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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Akteur&amp;diff=60146</id>
		<title>Akteur</title>
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		<updated>2025-05-14T11:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.11.198.245: /* Siehe auch */Referenz auf Soziale Rolle ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Akteur&#039;&#039;&#039; ({{frS|acteur|de=Handelnder}}) ist der Urheber einer [[Handeln|Handlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
Im Alltagsgebrauch wird meist ein [[Schauspieler]] (auf der [[Bühne (Theater)|Bühne]]) als „Akteur“ bezeichnet. Die veraltete weibliche Form &#039;&#039;&#039;Aktrice&#039;&#039;&#039; wird manchmal auch zur Bezeichnung einer Darstellerin benutzt, deren Können in Frage gestellt wird. Im [[Sportjargon]] wird Akteur für einen [[Spiel]]er oder [[Wettkampf|Wettkämpfer]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Akteur#Bedeutung2b Akteur] im Duden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaft und Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziologie ===&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] (und [[Politikwissenschaft]]) wird der Begriff „Akteur“ (anglisierend auch &#039;&#039;Aktor&#039;&#039;) vornehmlich für [[Soziales Handeln|sozial Handelnde]] verwendet. Dabei kann zwischen &#039;&#039;individuellen Akteuren&#039;&#039; und so genannten &#039;&#039;überindividuellen Akteuren&#039;&#039; unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle und überindividuelle Akteure ====&lt;br /&gt;
Als individuelle Akteure werden dabei einzelne Menschen aufgefasst; als überindividuelle Akteure Zusammenschlüsse von mehreren individuellen Akteuren (beispielsweise: [[Staat]]en, [[Konzern]]e, [[Nichtregierungsorganisation|NGOs]]), wobei zuweilen noch zwischen „[[Kollektiver Akteur|kollektiven]]“ und „[[Korporativer Akteur|korporativen Akteuren]]“ unterschieden wird (zu deren Unterscheidung siehe die jeweiligen Artikel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zurückführung aller sozialen Handlungen auf einzelne Menschen (Akteure) ist bereits 1887 bei dem soziologischen Klassiker [[Ferdinand Tönnies]] angelegt, dessen [[Wille#In der Soziologie|Willenstheorie]] den handelnden und „Gemeinschaft“ wollenden Menschen als „[[Selbst#Selbst als Begriff sozialer Unterordnung oder Orientierung|Selbst]]“, auf der anderen Seite den „Gesellschaft“ wollenden als „[[Person#Soziologie|Person]]“ definiert (&#039;&#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&#039;&#039;, 3. Buch, §§ 1, 2, 7). Heute unterscheiden sich &#039;&#039;akteurzentrierte Theorien&#039;&#039; der Soziologie von z.&amp;amp;nbsp;B. [[Systemtheorie|systemischen]] oder [[Strukturalismus|strukturalistischen]] Theorien anhand der Bedeutung, die dem [[Wille]]n bzw. den [[Entscheidung]]en der jeweiligen Akteure für [[Sozialer Wandel|gesellschaftlichen Wandel]] beigemessen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Vertretern eines streng aufgefassten &#039;&#039;[[Mikrosoziologie|mikrosoziologischen]]&#039;&#039; Begriffs des „[[Handeln]]s“ stellen „überindividuelle“ Akteure dabei gedankliche Fiktionen dar, da bei ihnen das „Handeln“ eines überindividuellen Akteurs (etwa ein Börsengang einer Aktiengesellschaft) immer auf die [[Resultante]] der einzelnen Handlungen der individuellen Akteure innerhalb dieser Kapitalgesellschaft zurückgeführt werden kann. ‚Überindividuelle Akteure‘ sind somit nur zwecks einer besseren Beobachtbarkeit und Beschreibbarkeit und somit auch im Sinne einer Komplexitätsreduktion fingierbar (Stellt man sich einen Großkonzern vor, so wäre es empirisch kaum umsetzbar, die abertausend Handlungen der Mitarbeiter zu analysieren, die zu einer bestimmten rechtswirksamen Handlung des überindividuellen Akteurs geführt haben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald man hingegen mit &#039;&#039;[[Makrosoziologie|makrosoziologischem]]&#039;&#039; Ansatz Kollektive unmittelbar mit Personeneigenschaften konzipiert, wie es z.&amp;amp;nbsp;B. die Rechtswissenschaft mit [[Juristische Person|juristischen Personen]] tut, kann man ihnen auch eine nicht weiter auf Einzelne reduzierbare Fähigkeit zusprechen, ein „Akteur“ zu sein. Ein Beispiel dafür wäre eine [[Soziale Klasse#Die Klassentheorie im Marxismus|soziale Klasse]], die vermöge eines eigenen [[Klassenbewusstsein]]s direkt handeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausweitung auf Dinge ====&lt;br /&gt;
Der [[Techniksoziologie|Techniksoziologe]] [[Bruno Latour]] versteht im Kontext einer [[Akteur-Netzwerk-Theorie]] (ANT) auch &#039;&#039;Dinge&#039;&#039; als handelnde Akteure, die zusammen mit menschlichen Akteuren in [[netzwerk]]artigen Handlungszusammenhängen agieren und so mit diesen zu [[Aktant (Soziologie)|Aktanten]] verschmelzen. Ein einfaches Beispiel dafür ist der Aktant „Mensch-Pistole“, der aus dem Zusammenwirken der beiden Einzelakteure &#039;&#039;Pistole&#039;&#039; und &#039;&#039;Mensch&#039;&#039; entsteht und nicht auf einen dieser beiden Akteure reduziert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebswirtschaftslehre ===&lt;br /&gt;
Auch eine engere [[Betriebswirtschaftslehre|betriebswirtschaftliche]] Bedeutung von „Akteur“ existiert: Bei der [[Modell]]ierung von [[Geschäftsprozessmodellierung|Geschäftsprozessen]] verwendet man das Konzept eines Akteurs als [[Modellierung]]selement. Ein Akteur abstrahiert dabei von realen Benutzern eines Systems der [[Informationstechnik]], indem er für eine [[Rolle (Workflow)|Rolle]] steht, die von verschiedenen Benutzern im Rahmen eines Geschäftsprozesses eingenommen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Informationstechnik ===&lt;br /&gt;
Der Begriff des [[Akteur (UML)|Akteur]] ({{enS|Actor}}) wird auch im [[Anforderungsmanagement]] bei der Modellierung von [[Anwendungsfall (UML)|Anwendungsfällen]] verwendet ([[Unified Modeling Language]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungspolitik ===&lt;br /&gt;
In der [[Entwicklungszusammenarbeit]] werden Individuen oder Gruppen, die an der Konzeption und Durchführung von Entwicklungsprojekten beteiligt sind, „Akteure“ genannt. Eine Möglichkeit der Betrachtung dieser Zusammenhänge bietet die sogenannte &#039;&#039;Akteuranalyse&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Gabriel (Hrsg.): &#039;&#039;Paradigmen der akteurszentrierten Soziologie.&#039;&#039; VS, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-13895-2.&lt;br /&gt;
* Nico Lüdtke, Hironori Matsuzaki (Hrsg.): &#039;&#039;Akteur – Individuum – Subjekt: Fragen zu ‚Personalität‘ und ‚Sozialität‘.&#039;&#039; VS, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17854-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Akteur (UML)]] in der [[Unified Modeling Language]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Rolle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Akteur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4360006-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.11.198.245</name></author>
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