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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lueginsland&amp;diff=2455614</id>
		<title>Lueginsland</title>
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		<updated>2023-05-06T11:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.101.116: gr.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lueginslandbastion.jpg|mini|Blick von der Herwartstraße auf die ehemalige Bastion Lueginsland (2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Lueginsland&#039;&#039;&#039; (ehemals auch &#039;&#039;Luginsland&#039;&#039;) ist eine bis heute erhaltene [[Festungsanlage]] der ehemaligen [[Stadtbefestigung Augsburg|Stadtbefestigung]] am nordöstlichen Rand der [[Augsburg]]er Innenstadt im Stadtbezirk [[Augsburg-Bleich und Pfärrle|Bleich und Pfärrle]]. Ursprünglich befand sich dort ab dem Jahre 1430 ein Turm zu Beobachtung des Umlandes. Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte dann der Ausbau zur [[Bastion]]. Nach Aufhebung der Festungseigenschaft Augsburgs im Jahre 1866 blieb die Anlage zum Teil erhalten und wurde bis zur Gegenwart mehrere Male saniert. Das Bauwerk ist als [[Baudenkmal]] in die [[Bayerische Denkmalliste]] eingetragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayLADenkm|761000|Augsburg}}, Denkmalnummer [[Liste der Baudenkmäler in Augsburg-Bleich und Pfärrle#D-7-61-000-47|D-7-61-000-47]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht mehr in der Liste enthalten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Lueginsland“ geht zurück auf das Wort &#039;&#039;lugen&#039;&#039;, was soviel bedeutet wie „aufmerksam Ausschau halten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/lugen Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „lugen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Augsburg Steffinger Thor c1818.jpg|mini|Im Bildhintergrund „der Wall Lueg ins Land“, im Vordergrund das ehemalige [[Stephingertor]] (um 1818)]]&lt;br /&gt;
{{CSS-Bildausschnitt&lt;br /&gt;
| Image   = Auszug Wenng 1846 Lueginsland.jpg&lt;br /&gt;
| bSize   = 726&lt;br /&gt;
| cWidth  = 225&lt;br /&gt;
| cHeight = 170&lt;br /&gt;
| oTop    = 130&lt;br /&gt;
| oLeft   = 210&lt;br /&gt;
| Location = right&lt;br /&gt;
| Description = Lueginsland-Bastion im Stadtplan von 1846&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Auf Anraten des Kaisers [[Sigismund von Luxemburg]] im Jahre 1430 errichtete die Stadt bis 1438 zunächst einen achtstöckigen Beobachtungsturm für 6.000 Gulden. Ende des 15. Jahrhunderts wurde dieser jedoch durch ein von Blitzschlag entfachtes Feuer wieder zerstört. 1515 erfolgte der Wiederaufbau nach einem hölzernen Modell von [[Adolf Dauher|Adolf Daucher d.&amp;amp;nbsp;Ä.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Für das Wiederaufbauprojekt des Turmes wurden 1514 drei hölzerne Modelle angefertigt, von denen zwei seit 1945 verschollen sind, eines jedoch in den städtischen Kunstsammlungen Augsburg ausgestellt wird. Das von Daucher angefertigte Modell ist das älteste erhaltene Architekturmodell der Renaissance in Deutschland.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Reuther, Ekhart Berckenhagen: &#039;&#039;Deutsche Architekturmodelle. Projekthilfe zwischen 1500 und 1900.&#039;&#039; Berlin 1994, ISBN 3-87157-166-0. Katalog-Nummer 31 (Städtische Kunstsammlungen Augsburg Inv.-Nr. 3444, seit 1945 verloren), 32 (Städtische Kunstsammlungen Augsburg Inv.-Nr. 3445, seit 1945 verloren), 33 (Städtische Kunstsammlungen Augsburg Inv.-Nr. 3448, erhalten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1532 und 1533 wurde der erneut durch Blitzschlag beschädigte Turm abgetragen und stattdessen mit der Anlage einer Bastion begonnen. In mehreren Bauabschnitten wurde das Bauwerk schließlich bis 1553 fertiggestellt und mit bis zu 21 [[Kanone]]n ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Die-Bastion-Lueginsland-id36255892.html &#039;&#039;Die Bastion Lueginsland.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Augsburger Allgemeine]].&#039;&#039; 3. Dezember 2015, abgerufen am 25. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl der französischen Truppen, die sich während des [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieges]] um 1704 in Augsburg verschanzten, wurde die Anlage neu befestigt und zur [[Zitadelle]] ausgebaut. In den Jahren 1705 bis 1707 wurden die Anbauten allerdings wieder abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 erfolgte die Aufhebung der Festungseigenschaft Augsburgs, sodass auch die Lueginsland-Bastion ihre Bedeutung verlor. Nachdem ein Teil der Anlage zurückgebaut worden war, wurde der Rest sich selbst überlassen. Aufgrund akuter Baufälligkeit begannen 1915 umfangreiche Sanierungsarbeiten. In diesem Zuge wandelte die Stadt die Anlage auch in eine öffentlich zugängliche Grünanlage um. Auf der oben gelegenen Fläche entstand zudem ein Bierkeller mit schattigen Kastanienbäume, der sich rasch zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seyboth&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gertrud Seyboth |Titel= Augsburg – früher und heute |Verlag=Presse-Druck- und Verlags-GmbH |Ort=Augsburg |Datum=1976 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Zweiten Weltkrieges diente ein alter Kanonengang der Bevölkerung als [[Luftschutzraum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.augsburg.de/fileadmin/user_upload/footer/aktuelles/2016/tag-des-offenen-denkmals-2016.pdf Stadt Augsburg: &#039;&#039;Tag des offenen Denkmals 2016.&#039;&#039;] (PDF-Datei; 10,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurden Mitte der 1950er Jahre sowie in den 1980er Jahren weitere Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Anlage durchgeführt und gleichzeitig das Gelände mit Treppen und Wegen erschlossen. Die letzte Mauerwerkssanierung fand zwischen 2015 und 2016 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hexenbrunnen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenbrunnen Augsburg 4.jpg|mini|hochkant|links|Der Hexenbrunnen]]&lt;br /&gt;
Westlich von der Bastion befindet sich ein Brunnen an der Stadtmauer ({{Coordinate|NS=48.377586|EW=10.894695|name=Hexenbrunnen|type=landmark|region=DE-BY|text=Standort}}). Der [[Augsburger Sagen|Augsburger Sage]] nach kamen in mittelalterlichen [[Hexenprozess]]en verurteilte Frauen hier vorbei und nahmen dort auf ihrem Weg zur Richtstätte einen letzten Schluck Wasser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Jürgen Bartel| Titel=Augsburger Brunnen| Verlag=Brigitte Settele Verlag| Ort=Augsburg| Jahr=1989 | ISBN= | Seiten=61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Volksmund gab dem Brunnen daher den Namen &#039;&#039;&#039;Hexenbrunnen&#039;&#039;&#039; und auch die 1959 von Bildhauer Josef Wallner geschaffene Brunnenfigur nimmt darauf Bezug: grantig und mit nach unten gezogenen Mundwinkeln blickt die hölzerne Brunnenhexe seither ihr Gegenüber durch ein schmiedeeisernes Gitter an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartel&amp;quot; /&amp;gt; Vorgelagert war ihr lange ein Brunnenbecken aus Beton. Bei der Sanierung im Jahre 1988 wurde ein Brunnenbecken aus Stein mit einer Kipprinne installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günther Grünsteudel u. a.: &#039;&#039;Augsburger Stadtlexikon.&#039;&#039; 2. Auflage. Perlach-Verlag, 1998, ISBN 3-922769-28-4, S. 621–622.&lt;br /&gt;
* Hermann Kießling: &#039;&#039;Türme – Tore – Bastionen&#039;&#039;. Brigitte Settele Verlag, Augsburg 1987, {{DNB|942944631}}, S. 80–83.&lt;br /&gt;
* Roswitha Mitulla: &#039;&#039;Spaziergang durch Alt-Augsburg&#039;&#039;. [[Mediengruppe Pressedruck|Presse-Druck- und Verlags GmbH Augsburg]], 1985, {{OCLC|781053801}}, S. 101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lueg ins Land (Augsburg)|Lueginsland}}&lt;br /&gt;
* [https://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/Lueginsland Lueginsland im Augsburg-Wiki]&lt;br /&gt;
* [https://www.augsburg.de/kultur/stadtarchiv-augsburg/index.php?id=29085 Kupferstich der Zitadelle von Gabriel Bodenehr d. Ä.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48.378934|EW=10.897321|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augsburger Stadtbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augsburg-Bleich und Pfärrle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.101.116</name></author>
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