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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Buggenhagen&amp;diff=369660</id>
		<title>Buggenhagen</title>
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		<updated>2025-02-14T09:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;194.95.188.5: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = kein&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 53/55//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 13/52//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Buggenhagen in VG.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Vorpommern-Greifswald&lt;br /&gt;
|Amt               = Am Peenestrom&lt;br /&gt;
|Höhe              = 0&lt;br /&gt;
|PLZ               = 17440&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 038374&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 13075021&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 4 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Burgstraße 6&amp;lt;br /&amp;gt;17438 Wolgast&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.wolgast.de/gemeinden/buggenhagen/die-gemeinde www.wolgast.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Manfred Studier&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buggenhagen&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]], gelegen auf einem Landvorsprung am [[Peenestrom]]. Sie wird seit dem 1. Januar 2005 vom [[Amt Am Peenestrom]] mit Sitz in [[Wolgast]] verwaltet. Bis zum 31. Dezember 2004 war Buggenhagen Teil des Amtes &#039;&#039;[[Ziethen (bei Anklam)|Ziethen]]&#039;&#039;. Buggenhagen ist eine der am dünnsten besiedelten Gegenden in [[Vorpommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Buggenhagen befindet sich im [[Lassaner Winkel]] und liegt etwa drei Kilometer südlich von [[Lassan]] im [[Naturpark Insel Usedom]]. Südlich der Gemeinde verläuft der [[Peenestrom]]. In der Umgebung befinden sich viele Wälder und Gewässer. Größere Seen im Lassaner Winkel sind der [[Großer See (Murchin)|Pinnower See]], der [[Straßensee]], der [[Schlowersee]], der [[Berliner See]] und der [[Schloßsee (Buggenhagen)|Schloßsee]]. Weiterhin befindet sich östlich von Buggenhagen die Verbindung des [[Stettiner Haff]]s mit dem [[Achterwasser]] und der [[Krummin]]er Wiek. Größte Waldgebiete sind die &#039;&#039;Große Heide&#039;&#039; und das &#039;&#039;Große Moorholz&#039;&#039; direkt am Peenestrom, welche mit dem &#039;&#039;Seidenbruch&#039;&#039; teilweise unterhalb des [[Meeresspiegel]]s liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Erhebungen in der Gemeinde sind der Orgelberg (19&amp;amp;nbsp;m), der Hasenberg (19&amp;amp;nbsp;m) und der Kieksberg (25&amp;amp;nbsp;m). Die bebaute Ortslage befindet sich etwa zwischen 0 und 15&amp;amp;nbsp;m ü. [[Normalhöhennull|NHN]].{{GeoQuelle|DE-MV|GDV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindestruktur ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;250&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Ortsteile&lt;br /&gt;
* Buggenhagen&lt;br /&gt;
* Jamitzow&lt;br /&gt;
* Klotzow&lt;br /&gt;
* Wangelkow&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;350&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Wüstungen und Wohnplätze&lt;br /&gt;
* Silberkuhl (Wohnplatz)&lt;br /&gt;
* Klotzower Fähre (Wüstung)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Buggenhagen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Buggenhagen Wolgast-District 1694 Arvid-Carlmark.jpg|mini|links|Buggenhagen im „Wolgast District“ in der schwedischen Matrikelkarte von 1694]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Buggenhagen Herrenhaus.JPG|mini|Till-Richter-Museum im Herrenhaus Buggenhagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort Buggenhagen wurde erstmals 1618 in der [[Lubinsche Karte|Lubinschen Karte]] als &#039;&#039;Bugenhage&#039;&#039; genannt. Seit 1679 wird die heutige Schreibweise verwandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot;&amp;gt;Manfred Niemeyer: &#039;&#039;Ostvorpommern&#039;&#039;. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Band 2: Festland. in: Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Band&amp;amp;nbsp;2, Hrsg. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, S.&amp;amp;nbsp;16 ff. ISBN 3-86006-149-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Buggenhagen stammt vom Adelsgeschlecht derer „von Bughe“. Erwähnt wurde erstmals 1250 in der Gegend eine Burg des Ritters Berend von Bughe (Buggenhagen). 1260 erhielten die Buggenhagens den Lehnbrief vom Herzog. Buggenhagen ist damit vermutlich der älteste Ortsteil der heutigen Gemeinde. Diese Nennungen beziehen sich aber auf die Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage ohne Beleg ist fraglich. Die von Bugh (Bughe, Buch usw.) wurden lt. [[Pommersches Urkundenbuch|PUB]] erst 1282 und ausschließlich auf Rügen genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Pommersches Urkundenbuch]]&#039;&#039; (PUB), II. Band, Teil 2 (&#039;&#039;Zweite Abtheilung&#039;&#039;) 1278–1286, Hrsg. [[Rodgero Prümers]], Verlag Theodor von der Nahmer, Stettin 1885, S. 484. [https://kpbc.umk.pl/dlibra/publication/14133/edition/23540/content Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von Buggenhagen werden ab 1284 und nochmals 1291 genannt und Urkunden in Lassan, also in der Gegend von Buggenhagen und waren dort besitzlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Pommersches Urkundenbuch&#039;&#039; (PUB), II. Band 2, Teil 2 (Zweite Abtheilung), Hrsg. Rodgero Prümers, Verlag Theodor von der Nahmer, Stettin 1885, S. 520. [https://kpbc.umk.pl/dlibra/publication/14133/edition/23540/content Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PUB, III. Band, Teil 1 (&#039;&#039;Erste Abtheilung&#039;&#039;) 1287–1295, Hrsg. Rodgero Prümers, Friedr. Nagel Buchhandlung, Stettin 1888, S. 136. [https://kpbc.umk.pl/dlibra/publication/14134/edition/23561/content Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Familie wechselten die Güter oftmals den Besitzer. Die Linie auf Buggenhagen hatte an Besitzungen:&lt;br /&gt;
# Gut Buggenhagen mit der Pertinenz Silberkuhl und das Gut Züssow&lt;br /&gt;
# Klotzow mit der Pertinenz Wangelkow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte Buggenhagen 109 Einwohner in 19 Familien, der Ort hatte 1 Schule, 12 Wohn- und 14 Wirtschaftsgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Berghaus]]: &#039;&#039;Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen, Greifswalder Kreis&#039;&#039;, Band IV. Theil Band II., Verlag Dietze, Anklam 1868, S. 895. [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10136776_00907.html Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1871 sind 121 Einwohner zu konstatieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindelexikon1871&amp;quot;&amp;gt;{{Gemeindelexikon Preußen 1871 |Band=III |Seite=202}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herrenhaus Buggenhagen]] wurde laut Preußischem Urmeßtischblatt von 1835 in der ersten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erbaut. Das Schloss Buggenhagen ist ein zweigeschossiges Gebäude mit hohem Dach und Ziergiebeln. Ende 19. Jh. um vier Achsen verlängert und danach erfolgte der Umbau zur Dreiflügelanlage in U-Form. Das Herrenhaus liegt mitten im ausgedehnten Park abgeschieden vom eigentlichen Gutsgelände. Der Park schließt den Schlosssee mit ein. Es hatte, südlich im Park gelegen, einen Vorgängerbau, der archäologisch nachgewiesen ist, Reste sind noch in dem Messtischblatt (MTB) 1920 verzeichnet. Für 1939 weist das letztmalige amtliche Landwirtschaftliche Adressbuch für die Provinz Pommern zum Rittergut Buggenhagen 743&amp;amp;nbsp;ha aus. Dazu gehörte noch das Rittergut Klotzow mit 824&amp;amp;nbsp;ha und das Gut Wangelkow mit 329&amp;amp;nbsp;ha. Der landwirtschaftliche Betrieb war schon mit Lanz-Bulldog ausgestattet. Die letztgenannten Güter waren seitens der Gutsherrschaft an die Familie Irene Dittmer verpachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=H. Seeliger |Titel=Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern 1939. Verzeichnis von ca. 20000 landwirtschaftlichen Betrieben von 20&amp;amp;nbsp;ha aufwärts mit Angabe der Besitzer, Pächter und Verwalter, der Gesamtgröße des Betriebes und Flächeninhalt der einzelnen Kulturen; nach amtlichen Quellen |Sammelwerk=Letzte Ausgabe Paul Niekammer, Band I |Auflage=9. |Verlag=Verlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH |Ort=Leipzig |Datum=1939 |Seiten=61 |DNB=579071448}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] im Jahr 1945 war der Ort im Besitz der Adelsfamilie &#039;&#039;[[Buggenhagen (Adelsgeschlecht)|von Buggenhagen]]&#039;&#039;. Letzter Vertreter war der Rittmeister a. D. [[Hans Detloff von Buggenhagen]] (1879–1943).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christoph Franke (Genealoge)|Christoph Franke]], Moritz Graf Strachwitz v. Groß Zauche und Camminetz, Baron Heinrich v. Hoyningen gen. Huene, gerhard Freiherr v. Ledebur, Dorothee de la Motte-Müller |Hrsg=Stiftung [[Deutsches Adelsarchiv]] |Titel=Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel/Ersterwähnung vor 1400). 2005 |Sammelwerk=Gesamtreihe des GHdA von 1951 bis 2015. Nachfolger „des Gotha“ |Band=XXVIII |Nummer=138 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=2005 |ISBN=3-7980-0838-8 |ISSN=0435-2408 |Seiten=30–33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1995 bis 2002 wurde es als Hotel genutzt. Seit 2014 dient es als Till-Richter-Museum: Jedes Jahr werden ein oder mehrere junge Künstler eingeladen, einige Monate lange Werke zu schaffen, die anschließend ausgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tillrichtermuseum.org/about/ Till-Richter-Museum – Schloss Buggenhagen], abgerufen am 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] bis zum Jahr 1815 gehörte Buggenhagen zu [[Schwedisch-Pommern]], danach zum Königreich [[Preußen]]. Seit 1990 gehört Buggenhagen zum Land Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jamitzow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Buggenhagen Schloss Jamitzow um 1917.JPG|mini|Altes Schloss Jamitzow um 1917, abgebrannt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Jamitzow wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich aus dem [[Slawen|slawischen]] von „Lämmerwiese“ ab. Es war von 14. bis zum 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im Besitz der Familie von Köller. Henning und Arnold wurden in der Urkunde von 1315 genannt. Die Adelsfamilie geriet zwischenzeitlich in pekuniäre Schwierigkeiten. Die Witwe des Kurd von Köller-Jamitzow verkaufte aus der Not ihrer Kinder 1469 mit Genehmigung des Landesherrn dem Kloster Marienkrone Stralsund für 100 Mark eine wiederlösbare Rente.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Hoogeweg]]: Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern, Band II, Nr. Marienkrone, Verlag Leon Saunier, Stettin 1925, S. 755. Reprint: Klaus D. Becker-Potsdam 2019. ISBN 3-88372-209-X. [https://www.google.de/books/edition/Die_Stifter_und_Kl%C3%B6ster_der_Provinz_Pom/Thq_DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Jamitzow&amp;amp;pg=PA755&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 16. Jahrhundert ging der Besitz an die Familie von Neuenkirchen über. Die überlebende Tochter Barbara von Neuenkirchen erbte das Gut und heiratete Joachim von Owstin aus der Linie Quilow.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB900&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Berghaus: &#039;&#039;Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen, Greifswalder Kreis&#039;&#039;, Band IV., Theils Band II., Verlag Dietze, Anklam 1868, S. 900. [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10136776_00912.html Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Niemeyer ist die Erstnennung von Jamitzow als „Jamesouw“ erst 1496 angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1618 wurde das Dorf in der [[Lubinsche Karte|Lubinschen Karte]] mit „Jamzow“ bezeichnet. Es erstreckte sich früher weiter in Richtung Peene und wurde häufig von Überschwemmungen heimgesucht. Deshalb wurde es auf den heutigen Standort verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1631 errichtete [[Joachim Kuno von Owstin|Jochen Kuno von Owstin]] das Herrenhaus. Erbe wurde der Sohn [[Joachim Rüdiger von Owstin]] auf Jamitzow, späterer königlich schwedischer Vizepräsident des Obertribunals Wismar.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Gottfried Dienemann: &#039;&#039;Nachrichten vom Johanniterorden, insbesondere von dessen Herrenmeisterthum in der Mark, Sachsen, Pommern und Wendland, wie auch von der Wahl und Investitur des jetzigen Herrenmeisters, Prinzen August Ferdinands, in Preussen Königl. Hoheit, nebst einer Beschreibung der in den Jahren 1736, 1737, 1762 und 1764 gehaltenen Ritterschläge. 1767&#039;&#039;, Band VII, Nummer: Tafel von Eickstätt. von Owstin-Jamitzow, Hrsg. Johann Erdmann Hasse, Verlag George Ludewig Winter, Berlin 1767-09-01, S. 269. [https://www.google.de/books/edition/Nachrichten_vom_Johanniterorden_insbeson/DVpjAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Jamitzow&amp;amp;pg=PA269&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er und seine nachfolgenden Generationen nutzten es als Wohnsitz, bis es 1910 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die Linie starb 1698 aus,&amp;lt;ref&amp;gt;Nils Jörn: &#039;&#039;Servorum Dei gaudium - Das ist Treuer Gottes Knechte Freuden-Lohn. Lebensbeschreibungen aus dem Umfeld des Wismarer Tribunals&#039;&#039;, in: Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte, Band 3, Hrsg. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Lehrstuhl für Nordische Geschichte, Selbstverlag, Greifswald 2003, S. 217–219. ISBN 3-86006-214-X, [https://www.google.de/books/edition/Servorum_Dei_gaudium/wB4lAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Jamitzow&amp;amp;dq=Jamitzow&amp;amp;printsec=frontcover Detail]&amp;lt;/ref&amp;gt; und so gelangte das Rittergut in den Besitz der Familien &#039;&#039;von Normann&#039;&#039;, 1829 &#039;&#039;[[von Krauthoff]]&#039;&#039; sowie durch Hochzeit an die &#039;&#039;Freiherren von Romberg&#039;&#039;. Luise von Krauthoff-Jamitzow hatte sich 1870 mit dem preußischen Premierleutnant Richard Freiherr von Romberg (1841–1874) verbunden, der so zum Jamitzower Gutsbesitzer wurde. Das Gut erbte die Tochter Elisabeth von Romberg.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1877&#039;&#039;, 27. Jahrgang, in: „Der Gotha“ – Hofkalender, Freiherrliche Häuser nach alphabetischer Ordnung, Romberg, Justus Perthes, Gotha 1876-11-25, S. 715–716. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8644301 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte Jamitzow 120 Einwohner in 24 Familien, der Ort hatte 16 Wohn- und 13 Wirtschaftsgebäude.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB858&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Berghaus: &#039;&#039;Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen, Greifswalder Kreis&#039;&#039;, Band IV., Theils Band II., Verlag Dietze, Anklam 1868, S. 858. [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10136776_00870.html Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 war Gut Jamitzow mit 818 ha im Eigentum&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Niekammer: &#039;&#039;Pommersches Güter-Adressbuch. 1905. Verzeichnis sämtlicher Güter mit Angabe der Guts-Eigenschaft, des Grundsteuer-Reinertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen. Handbuch der Königlichen Behörden nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet&#039;&#039;, Regierungsbezirk Stralsund, Kreis Greifswald, in: &#039;&#039;Niekammer’s Güter Adressbücher&#039;&#039;, Band I., 2. Auflage, Selbstverlag, Stettin 1904-12, S. 202–203. [https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0427417-2-1905#lg=1&amp;amp;slide=256 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; der brandenburgischen Adelsfamilie [[Klitzing (Adelsgeschlecht)|von Klitzing]]. 1911 ließ der neue Besitzer, [[Konsul]] &#039;&#039;Franz Frischen&#039;&#039; das Haus abreißen und ein neues Gebäude nach Plänen des Berliner Architekten [[Heinz Lassen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAW15&amp;quot;&amp;gt;{{BerlinerArchitekturwelt |Autor=- |Titel=(Bilderstrecke) |Jahr=1918 |Heft=1 |Seiten=15–35 |Kommentar=Fotos und Grundrisse des Schlosses Jamitzow |zlb=22}} in: Ebenda: &#039;&#039;Berliner Architekturwelt 1918. Zeitschrift für Baukunst, Malerei, Plastik und Kunstgewerbe der Gegenwart&#039;&#039;, Zwanzigster Jahrgang, Hrsg. [[Hans Schliepmann]], Ernst Wasmuth AG Architektur Buchhandlung, Berlin 1918, S. 15.f  Abb.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit 50 Zimmern für 350.000 [[Reichsmark]] errichten. Frischen starb am 26. März 1917 und wurde zunächst in Jamitzow beigesetzt, bevor seine [[Gebeine]] nach [[Düsseldorf]] überführt wurden. Nach dem Pommerschen Güter-Adressbuch von 1921 war dann der Rittmeister Kurt Eichwede der Jamitzower Gutsherr. Letzte Gutsherrin war nach dem Gothaischen Hofkalender von 1942 Maria Clementine Erna Gräfin von Lüttichau, verwitwete Gräfin von Schweinitz, geborene von Kramsta (1882–1969). Sie war gleichzeitig Besitzerin des Gutes Bulau in Niederschlesien. Gut Jamitzow umfasste 1939 belegbare 818 ha Land. Betreut wurde der Besitz vor Ort von Administrator Siegfried Callies. Administratoren wurden zumeist durch die Kreditgeber in der Land- und Forstwirtschaft dem Eigentümer anheim gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1929 brannte das Schloss ab, wurde aber wieder aufgebaut. Das neue Haus ist ein Klinkerbau, mit einer seltenen rundbogigen mittigen Tordurchfahrt. 1947 brannte der zugehörige [[Marstall]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klotzow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Buggenhagen Klotzow.jpg|mini|Klotzow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klotzow wurde erstmals urkundlich 1267 als &#039;&#039;Clotsow&#039;&#039; genannt. Ab 1631 erfolgten dann die Nennungen überwiegend mit dem aktuellen Namen. Der slawische Name wird mit „dumpfes Geräusch“ gedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klotzow war ein Rittergut der Familie von der Lüe (auch Lühe) um 1425. Danach gehörte es nebst der Pertinenz Wangelkow der Familie von Neuenkirchen und der Familie von Mevius. 1669 ging der Besitz an Baltzer [[Horn (Adelsgeschlecht, Ranzin)|von Horn]] auf Ranzin. Bis 1795 blieb es in der Familie von Horn, die dann an Graf Wilhelm von Mellin verkaufte. Schließlich kam das Gut mit Pertinenz nach den intensiven Forschungen von [[Carl Gesterding]] bereits 1798&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Gesterding: &#039;&#039;Genealogien und beziehungsweise Familienstiftungen Pommerscher, besonders ritterschaftlicher Familien, Erste Sammlung. IX. Die Familie von Buggenhagen, Zwölfte Generation. No. 34–43&#039;&#039;, Verlag G. Reimer, Berlin 1842, S. 180–181. [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7673483?query=Klotzow Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Familie von Buggenhagen. Erwerber war damals der Kurator der Universität Greifswald und Kommandeur des [[Wasaorden]]s, der Buggenhagener Grundherr [[Ernst Christoph von Buggenhagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte Klotzow, aber mit Fähre 133 Einwohner in 25 Familien, der Ort hatte 13 Wohn- und 14 Wirtschaftsgebäude, sowie 1 Fabrik (?).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB900&amp;quot; /&amp;gt;  Vor 1939 agierte die Landwirtin Irene Dittmer als Pächterin des Rittergutes Klotzow, 824 ha. Am 1. Januar 1951 wurde Klotzow eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wangelkow ===&lt;br /&gt;
Wangelkow wurde erstmals 1371 als „Wanghelkow“ urkundlich genannt. Der Name bedeutet im slawischen „Kohle“, also für das Gebiet ein ungewöhnlicher Name.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitz-Geschichte siehe bei Klotzow, da Wangelkow stets Pertinenz zu Klotzow war. Wangelkow war ein typisches Gutsdorf mit dem dominanten Gut und den Landarbeiterkaten neben dem Gut. 1766 verkaufte die Familie [[Berglasen|von Berglasen]] ihr Gut Klotzow und die Meierei Wangelkow.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Ernst Heinrich Kneschke]] |Titel=Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. 1859 |Band=1. (Aa – Boyve). B |Nummer=Bergelase |Verlag=Friedrich Voigt |Ort=Leipzig |Datum=1859 |Seiten=341 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7713921?query=Klotzow}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des 19. Jahrhunderts bildete Wangelkow als Teil von Klotzow ein eigenständiges [[Majorat]] unter Ernst von Buggenhagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Freiherr von Dachenhausen |Titel=Genealogisches Taschenbuch des Uradels. 1891 |Band=1 |Nummer=v. Buggenhagen. II. Linie |Verlag=Friedrich Irrgang |Ort=Brünn / Rudolstadt |Datum=1891-07 |Seiten=97–98 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8039303?query=Wangelkow}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte der Ort 27 Einwohner in 5 Familien sowie 2 Wohn- und 4 Wirtschaftsgebäude.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB858&amp;quot; /&amp;gt; Um 1920 war der Rittmeister Hans-Detlev von Buggenhagen-Buggenhagen Besitzer des 329 ha großen Rittergutes Wangelkow.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julius Ernst |Titel=Niekammer’s Güter-Adressbücher. I. 1921. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter und Güter der Provinz Pommern einschl. der neu zugeteilten Kreise Westpreußens. Verzeichnis für die Landwirtschaftwichtigen Behörden und Körperschaften. Mit Unterstützung vieler Behörden nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet |Sammelwerk=GAB Reihe Paul Niekammer |Band=Regierungsbezirk Stralsund |Nummer=Kreis Greifswald |Auflage=6. |Verlag=Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1921-01 |Seiten=264–265 |Online=https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0009940-6-1921#lg=1&amp;amp;slide=314}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Gut Wangelkow war um 1940 in Pacht bei Irene Dittmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 hat sich der Dorfkern in Richtung See verändert. Vom Gutshof blieb das Verwalterhaus und wenige Wirtschaftsgebäude. Der Gutspark hat sich zum Waldgebiet entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klotzower Fähre (Wüstung) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klotzow-091202-19.JPG|mini|Blick zum Damm Klotzower Fähre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ort wurde 1792 als &#039;&#039;Klotzowis Fähre&#039;&#039; erwähnt. Der Ort liegt [[Wüstung|wüst]], er bestand nur aus dem Fährgehöft, das mit dem Bau der Zecheriner Brücke keine Bedeutung mehr hatte. 1868 wurde der Ort mit dem aktuellen Namen genannt, letztmals 1932 in den Gemeindeverzeichnissen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt; Namensdeutung siehe → Klotzow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute liegt der Damm von Klotzow zur ehemaligen Fähre unter Wasser, wie auch die ganze Umgebung. Die Polder wurden in den letzten Jahren geflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Silberkuhl (Wohnplatz) ===&lt;br /&gt;
Silberkuhl wurde als solches 1782 erstmals genannt. Im Ort waren eine [[Meierhof|Meierei]], ein Fischerhaus und eine Fähre. Als Ort hört er um 1900 auf zu bestehen, es ist nur noch ein [[Forsthaus]] mit dem Namen vorhanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt; 1823 galt Silberkuhl als &#039;&#039;adelige Meierey&#039;&#039; mit &#039;&#039;12 Seelen&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold Krug: &#039;&#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des Preussischen Staats. 1823&#039;&#039;, Band 4. P–S, Silberkuhl, Hrsg. A. A. Mützell, Verlag Karl August Kümmel, Halle 1823, S. 322. [https://www.google.de/books/edition/Neues_topographisch_statistisch_geograph/oh8_AAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Silberkuhl+Buggenhagen&amp;amp;pg=PA322&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1862 wurde in der regionalen Geschichtsschreibung Silberkuhl als &#039;&#039;Silberort&#039;&#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Viohl: Geschichte der Stadt Lassan von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Aus den Werken pommerscher Geschichtsschreiber und den städtischen Akten. 1862, Selbstverlag, Berlin 1862, S. 31–32. [https://www.google.de/books/edition/Geschichte_der_Stadt_Lassan_von_den_%C3%A4lt/HJADAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Silberkuhl+Buggenhagen&amp;amp;pg=PA32&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte der Ort 12 Einwohner in 3 Familie, es gab 2 Wohn- und 3 Wirtschaftsgebäude. Im Folgejahr sind 11 Einwohner nach statistischen Daten belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Regierungsbezirk Stralsund (Hrsg.): Amts-Blatt der Königlichen Regierung Stralsund. 1862, Öffentliche Bekanntmachungen, 15. Dritte Beilage, Königliche Buchdruckerei, Stralsund 1862-04-10, S. 107. [https://www.google.de/books/edition/Amtsblatt_der_Preu%C3%9Fischen_Regierung_zu/MiI_AAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Silberkuhl+Buggenhagen&amp;amp;pg=PA167&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt ist Silberkuhl auch weiterhin [[Pertinenz|Zubehör]] des [[Familienfideikommiss|Fideikommissgutes]] Buggenhagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Königliche Regierung zu Stralsund (Hrsg.): Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Stralsund. 1871.15, Öffentliche Bekanntmachungen, Verordnungen und Bekanntmachungen anderer Behörden, Rittergüter und Vorwerke. IV. Folie 12, Königliche Buchdruckerei, Stralsund 1871-04-13, S. 87. [https://www.google.de/books/edition/Amtsblatt_der_Preu%C3%9Fischen_Regierung_zu/sHpTAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Silberkuhl+Buggenhagen&amp;amp;pg=RA2-PA92&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Status bleibt über 1914 und auch über 1921 nach den jeweiligen &#039;&#039;Güter-Adressbüchern Pommern&#039;&#039; erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Wappen, Flagge, Dienstsiegel ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder [[Wappen]] noch [[Flagge]]. Als [[Dienstsiegel]] wird das kleine Landessiegel mit dem [[Wappen Pommerns|Wappenbild des Landesteils Vorpommern]] geführt. Es zeigt einen aufgerichteten [[Greif (Wappentier)|Greifen]] mit aufgeworfenem Schweif und der Umschrift „GEMEINDE BUGGENHAGEN * LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wolgast.de/fileadmin/Dateien/Buergerservice/Ortsrecht/Gemeinde%20Buggenhagen/FD%20Service/10_Hauptsatzung_mit_AEnd1.pdf Hauptsatzung §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;3], Buggenhagen, den 04.11.2010. (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein der Familie Buggenhagen.JPG|mini|Gedenkstein der Familie von Buggenhagen bei Buggenhagen]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmale in Buggenhagen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Herrenhaus Buggenhagen]] aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert (1995–2002 als Hotel genutzt, seit 2013 beherbergt es das Till-Richter-Museum) am [[Schloßsee (Buggenhagen)|Schloßsee]]&lt;br /&gt;
* Schlosspark Buggenhagen&lt;br /&gt;
* Gutshaus Jamitzow&lt;br /&gt;
* Künstlerhaus &#039;&#039;Alte Schule&#039;&#039; in Klotzow&lt;br /&gt;
* Ökohöfe in Wangelkow&amp;lt;ref&amp;gt;Flyer: &#039;&#039;Buggenhagen.&#039;&#039; aus der Serie/Reihe: &#039;&#039;Im Schwed’schen&#039;&#039;, ohne Datumsangabe.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Südlich der Gemeinde verläuft die [[Bundesstraße 110]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ruth-Erika Fürstin zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, geb. von Buggenhagen-Buggenhagen: &#039;&#039;Erinnerungen an Buggenhagen. Es bleibt die Erinnerung. Berichte aus der verlorenen Heimat&#039;&#039;. Eigenverlag, Buggenhagen/Kreuzwertheim 2000.&lt;br /&gt;
* Manfred Niemeyer: &#039;&#039;Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen.&#039;&#039; Band 2: &#039;&#039;Festland.&#039;&#039; in: &#039;&#039;Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde.&#039;&#039; Band 2, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, S. 68, 124, 141. ISBN 3-86006-149-6.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Buggenhagen, Jamitzow, Klotzow.&#039;&#039; In: Klaus Berge, Bernd Jordan: &#039;&#039;Güter, Herrenhäuser und Familien um Lassan&#039;&#039;. in: Beiträge zur Lassaner Heimatgeschichte, 9. Hrsg. IG Heimatgeschichte e.&amp;amp;nbsp;V., Lassan 2007, S. 17 ff. {{DNB|1049695402}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.naturpark-usedom.de/ Naturpark Usedom]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1119266963|VIAF=1329147967346184200005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buggenhagen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1315]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.95.188.5</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paolo_Casati&amp;diff=2603157</id>
		<title>Paolo Casati</title>
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		<updated>2022-05-12T17:32:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;194.95.188.5: /* Schriften */ Publikation (Mechanicorum libri octo) hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Paolo Casati&#039;&#039;&#039; ([[Latinisierung|latinisiert]] &#039;&#039;Paulus Casatus&#039;&#039;; * [[23. November]] [[1617]] in [[Piacenza]]; † [[22. Dezember]] [[1707]] in [[Parma]]) war ein italienischer [[Jesuit]], [[Mathematiker]], [[Physiker]] und [[Astronom]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Casati, Paolo – De igne, 1686 – BEIC 3880799.jpg|mini|&#039;&#039;De igne&#039;&#039;, 1686]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Casati trat 1634 dem Orden der Jesuiten bei. Nach Abschluss seiner Studien unterrichtete er zunächst Philosophie und Theologie am [[Collegio Romano]] in [[Rom]] und erhielt schließlich den Lehrstuhl für Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 wurde er mit einer Mission am Hof der Königin [[Christina von Schweden]] betraut, deren Ziel es war, die Ernsthaftigkeit der [[Konversion (Religion)|Konversionsabsichten]] der Monarchin zu beurteilen. 1652 kehrte er nach Rom zurück, wurde anschließend &#039;&#039;[[Propst|Praepositus]]&#039;&#039; am Professhaus der Jesuiten in [[Venedig]] und ging 1677 nach Parma, wo er am dortigen jesuitischen Kolleg bis zu seinem Tod lehrte und Beichtvater zweier Prinzessinen des [[Herzogtum Parma|herzoglichen Hauses]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mondkrater]] [[Casatus (Mondkrater)|Casatus]] wurde 1935 von der [[Internationale Astronomische Union|IAU]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vacuum proscriptum&#039;&#039; (Spekulationen betreffend [[Vakuum]] und speziell den &#039;&#039;[[Vakuum#Geschichte der Erforschung|Horror vacui]]&#039;&#039;; 1649)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Brevis synopsis mechanica&#039;&#039; (1654)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;De igne dissertationes physicae&#039;&#039; (1656)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fabrica et uso del compasso di proportione&#039;&#039; (über Konstruktion und Gebrauch von [[Proportionalzirkel]]n; 1664)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Terra machinis mota&#039;&#039; (Dialog zwischen [[Galileo Galilei]], [[Paul Guldin]] und [[Marin Mersenne]] über Fragen der [[Kosmologie]], [[Geografie]], [[Astronomie]] und [[Geodäsie]]; 1658)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le ceneri dell’Olimpo ventilate&#039;&#039; (Dialog über Meteorologie; 1673)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;De gli horologi solari&#039;&#039; (Manuskript über die Konstruktion von Sonnenuhren)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mechanicorum libri octo&#039;&#039; (1684)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Exercitationes matheseos candidatis exhibitaæ&#039;&#039; (Manuskript mit mathematischen Untersuchungen; 1698)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;De Angelis disputation philosophica&#039;&#039; (1703)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Opticae dissertationes&#039;&#039; (1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carlos Sommervogel]]: &#039;&#039;Bibliothèque de la Compagnie de Jésus.&#039;&#039; Brüssel &amp;amp; Paris 1890–1909, s.v. &#039;&#039;Casati, Paul&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|5|621|1212|1212|Casati, Paullus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117647993|LCCN=n/85/049392|VIAF=8170744}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Casati, Paolo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1617]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1707]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Casati, Paolo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Casatus, Paulus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Jesuit und Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. November 1617&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Piacenza]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Dezember 1707&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Parma]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.95.188.5</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klaviersonate_Nr._31_(Beethoven)&amp;diff=2229017</id>
		<title>Klaviersonate Nr. 31 (Beethoven)</title>
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		<updated>2020-07-31T21:02:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;194.95.188.5: /* Deutungen und Kommentare */  Zeichensetzung verbessert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Ludwig van Beethoven]]s &#039;&#039;&#039;Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110&#039;&#039;&#039; entstand 1821 und wurde 1822 von [[Adolf Martin Schlesinger|Schlesinger]] in Berlin und Paris veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in allen späten – und insbesondere in den letzten drei – Klaviersonaten verlagert Beethoven den Schwerpunkt in den letzten Satz.&amp;lt;ref&amp;gt;Mauser, S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist länger als die beiden vorausgegangenen zusammen ([[Friedrich Gulda|Gulda]] braucht in seiner Einspielung von 1967 rund sechs Minuten für den ersten, zwei für den zweiten und neun für den dritten Satz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
* Erster Satz: Moderato cantabile, molto espressivo, As-Dur, 3/4 Takt, 116 Takte&lt;br /&gt;
* Zweiter Satz: Allegro molto, f-Moll, 2/4 Takt, 158 Takte&lt;br /&gt;
* Dritter Satz: Adagio ma non troppo, b-Moll, 4/4 Takt und 12/16 Takt – Fuga, Allegro, ma non troppo, As-Dur, 6/8 Takt, 213 Takte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Satz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beethoven op 110 Erster Satz Thema.jpg|800px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Hauptsatz (Musik)|Hauptsatz]] beginnt –&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;con amabilita&#039;&#039; (sanft)&amp;amp;nbsp;– mit einem viertaktigen Thema, das im vierstimmigen Choralsatz harmonisiert ist und das man sich &#039;&#039;von einer Orgel gespielt vorstellen kann, ein Anfang von hoher, ruhiger Feierlichkeit&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reclam&amp;quot; /&amp;gt; Nach einem Triller und einer ausschwingenden melodischen Kadenz beginnt eine einfache gesangvolle Melodie, die von einer Sechzehntel-Figur &#039;&#039;im Stil Mozarts&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser, S. 585&amp;lt;/ref&amp;gt; begleitet wird und den Hauptsatz vervollständigt. Ab Takt&amp;amp;nbsp;12 folgt ein achttaktiger Überleitungsteil, der aus Figurenwerk in auf- und absteigenden Zweiunddreißigsteln besteht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Beethoven op 110 erster Satz Seitensatz.jpg|rechts|500px]]&lt;br /&gt;
Nach einem Anstieg der Zweiunddreißigstel-Figuren in hohe Diskantregionen erscheint dort (Takt&amp;amp;nbsp;20) als Beginn des Seitensatzes eine absteigende Folge von abwärts gerichteten Oktavsprüngen, die rhythmisch verschränkt in Ober- und Unterstimme auftreten. Nach deren mit weiteren Sechzehnteln angereicherten Wiederholung entwickelt sich über einer Trillerkette im Bass eine dynamisch anwachsende und rhythmisch kraftvolle Passage (Takte 25 bis&amp;amp;nbsp;27), die zum ersten raumgreifenden &#039;&#039;forte&#039;&#039;- Aufschwung des Satzes führt (Takt 28 bis 31). Die Exposition, die nicht wiederholt wird, endet ruhig im &#039;&#039;dolce piano&#039;&#039;, ohne dass ein ausgeprägtes oder abgeschlossenes zweites Thema deutlich erkennbar geworden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Mauser, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Takten 36 und 37 schraubt sich über einem ruhenden Es-Dur-Dreiklang eine Sechzehntelkette allmählich über zwei Oktaven in die Höhe und mündet im 38. Takt in einen ruhig rhythmisierten gebundenen Oktavsprung, der auch vom Bass aufgenommen und im nächsten Takt einen Ton tiefer wiederholt wird. Dem schließt sich die ausschließlich vom Motiv der beiden Anfangstakte bestrittene Durchführung (ab Takt&amp;amp;nbsp;40) an. Insgesamt achtmal wird dieses Motiv, beginnend mit f-Moll in wechselnder harmonischer Beleuchtung wiederholt, zunächst in drängendem Crescendo mit der pulsierenden „Mozartschen“ Begleitung kombiniert, dann im piano verbleibend und mit gebundenen Tonleiterfiguren unterlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eintritt der Reprise (ab Takt 56) wird das Thema von der Zweiunddreißigstelfigur der Exposition begleitet, dann eine Oktave tiefer wiederholt, wobei die Zweiunddreißigstel in die Diskantregion wechseln. Eine Modulation führt nach Des-Dur, in dem nun die Kantilene des Hauptsatzes erscheint, allerdings gegen Ende so verändert, dass nach E-Dur moduliert wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Beethoven op 110 erster Satz Schluss.jpg|rechts|200px]]&lt;br /&gt;
Der weitere Verlauf der Reprise entspricht weitgehend der nach As-Dur transponierten Exposition und mündet in eine Phase stiller Ruhe (Takt 101 bis 104, &#039;&#039;pianissimo&#039;&#039;, Es-Dur). Die anschließende [[Coda (Musik)|Coda]] nimmt zunächst die Zweiunddreißigstelfiguren auf, lässt den Satz aber schließlich ruhig im &#039;&#039;Piano&#039;&#039; ausklingen. In den letzten drei Takten baut sich allerdings noch einmal eine Spannung auf, die nach einem bis zum Forte führenden Crescendo darin gipfelt, dass gegen den Basston As&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; ein verminderter Septakkord (B-fes&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;-g&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;-des&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) erklingt. Die Schärfe dieser Dissonanz löst sich sukzessive mittels zweier absteigender Sekundschritte in die entspannte Ruhe des Tonikadreiklangs auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Satz ==&lt;br /&gt;
Der zweite Satz, im Zweivierteltakt stehend, hat den Charakter eines düsteren, bizarren Scherzos. Seine schroffen dynamischen Gegensätze und seine schlagkräftige, von akzentuierten Synkopen durchsetzte Rhythmik stehen in scharfem Kontrast zur Lyrik des ersten Satzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erklingt ein in Vierteln akkordisch gesetztes Motiv, dem angeblich der Gassenhauer „Unsre Katz hat Katzerln gehabt“ zugrunde liegt. Später folgt eine kleine Melodie (ab Takt 17), die wie ein anderer Gassenhauer klingt („Ich bin lüderlich, du bist lüderlich“) und möglicherweise auch einer Wiener [[Posse]] nachempfunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Mauser, S. 148&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Trio (Formteil)|Trio]] in Des-Dur (Takt 41 bis 95) ist von durchgehender Achtel-Motorik geprägt, Synkopen und scharfe dynamische Akzente verschärfen diesen unruhigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiederholung des ersten Teils gebietet eine Coda mit einer Folge blockartiger, von Pausen unterbrochener Sforzato-Akkorde dem skurrilen Treiben Einhalt, worauf sich der ganze Spuk &#039;&#039;piano&#039;&#039; im (vorgeschriebenen) Pedalnebel einer aus dem Bass aufsteigenden Figurenkette verflüchtigt. Das F-Dur dieses Schlusses entpuppt sich anschließend als Dominante zu dem b-Moll, mit dem der dritte Satz beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dritter Satz ==&lt;br /&gt;
Mauser bezeichnet diesen Satz als den „vielleicht differenziertesten und ungewöhnlichsten Sonatensatz“&amp;lt;ref&amp;gt;Mauser, S. 145&amp;lt;/ref&amp;gt; in Beethovens Gesamtwerk, wofür allein schon die Fülle an Takt- und Tonartwechseln und ins Detail gehenden Vortragsbezeichnungen spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gliedert sich in folgende Abschnitte:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Adagio, ma non troppo&#039;&#039;, b-Moll, 4/4 Takt, Takte 1 bis 7&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Adagio, ma non troppo&#039;&#039;, Klagender Gesang, &#039;&#039;Arioso dolente&#039;&#039;, as-Moll, 12/16 Takt, Takt 7 bis 26&lt;br /&gt;
* Fuga, &#039;&#039;Allegro, ma non troppo&#039;&#039;, As-Dur, 6/8 Takt, Takt 27 bis 114&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’istesso tempo di Arioso&#039;&#039;, Ermattet, klagend, &#039;&#039;Perdendo le forze, dolente&#039;&#039;, g-Moll, 12/16 Takt, Takt 114 bis 135&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’istesso tempo della Fuga, poi a poi di nuovo vivente&#039;&#039;, Nach und nach wieder auflebend, G-Dur (ab Takt 153 g-Moll), 6/8 Takt, Takt 136 bis 168&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Meno Allegro&#039;&#039;. Etwas langsamer, ab Takt 174 As-Dur, Takt 168 bis 213&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Adagio, ma non troppo&#039;&#039;, Takte 1 bis 7 ===&lt;br /&gt;
Der Satz beginnt zunächst mit einem eher konventionellen, typischen Adagio-Thema, moduliert allerdings schon im dritten Takt nach as-Moll. Zu einer Weiterentwicklung dieses Anfangsthemas kommt es jedoch nicht, denn Beethoven bricht an dieser Stelle unvermittelt ab: ein Recit.[ativ] in Takt&amp;amp;nbsp;4 führt zur sogenannten „Bebung“ in Takt&amp;amp;nbsp;5, die Tonart wechselt über den H-Septakkord nach E-Dur (Vorzeichenwechsel von Mitte Takt 5 bis Mitte Takt 6), dann jedoch (ab Mitte Takt&amp;amp;nbsp;6) zu as-Moll. Das Anfangsmotiv der ersten drei Takte des Satzes wird auch im weiteren Verlauf an keiner Stelle wieder aufgenommen und so nachträglich zur bloßen Einleitung „degradiert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Takte 4 und 5 enthalten jeweils 8 Viertelnoten, sind also von doppelter Länge, im Takt&amp;amp;nbsp;6 stehen 5&amp;amp;nbsp;Viertelnoten. Der Taktwechsel zum {{Bruch|12|16}}-Takt findet in Takt&amp;amp;nbsp;7 statt, in dem zunächst im „alten Takt“ 2&amp;amp;nbsp;Achtelnoten, also vier Sechzehntel und dann –&amp;amp;nbsp;bereits die gleichmäßige akkordische Begleitung des Klagenden Gesangs aufnehmende&amp;amp;nbsp;– sechs Sechzehntel stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Satzanfang –&amp;amp;nbsp;der bis auf eine kurze Ausnahme (Mitte Takt&amp;amp;nbsp;5) una corda vorschreibt, also kaum dynamische Akzente setzen will&amp;amp;nbsp;– fällt die große Zahl von Tempovorschriften auf (Adagio, ma non troppo; Piu Adagio; Andante; Adagio; ritard.[ando]; Meno Adagio; Adagio; Adagio, ma non troppo), mit der Beethoven offensichtlich seine sehr genaue Vorstellung zum Vortrag dieser Anfangstakte durchsetzen will, die –&amp;amp;nbsp;besonders durch das „Rezitativ“&amp;amp;nbsp;– eher unbestimmten, gleichsam improvisierten Charakter haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Adagio, ma non troppo&#039;&#039;, Klagender Gesang, &#039;&#039;Arioso dolente&#039;&#039;, Takt 7 bis 26 ===&lt;br /&gt;
Dieser gänzlich anders geartete Abschnitt im {{Bruch|12|16}}-Takt beginnt mit der (bei einem Abstieg durch die Töne des as-Moll-Dreiklangs) sich langsam aufbauenden gleichmäßigen Begleitung in Sechzehnteln, die in Gruppen zu je drei zusammengefasst und also [[Triole (Musik)|triolisch]] zu verstehen sind, bevor in Takt&amp;amp;nbsp;9 –&amp;amp;nbsp;der auch die Überschrift „Klagender Gesang, &#039;&#039;Arioso dolente&#039;&#039;“ trägt&amp;amp;nbsp;– die Melodie einsetzt. Die akkordische Begleitung läuft über nahezu den gesamten Abschnitt (bis Takt&amp;amp;nbsp;24) in der linken Hand ununterbrochen durch. In einigen Takten übernimmt zusätzlich eine zweite Stimme in der rechten Hand diesen gleichmäßigen Puls und fügt in den Takten 21 und 22 durch auf- und absteigende [[Sekundschritt#Seufzermotiv|Seufzersekunden]] geprägte Motive ein, die zu den Seufzern der Oberstimme kontrapunktierend hinzutreten und eine extreme Steigerung der Ausdrucksintensität bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorwiegend absteigende melodische Linie des „klagenden Gesangs“ wird verschiedentlich mit [[Johann Sebastian Bach|Bachs]] Arie „Es ist vollbracht“ aus der [[Johannes-Passion (J. S. Bach)|Johannes-Passion]] in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Mauser, S. 144; Kaiser, S. 583&amp;lt;/ref&amp;gt; Beethoven stellt diese Linie jedoch von Anfang an durch Vorhalte und Überbindungen rhythmisch oft bewusst gegen die triolisch geführte Begleitung und schafft dadurch eine gewisse Unbestimmtheit des metrischen Ablaufs. Am Ende des Abschnitts steht eine &#039;&#039;unisono&#039;&#039;-Kadenz, die pianissimo mit einer Fermate auf dem As schließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuga, &#039;&#039;Allegro, ma non troppo&#039;&#039;, Takt 27 bis 114 ===&lt;br /&gt;
Das Thema der dreistimmigen [[Fuge (Musik)|Fuge]] beginnt –&amp;amp;nbsp;den Schlusston des vorangegangenen Abschnitts aufnehmend&amp;amp;nbsp;– &#039;&#039;piano&#039;&#039; im Bass. Es besteht aus einer Folge von aufsteigenden Quarten (As–Des; B–Es; C–F), abgeschlossen durch ein kurzes zum c absteigendes Motiv. Dann setzt die Altstimme mit einer realen Beantwortung auf Es ein (Takt&amp;amp;nbsp;31), kontrapunktiert von einer fließenden Achtelbewegung. Nach einer kurzen rückmodulierenden Überleitung, die das Schlussmotiv des Themas [[Sequenz (Musik)|sequenziert]], folgt ein Sopraneinsatz wiederum auf As. An diese erste Durchführung (Exposition) schließt sich ein kurzes (5-taktiges) Zwischenspiel an, das über der durchgehenden Achtelbewegung der beiden Unterstimmen in der Oberstimme das Schlussmotiv des Themas absteigend sequenziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Crescendo und ein Triller kündigen die zweite Durchführung an, die in Takt 45 gewichtig mit dem Einsatz des Themas im Bass beginnt, nun &#039;&#039;forte&#039;&#039; und in Oktaven. Im weiteren Verlauf dieser zunächst wieder ins Piano zurückgenommenen und durch Zwischenspiele aufgelockerten Durchführung folgen ein Themeneinsatz im Alt in As-Dur und ein Sopraneinsatz in Es-Dur. Bemerkenswert ist, dass die nun folgenden Sequenzierungen des thematischen Schlussmotivs nicht wie vorhin abwärts, sondern aufwärts führen. Ein Aufschwung kündigt sich an, der nun in der dritten Durchführung ab Takt 73 mit einem Basseinsatz des Themas in Angriff genommen wird. Kraftvoll ausholend dehnt der fortissimo und oktavverdoppelt auf G einsetzende Bass den Anfangston auf die doppelte Länge, bevor die aufsteigenden Quartsprünge beginnen. Es werden jetzt jedoch nicht nur drei Quartsprünge, sondern deren sechs aufeinander getürmt. Auch wird aus der Abwärtsbewegung am Ende des Themas durch rhythmische Verkürzung eine nur noch periphere Unterbrechung des schrittweise bis zum des weitergeführten Anstiegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Kraftakt wirkt der Rest der dritten Durchführung und das anschließende Zwischenspiel eher als Verschnaufpause, bevor ein Crescendo die vierte und letzte Durchführung vorbereitet, die wiederum mit einem oktavverdoppelten Basseinsatz (auf&amp;amp;nbsp;Es) beginnt und die folgenden Einsätze im Alt (Es) und Sopran (As) in Engführung aufeinander schichtet. Die aufsteigenden Quarten des Sopraneinsatzes werden rhythmisch gedrängt und nach oben weitergeführt. Der dann folgende mit einem Triller ausgeschmückten Dominantseptakkord führt jedoch nicht zur Tonika As-Dur. Stattdessen bleibt der Klang des Dominantseptakkords über viereinhalb Takte stehen (Pedal), anfangs noch mit einem leiser werdenden ab- und aufsteigenden Arpeggio belebt, dann nur noch statisch ausgehalten. Schließlich erfolgt mittels enharmonischer Umdeutung eine Auflösung in den [[Quartsextakkord]] von g-Moll. Jürgen Uhde schreibt hierzu: „…&amp;amp;nbsp;in einem furchtbaren Schwächeanfall, im Sturz in die schäumende g-Moll-Tiefe wird alle bisherige Anstrengung des 1.&amp;amp;nbsp;Fugenteils jäh zunichte.“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhde-554&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Uhde:&#039;&#039; Beethovens Klaviermusik&#039;&#039;. Band 3, S. 554.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;L’istesso tempo di Arioso&#039;&#039;, Ermattet, klagend, &#039;&#039;Perdendo le forze, dolente&#039;&#039;, Takt 114 bis 135 ===&lt;br /&gt;
„Die Variation des Ariosos, der 2. Adagio-Teil, steht um einen halben Ton tiefer als der erste &#039;&#039;klagende Gesang&#039;&#039;. Dieser ‚Fall‘ unterstreicht die Tiefe der Depression, die auch in dem Zusatz ‚ermattet klagend‘ zum Ausdruck kommt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhde-554&amp;quot; /&amp;gt; Die „Ermattung“, der „Verlust der Kraft (perdendo le forze)“ wird in einer erheblich verstärkten „Zerstörung“ des metrischen Ablaufs deutlich. Bis auf wenige Ausnahmen stellt sich die Stimme der rechten Hand gegen die weiterhin in Sechzehnteln durchlaufende Begleitung. Die Seufzer der Melodie werden durch Pausen ([[suspiratio]]) unterbrochen und dadurch in ihrer Ausdrucksintensität verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Abschnitts –&amp;amp;nbsp;ab Takt 129&amp;amp;nbsp;– erscheinen die Seufzer nur noch als ersterbende Zweiunddreißigstel-Fetzen auf dem jeweilig dritten „Triolen-Sechzehntel“. Die Töne der abschließenden Kadenz tropfen matt auf dieser unbetonten Zählzeit dahin und auch der überraschend in tiefer Lage auftauchende G-Dur-Dreiklang wird als drittes Triolensechzehntel notiert. „Dieser Rhythmus ist als solcher nicht mehr hörbar zu machen, weil man eine Pause nicht marcato spielen kann; nur so wäre ja die Rolle des 3.&amp;amp;nbsp;Sechzehntels zu artikulieren. Es ist ein willenloser, fast ein Todesrhythmus.“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhde-557&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Uhde: &#039;&#039;Beethovens Klaviermusik&#039;&#039;. Band 3, S. 557&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein allmähliches Crescendo des zehnmal angeschlagenen G-Dur-Dreiklangs, „der wie Glocken hallt“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhde-557&amp;quot; /&amp;gt; signalisiert die allmähliche Rückkehr zum Leben, die sich in dem aufsteigenden gebrochenen G-Dur-Dreiklang und dem Anfang des folgenden fugierten Teils fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;L’istesso tempo della Fuga, poi a poi di nuovo vivente&#039;&#039;, Nach und nach wieder auflebend, Takt 136 bis 168 ===&lt;br /&gt;
Die Fuge setzt in zweifacher Hinsicht als Umkehrung ein: das Thema tritt nun in der Form absteigender Quarten (D–A; C–G; H–Fis), abgeschlossen durch einen kurzen Anstieg, auf, und der Stimmeneinsatz erfolgt ebenfalls umgekehrt: der Sopran eröffnet, es folgen Alt und Bass. Von Takt&amp;amp;nbsp;152 an ändert sich mit der Tonart (nun g-Moll) auch die Art der kontrapunktischem Arbeit: Das –&amp;amp;nbsp;nun wieder aufsteigende&amp;amp;nbsp;– Fugenthema wird rhythmisch verkleinert und jetzt mit Achteln und Sechzehnteln notiert. In dieser Gestalt wird es in Unter- und Mittelstimme mehrfach enggeführt, während in der Oberstimme eine rhythmische Vergrößerung mit über die Taktgrenzen hinweg gebundenen Noten (im Gesamtwert punktierter Halber) erklingt. Dabei wird die Intervallstruktur mitunter leicht variiert. So tritt das Thema etwa schon in Takt 153 (im Alt) mit aufsteigenden Terzen anstelle der Quarten auf. Ab der 2.&amp;amp;nbsp;Hälfte von Takt 160 erscheint die Vergrößerung des Themas oktaviert im Bass, während die Oberstimmen die Verkleinerung abwechselnd in Sexten und Terzen parallel führen. Dabei findet eine zunehmende thematisch-motivische Reduktion statt, die schließlich so weit führt, dass in den Schlusstakten dieses Abschnitts (166 und 167) gegen die im Bass fortgeführte Themenvergrößerung in Alt und Sopran lediglich noch ein Dialog wechselnd ab- und aufsteigender Quarten übrig bleibt, wobei diese jeweils synkopisch vor der Zeit einsetzen und damit die metrische Struktur verunklaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Meno Allegro&#039;&#039;. Etwas langsamer, Takt 168 bis 213 ===&lt;br /&gt;
Die Vortragsbezeichnung „Etwas langsamer“ ist in diesem Abschnitt irreführend, denn wegen des Wechsels zu kürzeren Notenwerten (Sechzehntel statt Achtel) wird real eine Steigerung des Tempos hörbar. Das zunächst bestimmende Motiv ist eine erneute Beschleunigung und Komprimierung des Fugen-Themas: auf (nur noch) zwei aufsteigende Quarten (Es–As; G–C) folgt ein kurzer Abstieg (B–As–G). Mit dieser komprimierten Form des Themas kontrapunktiert die rechte Hand die normal mit punktierten Vierteln in Takt 170 einsetzende Umkehrform des Themas in der linken Hand. Dabei passt die komprimierte Form vollständig auf je eine Note des „Umkehrthemas“. Diese Stelle ist für den Pianisten sehr schwer auszuführen, weil das komprimierte Thema mit der rechten Hand abwechselnd im Diskant und (übergreifend) im Bass gespielt werden muss, was eine versierte Sprungtechnik erfordert, umso mehr als zusätzlich „nach und nach wieder geschwinder“ in den Noten steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Durchlaufen all dieser satz- und spieltechnischen Komplikationen wird in Takt 174 „mit dem Erreichen der Grundtonart As-Dur und dem [oktavierten] Basseintritt des Themas in der Grundgestalt der Sieg errungen. Die Fuge wird zum akkordischen, von rauschender [Sechzehntel-] Figuration belebten Klaviersatz, das Thema zum Hymnus; mit dreimaliger steigernder Sequenz schließt das Werk triumphierend ab“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reclam&amp;quot; /&amp;gt; und zwar im &#039;&#039;Fortissimo&#039;&#039; nach einem über fünf Takte und mehr als fünf Oktaven ab- und aufsteigenden arpeggierten As-Dur-Dreiklang mit einem vollgriffigen Akkord im Sechs-Oktaven-Abstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen und Kommentare ==&lt;br /&gt;
* Das Fehlen einer Widmung gab zu der Vermutung Anlass, dass der musikalische Inhalt des Werkes zu persönlich sei, um die Zueignung an einen anderen zu gestatten. Es wurde die Ansicht vertreten, die Sonate sei (ähnlich wie der [[15. Streichquartett (Beethoven)#Dritter Satz|3. Satz aus dem Streichquartett op. 132]]) als „Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit“ aufzufassen. Beethoven hatte in dieser Zeit ein rheumatisches Fieber und eine Gelbsucht durchgemacht, und es ist möglich, dass die Eintragungen im Notentext des dritten Satzes („perdendo le forze, dolente“ und „poi a poi di nuovo vivente“) im Zusammenhang mit diesen persönlichen Drangsalen und ihrer Überwindung stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reclam&amp;quot;&amp;gt;Werner Oehlmann (Hrsg.): &#039;&#039;Reclams Klaviermusikführer&#039;&#039;. Stuttgart 1968, ISBN 3-15-010112-3, Band 1, S. 747–751&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jörg Demus]]: „Es ist das Einzigartige an dieser Sonate, dass sie unter Umgehung des Intellekts ihre Botschaft dem miterlebenden Hörer und Spieler direkt verkündet […]. Der Inhalt schafft sich seine eigene, nie dagewesene, unwiederholbare Form. Daraus möchte ich […] Berechtigung und Ermutigung ableiten, op. 110 ausnahmsweise nicht formal zu entschlüsseln.“ Am Ende seiner rein [[Hermeneutik|hermeneutischen]] Beschreibung konstatiert er: „Ich bin mir bewußt, daß das Gefäß des op. 110 zu weit ist, als daß sein Inhalt, wie ich es eben versuchte, in Worten nacherzählt werden könnte. So schlage ich vor, jeder lege ein Stück von sich selbst in dieses Werk, folge nur einigermaßen seinen [[Peripetie]]n: Von der Unschuld des Anfangs über Zwist und Streit, Klage, Leid und Verzagen zu mutigem Aufschwung durch die Kraft des Geistes. Ja, das scheint mir der Grund für die erschütternde, erhebende Wirkung von op. 110 zu sein: Der Triumph des Geistes.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Badura-Skoda]], [[Jörg Demus]]: &#039;&#039;Die Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven&#039;&#039;. Wiesbaden 1970, ISBN 3-7653-0118-3, S. 200 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klangbeispiele ==&lt;br /&gt;
* Satz I (Moderato Cantabile Molto Espressivo) – {{Audio|Ludwig van Beethoven - sonata no. 31 in a flat major, op. 110 - i. moderato cantabile molto espressivo.ogg|Anhören}}&lt;br /&gt;
* Satz II (Allegro Molto) – {{Audio |Ludwig van Beethoven - sonata no. 31 in a flat major, op. 110 - ii. allegro molto.ogg|Anhören}}&lt;br /&gt;
* Satz III (Adagio, ma non Troppo) – {{Audio |Ludwig van Beethoven - sonata no. 31 in a flat major, op. 110 - iii. adagio, ma non troppo.ogg|Anhören}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Kaiser]]: &#039;&#039;Beethovens 32 Klaviersonaten und ihre Interpreten&#039;&#039;. Frankfurt 1979.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mauser]]: &#039;&#039;Beethovens Klaviersonaten, Ein musikalischer Werkführer&#039;&#039;. 2. Auflage. München 2008.&lt;br /&gt;
* [[Paul Badura-Skoda]], [[Jörg Demus]]: &#039;&#039;Die Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven&#039;&#039;. Wiesbaden 1970, ISBN 3-7653-0118-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Piano Sonata No. 31 (Beethoven)|Klaviersonate Nr. 31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300016883}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klaviersonate von Ludwig van Beethoven|#31]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1821]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.95.188.5</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Datei:Humboldt-Haus.jpg&amp;diff=975486</id>
		<title>Datei:Humboldt-Haus.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;194.95.188.5: /* Beschreibung, Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung, Quelle ==&lt;br /&gt;
{{Information&lt;br /&gt;
|Beschreibung = Gedenktafel für den ehemaligen Standort des Geburtshauses von Alexander von Humboldt in Berlin-Mitte, Jägerstraße 22-23; von Fritz Cremer (1906-1993) aus dem Jahre 1954.&lt;br /&gt;
|Quelle = selbst fotografiert&lt;br /&gt;
|Urheber = [[Benutzer:44Pinguine|44Pinguine]]&lt;br /&gt;
|Datum = Mai 1998&lt;br /&gt;
|Genehmigung = &lt;br /&gt;
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|Anmerkungen = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/2.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Xopen</title>
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		<updated>2008-08-14T14:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;194.95.188.5: AZ: Weiterleitung nach X/Open erstellt&lt;/p&gt;
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		<author><name>194.95.188.5</name></author>
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