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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<title>Montage (Literatur)</title>
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		<updated>2024-11-13T09:27:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;79.238.161.29: Habe es geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Technik der literarischen &#039;&#039;&#039;Montage&#039;&#039;&#039; ([{{IPA|mɔnˈtaːʒə}}]) ({{Audio|GT Montage Handwerksleistung.ogg|anhören}}) ist eine Bezeichnung für das Zusammenfügen unterschiedlicher Texte oder Textteile, die unterschiedliche Inhalte beziehungsweise oft unterschiedliche [[Sprachebene]]n und -stile transportieren. Dies dient der Erzeugung von Überraschungsmomenten und der Annäherung an die moderne, immer komplizierter werdende Wirklichkeit. Nach [[Walter Benjamin]] unterbricht das Montierte den Zusammenhang, in den es gestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Benjamin, „Der Autor als Produzent. Ansprache im Institut zum Studium des Fascismus in Paris am 27. April 1934“, in: &#039;&#039;Gesammelte Schriften&#039;&#039;. Zweiter Band. Zweiter Teil, herausgegeben von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1982, 2. Auflage der Einzelausgabe 1989, ISBN 3-518-57307-1, S. 683–701, S. 696&amp;lt;/ref&amp;gt; Analog zur [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]] spricht man auch von [[Collage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Montage entstammt unter anderem der [[Cento]]-Dichtung und dem [[Cross-Reading]], sie ist bereits in der Literatur des Mittelalters nachweisbar. Seit der [[Literaturrevolution]] zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einem literarischen Mittel in sämtlichen literarischen [[Gattung (Literatur)|Gattungen]], u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*bei [[Gottfried Benn]], [[Hans Magnus Enzensberger]] oder [[Ingeborg Bachmann]] in der [[Lyrik]], &lt;br /&gt;
*bei [[John Dos Passos]] (&#039;&#039;[[Manhattan Transfer (Roman)|Manhattan Transfer]]&#039;&#039;, 1925), [[Alfred Döblin]] (&#039;&#039;[[Berlin Alexanderplatz (Roman)|Berlin Alexanderplatz]]&#039;&#039;, 1929) oder [[Aldous Huxley]] (&#039;&#039;[[Schöne neue Welt]]&#039;&#039;, 1932) in der [[Prosa]], &lt;br /&gt;
*bei [[Georg Kaiser]] (&#039;&#039;Nebeneinander&#039;&#039;, 1923), [[Ferdinand Bruckner]] (&#039;&#039;Die Verbrecher&#039;&#039;, 1929) oder [[Peter Weiss]] (&#039;&#039;[[Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade|Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats]]&#039;&#039;, 1964) im [[Drama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und in zahlreichen [[Hörspiel]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie die technischen Möglichkeiten des Films, der mit [[Vorausblende|Voraus-]] und [[Analepse|Rückblende]], mit [[Einstellungsgröße]]n oder [[Filmschnitt|Schnittverfahren]] räumliche und zeitliche Gegensätze herausarbeitet, haben literarische Montagen unterschiedliche Funktionen. Benn strebte durch seine Montagen aus [[Fachsprache]] und [[Jargon]] eine artistische Totalität des Bewusstseins an; der [[Dadaismus|dadaistischen]] Kunst ging es bei der Verbindung von [[Werbesprache|Werbe-]], literarischer und [[Umgangssprache]] vor allem um eine ästhetische Provokation, die das Publikum schockieren sollte; das [[Episches Theater|epische Theater]] von [[Bertolt Brecht]] zielte damit vor allem auf die Konfrontation, die den [[Verfremdungseffekt]] herausfordert; in der [[Roman]]prosa schließlich sollen verschiedene Bereiche der Wirklichkeit oder deren Wahrnehmung simultan erfahrbar erscheinen. Gemeinsam ist den Montageverfahren eine [[Assoziation (Psychologie)|assoziative]] Verknüpfung der unterschiedlichen Handlungs- und Bewusstseinsebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte der [[1960er]] Jahre wurden die Begriffe &#039;&#039;Montage&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Collage]]&#039;&#039; [[synonym]] benutzt. Danach setzte sich als Vereinheitlichung zu anderen Kunstformen ([[Juan Gris]] in der [[Malerei]], [[Bernd Alois Zimmermann]] in der [[Musik]]) allmählich der Collage-Begriff durch. Der Realitätsbezug durch die Verwendung von Alltagstexten wurde eher hervorgehoben. Auch in der Literatur des [[Surrealismus]], [[Futurismus]], des [[Konstruktivismus (Literatur)|Konstruktivismus]] und des [[Sozialistischer Realismus|Sozialistischen Realismus]] wurden Montagetechniken wirksam. Der Begriff wurde ebenfalls für [[Philosophie|philosophische]] Schriften benutzt, u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Ernst Bloch]] (&#039;&#039;Montage im Hohlraum&#039;&#039;) und [[Julia Kristeva]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Form der Montage, die den Zufall miteinbezieht, ist der [[Cut-up]], der von den Autoren der [[Beat Generation]] und im deutschsprachigen Raum unter anderem von [[Jürgen Ploog]] und [[Carl Weissner]] bevorzugt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Szondi]]: &#039;&#039;Die Theorie des modernen Dramas&#039;&#039;. Zürich 1956.&lt;br /&gt;
* Johannes Leclerque: &#039;&#039;Montage in der zeitgenössischen deutschen Lyrik&#039;&#039;. (Dissertation) Wien 1961.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Otto Burger]], Reinhold Grimm: &#039;&#039;Evokation und Montage. Drei Beiträge zum Verständnis moderner deutscher Lyrik&#039;&#039;. Göttingen 1961.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Durzak]]: &#039;&#039;Zitat und Montage im deutschen Roman der Gegenwart&#039;&#039;. In: Manfred Durzak (Hrsg.): &#039;&#039;Die deutsche Literatur der Gegenwart. Aspekte und Tendenzen&#039;&#039;. Stuttgart 1971. ISBN 3-15-010198-0.&lt;br /&gt;
* Kerstin Schmitt: &#039;&#039;Poetik der Montage. Figurenkonzeption und Intertextualität in der „Kudrun“&#039;&#039;. Berlin 2002. ISBN 3-503-06142-8.&lt;br /&gt;
* Jean Antoine-Dunne: &#039;&#039;The montage principle. Eisenstein in new cultural and critical contexts&#039;&#039;. 2004 Amsterdam. ISBN 90-420-0898-9.&lt;br /&gt;
* Hanno Möbius: Montage und Collage. Literatur, bildende Künste, Film, Fotografie, Musik, Theater bis 1933. München: Wilhelm Fink 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Montage}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>79.238.161.29</name></author>
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