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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-12T03:58:45Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederalemannisch&amp;diff=115533</id>
		<title>Niederalemannisch</title>
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		<updated>2023-04-28T12:07:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.74.164.14: /* Rückhalt in der Bevölkerung */Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache=Niederalemannisch&lt;br /&gt;
| Länder=[[Baden-Württemberg]], [[Elsass]], [[Basel-Stadt]], [[Vorarlberg]], [[Allgäu]]&lt;br /&gt;
| Sprecher=&lt;br /&gt;
| Klassifikation=&lt;br /&gt;
*[[Indogermanische Sprachen|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
*:[[Germanische Sprachen|Germanisch]]&lt;br /&gt;
*::[[Westgermanisch]]&lt;br /&gt;
*:::[[Hochdeutsche Dialekte|Hochdeutsch]]&lt;br /&gt;
*::::[[Oberdeutsch]]&lt;br /&gt;
*:::::[[Alemannische Dialekte|Alemannisch]]&lt;br /&gt;
| KSprache=Niederalemannisch&lt;br /&gt;
| Amtssprache=&lt;br /&gt;
| ISO1=&lt;br /&gt;
| ISO2=&lt;br /&gt;
| ISO3=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Niederalemannische&#039;&#039;&#039; ist eine Dialektgruppe des [[Alemannische Dialekte|Alemannischen]] und gehört damit zum [[Oberdeutsche Sprachen|Oberdeutschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Niederalemannisch &#039;&#039;im traditionellen Sinn&#039;&#039; grenzt sich vom [[Schwäbischer Dialekt|Schwäbischen]] dadurch ab, dass mittelhochdeutsches /{{IPA|uː}}/ erhalten geblieben und nicht zu /{{IPA|ou}}/ (oder /{{IPA|au}}/) geworden ist (z.&amp;amp;nbsp;B. /{{IPA|huːs}}/ ‚Haus‘), und vom [[Hochalemannisch]]en unterscheidet es sich, indem anlautendes germanisches {{IPA-Phonem|k}} als [{{IPA|kʰ}}] oder [{{IPA|kx}}] und nicht als [[Frikativ]] {{IPA-Phon|x}} realisiert wird (z.&amp;amp;nbsp;B. /{{IPA|kʰind}}/, /{{IPA|kxind}}/ ‚Kind‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alemannic-Dialects-Map-German.svg|mini|Das traditionelle Verbreitungsgebiet westoberdeutscher (alemannisch-schwäbischer) Dialektmerkmale im 19. und 20. Jahrhundert. Die niederalemannischen Mundartkennzeichen werden gebildet durch die oberrhein- und die bodenseealemannischen Dialektmerkmale.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffskritik ==&lt;br /&gt;
Westliches und östliches Niederalemannisch weisen außer der in der Definition erwähnten kaum weitere Gemeinsamkeiten auf: Die Sprache des Oberrheins ist durch [[Südfränkische Dialekte|südfränkische]] Einflüsse geprägt, diejenige des Bodensees und des Alpenrheins durch [[schwäbische Dialekte|schwäbische]]. [[Hugo Steger]] und [[Karlheinz Jakob]] haben deshalb das traditionelle Niederalemannische in die oben aufgeführten beiden Gruppen &#039;&#039;&#039;[[Oberrheinalemannisch]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Bodenseealemannisch]]&#039;&#039;&#039; geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Steger, Karlheinz Jakob: &#039;&#039;Raumgliederung der Mundarten. Vorstudien zur Sprachkontinuität im deutschen Sprachraum im deutschen Südwesten.&#039;&#039; Stuttgart 1983 (Arbeiten zum Historischen Atlas von Südwestdeutschland 7).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit „Oberrheinalemannisch“ greifen sie [[Friedrich Maurer (Sprachwissenschaftler)|Friedrich Maurers]] „Oberrheinisch“ wieder auf, dessen Dreiteilung des Alemannischen in Schwäbisch, Oberrheinisch und Südalemannisch kein Niederalemannisch kannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Maurer: &#039;&#039;Neue Forschungen zur südwestdeutschen Sprachgeschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vorarbeiten und Studien zur Vertiefung der Südwestdeutschen Sprachgeschichte,&#039;&#039; hrsg. von Friedrich Maurer, Stuttgart 1965 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg B. 33), S.&amp;amp;nbsp;1–46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Peter Wiesinger]] gibt, gestützt auf die [[Strukturalismus|strukturalistische]] Untersuchung der Vokalsysteme, das traditionelle Niederalemannisch auf; er nennt allein dessen westlichen Teil &#039;&#039;&#039;Niederalemannisch&#039;&#039;&#039; (= Steger/Jakobs Oberrheinalemannisch) und den östlichen Teil &#039;&#039;&#039;[[Mittelalemannisch]]&#039;&#039;&#039; (= Steger/Jakobs Bodenseealemannisch), wobei er breite Übergangsräume zu den Nachbarmundarten, besonders zum Hochalemannischen, skizziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Wiesinger: &#039;&#039;Die Einteilung der deutschen Dialekte.&#039;&#039; In: Werner Besch u.&amp;amp;nbsp;a., Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektogie. Berlin/New York 1983 (HSK 1), S.&amp;amp;nbsp;807–900.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiesingers Terminologie hat gegenüber derjenigen von Steger/Jakob den Vorteil, mit „Nieder-“ und „Mittelalemannisch“ ein begriffliches Pendant zu „Hoch-“ und „Höchstalemannisch“ geschaffen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Das Niederalemannische (im traditionellen Sinn) gliedert sich in die zwei Untergruppen &#039;&#039;Bodensee-Alemannisch&#039;&#039; oder &#039;&#039;Mittelalemannisch&#039;&#039; und &#039;&#039;Oberrhein-Alemannisch&#039;&#039; oder &#039;&#039;Niederalemannisch im engeren Sinn:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenseealemannisch ===&lt;br /&gt;
* [[Allgäuerisch]] (südlich)&lt;br /&gt;
* [[Baar (Landschaft)|Baar]]-Alemannisch&lt;br /&gt;
* [[Württemberg|Süd-Württembergisch]]&lt;br /&gt;
* [[Vorarlbergisch]] (besonders nördlich)&lt;br /&gt;
* einzelne Seegemeinden am Schweizer Ufer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberrheinalemannisch ===&lt;br /&gt;
* [[Baseldeutsch]] (als „Dialektinsel“ innerhalb des Hochalemannischen)&lt;br /&gt;
* [[Elsässisch]] (Mittelelsässisch)&lt;br /&gt;
* [[Badische Dialekte|Badisch]] (nördlich des [[Markgräflerland]]es)&lt;br /&gt;
* Von der Gegend um den [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]] aus:&lt;br /&gt;
** [[Alemán Coloniero]] (Venezuela)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Auch wenn das Niederalemannische ein sehr heterogenes Sprachgebiet ist, gibt es doch einige Grundmerkmale, die auf viele Untermundarten zutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsonanten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das &#039;&#039;r&#039;&#039; ist kein alveolares [r] wie im Hochalemannischen (Zungenspitzen-r), sondern wird als uvularer Frikativ [ʁ̥] gesprochen (Zäpfchen-r). Ohne nachfolgenden Vokal wird es heute wie im Hochdeutschen verbreitet vokalisiert. So heißt das hochdeutsche „reich“ bzw. „Jahr“ im Niederalemannischen [ʁ̥iχ] bzw. [jɔɐ̯] und im Hochalemannischen [riːχ] bzw. [jɑːr]. Bei den Erhebungen zum [[Südwestdeutscher Sprachatlas|Südwestdeutschen Sprachatlas]] war das r allerdings noch nicht vokalisiert worden, und die Realisierung war in der Rheinebene [r], im Schwarzwald [ʀ].&lt;br /&gt;
* Im Oberrheinalemannisch bzw. Niederalemannisch im engeren Sinn werden keine [[Fortis]]- und [[Lenis]]-[[Konsonant]]en unterschieden, sie sind in stimmlosen Lenes zusammengefallen. Im Bodenseealemannisch bzw. Mittelalemannisch werden Fortes und Lenes aber wie in den meisten Schweizerdialekten unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vokale&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Mhd. /aː/ ist verdumpft: &#039;&#039;slâfen&#039;&#039; (‚schlafen‘) &amp;gt; /ʃloːfɘ/ oder /ʃlɔːfɘ/.&lt;br /&gt;
* Im westlichen Oberrheinalemannisch (Elsässisch) sind mhd. /uː/ und mhd. /ou/ zu /yː/ bzw. /ɑy/ [[Palatalisierung|palatalisiert]].&lt;br /&gt;
* Vokale werden [[Entrundung|entrundet]]. Mhd. ü, ö, iu, oe, üe, öu wurden zu [ɪ], [e], [i], [eː], [ɪɘ], [ai]. Die meisten hochalemannischen Mundarten haben sie als gerundete Vokale bewahrt: /ø/, /y/, /øɪ̯/ und /yə̯/. So heißt es auf Niederalemannisch &#039;&#039;scheen&#039;&#039; und auf Hochalemannisch &#039;&#039;schön&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Wortbeispiele, die diese und weitere Unterschiede verdeutlichen sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Niederalemannisch&lt;br /&gt;
|Hochalemannisch&lt;br /&gt;
|Standarddeutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|grien    /g̥ʁ̥ɪə̯n/&lt;br /&gt;
|grüen    /g̥rʏə̯n/&lt;br /&gt;
|grün&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Johr      /jɔɐ̯/&lt;br /&gt;
|Johr      /jɔːr/&lt;br /&gt;
|Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kumme     /kʰumə/&lt;br /&gt;
|choo      /χoː/&lt;br /&gt;
|kommen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|derfe     /d̥ɛɐ̯fə/&lt;br /&gt;
|dörfe     /d̥œrfə/&lt;br /&gt;
|dürfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hüüs        /hyːs/&lt;br /&gt;
|Huus        /huːs/&lt;br /&gt;
|Haus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|üs          /ys/&lt;br /&gt;
|us          /us/&lt;br /&gt;
|aus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|klei        /kʰlaɪ̯/&lt;br /&gt;
|chlii       /χliː/&lt;br /&gt;
|klein&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rückhalt in der Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Niederalemannisch steht heute von zwei Seiten unter Druck, nämlich einerseits von den Nachbardialekten und anderseits von der Hochsprache beziehungsweise von großräumigen Regiolekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, ganz besonders aber seit 1945 wird das Niederalemannische in Deutschland in zunehmendem Maße durch das benachbarte [[Schwäbische Dialekte|Schwäbisch]] beziehungsweise im Allgäu durch das [[Bairische Sprache|Bairische]] beeinflusst und allmählich durch diese oder durch dem Hochdeutschen nähere Formen ersetzt. &lt;br /&gt;
In [[Oberschwaben]] etwa hat sich das Schwäbische im Laufe des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bis an den Bodensee ausgebreitet, nachdem früher die Dialektgrenze noch zwischen [[Bad Waldsee]] und [[Ravensburg]] war. Im [[Elsass]] wird das Niederalemannische durch das [[Französische Sprache|Französische]] verdrängt, das alleinige Amtssprache und zunehmend auch Verkehrssprache ist, im schweizerischen [[Basel]] durch das südwestlich anschließende Hochalemannisch umgeformt. Vergleichsweise resistent sind die dem Niederalemannischen zuzurechnenden [[vorarlbergisch]]en Dialekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem leidet das regionale alemannische Selbstverständnis durch die Sicht auf das Niederalemannische als eine Art [[Minderheit]]en- oder gar [[Außenseiter]]&amp;amp;shy;sprache, welche der hochdeutschen Sprache und den umliegenden Dialekten unterlegen sei. In jüngster Zeit gibt es jedoch vereinzelt Lehrer und andere Stimmen, die auch im Niederalemannischen eine Erhaltung des lokalen Dialektes fordern und sich damit zusätzlich für eine mehrsprachige Kultur einsetzen. Im Elsass wiederum wird der Dialekt kaum mehr an die junge Generation weitergegeben, womit sich der Übergang dieses Gebietes zum französischen Sprachraum abzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|als|Alemannisch (inklusive Niederalemannisch)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4171839-2}}&lt;br /&gt;
* [http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/probe22.htm Mundartprobe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171839-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alemannischer Dialekt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.74.164.14</name></author>
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