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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klagspiegel&amp;diff=215035</id>
		<title>Klagspiegel</title>
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		<updated>2023-12-11T09:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;195.52.157.85: Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Klagspiegel&#039;&#039;&#039; ist das älteste [[Rechtsbuch]], das römisch-rechtliche Inhalte in deutscher Sprache vermittelt, und gilt zugleich als das älteste umfassende [[Handbuch|Kompendium]] des [[römisches Recht|römischen Rechts]] in deutscher Sprache (laut Stintzing, siehe Literatur). Es wird daher als ein wichtiger Wegbereiter der praktischen [[Rezeption des römischen Rechts]] in Deutschland gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klagspiegel wird als [[Rechtsspiegel]] eingeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Christa Bertelsmeier-Kierst, &#039;&#039;Rechtsspiegel&#039;&#039; in &#039;&#039;Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte&#039;&#039;, 2. Auflage, Band IV, Lieferung 30, Spalte 1249–1252&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rechtsbuch wurde im 15. Jahrhundert verfasst. [[Clausdieter Schott]] nennt als genaueres Datum um 1425,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clausdieter Schott |Titel=Rechtsspiegel |Hrsg= |Sammelwerk=Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A – G. Bd. II: H – O. Bd III: P – Z |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2010 |ISBN=978-3-11-091467-2 |Seiten=225}}&amp;lt;/ref&amp;gt; meistens wird eine Entstehungszeit um 1436 angenommen. Verfasst wurde es durch den [[Schwäbisch Hall]]er Stadtschreiber [[Conrad Heyden]]. Heyden hatte ab 1403 an der [[Universität Erfurt]] Jura studiert, bevor er nach einer Ausbildung als [[Stadtschreiber (Kanzleivorsteher)|Stadtschreiber]] 1413 dieses wichtige Amt in der Reichsstadt annahm. Als Stadtschreiber war er nicht nur Berater der Stadtregierung, sondern auch mit der Redaktion von Gesetzen und sonstigen Rechtstexten befasst. Der Klagspiegel kann als Lebenswerk gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klagspiegel ist in zwei Bücher (Traktate) geteilt. Das „erste Traktat“ enthält [[Zivilrecht|Zivil]]- und [[Zivilprozessrecht]]. Der „Ander Teil“ behandelt [[Strafrecht]] und [[Strafprozess]]. Der Inhalt baut ganz wesentlich auf den Werken der sog. [[Glossator]]en, bedeutender Rechtswissenschaftler des italienischen Mittelalters auf. Wichtigste Vorbilder waren die Werke von [[Azo]], [[Roffredus]], [[Martinus de Fano]], [[Gandinus]] und [[Durantis]]. Aber auch das [[Corpus iuris civilis|Corpus Iuris]] Kaiser [[Justinian I.|Justinians]] wurde verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Klagspiegels liegt in der leicht verständlichen, sog. „populären“ Vermittlung der komplizierten Rechtsinhalte. Sie half den zu dieser Zeit zum größten Teil noch unstudierten Richtern, Schöffen, Anklägern und Verteidigern das neu rezipierte römische Recht besser zu verstehen und es dann auch anzuwenden. Hierdurch wurde das römische Recht stark verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erfindung des [[Buchdruck]]s wurde der Klagspiegel zwischen ca. 1475 und 1612 über zwanzigmal neu gedruckt. Von zentraler Bedeutung für diesen Erfolg war der Umstand, dass der berühmte Humanist und Stadtschreiber [[Sebastian Brant]] ab 1516 als Herausgeber des Klagspiegels auftrat. Er gab dem Rechtsbuch auch seinen prägnanten Namen „Klagspiegel“ („Der Richterlich Clagspiegel“), unter dem es heute bekannt ist. Am Text hat Brant – entgegen einer in der Literatur weit verbreiteten Meinung – kaum etwas geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klagspiegel diente als Vorlage für zahlreiche bedeutende Rechtstexte späterer Zeit, namentlich die [[Wormser Reformation]] (1498), die [[Constitutio Criminalis Bambergensis]] (1507) und damit indirekt auch die &#039;&#039;[[Constitutio Criminalis Carolina]]&#039;&#039; (1532), [[Ulrich Tengler]]s [[Laienspiegel]] (1509), [[Justin Göbler|Justin Goblers]] Rechtenspiegel, Heinrich Rauchdorns Practica und weitere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Deutsch: &#039;&#039;Der Klagspiegel und sein Autor Conrad Heyden. Ein Rechtsbuch des 15. Jahrhunderts als Wegbereiter der Rezeption&#039;&#039; (= &#039;&#039;Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte.&#039;&#039; Bd. 23). Böhlau, Köln u. a. 2004, ISBN 3-412-13003-6 (Zugleich: Heidelberg, Universität, Dissertation, 2002/2003).&lt;br /&gt;
* Bernhard Koehler: &#039;&#039;Klagspiegel.&#039;&#039; In: [[Adalbert Erler]], [[Ekkehard Kaufmann]], [[Wolfgang Stammler]] (Hrsg.): &#039;&#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]].&#039;&#039; Band 2: &#039;&#039;Haustür – Lippe.&#039;&#039; Schmidt, Berlin 1978, Sp. 855–857.&lt;br /&gt;
* [[Roderich von Stintzing|Roderich Stintzing]]: &#039;&#039;Geschichte der populären Literatur des römisch-kanonischen Rechts in Deutschland am Ende des fünfzehnten und im Anfang des sechszehnten Jahrhunderts.&#039;&#039; Hirzel, Leipzig 1867, ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10801178_00005.html Digitalisat]; Nachdruck: Scientia, Aalen 1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/sachbegriffe/art/Klagspiegel_Co/html/artikel/5516/ca/e7bd7f496b/  Andreas Deutsch: &#039;&#039;Klagspiegel (Conrad Heyden)&#039;&#039;. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung], Online bei Historicum.net&lt;br /&gt;
* [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/drwbrant1536 Digitalisat einer Ausgabe Brants von 1536]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Rechtsquelle (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1436]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Dokument (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>195.52.157.85</name></author>
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