<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=83.243.48.55</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=83.243.48.55"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/83.243.48.55"/>
	<updated>2026-06-06T04:21:02Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schambeinfuge&amp;diff=69537</id>
		<title>Schambeinfuge</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schambeinfuge&amp;diff=69537"/>
		<updated>2025-06-18T14:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;83.243.48.55: /* Klinische Bedeutung */ kein sinnabschnitt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gray321.png|mini|Menschliche Beckenhälfte von der Seite. &amp;lt;small&amp;gt;Die Schambeinfuge ist angeschnitten und befindet sich links im Bild.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Schambeinfuge&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Symphysis pubica&#039;&#039;) ist die Stelle, an der die rechte und linke [[Becken (Anatomie)|Beckenhälfte]], genauer die [[Schambein]]e (&#039;&#039;Ossa pubis&#039;&#039;) beider Seiten, vorne verbunden sind. Zwei Bandzüge (&#039;&#039;Lig. pubicum superius&#039;&#039; und &#039;&#039;Lig. pubicum inferius&#039;&#039;) unterstützen die Symphysis pubica in ihrer Stabilität. Bei den vierfüßigen [[Säugetiere]]n bildet die Schambeinfuge nur einen Teil der Verbindung der beiden Beckenhälften. Hier ist auch das [[Sitzbein]] in Form einer &#039;&#039;Symphysis ischiadica&#039;&#039; beteiligt. Beide Anteile zusammen werden als &#039;&#039;&#039;Beckensymphyse&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Symphysis pelvina&#039;&#039;) bezeichnet. Die beiden Beckenhälften sind bei allen Säugetieren mit [[Symphysis|Faserknorpel]] (Symphyse) verbunden. Am Schambein setzt beidseits der gerade Bauchmuskel ([[Musculus rectus abdominis]]) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Die Gelenkflächen der Schambeine sind beim Menschen oval, etwa 3 × 1 cm groß und leicht konvex. Sie sind von einem 1 bis 3 mm dicken [[Hyaliner Knorpel|hyalinen Knorpel]] überzogen. Die darunter liegende Knochenoberfläche ist bei jungen Menschen unregelmäßig und wird mit etwa 30 Jahren geradliniger und ist ab etwa 60 Jahren durch degenerative Veränderungen gekennzeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt;I. Becker, S. J. Woodley, M. D. Stringer: &#039;&#039;The adult human pubic symphysis: a systematic review.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Journal of anatomy.&#039;&#039; Band 217, Nummer 5, November 2010, S.&amp;amp;nbsp;475–487, {{DOI|10.1111/j.1469-7580.2010.01300.x}}, PMID 20840351, {{PMC|3035856}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblich wird die Schambeinfuge durch eine [[Faserknorpel]]scheibe stabilisiert, die als &#039;&#039;Discus interpubicus&#039;&#039; bezeichnet wird und beide Schambeine verbindet. Darüber hinaus wird die Schambeinfuge durch vier [[Band (Anatomie)|Bänder]] stabilisiert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das &#039;&#039;Ligamentum pubicum superius&#039;&#039; verläuft vom oberen Rand der Fuge zur Schambeinleiste (&#039;&#039;Crista pubica&#039;&#039;) und strahlt in den &#039;&#039;Discus interpubicus&#039;&#039; ein. &lt;br /&gt;
* Das &#039;&#039;Ligamentum pubicum inferius&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Lig. arcuatum&#039;&#039;) spannt sich bogenförmig zwischen den unteren Schambeinästen aus und strahlen in den Discus interpubicus und das Ligamentum pubicum posterius ein. Es hat eine Höhe von 12 bis 12 mm und hat beim Mann eine Breite von 25, bei der Frau von 35 mm.&lt;br /&gt;
* Das &#039;&#039;Ligamentum pubicum anterius&#039;&#039; (kein NA-Terminus) verbindet die Schambeine vorn. Das kräftige, etwa 5–12 mm dicke Band trägt maßgeblich zur Stabilität der Schambeinfuge bei. Die tiefen Fasern können in den Discus interpubicus einstrahlen, die oberflächlichen verbinden sich mit dan Ansätzen des [[Musculus rectus abdominis]], des [[Musculus obliquus internus abdominis]] und [[Musculus obliquus externus abdominis|externus]], nach einigen Autoren auch mit den Ursprüngen der [[Adduktor]]en.&lt;br /&gt;
* Das &#039;&#039;Ligamentum pubicum posterius&#039;&#039; (kein NA-Terminus) besteht aus dünnen Fasern auf der Hinterseite der Schambeinfuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Discus interpubicus&#039;&#039; schafft eine flexible Verbindung beider Schambeine, die sowohl Druck- als auch Zugkräfte abpuffert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.prosche.eu/ |titel=Osteochondrosis pubica - Prosche H. und Düring A. - Vorschlag für die klinische Nomenklatur |abruf=2024-05-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist bei [[Geburt]]en sehr wichtig. [[Hormon]]ell gesteuert wird während der [[Schwangerschaft]] diese Faserknorpelverbindung flexibler. Bei schätzungsweise einer von 600 Schwangeren ist diese Lockerung zu stark und es kommt zu einer sogenannten &#039;&#039;&#039;Symphysenlockerung&#039;&#039;&#039;, die sehr schmerzhaft ist. Während der Entbindung kann die Symphyse überdehnt werden (Symphysendehiszenz) oder gar reißen ([[Symphysenruptur]], Symphysensprengung), was ebenfalls zu starken Schmerzen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;R. C. da Rocha, R. P. Chopard: &#039;&#039;Nutrition pathways to the symphysis pubis.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Journal of anatomy.&#039;&#039; Band 204, Pt 3, März 2004, S.&amp;amp;nbsp;209–215, {{DOI|10.1111/j.0021-8782.2004.00271.x}}, PMID 15032910, {{PMC|1571274}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der konservativen Therapie haben sich das Training der beckenstabilisierenden [[Muskulatur]], Wassergymnastik und das Anlegen eines Trochantergurts bewährt. Eine operative Versteifung ist nur in seltenen Fällen notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschwerden kann auch eine Reizung der Symphyse ([[Ostitis pubis]]), etwa durch eine Überbeanspruchung, z. B. bei Sportlern, bereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4685645-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelenk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knorpel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>83.243.48.55</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;diff=513005</id>
		<title>Flüssigkeitsatmung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;diff=513005"/>
		<updated>2025-06-03T09:58:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;83.243.48.55: /* Flüssigkeitsatmung und Tauchtechnik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flüssigkeitsatmung&#039;&#039;&#039; ist ein experimentelles Verfahren der [[Tauchen|Tauchtechnik]] und [[Tauchmedizin]], bei dem der Gasaustausch in der [[Lunge]] nicht über Luft oder ein [[Atemgas]]gemisch, sondern über eine mit [[Sauerstoff]] angereicherte Flüssigkeit erfolgt. Im einfachsten Fall würde die Flüssigkeit wie Luft ein- und ausgeatmet, was aber wegen des erheblich höheren Atemwiderstands und anderer Probleme nicht ohne Weiteres möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flüssigkeitsatmung und Tauchtechnik ==&lt;br /&gt;
Eine erfolgreiche Anwendung der lediglich im Labor erprobten Flüssigkeitsatmung würde einige der Probleme von Tieftauchgängen lösen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Friedrich Marfeld |Titel=Zukunft im Meer: Bericht, Dokumentation, Interpretation zur gesamten Ozeanologie und Meerestechnik |Verlag=Safari-Verlag |Datum=1972 |ISBN=978-3-7934-1427-8 |Seiten=535ff. |Online=https://www.google.de/books/edition/Zukunft_im_Meer/VH9LAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;amp;dq=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine [[Dekompression]] im heutigen Maßstab wäre nicht notwendig, sie wäre einfacher, der dafür nötige Zeitaufwand geringer. Eine Sättigung von [[Inertgas]]en im Gewebe entfiele weitgehend, der Gasaustausch der Lunge beschränkt sich auf den Austausch von [[Kohlenstoffdioxid|Kohlendioxid]] und [[Sauerstoff]].&lt;br /&gt;
* Die komplexe Verwendung eines Atemgasgemisches inklusive Inertgas (z.&amp;amp;nbsp;B. Helium) ist nicht mehr notwendig, komplexe Gaswechsel entfallen weitgehend.&lt;br /&gt;
* Eine Druckregeltechnik zum Ausgleich des wechselnden Wasserdrucks, wie sie heute in [[Atemregler]]n existiert, wäre nicht notwendig, beziehungsweise würde gänzlich anders aussehen. Das Volumen der flüssigkeitsgefüllten Lunge ist durch die inkompressible Flüssigkeit tiefenunabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind einige markante Nachteile zu nennen. Einige technische Probleme und biologische Fragen sind bis heute nicht oder nicht vollständig gelöst. Zu den (eher) technischen Fragen zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hoher Atemwiderstand der Flüssigkeit. Zur Überwindung wäre vermutlich in der Tauchpraxis eine technische Hilfe wie Zwangsbeatmung notwendig.&lt;br /&gt;
* Die Frage der [[Pendelatmung]] bei Flüssigkeiten, insbesondere die Zirkulation innerhalb der Lunge bis in die Lungenbläschen&lt;br /&gt;
* Auskühlung oder Überhitzung des Tauchers über die Atmungsflüssigkeit&lt;br /&gt;
* Kommunikation ohne nutzbare Stimmbänder&lt;br /&gt;
* (Klare) Sicht bei gefluteter Tauchmaske sowie die direkte Auswirkung der Flüssigkeit auf die Augen&lt;br /&gt;
* Druckausgleich im Mittelohr&lt;br /&gt;
* Gefahrenfreie und biologisch verträgliche Umstellung von Gasatmung auf Flüssigkeitsatmung und zurück&lt;br /&gt;
* Die noch nicht entwickelte technische Tauchapparatur mitsamt Flüssigkeitsaufbereitung, Reserve und Redundanz sowie die Gewährleistung der Sterilität, Sicherheit und Energieversorgung. Die Tauchapparatur müsste außerdem Flüssigkeitszirkulation und Temperierung sicherstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sehr tiefgehende Tauchgänge sind weitere Faktoren zu berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mögliche Toxizität des Sauerstoffs bei extrem hohen [[Partialdruck|Partialdrücken]]&lt;br /&gt;
* Mögliche direkte neurologische Schäden durch den Druck bei extrem tiefen Tauchgängen. Bei Labortieren konnte dies zum Teil mit Verabreichung von Betäubungsmitteln vor dem Tauchgang bekämpft werden.&lt;br /&gt;
* Mögliche Zellschäden durch hohe Drücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Anwendung beim Tauchen scheidet zurzeit wegen der noch immer nicht gelösten Probleme aus. Die Mittel zum tauchtechnischen Handling von Flüssigkeitsaufbereitung, Kohlendioxid-Abscheidung bzw. Sauerstoff-Anreicherung sind noch nicht entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Experimente und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Johannes A. Kylstra ([[Universität Leiden|Leiden]], Holland) erprobte in den 1970er und 1980er Jahren die Flüssigkeitsatmung im kleinen Maßstab. Er führte seine Forschungen später an der [[University at Buffalo, The State University of New York|Universität von Buffalo, New York]], weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reto U. Schneider |Titel=Maus mit Kiemen |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Datum=2021-05-04 |ISSN=0376-6829 |Online=https://www.nzz.ch/folio/maus-mit-kiemen-ld.1619766 |Abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Ergebnisse stammen von Leland Clark und Golan. Die Forschungen wurden später vom [[National Advisory Committee for Aeronautics]] (NACA) weitergeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren wurde erfolgreich an Labortieren, zum Beispiel Ratten erprobt. Nach und nach konnte das Überleben der Versuchstiere sichergestellt werden. Auch die menschliche, partielle Flüssigkeitsatmung über einen Lungenflügel wurde erfolgreich im Versuch erprobt. Verwendet wurden mit Sauerstoff angereicherte [[Fluorkohlenwasserstoffe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestehende biologische Probleme ==&lt;br /&gt;
Zu den ungelösten beziehungsweise nur teilweise gelösten biologischen Fragen zählen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Jung |Titel=Das Handbuch zur Tauchgeschichte |Verlag=Naglschmid |Datum=1999 |ISBN=978-3-925342-35-6 |Seiten=285ff. |Online=https://www.google.de/books/edition/Das_Handbuch_zur_Tauchgeschichte/82wZAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;amp;dq=Fl%C3%BCssigkeitsatmung&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lungenschäden bei Versuchstieren,&lt;br /&gt;
* weitere Lungenschäden bei Tieren, mechanisch durch die Beatmung verursacht&lt;br /&gt;
* der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abtransport aus der Lunge durch die Flüssigkeit&lt;br /&gt;
* die Temperaturabhängigkeit des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abtransportes in der Lunge&lt;br /&gt;
* die mögliche Anreicherung der Atemflüssigkeit im Blut&lt;br /&gt;
* die gefahrenfreie und biologisch verträgliche Umstellung von Flüssigkeitsatmung auf Gasatmung und zurück&lt;br /&gt;
* realistische und beobachtete Körper- und Lungenschäden bei verunreinigter Atemflüssigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung in der Medizin ==&lt;br /&gt;
Eine Abwandlung oder Nebenentwicklung, die [[Flüssigkeitsbeatmung]], wird im medizinischen Bereich zur Behandlung von Lungenschäden (Brandgase, Säuglinge, Infektionen) eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Mandl |Titel=Flüssigkeitsbeatmung - ein alternatives Beatmungskonzept |Sammelwerk=intensiv |Band=9 |Nummer=02 |Datum=2001-03 |ISSN=0942-6035 |DOI=10.1055/s-2001-11731 |Seiten=72–78 |Online=https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2001-11731 |Abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flüssigkeit unterstützt mit Sauerstoff und Kohlendioxid angereichert den Gasaustausch und öffnet im Erfolgsfall zusammengefallene [[Lungenbläschen|Alveolen]] oder verhindert ihren Kollaps. Da [[Perfluorcarbon]] (PFC) doppelt so schwer ist wie Wasser, kann es sogar eine kollabierte Lunge erweitern und so einen besseren Gasaustausch vorbereiten. Dies erfolgt in [[Sedierung]], damit bei selbstständigen Atembewegungen die Flüssigkeit nicht abgeatmet werden kann. Die mechanische Belastung der Lunge ist im Vergleich zum [[Beatmungsgerät]] oft geringer, sekundäre Schäden können unter Umständen verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung befindet sich (Stand Feb. 2015) noch immer in der Erprobung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Saarbrücker Zeitung |url=https://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-spezial/internet/forscher-untersuchen-fluessigkeitsatmung-fuer-lungenkranke_aid-1465075 |titel=Forscher untersuchen Flüssigkeitsatmung für Lungenkranke |datum=2015-02-25 |sprache=de |abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der beschriebenen Flüssigkeitsatmung (TLV) wird auch die Inhalation der Flüssigkeit (PFC vapor bzw. aerosol PFC) sowie eine Pendelatmung mit Flüssigkeit und Gas (PLV) im medizinischen Sektor diskutiert und an Tieren erprobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Flüssigkeiten ==&lt;br /&gt;
Die im medizinischen Bereich wie im Laborexperiment verwendeten Flüssigkeiten sind, neben salzhaltigem Wasser (isotonische, 0,89%ige [[Kochsalzlösung]]), zumeist [[Fluorkohlenwasserstoffe]] (Fluorcarbone, engl. fluorocarbon oder perfluorocarbon), zum Beispiel LiquiVent von Alliance, [[1-Bromperfluoroctan|Perfluoroctylbromid]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, mit der Formel C&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;F&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;Br.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bezüge ==&lt;br /&gt;
Im Film &#039;&#039;[[Abyss – Abgrund des Todes]]&#039;&#039; von [[James Cameron]] wird die Nutzung eines Flüssigkeitstauchanzuges durch den Hauptdarsteller [[Ed Harris]] mit einigen der genannten Probleme dargestellt. Eine eigentliche humane Flüssigkeitsatmung findet trotz der gezeigten fiktiven Tauchtechnik nicht statt, es handelt sich lediglich um eine filmische Darstellung. Bei der ebenfalls im Film gezeigten Laborratte handelt es sich allerdings um keinen Trick, sie atmet real flüssig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anwendung einer atembaren Flüssigkeit beschreibt [[Ben Bova]] in seinem Roman &#039;&#039;Jupiter&#039;&#039; aus der &#039;&#039;Grand-Tour&#039;&#039;-Reihe. Dort wird eine Mission in die Jupiter-Atmosphäre und sogar dessen fiktiven globalen Ozean beschrieben. Es wäre wesentlich aufwendiger, ein bemanntes Gefährt so stabil zu konstruieren, dass es die extreme Druckdifferenz bei entsprechender Größe ertragen könnte. Ein weiteres Problem wäre, es bei der dazu erforderlichen Gesamtmasse aus dem tiefen Gravitationspotential des Riesenplaneten wieder aufsteigen zu lassen. Interessanterweise gibt es Kritiker des Buches, die gerade diese Atemtechnik als völlig illusorisch ablehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die hohe [[Beschleunigung]] beim Raketenstart auszuhalten, wurden für Raumschiffe mit Flüssigkeit gefüllte Kammern vorgeschlagen. In diesen Kammern müssten die Astronauten Flüssigkeit atmen. Fiktive Anwendung fanden die Kammern etwa in der Jugendbuchserie von beziehungsweise über [[Mark Brandis]], als spezielle Anzüge in der Fernsehserie &#039;&#039;[[UFO (Fernsehserie)|UFO]]&#039;&#039; (1969/70), in der Schlusssequenz von [[Brian De Palma]]s &#039;&#039;[[Mission to Mars]]&#039;&#039; (2000), als Beschleunigungstanks in [[Joe Haldeman]]s Roman &#039;&#039;[[Der Ewige Krieg]]&#039;&#039; oder als energetisches Stasis-Feld bei [[Roger Leloup]] und [[Luc Orient]]s Terango-Reisen. Der Übergang von der Gasatmung zur Flüssigkeitsatmung findet sich zum Beispiel bei [[Flash Gordon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das medizinisch angewendete LiquiVent eine Dichte von 1,93&amp;amp;nbsp;g/ml hat, wäre es für hohe Beschleunigungen weniger gut geeignet als die isotonische Kochsalzlösung, die in ihrer Dichte dem menschlichen Gewebe viel näher kommt. Der geringeren Löslichkeit von Sauerstoff in der isotonischen Kochsalzlösung im Vergleich zum LiquiVent könnte man dadurch begegnen, dass man den Partialdruck des Sauerstoffs erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Science-Fiction-Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ben Bova]]: &#039;&#039;Jupiter.&#039;&#039; Heyne, München 2002, ISBN 3453213491&lt;br /&gt;
* [[Joe Haldeman]]: &#039;&#039;Der ewige Krieg&#039;&#039;, mit einem Vorwort von [[Ben Bova]], Neuausgabe, [[Heyne Verlag]], München 2000, ISBN 978-3-453-16414-7&lt;br /&gt;
* Carmen Carter: &#039;&#039;STAR TREK: Die Kinder von Hamlin.&#039;&#039; Heyne, München 1997, ISBN 978-3453128132&lt;br /&gt;
* [[Dan Brown]]: &#039;&#039;Das verlorene Symbol&#039;&#039;, Bastei Lübbe, 2009, ISBN 3-7857-2388-1&lt;br /&gt;
* Katja Brandis + Hans-Peter-Ziemeck: Ruf der Tiefe, 2011, Hardcover: ISBN 9783407810823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tauchmedizin|Flussigkeitsatmung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Liquid breathing]]&lt;br /&gt;
[[fr:Ventilation liquidienne]]&lt;br /&gt;
[[hu:Folyadéklégzés]]&lt;br /&gt;
[[ja:液体呼吸]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>83.243.48.55</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=TOPSIS&amp;diff=625747</id>
		<title>TOPSIS</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=TOPSIS&amp;diff=625747"/>
		<updated>2021-12-01T11:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;83.243.48.55: /* Weblinks */ Link auf Webarchive geändert, da Originallink nicht mehr existiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt eine Technik zur Lösung von Entscheidungsproblemen; zu der gleichnamigen Software siehe [[SIS (Software)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;TOPSIS&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;echnique for &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;rder &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;reference by &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;imilarity to &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;deal &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;olution) ist eine Technik zur Lösung von Entscheidungsproblemen und zur [[Effizienz-Analyse]] aus dem Bereich der Unternehmensforschung ([[Operations Research]]). Ziel dieser Technik ist es die relative Vorteilhaftigkeit von Alternativen zu bestimmen. Eine Situation, in der TOPSIS z.&amp;amp;nbsp;B. angewendet werden kann, ist der Kauf eines Autos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Beschreibung von TOPSIS ==&lt;br /&gt;
TOPSIS wurde von C.-L. Hwang und K. Yoon entwickelt. Die Vorteilhaftigkeit einer Alternative wird bewertet, indem jeweils der Abstand zur besten Alternative und der Abstand zur schlechtesten Alternative bestimmt wird. Mit diesen Abständen wird für jede Alternative ein Wert berechnet, der Auskunft über die Vorteilhaftigkeit dieser Alternative gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Techniken zur Lösung von Entscheidungsproblemen ==&lt;br /&gt;
* [[Nutzwertanalyse]]&lt;br /&gt;
* [[Analytic Hierarchy Process]] (AHP)&lt;br /&gt;
* [[Analytic Network Process]] (ANP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Techniken zur Effizienz-Analyse ==&lt;br /&gt;
* [[Data Envelopment Analysis]] (Dateneinhüllanalyse, DEA)&lt;br /&gt;
* [[Operational Competitiveness Rating]] (OCRA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C.-L. Hwang, K. Yoon (1981): &#039;&#039;Multiple Attribute Decision Making – Methods and Applications. A State-of-the-Art Survey.&#039;&#039; Berlin – Heidelberg – New York 1981.&lt;br /&gt;
* M. Janic (2003): &#039;&#039;Multicriteria Evaluation of High-Speed Rail, Transrapid Maglev and Air Passenger Transport in Europe&#039;&#039;, in: Transportation Planning &amp;amp; Technology, Vol. 26 (2003), pp. 491–512.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160102105303/http://www.fwl.wi.tum.de/fileadmin/Downloads/Master_Forst/TOPSIS_zur_Effizienzanalyse.pdf TOPSIS] (PDF; 4,0&amp;amp;nbsp;MB) als Technik zur Effizienzanalyse, Malte L. Peters, [[Stephan Zelewski]], 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>83.243.48.55</name></author>
	</entry>
</feed>