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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-23T23:41:00Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aussteuerungsmesser&amp;diff=249806</id>
		<title>Aussteuerungsmesser</title>
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		<updated>2025-06-11T04:30:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;80.136.179.207: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein Messgerät für Audiosignale. Zu weiteren Bedeutungen von &#039;&#039;Pegelmesser&#039;&#039; siehe [[Pegel (Begriffsklärung)|Begriffsklärung]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Aussteuerungsmesser&#039;&#039;&#039; (auch: Pegelmesser) ist ein [[Messgerät]] zur Kontrolle der [[Aussteuerung]] von [[Audiosignal]]en. Aussteuerungsmesser werden für die korrekte Aussteuerung bzw. Einstellung des [[Logarithmische Größe|Pegels]] von Audiosignalen bei [[Tonaufnahme]]n, [[Rundfunk]]-[[Liveübertragung|Übertragung]]en oder Live-Konzerten benötigt, kommen also in der [[Rundfunktechnik]], der [[Tonstudiotechnik]] und der [[Veranstaltungstechnik]] zum Einsatz. Sie gehörten früher auch zur Standardausstattung von analogen HiFi-[[Kassettendeck]]s und [[Tonbandgerät]]en, die mittlerweile durch die [[Digitaltechnik]] vom Markt verdrängt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Menschen mit „Lesegeräten“ bitten inständig, einen Artikel nicht mit einem Bild zu beginnen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:BenAudioBoard.jpg|mini|Ein [[Tontechniker]] kontrolliert an einem DAW-Controller eine [[Tonaufnahme]] über Aussteuerungsmesser im Controller und auf zusätzlichen LCD-Monitoren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aussteuerungsmessgerät NTP177-300.jpg|mini|Historischer ARD-Lichtzeiger-&amp;lt;br /&amp;gt;Aussteuerungsmesser &#039;&#039;NTP&#039;&#039; 177–300&amp;amp;nbsp;E]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Technics SCD 615 geschlossen.jpg|mini|HiFi-[[Kassettenrekorder|Kassettendeck]] von Technics aus den 1970er Jahren mit zwei [[vu-Meter]]n als Aussteuerungsmesser]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Revox B77 MK II (4134258668).jpg|mini|[[vu-Meter]] an einem [[Tonbandgerät]] [[Revox B77]] MKII]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige des Messwertes erfolgt durch [[Zeigermessgerät|mechanische Zeiger]], [[Lichtzeiger]], [[Leuchtdiode]]n oder [[Flüssigkristallanzeige]]n. Die physikalischen Eigenschaften dieser Anzeigen beeinflussen die Anzeigecharakteristik des Aussteuerungsmessers. Leuchtdioden und Flüssigkeitskristalle reagieren trägheitslos, mechanische Zeiger und Lichtzeiger dagegen haben eine mechanische Trägheit und neigen zu einer bauarttypischen [[Mittelwert]]-Bildung. Die Messwerte verschiedener Aussteuerungsmesser lassen sich daher nicht direkt miteinander vergleichen, je nach Signalart erhält man für die Aussteuerung unterschiedlich hohe [[Bel (Einheit)|dB]]-Anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Aussteuerungsmesser, beispielsweise in HiFi-Geräten und Software-Produkten, haben ein undokumentiertes Anzeigeverhalten. Dessen genaue Eigenschaften kennt oft nur der Hersteller, wenn es überhaupt getestet wurde. Daneben gibt es genormte Aussteuerungsmesser beziehungsweise elektrische Pegelmesser mit genau festgelegtem Anzeigeverhalten, die in der [[Tontechnik|Tonstudio-]], [[Rundfunktechnik|Rundfunk-]], [[Fernsehtechnik]] und [[Messtechnik]] eingesetzt werden. Zu diesen zählen das QPPM (&#039;&#039;Quasi Peak Programme Meter&#039;&#039;, Quasi-Spitzenpegelmesser), das SPPM (&#039;&#039;Sample Peak Programme Meter&#039;&#039;), das &#039;&#039;True Peak Meter&#039;&#039; (beides Spitzenpegelmesser), das [[vu-Meter]] und der [[Lautstärkemesser]] ([[Internationale Fernmeldeunion|ITU]] Rec. BS.1770 und BS.1771).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Ballistische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Zu den ballistischen Eigenschaften eines analogen Aussteuerungsmessers zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Trägheit ([[Integrationszeit]]), differenziert nach&lt;br /&gt;
**Einschwingzeit&lt;br /&gt;
**Überschwingen&lt;br /&gt;
**Rücklaufzeit&lt;br /&gt;
*Umpolabweichung (das gleiche Signal muss, phasengedreht, den gleichen Anzeigewert ergeben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anzeigeverhalten eines analogen Aussteuerungsmessers wird nicht allein durch die physikalische Bauart seines Anzeigeinstruments bestimmt. Der Aussteuerungsanzeige ist ein [[Gleichrichter]] vorgeschaltet, der in der Praxis nicht ganz linear arbeitet. Ebenso sind [[Drehspulmesswerk]]e in der Praxis nicht ideal linear.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussteuerungsmesser mit an sich trägheitslosen [[Digitalanzeige|digitalen Anzeigen]] wie Leuchtdioden-, Flüssigkristall- oder Fluoreszenzanzeigen simulieren in ihrem Messwerk solche ballistischen Eigenschaften. Dies hat sich in der Praxis als sinnvoll erwiesen, weil das Auge erheblich träger ist als das Gehör. Die Anzeige wirkt deutlich ruhiger und ist dadurch besser ablesbar. Auch die rein in Software realisierten digitalen Aussteuerungsmesser erhalten eine künstliche Trägheit. Die physikalischen Gesetze, die für analoge Anzeigen gelten, können als mathematisches Modell in die Software eingearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spitzenpegelmesser ===&lt;br /&gt;
Spitzenpegelmesser messen die (maximalen) Amplitudenwerte von elektrischen Signalen. Das können sowohl positive als auch negative Amplituden sein. Vor der Messung eines Tonsignals wird dieses „gleichgerichtet“, d.&amp;amp;nbsp;h., es werden normalerweise die negativen Amplitudenwerte umgepolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;analoger Spitzenpegelmesser&#039;&#039; &#039;&#039;(True Peak Meter)&#039;&#039; misst den [[Spitzenwert]] einer elektrischen Wechselspannung (&#039;&#039;U&#039;&#039;&amp;lt;sub&amp;gt;SS&amp;lt;/sub&amp;gt;), also entweder die positive oder die negative Spitzenamplitude. Analoge Spitzenpegelmesser für die Audiotechnik sollten für eine ausreichende Genauigkeit eine Ansprechzeit (Integrationszeit) von ≤&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;Millisekunde besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;digitaler Spitzenpegelmesser&#039;&#039; zeigt im einfachsten Fall den größten (einzelnen) Samplewert eines elektrischen Signales an (SPPM). Dabei werden wahre Amplituden nur statistisch repräsentiert, denn zwischen den Abtastwerten können sich höhere Werte verbergen, die erst nach einer [[Abtastrate]]nwandlung bzw. [[Digital-Analog-Umsetzer|D/A-Wandlung]] sichtbar werden. Um die wahren Amplitudenwerte exakt sichtbar zu machen, müsste die Anzahl der Abtastwerte entsprechend einem Analogsignal unendlich groß sein. In der Praxis ist eine Überabtastung ([[Oversampling]]) um den Faktor 4 bis 8 ausreichend um den Anzeigefehler klein zu halten und das Instrument als &#039;&#039;True Peak Meter&#039;&#039; einstufen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenpegelmesser nehmen im Übertragungsbereich keinerlei Frequenzbewertung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichrichtwert-Pegelmesser ===&lt;br /&gt;
Das genormte Zeigerinstrument [[vu-Meter]] (DIN IEC 60268-17) ist ein [[Drehspulmesswerk|Drehspul-Messwerk]]. Es zeigt den [[Gleichrichtwert]] an. Die aufgebrachte Skalierung ist in der Einheit VU oder [[Dezibel]], der Drehwinkel der Nadel ist aber linear zur angezeigten Stromstärke. Daher ist die [[Skale|Skala]] nicht gleichabständig. Ein [[vu-Meter|VU-Meter]] mittelt die Messwerte über den bauartbedingten Messzeitraum von 300 ms. Es zeigt daher für dynamische Signale und besonders für kurze Signalspitzen niedrigere Werte an als für kontinuierliche Signale ([[Sinus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hebt man bei einem Gleichrichtwert-Pegelmesser den Bezugspunkt („0&amp;amp;nbsp;dB“) entsprechend dem [[Gleichrichtwert]] eines Sinussignals um 4&amp;amp;nbsp;dB an, so muss im Falle eines üblichen Messtons (kontinuierliches Sinussignal) der Pegelwert zahlenmäßig nicht von dem der Spitzenspannung unterschieden werden. Dieser Sachverhalt wird in gängiger Literatur als Vorlauf &#039;&#039;(Lead)&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effektivwert-Pegelmesser (englisch &#039;root mean square&#039;, RMS) ===&lt;br /&gt;
Ein [[Effektivwert]]-Pegelmesser mittelt Effektivspannungswerte über einen bauartbedingten Messzeitraum. Wie die englische Bezeichnung &#039;RMS&#039; erkennen lässt, werden dazu momentane Spannungswerte quadriert, wobei negative Anteile umgepolt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem normgerechten Effektivwert-Pegelmesser wird der Bezugspunkt („0&amp;amp;nbsp;dB“) entsprechend dem [[Effektivwert]] eines stationären Sinussignals (&amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{1}{\sqrt{2}}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;U&#039;&#039;&amp;lt;sub&amp;gt;SS&amp;lt;/sub&amp;gt;; entspr. ≈&amp;amp;nbsp;0,707&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;U&#039;&#039;&amp;lt;sub&amp;gt;SS&amp;lt;/sub&amp;gt;) skaliert. Um beim Sinussignal die gleiche Anzeige wie auf einem Spitzenspannungsmesser zu erhalten, muss der Effektivmesswert (RMS) um 3 dB angehoben werden. Ein üblicher Messton liefert daher gleiche dB-Anzeigen auf beiden Instrumenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik, Sprache oder Messsignale wie [[Rechteckschwingung|Rechteck]] oder [[Sägezahnschwingung|Sägezahn]] ergeben dagegen Messwerte, die von der Anzeige eines Spitzenpegelmessers abweichen. Für einmalige, sehr kurz dauernde Signale ergeben sich durch die RMS-Bewertung deutlich niedrigere Anzeigewerte. Ein kontinuierliches Rechtecksignal wird mit einem Effektivwertmesser aus dem vorher genannten Grund um 3 dB „lauter“ angezeigt als mit einem Spitzenpegelmesser. Diese Anzeigeeigenschaft führt zu der auf den ersten Blick kuriosen Anzeige von &#039;+3&#039; dBFS für ein Vollpegel-Rechtecksignal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Effektivwert-Pegelmesser nimmt im Übertragungsbereich keine Frequenzbewertung vor.&lt;br /&gt;
=== Lautstärkemesser (Loudness Meter) ===&lt;br /&gt;
Messgeräte zur Anzeige der [[Lautstärke]] arbeiten vom Prinzip her wie Effektivwert-Pegelmesser, im Übertragungsbereich wird jedoch eine Frequenzbewertung vorgenommen, beispielsweise die Bewertung nach der [[Frequenzbewertung|A-Kurve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtzeiger Instrument Siemens &amp;amp; Halske.jpg|mini|Lichtzeigerinstrument Siemens&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Halske/WSW]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Technics RS-B100 level display.jpg|mini|[[Fluoreszenzanzeige]] an einem [[High-End]]-[[Kassettendeck]] aus den späten 1980er Jahren mit seltener [[dbx]]-[[Rauschunterdrückung]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spliced.oldppm.jpg|mini|Ein älterer englischer Pegelmesser, mit für britische Geräte typischer Skalenteilung.]]&lt;br /&gt;
[[Zeigermessgerät|Zeigerinstrumente]] in der Audiomesstechnik sind typischerweise (dynamische) [[Drehspulmesswerk]]e.&lt;br /&gt;
Der [[Lichtzeiger]] wurde früher in analogen Aussteuerungsmessern wegen seiner geringen Trägheit verwendet, er arbeitet ebenso mit einem Drehspul-Messwerk. Weiterhin gibt es Plasma-, [[Fluoreszenzanzeige|Fluoreszenz-]], [[LED-Display|LED-]] und [[Flüssigkristallanzeige|LCD-Anzeigen]]. Historisch wurde auch das [[Magisches Auge (Radio)|Magische Auge]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analoge Umgebung ==&lt;br /&gt;
=== Geschichtliche Wurzeln ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der rundfunktechnischen Entwicklung fiel die Wahl für ein Anzeigeinstrument für elektrische Pegel auf die hinreichend schnellen und präzisen [[Galvanometer|Spiegelgalvanometer]], worin auch das charakteristische dynamische Verhalten begründet ist. Deren Skala war zunächst einzig in „Prozent Senderaussteuerung“ geeicht; später kamen das heute ungebräuchliche [[Neper (Hilfsmaßeinheit)|Neper]] sowie, über [[Bell Laboratories|Bell USA]], die Eichung in [[Dezibel]] hinzu. Die&amp;amp;nbsp;– als deutsche Spezialität einzigartige&amp;amp;nbsp;– Prozentskala trat in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Hintergrund, um bei aktuellen Geräten vollständig vom international gebräuchlichen dB abgelöst worden zu sein. Ausnahme ist die Unterhaltungselektronik, insbesondere die [[vu-Meter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussteuerungsmesser nach DIN ===&lt;br /&gt;
In durchgehend analogen Signalwegen kommen überwiegend Aussteuerungsmesser nach [[DIN 45406|DIN&amp;amp;nbsp;45406]] &#039;&#039;([[ARD]]-Aussteuerungsmesser)&#039;&#039; zum Einsatz. Sie besitzen eine in dB und Prozent kalibrierte Skala zwischen −50&amp;amp;nbsp;dB (0,3 %) und +5&amp;amp;nbsp;dB (180 %). Ihre &#039;&#039;[[Integrationszeit]]&#039;&#039; (Ansprechzeit) beträgt 10&amp;amp;nbsp;ms, d.&amp;amp;nbsp;h. ein einzelner Impuls von 0&amp;amp;nbsp;dB und 10&amp;amp;nbsp;ms&lt;br /&gt;
Dauer ruft eine Anzeige von −1&amp;amp;nbsp;dB (90 %) hervor, eine Spitze von 0&amp;amp;nbsp;dB und 3&amp;amp;nbsp;ms Dauer eine Anzeige von −4&amp;amp;nbsp;dB. Auf die Anzeige noch kürzerer Pegelspitzen wird verzichtet, da derart kurze Übersteuerungen (in analoger Umgebung) vom menschlichen [[Auditive Wahrnehmung|Gehör]] nicht mehr wahrgenommen werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Die &#039;&#039;Rücklaufzeit&#039;&#039; muss für sicheres Ablesen hinreichend groß sein; die Norm sieht einen Wert von 1,5&amp;amp;nbsp;s für einen Abfall von 0 auf −20&amp;amp;nbsp;dB vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 0&amp;amp;nbsp;dB-Punkt der Skala (100 %) ist auf einen absoluten Pegel von +6&amp;amp;nbsp;dBu (entspr. 1,55&amp;amp;nbsp;V&amp;lt;sub&amp;gt;eff&amp;lt;/sub&amp;gt; bei sinusförmigem Pegelton) geeicht &#039;&#039;(ARD-Rundfunknormpegel)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geräte besitzen eine Taste zur Erhöhung der Empfindlichkeit um 20&amp;amp;nbsp;dB, damit z.&amp;amp;nbsp;B. in Modulationspausen [[Fremdspannung]]en genauer abgelesen werden können. Außerdem ist bei −9&amp;amp;nbsp;dB (35 %) eine Kalibriermarke für die messtechnische Überprüfung von Tonfrequenzleitungen angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Dickreiter: &#039;&#039;Handbuch der Tonstudiotechnik.&#039;&#039; Saur-Verlag, München.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Umgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentliche Gegensatz in der Audiotechnik lautet nicht „Analog oder Digital“. Da digitale Aufzeichnungsgeräte in direkter Konkurrenz zu den analogen Verfahren entstanden sind und mit ihnen auch die Digital-[[Mischpult]]e und -Effektgeräte aufkamen, sieht dies lediglich auf den ersten Blick so aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Unterschied ergibt sich vielmehr durch die – aus rein technischer Sicht – mangelhafte Linearität &#039;&#039;analoger Aufzeichnungsverfahren&#039;&#039; und der &#039;&#039;Röhrentechnik&#039;&#039;. Ihnen ist gemeinsam, dass sie im Bereich der [[Vollaussteuerung]] den optimalen Kompromiss zwischen (hohem) Rauschabstand und (niedrigem) Klirrfaktor erreichen. Oberhalb davon sorgen Sättigungseffekte der analogen Bandtechnik und der Röhrentechnik für den „angenehmen Klang“. Physikalisch betrachtet ist dies eine nichtlineare Signalveränderung ähnlich einem [[Kompressor (Signalverarbeitung)|Kompressor]], vermischt mit angenehm klingender [[Verzerrung (Akustik)|Verzerrung]] durch Ganzzahlige Vielfache des Grundtons (= ungeradzahlige [[Oberton|Obertöne]]). Dieser Effekt nennt sich beim [[Tonband]] „Bandsättigung“ und beim [[Gitarrenverstärker]] „Overdrive“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die &#039;&#039;[[Digitale Signalverarbeitung|digitale Tonsignalverarbeitung]]&#039;&#039;, und zwar zusammen mit der &#039;&#039;analogen Transistortechnik&#039;&#039;. Ihnen ist gemeinsam, dass die Übersteuerungsgrenze eines Audioeingangs oder -Kanals eine feste Größe ist. Bei digitalen Signalen liegt sie systembedingt bei 0&amp;amp;nbsp;dBFS, bezogen auf einzelne Samples. Bei analogen Transistorschaltungen liegt sie bei der Obergrenze der Versorgungsspannung, genauer gesagt aus technischen Gründen in der Praxis geringfügig darunter. Bei [[Übersteuerung]] eines digitalen Gerätes tritt nahezu schlagartig ein erheblicher Anstieg der nichtlinearen Verzerrungen auf &#039;&#039;([[Übersteuern (Signalverarbeitung)|Clipping]])&#039;&#039;. Dies gilt aber genauso für die Transistorschaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Einzug der [[Digitaltechnik]] ließen sich auch völlig trägheitslose Aussteuerungsmesser realisieren, die auf das Bit genau die höchste Aussteuerung anzeigen können. Es hat sich in der Praxis aber sehr schnell gezeigt, dass diese trägheitslosen Anzeigen zur Aussteuerung ungeeignet sind, das Auge ist dafür viel zu träge. Auch den digitalen Anzeigen wurde eine künstliche Trägheit beigebracht, zumindest besitzen sie eine mehr oder weniger stark gedämpfte Rücklaufzeit, damit das Auge die Pegelspitzen noch registrieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussteuerungsmesser für digitale Umgebungen sind in [[DIN IEC 60268-18|DIN&amp;amp;nbsp;IEC&amp;amp;nbsp;60268-18]] genormt. Die Anzeige, die zwischen −60 und 0&amp;amp;nbsp;dB liegt, ist in dBFS geeicht; eine Anzeige positiver dB-Werte ist wegen der hohen Ansprechgeschwindigkeit nicht unbedingt erforderlich. Diese Instrumente eignen sich für die Erkennung von Amplitudenspitzen, besonders in der Audioproduktion, um Klippung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Aussteuerung unterschiedlicher Audio-Genres nach &#039;wahren&#039; Spitzenwerten ein starkes Ungleichgewicht zwischen sehr spitzenhaltigen und dichten (komprimierten) Audiosignalen verursachen kann, wie es beim Quasispitzen-Aussteuerungsmesser nach DIN nicht auftritt. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich in stark unterschiedlicher Lautstärke aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Phänomen digitaler Aussteuerungsmesser besteht darin, dass diese bisher meist nur statistisch wahre Spitzenwerte in Form von Abtastwerten anzeigen (SPPM), denn zwischen den Abtastwerten können sich höhere Werte verbergen, die erst nach einer Abtastratenwandlung bzw. D/A-Wandlung sichtbar werden. Diesen Nachteil versuchen neuere Aussteuerungsmesser vor der Messung durch eine mindestens 4-fache Überabtastung (Oversampling) zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Rundfunktechnik|Rundfunk-]] und [[Fernsehtechnik]] werden digitale Aussteuerungsmesser verwendet, die die ballistischen Eigenschaften des genormten analogen QPPM-Aussteuerungsmessers genau nachbilden. Somit konnte die Arbeitsweise aus der analogen in die [[digitale Welt]] übernommen werden. Hier kommt die Aussteuerungsreserve (Headroom) von 9 dB zum Tragen, da die Scheitelwerte von Sprache oder Musik +3 bis +6 dB über dem Anzeigewert des genormten Aussteuerungsmessers liegen können. In seltenen Fällen treten sogar bis zu +9 dB auf. Der aus der EBU-Empfehlung R.68 abgeleitete 9 dB-Headroom gilt speziell für Aussteuerungsmesser mit diesem ballistischen Verhalten. Diese Arbeitsweise stellt sicher, dass weder bei analoger noch bei digitaler Audioübertragung Verzerrungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anzeigeverhalten von analogen und digitalen Aussteuerungsmessern wurde 1998 von der Hörfunkbetriebsleiter-Konferenz im Dokument &#039;&#039;Pflichtenheft 3/6&#039;&#039; festgelegt. Dieses Dokument weist ausdrücklich darauf hin, dass der dort spezifizierte Aussteuerungsmesser nicht zu verwechseln ist mit den in DIN-IEC 268-10 Typ II und DIN-IEC 268-17 genormten Geräten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführung in anderen Ländern ==&lt;br /&gt;
Traditionell sind in verschiedenen europäischen Ländern Aussteuerungsmesser mit unterschiedlichen Skalenteilungen und Anzeigecharakteristika im Einsatz. Ihre Eigenschaften sind in [[DIN IEC 60268-10|DIN&amp;amp;nbsp;IEC&amp;amp;nbsp;60268-10]] beschrieben. Demnach sind folgende Typen zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|DIN IEC 60268-10&lt;br /&gt;
! DIN IEC 60268-18&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! Typ I (DIN)&lt;br /&gt;
! Typ I (Nordic)&lt;br /&gt;
! Typ IIa (British)&lt;br /&gt;
! Typ IIb (EBU)&lt;br /&gt;
! Digital&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Skala&lt;br /&gt;
| [[Datei:PPM IEC 268-10 I DIN.jpg|ohne|100px]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:PPM IEC 268-10 I Nordic.jpg|ohne|100px]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:PPM IEC 268-10 IIa British.jpg|ohne|100px]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:PPM IEC 268-10 IIb EBU.jpg|ohne|100px]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:PPM IEC 268-18 Digital.jpg|ohne|100px]]&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezugsanzeige&lt;br /&gt;
| „0&amp;amp;nbsp;dB“&lt;br /&gt;
| „Test“ (0&amp;amp;nbsp;dB)&lt;br /&gt;
| „6“&lt;br /&gt;
| „+9&amp;amp;nbsp;dB“&lt;br /&gt;
| „0&amp;amp;nbsp;dB“&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezugspegel&lt;br /&gt;
| +6&amp;amp;nbsp;dBu (≈&amp;amp;nbsp;1,55&amp;amp;nbsp;V)&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 0&amp;amp;nbsp;dBu (≈&amp;amp;nbsp;0,775&amp;amp;nbsp;V)&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +8&amp;amp;nbsp;dBu (≈&amp;amp;nbsp;1,94&amp;amp;nbsp;V)&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +9&amp;amp;nbsp;dBu (≈&amp;amp;nbsp;2,18&amp;amp;nbsp;V)&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 0&amp;amp;nbsp;dB&amp;lt;sub&amp;gt;fs&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Integrationszeit&lt;br /&gt;
| 5&amp;amp;nbsp;ms&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;80 %&lt;br /&gt;
| 5&amp;amp;nbsp;ms&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;80 %&lt;br /&gt;
| 10&amp;amp;nbsp;ms&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;80 %&lt;br /&gt;
| 10&amp;amp;nbsp;ms&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;80 %&lt;br /&gt;
| ≤&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;ms&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Rücklaufzeit&lt;br /&gt;
| 1,5&amp;amp;nbsp;s („0&amp;amp;nbsp;dB“&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;„−20&amp;amp;nbsp;dB“)&lt;br /&gt;
| 1,5&amp;amp;nbsp;s („0&amp;amp;nbsp;dB“&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;„−20&amp;amp;nbsp;dB“)&lt;br /&gt;
| 2,8&amp;amp;nbsp;s &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;(„7“&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;„1“)&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| 2,8&amp;amp;nbsp;s („+12&amp;amp;nbsp;dB“&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;„−12&amp;amp;nbsp;dB“)&lt;br /&gt;
| 1,7&amp;amp;nbsp;s („0&amp;amp;nbsp;dB“&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;„−20&amp;amp;nbsp;dB“)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; bei sinusförmigem Pegelton&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussteuerungsmesser nach DIN&amp;amp;nbsp;IEC&amp;amp;nbsp;60268-10&amp;amp;nbsp;I entsprechen der im Jahr 2000 ausgelaufenen DIN&amp;amp;nbsp;45406 mit dem Unterschied, dass deren Integrationszeit nun mit 5&amp;amp;nbsp;ms auf 80 % Anzeige (−2 dB) angegeben wird. Das entspricht dem früheren DIN-Verhalten (10&amp;amp;nbsp;ms auf 90 %). Bei skandinavischen Rundfunkanstalten gebräuchliche Geräte haben gleiche Eigenschaften, jedoch eine abweichende Skala &#039;&#039;(„Nordic Scale“)&#039;&#039; mit einem Bezugspunkt bei 0&amp;amp;nbsp;dBu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien sind Aussteuerungsmesser mit einer Skalenteilung von „1“ bis „7“ &#039;&#039;(„British Scale“)&#039;&#039; üblich; zwischen den Teilstrichen liegen jeweils 4&amp;amp;nbsp;dB. Der Bezugspunkt liegt bei „6“, bei einem Bezugspegel von +8&amp;amp;nbsp;dBu. Diese Geräte sind in DIN&amp;amp;nbsp;IEC&amp;amp;nbsp;60268-10&amp;amp;nbsp;IIa genormt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für internationale Tonübertragungen im Rahmen der [[European Broadcasting Union|EBU]] sind Geräte nach DIN&amp;amp;nbsp;IEC&amp;amp;nbsp;60268-10&amp;amp;nbsp;IIb mit einer Skala von −12 bis +12&amp;amp;nbsp;dB (ein Teilstrich entspricht 2&amp;amp;nbsp;dB) im Gebrauch. Der Bezugspunkt liegt bei +9&amp;amp;nbsp;dB, der Bezugspegel bei +9&amp;amp;nbsp;dBu; eine Referenzmarke ist bei 0&amp;amp;nbsp;dB(u) angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebu.ch/CMSimages/en/tec_doc_t3205_tcm6-10506.pdf Technische Richtlinie 3205-E der EBU: &#039;&#039;The E.B.U. Standard Peak-Programme Meter for the Control of International Transmissions&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxis ==&lt;br /&gt;
Der Aussteuerungsmesser muss ein [[Ergonomie|präzises und ermüdungsfreies Ablesen]] ermöglichen. Dabei ist die technische Ausführung prinzipiell nachrangig: „Zeigerinstrument“ bedeutet nicht unbedingt „[[vu-Meter]]“; „[[LED]]-Kette“ nicht zwangsläufig „Spitzenwertanzeige“. Entscheidend ist die Art des vorgeschalteten Messverstärkers (Gleichrichters). So waren in deutschen Tonstudios durchaus [[Drehspulmesswerk]]e mit Rohrzeigern gebräuchlich –&amp;amp;nbsp;verbreiteter waren Geräte mit [[Lichtzeiger]]&amp;amp;nbsp;–, die ab den späten 1970er Jahren von Geräten mit LED-Ketten oder [[Plasma (Physik)|Gasplasmaanzeigen]] abgelöst wurden. Während früher Messverstärker (U70, U270, U370…) und Anzeigegerät (J45, J47, J645…) in separaten Gehäusen untergebracht waren, sind heute ausschließlich integrierte Geräte auf dem Markt. Diese besitzen zum Teil einen eingebauten [[Korrelationsgradmesser]] zur Anzeige der [[Monokompatibilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussteuerungsmesser eignen sich nicht für eine [[Lautstärke]]messung bzw. einen Lautstärkevergleich. Nur mit einiger Erfahrung kann von der Anzeige &#039;&#039;ungefähr&#039;&#039; auf die Lautstärkeverhältnisse geschlossen werden. Werden unterschiedliche Tonprogramme mit gleichem Pegel ausgesteuert, ergeben sich unterschiedliche [[Lautheit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen ballistischen Eigenschaften von Aussteuerungsmessern für analoge und digitale Umgebung führen zu Schwierigkeiten bei der praktischen Beurteilung des Durchschnittspegels. Aussteuerung lediglich mit einem Gerät mit kurzer Integrationszeit führt tendenziell zu Untersteuerung, da durch die Anzeige kürzester Pegelspitzen ein scheinbar höherer Durchschnittspegel angezeigt wird. Manche Aussteuerungsmesser sind in ihrer Anzeigecharakteristik umschaltbar; für eine korrekte Aussteuerung muss aber mit schneller und langsamer Anzeige &#039;&#039;gleichzeitig&#039;&#039; gearbeitet werden&amp;amp;nbsp;– entweder also mit zwei Geräten oder mit einem Gerät mit kombinierter Anzeige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in vielen Geräten aus den USA oder Japan eingebauten [[vu-Meter]] haben nach Norm eine recht große Integrationszeit von 300&amp;amp;nbsp;ms um Signalspitzen anzuzeigen. Diese VU-Meter werden daher manchmal mit einer zusätzlichen einzelnen LED zur Anzeige des Spitzenwerts versehen, was in der Praxis aber eine unzureichende Lösung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel ist bei HiFi- und Heim-Magnettonbandgeräten die Einhaltung sinnvoller Verzerrungsgrenzen sehr schwierig. Das kann ein wenig durch nicht normgerechte Aussteuerungsanzeigen ausgeglichen werden. Diese Anzeigen weisen bewusst eine Frequenzgangverzerrung auf und im Idealfall eine Kombination von VU-Metern und Spitzenwertanzeigen. Bei den meisten [[High Fidelity|Heimtongeräten]] ist eine korrekte Aussteuerung in tontechnischer Hinsicht jedoch kaum möglich, weder in Hinsicht auf die Lautstärke, noch in Hinsicht auf die Einhaltung einer befriedigenden Klangqualität (Ausreizen der Verzerrungsgrenze).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den auf ARD-Normpegel (+6&amp;amp;nbsp;dBu) geeichten Aussteuerungsmessern kommen zunehmend auf den internationalen Wert für Vollaussteuerung (+4&amp;amp;nbsp;dBu, entspr. 1,228&amp;amp;nbsp;V&amp;lt;sub&amp;gt;eff&amp;lt;/sub&amp;gt; bei sinusförmigem Pegelton) geeichte Geräte auf den Markt. Moderne Aussteuerungsmesser besitzen daher einen umschaltbaren Bezugspegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hersteller von Aussteuerungsmessern sind im Wesentlichen die Firmen &#039;&#039;RTW&#039;&#039; (Köln) sowie &#039;&#039;DK-Technologies&#039;&#039; (vormals &#039;&#039;NTP&#039;&#039;, Dänemark; Markenname „DK-Audio“) und &#039;&#039;Dorrough&#039;&#039; (Woodland Hills, California, USA), auf dem Markt vertreten (früher z.&amp;amp;nbsp;B. auch &#039;&#039;AEG-Telefunken&#039;&#039;, &#039;&#039;Siemens&#039;&#039; oder &#039;&#039;EAB&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Geräten existiert auch eine zunehmende Zahl softwarebasierender Aussteuerungsmesser, die sowohl für Messungen in Echtzeit als auch für filebasierende Workflows eingesetzt werden können. Sie sind in Form von Software-Plug-Ins und/oder als eigenständige Software verfügbar. Einige der bekanntesten Hersteller dafür sind &#039;&#039;Dolby Laboratories&#039;&#039; (San Francisco, USA), &#039;&#039;NuGen Audio&#039;&#039; (Leeds, England), &#039;&#039;Pinguin&#039;&#039; (Hamburg, Deutschland) und &#039;&#039;TC Electronic A/S&#039;&#039; (Risskov, Dänemark). Die meisten dieser softwarebasierenden Aussteuerungsmesser können für unterschiedliche Integrationszeiten und Bezugspegel eingestellt werden, viele messen neben dem elektrischen Signalpegel mittlerweile auch die Lautheit nach ITU BS.1770-2 respektive EBU R128.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*DIN 45406: &#039;&#039;Aussteuerungsmesser für elektroakustische Breitbandübertragung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*DIN-IEC 60268-10: &#039;&#039;Elektroakustische Geräte – Teil 10: Spitzenspannungs-Aussteuerungsmessgerät.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*[[Michael Dickreiter]], Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr (Hrsg.), &amp;quot;Handbuch der Tonstudiotechnik&amp;quot;, 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2 Bände, Verlag: Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2014, ISBN 978-3-11-028978-7 oder e-ISBN 978-3-11-031650-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theimann.com/Analog/Misc_Tech/Aussteuern/index.html Aussteuerungsprobleme – &#039;&#039;HiFi-Stereophonie&#039;&#039;, 1979 Mai, Arndt Klingelnberg]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://tech.ebu.ch/docs/techreview/trev_297-spikofski_klar.pdf|wayback=20110105124611|text=EBU-/IRT-Dokument (englisch) über Lautheit und Pegelmesser}} (PDF; 809&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schallwandlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>80.136.179.207</name></author>
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