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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-23T05:18:38Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konjugierter_Impfstoff&amp;diff=2771690</id>
		<title>Konjugierter Impfstoff</title>
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		<updated>2023-08-26T12:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;31.17.98.24: /* Wirkungsmechanismus */ leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;konjugierter Impfstoff&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Konjugatimpfstoff&#039;&#039;&#039; ({{laS|conjugatio}} ‚Vereinigung‘) ist ein [[Impfstoff]], in welchem das [[Antigen]] –&amp;amp;nbsp;bestehend beispielsweise aus Teilen der Bakterienhülle (Kapsel[[Polysaccharide|polysacchariden]]) eines Krankheitserregers&amp;amp;nbsp;– an ein Eiweiß ([[Protein]]) gebunden vorliegt. Konjugierte Impfstoffe vermögen eine stärkere und länger anhaltende Immunantwort zu erzeugen im Vergleich zum unkonjugierten Antigen. Insbesondere das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern hat noch nicht die nötige Reife, um effiziente Antikörper gegen Nicht-Protein-Antigene, wie sie Polysaccharide, [[Lipide]] oder [[Nucleinsäure]]n darstellen, auszubilden. Die konjugierten Impfstoffe gehören zu den [[Untereinheitenimpfstoff]]en (engl. &#039;&#039;subunit vaccines&#039;&#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Gavi: &#039;&#039;[https://www.gavi.org/vaccineswork/what-are-protein-subunit-vaccines-and-how-could-they-be-used-against-covid-19 What are protein subunit vaccines and how could they be used against COVID-19?]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;WHO: [https://vaccine-safety-training.org/subunit-vaccines.html subunit vaccines]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konjugatimpfstoffe sind die [[HIB-Impfung|Hib]]- und die [[Meningokokken]]-Vakzine. Den [[Pneumokokkenimpfstoff]] gibt es als mehrfachvalente Konjugatimpfstoffe und in einer 23-valenten nicht-konjugierten Variante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsmechanismus ==&lt;br /&gt;
Körperfremde Polysaccharide und [[Lipide]] lösen im Körper generell eine schwächere [[Immunantwort]] aus, da diese hauptsächlich durch die Mechanismen des [[Angeborene Immunantwort|angeborenen Immunsystems]] erkannt und eliminiert werden. Sie binden nicht an [[Haupthistokompatibilitätskomplex|MHC]] und lösen bei [[T-Zellen]] keine Reaktion aus, können aber als [[B-Lymphozyt#T-Zell-unabhängige Aktivierung|T-Zell-unabhängige Antigene B-Zellen]] aktivieren. Durch die kurze [[biologische Halbwertszeit]] entsteht kaum eine Langzeitimmunität, die durch eine adaptive Immunantwort ([[Humorale Immunantwort|humorale]] und [[zelluläre Immunantwort]]) hervorgerufen werden kann. Neben den Kapselpolysacchariden werden auch [[Haptene]] zur Steigerung ihrer [[Immunogenität]] an ein Trägerprotein gekoppelt. Die Bildung von T&amp;lt;sub&amp;gt;H&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Lymphozyten, spezifischen [[Antikörper]]n durch [[Plasmazelle]]n und B-[[Gedächtniszelle]]n werden bei unkonjugierten Antigenen oftmals nicht ausgelöst. Da die Antigene kaum in Zellen aufgenommen werden, erfolgt auch nur eine geringe Präsentation an [[MHC I]] und auch nur eine geringe Antigen-spezifische zelluläre Immunantwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine [[B-Zelle]]n-Differenzierung werden bei den meisten Antigenen [[T-Helferzelle]]n vom Typ T&amp;lt;sub&amp;gt;H&amp;lt;/sub&amp;gt;2 zur weiteren Stimulation der unreifen B-Zellen benötigt, sodass diese sich zu Plasma- und Gedächtniszellen weiterentwickeln. Um eine entsprechende T-Zellenbeteiligung zu bewirken, muss das Antigen ein Protein oder Proteinfragment sein, welches von der phagozytierenden B-Zelle, mit Hilfe deren [[MHC II|MHC-II]]-Moleküls auf der Zelloberfläche, den CD4-positiven T-Helferzellen präsentiert werden kann. Diese binden sich mit Hilfe von speziellen Oberflächenmolekülen an die naive B-Zelle, unter anderem erkennen CD4-positive T-Zellen das MHC-II der antigenpräsentierenden B-Zelle. Ein zweiter [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptor]], [[CD28]], vermittelt die Bindung an den [[Kostimulator]] B7 der B-Zelle. Als Drittes bindet der CD40-Ligand an den Rezeptor [[CD40]] der B-Zelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei T&amp;lt;sub&amp;gt;H&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Zellen bindet der [[T-Zell-Rezeptor]] (TCR) an das Antigen. Sobald diese Bindung etabliert ist, werden von der CD4-positiven T-Zelle [[Botenstoff]]e sezerniert ([[Zytokin]]e), welche der B-Zelle das endgültige Signal zur [[Differenzierung (Biologie)|Differenzierung]] geben. Daraufhin entsteht eine neue Generation von Plasmazellen, die spezifische Antikörper produziert und somit eine stärkere Immunantwort auslöst. Außerdem bilden sich B-Gedächtniszellen, die bei einer eventuellen Reinfektion eine stärkere und schnellere Immunreaktion hervorrufen können und so zu einer längerfristigen [[Immunität (Medizin)|Immunität]] führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe eines konjugierten [[Impfstoff]]es ist man dementsprechend in der Lage, eine stärkere und langzeiteffektive Immunität im Vergleich zum unkonjugierten Antigen zu erzeugen. Das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern befindet sich noch in der Entwicklung, weshalb man beispielsweise bei dieser Altersgruppe nicht die übliche 23-valente [[Pneumokokkenimpfung]] verwendet, sondern ein 10- oder 13-valentes Konjugat.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Destefano, D. Pfeifer, [[Hanna Nohynek|H. Nohynek]]: &#039;&#039;Safety profile of pneumococcal conjugate vaccines: systematic review of pre- and post-licensure data&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Bull World Health Organ&#039;&#039;. (2008), Bd. 86(5), S. 373–80. PMID 18545740; {{PMC|2647448}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Konjugatimpfstoffe werden unter anderem gegen [[Meningokokken]] und &#039;&#039;[[Haemophilus influenzae Typ b]]&#039;&#039; eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. A. Poland: &#039;&#039;Prevention of meningococcal disease: current use of polysaccharide and conjugate vaccines.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Clin Infect Dis]].&#039;&#039; (2010), Bd. 50 Suppl 2, S. 45–53. PMID 20144016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. F. Kelly, E. R. Moxon, A. J. Pollard: &#039;&#039;Haemophilus influenzae type b conjugate vaccines.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Immunology&#039;&#039; (2004), Bd. 113(2), S. 163–174. PMID 15379976; {{PMC|1782565}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Spiess, Ulrich Heininger: &#039;&#039;Impfkompendium&#039;&#039;. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-13-498906-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Impfstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>31.17.98.24</name></author>
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