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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-23T06:28:33Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rescue_Coordination_Centre&amp;diff=736747</id>
		<title>Rescue Coordination Centre</title>
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		<updated>2025-02-24T14:19:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.211.209.132: /* RCC Österreich */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Rescue Coordination Centre&#039;&#039;&#039; (RCC; {{enS}} für &#039;&#039;Rettungskoordinierungszentrum&#039;&#039;) ist die zentrale Anlaufstelle bei Not- oder Unfällen im nationalen und internationalen Luft- oder Schiffsverkehr. Als zuständige [[Leitstelle]] koordiniert ein &#039;&#039;RCC&#039;&#039; sämtliche Maßnahmen im Rahmen des [[Search and Rescue|Such- und Rettungsdienstes]] SAR (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;earch &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;nd &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;escue). Begrifflich hat dies als &#039;&#039;&#039;SAR-Dienst&#039;&#039;&#039; auch in Deutschland Eingang gefunden. Bei Meldung eines Notfalls der Luft- oder Schifffahrt über die europaweit einheitliche Rufnummer 112 wird dieser [[Notruf]] direkt an das zuständige &#039;&#039;RCC&#039;&#039; weitergeleitet.&lt;br /&gt;
[[Datei:MRCC Oostende Belgium.jpg|mini|MRCC Oostende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die &#039;&#039;RCCs&#039;&#039; fast ausschließlich für die Luftfahrt und darin vorkommende [[Luftnotlage]]n zuständig.&lt;br /&gt;
Nachdem für [[Seenot]]fälle [[Maritim (Adjektiv)|maritime]] Rettungsleitstellen als &#039;&#039;Maritime Rescue Coordination Centre&#039;&#039; (MRCC) gebildet worden waren, wurde zur Unterscheidung der Begriff &#039;&#039;Aeronautical Rescue Coordination Centre&#039;&#039; (ARCC) geprägt. Werden ein ARCC und ein MRCC zusammen als Einheit betrieben wird ein solches Zentrum als &#039;&#039;Joint Rescue Coordination Centre&#039;&#039; (JRCC) bezeichnet. Der verantwortliche Betrieb wird entweder durch einen Militärdienst (z.&amp;amp;nbsp;B. Luftwaffe oder Marine) und/oder durch einen zivilen Dienst (z.&amp;amp;nbsp;B. nationale Polizei oder zivile Küstenwache) sichergestellt. Vielfach sind die &#039;&#039;MRCC&#039;&#039; Bestandteil der nationalen [[Küstenwache]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Belgien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://kustwacht.be/en/content/coast-guard-centre |titel=Das Coast Guard Centre MRCC Oostende und MIK Zeebrugge (engl.) |werk=kustwacht.be |datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Der SAR-[[Dienstleistung|Dienst]] basiert auf international geltenden [[Regel (Richtlinie)|Regelwerken]], die in [[UN-Konvention]]en [[Kodifizierung|kodifiziert]] sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[International Convention on Maritime Search and Rescue|Internationales Übereinkommen über den Such- und Rettungsdienst auf See]] (SAR-Konvention 1979)&lt;br /&gt;
* [[International Convention for the Safety of Life at Sea|Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See]] (SOLAS-Konvention 1974/79)&lt;br /&gt;
* [[Vereinbarung|Übereinkommen]] Nr. 164 der [[Internationale Arbeitsorganisation|International Labour Organization]] (ILO) über den Gesundheitsschutz und die medizinische Betreuung von Seeleuten&lt;br /&gt;
* [[Genfer Konvention]] von 1949&lt;br /&gt;
* [[Abkommen über die Internationale Zivilluftfahrt]] (Chicagoer Konvention 1944)&lt;br /&gt;
* [[Internationales Übereinkommen zur einheitlichen Feststellung von Regeln über die Hilfeleistung und Bergung in Seenot]] von 1910&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigste Arbeitsgrundlage für ein &#039;&#039;RCC&#039;&#039; bildet das [[International Aeronautical and Maritime Search and Rescue Manual|Internationale Handbuch für die Suche und Rettung von Luftfahrzeugen und Seeschiffen]] (IAMSAR Manual). Die Bände I bis III enthalten praktische Leitlinien für:&lt;br /&gt;
* die Organisation der maritimen und [[Aeronautik|aeronautischen]] SAR-Dienste,&lt;br /&gt;
* die Koordinierung der Missionen (Notfälle) und&lt;br /&gt;
* den Betrieb von Such- und Rettungseinheiten.&lt;br /&gt;
Das Handbuch wird von den beiden international zuständigen [[Vereinte Nationen|UN-Organisationen]] für die zivile Luftfahrt &#039;&#039;ICAO&#039;&#039; ([[International Civil Aviation Organization]]) und der Seeschifffahrt IMO ([[International Maritime Organization]]) herausgegeben und stützt sich auf die Chicagoer und die SAR-Konvention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== SAR-Region (SRR) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordsee Wirtschaftszonen.png|mini|hochkant=1.2|SAR Regionen in der Nordsee, der [[Entenschnabel (Nordsee)|&#039;&#039;Entenschnabel&#039;&#039;]] entspricht dem deutschen Anteil]]&lt;br /&gt;
Jedes &#039;&#039;RCC&#039;&#039; ist für ein konkretes geografisches Gebiet, der &#039;&#039;search and rescue region of responsibility (SRR)&#039;&#039; verantwortlich, um dort die erforderlichen Maßnahmen effizient zu koordinieren und zu steuern. ICAO und IMO legen diese zugehörigen SAR-Regionen fest, die idealerweise für ARCC und MRCC identisch sind. Weltweit arbeiten die &#039;&#039;RCCs&#039;&#039; der Nationalstaaten in einem internationalen Verbund und leisten im Notfall gegenseitige Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jede SAR-Region müssen alle erforderlichen Kommunikationseinrichtungen geschaffen werden, um die ganze Region funktechnisch sicher abzudecken. Ein &#039;&#039;RCC&#039;&#039; muss rund um die Uhr ([[24/7]]) auf Englisch ansprechbar sein und über ausreichende Kommunikationseinrichtungen verfügen. Damit soll sichergestellt werden, dass eine rasche und zuverlässige 2-Wege-Kommunikation zwischen allen Beteiligten (Flugverkehrsdienststellen, Küstenfunkstationen, SAR-Einheiten, SAR-Zentralen, RCC etc.) möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bedarf, z.&amp;amp;nbsp;B. bei größeren oder entfernten Gebieten, können Unterzentren (RSC, &#039;&#039;Rescue Sub-Centre&#039;&#039;) gebildet werden, die dann für einen Teil der Region im Verantwortlichkeitsbereich eines &#039;&#039;RCC&#039;&#039; dessen Aufgaben und die Arbeitslast übernehmen. Diese müssen analog ausgestattet sein wie das zuständige &#039;&#039;RCC&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da heute jedes Seegebiet auf der Erde überwacht werden soll, können die &#039;&#039;SRR&#039;&#039; bis weit in die Ozeane reichen. So reicht z.&amp;amp;nbsp;B. die Zuständigkeit der &#039;&#039;RCC&#039;&#039; in Großbritannien bis in die Mitte des Nordatlantiks, wo dann die Zuständigkeit auf die amerikanischen oder kanadischen &#039;&#039;RCC&#039;&#039; übergeht. Auch [[Portugal]] hat mit den Inseln der [[Azoren]] eine große &#039;&#039;SRR&#039;&#039; im Nordatlantik zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aeronautical Rescue Coordination Centre (ARCC) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Boeing 307 in Elliott Bay.jpg|mini|Luftnotfall auf See]]&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten der [[Luftfahrt]] und deren Grenzenlosigkeit zeigten sehr früh, dass nationale Regelungen nicht ausreichen, um eine grundlegende Ordnung des Luftverkehrs herzustellen. Mit Hilfe von internationalen Luftfahrtkongressen versuchte man international gültige Prinzipien für die Luftfahrt aufzustellen und diese in entsprechenden [[Abkommen]] festzuschreiben. Noch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fand im Dezember 1944 in [[Chicago]] eine Zivilluftfahrtkonferenz statt, an der 54 Staaten teilnahmen. Sie verabschiedeten das heute noch gültige &#039;&#039;Chicagoer Abkommen&#039;&#039;, um die Sicherheit der Luftfahrt zu fördern und die Infrastruktur und die Regeln des privaten Luftverkehrs international zu vereinheitlichen. Damit wurde die Grundlage für ein internationales Luftfahrtrecht auf völkerrechtlicher Basis geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beitritt zum &#039;&#039;Chicagoer Abkommen&#039;&#039; verpflichtet sich jeder Vertragsstaat nach Artikel 25 &#039;&#039;(Luftfahrzeuge in Not)&#039;&#039; für in seinem Hoheitsgebiet in Not geratene Luftfahrzeuge die den Umständen nach erforderlichen Hilfsmaßnahmen zu treffen und bei der Suche nach vermissten Luftfahrzeugen an aufeinander abgestimmten Maßnahmen mitzuwirken, die auf Grund dieses Abkommens jeweils empfohlen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.icao.int/publications/Documents/7300_orig.pdf |titel=Das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt (Chicago 1944) |werk=www.icao.int |datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Anhang 12&#039;&#039; zum Chicagoer Abkommen beschreibt alle Maßnahmen und Einrichtungen für den Aufbau eines Such- und Rettungsdienstes. Danach haben die Vertragsstaaten SAR-Regionen zu benennen, für die sie die Zuständigkeit übernehmen. SAR-Regionen sind im Normalfall das gesamte Staatsgebiet einschließlich der Küstengebiete, wobei auch Teilregionen gebildet werden können. Benachbarte Staaten können auch gemeinsame Regionen vereinbaren. Zusätzlich sollen durch regionale Vereinbarungen zur Luftnavigation auch die angrenzenden Hochseegebiete ohne Zugehörigkeit zu einem Nationalstaat mit abgedeckt werden. Die derart abgesteckten SAR-Regionen müssen zusammenhängend sein und dürfen sich nicht überlappen. Jeder Vertragsstaat soll selbst oder in Kooperation mit anderen Staaten einen SAR-Dienst für diese SAR-Region einrichten, der 24 Stunden am Tag bereitsteht. Benachbarte Staaten sollten untereinander kooperieren und sich unterstützen sowie die gegenseitige Einreise von Rettungseinheiten anderer Vertragsparteien in ihre Hoheitsgewässer ermöglichen. Für die Koordinierung der Rettungsmaßnahmen sind ein oder mehrere &#039;&#039;RCCs&#039;&#039; und ggf. &#039;&#039;RSC&#039;&#039; einzurichten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.dgca.gov.in/intradgca/intra/icao%20annexes/an12_cons.pdf |titel=Anhang 12 des Chicagoer Abkommens |werk=www.dgca.gov.in |sprache=en |datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maritime Rescue Coordination Center (MRCC) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reddingsdemonstratie in Katwijk.jpg|mini|SAR Einsatz auf See]]&lt;br /&gt;
Analoge Regelungen für die Küstenüberwachung und für die Such- und Rettungsdienste auf See wurden erst im April 1979 auf einer internationalen Konferenz in Hamburg geschaffen. Mit dem dort unterzeichneten &#039;&#039;SAR-Übereinkommen&#039;&#039; soll die Rettung von Menschen in Seenot unabhängig vom Unfallort durch eine Seenotrettungsorganisation sichergestellt werden. Daher richtet sich das Übereinkommen in erster Linie an die Küstenstaaten, die dafür verantwortlich Sorge zu tragen haben, dass Regelungen zur Zusammenarbeit zwischen den Seenotrettungsdiensten erlassen und angemessene SAR-Dienste in ihren Küstengewässern bereitgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.imo.org/en/About/Conventions/ListOfConventions/Pages/International-Convention-on-Maritime-Search-and-Rescue-(SAR).aspx |titel=International Convention on Maritime Search and Rescue (SAR): SAR-Übereinkommen von 1979 |werk=www.imo.org |datum= |abruf=2019-01-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191121150015/http://www.imo.org/en/About/Conventions/ListOfConventions/Pages/International-Convention-on-Maritime-Search-and-Rescue-(SAR).aspx |archiv-datum=2019-11-21 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den fünf Anhängen zum Übereinkommen sind die technischen Anforderungen für die SAR-Dienste auf See beschrieben. Sie entsprechen denen des Chicagoer Abkommens und fordern die Einrichtung von maritimen Koordinierungszentren (&#039;&#039;MRCC&#039;&#039;), die möglichst die gleiche SAR-Region abdecken sollen wie die zugehörigen &#039;&#039;ARCC&#039;&#039;. Wenn für dieselbe Region ein &#039;&#039;ARCC&#039;&#039; und ein &#039;&#039;MRCC&#039;&#039; existiert, sollten die Staaten die engst mögliche Zusammenarbeit sicherstellen. Für die internationale Zusammenarbeit sollen die angrenzenden Staaten untereinander SAR-Abkommen und deren &#039;&#039;MRCC&#039;&#039; entsprechende Arbeitsabkommen schließen, um die gegenseitige Unterstützung zu regeln. Die &#039;&#039;MRCCs&#039;&#039; sind ein wichtiger Bestandteil des &#039;&#039;GMDSS&#039;&#039; ([[Global Maritime Distress and Safety System]]), eines technischen Systems zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der Schifffahrt im Rahmen der von der IMO entwickelten [[Konvention]] &#039;&#039;SOLAS&#039;&#039; ([[International Convention for the Safety of Life at Sea]]), die erstmals 1913 als Reaktion auf den [[Schiffsunfall|Untergang]] der &#039;&#039;[[Titanic (Schiff)|Titanic]]&#039;&#039; ausgehandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für die Aufteilung eines Nationalstaats in mehrere &#039;&#039;SRR&#039;&#039; und &#039;&#039;MRCC&#039;&#039; sind die [[Britische Inseln|Britischen Inseln]]. Sie verfügen über insgesamt 19 regionale &#039;&#039;MRCCs&#039;&#039; in den drei SAR-Regionen &#039;&#039;Scotland and Northern Ireland&#039;&#039;, &#039;&#039;Wales and West of England&#039;&#039; und &#039;&#039;East of England&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.dft.gov.uk/mca/mcga-theroleofhmcoasguard |titel=Die Rolle der Küstenwache in Großbritannien |werk=www.dft.gov.uk|datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Frankreich wird für ein &#039;&#039;MRCC&#039;&#039; das Kürzel &#039;&#039;CROSS&#039;&#039; verwendet, das für &#039;&#039;Centre régional opérationnel de surveillance et de sauvetage&#039;&#039; ({{frS}} für &#039;&#039;Regionales operatives Zentrum zur Überwachung und Rettung&#039;&#039;) steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.netmarine.net/g/bat/abeillel/cross.htm |titel=MRCC in Frankreich (C.R.O.S.S.) auf netmarine.net (fr.)|werk=www.netmarine.net |datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Joint Rescue Coordination Center (JRCC) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:050625-Kiel-x42-600.jpg|mini|SAR-Einsatz See/Luft]]&lt;br /&gt;
Wie schon im Chicagoer Abkommen von 1944 erwähnt und im SAR-Übereinkommen von 1979 nochmals verdeutlicht, sollten die Vertragsstaaten, wenn praktikabel, &#039;&#039;JRCCs&#039;&#039; einrichten, um die SAR-Aktivitäten im Bereich Luftfahrt und Seefahrt zusammenzuführen und eine möglichst effektive Koordinierung der aeronautischen und maritimen Such- und Rettungseinsätze zu ermöglichen. Neben finanziellen Vorteilen können dadurch Mittel frei werden für Verbesserungen in anderen SAR-Bereichen. Der Betrieb eines &#039;&#039;JRCC&#039;&#039; wird meist von mehreren militärischen Diensten, Zivildiensten oder einer Kombination aus militärischen und/oder zivilen Diensten vorgenommen. Ein solches Zentrum betreibt z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Nederlandse Kustwacht|niederländische Küstenwache]] als [[JRCC Den Helder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alarmierung ==&lt;br /&gt;
Alle &#039;&#039;RCCs&#039;&#039; sind verpflichtet, die [[Not- und Anrufkanal|Notfallfrequenzen]] auf UKW (Kanal 16 156,8&amp;amp;nbsp;MHz und [[Digital Selective Calling|DSC]]-Kanal 70 156,525&amp;amp;nbsp;MHz) und [[Grenzwelle]] ([[2182 kHz]]) abzuhören. Damit stehen verschiedene Wege zur Alarmierung zur Verfügung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Notfunkbake|EPIRB-Notfunkbake]] (Satellit)&lt;br /&gt;
* [[Global Maritime Distress Safety System|GMDSS-Inmarsat-Datenfunk]] (Satellit)&lt;br /&gt;
* [[Inmarsat]], [[Iridium (Kommunikationssystem)|Iridium]], [[Thuraya]] (Satelliten-Telefon)&lt;br /&gt;
* [[Mobiler Seefunkdienst]]: [[Global Maritime Distress and Safety System|GMDSS-UKW-Radio, GMDSS-GW/KW-Radio]]&lt;br /&gt;
* Mobil- und Festnetztelefon (Notruf 112).&lt;br /&gt;
Benachrichtigungen von Notfällen per Mail sind grundsätzlich nicht empfohlen, da keine Alarmierung damit verbunden bzw. sichergestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== RCCs in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DGzRS Bremen-2.jpg|mini|Seenotleitung Bremen]]&lt;br /&gt;
Deutschland war nicht Teilnehmer der Chicagoer Konferenz von 1944 und trat erst mit Wirkung vom 8.&amp;amp;nbsp;Juni 1956 dem Übereinkommen bei. Dadurch wurde die Verpflichtung übernommen, die ICAO-Forderungen des Vertrags zu erfüllen und nationale SAR-Dienste für die Luftfahrt einzurichten. Aufgabenträger ist die Bundeswehr mit dem &#039;&#039;RCC [[Münster]]&#039;&#039;. Als Teil des Flugalarmdienstes der [[Deutsche Flugsicherung|Deutschen Flugsicherung]] ist das &#039;&#039;RCC&#039;&#039; zentrale Anlaufstelle ([[SPOC]], &#039;&#039;Single Point Of Contact&#039;&#039;) für Luftnotfälle innerhalb Deutschlands und zuständig für zivile und militärische Suchfälle im SAR-Bereich „Land“. Internationale Alarme über Satellit ([[COSPAS-SARSAT]]) werden über das &#039;&#039;Mission Control Center&#039;&#039; (MCC) in Toulouse empfangen und an das &#039;&#039;RCC Münster&#039;&#039; weitergeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27bgbl256i0411.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl256s0411.pdf%27%5D__1524804031194 |titel=Bundesgesetzblatt 10/1956 zum Beitritt der BRD zum Chicagoer Abkommens|werk=/www.bgbl.de |datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite SAR-Leitstelle ist das &#039;&#039;ARCC&#039;&#039; im schleswig-holsteinischen [[Glücksburg (Ostsee)|Glücksburg]] mit dem SAR-Bereich „See“, das ebenfalls durch die Bundeswehr betrieben wird. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst den Seebereich des [[Fluginformationsgebiet]]s [[Bremen]] sowie den Landbereich von [[Schleswig-Holstein]] und [[Hamburg]]. Bei Seenotfällen arbeitet das &#039;&#039;ARCC&#039;&#039; mit der DGzRS ([[Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger]]) eng zusammen. Die in Absprache mit den Nachbarländern verantwortete SAR-Region reicht ca. 400&amp;amp;nbsp;km (215 [[Seemeile]]n) bis zur Mitte der Nordsee.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.rcc-muenster.aero/resource/resource/Smt3YVdkZUxrSmtsQTRnWEkvc093ZkxVSkhIL1Rxc0Jhb3ZZakpDZVErdFlaRmdpUkRYODBXa3FObGtweEZ1T215ckpraWVUc2dyWXRxZksvbVFOOVFxTGdwZ3ZDOWNyUjhBYVpLa0FDNXc9/Flyer_SAR_M%C3%BCnster_BN.pdf |titel=Infoblatt des RCC Münster |werk=www.rcc-muenster.aero|datum= |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte SAR-Leitstelle ist die [[Rettungsleitstelle See]] (MRCC Bremen), die durch die DGzRS betrieben wird. Nach Unterzeichnung und Ratifizierung des SAR-Übereinkommens von 1979 am 19.&amp;amp;nbsp;April 1982 mussten die Vertragsvorgaben für die Bundesrepublik Deutschland umgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl292s0259.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl292s0259.pdf%27%5D__1524804230116 |titel=Bundesgesetzblatt vom Februar 1992 zum SAR-Übereinkommen 1979 |werk=www.bgbl.de |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die SAR-Dienste auf See schon vorher durch die DGzRS wahrgenommen wurden, hat das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) der DGzRS 1982 den staatlichen Auftrag erteilt, die Such- und Rettungsaktivitäten im deutschen Seegebiet zu koordinieren. Die Rettungsleitstelle ist in der Betriebsführungszentrale der DGzRS untergebracht und ist zuständig für die deutschen Seegebiete der Nord- und Ostsee mit einer Küstenlinie von 3660&amp;amp;nbsp;km Länge. Sie ist über [[Bremen Rescue Radio]] unter dem Funkrufnamen BREMEN RESCUE zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mrcc.de/pages/sar-einsatzplan/koordinierung-von-sar-massnahmen/aufgaben-der-seenotleitung-mrcc-bremen.php |titel=Aufgaben der Seenotleitung (MRCC) Bremen |werk=www.mrcc.de |datum= |abruf=2019-01-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180110054842/http://www.mrcc.de/pages/sar-einsatzplan/koordinierung-von-sar-massnahmen/aufgaben-der-seenotleitung-mrcc-bremen.php |archiv-datum=2018-01-10 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== RCC Schweiz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Skyguide Flugverkehrsleitstelle &amp;amp; Luftwaffen Einsatzzentrale Wangen Zürich.JPG|mini|RCC „Zürich“ am Militärflugplatz Dübendorf]]&lt;br /&gt;
In der Schweiz hat das [[Bundesamt für Zivilluftfahrt]], kurz BAZL, die Oberaufsicht über die Regelung der RCC Bestimmungen. Anfangs wurde die RCC-Funktion durch das BAZL selbst betrieben. Später wurde dies an die [[Schweizerische Rettungsflugwacht]] (REGA) vergeben und von der REGA Einsatzzentrale auf dem [[Flughafen Zürich]] betreut. Seitdem hat es die Bezeichnung „RCC Zürich“. Der für die REGA ungenügend entschädigte Betrieb des RCC war schon 2015 der [[Schweizer Luftwaffe]] angetragen worden. Stattdessen übernahm die Einsatzzentrale „Flughafen Zürich“ der [[Kantonspolizei Zürich]] (Kapo Zürich)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cockpit.aero/fileadmin/seiteninhalt/magazin/2017/web_cockpit_06-17.pdf Hilfe! Polizei!], Cockpit, 06 2017, Seite 16&amp;lt;/ref&amp;gt; die Aufgabe mit einem auf 4 Jahre beschränkten Vertrag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sust.admin.ch/inhalte/pdf/Spezielle_Untersuchungen/Studie_3_de.pdf Studie Nr. 3 der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST über die Organisation und die Wirksamkeit des Such- und Rettungsdienstes der zivilen Luftfahrt (search and rescue – SAR) in der Schweiz], Seite 32&amp;lt;/ref&amp;gt; Per 1. Januar 2021 wurde das RCC dem Operationszentrum der Luftwaffe (Op Zen LW) auf dem [[Militärflugplatz Dübendorf]] angegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;AIP SWITZERLAND GEN 3.6 - 1 31 DEC 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Hardware-, Software- und Supportdienstleistung Datenkommunikation zwischen dem RCC Schweiz mit Flugsicherungen, Eurocontrol und RCC anderer Staaten ist [[Skyguide]] [[Flughafen Genf|Genf]] zuständig. Das RCC der Schweiz ist auch für das [[Fürstentum Liechtenstein]] zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.skybriefing.com/documents/10156/645440/eVFR_eGEN_de_14_2020.pdf/2447cd9b-857c-7028-2d62-d2c7e416e01e |wayback=20210110065144 |text=www.skybriefing.com: VFR Manual (PDF) }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/fachleute/sicherheits--und-risikomanagement/search--and-rescue.html Bundesamt für Zivilluftfahrt  BAZL Search- and Rescue]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Binnenland Schweiz betreibt für seine [[Schweizer Hochseeschifffahrt|Hochseeschifffahrt]] ein MRCC, dies wird von der Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA) betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sarcontacts.info/ Website Search and Rescue Contacts]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== RCC Österreich ==&lt;br /&gt;
Der SAR-Dienst für Luftfahrzeuge (ARCC) wird in Österreich durch die Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt &#039;&#039;Austro Control&#039;&#039; durchgeführt. Sie betreibt in ganz Österreich über 100 Flugsicherungsanlagen mit den zugehören Radar-, Kommunikations- und Navigationsanlagen. Ihre Zentrale ist [[24/7|ständig]] erreichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.austrocontrol.at/piloten/such_und_rettungsdienst |titel=Austro Control – SAR-Such und Rettungsdienst |werk=www.austrocontrol.at |abruf=2023-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Suche &#039;überfälliger&#039; Flugzeuge im Luftraum gibt es drei Alarmstufen:&lt;br /&gt;
* Alarmstufen 1 (Ungewissheitsstufe) – wenn die letzte Meldung oder die Landung eines Flugzeuges länger als eine halbe Stunde überfällig ist. Es wird versucht, Informationen über den Verbleib des Luftfahrzeugs zu erhalten (z.&amp;amp;nbsp;B. telefonisch).&lt;br /&gt;
* Alarmstufen 2 (Bereitschaftstufe) – wenn die Nachforschungen kein Ergebnis gebracht haben. Über eine Flugplandatenbank werden Details zum Flugplan etc. abgerufen und ggf. Radardaten analysiert.&lt;br /&gt;
* Alarmstufe 3 – Notstufe – wenn die weiteren Nachforschungen ergebnislos geblieben sind. Es werden Suchaktionen gestartet, wobei der Austro Control zwei firmeneigene Suchflugzeuge zur Verfügung stehen, die mit Peilgeräten zum Aufspüren von Notsignalen ausgerüstet sind. Bei Bedarf werden das Bundesheer sowie die Sicherheitsdirektionen und Landespolizeikommandos um Unterstützung gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rescue coordination centre}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rcc-muenster.aero RCC der Bundeswehr in Münster]&lt;br /&gt;
* [http://www.rcclyon.sitew.com/#MISSIONS_DU_CENTRE.A ARCC Lyon in Frankreich]&lt;br /&gt;
* [http://www.sjofartsverket.se/en/Maritime-services/Search-and-Rescue/ JRCC Göteborg in Schweden]&lt;br /&gt;
* [http://www.sarcontacts.info Website über internationale SAR-Stellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Sicherheit in der Luftfahrt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheit in der Schifffahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maritime Rescue Coordination Center| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.211.209.132</name></author>
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