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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feuersteinmine_Le_Grand-Pressigny&amp;diff=2228409</id>
		<title>Feuersteinmine Le Grand-Pressigny</title>
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		<updated>2023-05-03T19:34:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Steinzeitlicher Fundplatz in Europa&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:37113-Le Grand-Pressigny-Cours eau.jpg|mini|Lage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithic core - PRE 2009.0.191.1-a.rama.jpg|mini|„Butterpfunde“ aus Le-Grand-Pressigny]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Feuersteinmine Le Grand-Pressigny&#039;&#039;&#039; in der Gemeinde [[Le Grand-Pressigny]] im [[Département Indre-et-Loire]] in [[Frankreich]] ist die Abbaustätte eines charakteristischen [[Feuerstein]]s (als Pressignian bekannt) zur Erzeugung vorzeitlicher [[Steingerät]]e. Der [[Bergbau|bergmännisch]] gewonnene Feuerstein von Le Grand-Pressigny ([[Feuersteinbergwerk]]) war von besonderer Qualität und zur Zeit der [[Glockenbecherkultur]] (2500–2000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) begehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als so genannte „Livre de beurre“ (Butterpfunde) bekannten gelben Kerne erlaubten die Fabrikation besonders langer [[Klinge]]n und [[Dolch]]e, die in [[Belgien]], der [[Bretagne]], Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz gefunden wurden. Neben den „Livres de beurre“ gibt es Kernsteine („modele court et large“), die sich durch ihre rundliche Form von den langen, schmalen Großklingen absetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Reste von [[Sprödbruch|Bulbusregionen]], [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|Ventral-]] und Schlagflächen deuten auf direkt und hart geschlagene [[Abschlag (Archäologie)|Abschläge]], wie sie bei der Erstpräparation der [[Fladen (Gericht)|fladenförmigen]] Feuersteinknollen anfallen. Eine Verwendung von Trümmerstücken ist ebenfalls belegt. Die Länge der Kernsteine liegt zwischen 12,0 und 16,5&amp;amp;nbsp;cm, mit 10,5–20&amp;amp;nbsp;cm Breite und 2,8–6,0&amp;amp;nbsp;cm Dicke. Die Grundform lässt die Herstellung [[dolch]]artiger Geräte nicht zu, sondern liefert kurze, breite Klingen bzw. klingenförmige Abschläge. Klingenförmige Abschläge mit halbrunden, retuschierten Enden werden als Sägen (Sägeklinge) und Allzweckmesser gedeutet. Letzteres wird durch zahlreiche Funde geschäfteter Exemplare gestützt, deren Griffe Bohrungen zum Fixieren einer Schnur aufweisen, die offenbar am Gürtel befestigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spiennes]]&lt;br /&gt;
* [[Feuersteinminen von Jablines|Jablines]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sabine Gayck: &#039;&#039;Urgeschichtlicher Silexbergbau in Europa. Eine kritische Analyse zum gegenwärtigen Forschungsstand&#039;&#039; (= &#039;&#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&#039;&#039; 15). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2000, ISBN 3-930036-22-3.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Quiring]]: &#039;&#039;Die Schächte, Stollen und Abbauräume der Steinzeit und des Altertums.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinen-Wesen im Preussischen Staate.&#039;&#039; Bd. 80, 1932, {{ISSN|0372-8072}}, Seite B. 274 – B. 297.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lithic Core from Le Grand-Pressigny, France - MHNT PRE.2009.0.191.1|Feuersteine aus Le Grand-Pressigny}}&lt;br /&gt;
* [http://www.flintsource.net/flint/F_pressigny.html Le Grand-Pressigny] auf FlintSource.net (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS = 46/55/30/N|EW = 0/48/25/E|region=FR-37|type=landmark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feuersteinbergwerk|Le Grand Pressigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Centre-Val de Loire]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Le Grand-Pressigny]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biru_e%E2%80%99_Concas&amp;diff=1841877</id>
		<title>Biru e’ Concas</title>
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		<updated>2023-05-03T15:46:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Europa&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Biru &#039;e Concas.jpg|mini|Biru e’ Concas]]&lt;br /&gt;
Die etwa 200 [[Menhir]]e und die [[Alignement (Menhire)|Steinreihe]] von &#039;&#039;&#039;Biru e’ Concas&#039;&#039;&#039; erstrecken sich über ein fünf [[Hektar]] großes Gelände in den Hügeln westlich von [[Sorgono]] und der Kapelle von San Mauro, nahe der SS388 in der [[Provinz Nuoro]]. Es die größte und eine der außergewöhnlichen Menhirgruppen auf [[Sardinien]]. &lt;br /&gt;
[[Datei:Megawal41.jpg|mini|links|Typenreihe sardisch-korsischer Monumente]]&lt;br /&gt;
Die Menhire von Biru e’ Concas sind einzeln, paarweise, als Triade, in einer Reihe von 20 Menhiren oder zu [[Steinkreis|Kreisen]] angeordnet. Überall auf dem Gelände finden sich umgestürzte oder zerbrochene Menhire. Proto[[anthropomorph]]e [[Statuenmenhir]]e erlauben es, die Tradition des Ortes mit der des benachbarten [[Laconi]] zu verbinden, der die größte Anzahl von Menhiren auf Sardinien aufweist. Alles scheint darauf zu deuten, dass das Gelände von Biru e’ Concas in der [[Kupferzeit]] ein wichtiger Ort war. Bei den Untersuchungen wurden menschliche Spuren aus der [[Jungsteinzeit]] (3300–2700 v. Chr.) und der [[Bronzezeit]] (2700–1700) erkannt. Rund um die Steine wurden Spuren von Rundhütten – vielleicht die einer späteren [[Nuraghensiedlung]] – zusammen mit einer versteckt gelegenen [[Quelle]] gefunden. Auf dem nahe gelegenen Hügel liegen zwei [[Nuraghe]]n, ein [[Gigantengrab]] und ein [[Dolmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Menhire auf Sardinien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Pauli: &#039;&#039;Sardinien. Geschichte Kultur Landschaft. Entdeckungsreisen auf einer der schönsten Inseln im Mittelmeer&#039;&#039;. 7. Auflage. DuMont, Köln 1990, ISBN 3-7701-1368-3, (&#039;&#039;DuMont-Dokumente. DuMont-Kunst-Reiseführer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ilportalesardo.it/archeo/nusorgono3.htm Beschreibung italienisch und Bilder]&lt;br /&gt;
* [https://www.flickr.com/photos/neroargento/7982693499 Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=40.01083|EW=9.03156|region=IT-NU|type=landmark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Biru e Concas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Sardinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menhir in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinreihe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorgono]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statuenmenhir (Sardinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfersteinzeit (Sardinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lemba-Lakkous&amp;diff=1109197</id>
		<title>Lemba-Lakkous</title>
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		<updated>2023-05-03T13:28:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Asien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lemvald.jpg|mini|175px|Neolithisches Idol]]&lt;br /&gt;
Bei [[Lemba (Zypern)|Lemba]] auf [[Zypern]] konnte von 1976 bis 1983 eine [[kupferzeit]]liche Siedlung (ca. 3500–2500 v. Chr.) teilweise ausgegraben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgrabungsstätte wird als &#039;&#039;&#039;Lemba-Lakkous&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Der ca.&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;ha große Ort liegt an der Westküste der [[Insel]]. Es konnten diverse runde Bauten untersucht werden, die einen Durchmesser von bis zu 6&amp;amp;nbsp;m hatten. Zu den Funden gehören unter anderem stilisierte Figuren aus verschiedenen Materialien. Die hier gefundene [[Keramik]] ist rot auf weiß, mit geometrischen Mustern bemalt. Viele der besten Keramikgefäße fanden sich in dem Gebäude 1, in dem sich auch ein Hort von Steinäxten und eine 36 cm große [[Kalkstein]]figur fanden (&#039;&#039;Lemba Lady&#039;&#039;). Dieses Haus stand ca.&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;m entfernt von dem Rest der Siedlung. Direkt nördlich von ihm fanden sich auch viele Bestattungen, so dass angenommen wird, dass es eine Art Tempel für den Totenkult war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oft in Sichtweite von Hotels erfolgten Grabungen hatten auch häufige „Besuche“ von &#039;&#039;Grabungstouristen&#039;&#039; zur Folge, daher hat man ein geeignetes Gelände am nördlichen Ortsrand erworben, um dort einige Nachbauten (bronzezeitliche Siedlungsteile) zu errichten. Zugleich ermöglichte der wissenschaftlich dokumentierte Nachbau das Studium der Bautechnik und materialkundliche [[Langzeit-Experiment|Langzeitexperimente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Edgar J. Peltenburg: &#039;&#039;Lemba Archaeological Project: Excavations at Lemba Lakkous, 1976-1983&#039;&#039;, Göteborg 1985.&lt;br /&gt;
* Edda und Michael Neumann-Adrian. &#039;&#039;ADAC-Reiseführer Zypern.&#039;&#039; München 2008. ISBN 978-3-89905-527-6, S. 81.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.shca.ed.ac.uk/projects/lemba/ &#039;&#039;Lemba Archaeological Research Centre&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lemba Lakkous}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Republik Zypern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Paphos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Alter Orient)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfersteinzeit (Alter Orient)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=34/48/48/N|EW=32/24/21/E|type=landmark|region=CY}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Familiengr%C3%A4ber_von_Eulau&amp;diff=2491355</id>
		<title>Familiengräber von Eulau</title>
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		<updated>2023-05-03T13:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Europa&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:eulau.jpg|mini|Familiengräber von [[Eulau (Naumburg)|Eulau]] im [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle)|Landesmuseum]]]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Familiengräber von Eulau&#039;&#039;&#039; ([[Burgenlandkreis]], [[Sachsen-Anhalt]]) sind eine Gruppe von vier Mehrfachbestattungen. Sie wurden – neben mehreren anderen [[Befund (Archäologie)|Befunden]] – im Jahr 2005 bei einer archäologischen [[Rettungsgrabung]] im Zuge des Kiesabbaus auf einer Hochterrasse bei [[Eulau (Naumburg)|Eulau]] (Ortsteil von [[Naumburg (Saale)|Naumburg]]) geortet und gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle vier Gräber wurden im [[Blockbergung|Block]] geborgen und anschließend in der Restaurierungswerkstatt des [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle)|Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle]] untersucht. Im Zuge dessen konnten die verwandtschaftlichen Beziehungen der Bestatteten und ihre Verletzungen bzw. Todesursachen durch [[Anthropologie|anthropologische]] Untersuchungen und [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Analysen festgestellt werden. Die DNA-Analysen aller Individuen erbrachten bei einer zugehörigen Vierfachbestattung den Nachweis der bisher ältesten sicheren Kernfamilie der Welt. Die Gräber datieren zum Ende des [[3. Jahrtausend v. Chr.|3. Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] und somit in die Zeit der [[kupfersteinzeit]]lichen [[Schnurkeramische Kultur|Schnurkeramik-Kultur]]. Heute sind drei der vier Gräber in der Dauerausstellung des [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle)|Landesmuseums in Halle]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Befunde und Funde ==&lt;br /&gt;
Bei den Gräbern von Eulau handelt es sich um einfache Erdgräber in rundlichen Grabgruben. Drei der vier Gräber wiesen Kreisgräben auf, die die Grabgruben umgaben. Dieser Befund deutet darauf hin, dass die Gräber wahrscheinlich von einem [[Grabhügel]] überdeckt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt waren in den Gräbern 13 Personen bestattet: zwei Männer, drei Frauen und acht Kinder. In zwei Gräbern sind je vier Personen bestattet, in einem Grab drei und im vierten befinden sich Skelettreste von zwei Personen. Alle Bestatteten sind in seitlicher Hockerlage beigesetzt. Auffällig ist dabei die Lage der Toten untereinander. Sie liegen sehr dicht beisammen und sind teilweise einander zugewandt, sodass ihre Hände und Gesichter einander berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in den Gräbern gefundenen Beigaben entsprechen zumindest teilweise dem üblichen schnurkeramischen Ritus. Den Männern ist je eine Steinaxt mit ins Grab gegeben und bei den Frauenskeletten finden sich [[Feuerstein|Feuersteingeräte]] sowie knöcherne Nadeln und Tierzahnanhänger. In allen Gräbern zeugen Schweineknochen von Speisebeigaben. Die Tiere wurden wahrscheinlich extra für die Beisetzung geschlachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anthropologische und DNA-Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
Die anthropologische und [[Paläopathologie|paläopathologische]] Untersuchung der vier Gräber wurde vom Institut für Anthropologie der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]] durchgeführt. Dabei zeigte sich folgende Verteilung der Individuen in den vier Gräbern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grab 90: eine Frau (25–35 Jahre) und ein Kind (4–5 Jahre)&lt;br /&gt;
* Grab 93: ein Mann (25–40 Jahre) und zwei Kinder (4–5 Jahre)&lt;br /&gt;
* Grab 98: eine Frau (30–38 Jahre) und drei Kinder (0,5–1 Jahre, 4–5 Jahre und 7–9 Jahre)&lt;br /&gt;
* Grab 99: eine Frau (35–50 Jahre), ein Mann (40–60 Jahre) und zwei Kinder (4–5 Jahre und 8–9 Jahre)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fünf der 13 Personen konnte als Todesursache eindeutig Gewalteinwirkung festgestellt werden. Bei der Frau aus Grab 90 steckte eine abgebrochene Feuerstein-Pfeilspitze im vierten Lendenwirbel und es fand sich eine weitere Pfeilspitze im Brustkorb. An diesen Schussverletzungen muss sie innerhalb weniger Minuten durch Verbluten gestorben sein. Bei anderen Skeletten konnten tödliche Frakturen an den Schädeln nachgewiesen werden, die durch stumpfe Gewalt – vermutlich mittels Steinbeilen – verursacht wurden. Weitere Hinweise auf eine gewaltsame Auseinandersetzung stellen typische Verletzungen an Unterarm und Mittelhand dar, die durch Abwehr- und Schutzverhalten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine eventuelle verwandtschaftliche Beziehung zwischen den Toten nachweisen zu können, wurde anhand von Knochenproben die [[aDNA]] der Toten untersucht. Die Analyse wurde im aDNA-Spurenlabor der Universität Mainz vorgenommen. Es stellte sich heraus, dass es sich bei den vier Bestatteten aus Grab 99 um Vater, Mutter und ihre zwei Kinder handelt. Erstmals konnte somit eine prähistorische Kernfamilie zweifellos nachgewiesen werden. Darüber hinaus konnten noch weitere genetische Beziehungen der Bestatteten untereinander belegt werden, wie etwa ein gemeinsam niedergelegtes Geschwisterpaar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren Untersuchungsschwerpunkt bildete die Analyse der [[Strontiumisotopenanalyse|Strontium-Isotope]], die von der [[University of Bristol|Universität Bristol]] durchgeführt wurde. Die Untersuchung von Isotopen kann wichtige Auskünfte über die Herkunft, Mobilität und das Migrationsverhalten eines Menschen liefern. Im Fall der Bestatteten von Eulau zeigte sich, dass die Strontiumwerte der Frauen von denen der Männer und Kinder abweichen. Während sich Letztere zeitlebens in der Umgebung von Eulau aufhielten, waren die Frauen während ihrer Kindheit in einer anderen Region heimisch und zogen erst später in das Gebiet um Eulau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswertung und Interpretation ==&lt;br /&gt;
Auf Grund der Befundsituation ist es möglich, dass die 13 Personen zeitgleich bestattet wurden. Belege dafür sind die ähnliche Art und Weise der Beisetzung und die unmittelbare Nähe der Gräber zueinander. Auch die Überschneidungen der [[Radiokohlenstoffdatierung|14C-Daten]] scheinen dies widerzuspiegeln. Die Verletzungen an den Skeletten lassen vermutlich auf eine gewaltsame Auseinandersetzung – bei der alle 13 Personen gleichzeitig zu Tode kamen – schließen. Da sich die Wunden jeweils am Hinterkopf befinden, kann man eventuell darauf schließen, dass die Getöteten auf der Flucht von hinten erschlagen worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewissenhafte, nahezu liebevolle Bestattung der Toten sowie die Orientierung an den üblichen Bestattungsriten sprechen dafür, dass die Toten von den Überlebenden der Gemeinschaft bestattet wurden. Dabei könnte es sich um Männer und Frauen jugendlichen Alters gehandelt haben, die unter den Toten fehlen und sich zum Zeitpunkt des Überfalls möglicherweise nicht in der Siedlung aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen der Familiengräber von Eulau sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Vor allem die Frage nach den Tätern dieses Überfalls beschäftigt die Wissenschaftler weiter. Wichtigstes Indiz bilden dabei die „Tatwaffen“ – vor allem die beiden Pfeilspitzen, durch die eine der Frauen zu Tode kam, und ihre kulturelle Einordnung in das Spätneolithikum. Diese so genannten [[Querschneider]] verwendeten zum Beispiel die Träger der [[Schönfelder Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Ganslmeier, Norma Literski-Henkel: Die Tatwaffen aus einem Grab der Schnurkeramik von Eulau, Burgenlandkreis. Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 94, 2014, S.&amp;amp;nbsp;29–82.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Haak, Oleg Balanovsky, Juan J. Sanchez, Sergey Koshel, Valery Zaporozhchenko, Christina J. Adler, Clio S. I. der Sarkissian, Guido Brand, Carolin Schwarz, Nicole Nicklisch, Veit Dresely, Barbara Fritsch, Elena Balanovska, Richard Villems, Harald Meller, Kurt W. Alt, Alan Cooper: &#039;&#039;Ancient DNA from European Early Neolithic Farmers Reveals Their Near Eastern Affinities.&#039;&#039; [http://www.plosbiology.org/article/info:doi/10.1371/journal.pbio.1000536 PLoS Biology 8], 2010, S.&amp;amp;nbsp;1–16.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Haak, Guido Brandt, Hylke N. de Jong, Christian Meyer, Robert Ganslmeier, Volker Heyd, Chris Hawkesworth, Alistair W. G. Pike, Harald Meller, Kurt W. Alt: &#039;&#039;Ancient DNA, Strontium isotopes, and osteological analyses shed light on social and kinship organization of the Later Stone Age.&#039;&#039; &#039;&#039;Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA&#039;&#039;, Band 105, 2008, S.&amp;amp;nbsp;18226–18231, [[doi:10.1073/pnas.0807592105]], [https://www.pnas.org/content/pnas/105/47/18226.full.pdf Volltext] (PDF; 756,43&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Haak, Guido Brandt, Christian Meyer, Hylke N. de Jong, Robert Ganslmeier, Alistair W. G. Pike, Harald Meller, Kurt W. Alt: &#039;&#039;Die schnurkeramischen Familiengräber von Eulau – ein außergewöhnlicher Fund und seine interdisziplinäre Bewertung.&#039;&#039; In: H. Meller, K. W. Alt (Hrsg.): &#039;&#039;Anthropologie, Isotopie und DNA – biographische Annäherung an namenlose vorgeschichtliche Skelette? 2. Mitteldeutscher Archäologentag vom 08. bis 10. Oktober 2009 in Halle (Saale). Tagungen des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle 3&#039;&#039;, Halle (Saale) 2010, S.&amp;amp;nbsp;53–62, ISBN 978-3-939414-53-7.&lt;br /&gt;
* Hylke N. de Jong, Gavin L. Foster, Volker Heyd, Alistair W. G. Pike: &#039;&#039;Further Sr isotopic studies on the Eulau multiple graves using laser ablation ICP-MS.&#039;&#039; In: H. Meller, K. W. Alt (Hrsg.): &#039;&#039;Anthropologie, Isotopie und DNA – biographische Annäherung an namenlose vorgeschichtliche Skelette? 2. Mitteldeutscher Archäologentag vom 08. bis 10. Oktober 2009 in Halle (Saale).&#039;&#039; Tagungen des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle 3, Halle (Saale) 2010, S.&amp;amp;nbsp;63–69, ISBN 978-3-939414-53-7.&lt;br /&gt;
* Christian Meyer, Guido Brandt, Wolfgang Haak, Robert Ganslmeier, Harald Meller, Kurt W. Alt: &#039;&#039;The Eulau eulogy: Bioarchaeological interpretation of lethal violence in Corded Ware multiple burials from Saxony-Anhalt,&#039;&#039; [http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278416509000348 Germany. Journal Anthr. Arch. 28], 2009, S.&amp;amp;nbsp;412–423.&lt;br /&gt;
* Arnold Muhl, [[Harald Meller]], Klaus Heckenhahn: &#039;&#039;Tatort Eulau. Ein 4500 Jahre altes Verbrechen wird aufgeklärt.&#039;&#039; Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2401-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[https://www.youtube.com/watch?v=WQHFPo8I-c0 Die Tragödie von Eulau | Museum exklusiv.]&#039;&#039; [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle (Saale))|Landesmuseum für Vorgeschichte Halle]]. In: &#039;&#039;[[YouTube]].&#039;&#039; 31. Mai 2021, abgerufen am 28. Juli 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Website des [http://www.lda-lsa.de/nc/de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/dauerausstellung/jungsteinzeit/ Landesmuseums für Vorgeschichte Halle]&lt;br /&gt;
* [https://st.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=36844 Museum Digital: Sammlung des Museums für Vorgeschichte Halle zur Schnurkeramuk-Kultur: Mutter-Kind-Bestattung von Eulau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/09/57/N|EW=11/50/49/E|type=landmark|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Familiengraber Eulau, Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Naumburg (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfersteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gräberfeld in Sachsen-Anhalt|Eulau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schnurkeramische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hügelgrab in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Naumburg (Saale))]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cairn_von_Gask&amp;diff=2166397</id>
		<title>Cairn von Gask</title>
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		<updated>2023-05-03T12:35:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ring cairn and standing stone at Gask - geograph.org.uk - 1776877.jpg|mini|Gask Cairn und Menhir]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Megalwal66.png|mini|Schema eines Clava Cairns]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Cairn von Gask&#039;&#039;&#039; ist eine [[Megalith]]anlage vom Typ [[Clava Cairn]]. Er liegt sieben Kilometer südlich von [[Inverness]] in der Council Area [[Highland (Council Area)|Highland]] in [[Schottland]], östlich der B&amp;amp;nbsp;861 nahe ihrer Einmündung in die B&amp;amp;nbsp;851, 300&amp;amp;nbsp;m südlich der „Mains of Gask-Farm“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Standing Stone at Gask - geograph.org.uk - 219592.jpg|mini|links|hochkant=0.75|Gask Menhir]]&lt;br /&gt;
Clava Cairns (oder Ring [[Cairn (Steinhügel)|Cairns]]) wurden in der Endphase des [[Neolithikum]]s primär in [[Inverness-shire]] errichtet. Sie bestehen aus einem inneren und einem äußeren Ring eng gesetzter Randsteine, zwischen denen der bis zu 1,2&amp;amp;nbsp;m hohe Steinhügel aus handlichen (etwa kopfgroßen) Steinformaten aufgehäuft ist. Der zentrale gepflasterte Bereich ist bei einigen Exemplaren über einen gedeckten Gang zugänglich. Um die Cairns liegt im Originalzustand [[Konzentrizität|konzentrisch]] ein [[Steinkreis]] aus weit gesetzten [[Menhir]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ring Cairn von Gask hat etwa 27&amp;amp;nbsp;m Durchmesser und ist der größte in der Gruppe der Clava Cairns. Er ist in einem guten Zustand. Der Steinhügel wird noch durch den äußeren Steinkreis gefasst, dessen Menhire sich meist noch [[in situ]] befinden. Wie üblich bei den Cairns der Clava Gruppe befinden sich die größten Randsteine im Südwesten. Der größte ist etwa 1,4&amp;amp;nbsp;m hoch. Vom inneren Ring sind dagegen nur einige Steine erkennbar, da der Cairnmaterial in den Innenkreis gerutscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Steinhügel wird von dem Rest seines Steinkreises umgeben, von dem nur drei Steine erhalten sind. Mindestens fünf weitere fehlen. Ein in die Nähe der Nordseite des Cairns verschleppter Stein trägt drei [[Cup-and-Ring-Markierung|Schälchen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markantester Teil der Anlage ist ein großer Plattenmenhir im Südwesten des Steinkreises. Er ist etwa 3,4&amp;amp;nbsp;m hoch 3,0&amp;amp;nbsp;m breit, aber nur 22&amp;amp;nbsp;cm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe liegt das Kammergrab in der [[Tomfat Plantation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Bradley (Archäologe)|Richard Bradley]]: &#039;&#039;The moon and the bonfire. An investigation of three stone circles in north-east Scotland.&#039;&#039; Society of Antiquaries of Scotland, Edinburgh 2005, ISBN 0-903903-33-4.&lt;br /&gt;
* Jörg Lindenbeck: &#039;&#039;Untersuchungen zu spätneolithischen und frühbronzezeitlichen Grabformen in Südwest-Schottland.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Archäologische Informationen]].&#039;&#039; Bd. 11, Nr. 2, 1988, S. 228–232.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.megalithics.com/scotland/gask/gaskmain.htm Kurztext + Bild]&lt;br /&gt;
* [http://www.flickr.com/photos/blue-almonds/3244964065/ Bild des Menhirs]&lt;br /&gt;
* {{Canmore|19369}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=57/23/38/N|EW=4/11/56/W|type=landmark|dim=30|region=GB-HLD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cairn Gask, Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Scheduled Monument in Highland (Council Area)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Clava Cairn|Gask]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Megalithanlage in Highland (Council Area)|Gask]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deer_Park_Farms&amp;diff=2485970</id>
		<title>Deer Park Farms</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deer_Park_Farms&amp;diff=2485970"/>
		<updated>2023-05-03T11:41:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der früh[[mittelalter]]liche [[Rath (Erdwerk)|Rath]] von &#039;&#039;&#039;Deer Park Farms&#039;&#039;&#039; liegt im Glenarm Valley, an der Nordwestküste [[Irland (Insel)|Irlands]] im [[County Antrim]] in [[Nordirland]]. Es ist in seiner Struktur ähnlich (jedoch komplexer) dem älteren [[Navan Fort]] (Emain Macha) im [[County Armagh]] und dem etwa gleich alten [[Tara (Irland)|Tara]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der [[Ráth (Erdwerk)|Rath]] auch als Befestigung oder Siedlung angesprochen wurde, war es ein heidnischer Ritual- oder Kultplatz im Königreich [[Dalriada]] und ab dem 9. Jahrhundert im Königreich [[Königreiche und Fürstentümer in Irland#Königreich Ulidia (oder Ulaidh)|Ulidia]]. Erhalten haben sich die ab 1984 ausgegrabenen Reste von zwei runden Zwillings- oder achtförmigen Doppelhäusern und eines Einzelhauses aus dem 7. Jahrhundert. Die aus [[Gemeine Hasel|Haselnusszweigen]] geflochtenen Doppelwände der Häuser (mit Adlerfarn als Füllmaterial) sind im [[Ulster History Park]] nachgebaut worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. lebten bereits mehrere Generationen frühmittelalterlicher Menschen in Deer Park Farms, einem vermutlich [[bronzezeit]]lichen, erhöht gelegenen Rath von 26 m Durchmesser, den sie längere Zeit genutzt und später aufgegeben haben. Die Menschen hinterließen Spuren ihrer Wirtschaftsweise, ihrer physischen Arbeit und damit ihrer materiellen Kultur. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurden, im Rahmen einer neuerlichen Nutzung des zwischenzeitlich aufgegebenen Platzes, zwei [[Souterrain (Archäologie)|Souterrains]] in den Rath eingebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rath wurde von Chris Lynn vollständig ausgegraben. Bei der Grabung bis auf den gewachsenen Boden deckten sie gut erhaltene Pfosten- und Flechtwerkhäuser mit Handwerkerabfall und [[Artefakt (Archäologie)|Artefakten]] und Belegen für Ernährung, Wirtschaft und Umwelt auf. Deer Park Farms zählt zu den wichtigsten archäologischen Ausgrabungen der irischen Neuzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das älteste Kennzeichen des [[eisenzeit]]lichen Platzes war ein etwa zwei Meter breiter und einen Meter tiefer Kreisgraben ohne Wall, mit Zugang von Osten. Der Graben war verschlammt oder verfüllt, bevor der erste Rath ihn überbaute. Ein neuer Graben wurde ausgehoben, um Material für die Erhöhung des Raths zu erhalten. Wahrscheinlich wurde gleichzeitig der erste Wall gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einiger Zeit wurde der Rath in einen flachen Hügel umgewandelt, und mit einer Rampe aus Lehm und Kies wurde an der Ostseite ein breiter Zugang gebaut. Die äußere Fläche des Hügels wurde mit Basaltbrocken (wahrscheinlich als [[Spanischer Reiter (Barriere)|Cheval de frise]]) umhüllt und der Graben vertieft. Die Häuser wurden in der Endphase nicht alle gleichzeitig aufgegeben, wie es vermutlich bei anderen Raths war. Jedes Haus wurde einzeln aufgegeben und seine Überreste bedeckt, wenn sie das Ende ihrer Nutzung erreicht hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Funde == &lt;br /&gt;
Der größte Teil der Metallfunde waren bekannte Gegenstände wie Bruchstücke von Messern, Nägeln und Nadeln, aber viele andere waren von neuer Form. Ein Bohrer, eine dreizackige Fleischgabel, eine [[Hippe (Werkzeug)|Hippe]], eine Holzaxt, ein Kerzenhalter, eine Pflugschar, ein Schnitzmesser und Scheren. Ein Beispiel der Handwerksarbeit war die Entdeckung von Klammern (um Reifen an Holzbehältern zu befestigen) in einem Korb neben einer Innenwand. Mehrere unfertige Bottichteile wurden auf dem Boden gefunden. Kleinere Schmucksachen, wie eine Brosche und eine Nadel aus Bronze sowie sieben [[Künstliche Perle|Glasperlen]] verschiedenen Typs wurden in den Gebieten gefunden, die für Wandbetten angesehen werden, was sie zweifelsohne nicht waren. Mehr als 80 Glasperlen wurden im Erdhügel gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefen feuchten Boden wurde organisches Material entdeckt, wie es auf Plätzen mit festem Boden nicht gefunden wird. Teile von Holzbehältern, Reststücke von Leder für Schuhe sowie Textilien. Ein Eichentrog auf dem Fußboden eines der Häuser enthielt einen geschnitzten Holzschuh. Gemüse und andere organische Substanz faulten nicht und eine Masse komprimierten Materials wie Essenabfall, Holzfragmente, Kerbtiere und Tierknochen blieb erhalten. Entgegen den Erwartungen gab es jedoch keine Hinweise auf landwirtschaftliche Tätigkeit oder Tierhaltung innerhalb des Raths. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Chris J. Lynn &amp;amp; Jacky A. McDowell et al.: &#039;&#039;Deer Park Farms. The Excavation of a Raised Rath in the Glenarm Valley, Co. Antrim&#039;&#039;. Northern Ireland Archaeological Monographs 9 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://excavations.ie/report/1985/Antrim/0000570/ Beschreibung (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://earlymedievalarchaeologyproject.wordpress.com/2011/06/05/deer-park-farms-early-medieval-rath-is-published-part-i/ Beschreibung (englisch) mit Fotos und Grundriß]&lt;br /&gt;
* [http://www.ballynagarrick.net/historicireland/HI600.htm Rekonstruktion]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/54/37.7/N|EW=5/59/34.3/W|type=landmark|dim=30|region=GB-NIR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Mid and East Antrim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:County Armagh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Eisenzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Timonowka&amp;diff=2074318</id>
		<title>Timonowka</title>
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		<updated>2023-05-03T09:59:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Coordinate|article=DMS|map=right|NS=53/12/05/N|EW=34/19/01/E|type=landmark|region=RU-BRY}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Timonowka&#039;&#039;&#039; ({{ruS|Тимоновка}}; wissenschaftliche [[Transliteration]] &#039;&#039;Timonovka&#039;&#039;) ist ein [[Altsteinzeit|jungpaläolithischer]] Lagerplatz am rechten Ufer der [[Desna (Dnepr)|Desna]] in der [[Oblast Brjansk]] im Westteil des europäischen [[Russland]], der seit seiner Entdeckung im August 1927 wissenschaftlich untersucht wurde. Die Fundstätte ist nach einem nahe gelegenen, früheren Dorf benannt. Heute befindet sie sich auf dem Territorium des sich der Großstadt [[Brjansk]] unmittelbar südlich anschließenden Ortes [[Suponewo (Brjansk)|Suponewo]], in den das Dorf Timonowka 1976 eingemeindet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus sechs rechteckigen, 6–10&amp;amp;nbsp;m langen Wohngruben, die etwa 3,0–3,5&amp;amp;nbsp;m breit sind und etwa 2,5–3,0&amp;amp;nbsp;m in den Boden eingelassen waren. Die Wände zeigen Spuren einer Holzverkleidung. Eine Holzbalkendecke mit einer aufgeschütteten Erdschicht ist anzunehmen. Der Zugang erfolgte über eine Rampe von etwa einem Meter Breite und 2,5 Meter Länge. Jeweils zwei größere Erdgruben lagen mit einer kleineren zusammen, aber nur die größeren besaßen Herdstellen, in einem Fall mit einem Rauchabzug aus Rinde in Lehmverputz. Nahebei lagen kegelförmige Vorratsgruben mit einem oberen Durchmesser von 3,5 bis 4,0&amp;amp;nbsp;m und einer Tiefe von 0,8 bis 2,4&amp;amp;nbsp;m, die ebenfalls mit Rampen versehen waren. Hauptjagdwild war das [[Mammuts|Mammut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zwei Werkplätzen wurden 33.000 Stücke [[Feuerstein]] gefunden: [[Abschlag (Archäologie)|Abschläge]], [[Kern (Archäologie)|Kernsteine]], messerartige Geräte und [[Stichel (Archäologie)|Stichel]]. Der Feuerstein wurde aus 10 km Entfernung geholt, weil der örtliche den Ansprüchen nicht genügte. Zwei Nähnadeln mit Öhr gehören zu den selteneren Knochengeräten. Zwei Elfenbeinstücke tragen Ritzzeichnungen mit Wellen- und Rautenmustern, ein weiteres zeigt eine Fischdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Artur Čubur |Titel=Desjanskij paleolit : problemy istorii issledovanij, istoriografii i istočnikokovedenija |Verlag=RSGU |Ort=Moskau |Datum=2005 |Sprache=ru |Kommentar=&#039;&#039;Das Desna-Paläolithikum : Probleme der Untersuchungsgeschichte, Historiographie und Quellenkunde&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ivan Pidopličko |Titel=Pozdnepaleolitičeskie žilišča iz kostej mamontov na Ukraine |Verlag=Ukrainian Academy of Sciences |Ort=Kiew |Datum=1969 |Sprache=ru}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oblast Brjansk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Desna]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diaoyutai-St%C3%A4tte&amp;diff=1627196</id>
		<title>Diaoyutai-Stätte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diaoyutai-St%C3%A4tte&amp;diff=1627196"/>
		<updated>2023-05-03T09:42:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in China&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Diaoyutai&#039;&#039;&#039; ({{zh|kurz=1|t=釣魚臺遺址|v=钓鱼台遗址|p=Diàoyútái Yízhǐ}}) ist eine neolithische Stätte im Kreis [[Quyang (Baoding)|Quyang]] ({{zh|kurz=1|t=曲陽縣|v=曲阳县|p=Qǔyáng Xiàn}}) der chinesischen Provinz [[Hebei]]. Es handelt sich um eine 5.000 Jahre alte Stätte aus der Zeit der [[Yangshao-Kultur]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://baodingtravel.com/html/baodingfengguang/200903/13-98.html |wayback=20111020140913 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-06 08:49:10 InternetArchiveBot }} (chinesisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Diaoyutai-Stätte&#039;&#039; steht seit 2006 auf der Liste der [[Denkmäler der Volksrepublik China (Hebei)|Denkmäler der Volksrepublik China]] (6-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=38.55636|EW=114.63311|type=landmark|region=CN-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Hebei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Kulturdenkmal der Volksrepublik China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal der Provinz Hebei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Navan_Fort&amp;diff=452270</id>
		<title>Navan Fort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Navan_Fort&amp;diff=452270"/>
		<updated>2023-05-03T09:37:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Navan Fort&#039;&#039;&#039; ist ein archäologischer Fundort im [[County Armagh]] in [[Nordirland]]. Er ist höchstwahrscheinlich mit &#039;&#039;&#039;Emain Macha&#039;&#039;&#039; identisch, der Hauptstadt der [[Ulter]] in den überlieferten alt- und mittelirischen Sagen des [[Ulster-Zyklus]]. Der Ort, an dem [[Neolithikum|neolithische]], [[bronzezeit]]liche und [[eisenzeit]]liche Spuren gefunden wurden, soll im Jahre 332 n. Chr. zerstört worden sein. Die Legende von der Entstehung des Namens Emain Macha ist [[Noínden Ulad]] ({{DeS|„Schwäche der Ulter“}})&lt;br /&gt;
[[Datei:Navan Fort, County Armagh - geograph.org.uk - 43871.jpg|mini|Navan Fort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologischer Befund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Megawal33.png|mini|Navan Fort]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Navan Fort Armagh - geograph.org.uk - 1516247.jpg|mini|Rekonstruktion der Halle ({{GaS|&#039;&#039;bruiden&#039;&#039;}})]]&lt;br /&gt;
Zwei Doppelkreise liegen innerhalb eines äußeren Walls und eines inneren Ringgrabens. Die sich tangierenden Innenkreise bestanden aus doppelten Flechtwänden, zwischen die organisches Füllmaterial eingebracht war. Im kleineren, ca. 40&amp;amp;nbsp;m messenden Kreis zeigten sich die Spuren von fünf konzentrischen Pfostenringen aus 275 Eichenstämmen als Dachstützen und 34 als Randstützen mit 30&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser. Im Zentrum, mit einer U–förmige [[Pfostenloch|Pfostensetzung]], war ein Zentralpfeiler vorhanden. [[Dendrochronologie|Dendrochronologische]] Datierungen ergaben, dass dieser Pfosten mit ungefähr 50&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser und einer geschätzten Höhe von 12&amp;amp;nbsp;m im Jahr 94&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. gefällt worden war. Der Eingang war nach Westen ausgerichtet. Der Bau wurde unmittelbar nach der Fertigstellung mit Steinen gefüllt, niedergebrannt und mit einer 2,5&amp;amp;nbsp;m dicken [[Grassode]]nschicht abgedeckt, ohne dass der Grund dieses Rituals (?) feststellbar ist. Der dadurch entstandene Hügel ist heute noch 5&amp;amp;nbsp;m hoch und blieb, wie der äußere Wall, erkennbar. Im größeren der beiden, heute nicht mehr erkennbaren Innenkreise von Fort Navan fand man keinerlei Pfostenspuren. Die Tatsache, dass es sich bei Navan Fort um ein altes Kultzentrum oder einen Fürstensitz mit Verbindungen in den Mittelmeerraum handelt, wird durch den Fund eines [[Affen]]schädels im [[Stratum (Archäologie)|archäologischen Horizont]] des 2. oder 3. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &#039;&#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;770&amp;amp;nbsp;f, 1016&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Brian Boru]] soll diesen Ort aufgesucht haben, als er in [[Armagh]] weilte, das der Bischofssitz Irlands war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Pfostenringen von Navan Fort sah D. M. Waterman die Ständer eines gigantischen Rundhauses mit Spitzdach und einem Mittelpfosten von 17–20&amp;amp;nbsp;m Höhe. Entlang der Flechtwand gefundene Spuren von Stellagen wurden von ihm als Betten angesprochen. In der zentralen Position befand sich ein Steintrog. Hier kann Watermans dachtragender Mast nicht platziert gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe, in Loughnashade, befinden sich zwei See-Opferstätten, eine im See direkt, die andere in einem zweiten See, besser Teich, der künstlich im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. angelegt wurde, mit 25&amp;amp;nbsp;m Durchmesser und 4&amp;amp;nbsp;m Tiefe. Aus den beiden Fundorten wurden Menschenschädel (darunter der abgetrennte Gesichtsschädel eines jungen Mannes), Tierknochen, Geweihe, Schwerter und Bronzetrompeten geborgen, darunter eine [[Carnyx]], die den Namen [[Loughnashade-Trompete]] erhielt. Diese Opferstellen waren Schauplatz eines jährlichen abgehaltenen großen Festes (&#039;&#039;Feis Emain Macha&#039;&#039;). Der künstliche Teich trägt heute den Namen &#039;&#039;The King&#039;s Stables&#039;&#039; („Die Königs-Stallungen“).&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &#039;&#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;424, 693, 796.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Killylea Road in Armagh zeigt das Navan Center in der Dauerausstellung &#039;&#039;Rediscover Emain Macha&#039;&#039; die Geschichte und die Legenden dieses Platzes. 1993 wurde sie als beste Touristen-Ausstellung in Nordirland ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emain Macha ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Emain Macha&#039;&#039;&#039; [{{IPA|&#039;evinʼ &#039;vaxa}}] ({{DeS|„Machas Zwillinge“}}) ist in den Erzählungen der [[Keltische Mythologie|Keltischen Mythologie]] der Königssitz von Ulster und zugleich eine wichtige Kultstätte. Die Beschreibung der Burg in den nordirischen Sagen deckt sich großteils mit den archäologischen Funden.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &#039;&#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;405, 778.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Flurnamen der Gegend um Navan Fort, &#039;&#039;Creeveroe&#039;&#039;, ist die altirische Bezeichnung &#039;&#039;Cræbrúad&#039;&#039; („Rotzweig“) zu finden, dies war der Name der Festhalle von König [[Conchobar mac Nessa]]. Der Grund für diese Bezeichnung ist nicht bekannt, doch könnte mit dem vermuteten Zentralpfosten der Halle (siehe oben) der „Rote Zweig“ gemeint sein. Es ist allerdings nahezu sicher anzunehmen, dass der Bau tatsächlich nicht als profane Festhalle, sondern als Kultbau diente. Die offenbar vorhandene tatsächliche Königshalle wurde bisher noch nicht gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ulster-Zyklus ist Emain Macha der Handlungsort in den Erzählungen &#039;&#039;Noínden Ulad&#039;&#039; („Die Schwäche der Ulter“), &#039;&#039;[[Macgnímrada Con Culainn]]&#039;&#039; („Cú Chulainns Knabentaten“), &#039;&#039;[[Compert Conchobuir]]&#039;&#039; („Conchobars Empfängnis“), &#039;&#039;[[Longas mac nUislenn]]&#039;&#039; („Das Exil der Söhne Uislius“), &#039;&#039;[[Scéla mucce Meic Dathó]]&#039;&#039; („Die Geschichte von Mac Dathós Schwein“) und &#039;&#039;[[Táin Bó Cuailnge]]&#039;&#039; („Der Rinderraub von Cooley“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;[[Fled Bricrenn]]&#039;&#039; („Bricrius Fest“) wird Bricrius Halle genau geschildert und darauf hingewiesen, dass sie in ihrer Dimension und Ausstattung der Königshalle Conchobars gleiche. Dieser riesige Bau sei in Sektoren geteilt, erhöht und zentral der des Königs, umgeben von denen der zwölf wichtigsten Helden. Die Säulen wären mit Ochsengespannen herbeigebracht worden und sieben der stärksten Ulter hätten sie aufgerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste inselkeltischer Mythen und Sagen#Mythen und Sagen aus Irland|Mythen und Sagen aus Irland]]&lt;br /&gt;
* [[Deer Park Farms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &#039;&#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&#039;&#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* [[Peter Harbison (Archäologe)|Peter Harbison]]: &#039;&#039;Pre-Christian Ireland: From the First Settlers to the Early Celts&#039;&#039;. Thames and Hudson, London 1988, ISBN 0-500-27809-1.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &#039;&#039;Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild&#039;&#039;. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48234-1, S.&amp;amp;nbsp;110&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.at/books?id=ZLHgtXEUfXgC&amp;amp;pg=PA742&amp;amp;dq=Navan+Fort&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=FClGT4T9J4PNsgbgv-C3Cw#v=onepage&amp;amp;q=Navan%20Fort&amp;amp;f=false Greenwood/Connolly/Wallis: &#039;&#039;Rough guide to Ireland.&#039;&#039; Rough Guides, 2003, S.&amp;amp;nbsp;742.]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.at/books?id=Y6o8AAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;dq=Navan+Fort&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=FClGT4T9J4PNsgbgv-C3Cw#v=onepage&amp;amp;q=Navan%20Fort&amp;amp;f=false Norman/StJoseph: &#039;&#039;The Early Development Of Irish Society.&#039;&#039; CUP Archive, S.&amp;amp;nbsp;75&amp;amp;nbsp;f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1183162146}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Armagh City, Banbridge and Craigavon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:County Armagh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Eisenzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der irischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kelten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ulster-Zyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=54/20/43/N|EW=6/43/7/W|type=landmark|region=GB-ABC}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
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		<title>Galeriegrab Calden II</title>
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		<updated>2023-05-03T08:58:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;46.114.140.97: Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Megalithanlage&lt;br /&gt;
|Alternativname     = &lt;br /&gt;
|Karte              = &lt;br /&gt;
|Längengrad1        = 9.38244&lt;br /&gt;
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|Höhe               = &lt;br /&gt;
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|Entstehung         = um 3100 v. Chr.&lt;br /&gt;
|Ausmaße            = &lt;br /&gt;
|Sprockhoff         = &lt;br /&gt;
|Bild               = Galeriegrab II Calden.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung   = Das rekonstruierte Galeriegrab Calden II&lt;br /&gt;
|Kartenbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schema du Dolmen de la Pierre aux Fées de Villers-Saint-Sépulcre.svg|mini|300px|Schema einer Galerie am Beispiel [[Pierre-aux-Fées (Villers-Saint-Sépulcre)|Pierre-aux-Fées]]]]&lt;br /&gt;
Das von 1990 bis 1992 untersuchte &#039;&#039;&#039;Galeriegrab Calden II&#039;&#039;&#039; liegt im [[Nordhessen|nordhessischen]] [[Landkreis Kassel]], etwa 100 m südlich des [[Erdwerk]]s von [[Calden]] und weist enge Verbindungen zur [[Galeriegrab Calden I|Galerie&amp;amp;nbsp;I]] auf. Chronologisch ist es jünger und zeigt Parallelen zur Nutzungsphase B des Erdwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das [[Galeriegrab]] II liegt außerhalb des doppelten Grabenringes des Erdwerks, unter einem Wirtschaftsweg. Die Anlage wurde 1969 beim Verlegen einer Wasserleitung angeschnitten. Eine spätere Kontrolle ließ den Verdacht auf ein Galeriegrab aufkommen, zumal 1969 bereits [[Quarzit]]blöcke und menschliche Knochen zutage gekommen waren. Suchschnitte bestätigte den Verdacht. In der Folge wurde die [[Megalith]]anlage parallel zum Erdwerk untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die jüngsten Eingriffe und ältere Störungen von der [[Bronzezeit]] bis ins [[Mittelalter]] haben die Anlage mehr als Galeriegrab&amp;amp;nbsp;I in Mitleidenschaft gezogen. Dass eine Rekonstruktion möglich ist, liegt an der Konstruktionsweise. Ähnlich wie beim Erdwerk wurden die Fundamentgräben der Tragsteine in den anstehenden [[Muschelkalk]] eingetieft. Gleiches gilt für die Grabsohle, so dass sich die Befunde gegenüber späteren Störungen als extrem robust erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Galeriegrab ist Südwest-Nordost orientiert, der Zugang befindet sich im Nordosten. Die Außenlänge beträgt 11,9&amp;amp;nbsp;m, die maximale Breite 3,8&amp;amp;nbsp;m. Anhand der Standspuren und der Ausbruchgruben zum Entfernen von Steinen kann die Anzahl der ehemaligen Wandsteine auf 18 festgelegt werden, je acht Seiten- und je ein Endstein. Erhaltene Tragsteine ermöglichen eine Rekonstruktion der lichten Höhe der Kammer: Sie lag bei etwa 1,4&amp;amp;nbsp;m im Zugangsbereich und 1,05&amp;amp;nbsp;m im hinteren Teil. Wie beim Galeriegrab&amp;amp;nbsp;I bleibt auch die Gestaltung des Zugangs unsicher. Anhand der Parallelen im nordhessischen Gebiet der „Galeriegräber vom Typ Züschen“ ist ein [[Ante (Architektur)|antenartiger]] Zugang und ein [[Lochstein (Archäologie)|Seelenloch]] die wahrscheinlichste Variante. Die Zahl der Decksteine bleibt ungewiss, wobei sieben eine denkbare Menge darstellt. Die Anlage dürfte überhügelt gewesen sein. Zahlreiche Kalk- und [[Sandstein]]platten um die Anlage sprechen für einen von [[Trockenmauerwerk]] gefassten Hügelfuß und im Zugangsbereich für eine ebensolche Fassade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
=== Bestattungen ===&lt;br /&gt;
Trotz der Störungen waren die Bestattungen im hinteren Kammerdrittel gut erhalten. Das Ritual scheint in großen Teilen deckungsgleich mit dem im Galeriegrab I festgestellten gewesen zu sein. Beobachtungen während der Grabung und anthropologische Analysen bestätigen, dass die Toten in gestreckter Rückenlage, koaxial zur Anlagenachse mit dem Kopf zum Zugang (Nordosten) niedergelegt wurden. Nebenbei gibt es Anzeichen für eine Orientierung von Kinderleichen quer zur Achse. Vereinzelt auftretender [[Leichenbrand]] belegt die birituelle Bestattungsweise, ein in der [[Wartbergkultur]] mehrmalig auftretender Befund. Die Individuenzahl liegt bei mindestens 78. Bezogen auf die gesamte Kammer kann von 200 Bestatteten ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beigaben ===&lt;br /&gt;
Auch die Beigabensitte entspricht der von Galeriegrab&amp;amp;nbsp;I. Die Keramikfunde konzentrieren sich auf den Bereich vor dem Zugang, mit Indizien für eine [[in situ]]-[[Zerscherbung]]. Zu den Gefäßen zählen eine [[Tontrommel (Archäologie)|Tontrommel]] mit Buckel- und Lochverzierung (letztere im Fußbereich), eine tiefstichverzierte und eine kalottenförmige Schale mit Bandhenkel, ein [[Kragenflasche]]nfragment sowie Randscherben von eiförmigen Töpfen mit tiefen Einstichen unterhalb des Randes, wie sie als Leitform der Nutzungsphase B des Erdwerks auftreten. Ebenfalls im Zugangsbereich wurde das Fragment eines großen [[Steinbeil (Steinzeit)|Rechteckbeiles]] aus [[Wieda#Wiedaer Schiefer|Wiedaer Schiefer]] gefunden. Aus dem Kammerinneren stammt eine zweite Tontrommel, die wohl im Rahmen des Totenkultes eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Funde in der Bestattungsschicht bestehen aus durchbohrten Zähnen von Braunbär, Dachs, Fuchs, Hund, Pferd und Wolf, [[Retusche (Archäologie)|unretuschierten]] [[Feuerstein]]klingen sowie einer Reihe von triangulären und querschneidigen [[Pfeilspitze]]n aus Feuerstein und [[Radiolarit|Kieselschiefer]]. Bemerkenswert sind eine ringförmige [[Bernstein]]perle und eine polierte, durchbohrte Knochenscheibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitstellung == &lt;br /&gt;
Zwei [[Radiokarbonmethode|14C]]-Datierungen an menschlichen Knochen ergaben gegenüber Galeriegrab I ein deutlich jüngeres Alter (um 3100 v. Chr.). Das Ergebnis stimmt mit der [[Keramik]] der Nutzungsphase B des Erdwerks und der typochronologischen Datierung der [[Tiefstichkeramik]] überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galeriegrab I und II im Vergleich ==&lt;br /&gt;
Das Baumaterial wurde durch die lokale Verfügbarkeit des Tertiär[[quarzit]]s bestimmt. In den Kammerabmessungen sind deutliche Affinitäten vorhanden. Augenfällig wird dies bei den Kammerbreiten, die kaum auf Zufall beruhen dürften. Der Abstandswert für die Mitte der Fundamentgräben, der zwischen 2,65 und 2,80 schwankt, entspricht dem Doppelten des Maßes, das für die Breite der Zugänge ins Erdwerk ermittelt wurde. In der Länge scheint Galeriegrab I die spätere Anlage II um ein Wandsteinpaar übertroffen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabritus und Beigabensitte entsprechen sich bis ins Detail. Wobei Leichenbrand in Galeriegrab&amp;amp;nbsp;I nicht beobachtet wurde, was aber möglicherweise auf die damalige Grabungstechnik (1948) zurückzuführen ist. Galeriegrab&amp;amp;nbsp;I wurde, nach der Keramik und den 14C-Daten zu urteilen, am Beginn der Wartbergkultur um oder vor 3400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. errichtet. Für Galeriegrab II gibt es dagegen keine Indizien, die eine Konstruktion wesentlich vor 3200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zulassen. Die Anlagen folgen demnach aufeinander, verbunden durch eine Tradition in Architektur und Ritus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Wann die Demontage des Galeriegrabes begann, ist nicht zu ermitteln. Becherscherben im Störungsbereich oberhalb eines verkippten Wandsteines gehören in die Zeit der [[Einzelgrabkultur]] (2800–2300 v. Chr.). Am Ende der mittleren [[Mittlere Bronzezeit|Bronzezeit]] (1600–1300 v. Chr.) wurde ein Stein entfernt. In der entstandenen Grube wurde ein Feuer entfacht und nach dem Erkalten der Glut ein sechs Monate altes Schaf niedergelegt und mit einer Steinpackung abgedeckt. Es ist denkbar, dass zu diesen rituellen Aktivitäten auch die Versenkung des unmittelbar benachbarten Wandsteines gehörte, für den eine Grube in den anstehenden Kalk des Kammerbodens geschlagen wurde. Ein dichtes Scherbenlager belegt Aktivitäten am Galeriegrab bis in die [[Eisenzeit]]. Für den besonders massiven südöstlichen Abschlussstein ist schließlich eine Entfernung im Hochmittelalter nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dirk Raetzel-Fabian: &#039;&#039;Die archäologischen Ausgrabungen bei Calden 1988–1992. Vom Befund zur Interpretation&#039;&#039;. Jahrbuch `93 des Landkreises Kassel. Kassel 1992, 7–14.&lt;br /&gt;
* [[Kerstin Schierhold]]: &#039;&#039;Studien zur Hessisch-Westfälischen Megalithik. Forschungsstand und -perspektiven im europäischen Kontext&#039;&#039; (= &#039;&#039;Münstersche Beiträge zur ur- und frühgeschichtlichen Archäologie.&#039;&#039; Band 6). Leidorf, Rahden/Westf. 2012, ISBN 978-3-89646-284-8, S. 288–291.&lt;br /&gt;
* Otto Uenze: &#039;&#039;Das Steinkammergrab von Calden, Kr. Hofgeismar.&#039;&#039; In: Steinzeitliche Grabungen und Funde (Hrsg. Otto Uenze). Kurhessische Bodenaltertümer 1. Marburg 1951, 22–31. (gemeint ist Calden I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Eco Pfad Archäologie Calden}}&lt;br /&gt;
* The Megalithic Portal: [https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=14926 Calden (2)]&lt;br /&gt;
* strahlen.org: [https://tw.strahlen.org/praehistorie/hessen/calden2.html rekonstruiertes Großsteingrab &amp;quot;Calden 2&amp;quot;, Calden bei Kassel]&lt;br /&gt;
* Dirk Raetzel-Fabian: [http://www.jungsteinsite.uni-kiel.de/1999_calden/ca_g2/ca_g2.htm Das Galeriegrab Calden II]&lt;br /&gt;
* [http://www.eco-pfade.de/cald-00.html Eco Pfad Archäologie Calden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Galeriegräber in Hessen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Calden 2 Galeriegrab}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großsteingrab im Landkreis Kassel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Calden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wartbergkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelgrabkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiefstichkeramik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollektivgrab]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galeriegrab|Calden 2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Calden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.114.140.97</name></author>
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