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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernt_von_K%C3%BCgelgen&amp;diff=253319</id>
		<title>Bernt von Kügelgen</title>
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		<updated>2025-06-16T15:05:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2.204.140.129: /* Weblinks */ Interview aus dem Digitalen Lesesaal des Bundesarchivs hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bernt von Kuegelgen.JPG|miniatur|Bernt von Kügelgen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bernt von Kügelgen&#039;&#039;&#039; (* [[31. Juli]] [[1914]] in [[Sankt Petersburg]]; † [[30. Januar]] [[2002]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Journalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bernt von Kügelgen entstammte dem humanistisch geprägten [[Süddeutschland|süd-]] und [[Deutsch-Balten|baltendeutschen]] Adelsgeschlecht [[Kügelgen (Adelsgeschlecht)|von Kügelgen]]. Seine Mutter war Adda Wiedemann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser. Teil B (Briefadel). 1939&#039;&#039;. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]]. 31. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1938, S. 362.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus St. Petersburg, der Vater, [[Paul von Kügelgen (Journalist, 1875)|Paul von Kügelgen]], war der letzte Herausgeber der [[St. Petersburgische Zeitung|St. Petersburgischen Zeitung]], des damals ältesten im Ausland erscheinenden Blattes deutscher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Oktoberrevolution]] verarmt, kam die Familie 1921 nach Berlin. Kügelgen machte 1934 mit „[[Stundung]] der Kosten“ an der [[Baltenschule Misdroy|Baltenschule]] in [[Miedzyzdroje|Misdroy]] sein Abitur. Er war 1933 Mitglied des [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Jungstahlhelm]] geworden, der im Juni 1933 in die [[Sturmabteilung|SA]] übertrat, in der Kügelgen bis 1934 verblieb. In Berlin erhielt er im [[Hugenberg-Konzern]] vom [[Scherl-Verlag]] eine Ausbildung als Werbefachmann und war dann in dessen Werbeabteilung tätig. Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges Offizieranwärter und im [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] 1940 zum Leutnant befördert, geriet Kügelgen am 19. Juli 1942 infolge einer Verwundung als einer der bis dahin wenigen deutschen Offiziere in sowjetische [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg|Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam ins Offizierslager Oranki bei [[Nischni Nowgorod]], in dem sich seit kurzem die erste [[Antifa-Schule]] befand. Sowjetische Offiziere brachten Kügelgen in Verhören, die eher Diskussionen waren, zu der Überzeugung, das Seine zum Sturz des Hitlerregimes und damit zur Beendigung des Krieges tun zu müssen. Einer von ihnen war [[Lew Sinowjewitsch Kopelew|Lew Kopelew]], was Kügelgen allerdings erst nach der &#039;&#039;[[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]]&#039;&#039; in der DDR erfuhr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Sowjetunion hatte den [[Bürgerrechtler]] Kopelew 1981 während einer Reise ins westliche Ausland ausgebürgert. Er lebte später in Köln. Kügelgen nahm zu ihm nach 1989 mit einem Besuch einen freundschaftlichen Kontakt auf. Kühn, S. 236 mit Nachweis&amp;lt;/ref&amp;gt; Kügelgen wurde Mitbegründer einer Gruppe antifaschistischer deutscher Offiziere und Mitarbeiter der sowjetischen Zeitung für deutsche Kriegsgefangene &#039;&#039;Das freie Wort&#039;&#039;. Ab Januar 1943 besuchte er die Zentrale Antifa-Schule in [[Krasnogorsk#Kriegsgefangenenlager in Krasnogorsk|Krasnogorsk]] bei Moskau, wo er [[exil]]ierte [[Kommunistische Partei Deutschlands|deutsche Kommunisten]] wie [[Walter Ulbricht]], [[Wilhelm Pieck]], [[Anton Ackermann]] und [[Max Emendörfer]] kennenlernte. Im Juli 1943 gehörte Kügelgen zu den Gründungsmitgliedern des  [[Nationalkomitee Freies Deutschland|Nationalkomitees Freies Deutschland]] und im September zu denen  des [[Bund Deutscher Offiziere|Bundes Deutscher Offiziere]] (BDO). Von Ende 1943 bis Mai 1944 setzte ihn das NKFD als &#039;&#039;Frontbevollmächtigten an der [[2. Weißrussische Front|2. Belorussischen Front]]&#039;&#039; zur Lautsprecher- und Flugblattpropaganda und bei Verhören deutscher Gefangener ein. Danach war Kügelgen Redakteur der NKFD-Zeitung &#039;&#039;Freies Deutschland&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete er in Berlin als Redakteur der [[Berliner Zeitung]] und berichtete u.&amp;amp;nbsp;a. als Korrespondent vom [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Nürnberger Kriegsverbrecherprozess]]. 1946 heiratete er und trat der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|KPD/SED]] bei. Im Jahre 1949 wurde Kügelgen erst stellvertretender und 1950 Chefredakteur der &#039;&#039;[[Neue Berliner Illustrierte|Neuen Berliner Illustrierten]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom [[Kulturbund der DDR|Deutschen Kulturbund]] herausgegebene kulturpolitische Wochenzeitschrift [[Sonntag (Wochenzeitung)|&#039;&#039;Sonntag&#039;&#039;]] hatte 1956, veranlasst durch die in der Sowjetunion beginnende [[Entstalinisierung#Beginn der offenen Entstalinisierung: Chruschtschows Geheimrede auf dem XX. Parteitag 1956|Entstalinisierung]], durch Veröffentlichung zeitkritischer Texte den Unwillen der SED-Führung erregt. Auf die Verhaftung [[Walter Janka]]s im Dezember 1956, des Leiters des Aufbau-Verlags, in dem der &#039;&#039;Sonntag&#039;&#039; erschien, folgte im März 1957 die [[Heinz Zöger]]s, des Chefredakteurs, und seines Stellvertreters [[Gustav Just]]. Nun trat Kügelgen im Auftrag der SED zur „nötigen Linienkorrektur“ die Nachfolge Zögers an.&amp;lt;ref&amp;gt;So Regina General in &#039;&#039;Ein Aufrichtiger, der sich zweimal irrte&#039;&#039;. Nachruf in der Berliner Zeitung vom 4. Februar 2002, siehe Weblink&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Janka und seine Freunde im Juli 1957 in einem [[Schauprozess]] zu Zuchthausstrafen verurteilt wurden, applaudierte Kügelgen im Saal.&amp;lt;ref&amp;gt;Ende 1989 bat Kügelgen bei Janka für sein Verhalten um Entschuldigung, wie die [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] vom 23. Dezember 1989 meldete.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1968 warb das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) Kügelgen als &#039;&#039;[[Inoffizieller Mitarbeiter|Inoffiziellen Mitarbeiter]]&#039;&#039; (IM) an. Es setzte ihn unter dem Decknamem „Wilhelm“ u.&amp;amp;nbsp;a. bei der Bearbeitung [[Franz Fühmann]]s, [[Ulrich Plenzdorf]]s und [[Rolf Schneider (Schriftsteller)|Rolf Schneiders]] und zur Berichterstattung über Stimmungslagen unter Schriftstellern ein. Kügelgens Frau Else war mindestens seit 1961 als IM mit dem Decknamen „Jenny“ tätig, von 1968 bis 1977 gesteigert als &#039;&#039;Hauptamtlicher Inoffizieller Mitarbeiter&#039;&#039; (HIM). Das MfS konnte im Dezember 1989 Bernt von Kügelgens IM-Akte bis auf wenige Blätter gezielt vernichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben bei Joachim Walther: &#039;&#039;Sicherungsbereich Literatur - Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik&#039;&#039; (=Ullstein-Taschenbuchnummer 26553), Ullstein, Berlin 1999, ISBN 3548265537. Zur angeordneten Vernichtung S. 351, zu Fühmann S. 351, zu Plenzdorf S. 428, zu Schneider S. 474, zu Else Kügelgen (bzw. HIM &amp;quot;Jenny&amp;quot;) S. 195, 476.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kügelgen, der in der DDR als „Exot“ wahrgenommen wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Regina General in &#039;&#039;Ein Aufrichtiger, der sich zweimal irrte&#039;&#039;. Nachruf in der Berliner Zeitung vom 4. Februar 2002, siehe Weblink&amp;lt;/ref&amp;gt; behielt seinen Posten an der Spitze des &#039;&#039;Sonntag&#039;&#039; bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben im Jahre 1976. Er war Mitglied des Präsidiums des [[Kulturbund der DDR|Kulturbundes der DDR]]. Nach der Wende engagierte sich Kügelgen im Verein [[DRAFD]] (Verband Deutscher in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung „Freies Deutschland“ e.V.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Hamacher: [http://drafd.org/?DrafdInfo200206_Kuegelgen Stets dem Humanismus verpflichtet] Nachruf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernt von Kügelgen veröffentlichte 1983 das Buch &#039;&#039;Die Nacht der Entscheidung&#039;&#039; mit seinen Erinnerungen und Beschreibung seines Lebens bis 1946. In einem nach dem Ende der DDR entstandenen Manuskript brach Kügelgen sein Schweigen zur Verfolgung Emendörfers und des Generals [[Walther von Seydlitz-Kurzbach|Seydlitz-Kurzbach]], „zur Menschenverachtung des Stalinismus“ und beschrieb in einem Fall das „schäbige Verhalten des Politbüros der SED, insbesondere [[Walter Ulbricht]]s“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitate bei Kühn, aus: Bernt von Kügelgen: &#039;&#039;Danach. Das Nationalkomitee Freies Deutschland, sein Erbe und seine Erben.&#039;&#039; Im Nachlass Bernt von Kügelgen, Bundesarchiv Berlin, NY 4583/Vorl. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1975 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Gold, später Ehrenspange&lt;br /&gt;
* 1985 [[Medaille „40. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Deutsche Antifaschisten geehrt |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |Datum=1985-05-04 |Seiten=3 |Online=https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP2532889X-19850504-0-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=bernt-von-kuegelgen|lemma=Kügelgen, Bernt von|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=1947}}&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Hamacher]] et al. (Hrsg.): [http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte_53_2.pdf &#039;&#039;Gegen Hitler. Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland«. Kurzbiografien&#039;&#039; in: Manuskripte/Rosa-Luxemburg-Stiftung; Band 53,] (PDF) Dietz, Berlin 2005. ISBN 3-320-02941-X.&lt;br /&gt;
* [[Detlef Kühn]]: &#039;&#039;Alexander Graf Stenbock-Fermor und Bernt von Kügelgen: Zwei deutschbaltische ‚Linke‘.&#039;&#039; In: [[Michael Garleff]] (Hrsg.): &#039;&#039;Deutschbalten, Weimarer Republik und Drittes Reich.&#039;&#039; Band 2, Böhlau, Köln 2008, S. 227–245. ISBN 978-3-412-12299-7.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783110193381|Seiten=780–782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/zum-tode-des-publizisten-bernt-von-kuegelgen-ein-aufrichtiger--der-sich-zweimal-irrte,10917074,9971228.html &#039;&#039;Ein Aufrichtiger, der sich zweimal irrte&#039;&#039;. Nachruf von Regina General in der Berliner Zeitung vom 4. Februar 2002]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118724991}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a5e1e608-a013-456b-9b4e-63e45d75928f/ Nachlass Bundesarchiv NY 4583]&lt;br /&gt;
* [https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/252223/685276 Interview der Staatlichen Filmdokumentation der DDR 1971]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118724991|LCCN=n/84/84148|VIAF=57409722}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kugelgen, Bernt von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Kügelgen|Bernt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kügelgen, Bernt von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2.204.140.129</name></author>
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