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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Garde-Dragoner-Regiment_(1._Gro%C3%9Fherzoglich_Hessisches)_Nr._23&amp;diff=958407</id>
		<title>Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23</title>
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		<updated>2025-01-29T14:49:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;80.130.47.243: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;[[Garde]]-[[Dragoner]]-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23&#039;&#039;&#039; war eines der beiden [[Kavallerieregiment]]er der Großherzoglich Hessischen Armee, die 1914 als Kontingent in die [[Preußische Armee]] eingestellt waren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hess GardeChev 1859.jpg|mini|hochkant|Garde-Chevaulegers 1859]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation und Verbandszugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
* [[XVIII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XVIII. Armee-Korps]] in [[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
: [[Kommandierender General]]: [[Adjutant|Generaladjutant]] seiner Majestät des [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaisers und Königs]] [[General der Infanterie]] [[Dedo von Schenck (General)|Dedo von Schenck]]&lt;br /&gt;
* [[Großherzoglich Hessische (25.) Division]] in [[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
: [[Kommandeur]]: [[Generalleutnant]] [[Otto von Plüskow]]&lt;br /&gt;
* 25. Großherzoglich Hessische Kavallerie-Brigade in Darmstadt&lt;br /&gt;
: Kommandeur: [[Generalmajor]] Clifford Kocq von Breuge&lt;br /&gt;
* [[Regimentsinhaber]]: General der Infanterie [[Großherzog]] [[Ernst Ludwig (Hessen-Darmstadt, Großherzog)|Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein]]&lt;br /&gt;
* [[Regimentskommandeur]]: [[Oberstleutnant]]/Oberst [[Otto von Brandenstein]]&amp;lt;!-- * 21.10.1865 in Hohenstein; † 08.05.1945 in Grambow, PLM, später Generalleutnant --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stiftungstag: 6. April 1790&lt;br /&gt;
* [[Garnison]]: Darmstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Knoe06 55.jpeg|mini|hochkant|Chevaulegers um 1866]]&lt;br /&gt;
Am 6. April 1790 ordnete [[Ludwig I. (Hessen-Darmstadt)|Landgraf Ludwig X.]] von [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] die Aufstellung eines Reiter-Regiments an, das den Namen [[Chevaulegers]]-Regiment tragen sollte. Es wurde zunächst zu drei [[Eskadron]]en formiert und in [[Bickenbach (Bergstraße)|Bickenbach]], später in [[Jagdschloss Kranichstein|Schloss Kranichstein]] in Garnison gelegt. Im Jahre 1793 wurde das Regiment auf vier Eskadronen verstärkt und wechselte mit Garnison nach Bessungen, [[Griesheim]] und [[Pfungstadt]]. Ab 1799 waren die Standorte nur noch in [[Bessungen]] und in der Residenz Darmstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1806 verlieh Großherzog Ludwig I. dem Regiment den Namen &#039;&#039;Garde-Chevaulegers-Regiment&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Erlass vom 1. Dezember 1859 bestimmte Großherzog [[Ludwig III. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig III.]] die Umgliederung des bisherigen &#039;&#039;Garde-Chevaulegers-Regiment&#039;&#039; in zwei Reiter-Regimenter bzw. eine Reiter-Brigade. Das 1. Regiment erhielt die Bezeichnung &#039;&#039;Garde-Chevaulegers-Regiment&#039;&#039;, das 2. Regiment den Namen &#039;&#039;Leib-Chevaulegers-Regiment&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stationiert wurden die beiden Regimenter in Darmstadt und (eine Esc. GCR ab 1818 – bzw. zwei Esc. LCR) in der [[Schloss-Kaserne|Chevaulegers Kaserne]] in [[Butzbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HessGardeDrag.jpg|mini|hochkant|Garde-Dragoner 1901]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Militärkonvention]] vom 7. April 1867 kamen die Großherzoglich-hessischen Truppen unter preußisches Kommando und bildeten in ihrer Gesamtheit die [[Großherzoglich Hessische (25.) Division]]. Zusammen mit den Truppen aus den von Preußen annektierten Staaten [[Kurfürstentum Hessen]], [[Hessen-Homburg|Landgrafschaft Hessen-Homburg]] und [[Herzogtum Nassau]] formierten sie das XVIII. (Hessischen) Armeekorps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurde das Garde-Chevaulegers-Regiment umbenannt und führte zunächst den Namen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1. Großherzoglich Hessisches Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 25. November 1906 nochmals und endgültig in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23&#039;&#039; abgeändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kaserne in Butzbach 1898 für das I. Bataillon des neuerrichteten [[5. Großherzoglich Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 168]] benötigt wurde, verlegten die dortigen Dragoner nach Darmstadt, sodass die gesamte hessische Kavallerie nunmehr in einer Garnison vereinigt war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kavallerie Kaserne Darmstadt.jpeg|mini|Kavallerie-Kaserne in Darmstadt 1899]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schloss-Kaserne]] der [[Chevaulegers]] in [[Butzbach]] war die älteste und am längsten genutzte fiskalische Kaserne Europas (in Betrieb von 1818 bis 1992).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefechtskalender ==&lt;br /&gt;
* Im Revolutionskrieg gegen [[Frankreich]] kämpfte das Regiment auf Seiten der Koalition ([[Preußen]]/[[Österreich]]) bis 1796 in der [[Kurpfalz|Pfalz]] und den Niederlanden. Nachdem Hessen-Darmstadt von [[Napoléon Bonaparte|Napoléon I.]] in den [[Rheinbund]] gezwungen worden war, fochten die Chevaulegers 1806/07 gegen Preußen, 1809 gegen Österreich und 1812 gegen Russland. 1813 kämpfte das Regiment noch auf französischer Seite bei [[Schlacht bei Großgörschen|Großgörschen]], [[Schlacht bei Bautzen|Bautzen]] und gegen die Allianz der Gegner Napoleons. In der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] stand es mit der 92 Reiter starken 1. Escadron in der französischen 29. Leichten Kavalleriebrigade der 38. Infanteriedivision im 4. Corps von Général Bertrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Austritt Hessens aus dem Rheinbund und dem Wechsel zu den Siegermächten kam das Regiment in den Kämpfen der Jahre 1814/15 zu keinen bemerkenswerten Einsätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1848 kämpften die Chevaulegers gegen Aufständische in Südbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutscher Krieg ===&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Krieg|Krieg gegen Preußen]] 1866 stand das Regiment zusammen mit österreichischen, [[Badische Armee|badischen]], [[Bayerische Armee|bayerischen]] und [[Württembergische Armee|württembergischen Truppen]] im Verband des VIII. Bundes-Armeekorps. Der unglückliche Verlauf dieses Feldzuges im Raum [[Aschaffenburg]]-[[Würzburg]] gegen die preußische Main-Armee unter [[Generaloberst]] [[Edwin von Manteuffel|von Manteuffel]] zwang Hessen-Darmstadt am 3. September 1866 zum Friedensschluss mit Preußen und zum Rückzug seiner Truppen aus dem [[Bundesheer (Deutscher Bund)|Bundesheer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Von hier ab kämpfte das Regiment stets gemeinsam mit seinem Schwesterregiment, dem [[Leib-Dragoner-Regiment (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 24|Leib Chevaulegers Regiment]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch-Französischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 kam das Regiment bei [[Schlacht bei Vionville|Vionville]] und [[Schlacht von Mars-la-Tour|Mars la Tour]] (16. – 18. August) nur beschränkt zum Einsatz. Es nahm später an der [[Belagerung von Metz|Einschließung von Metz]] teil und wurde nach dem Fall der Stadt gegen die französische [[Loire]]-Armee eingesetzt. (Kämpfe bei Orléans am 3. und 4. Dezember 1870). Danach war für die Garde-Chevaulegers der Krieg praktisch beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] im August 1914 kämpften die nunmehrigen Dragoner zunächst in den [[Ardennen]] und rückten dann bis zum [[Rhein-Marne-Kanal]] vor. Nach der [[Schlacht an der Marne (1914)|Marneschlacht]] und dem Rückzugsbefehl vom September mussten sie bis zur [[Aisne]] zurückweichen. Das Regiment wurde dann nach [[Flandern]] verlegt und nahm an der [[Erste Flandernschlacht|Schlacht bei Ypern]] teil. Danach erfolgte im Frühjahr 1915 die Verlegung auf den östlichen Kriegsschauplatz. Im Bewegungskrieg kämpften die Dragoner in [[Litauen]] und [[Kurland]] sowie bei [[Vilnius]] im September 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 fand sich das Regiment im Stellungskampf in [[Galizien]] und wurde 1917 im [[Rumänischer Kriegsschauplatz (Erster Weltkrieg)|Feldzug gegen Rumänien]] eingesetzt (November 1916 bis Februar 1917). Im März 1917 erfolgte die Zurückverlegung an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Hier versahen die Dragoner bis 1917 Grenzschutz an der [[Niederlande|niederländischen Grenze]]. Danach verlegte das Regiment wieder in den Osten und operierte in der Gegend von [[Kowel]] und in der [[Ukraine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbleib ===&lt;br /&gt;
Bis Dezember 1918 erfolgte Sicherungsdienst im besetzten Ostgebiet gegen aufständische und [[Bolschewiki|bolschewistische]] Truppen. Danach erfolgte der Rückmarsch in die Heimat, der mit großen Schwierigkeiten verbunden war, da er teilweise kämpfend zurückgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Januar 1919 traf das Regiment in [[Laubach]] ein, wurde [[Demobilisierung|demobilisiert]] und bis zum 1. Mai 1919 aufgelöst. Bis zu seiner Auflösung hatte es den Status als Kavallerieregiment behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Traditionsübernahme (Militär)|Tradition]] führte in der [[Reichswehr]] durch Erlass des Chefs der Heeresleitung [[General der Infanterie]] [[Hans von Seeckt]] vom 24. August 1921 die Ausbildungs-Eskadron des [[16. Reiter-Regiment (Reichswehr)|16. Reiter-Regiments]] in [[Hofgeismar]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform ==&lt;br /&gt;
Friedensuniform 1914:&lt;br /&gt;
* Waffenrock und Hose aus dunkelgrünem Tuch (abweichend von den anderen Dragonerverbänden im deutschen Heer, die sonst preußischem Muster hellblaue Röcke und schwarzen Hosen trugen)&lt;br /&gt;
* schwedische Aufschläge&lt;br /&gt;
* rote [[Abzeichenfarbe]]&lt;br /&gt;
* weiße Gardelitzen an Kragen und Aufschlägen&lt;br /&gt;
* Helmbeschlag: bewehrter, gekrönter Hessischer Löwe in dreiviertel Eichenlaub/Lorbeerkranz in Weißmetall&lt;br /&gt;
* Helm: Infanteriehelm (im Gegensatz den anderen Dragonerregimentern) mit schwarzem Haarbusch, rundem Vorderschirm und weiß-roter Landeskokarde (Als Chevaulegers trugen sie noch einen Helm mit schwarzer Raupe nach bayerischem Muster und dem Namenszug „L“ ohne weitere Verzierung auf der Stirnseite.)&lt;br /&gt;
* Schulterklappen rot mit gelber Krone und Namenszug „L“&lt;br /&gt;
* Knöpfe in weiß&lt;br /&gt;
* Lanzenflagge weiß-rot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit A.K.O. vom 14. Februar 1907 befohlen und ab 1909/10 schrittweise eingeführt, wurde anlässlich des [[Kaisermanöver (Deutsches Kaiserreich)|Kaisermanövers]] 1913 die bunte Uniform erstmals durch die feldgraue Felddienstuniform (M 1910) ersetzt. Das Lederzeug und die Stiefel waren naturbraun, der Helm wurde durch einen schilffarbig genannten Stoffüberzug bedeckt. Das [[Bandelier]] und die Kartusche wurden zu dieser Uniform nicht mehr angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl von Zimmermann: &#039;&#039;1. Großherzoglich Hessisches Dragoner Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23 von 1790 bis zur Gegenwart.&#039;&#039; Berlin 1894. [https://archive.org/stream/bub_gb_etEOAAAAYAAJ im Internet Archive]&lt;br /&gt;
* v. Ulrich: &#039;&#039;Das Garde Dragoner Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23.&#039;&#039; Oldenburg/Berlin 1923.&lt;br /&gt;
* Otto von Brandenstein: &#039;&#039;Das Garde-Dragoner-Regiment 1. Großherzoglich Hessisches Nr 23, 1914-1919,&#039;&#039; Wittich 1931&lt;br /&gt;
* Hugo F. W. Schulz: &#039;&#039;Die Preußischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914.&#039;&#039; Weltbild Verlag 1992.&lt;br /&gt;
* H. A. Eckert, Dietrich Monten: &#039;&#039;Das deutsche Bundesheer.&#039;&#039; Verlag Harenberg 1990.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Kraus (Historiker)|Jürgen Kraus]]: &#039;&#039;Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg. Uniformierung und Ausrüstung.&#039;&#039; Verlag Militaria, Wien 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/darmstadt_1grhrzgl_hess_garde_drag_reg_23_wk1_hess.htm Liste der im Ersten Weltkrieg Gefallenen des Regiments]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kavallerieregimenter (Deutsches Kaiserreich)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Garde)|Hessen, GardeDragoner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband in den Koalitionskriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kavallerie-Regiment des Deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg|Hessen Dragonerregiment #::23]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1790]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Darmstadt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>80.130.47.243</name></author>
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