227. [https://www.researchgate.net/profile/Karl_Shell/publication/24108241_Do_Sunspots_Matter/links/0deec525c038c1517c000000.pdf (online: PDF; 35 S., 2,9 MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Konjunkturtheorie bezeichnet man mit &#039;&#039;sunspots&#039;&#039; ein beliebiges Phänomen, das zwar keinen realen Einfluss auf die Konjunktur hat, aber von dem viele Wirtschaftssubjekte glauben, dass es einen Einfluss hätte. In der Erwartung des Einflusses passen sie bei Änderungen des Phänomens ihr Verhalten so an, dass erwartete Einflüsse mittelbar doch eintreten. Dies kann die Wirtschaftssubjekte in dem Glauben an einen realen Einfluss des Phänomens bestärken.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sunspots-50417 | werk=Gabler Wirtschaftslexikon | titel=sunspots | hrsg=Springer Gabler Verlag | autor=[[Gustav Horn (Wirtschaftswissenschaftler)|Gustav A. Horn]] | zugriff=2016-06-03 | kommentar=Version 5}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William Stanley Jevons: &#039;&#039;Influence of the Sun-Spot Period on the Price of Corn&#039;&#039;, 1875.&lt;br /&gt;
* William Stanley Jevons: &#039;&#039;Commercial crises and sun-spots&#039;&#039;. In: [[Nature]] xix, 14. November 1878, S. 33–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konjunktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnenflecken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überholte Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gigantoraptor&amp;diff=1035861</id>
		<title>Gigantoraptor</title>
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		<updated>2024-10-23T06:42:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: /* Paläobiologie */ &amp;quot;abgeleitetere&amp;quot; - Komparativ überflüssig?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:&#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Paläoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus             = Paläobox&lt;br /&gt;
| Rangunterdrückung = ja&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName    = Gigantoraptor&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang        = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor       = [[Xu Xing (Paläontologe)|Xu]] [[et al.]], 2007&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName   = Oviraptoridae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang       = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName   = Oviraptorosauria&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang       = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName   = Maniraptora&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang       = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName   = Coelurosauria&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang       = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName   = Theropoda&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang       = ohne&lt;br /&gt;
| Bild              = Gigantoraptor BW.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = Lebendrekonstruktion von &#039;&#039;Gigantoraptor erlianensis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon   = [[Oberkreide]] (?[[Campanium]]–[[Maastrichtium]]?)&lt;br /&gt;
| MioVon            = ?{{Erdzeitalter/Beginn|fmt=1|Campanium}}&lt;br /&gt;
| MioBis            = {{Erdzeitalter/Ende|fmt=1|Maastrichtium}}?&lt;br /&gt;
| Fundorte          = * [[Volksrepublik China]] ([[Iren-Dabasu-Formation]])&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Plural    = nein&lt;br /&gt;
| Subtaxa           = * &#039;&#039;Gigantoraptor erlianensis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; &#039;&#039;&#039; war ein [[Theropoda|theropoder Dinosaurier]] aus der Gruppe der [[Oviraptorosauria]], der [[fossil]] aus der [[Oberkreide]] [[China]]s bekannt ist. Die einzige bekannte Art ([[Holotypus (Tiere)|Typusart]]) dieser [[Gattung (Biologie)|Gattung]], &#039;&#039;Gigantoraptor erlianensis&#039;&#039;, wurde 2007 [[Erstbeschreibung|erstbeschrieben]]. &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; war mit einem geschätzten Gewicht von 1,4 Tonnen ein außergewöhnlich großer Vertreter der Oviraptorosauria, einer Gruppe vogelähnlicher, wahrscheinlich [[Omnivorie|allesfressender]] Dinosaurier, deren Gewicht selten 40 Kilogramm überschritt. Innerhalb der Oviraptorosauria wird &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; als basaler (ursprünglicher) Vertreter der [[Oviraptoridae]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fund und Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Das bisher einzige Exemplar wurde in [[Saihangaobi]] in der [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]] entdeckt. Den ersten Knochen, ein [[Oberschenkelknochen]] (Femur), entdeckte der „Dinosaurierjäger“ [[Xu Xing (Paläontologe)|Xing Xu]] im Jahr 2005 bei Dreharbeiten eines [[Dokumentarfilm]]s über die Entdeckung eines vorherigen Fundes, eines [[Sauropoden]]. Als er das Fossil auflas, um die Entdeckung neuer Fossilien zu demonstrieren, dachte er, es handle sich um ein weiteres Fossil des Sauropoden – Minuten später wurde jedoch klar, dass es sich um den Knochen eines Theropoden handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Guy Newey: {{Internetquelle |url=http://www.abc.net.au/science/news/stories/2007/1950967.htm |zugriff=30. Juli 2014 |titel=Gigantic dinosaur looked like a chicken |werk=ABC – News in Science |datum=14. Juni 2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stratigraphie (Geologie)|Stratigraphisch]] stammt der Fund aus der [[Iren-Dabasu-Formation]] (=&amp;amp;nbsp;Erlian-Formation). Das Absolutalter der Formation lässt sich jedoch nur näherungsweise bestimmen. [[Mikropaläontologie|Mikropaläontologische]] Vergleiche ([[Ostrakoden]], [[Charophyten]]) mit anderen zentralasiatischen Sedimentbecken deuten eine Einstufung in das [[Campanium]] bis [[Maastrichtium]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Van Itterbeeck et al., 2005&amp;quot;&amp;gt;J. Van Itterbeeck, D. J. Horne, P. Bultynck &amp;amp; N. Vandenberghe: [https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0195667105000662 &#039;&#039;Stratigraphy and palaeoenvironment of the dinosaur-bearing Upper Cretaceous Iren Dabasu Formation, Inner Mongolia, People’s Republic of China.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Cretaceous Research&#039;&#039;, Band 26, 2005, S. 699–725.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Radiometrische Datierung]]en von [[Detritus (Geologie)|detritischen]] [[Zirkon]]en aus der Formation lieferten Alter von 95,8&amp;amp;nbsp;±&amp;amp;nbsp;6,2&amp;amp;nbsp;Ma (Oberstes [[Cenomanium]]) und stehen nicht im Widerspruch zum mikropaläontologischen Befund, da sie lediglich ein Maximalalter angeben (eine Sedimentfolge kann nicht älter sein als das jüngste darin enthaltene detritische Mineralkorn).&amp;lt;ref&amp;gt;Zhi-Xin Guo, Yuan-Peng Shi, Yong-Tai Yang, Shuan-Qi Jiang &amp;amp; Lin-Bo Li: &#039;&#039;[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S136791201730682X?casa_token=UoiUc_YHdKYAAAAA:mvMgPiWVacNrFx03x3asN-xNm--oJmZ5FlnSCLXy0BN-4oXS7-B5qxt_FRN0c_ZdLO4tO9ZJ8w Inversion of the Erlian Basin (NE China) in the early Late Cretaceous: Implications for the collision of the Okhotomorsk Block with East Asia.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Journal of Asian Earth Sciences&#039;&#039;, Band 154, 2018, {{DOI|10.1016/j.jseaes.2017.12.007}}, S. 49–66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fund umfasst ein unvollständiges Skelett (Holotypus, Katalognummer LH&amp;amp;nbsp;V001), das aus einem nahezu vollständigen Unterkiefer, einem fast vollständigen rechten [[Schulterblatt]] (Scapula), dem Großteil der Arme, fast vollständigen Beinen, Beckenknochen (einem fast vollständigen [[Schambein]] sowie einem fragmentarischen [[Darmbein]]), den meisten Schwanzwirbeln und einigen präsakralen Wirbeln (Wirbel vor dem [[Kreuzbein]]) besteht. &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; war der größte bekannte Theropode der Iren-Dabasu-Fauna und wird in der Größe nur von &#039;&#039;[[Sonidosaurus]]&#039;&#039; übertroffen, dem einzigen bekannten [[Sauropoden]] dieser Fauna.&amp;lt;ref name=&amp;quot;supplement&amp;quot;&amp;gt;Xing Xu, Qingwei Tan, Jianmin Wang, Xijin Zhao, Lin Tan: &#039;&#039;A gigantic bird-like dinosaur from the Late Cretaceous of China. [http://www.nature.com/nature/journal/v447/n7146/extref/nature05849-s1.pdf Supplementary Information].&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nature.&#039;&#039; Bd. 447, Nr. 7146, 2007, S. 844–847, {{doi|10.1038/nature05849}}, (PDF; 187,58 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; bedeutet „gigantischer Räuber“ und spielt auf die Größe des Tieres an, während das Art-[[Epitheton]] &#039;&#039;erlianensis&#039;&#039; auf das Erlian-Becken verweist, wo das Skelett entdeckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gigantoraptor.jpg| links | miniatur |Skelettrekonstruktion]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; ist mit einer geschätzten Länge von 8&amp;amp;nbsp;Metern und einer Hüfthöhe von 3,5&amp;amp;nbsp;Metern der größte bekannte Oviraptorosaurier. Das Gewicht wird auf 1400 Kilogramm geschätzt&amp;amp;nbsp;– für diese Schätzung wurde eine Formel nach Anderson et al. (1985) verwendet: &amp;lt;math&amp;gt;\text{Grammgewicht}=0{,}16 \cdot \mathit{Cf}^{2{,}73}&amp;lt;/math&amp;gt;. &#039;&#039;Cf&#039;&#039; ist der minimale Umfang des [[Oberschenkelknochen]]s (Femur) und liegt bei &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; bei 349&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;supplement&amp;quot;/&amp;gt; Wie alle Oviraptorosaurier hatte &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; wahrscheinlich einen zahnlosen, tiefen Kiefer, der von einem Schnabel aus Horn überzogen war. Der gefundene Unterkiefer zeigt sowohl basale Merkmale früher Oviraptorosaurier als auch abgeleitete Merkmale spezialisierter Oviraptoriden. Die Unterkiefer waren von oben betrachtet U-förmig angeordnet und an der Nahtstelle (Symphyse) vollständig verschmolzen, sodass die Nahtstelle nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwanzwirbel waren wie bei anderen Oviraptorosauriern pneumatisiert, das heißt, mit Hohlräumen durchzogen. &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; zeigte jedoch anders als andere Oviraptorosauria ein Paar von Öffnungen (Foramina) an den Seiten und eine große Öffnung an der Unterseite der Wirbelzentren der vorderen Schwanzwirbel. Die Wirbelzentren der hinteren Schwanzwirbel zeigten einen schwammartigen Aufbau, waren also mit vielen kleinen Kammern durchzogen&amp;amp;nbsp;– dieses Merkmal zeigt sich in ähnlicher Form auch bei den [[Titanosauria]] und war vermutlich eine Anpassung zur Gewichtsreduktion. Das Längenverhältnis der Beinknochen unterschied sich deutlich von anderen Theropoden ähnlicher Größe und wird als eine Anpassung an schnelles Laufen gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Merkmale von &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; waren bisher bei Oviraptorosauriern unbekannt, tauchten jedoch bei späteren, abgeleiteteren Maniraptora auf. So war beispielsweise das distale Ende des Schulterblatts nicht verbreitert, die Arme waren verhältnismäßig lang und der erste Mittelhandknochen war klein und wies weniger als 1/3 der Länge des zweiten Mittelhandknochens auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gigantoraptor Lebendrekonstruktion Münchehagen.jpeg|mini|links|Lebendrekonstruktion eines brütenden Gigantoraptors im [[Dinosaurier-Park Münchehagen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gigantoraptorczj.png | miniatur | &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; im Größenvergleich]]&lt;br /&gt;
Die Forscher fertigten einen [[Dünnschliff]] aus einer Probe des Wadenbeins (Fibula) an und untersuchten die Wachstumsringe dieses Knochens ([[Histologie|Knochenhistologie]]). Durch die Anzahl der Wachstumsringe konnte ein wahrscheinliches Sterbealter von 11&amp;amp;nbsp;Jahren für dieses Individuum festgestellt werden. Weitere Schlussfolgerungen können unter anderem aus den Abständen zwischen einzelnen Wachstumsringen gezogen werden: So befand sich das Tier wahrscheinlich in einem noch relativ frühen [[adult]]en (erwachsenen) Alter, was bedeuten würde, dass ein ausgewachsener &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; ein noch höheres Gewicht als dieses ca. 1,4&amp;amp;nbsp;Tonnen schwere Individuum erreicht haben könnte. Das Tier hat das frühe Erwachsenenalter wahrscheinlich mit 7&amp;amp;nbsp;Jahren erreicht. Die Wachstumsrate von &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; ist mit 128 bis 140&amp;amp;nbsp;kg pro Jahr&amp;lt;ref name=&amp;quot;supplement&amp;quot;/&amp;gt; größer als bei den meisten anderen Theropoden, einschließlich der [[Tyrannosauridae|Tyrannosauriden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da basale Oviraptorosaurier wie &#039;&#039;[[Caudipteryx]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Protarchaeopteryx]]&#039;&#039; [[Gefiederte Dinosaurier|gefiedert]] waren, wird angenommen, dass auch abgeleitete Oviraptorosaurier wie &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; Federn besaßen. &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; könnte die Federn jedoch sekundär verloren haben, da sie durch die enorme Größe des Tieres nicht mehr zur Wärmeisolierung benötigt wurden&amp;amp;nbsp;– analog zu heutigen unbehaarten Großsäugern wie den [[Elefanten]]. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; zumindest die langen Armfedern seiner Vorfahren zeigte, da diese nicht zur Wärmeisolierung Verwendung fanden: Basierend auf der vogelähnlichen Brutposition einiger Oviraptoriden, die samt Nest entdeckt wurden, gehen manche Forscher davon aus, dass die langen Armfedern zur Bebrütung der Eier benutzt wurden. Dennoch merken die Forscher an, dass weitere Nachweise aus dem [[Fossilbericht]] unerlässlich sind, um das Vorhandensein von Federn bei &#039;&#039;Gigantoraptor&#039;&#039; bestätigen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;supplement&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Alle Angaben stammen, soweit nicht anders angegeben, aus folgendem Artikel:&lt;br /&gt;
* [[Xu Xing (Paläontologe)|Xing Xu]], Qingwei Tan, Jianmin Wang, [[Zhao Xijin|Xijin Zhao]], Lin Tan: &#039;&#039;A gigantic bird-like dinosaur from the Late Cretaceous of China.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Nature]].&#039;&#039; Bd. 447, Nr. 7146, 2007, S. 844–847, {{doi|10.1038/nature05849}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gigantoraptor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oviraptoriden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oviraptorosauria]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beschusswesen&amp;diff=2081167</id>
		<title>Beschusswesen</title>
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		<updated>2024-10-22T13:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: /* Entwicklung im 20. Jahrhundert */ Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Beschusswesen&#039;&#039;&#039; ist ein Sammelbegriff für Aufgaben wie die [[Beschussprüfung]], die von Prüfstellen zur Feststellung der Sicherheit und [[Normung|Normgerechtigkeit]] von [[Schusswaffe]]n, [[Munition]] und [[Schutzwaffe]]n wahrgenommen wird. In Deutschland sind die Prüfstellen den [[Beschussamt (Deutschland)|deutschen Beschussämtern]] angegliedert. Letztere sind ihrerseits im internationalen Verbund der [[Beschussamt|zertifizierten C.I.P.-Prüfstellen]] organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Beschusswesens ist eng mit der Entwicklung und der Forderung nach der Sicherheit von Schusswaffen verbunden. Bei den ersten Schusswaffen hafteten die [[Büchsenmacher]] und [[Büchsenmeister]] auch mit ihrem Leben für die Sicherheit der Waffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.1&amp;quot; /&amp;gt; Es war üblich, dass die Waffen ihren Erstbeschuss bei ihnen erhielten. Bereits im [[15. Jahrhundert]] setzten einige Städte eine Beschusspflicht für Feuerwaffen durch die in ihrem Einflussbereich produziert und verkauft wurden. Vorreiter war hier der Stadtrat von [[Nürnberg]], der mit der Beschusspflicht vor allem die [[Qualitätssicherung]] der in der Stadt hergestellten Feuerwaffen und damit die Sicherung des guten Rufes der Stadt sowie seiner Erzeugnisse verfolgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.2&amp;quot; /&amp;gt; Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Abnahme- und Beschusswesen im Wesentlichen auf Betreiben des Militärs weiterentwickelt. Schwerpunkte bei der Normierung finden sich zunächst in [[Artillerie|artilleristischen]] Bereichen. Es finden sich aus etlichen militärischen Quellen Anweisungen zur [[Beschussprüfung]]. Erwähnenswert darunter sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Niederlande&lt;br /&gt;
** [[Menno van Coehoorn]], Werke des Artillerie- und Festungsbaumeisters zur Artillerie&lt;br /&gt;
** Kriegsministerium (Departement van Oorlog), Vorschriften zum militärischen Beschuss, 1815&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordamerika&lt;br /&gt;
** [[United States Navy]], &#039;&#039;Inspection and proof of naval guns&#039;&#039;, 1866&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[United States Navy]], &#039;&#039;Marking small arms&#039;&#039;, 1866&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Beschusswesens teilte sich Ende des 19. Jahrhunderts in militärische Abnahmen und Prüfungen für den Bereich der zivil genutzten [[Feuerwaffe]]n und Munition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Beschusswesens im 20. Jahrhundert ist wegen des erheblichen technischen Fortschritts, wegen zwei Weltkriegen und wegen zahlreichen staatsrechtlichen Wechseln sehr unübersichtlich. Nähere Informationen finden sich innerhalb der Artikel zu den Beschussämtern und im Artikel [[Beschussprüfung]]. Bemerkenswert ist die Zahl der unterschiedlichsten Beschussmarken, die im 20. Jahrhundert verwendet wurden. Ältere Beschussmarken sind in diversen Ländern weiterhin gültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht von deutschen Beschussmarken zum Nitrobeschuss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 German Nitro Proof until 1939.png|Kennzeichen für deutschen Nitrobeschuss für Büchsen bis 1939&lt;br /&gt;
 German Nitro Proof 1939 - 1945.png|Kennzeichen für deutschen Nitrobeschuss 1939 bis 1945&lt;br /&gt;
 German (east) Nitro Proof 1946 - 1990.png|Kennzeichen für ostdeutschen Nitrobeschuss 1946 bis 1990&lt;br /&gt;
 German (west) Nitro Proof 1946 - 1990.png|Kennzeichen für westdeutschen Nitrobeschuss 1946 bis 1990&lt;br /&gt;
 Endbeschuss Nitro BRD ab 1991.png|Kennzeichen für deutschen Nitrobeschuss ab 1991&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation zum Ende des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Die den meisten europäischen Staaten haben sich zur einheitlichen Gestaltung des Beschusswesens als Mitglieder der [[Commission Internationale Permanente pour l’Epreuve des Armes à Feu Portatives]] verpflichtet. Im amerikanischen Raum übernimmt die [[Sporting Arms and Ammunition Manufacturers&#039; Institute|SAAMI]] als Herstellerorganisation ähnliche Aufgaben, wobei dort für den zivilen Bereich keine Beschussprüfungen vorgesehen sind. Das Beschusswesen im militärischen Bereich wird von den Streitkräfteorganisationen der einzelnen Staaten wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.6&amp;quot; /&amp;gt; Normen dazu finden sich für die [[NATO]]&lt;br /&gt;
beispielsweise heute in [[STANAG]]-Vorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der technische Fortschritt im 21. Jahrhundert brachte einige kleine Änderungen wie beispielsweise die Anbringung der Beschussmarken mit [[Lasergravur]] auf den Waffen. Nach wie vor wird jede einzelne Waffe geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Hauptaufgabe des Beschusswesens ist die Sicherheit von Schusswaffen und Munition. In der Bundesrepublik Deutschland wird dies durch das [[Beschussgesetz (Deutschland)|Beschussgesetz]] geregelt. Zusätzliche Aufgaben finden sich in Teilbereichen des Beschusswesens zu geeigneten [[Schutzwaffe]]n, rechtlichen Betrachtungen und in der Normierung dieser Fachgebiete. Einzelaufgaben und Disziplinen, die dabei beachtet werden, finden sich in:&lt;br /&gt;
* [[Ballistik]]&lt;br /&gt;
* [[Prüfen|Prüfung]]&lt;br /&gt;
* [[Zertifizierung]]&lt;br /&gt;
* [[Rechtsberatung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufgaben werden in Deutschland hauptsächlich von [[Beschussamt|Beschussämtern]] wahrgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.8&amp;quot; /&amp;gt; und bezüglich der Schutzwaffen von der [[Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen]] unterstützt. International werden diese Aufgaben von den Mitgliedsorganisationen der [[Commission Internationale Permanente pour l’Epreuve des Armes à Feu Portatives|C.I.P.]] wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neslihan Asutay-Effenberger/Ulrich Rehm (Hrsg.): &#039;&#039;Sultan Mehmet II. - Eroberer Konstantinopels - Patron der Künste&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-412-20255-2, Seiten 211 ff. „Mehmets Kanonenmeister Urban und sein Riesengeschütz vor der Landmauer von Konstantinopel“ (eingesehen am 16. September 2010) [https://books.google.de/books?id=pMtZNzWDfjQC&amp;amp;pg=PA211&amp;amp;lpg=PA211&amp;amp;dq=Die+Kanonen+des+Urban&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=dQAbSwAeeU&amp;amp;sig=9dkp4JoXSGb0zrk7Tg4FvHKtXOc&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=4fKPTIfvH4XgOPjVpYgN&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result Buchvorschau]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Johannes Karl Wilhelm Willers |Titel=Die Nürnberger Handfeuerwaffe bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts |Reihe=Schriftenreihe des Stadtarchivs Nürnberg |NummerReihe=11 |Verlag=Stadtarchiv Nürnberg |Datum=1973}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.3&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://books.google.de/books?id=D7NbAAAAQAAJ&amp;amp;lpg=PA623&amp;amp;ots=J_-2IVuRgR&amp;amp;dq=Buskruidproef&amp;amp;pg=PA616&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Kriegsministerium Niederlande, Vorschriften zum militärischen Beschuss, 1815] (eingesehen am 16. September 2010)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.gutenberg.org/files/19058/19058-h/19058-h.htm#Page_C_8 | wayback=20170119010116| text= &#039;&#039;Inspection and proof of naval guns&#039;&#039;, 1866 (engl. eingesehen am 16. September 2010)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.gutenberg.org/files/19058/19058-h/19058-h.htm#Page_C_79 | wayback=20170119010116| text= &#039;&#039;Marking small arms&#039;&#039;, 1866 (engl. eingesehen am 17. September 2010)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.dstan.mod.uk/standards/defstans/05/101/01000100.pdf | wayback=20110316101049 | text=UK-Ministry of Defence Defence Standard, &#039;&#039;Proof of Ordnance, Munitions, Armour and Explosives&#039;&#039; (engl. eingesehen am 17. September 2010) (PDF, 357 kB)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.7&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.ed-nord.de/edn/webimages/pdf/EDN_Beschuss_03_2009.pdf | wayback=20160304024808| text= Beschusswesen in Schleswig-Holstein, Übersicht der Aufgabenbereiche (eingesehen am 16. September 2010; PDF; 365&amp;amp;nbsp;kB)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.8&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.beschussamt-ulm.de:80/beschussamt/hauptnavigation/startseite/index.php?lvl=1847 | wayback=20100412145413| text= Beschussamt Ulm, Übersicht der Aufgabenbereiche (eingesehen am 16. September 2010)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Approval Marks and Logos of Proofhouses|Beschussmarken}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Gesetzes über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen|Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Gesetzes über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen vom 19. Mai 1891. Vom 22. Juni 1892. (Deutsches Reich)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prothallium&amp;diff=352723</id>
		<title>Prothallium</title>
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		<updated>2024-08-14T06:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: /* Erscheinungsformen des Prothalliums */ Link &amp;quot;Thallus&amp;quot; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Dixonia prothallus.jpg|mini|Prothallium des [[Baumfarne|Baumfarns]] &#039;&#039;[[Dicksonia]] antarctica&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Prothallium&#039;&#039;&#039; (von {{laS|pro|de=vor}} und [[Griechische Sprache|griechisch]] θαλλός &#039;&#039;thallos&#039;&#039; ‚Spross‘) bezeichnet man in der [[Botanik]] den [[Haploidie|haploiden]] [[Gametophyt]]en der [[Farne]] und der [[Bärlapppflanzen]]. Es repräsentiert eine der beiden Generationen in dem [[diplohaplont]]ischen [[Generationswechsel]] dieser Pflanzen. Im Vergleich zu dem [[Sporophyt]]en, der „eigentlichen“ Pflanze, ist es klein, unscheinbar, meist kurzlebig und verborgen. Seine Funktion besteht darin, [[Gamet]]en zu bilden und so die [[geschlechtliche Fortpflanzung]] zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen des Prothalliums ==&lt;br /&gt;
Im häufigsten Fall – bei den [[Echte Farne|Echten Farnen]] – ist das Prothallium ein flächiger, oft herzförmiger grüner [[Thallus]] mit einem Durchmesser von höchstens einigen Zentimetern, der auf dem Erdboden liegt und mit einzelligen [[Rhizoid]]en in diesem verankert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich von Denffer]], [[Friedrich Ehrendorfer]], [[Karl Mägdefrau]], [[Hubert Ziegler (Botaniker)|Hubert Ziegler]]: &#039;&#039;Lehrbuch der Botanik.&#039;&#039; 31. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1978, S. 661, 688.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Prothallium der [[Schachtelhalmgewächse]], die heute trotz des ganz anderen Habitus des Sporophyten zu den Farnen gerechnet werden, ähnelt dem der Echten Farne, ist aber stark lappig verzweigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim W. Kadereit]], [[Christian Körner (Botaniker)|Christian Körner]], [[Benedikt Kost]], [[Uwe Sonnewald]]: &#039;&#039;Strasburger Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften&#039;&#039;. Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, S. 630.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen sind die zylindrischen Prothallien der [[Natternzungengewächse]] und [[Gabelblattgewächse]] chlorophyllfrei, wachsen unterirdisch und werden von [[Mykorrhiza]]pilzen ernährt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich von Denffer, Friedrich Ehrendorfer, Karl Mägdefrau, Hubert Ziegler: &#039;&#039;Lehrbuch der Botanik.&#039;&#039; 31. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1978, S. 683f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt ebenso für die knöllchenförmigen Prothallien der [[Bärlappgewächse]], die nicht zu den Farnen gehören, aber mit ihnen verwandt sind und einen übereinstimmenden Lebenszyklus aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Benedikt Kost, Uwe Sonnewald: &#039;&#039;Strasburger Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften&#039;&#039;. Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, S. 623f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Bärlappgewächse ist zudem ein sehr langsamer Ablauf dieses unterirdischen Lebensabschnitts kennzeichnend: Während bei den Echten Farnen das Prothallium schon nach wenigen Wochen abstirbt, macht bei den Bärlappgewächsen schon die Spore eine sechs- bis siebenjährige Keimruhe durch, dem eine weitere Ruhephase in einem fünfzelligen Stadium folgt. Erst nach dem Eindringen eines Mykorrhizapilzes in eine seiner Zellen entwickelt es sich weiter, und die Geschlechtsreife erreicht es erst nach 12 bis 15 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich von Denffer, Friedrich Ehrendorfer, Karl Mägdefrau, Hubert Ziegler: &#039;&#039;Lehrbuch der Botanik.&#039;&#039; 31. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1978, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen anderen Trend zeigen die [[Schwimmfarngewächse]] und die den Bärlappgewächsen nahestehenden [[Moosfarne]] und [[Brachsenkräuter]], bei denen vor allem der männliche Gametophyt stark reduziert ist und weitgehend in der Spore verbleibt, sodass kein frei lebendes Prothallium mehr auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich von Denffer, Friedrich Ehrendorfer, Karl Mägdefrau, Hubert Ziegler: &#039;&#039;Lehrbuch der Botanik.&#039;&#039; 31. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1978, S. 696f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Generationswechsel bei den Echten Farnen ==&lt;br /&gt;
Farne sind allgemein bekannt als in unseren Breiten häufig buschige, mit mehr oder weniger langen Blättern („Farnwedeln“) ausgestattete Pflanzen, die an der Unterseite ihrer Blätter gelegentlich punktförmige oder in Streifen angeordnete [[Sporangium|Sporangien]] aufweisen, aus denen sie [[Spore]]n freisetzen; Sporen sind eine [[Ungeschlechtliche Vermehrung|ungeschlechtliche]] Form der Vermehrung. Weniger auffällig ist hingegen der [[Generationswechsel]] der Farne: Die allgemein bekannte Erscheinungsform der Farnpflanzen ist der [[Sporophyt]] (die Sporen produzierende Pflanze). Die Sporen keimen jedoch &#039;&#039;nicht&#039;&#039; zu neuen Sporophyten aus (also &#039;&#039;nicht&#039;&#039; zu den „Farnwedel-Pflanzen“), sondern zu den unscheinbaren [[Gametophyt]]en (= Prothallien), d.&amp;amp;nbsp;h. zu einer [[Gamet]]en (Geschlechtszellen, Keimzellen) produzierenden Pflanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prothallien verankern sich im Boden mit [[Rhizoid]]en. Auf der Unterseite der meist flächigen Prothallien entwickeln sich sodann [[Gametangium|Gametangien]], in denen die Gameten gebildet werden: In meist kugeligen [[Antheridium|Antheridien]] entstehen männliche Keimzellen, die Spermatozoide, in eher flaschenförmigen [[Archegonium|Archegonien]] die [[Eizelle]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Baltisberger]], Reto Nyffeler und Alex Widmer: &#039;&#039;Systematische Botanik.&#039;&#039; 4. Auflage, vdf Hochschulverlag, Zürich 2013, ISBN 978-3-7281-3525-4, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fast allen Farnarten sind Antheridien und Archegonien auf dem gleichen Prothallium vorhanden ([[Monözie|einhäusige]] Farne), nur bei [[Platyzoma]] (Gleicheniaceae) sind sie auf unterschiedlichen Prothallien ([[Diözie|zweihäusige]] Farne); bei einigen Farnen tritt diese Geschlechtertrennung bereits bei den Sporangien auf (isospore vs. heterospore Farne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Spermatozoide aus den Antheridien freigesetzt werden, schwimmen sie – ähnlich den [[Spermium|Spermien]] bei Tieren – mit Hilfe ihrer [[Flagellum|Geißeln]] zu einem Archegonium; die Fortbewegung und somit die Befruchtung der Eizelle kann also nur in Anwesenheit von tropfbarem Wasser erfolgen. Aus der befruchteten Eizelle ([[Zygote]]) erwächst dann die bekannte Farnpflanze mit ihren charakteristischen Wedeln, der Sporophyt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbefruchtung wird in der Regel dadurch verhindert, dass die Antheridien schon in einem frühen Entwicklungsstadium gebildet werden und Spermatozoiden freisetzen, während die Archegonien desselben Prothalliums erst entstehen, wenn durch [[Photosynthese]] reichlich Reservestoffe eingelagert wurden ([[Proterandrie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich von Denffer, Friedrich Ehrendorfer, Karl Mägdefrau, Hubert Ziegler: &#039;&#039;Lehrbuch der Botanik.&#039;&#039; 31. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1978, S. 688.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Projekt_Hummerschere&amp;diff=702095</id>
		<title>Projekt Hummerschere</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Projekt_Hummerschere&amp;diff=702095"/>
		<updated>2024-07-29T14:30:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: /* Geschichte */ Link-Text korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hummerschere LTH6496.jpg|mini|hochkant=1.4|Westlicher Teil (2014)]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Projekt Hummerschere&#039;&#039;&#039; war ein militärisches Großprojekt der [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Reichsregierung]] zur Errichtung eines künstlichen Marinestützpunkts am Südende von [[Helgoland]] und seiner Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Helgoland Hummerschere.JPG|mini|hochkant=1.4|Karte des Projekts &#039;&#039;Hummerschere&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Bereits im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] war Helgoland ein wichtiger [[Marinestützpunkt]] der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde 1938 mit dem Großprojekt zur Schaffung des Hafens für die [[Kriegsmarine]] begonnen. Helgoland und der dort entstehende Hafen sollten unter dem Planungs- und Tarnnamen „Projekt Hummerschere“ zu einem Gegenstück von [[Scapa Flow]] werden und [[Seeblockade]]n verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Insel [[Düne (Insel)|Düne]] sollten durch Aufschüttung, Trockenlegung und Errichtung von [[Mole]]n zwei Verlängerungen der Insel und damit ein künstliches Becken zur Aufnahme und zum Schutz großer Teile der deutschen Flotte entstehen. Gleichzeitig sollte die Insel in einer Bauzeit von 30 Jahren durch Sandaufspülungen auf ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Größe erweitert werden. Zusätzlich wurde auf Helgoland ein umfangreiches [[Bunker (Bauwerk)|Bunkersystem]] angelegt. Das Projekt kam allerdings nicht über die notwendigen Vorarbeiten hinaus, darunter die Aufschüttung des Nordostlandes, und wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bereits 1941 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Briten besetzt, diente die Insel 1945–1952 als Spreng- und Übungsgelände. 1947 sollte Helgolands Bunkersystem zerstört werden. Trotz vieler Proteste wurde eine der größten Sprengungen der Geschichte („[[Sprengung von Bunkeranlagen auf Helgoland|Big Bang]]“ oder „British Bang“) durch die [[Royal Navy]] vorbereitet, die am 18.&amp;amp;nbsp;April 1947 die Landschaft Helgolands nachhaltig veränderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sichtbare Folgen des aufwändigen „Projekts Hummerschere“ sind das Helgoländer Nordostland, die Schutzmauer an der [[Lange Anna|Langen Anna]] und die stete Vergrößerung der Helgoländer Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heligoland 07-2016 photo15.jpg|mini|Die Schutzmauer an der [[Lange Anna|Langen Anna]] entstand erst im Rahmen des Projekts Hummerschere]]&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Seeblockade#Britische Seeblockade in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claude Fröhle, Hans-Jürgen Kühn: &#039;&#039;Hochseefestung Helgoland. Eine militärgeschichtliche Entdeckungsreise&#039;&#039;. Teil 2: &#039;&#039;1934–1947&#039;&#039;. Fröhle-Kühn Verlagsgesellschaft, Herbolzheim 1999, ISBN 3-9805415-2-5.&lt;br /&gt;
* George Drower: &#039;&#039;Heligoland. The True Story of German Bight. The Island that Britain Betrayed&#039;&#039;. Sutton, Stroud 2002, ISBN 0-7509-2600-7, S. 183–214.&lt;br /&gt;
* Michael Herms: &#039;&#039;Flaggenwechsel auf Helgoland. Der Kampf um einen militärischen Vorposten in der Nordsee&#039;&#039;. Ch.Links Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-86153-260-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/weltkriegsrelikte-der-tag-an-dem-helgoland-der-megabombe-trotzte-a-477076.html Spiegel Online: Weltkriegsrelikte: Der Tag, an dem Helgoland der Megabombe trotzte], 13.&amp;amp;nbsp;April 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordseehafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Kreis Pinneberg|Helgoland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Helgoländer Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atlantikwall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schleswig-holsteinische Militärgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maislabyrinth&amp;diff=168253</id>
		<title>Maislabyrinth</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maislabyrinth&amp;diff=168253"/>
		<updated>2024-06-12T10:20:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: Dead Link 404 durch Internet Archive ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MaislabyrinthBentkämper.png|mini|Luftbild eines Maislabyrinths in [[Bielefeld]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maislabyrinth 1999 Bavaria.jpg|mini|Maislabyrinth von innen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maislabyrinth in Delingsdorf.jpg|mini|Maislabyrinth in [[Delingsdorf]] 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maislabyrinthe&#039;&#039;&#039; sind als Sommervergnügen angelegte (meist von Juli bis [[Erntedank]] genutzte) [[Irrgarten|Irrgärten]] in [[Mais]]kulturen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Umgangssprachlich werden „Labyrinth“ und „Irrgarten“ synonym gebraucht. Bei den Experten aber ist ein [[Labyrinth]] immer nur &#039;&#039;&#039;ein&#039;&#039;&#039; Weg, der ohne Abzweigungen und Sackgassen zur Mitte führt. Irrgärten hingegen erlangen ihren Reiz durch Wahlmöglichkeiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
Auf Flächen von 10.000 bis 45.000&amp;amp;nbsp;m² ist ein Wegenetz mit bis zu drei Kilometern Länge möglich, für das die Besucher bis zu 1,5&amp;amp;nbsp;Stunden benötigen. Um einen dichteren Bewuchs (Blickdichte) zu erzielen, wird der Mais meist doppelt (kreuz und quer) ausgesät. Das Labyrinth wird als [[Maßstab (Verhältnis)|maßstabsgerechte]] [[Skizze]] von Wegen, Kreuzungen und [[Sackgasse]]n geplant und durch Ausfräsen bzw. Schneiden nach dem ersten Wachstum der Maispflanzen (etwa 10 bis 20&amp;amp;nbsp;cm) angelegt. Bei der Gestaltung solcher Feldlabyrinthe können verschiedene Hilfsmittel bis hin zur [[GPS]]-Technik und Kulturpflanzen wie Sonnenblumen, Hanf oder Hirse zum Einsatz kommen. Neben abstrakten Mustern werden [[UFO]]s, Landkarten, Symbole, Märchenmotive und Ähnliches dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Labyrinthe vermitteln den Besuchern mit bebilderten Schautafeln unter anderem Wissenswertes über die [[Landwirtschaft]]. Sie werden mit weiteren Attraktionen kombiniert: [[Barfußpfad|Barfußpark]], Spielplatz, [[Sandkasten]], Kräutergarten, [[Strohburg]], Quiz und Wettbewerbe, Höhlen, [[Kletterspielplatz]], [[Streichelzoo]], [[Ponyreiten]], [[Picknick]]nischen oder Live-Konzerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste bekannte Maislabyrinth wurde 1993 nach einer Idee des Produzenten [[Don Frantz]] als Hilfsprojekt des [[Lebanon Valley College]] im US-Bundesstaat [[Pennsylvania]] angelegt. Es wurde von dem Irrgarten-Designer [[Adrian Fisher]] entworfen und stellte einen [[Stegosaurus]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;lvc.edu: {{Webarchiv|url=http://www.lvc.edu/News/index.aspx?newsid=48b3b2aa-1e44-4687-96bb-b820c660b911&amp;amp;HeadLine=Nation%E2%80%99s%20First%20Corn%20Maze%20Rooted%20at%20LVC |wayback=20150526170206 |text= Nation’s First Corn Maze Rooted at LVC}} Lebanon Valley College News, 29. Oktober 2010. Abgerufen am 11. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;news.google.com: [http://news.google.com/newspapers?nid=2519&amp;amp;dat=19930802&amp;amp;id=KWxiAAAAIBAJ&amp;amp;sjid=0XYNAAAAIBAJ&amp;amp;pg=2877,9774 &#039;&#039;Maze is built in cornfield to benefit flood victims&#039;&#039;] In: Observer-Reporter, 2. August 1993. Abgerufen am 11. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grusellabyrinthe ==&lt;br /&gt;
In den USA werden seit dem Jahr 2000 Maisfelder als Freiluft-Horrorlabyrinthe verwendet. Dabei werden in einem klassischen Maislabyrinth Szenen aufgebaut, in denen meist professionelle &#039;&#039;Scareactors&#039;&#039; („Erschrecker“) versuchen, den Besuchern Angst einzujagen. 2007 wurde im englischen Freizeitpark [[Alton Towers]] eines der ersten dieser Maislabyrinthe als Horrorattraktion im Rahmen des &#039;&#039;Scarefest&#039;&#039; errichtet. 2010 und 2011 war solch eine Attraktion auch bei den Horror Nights im [[Europa-Park]] Rust zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 2007 fand die erste Gruselnacht in einem klassischen Maislabyrinth statt. Im Unterschied zu den Horror-Attraktionen wird hier ein bestehendes Labyrinth für einen oder mehrere Abende umgewandelt. Die erste und die heute größte Veranstaltung dieser Art ist &#039;&#039;MaisMaze&#039;&#039; im Ditzinger Maislabyrinth bei Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maismaze.com Website des Maislabytinths in Ditzingen] (abgerufen am 29. Juli 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
* Tulley’s Farm, [[Crawley]], [[West Sussex]], jährlich durch Adrian Fisher als Horrorattraktion neu gestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Guy Cooper, Gordon Taylor 2002, The curious gardener’s six elements of garden design. London, Headline, 40–42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In [[Vorchdorf]], [[OÖ]] gibt es jedes Jahr ein Maislabyrinth beim Landgasthof [[Wirt in der Edt]]. Es gibt jedes Mal ein anderes Motto und Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In [[Hengsberg]], [[Steiermark]] gibt es seit 2002, eröffnet z.&amp;amp;nbsp;B. am 12. Juli 2007,  ein von einem Bauern bei N46.864667, E15.453325 am Hauptweg, nördlich der L601 betriebenes Maislabyrinth&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stmv1.orf.at/magazin/aktionen/stories/Maislabyrinth/ Am Maisacker herumirren &amp;amp; Spaß haben], auf stmv1.orf.at, abgerufen am 8. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedsteiermark.at/ausflugsziele/29815/maislabyrinth-hengsberg-hengsberg/ Maislabyrinth Hengsberg], auf suedsteiermark.at&amp;lt;/ref&amp;gt; das gewöhnlich nur an Wochenenden ab frühem Nachmittag geöffnet hat. Im [[COVID-19-Pandemie in Österreich|Covid19-Jahr 2020]] hat es nicht geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In [[Kronstorf]], [[Oberösterreich]], Finkenstraße öffnet der Landwirt Martin Forstner seit 2019 bis in den September hinein täglich ein Maislabyrinth mit 25.000 m² Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tips.at/nachrichten/enns/land-leute/513642-maislabyrinth-hat-wieder-geoeffnet Maislabyrinth hat wieder geöffnet] tips.at, abgerufen am 13. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Um 2010 gab es einige Jahre ein Maislabyrinth im [[Zollfeld]], [[Kärnten]], nördlich von [[Maria Saal]], westlich der [[Klagenfurt]]er Schnellstraße S37.&amp;lt;!-- Bestätigt durch eine Mitarbeiterin des Gemeindeamts Maria Saal, tel. 13.8.2020. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2006 gab es bei [[Ottensheim]] ein „Echtes Maislabyrinth“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.das-labyrinth.at/labyrinth/austria.htm |wayback=20210125142422 |text=Labyrinthe in Österreich |archiv-bot=2022-12-10 12:49:02 InternetArchiveBot }} das-labyrinth.at, abgerufen am 13. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2007 gab es bei [[Burgauberg]] ein Maislabyrinth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maize mazes|Maislabyrinth}}&lt;br /&gt;
* [http://www.agrar.de/labyrinth Feldlabyrinthe aus Mais, Hanf, Sonnenblumen]&lt;br /&gt;
* [http://www.agrifinder.com/Agrar-Branchenbuch/Hofurlaub-Freizeit-Hobby/Sonstige-Ausflugsziele/Maislabyrinthe Maislabyrinthe in Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erlebnispädagogik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mais]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irrgarten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eltzer_Fehde&amp;diff=365329</id>
		<title>Eltzer Fehde</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: Lesbarkeit/Verständlichkeit erhöht&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:20060915 eltzer fehde karte.jpg|mini|Karte zur Eltzer Fehde (Burgen und Territorien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Trutzeltz 078x.jpg|mini|Ruine der Gegenburg Trutzeltz (Luftaufnahme 2015)]]&lt;br /&gt;
[[File:Rauschenburg mermuth.jpg|mini|Trutzburg [[Rauschenburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eltzer Fehde.JPG|mini|Künstlerische Darstellung der Eltzer Fehde auf der [[Ehrenburg (Brodenbach)|Ehrenburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur &#039;&#039;&#039;Eltzer [[Fehde]]&#039;&#039;&#039; kam es in Folge von 1331 beginnenden Bemühungen des [[Bistum Trier|Trierer Erzbischofs]] und [[Kurtrier|Kurfürsten]] [[Balduin von Luxemburg]], die [[Ministeriale#Entstehung der Reichsministerialität|reichsministerialen]] [[Ritter]] der Burgen [[Ehrenburg (Brodenbach)|Ehrenburg]], [[Burg Eltz|Eltz]], [[Schloss Schöneck|Schöneck]] sowie [[Boos von Waldeck|Waldeck]] in das Trierer Amts- und Dienstrecht einzugliedern und sie einem einheitlichen, landesherrlichen Verwaltungsaufbau unterzuordnen. Die ferne Reichsregierungsgewalt und ein schwacher Vorgänger Bischof Balduins hatten bei den Herren – obwohl sie bereits [[Vasall]]en und [[Lehnswesen|Lehensnehmer]] des Bischofs waren – vermeintlich gewohnheitsrechtlich erworbene Autonomie- und Rechtsansprüche erwachsen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Maßnahme zur Eindämmung von „privatem“ [[Fehde]]wesen und [[Faustrecht]] (zum Beispiel die Behinderung von reisenden Kaufleuten und Warentransporten durch willkürliche [[Wegzoll|Wegezölle]] und außergerichtliche Pfändungen, oder die Gefangennahme und [[Geiselhaft]] zur Durchsetzung eines Anspruchs) waren, Anfang des 14. Jahrhunderts beginnend, mehrere Einigungen des Erzbischofs Balduin mit größeren Territorialherren auf einen [[Landfrieden]]. 1317 wurde der „Bacharacher Landfriede“, 1333 der „Lauterer Landfriede“ beschworen. Auch der 1331 abgeschlossene „Geleitvertrag“ zwischen Bischof Balduin und den [[Grafschaft Sponheim|Grafen von Sponheim]] zum Schutz durchreisender Kaufleute für das Hunsrück-Nahe-Gebiet verpflichtete den niederen Regionaladel zu Wohlverhalten folgend einer neuen Ordnungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balduin setzte zur Durchsetzung seines kurfürstlichen Herrschaftsanspruch auf den Bau der [[Trutzburg]]en [[Rauschenburg]] und [[Burg Trutzeltz|Trutzeltz]] (auch &#039;&#039;Baldeneltz&#039;&#039;), von denen aus er die Verbindungen der Ritter untereinander kontrollierte bzw. verhinderte. Balduins Ziel war nicht die Vernichtung ihrer Existenz, sondern ihre Anerkennung seiner Rechts- und Verwaltungshoheit. Nach längeren militärischen Auseinandersetzungen 1336/1337 wurde die Fehde wohl zu seinen Bedingungen beendet und [[Sühne|gesühnt]]. In den [[Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit|Urkunden]] zu dieser Fehde erscheinen namentlich die Brüder &#039;&#039;Heinrich der Ältere&#039;&#039; und &#039;&#039;der Jüngere [[Herren von Ehrenberg (Untermosel)|von Ehrenberg]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Johann [[Eltz (Adelsgeschlecht)|von Eltz]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Konrad der Rote [[Schöneck (Adelsgeschlecht)|von Schöneck]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Rudolf, Wilhelm, Winand und Johann genannt [[Boos von Waldeck]]&#039;&#039; und &#039;&#039;Hertwin von Winningen&#039;&#039;. Um die Gegner stärker in kurtrierische Verantwortlichkeiten einzubinden, wurden der Herr von Eltz Erbburggraf der kurfürstlichen Burg Trutzeltz und der Herr von Schöneck Erbburggraf auf der gleichfalls kurfürstlichen Rauschenburg. Mit Johann von Eltz wurde erst Ende 1337 ein Sühnevertrag geschlossen. Wahrscheinlich war er der Anstifter und Wortführer des Widerstandes gegen Bischof Balduin gewesen – wohl darum auch wird dieser Streit „Eltzer Fehde“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belagerung der Burg Eltz mit [[Feuertopf (Geschütz)|Pfeilbüchsen]] war der erste nachweisbare Einsatz von Feuerwaffen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julia Eulenstein: &#039;&#039;Rebellion der „Übermütigen“? Die Eltzer Fehde Balduins von Trier, 1331–1337.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kurtrierisches Jahrbuch.&#039;&#039; Band 46, 2006, {{ISSN|0452-9081}}, S. 79–115.&lt;br /&gt;
* Julia Eulenstein: &#039;&#039;Umkämpftes „Land“ – Die Fehdeführung Balduins von Trier (1307–1354) entlang der Mosel.&#039;&#039; In: Olaf Wagener (Hrsg.): &#039;&#039;Die Burgen an der Mosel&#039;&#039; (= Freundeskreis Bleidenberg: &#039;&#039;Akten der internationalen wissenschaftlichen Tagung.&#039;&#039; 2). Görres, Koblenz 2007, ISBN 978-3-935690-59-1, S. 190–204.&lt;br /&gt;
* Dietmar Flach: &#039;&#039;Stadtrecht und Landesherrschaft in Kurtrier unter Erzbischof Balduin.&#039;&#039; In: [[Franz-Josef Heyen]] (Hrsg.): &#039;&#039;Balduin von Luxemburg. Erzbischof von Trier – Kurfürst des Reiches. 1285–1345. Festschrift aus Anlass des 700. Geburtsjahres&#039;&#039; (= &#039;&#039;Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte.&#039;&#039; Band 53). Verlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 1985, S. 317–340. [https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/276389 (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* In gleicher Ausgabe: Marlene Nikolay-Panter: &#039;&#039;Landfriedensschutz unter Balduin von Trier.&#039;&#039; S. 341–355.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Mötsch]]: &#039;&#039;Die Balduineen. Aufbau, Entstehung und Inhalt der Urkundensammlung des Erzbischofs Balduin von Trier&#039;&#039; (= &#039;&#039;Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz.&#039;&#039; Band 33). Selbstverlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz 1980, {{falsche ISBN|3-922018-00-0}}, (Zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1330er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eltz (rheinländisches Adelsgeschlecht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
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		<title>Schlossgrund (Bratislava)</title>
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		<updated>2024-04-24T09:44:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.109.161: Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bratislava castle historical picture.jpg|mini|Schlossgrund im 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Podhradie 1.jpg|mini|Schlossgrund (2008)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bratislava from Danube 2020 34.jpg|mini|Neubauten am Schlossgrund / Zuckermandel (2020)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schlossgrund&#039;&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;&#039;Schlossgrund-Zuckermantel&#039;&#039;&#039; ({{skS|Podhradie}})  ist ein (heute nur noch inoffizielles) Stadtviertel von [[Bratislava]] im Stadtteil [[Staré Mesto (Bratislava)|Staré Mesto]] (Altstadt), das bis 1848 ein selbständiger Ort war. Obwohl rechtlich bei Bratislava, fand die De-facto-Eingemeindung erst 1851 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtviertel hatte in den verschiedenen Sprachen Namen, die man nicht immer direkt übersetzen kann. So wurde der Schlossgrund auf Lateinisch als &#039;&#039;plaga Subarcensis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Suburbium&#039;&#039; bezeichnet. Auf Ungarisch wurde er als &#039;&#039;Várallya&#039;&#039; bezeichnet. Alle Namen haben mehrere Varianten, bei der deutschen Bezeichnung &#039;&#039;Zuckermantel&#039;&#039; gab es beispielsweise die Varianten &#039;&#039;Zuckermantl&#039;&#039; oder &#039;&#039;Zuckermand(e)l&#039;&#039;. Schlossgrund-Zuckermantel erstreckte sich um 1800 östlich (östlicher Hang des Burghügels), südlich (entlang der [[Donau]]) und teilweise westlich (bis [[Mlynská dolina]]) der [[Burg Bratislava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er und 1970er Jahren wurde ein Großteil des Viertels wegen des Baus der [[Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes|Neuen Brücke]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde mit „Schlossgrund“ der ganze Burghügel bezeichnet, weil er Eigentum der Burg war. Seit dem 13. Jahrhundert wird nur mehr die nahe Umgebung der Burg als Schlossgrund bezeichnet. Ab dem 13. Jahrhundert wurde als Suburbium vor allem die &#039;&#039;vicus sancti Nicolai&#039;&#039; bezeichnet (dt. frei übersetzt &#039;&#039;Sankt-Nikolaus-Siedlung&#039;&#039;, slowakisch üblicherweise als &#039;&#039;Osada svätého Mikuláša&#039;&#039; übersetzt); sie gehörte weiterhin der Burg, als die Stadt östlich der Siedlung 1291 das Stadtrecht bekam. Außerdem wurden im Spätmittelalter als Suburbium alle Siedlungen vor den Stadtmauern (d.&amp;amp;nbsp;h. die Vorstadt) sowie alternativ die ganze Stadt unterhalb der Burg bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuzeit bestand der Schlossgrund aus den Teilen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zuckermantel&#039;&#039;  im weiteren Sinn:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Zuckermantel&#039;&#039; im engeren Sinn (zwischen der Burg und Donau)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Schlossberg&#039;&#039; (zwischen der Burg und der Stadt, einschl. der St.-Nikolaus-Siedlung)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hausbergl&#039;&#039; (westlich der Burg bis zum &#039;&#039;Mühltal&#039;&#039; – &#039;&#039;Mlynská dolina&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848/1851 wurde der ganze Schlossgrund zusammen mit der Siedlung &#039;&#039;Weidritz&#039;&#039; (slowakisch &#039;&#039;Vydrica&#039;&#039;) unter der Bezeichnung Theresienstadt (ung. &#039;&#039;Terézváros&#039;&#039;, slow. &#039;&#039;Mesto Márie Terézie&#039;&#039;) in die Stadt Pressburg eingemeindet. Benannt wurde der neue Stadtteil nach [[Maria Theresia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde wegen des Baues der neuen [[Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes]] (slow. &#039;&#039;Most SNP&#039;&#039;) nahezu der gesamte Schlosgrund abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den noch erhaltenen nennenswerten Gebäuden gehören das &#039;&#039;[[Haus zum Guten Hirten]]&#039;&#039; (Uhrenmuseum), der &#039;&#039;Zsigray-Landsitz&#039;&#039; (Museum der jüdischen Kultur), das ehemalige Rathaus östlich der Burg, die &#039;&#039;Dreifaltigkeitskirche&#039;&#039;, der &#039;&#039;Kamper-Landsitz&#039;&#039; (Archäologisches Museum des [[Slowakisches Nationalmuseum|SNM]]), der &#039;&#039;Brammer-Landsitz&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Brammer-Haus&#039;&#039;) und das &#039;&#039;Fischzunfthaus&#039;&#039; südlich der Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2014 bis 2018 entstand im westlichen Teil des ehemaligen Stadtviertels das moderne Bauprojekt &#039;&#039;Zuckermandel&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Adrián Gubčo: [https://www.yimba.sk/zuckermandel Zuckermandel] Abgerufen am 4. August 2021 (slowakisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ján Lacika: &#039;&#039;Bratislava&#039;&#039;. DAJAMA, Bratislava 2000. ISBN 80-88975-16-6&lt;br /&gt;
* Vladimír Horváth: &#039;&#039;Bratislavský topografický lexikon&#039;&#039;. Bratislava 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/8/25.50/N |EW=17/6/2.36/E |type=landmark |region=SK-BL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bratislava)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Okres Bratislava I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.109.161</name></author>
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