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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-22T01:50:53Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deskriptive_Komplexit%C3%A4tstheorie&amp;diff=860147</id>
		<title>Deskriptive Komplexitätstheorie</title>
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		<updated>2022-12-26T18:50:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.117.161.167: /* Charakterisierung von NP */Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;deskriptive Komplexitätstheorie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;beschreibende Komplexitätstheorie&#039;&#039;) ist ein Teilbereich der endlichen [[Modelltheorie]], die den Zusammenhang der Ausdrucksstärke von Logiken und Komplexitätstheorie untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Komplexitätsklasse]]n wie [[NP (Komplexitätsklasse)|NP]] oder [[PSPACE]] üblicherweise durch ein spezielles Maschinenmodell (üblicherweise [[Turingmaschine]]n) definiert werden, lassen sich mit Hilfe der deskriptiven Komplexitätstheorie diese Klassen auch durch „natürliche“ Logiken wie der [[Prädikatenlogik]] erster oder höherer Stufe oder Fixpunktlogiken charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme und ihre Darstellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der klassischen Komplexitätstheorie werden Probleme dahingehend untersucht, welche Rechnerressourcen (Platz, Zeit, Anzahl von Schaltkreisen …) benötigt werden, um sie zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ansatz der deskriptiven Komplexitätstheorie ist es dagegen, Probleme in Hinblick auf die &#039;&#039;logischen Ressourcen&#039;&#039;, wie die Anzahl von Quantoren, Anzahl Alternationen von &amp;lt;math&amp;gt;\exists&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\forall&amp;lt;/math&amp;gt;, Hinzunahme weiterer Operatoren usw. einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Satz einer Logik induziert eine Menge endlicher [[Struktur (erste Stufe)|Strukturen]], die ihn erfüllen. So wird der Satz &amp;lt;math&amp;gt;\varphi:=\exists x\exists y E(x,y)&amp;lt;/math&amp;gt; über der Struktur &amp;lt;math&amp;gt;{E}&amp;lt;/math&amp;gt; der Graphen von genau den Graphen erfüllt, die mindestens eine Kante enthalten. Also induziert &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; das (triviale) Problem zu entscheiden, ob ein Graph mindestens eine Kante besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Logik induziert damit eine Klasse von Strukturen (oder: Sprachen), die durch sie ausdrückbar sind. Das wohl erste Resultat in dieser Richtung ist der [[Satz von Büchi]], nach dem die [[Reguläre Sprache|regulären Sprachen]] genau die in der [[Monadische Prädikatenlogik zweiter Stufe|monadischen Prädikatenlogik zweiter Stufe]] definierbaren Sprachen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. Büchi: &#039;&#039;Weak second-order arithmetic and finite automata&#039;&#039;, Zeitschrift für mathematische Logik und Grundlagen der Mathematik (1960), Band 6, Seiten 66–92&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Leonid Libkin: &#039;&#039;Elements of Finite Model Theory&#039;&#039;, Springer-Verlag (2004), ISBN 3-540-21202-7, Satz 7.21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakterisierung von NP ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ronald Fagin]] [[Satz von Fagin|zeigte]] 1974&amp;lt;ref&amp;gt; Ronald Fagin, Generalized first-order spectra and polynomial-time recognizable&lt;br /&gt;
        sets, in: Complexity of Computation von [[Richard M. Karp]] (Hrsg.)&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass eine Sprache &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann in NP ist, wenn es einen Satz in der &#039;&#039;existenziellen Logik der zweiten Stufe&#039;&#039; gibt, der &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; beschreibt. Dabei enthält die existenzielle Logik zweiter Stufe über der Signatur &amp;lt;math&amp;gt;\{Q_1,\ldots,Q_k\}&amp;lt;/math&amp;gt; (&#039;&#039;existential second order logic&#039;&#039;, ESO, &amp;lt;math&amp;gt;\Sigma_1^1&amp;lt;/math&amp;gt;) Sätze der Form &amp;lt;math&amp;gt;\exists P_1 \ldots P_k\,\varphi&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; eine Formel der ersten Stufe ist, die neben den Prädikaten &amp;lt;math&amp;gt;Q_1,\ldots,Q_k&amp;lt;/math&amp;gt; die Prädikate &amp;lt;math&amp;gt;P_1,\ldots,P_k&amp;lt;/math&amp;gt; enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise liegt das Problem der [[Dreifarbenproblem|3-Färbbarkeit]] in NP, da der Satz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}\exists C_1\exists C_2\exists C_3&amp;amp;&amp;amp;\underbrace{\forall v((C_1(v)\wedge \neg C_2(v)\wedge\neg C_3(v))\vee (\neg C_1(v)\wedge C_2(v)\wedge\neg C_3(v))\vee (\neg C_1(v)\wedge \neg C_2(v)\wedge C_3(v))}_{\text{jeder Knoten ist mit genau einer Farbe gefaerbt}}\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;&amp;amp;\wedge \underbrace{\forall u\forall v E(u,v)\rightarrow \neg ( (C_1(u)\wedge C_1(v)) \vee (C_2(u)\wedge C_2(v))\vee (C_3(u)\wedge C_3(v)))}_{\text{keine zwei adjazenten Knoten haben die gleiche Farbe}}\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von genau den 3-färbbaren Graphen erfüllt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Beweis des [[Satz von Fagin|Satzes von Fagin]] folgt, dass die Logik der zweiten Stufe (die zusätzlich Allquantoren zulässt) die [[Polynomialzeithierarchie|polynomielle Hierarchie]] beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Charakterisierungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fagins Satz wurden weitere Komplexitätsklassen auf diese Art und Weise (oft von [[Neil Immerman]]) charakterisiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Prädikatenlogik der ersten Stufe mit einem Operator zur Bildung der transitiven Hülle beschreibt [[NLOGSPACE]]&lt;br /&gt;
* Die Prädikatenlogik der ersten Stufe mit einem deterministischen Operator zur Bildung der transitiven Hülle beschreibt [[LOGSPACE]]&lt;br /&gt;
* Die Logik der zweiten Stufe mit einem transitiven Hüllenoperator beschreibt [[PSPACE]]&lt;br /&gt;
* verschiedene [[Fixpunktlogik]]en beschreiben [[P (Komplexitätsklasse)|P]] beziehungsweise PSPACE auf geordneten Strukturen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ronald Fagin. [http://www.almaden.ibm.com/cs/people/fagin/tcs93.pdf Finite model theory-a personal perspective] (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB). Theoretical Computer Science 116, 1993, S. 3–31.&lt;br /&gt;
* Neil Immerman. [http://www.cs.umass.edu/~immerman/pub/capture.pdf Languages Which Capture Complexity Classes] (PDF; 459&amp;amp;nbsp;kB). &#039;&#039;15th ACM STOC Symposium&#039;&#039;, S. 347–354. 1983.&lt;br /&gt;
* Heinz-Dieter Ebbinghaus, Jörg Flum. Finite Model Theory, S. 119–164. 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Komplexitatstheorie, Deskriptive}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplexitätstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
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