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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Reinhart_der_%C3%84ltere&amp;diff=1825429</id>
		<title>Hans Reinhart der Ältere</title>
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		<updated>2025-03-14T16:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: /* Weblinks */ funktioniert nicht mehr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:HRDreifaltigkeitsmedailleGold.jpg|mini|Dreifaltigkeitsmedaille mit [[Feuervergoldung|feuervergoldeter]] Vorderseite (Leipzig 1544), ausgestellt im [[Trierer Dom]] (Domschatz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans reinhardt, medaglia argentea della trinità, 1544.JPG|mini|Dreifaltigkeitsmedaille (1544)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hans Reinhart der Ältere&#039;&#039;&#039; (* um 1510 vermutl. in [[Dresden]] oder [[Torgau]] oder [[Wittenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=L. Forrer | Titel=Biographical Dictionary of Medallists | TitelErg=Reinhard, Hans in: Volume V | Verlag=Spink &amp;amp; Son Ltd | Ort=London | Jahr=1912 | Seiten=76 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=L. Forrer | Titel=Biographical Dictionary of Medallists | TitelErg=Reinhard, Hans in: Volume VIII | Verlag=Spink &amp;amp; Son Ltd | Ort=London | Jahr=1930 | Seiten=155 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[25. Januar]] [[1581]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Medailleur]] und [[Goldschmied]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wirken von Hans Reinhart dem Älteren ist von 1535 bis 1581 belegt. Er war zunächst als Kunsttischler in Halle tätig. 1535 lieferte er die Vorlagen für die von [[Paul Speck (Baumeister)|Paul Speck]] gefertigten Porträtmedaillons am Hauptportal des [[Wendelstein (Treppe)|Großen Wendelsteins]] im neuen kurfürstlich-sächsischen Residenzschloss [[Schloss Hartenfels|Hartenfels]] zu [[Torgau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1539 wurde er Bürger in Leipzig und erlangte 1547 die Aufnahme in die Leipziger Goldschmiedeinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Medaillen sind zum Teil aus den einzeln gearbeiteten Vorder- und Rückseiten zusammengefügt.&lt;br /&gt;
Ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst ist Reinharts große Dreifaltigkeitsmedaille aus dem Jahre 1544, bei der die einzelnen Teile des Reliefs eigens gearbeitet und aufgelötet sind. Unten zu den Seiten des Kruzifixes ist seine [[Münz- und Medaillensignatur|Künstlersignatur]] H–R vertieft eingearbeitet. Die auch als Moritz-Pfennig bezeichnete [[Silber]]medaille „geht auf einen Auftrag des Kurfürsten [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]] zurück, der versuchte zwischen Protestanten und Katholiken zu vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/auktionen/medaillen-der-renaissance-vorn-das-portraet-hinten-die-grazien-1895227.html Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 6. Dezember 2009, S. 65.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stellt auf der [[recto]]-Seite die Heilige Dreifaltigkeit dar und zeigt auf [[verso]] eine von zwei auf Wolken stehenden, geflügelten Engeln gehaltene lateinische Inschrift.&amp;lt;ref&amp;gt;Auktionskatalog Morton &amp;amp; Enders, London, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Hans Reinhardt}}&lt;br /&gt;
* [[Gustav Wustmann]]: &#039;&#039;Die Leipziger Goldschmiede Hans Reinhart d. Ä. u. d. J.&#039;&#039; In: Aus Leipzigs Vergangenheit. Gesammelte Aufsätze, 1885, S. 135–160.&lt;br /&gt;
* {{ADB|28|71|72|Reinhart, Hans|[[Hyacinth Holland]]|ADB:Reinhart, Hans (gest. 1581)}}&lt;br /&gt;
* Hermann Maué: &#039;&#039;Medaillen auf Albrecht von Brandenburg&#039;&#039;. In: Kontinuität und Zäsur – Ernst von Wettin und Albrecht von Brandenburg. Göttingen 2005.&lt;br /&gt;
* Kathrin Meukow: &#039;&#039;Hans Reinhart. Das Entstehen einer neuen Kleinkunst am Anfang des 16. Jahrhunderts&#039;&#039;. Unveröff. Magisterarbeit Halle, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://collections.vam.ac.uk/name/reinhart-hans-the-elder/11559/ Reinhart, Hans (the Elder)] in der Sammlung des [[Victoria und Albert Museum]]s&lt;br /&gt;
* [http://www.smb.museum/ikmk/object.php?objectNR=0 Reinhart d. Ä., Hans] im Münzkabinett Berlin&lt;br /&gt;
* [https://thue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=112 Medaille auf Sündenfall und Erlösung]&lt;br /&gt;
* [http://www.coinarchives.com/w/results.php?search=hans+reinhart&amp;amp;s=0&amp;amp;results=100 Hans Reinhart d.&amp;amp;nbsp;Ä.] bei CoinArchives.com&lt;br /&gt;
* [http://bavarikon.de/object/bav:SMM-DDD-00000B3D00000004?cq=Dreifaltigkeitsmedaille&amp;amp;p=-1 Reinhart, Hans (der Ältere): Dreifaltigkeitsmedaille des Herzogs Moritz von Sachsen zur Versöhnung der beiden Konfessionen von 1544 - 3D-Digitalisat im Kulturportal bavarikon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138455074|VIAF=89994149}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinhart, Hans der Altere}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medailleur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldschmied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1581]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinhart, Hans der Ältere&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Medailleur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1510&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=unsicher: [[Dresden]] oder [[Torgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1581&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
	</entry>
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		<title>Hans Neumeister</title>
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		<updated>2025-03-14T15:37:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans Neumeister&#039;&#039;&#039; (* [[28. Oktober]] [[1908]] in [[Reudnitz (Leipzig)]]; † [[1996]] in [[Weimar]]) war ein [[deutscher]] ehemaliger politischer Häftling des [[KZ Buchenwald]] und nach 1945 Führer durch die [[KZ Buchenwald|Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald]] (NMG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensdaten ==&lt;br /&gt;
Neumeister war von Beruf Buchdrucker. 1929 trat er in die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] ein. Bereits 1931 wurde er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 14 Monaten Festungshaft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;röll&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Röll: [https://books.google.de/books?id=M5h8XPCzenMC&amp;amp;lpg=PA218&amp;amp;ots=VKMmg3zsbv&amp;amp;dq=%22Hans+Neumeister%22+Buchenwald&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA218#v=onepage&amp;amp;q=%22Hans%20Neumeister%22&amp;amp;f=false &#039;&#039;Deutsche Sozialdemokraten im Konzentrationslager Buchenwald. 1937–1945.&#039;&#039;] Wallstein Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-417-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neumeister wurde wegen illegaler [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|politischer Widerstandstätigkeit]] verhaftet und von 1935 an für drei Jahre im Zuchthaus Waldheim inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hochmuth, Gerhard Hoffmann (Hrsg.): {{Webarchiv|url=http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/820/pdf/Texte35.pdf |wayback=20131110193758 |text=&#039;&#039;Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen. Lebensbilder&#039;&#039;}} (= &#039;&#039;Rosa-Luxemburg-Stiftung. Texte.&#039;&#039; Bd. 35; PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB). Karl-Dietz-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-320-02100-9, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 13. Januar 1938 wurde Neumeister als [[Schutzhaft|„Schutzhäftling“]] mit der Häftlingsnummer 2.324 in das KZ Buchenwald überstellt. Dort wurde er als [[Kapo (KZ)|Kapo]] in der Häftlings[[Geschäftszimmer|schreibstube]] eingesetzt. Hier änderte er im Auftrag des illegalen Buchenwaldkomitees [[Identität]]en von Häftlingen, die dadurch vor ihrer bevorstehenden Ermordung bewahrt wurden. Indem Lebende die Namen von Verstorbenen bekamen, konnten sie gerettet werden. Das war nur möglich in Zusammenarbeit mit Vertrauten aus dem Häftlingskrankenbau, die Namen von Verstorbenen zu registrieren hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumeister gehörte zu den 46 Häftlingen, die im April 1945 von der [[Schutzstaffel|SS]] ermordet werden sollten und deshalb von Kameraden versteckt worden sind. Nach der Errichtung der NMG Buchenwald betreute er bei Führungen Besuchergruppen durch das ehemalige Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Koch, Udo Wohlfeld: &#039;&#039;Das deutsche Buchenwaldkomitee. Die Periode von 1945 bis 1958&#039;&#039; (= &#039;&#039;Gesucht.&#039;&#039; Bd. 7). 2., korrigierte Auflage. Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten u. a., Weimar 2010, ISBN 978-3-935275-14-9, S. 187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 war er Kaderleiter im Arbeitsamt Weimar und Mitglied der Kreiskommission der VdN Weimar. Von 1950 bis 1954 war er als Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Handel und Versorgung beschäftigt. 1955 bis 1969 war er als Arbeitsökonom im VEB Talsperrenbau Weimar tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;röll&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1026397359|VIAF=268698986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neumeister, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionshäftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neumeister, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher politischer KZ-Häftling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reudnitz (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Leopold&amp;diff=2532007</id>
		<title>Hans Leopold</title>
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		<updated>2025-03-14T15:15:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans Leopold&#039;&#039;&#039; (* [[5. März]] [[1886]] in [[Kościerzyna|Berent]], [[Westpreußen]]; † nach [[1945]]&amp;lt;!--bitte belegen: 16. November 1975--&amp;gt;) war ein deutscher [[Reichsgerichtsrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leopold war der Sohn eines [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungs-]] und Steuerrats. Er legte 1904 am [[Akademisches Gymnasium Danzig|Städtischen Gymnasium in Danzig]] das Abitur ab und studierte [[Rechtswissenschaft]]en an den Universitäten [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quart-Katalog&amp;quot;&amp;gt;Quart-Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek {{Webarchiv|text=Karten-Nr. 45620149 |url=http://quart_ifk.bsb-muenchen.de/ifk_quart//jsp/imageAnz.jsp?Display=ImageCard&amp;amp;ImageID=45620149&amp;amp;Lang=de |archive-is=20130206164133}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bestand die erste juristische [[Staatsexamen|Staatsprüfung]] 1907 und die zweite 1912 jeweils mit der Note „gut“. Am 1. Juni 1914 wurde er Amtsrichter am [[Amtsgericht Ueckermünde]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er [[Leutnant]] der Reserve. Am 31. März 1921 wurde Leopold zum [[Freie Stadt Danzig|Danziger Justizdienst]] beurlaubt und am 16. September 1921 in den Danziger Staatsdienst als [[Landgerichtsrat]] am [[Landgericht Danzig]] übernommen. [[Oberlandesgerichtsrat]] am [[Oberlandesgericht Marienwerder]] wurde er 1928. Mit der Einführung der preußischen Beamtendienststrafordnung&amp;lt;ref&amp;gt;BDStO vom 27. Januar 1932 ([[Preußische Gesetzessammlung|GS]] S. 29).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1932 ernannte man ihn zum richterlichen Beisitzer einer Dienststrafkammer.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Zilch/Bärbel Holtz (Bearb.): &#039;&#039;Protokolle des Preußischen Staatsministeriums.&#039;&#039; Band 12/II (1925–1938), S. 630 ([http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2012-2.pdf PDF-Datei; 2,14 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.534.561).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25570197&amp;lt;/ref&amp;gt; Von November 1935 bis Juni 1936 war er Mitarbeiter und kommissarischer [[Blockleiter]] in Marienwerder, seit Mai 1937 Blockhelfer und stellvertretender Blockleiter. Am 1. Juli 1936 wurde er [[Kammergericht]]srat. An das [[Reichsgericht]] kam er als Hilfsrichter am 16. September 1939. Seine Ernennung zum Reichsgerichtsrat erfolgte am 1. April 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Deutsche Justiz]] 1941, S. 687.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war zuerst Mitglied im [[IV. Zivilsenat des Reichsgerichts|IV.]], dann im [[V. Zivilsenat des Reichsgerichts|V. Zivilsenat]]. 1945 war er im [[III. Zivilsenat des Reichsgerichts|III. Zivilsenat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Tatbestande der strafbaren Untreue.&#039;&#039; Dissertation, Heidelberg 1908, Breslau 1908.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quart-Katalog&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Kaul]]: &#039;&#039;Geschichte des Reichsgerichts.&#039;&#039; Band IV (1933–1945), Ost-Berlin 1971, S. 278f.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Rottleuthner]]: &#039;&#039;Karrieren und Kontinuitäten deutscher Justizjuristen vor und nach 1945.&#039;&#039; Berlin 2010, S. 187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=173865232|VIAF=109606996}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leopold, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Amtsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht Marienwerder)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Kammergericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leopold, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kościerzyna|Berent]], [[Westpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<title>Günther Selichar</title>
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		<updated>2025-03-14T13:53:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Günther Selichar by Thomas Smetana, Linz.jpg|mini|Günther Selichar (2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Günther Selichar&#039;&#039;&#039; (* [[1960]] in [[Linz]]) ist [[österreich]]ischer [[Bildende Kunst|bildender Künstler]] ([[Medienkunst]], [[Kunst im öffentlichen Raum|öffentlicher (medialer) Raum]], [[Fotografie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Günther Selichar studierte [[Kunstgeschichte]] und klassische [[Archäologie]] von 1979 bis 1986 an der [[Universität Salzburg]] und am Art Institute of Chicago (Fulbright-Stipendium), entschied sich jedoch das Studium kurz vor Ende nicht abzuschließen um sich auf seine künstlerische Tätigkeit zu konzentrieren. Er war 2007 bis 2013 Professor für Medienkunst an der [[Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig]] und gründete dort die Klasse für Mass Media Research und Kunst im medialen öffentlichen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hgb-leipzig.de/index.php?a=person&amp;amp;b=mitarb&amp;amp;&amp;amp;id=191 Homepage der HGB Leipzig]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beschäftigt sich in dokumentarischer Weise mit apparativen und technologischen Aspekten von (Massen)Medien und zeigt dies u.&amp;amp;nbsp;a. in Serien abstrakter Fotografie. Ebenso führt er Interventionen im öffentlichen Raum durch, wie im massenmedialen Raum des Fernsehens, auf Billboards oder Urban Screens, in Printmedien etc. (USA, China und verschiedene europäische Länder).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/works-public-media-space/ https://selichar.net/works-public-media-space/]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Kunsttheorie|kunsttheoretische]] Arbeit befasst sich mit Fragen von Kunst und Massenmedien, öffentlichem Raum, Fotografie oder analoger und digitaler Medien.&amp;lt;ref&amp;gt; Günther Selichar, Mass Media Research and Art in Public Media Space. In: G. Selichar (Hrsg.), Henrik B. Andersen, Claudia Tittel: &#039;&#039;editing spaces. reconsidering the public&#039;&#039;. (Jena: Arte Fakt Verlagsanstalt 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelausstellungen seit 1984 (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig [[Wien]] / [[Rupertinum]], [[Salzburg]] / [[Galerie Thaddaeus Ropac]], Salzburg (1986, 1990, 1993) / [[Fotohof]], Salzburg (1983, 1990, 1996) / Galerie Maerz, Linz / Ricky Renier Gallery, Chicago (1988, 1990) / [[Salzburger Kunstverein]] / Galleria del Cortile, [[Rom]] / Neue Galerie der Stadt Linz / Peter Kilchmann Galerie, [[Zürich]] / Espai Lucas, [[Valencia]] (1994, 1995, 2001) / Galerie Latal, Zürich / Galerie Karin Sachs, [[München]] (1999, 2002, 2005, 2010*) / [[Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum]], [[Innsbruck]] / [[Kunsthaus Bregenz]], Billboards / [[Kunsthalle Wien]], Project Space* / Kammerhofgalerie, [[Gmunden]] / Oö. Landesgalerie [[Linz]]* / Creative Time, [[New York City]] / [[Tufts University]] Art Gallery, Medford, [[Boston]] / Kunstverein Medienturm, [[Graz]] (2001, 2006) / Galerie Lindner, Wien (2007, 2008, 2014*) / artmark galerie, Wien* / Fotogalerie Wien*, [[Museum der Moderne Salzburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museumdermoderne.at/ausstellungen/detail/guenther-selichar-schirmherrschaft/ https://www.museumdermoderne.at/ausstellungen/detail/guenther-selichar-schirmherrschaft/]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/solo-exhibitions/ https://selichar.net/solo-exhibitions/]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Camera Austria, Graz&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://camera-austria.at/ausstellungen/guenther-selichar-sub-texte/|website=Camera Austria|title=Günther Selichar. SUB / TEXTE|access-date=2023-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppenausstellungen seit 1990 (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
Galerie der Stadt Prag; Kunstverein Hamburg, Deichtorhallen; Fotomuseum Winterthur; Sala Parpalló, València; Kunstverein/Schirn Kunsthalle Frankfurt; Saint Gervais, Genéve; Rencontres de la Photographie, Arles; Museum Folkwang, Essen; Finnish Museum of Photography, Helsinki; ICA, Philadelphia; Fundacão Gulbenkian, Lisboa; Centro de la Imagen, Mexiko-Stadt; Exit Art, New York; Apexart, New York; Central Museum Utrecht*; La Biennale di Venezia/Mostra Cinematografica*; Walker Art Center, Minneapolis*; Nikolaj Center of Contemporary Art, Copenhagen*; The Museum of Contemporary Art|Chicago Filmmakers, Chicago*; European Media Art Festival, Osnabrück*; New York Video Festival*; Sammlung Falckenberg, Hamburg*; Galerie im Taxispalais, Innsbruck; Eastlink Gallery, Shanghai; Museum der Moderne, Salzburg; Pratt Manhattan Gallery, New York; NGBK, Berlin; Lentos Kunstmuseum, Linz; Aarhus Kunstbygnings, Aarhus*; Arti et Amicitiae, Amsterdam; Cornerhouse, Manchester; Thessaloniki International Film Festival, Thessaloniki*; Camera Austria/Kunsthaus Graz; Halle 14, Baumwollspinnerei Leipzig*; Ljubljana Film Festival*; Ljubljana Film Festival*; 21er Haus, Belvedere, Wien*, Grassimuseum für Angewandte Kunst, Leipzig; Filmmaker Festival, Milano*; Kunsthalle Mainz*; Galerie Thoman, Wien*; Albertina, Wien*; MAK, Wien; Museo d&#039;Arte Moderna Ugo Carà, Muggia/Trieste*,musa, Wien; neue Galerie für Zeitgenössische Kunst, Häselburg, Gera.; Museum Sinclair-Haus – Stiftung Nantesbuch, Bad Homburg v. d. Höhe*; Artmark Galerie, Wien; Museum Liaunig, Neuhaus.; Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg; Sammlung Spallart, Salzburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/group-exhibitions/ https://selichar.net/group-exhibitions/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;quot;*&amp;quot; gekennzeichnete Ausstellungen beinhalten Kooperationen mit seiner Frau Loredana Flore-Selichar (*&amp;amp;nbsp;1962 in Rom), wie zum Beispiel &amp;quot;GT Granturismo&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/gt-granturismo/ https://selichar.net/gt-granturismo/]&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;quot;Fotogramm&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/photograms/ https://selichar.net/photograms/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fotohof.at/content.php?id=24&amp;amp;ausstellung=155&amp;amp;details=1 http://www.fotohof.at/content.php?id=24&amp;amp;ausstellung=155&amp;amp;details=1]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre und Vorträge ==&lt;br /&gt;
* Professor für Medienkunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, 2007–2013&lt;br /&gt;
* Schule für Dichtung, Virtuelle Akademie www.sfd.at, Leitung Visuelle Klasse, in Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste, Wien 2000 + 2001&lt;br /&gt;
* Lehrauftrag »Neue Medien«, Universität Mozarteum, Salzburg 2002–2007&lt;br /&gt;
* Gastprofessor, The Royal Danish Academy of Fine Arts, Copenhagen, 2003&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, The Royal Danish Academy of Fine Arts, Copenhagen, 2008&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, Vilnius Academy of Arts, Vilnius 2010&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, [[German University in Cairo]] (GUC) 2012&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, Staatliche Ivan-Fjedorow-Universität für Druckwesen, Moskau 2012&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, Vilnius Academy of Arts, Vilnius 2014&lt;br /&gt;
* Visiting Professor, [[Universität für Angewandte Kunst Wien]], 2014/15&lt;br /&gt;
* Gastprofessor, [[Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz|Kunstuniversität Linz]], Experimentelle Gestaltung 2015–17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er referierte unter anderem an folgenden Orten: Universität für Angewandte Kunst, Wien; School of Visual Arts, New York; Hochschule für Gestaltung, Zürich; Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe; Institute Of Contemporary Art, Philadelphia; Kunsthaus Bregenz; Royal College, London; Byam Shaw School of Art, University of the Arts, London; Massachusetts Institute of Technology&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ocw.mit.edu/courses/architecture/4-303-the-production-of-space-art-architecture-and-urbanism-in-dialogue-fall-2006/lecture-notes/ Video des Vortrags online]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Cambridge; Urban Screens Conference, Cornerhouse, Manchester; Folkwang Universität der Künste, Essen; Hochschule für Gestaltung, Offenbach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://selichar.net/biography/lectures/lectures/ |wayback=20130913131730 |text=lectures}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; Gallery 21, Moskau; City Visions Jena, Bauhausuniversität Weimar; Kunstuniversität Linz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/teaching-positions-lectures/ https://selichar.net/teaching-positions-lectures/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Günther Selichar spielte Konzerte in Österreich, [[Deutschland]], [[Italien]] und der [[Türkei]] und wirkte auf den folgenden Veröffentlichungen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/music/ https://selichar.net/music/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Call Boys Inc. (mit [[Klaus Dickbauer]] – Reeds, [[Wolfgang Mitterer]] – electronics, Gunter Schneider – guitars, Günther Selichar – percussion)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moers-music.com/search?q=call%20boys%20Incorporated Call Boys Inc auf der Page des Labels]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* call boys inc., Astrologia Mundi, Edition Audiokassette, ORF, Salzburg/Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg 1986.&lt;br /&gt;
* call boys inc. 1, lp | cd, Moers Music 02068, Germany 1988&lt;br /&gt;
* call boys inc. 2, cd, Olongapo 002, Austria 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere:&lt;br /&gt;
* 5. Komponistenforum Mittersill, cd ein klang records, Austria 2001&lt;br /&gt;
* Klaus Dickbauer – solo works ‘89 – ’93, pao records 1004, 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1990 [[Österreichischer Kunstpreis für Künstlerische Fotografie|Würdigungspreis für Künstlerische Fotografie]] des [[Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur|Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
* 1997 Staatsstipendium für Künstlerische Fotografie&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/biography/ https://selichar.net/biography/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1997 Förderungspreis für Bildende Kunst der Stadt Wien&lt;br /&gt;
* 2001 Oberösterreichischer Landeskulturpreis für künstlerische Fotografie&lt;br /&gt;
* 2004 Kunstwürdigungspreis für Bildende Kunst der Stadt Linz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.medienkunstnetz.de/kuenstler/selichar/biografie/ Biographie auf Medienkunstnetz.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Diverse Auszeichnungen beim Österreichischen Grafikwettbewerb, Innsbruck und zahlreiche Stipendien im In- und Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Monografien ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Breicha]], [[Thomas Zaunschirm]]: Günther Selichar. &#039;&#039;Nächtliches Realitätenbüro&#039;&#039;. (Wien: Molotov, 1984).&lt;br /&gt;
* [[Peter Baum (Künstler)|Peter Baum]], [[Dieter Ronte]]: Günther Selichar. &#039;&#039;Liebe macht blind&#039;&#039;. (Salzburg: Edition Galerie Thaddaeus Ropac, 1990).&lt;br /&gt;
* Peter Baum, [[Uli Bohnen]], [[Christoph Doswald]]: Günther Selichar. &#039;&#039;Multiple Choice&#039;&#039;. (Linz: Neue Galerie der Stadt Linz|Wolfgang-Gurlitt-Museum, 1992).&lt;br /&gt;
* Uli Bohnen, Christoph Doswald, [[Walter Seitter]]: Günther Selichar. &#039;&#039;Suchbilder&#039;&#039; (Salzburg | València, 1993/94).&lt;br /&gt;
* [[Carl Aigner]], Robert C. Morgan: Günther Selichar. &#039;&#039;Sources&#039;&#039;. (Steyr | València | Salzburg, 1995/96).&lt;br /&gt;
* [[Hubertus von Amelunxen]], Robert C. Morgan, Urs Stahel: Günther Selichar. &#039;&#039;Screens, cold&#039;&#039;. (Wien: Triton, 2001).&lt;br /&gt;
* [[Martin Hochleitner]] (Hrsg.), [[Alexander Horwath]], Marc Ries, Dieter Ronte, Marie Röbl, Birgit Sonna: Günther Selichar. &#039;&#039;Third Eye&#039;&#039;. (Linz | Salzburg: Oö.Landesgalerie | Fotohof &#039;&#039;edition&#039;&#039; 37, 2004).&lt;br /&gt;
* [[Dieter Buchhart]]: Archäologische Arbeit hinter der Fassade einer medialen Bildproduktion. Gespräch mit Günther Selichar. In: [[Kunstforum International]] 174. (Ruppichteroth: Kunstforum, 2005).&lt;br /&gt;
* Uli Bohnen, Dieter Buchhart, Christoph Doswald, Ruth Horak, Kathy Rae Huffman, Robert C. Morgan, Marc Ries, Dieter Ronte, Amy Ingrid Schlegel, Günther Selichar, Franz Thalmair, Claudia Tittel: Günther Selichar. Who’s Afraid of Blue, Red and Green? (1990–2017). (Wien: Verlag für Moderne Kunst, 2017)&lt;br /&gt;
(Die grafische Gestaltung von [[Florian Lamm]] wurde mit dem &amp;quot;Preis des Bürgermeisters der Stadt Brünn&amp;quot; bei der 28. Grafikbiennale Brno 2018 ausgezeichnet und das Buch wurde auf die Shortlist der schönsten Bücher in der Sektion &amp;quot;Kunstbücher&amp;quot; 2018 der [[Stiftung Buchkunst]], Frankfurt gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://selichar.net/whos-afraid-of-blue-red-and-green-1990-2017/regular-edition/?wb_img=werkbeispiel.2017-10-02.5020809265 https://selichar.net/whos-afraid-of-blue-red-and-green-1990-2017/regular-edition/?wb_img=werkbeispiel.2017-10-02.5020809265]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Ruth Horak: Günther Selichar, No Media Beyond This Point, Fotobuch 62. (Wien: Fotogalerie Wien, 2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.selichar.net Homepage des Künstlers]&lt;br /&gt;
* [http://www.fotohof.at/content.php?id=27&amp;amp;kuenstlerid=94 Künstlerseite auf der Fotohof Homepage]&lt;br /&gt;
* Interviews mit Günther Selichar: [http://brg.selichar.net/interview.html 1] [http://selichar.net/biography/interview 2]&lt;br /&gt;
* [http://ocw.mit.edu/courses/architecture/4-303-the-production-of-space-art-architecture-and-urbanism-in-dialogue-fall-2006/lecture-notes/ Videodatei des Vortrags &amp;quot;Who&#039;s afraid of blue, red and green?&amp;quot; von Günther Selichar, Diskussion gemeinsam mit Ute Meta Bauer am Massachusetts Institute of Technology am 9. November 2006.]&lt;br /&gt;
* [http://www.kunstforum.de/kuenstler.asp?pid=4496 Links und Info zu Günther Selichar auf der Kunstforum Seite]&lt;br /&gt;
* Brainard Carey, Interview Günther Selichar, Yale University Radio WYBCX, 17. November 2015; [http://museumofnonvisibleart.com/interviews/gunther-selichar/ http://museumofnonvisibleart.com/interviews/gunther-selichar/ ]&lt;br /&gt;
* Martín Volman, ¿Quién le teme al azul, rojo y verde?: Una conversación con Günther Selichar, jaquealarte 01/02/2016, Buenos Aires, [http://jaquealarte.com/2016/02/01/quien-le-teme-al-azul-rojo-y-verde-una-conversacion-con-gunther-selichar/ http://jaquealarte.com/2016/02/01/quien-le-teme-al-azul-rojo-y-verde-una-conversacion-con-gunther-selichar/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119084813|LCCN=nr98026838|VIAF=74149196438474791184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Selichar, Gunther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotokünstler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Linz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HGB Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Kulturpreises des Landes Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Selichar, Günther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Fotograf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Linz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnter_Philipp&amp;diff=2641771</id>
		<title>Günter Philipp</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnter_Philipp&amp;diff=2641771"/>
		<updated>2025-03-14T13:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Günter Philipp&#039;&#039;&#039; (* [[13. September]] [[1927]] in [[Sohland an der Spree]]; † [[10. Juli]] [[2021]] in [[Weinböhla]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.musik-heute.de/22694/pianist-und-paedagoge-guenter-philipp-93-gestorben/ Musik heute vom 20. Juli 2021: &#039;&#039;Pianist und Pädagoge Günter Philipp (93) gestorben (wa)&#039;&#039;], abgerufen am 21. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Pianist]], [[Musikwissenschaftler]], [[Komponist]] und [[Maler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Philipp wuchs in [[Riesa]], [[Oppach]] und [[Bautzen]] auf. Von [[Musik]] und [[Bildende Kunst|Bildender Kunst]] angezogen, wurde er von [[Rudolf Warnecke]] im Naturstudium und im [[Aktzeichnen]] unterwiesen. In der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] beschädigte [[Zwangsarbeit]] seine linke Hand. Trotzdem wurde er 1947 in [[Leipzig]] Schüler von [[Hugo Steurer]] (Klavier) und [[Wilhelm Weismann]] (Komposition). 1948 konnte er sich an der [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Leipziger Musikhochschule]] immatrikulieren und das Studium bei [[Heinz Eberhard Strüning]] aufnehmen. Aus finanziellen Gründen musste er das Studium bereits 1949 abbrechen und sich als [[freischaffender Künstler]] in Oppach durchschlagen. Das 1953 wieder aufgenommene Studium schloss er 1956 mit dem Staatsexamen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.thomas-schinkoeth.de/SCHUBLADEN/KUENSTLER/GuentherPhilippGrenzueberschreitungen.pdf |wayback=20160304094820 |text=Thomas Schinköth}} (PDF; 70&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musiker und Klavierpädagoge ===&lt;br /&gt;
Philipp machte [[Rundfunk]]- und [[Schallplatte]]naufnahmen, gab Soloabende, wirkte als [[Liedbegleiter]], [[Kammermusik]]er und [[Solist]] in [[Orchesterkonzert]]en. Er setzte sich für zeitgenössische Musik ein und führte viele Werke zum ersten Mal auf, darunter das ihm gewidmete Klavierkonzert von [[Edisson Wassiljewitsch Denissow]] und Werke von [[Alfred Schnittke]] und [[Christfried Schmidt]]. Er edierte Klavierwerke von Denissow, [[Alexander Nikolajewitsch Skrjabin]], [[Maurice Ravel]] und [[Anatoli Konstantinowitsch Ljadow]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp war seit 1972 (vgl. Abschnitt Realsozialistische Kultur) Dozent an der [[Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden]] und gehörte zu den ersten Musikern, die in den 1960er Jahren in der DDR öffentlich die Soloimprovisation praktizierten und gründete die erste Improvisationsgruppe mit der Sopranistin [[Barbara Dollfus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Wölfer]]: &#039;&#039;Jazz in Deutschland. Das Lexikon. Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute.&#039;&#039; Hannibal, Höfen 2008, ISBN 978-3-85445-274-4, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als passionierter [[Improvisation (Musik)|Stegreifspieler]] konzertierte er oft mit [[Orchester]]- und [[Jazz]]musikern, u. a. mit [[Ute Pruggmayer-Philipp]]. Mit [[Klavierbauer]]n stand er in fachlichem Austausch. In [[Altenburg]], [[Wrocław]] und [[Bechyně]], nach 1989 auch in [[Schweden]] und [[Japan]] gab er zahllose Kurse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
Neben der Musik widmete er sich immer der Malerei und Grafik. [[Oskar Kokoschka]], [[Emil Nolde]], [[Edvard Munch]] und [[Oskar Behringer]] inspirierten ihn. Später beeinflussten ihn vor allem Eindrücke von [[Informel]] und [[Action Painting]] aus Kunstbüchern seines [[Dessau]]er Freundes [[Eberhard Dutschmann]], dessen Werke in der [[DDR]] vierzig Jahre lang verschwiegen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,355258,00.html Antonia Götsch: Der unsichtbare Wunderbare (&#039;&#039;Der Spiegel&#039;&#039;, 2006)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Realsozialistische Kultur ===&lt;br /&gt;
Immer wieder stieß Philipp an politische Grenzen. Erfolglos bewarb er sich um eine&lt;br /&gt;
Mitgliedschaft im [[Verband Bildender Künstler der DDR]]. Seine Arbeiten konnte er deshalb nur ausnahmsweise ausstellen. Von einer kurzzeitigen Ausnahme abgesehen, wurde er nicht im Angebotskatalog der [[Künstler-Agentur der DDR]] geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Mauerbau]] musste er auch in der Musik verzichten. Einladungen auf Konzerttourneen ins Ausland durfte er nicht folgen, oft nicht einmal in [[Ostblock]]länder. Die Klavierabteilung der Leipziger Musikhochschule war durch den langjährigen [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]] [[Rudolf Fischer (Musiker)|Rudolf Fischer]] und seine Schüler geprägt. Gegen solche Widerstände gelang es Philipp nicht, [[Improvisation (Musik)|Improvisation]] als Fach zu etablieren. Vergebens kritisierte er beim [[Ministerium für Kultur]] die Gepflogenheiten bei [[Berufung (Amt)|Berufungen]]. [[Werner Wolf (Musikwissenschaftler)|Werner Wolf]] setzte sich wiederholt für Philipp ein und hätte ihn gern für den Fachbereich Musikwissenschaft / Musikerziehung der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität]] gewonnen, als Nachfolger für den 1970 verstorbenen Komponisten [[Werner Richter (Komponist)|Werner Richter]]. Doch dafür hätte Philipp in die [[SED]] eintreten müssen, was für ihn nicht in Frage kam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 nahm er eine Dozentur für Klavierspiel und Improvisation an der [[Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden|Musikhochschule Dresden]] an. Erst 1990, nach der sog. [[Wende (DDR)|Wende]], wurde er zum künstlerischen [[Professor]] berufen. Als Abteilungsleiter für Klavier konnte er einige seiner Vorstellungen in der Ausbildung realisieren. Zwei Jahre später wurden sie nach seiner [[Emeritierung]] wieder abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesdeutscher Kulturbetrieb ===&lt;br /&gt;
Kaum weniger als die Beschränkungen in der DDR beklagt er Erscheinungen im heutigen Musik-&lt;br /&gt;
und Lehrbetrieb: Rigorose Ellenbogen-Mentalität, Cliquenwirtschaft, Korruption,&lt;br /&gt;
Mobbing, Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten, Diffamierung von Fachkollegen, Verweigerung von Erfahrungsaustausch, voreingenommene Prüfungsbewertungen, mangelhafte psychologische und methodische Fähigkeiten, Ablehnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und oberflächliche Karrieresucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Ehrenpräsident des Deutschen Tonkünstlerverbandes Sachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Klavier, Klavierspiel, Improvisation&#039;&#039;. VEB Deutscher Verlag für Musik, 1984 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Klavierspiel und Improvisation. Ein Lehr- und Bekenntnisbuch über musikalische, technische und psychologische Grundlagen&#039;&#039; (Interpretation, Übung, Pedal, Unterricht, Kreativität, Hygiene, Akustik, Klavierbau u. a.). Altenburg Leipzig 2003 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;bilderklang klangbilder – Malerei und Grafik&#039;&#039;, Katalog, Dresden 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilder ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vers la flamme&#039;&#039; nach Skrjabins op. 72&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hommage à Edison Denissow&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonträger ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Improvisatorische Kontraste: Solo- u. Gruppen-Improvisationen&#039;&#039;. Eterna 827574 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Klavierimprovisationen mit Ute Pruggmayer-Philipp und Günter Philipp&#039;&#039;. Berlin Classics 0032042BC&lt;br /&gt;
* [[Edisson Denissow]]: &#039;&#039;Konzert für Klavier und Orchester / Peinture&#039;&#039;. Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Leitung: [[Wolf-Dieter Hauschild (Dirigent)|Wolf-Dieter Hauschild]]. Edel Company Hamburg, Berlin Classics 9260-2&lt;br /&gt;
* [[Alexander Skrjabin]]: &#039;&#039;Klavierwerke&#039;&#039;. Edel Company Hamburg, Berlin Classics 3070-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128673281}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nmz.de/artikel/als-mensch-am-klavier Neue Musikzeitung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128673281|LCCN=n88633362|VIAF=47820118}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Philipp, Gunter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HfM Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Improvisationsmusiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Philipp, Günter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Philipp, Günther&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler, Pianist, Komponist und Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. September 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sohland an der Spree]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weinböhla]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Schreck&amp;diff=117374</id>
		<title>Gustav Schreck</title>
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		<updated>2025-03-14T13:12:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Schreck.jpg|mini|hochkant|Gustav Schreck, um 1900]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gustav Ernst Schreck&#039;&#039;&#039; (* [[8. September]] [[1849]] in [[Zeulenroda]], [[Reuß älterer Linie|Fürstentum Reuß älterer Linie]]; † [[22. Januar]] [[1918]] in [[Leipzig]], [[Königreich Sachsen]]) war ein deutscher Musikerzieher, [[Komponist]] und [[Thomaskantor]] der [[Thomaskirche (Leipzig)|Thomaskirche]] in Leipzig von 1893 bis 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schreck wurde 1849 als Sohn eines Strumpfwirkers geboren – ein damals üblicher Beruf in dieser Region des Vogtlandes. Auch die Kinder saßen am Wirkstuhl und trugen zum Unterhalt der Familie bei. Die eintönige Tätigkeit wurde im Elternhaus Schreck durch Singen bei der Arbeit aufgelockert. Die musikalischen Fähigkeiten des Kindes Gustav wurden durch Klavierunterricht früh gefördert. Von 1863 bis 1867 besuchte er das Lehrerseminar in [[Greiz]] und wurde unter Musikdirektor Urban Präfekt des Schülersingechores. Nach Abschluss der Ausbildung war er vorübergehend als Dorfschullehrer in [[Gommla]] und [[Remptendorf]] tätig, doch schon im Jahre 1868 zog er nach Leipzig, um am [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Konservatorium in Leipzig]] Musik zu studieren, unter anderem bei dem Thomaskantor [[Ernst Friedrich Richter]]. 1870 folgte der 21-Jährige seinem Bruder nach [[Wyborg]] in Finnland und unterrichtete dort als Musiklehrer vier Jahre am deutschen Gymnasium. Verheiratet mit der Dichterin Emmy Krohn kehrte er als freischaffender Komponist und Musiker 1874 nach Leipzig zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er komponierte [[Kammermusik]] und einzelne Chorsätze. In dieser Zeit entstanden auch zwei Oratorien: &#039;&#039;König Fjalar&#039;&#039; (ursprünglich von [[Johan Ludvig Runeberg]] stammend) und &#039;&#039;Christus, der Auferstandene&#039;&#039;, zu denen seine Frau die Texte verfasste. Die Uraufführungen im [[Gewandhaus]] wurden mit rauschendem Beifall bedacht. Im Jahre 1887 erhielt er als Lehrer für Theorie und Komposition einen Ruf an das von [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] gegründete Konservatorium, wo er 1898 [[Professor]] wurde und bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1917 wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1892 starb Thomaskantor [[Wilhelm Rust]] und die Stelle wurde ein Jahr lang von dem Musiklehrer der Externen, Bernhard Friedrich Richter, einem Sohn des ehemaligen Amtsinhabers, betreut, bis die Wahl auf Gustav Schreck fiel, der am 17. April 1893 eingeführt wurde. Er war sich der Verantwortung bewusst, die diese „erste Kantorenstelle der Welt“ bedeutete. Mit großer Gewissenhaftigkeit erfüllte er die gestellten Aufgaben; seine pädagogischen Fähigkeiten, sein großes theoretisches Wissen und die Kenntnis der Leipziger Musikszene waren dabei ideale Voraussetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsbedingungen für die Thomaner waren nach dem Umzug in den Neubau von Schule (1877) und [[Alumnat]] (1881) vorbildlich. Zur gleichen Zeit war sein Altersgenosse [[Emil Jungmann]] Rektor der Schule, ein gebildeter und der Musik aufgeschlossener Neuhumanist, der sich für ein breites Betätigungsfeld seiner Schüler einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchenmusikalischen Aufgaben in der Thomas- und Nikolaikirche wurden unter Schreck verstärkt mit Werken von [[Johann Sebastian Bach]] und anderen ehemaligen Thomaskantoren ausgefüllt. Gustav Schreck begann eine Reihe mit Chorheften und anlässlich der 700-Jahr-Feier der Thomasschule, 1912, wurde ein Konzert ausschließlich mit Werken der Thomaskantoren von [[Georg Rhau]] bis Schreck gestaltet. Der Aufgabenbereich des Chores wurde erweitert, er beteiligte sich mit chorsinfonischen Werken an den Gewandhauskonzerten und die Neujahrskonzerte mit den Thomanern wurden zum alljährlichen Höhepunkt der Gewandhaus-Saison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 schrieb er eine vierstimmige Chorfassung des Weihnachtsliedes &#039;&#039;[[Stille Nacht, heilige Nacht]]&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Ursula Brekle | url=https://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=508 |titel=Stille Nacht… und Leipzig |werk=Leipzig-Lese | zugriff=2017-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die der Thomanerchor und die meisten gemischten Chöre auch heute noch verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.carusmedia.com/images-intern/medien/00/0302420/0302420x.pdf |titel=Stille Nacht |werk=Carus-Verlag | datum=2013-11-05 | zugriff=2017-11-10 | format=pdf; 166 kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die künstlerische Qualität der Aufführungen unter Schrecks Leitung stieg – sein Wirken wurde unter anderem durch den Professorentitel (1898) und die Ehrendoktorwürde (1909) der Leipziger Universität anerkannt. Gustav Schreck widmete die Motette &#039;&#039;Der Herr ist mein Hirte&#039;&#039; Rektor Jungmann zum 25-jährigen Dienstjubiläum (1906). Die Festkantaten zur 500-Jahr-Feier der Universität (1909) und zur 700-Jahr-Feier der &#039;&#039;Schola Thomana&#039;&#039; waren ehrenvolle Kompositionsaufträge, die seine Wertschätzung dokumentieren. Die Texte der Kantaten stammten wieder von seiner Frau, die sich auch durch das Malen von Porträts ehemaliger Thomaskantoren, die noch heute im Probensaal des Thomasalumnates zu sehen sind, in die Arbeit des Mannes integrierte.&lt;br /&gt;
[[Datei:GrabstätteGustavSchreck.JPG|mini|Grabstätte Gustav Schreck]]&lt;br /&gt;
Als Thomaskantor begnügte sich Schreck nicht mit dem Ersatz der historischen Instrumente, er veranlasste die Anschaffung oder den Nachbau von [[Oboe d’amore]], Clarintrompeten und anderen Instrumenten des Bach-Orchesters. Er wagte es, die Kantaten ungekürzt zu musizieren und griff dabei die Praxis seines Amtsvorgängers und Bachforschers Rust auf, die Solopartien auch im Sopran und Alt mit Thomanern zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Schreck war im Jahre 1900 Gründungsmitglied der &#039;&#039;Neuen Bachgesellschaft&#039;&#039;. Die Bachfeste dieser Gesellschaft finden mit regelmäßiger Beteiligung der Thomaner bis in die Gegenwart statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1887 wurde Schreck Lehrer für [[Komposition (Musik)|Komposition]] und [[Musiktheorie]] am Leipziger Konservatorium, ehe er 1893 die Nachfolge von [[Wilhelm Rust]] antrat und zum [[Thomaskantor]] berufen wurde. Dieses Amt führte er bis zu seinem Tode aus. Ab 1901 war Schreck Schriftführer der ein Jahr zuvor gegründeten [[Neue Bachgesellschaft|Neuen Bachgesellschaft]]. 1909 schrieb er zur 500-Jahr-Feier der Universität die Festkantate. In diesem Jahr erhielt er auch die [[Ehrendoktor]]würde der Universität Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| titel=Verzeichnis der Ehrenpromotionen| hrsg=Archiv der Universität Leipzig| zugriff=2020-11-04| kommentar=Ordnung nach Graduierungsjahr| archiv-url=https://web.archive.org/web/20201019231702/https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| archiv-datum=2020-10-19| offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Erscheinung trat er auch als Bearbeiter von [[Volkslied]]ern für das 1906 veröffentlichte [[Volksliederbuch für Männerchor]] („Kaiserliederbuch“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Thomanerchor trat unter seiner Leitung nicht mehr nur in der Leipziger Thomas- und der [[Nikolaikirche (Leipzig)|Nikolaikirche]] auf, sondern zunehmend auch in Konzerten im [[Gewandhaus (Leipzig)|Leipziger Gewandhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Werken herrscht die kontrapunktische Technik und sangbare Stimmführung vor. Von Einflüssen [[Richard Wagner|Wagners]] und später [[Max Reger|Regers]] hat Schreck sich weitgehend freigehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Ritter 1. Klasse des [[Albrechts-Orden]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottlieb Tesmer, Walther Müller: &#039;&#039;Ehrentafel der Thomasschule zu Leipzig. Die Lehrer und Abiturienten der Thomasschule zu Leipzig 1912–1932.&#039;&#039; Im Auftrag des Thomanerbundes, Selbstverlag, Leipzig 1934, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. Januar 1918 starb Schreck im Alter von 68 Jahren in Leipzig. Er wurde auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt (IV. Abteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oratorien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;König Fjalar&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Christus, der Auferstandene&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der dreizehnte Psalm. Herr, o Herr, wie lange!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** I. Klage. Herr, wie lange willst du mein sogar vergessen?.&lt;br /&gt;
** II. Bitte. Erleuchte meine Augen&lt;br /&gt;
** III.Zuversicht.Ich aber hoffe darauf&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der dreiundzwanzigste Psalm. Der Herr ist mein Hirte&#039;&#039;Ḑ für Altsolo und siebenstimmigen Chor&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Herr sei mir gnädig.&#039;&#039; nach Worten aus dem 25. Psalm für Solostimmen und vierstimmigen Chor&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tröste uns, Gott, unser Heiland&#039;&#039; (&#039;&#039;Psalm 85, Vers 5–8&#039;&#039;) für Soloquartett und vierstimmigen Chor.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wie soll ich dich empfangen.&#039;&#039; Adventsmotette&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gott mit uns.&#039;&#039; In Gottes Namen fahren wir für vier- bis fünfstimmigen Chor.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Tag nimmt ab.&#039;&#039; für siebenstimmigen Chor&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kammermusik&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Sonate op.9&#039;&#039; für Fagott und Klavier&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Sonate op.13&#039;&#039; für Oboe und Klavier&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Nonett. Divertimento für Blasinstrumente op. 40&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Nonett&#039;&#039; für Bläser und Streicher (Manuskript im [[Bach-Archiv Leipzig]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Zimmer (Hrsg.): &#039;&#039;Gustav Schreck: Lied-Motetten und Psalmen.&#039;&#039; Chorarchiv. Musik der Thomaskantoren zu Leipzig. Bärenreiter, Kassel 1993, BA6941.&lt;br /&gt;
* Martin Petzoldt (Hrsg.): &#039;&#039;St. Thomas zu Leipzig&#039;&#039;. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2000, ISBN 3-374-01842-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumente ==&lt;br /&gt;
Briefe von Gustav Schreck befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages C.F.Peters im [[Staatsarchiv Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Komponisten klassischer Musik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117033634|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Schreck%2C_Gustav|cname=Gustav Schreck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Thomaskantoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117033634|LCCN=nr/89/13884|VIAF=5118943}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schreck, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thomaskantor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HMT Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Aufführungspraxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schreck, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schreck, Gustav Ernst (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musiklehrer, Komponist und Chorleiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. September 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zeulenroda]], [[Reuß älterer Linie|Fürstentum Reuß älterer Linie]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]], [[Königreich Sachsen]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<title>Gustav Pflaume</title>
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		<updated>2025-03-14T13:08:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gustav Pflaume&#039;&#039;&#039; (* vor 1880; † [[1930]] in [[Leipzig]]; vollständiger Name: &#039;&#039;Johann Gustav Pflaume&#039;&#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leipzig-lexikon.de/reg/pe.htm Leipzig-Lexikon]&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Architekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Pflaumes Tätigkeit in Leipzig ist zwischen 1899 und 1928 durch ausgeführte Bauten nachweisbar. Er war Mitglied im [[Bund Deutscher Architekten]] und wandte sich, ursprünglich vom [[Historismus]] kommend, in seinen Bauten zunehmend dem [[Jugendstil]] und der Werkkunst zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Guth, Bernd Sikora: &#039;&#039;Jugendstil &amp;amp; Werkkunst. Architektur um 1900 in Leipzig.&#039;&#039; Edition Leipzig, 2005, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Pflaume wohnte bis zu seinem Tod im Haus Waldstraße 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abb. 56, Leipzig, Zeppelin-Haus, erster Entwurf von 1910.jpg|mini|Erster, später abgeänderter Entwurf für das Zeppelinhaus, Leipzig (1910)]]&lt;br /&gt;
* 1899: Turnhalle des Allgemeinen Turnvereins [[Volkmarsdorf|Volksmarsdorf]] in Leipzig, Torgauer Straße 15&lt;br /&gt;
* 1899: Wohnhaus Gustav-Adolf-Straße 19a in Leipzig&lt;br /&gt;
* um 1900: Mehrfamilienwohnhaus-Gruppe im [[Waldstraßenviertel]] in Leipzig, Feuerbachstraße 11, Waldstraße 52 und Waldstraße 56&lt;br /&gt;
::Pflaume entwarf in sehr ähnlicher Gestaltung zwei sich an der Straßeneinmündung gegenüber liegende Häuser und ein in der Feuerbachstraße daran anschließendes Haus. Im Haus Waldstraße 56 hatte er seinen Büro- bzw. Wohnsitz.&lt;br /&gt;
* 1904: Umbau des [[Schloss Uebigau|Herrenhauses auf Rittergut Uebigau]]&lt;br /&gt;
* 1910: Gärtnerhaus im Park des Herrenhauses in [[Uebigau]]&lt;br /&gt;
* 1911/1912: [[Zeppelinhaus]] in Leipzig, [[Nikolaistraße (Leipzig)|Nikolaistraße]] 27/29&lt;br /&gt;
* 1912/1914: Bauleitung beim Neubau des Kaufhauses Althoff (später: [[Karstadt]]) in Leipzig, [[Petersstraße (Leipzig)|Petersstraße]] 25/31, [[Neumarkt (Leipzig)|Neumarkt]] 30/36, [[Preußergäßchen]] 2/14 (Entwurf von [[Philipp Schaefer (Architekt)|Philipp Schaefer]])&lt;br /&gt;
* 1915/1916: Umbau des [[Königshaus (Leipzig)|Königshauses]] in Leipzig, [[Markt (Leipzig)|Markt]] 17&lt;br /&gt;
* 1915/1916: [[Haus Drei Könige (Leipzig)|Messehaus „Drei Könige“]] in Leipzig, Petersstraße 32/34 (gemeinsam mit Julius Nebel und H. Stöcklein)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-leipzig.de/foto/leipzig/ppages/ppage47.html |archive-is=20120915075506 |text=Detailfoto der Fassade des Messehauses „Drei Könige“ von Sylvia Dorn auf &#039;&#039;www.uni-leipzig.de&#039;&#039;}}, zuletzt abgerufen am 19. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919: Umbau der Ledig-Passage zum Messepalast in Leipzig, [[Petersstraße (Leipzig)|Peterstraße]] 38 / Schloßgasse 16–20 (im Zweiten Weltkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* 1922: [[Ez-Chaim-Synagoge]] in Leipzig, Otto-Schill-Straße 6–8 (ehemals Apels Garten 4; im Zweiten Weltkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* 1925: Erweiterung des [[Ring-Messehaus (Leipzig)|Ring-Messehauses]] in Leipzig&lt;br /&gt;
* 1928: [[Chaim Eitingon|Eitingon]]-Krankenhaus in Leipzig, Eitingonstraße 12&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.juden-in-sachsen.de/leipzig/EitingonKrankenhaus.htm |titel=kurze Geschichte des Eitingon-Krankenhauses |werk=www.juden-in-sachsen.de |abruf=2011-01-19 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hocquél]]: &#039;&#039;Leipzig. Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart.&#039;&#039; Passage-Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-932900-54-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pflaume, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pflaume, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pflaume, Johann Gustav (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<title>Gustav Calame</title>
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		<updated>2025-03-14T12:53:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gustav Adalbert Calame&#039;&#039;&#039; (* [[12. August]] [[1830]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † [[28. Juni|28.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Lobe]]: &#039;&#039;Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929.&#039;&#039; Berlin 1929 S. 357.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[29. Juni]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Bettelheim: &#039;&#039;Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog.&#039;&#039; Band 10, Berlin 1907, Totenliste 1905, [http://www.archive.org/stream/biographischesj04wolfgoog#page/n449/mode/2up Sp. 134*].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1905]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Reichsgerichtsrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war Kaufmann. Sein Abitur bestand er 1848 am [[Collegium Fridericianum]] in Königsberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Zippel: &#039;&#039;Geschichte des Königlichen Friedrichs-Kollegiums zu Königsberg Pr. 1698–1898.&#039;&#039; Königsberg 1898, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seines Studiums in seiner Heimatstadt war er Mitglied der kurzlebigen progressistischen Burschenschaft „Palmburgia“ (1850–53). Aus dieser Verbindung kannte er den [[Dichterjurist]]en [[Ernst Wichert]] und [[Botho zu Eulenburg]]. 1851 war das Jahr seiner Vereidigung. 1859 wurde er Kreisrichter in Memel. 1868 wurde er zum Stadtgerichtsrat ernannt. 1875 wurde er zum Appellationsgerichtsrat befördert. 1879 wurde er Oberlandesgerichtsrat. Die Stelle in Celle trat er wegen seiner [[Hilfssenate_des_Reichsgerichts#I. Hilfssenat|Hilfsrichtertätigkeit]] für das Reichsgericht nicht an. 1882 folgte die Ernennung zum Rat in Breslau.&amp;lt;ref&amp;gt;Otfried Albrecht: „&#039;&#039;Verzeichnis der Richter&#039;&#039;“, in: Harald Franzki (Hrsg.): „&#039;&#039;275 Jahre Oberappellationsgericht - Oberlandesgericht Celle 1711-1986&#039;&#039;“ [Festschrift zum 275jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts], Celle 1986, S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1884 wurde er an das Reichsgericht berufen. Er war im [[IV. Zivilsenat des Reichsgerichts|IV. Zivilsenat]] und [[II. Strafsenat des Reichsgerichts]] tätig. 1902 ging er in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 15. Januar 1899 [[Roter Adlerorden]] II. Klasse mit Eichenlaub&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Juristen-Zeitung, Jahrgang 4 (1899), {{Webarchiv|url=http://dlib-zs.mpier.mpg.de/mj/kleioc/0010/exec/bigpage/%222173669_04%2b1899_0079%22 |wayback=20151216012900 |text=S. 63}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Calame, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht Celle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Calame, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Calame, Gustav Adalbert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1830 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1905 oder 29. Juni 1905&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gew%C3%A4sser_in_Leipzig&amp;diff=1860881</id>
		<title>Gewässer in Leipzig</title>
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		<updated>2025-03-14T11:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Belantis-Cospudener.jpg|mini|Cospudener See mit dem Freizeitpark [[Belantis]] im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig - Wahren 1.jpg|mini|[[Auensee (Leipzig)|Auensee]] (um 1914)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gewässer in Leipzig&#039;&#039;&#039; sind die im Gebiet der Stadt ein [[Binnendelta]] bildenden Flüsse [[Weiße Elster]], [[Pleiße]] und [[Parthe]] sowie zahlreiche Bachläufe, um die herum die [[Leipziger Auenwald]]landschaft entstanden ist. Zur wirtschaftlichen Nutzung, zur Verteidigung der Stadt und zum Hochwasserschutz sind viele dieser Fließgewässer umgeleitet, kanalisiert oder trockengelegt worden, ebenso wurden Gräben und Kanäle neu angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Fischzucht, aus städteplanerischen Gründen oder als Bergbaufolge ist in [[Leipzig]] auch eine Vielzahl von Teichen und Seen entstanden oder angelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flüsse, Mühl- und Floßgräben ==&lt;br /&gt;
Die im Bereich Leipzigs zusammenfließenden Flüsse Pleiße, Parthe und Weiße Elster haben schon früh die Entwicklung der Stadt geprägt. Im Verlauf der Leipziger Stadtgeschichte sind ihre Flussbetten verlegt und zum großen Teil kanalisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Floßplatz Leipzig 1864.jpg|mini|Holzstapel auf dem Leipziger Floßplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Mittelalter wurden die Flüsse zum Holztransport genutzt. Ab dem 15. Jahrhundert entstanden Kanäle, über die Brenn- und Scheitholz zur Versorgung der Stadt in das Stadtgebiet geflößt wurde. Der für Leipzig wichtigste Kanal war dabei der [[Elsterfloßgraben]], über den der Großteil des in der Stadt benötigten Brennholzes bis zum Floßplatz transportiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Mühlgräben wurde das Wasser zum Antrieb der Leipziger Mühlen geleitet, so über den [[Pleißemühlgraben]] zur [[Mühlen in Leipzig#Nonnenmühle|Nonnenmühle]], zur [[Thomasmühle (Leipzig)|Thomasmühle]] und zur [[Barfußmühle]] und über den [[Elstermühlgraben (Leipzig)|Elstermühlgraben]] zur [[Angermühle (Leipzig)|Angermühle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/seen-fluesse-und-gewaesser/#c40780 |titel=Seen, Flüsse und Gewässer: Wissenswertes |werk=leipzig.de |zugriff=2017-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mühlen in Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde auch das Flussbaden populär, sodass es zur Blütezeit im 19. Jahrhundert mehr als 25 [[Flussbäder in Leipzig]] und in den eingemeindeten Vororten gab, bevor die Verschmutzung infolge der zunehmenden Industrialisierung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts das endgültige Aus der Leipziger [[Flussschwimmbad|Flussbäder]] bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pleiße ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pleißeschleuse.jpg|mini|Pleißewehr mit Schleuse]]&lt;br /&gt;
Die Pleiße teilte sich ursprünglich etwa im Bereich des heutigen Connewitzer Pleißenhochflutwehrs in zwei natürliche Arme: Die [[Rödel (Fluss)|Rödel]] floss von dort zuerst nordwestwärts und später nach Norden westlich des heutigen Nonnenwegs und mündete westlich des Klingerwegs etwa am Bootshaus der Abteilung Kanu des [[SC DHfK Leipzig]] in die Elster. Ab etwa 1880 zweigte die Rödel vom neugebauten Elsterflutbett ab, der Zulauf von der Pleiße wurde dabei abgeschnitten. Sie führte danach nur noch wenig Wasser und wurde 1926/27 zugeschüttet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der östliche, später [[Alte Pleiße]] und dann &#039;&#039;Kuhstrangwasser&#039;&#039; genannte Arm floss vom Bereich des Connewitzer Wehrs durch die Aue bis zu seiner Mündung in die Elster im Gebiet des heutigen Schreberbades. Er wurde 1879&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Riedel: &#039;&#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z.&#039;&#039; Pro Leipzig, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, S. 470&amp;lt;/ref&amp;gt; verfüllt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pleißemündung.jpg|mini|Mündung des Pleißeflutbetts (links) ins Elsterflutbett]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1287 wurde vom Bereich des heutigen Connewitzer Wehrs bis zur heutigen [[Harkortstraße (Leipzig)|Harkortstraße]] der Nonnenmühlgraben zur Versorgung der Leipziger Nonnenmühle angelegt. Er bildet heute zusammen mit Teilen der bereits vorher angelegten Thomas- und Barfußmühlgräben den Pleißemühlgraben, der den Hauptteil des Pleißewassers aufnahm und daher zusammen mit dem Gohliser Mühlgraben und dem alten Bett der [[Nördliche Rietzschke|Nördlichen Rietzschke]] bis in das 20. Jahrhundert allgemein als &#039;&#039;Pleiße&#039;&#039; bezeichnet wurde. Durch seine Lage direkt westlich des ehemaligen Stadtgrabens und die Wegverlegung der Parthe von der nördlichen Stadtgrenze weiter nach Norden zu ihrem heutigen Bett ist es üblich geworden, Leipzig als eine Stadt an der Pleiße anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Elster-Pleiße-Aue durch Hochwasser regelmäßig überschwemmt. Nach einem Projekt der Leipziger Wasserbauingenieure Kohl und Georgi aus den Jahren 1852 bis 1854 wurde in der Folge die Hochwasserführung der Elster und der Pleiße verändert. Für die Pleiße wurde das [[Pleißeflutbett]] vom Connewitzer Wehr bis zur Elster im Bereich des heutigen [[Palmengartenwehr]]s angelegt, in das später am &#039;&#039;Leipziger Eck&#039;&#039; das [[Elsterflutbett]] eingebunden wurde und das ab dort seitdem auch so heißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pleißemühlgraben.jpg|mini|Der freigelegte Pleißemühlgraben an der Spießbrücke in Leipzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem existierten im Bereich Leipzig zwei [[Pleißehochflutbett]]en: zum einen das noch bestehende nordöstlich des Wildparks und ein weiteres von der heutigen Primavesistraße zur Weißen Elster südlich der heutigen Pohlestraße.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Grebenstein: &#039;&#039;Die Leipziger Gewässer von der Jahrtausendwende bis zur Gegenwart&#039;&#039;, in: Neue Ufer Heft 3, S. 3ff., 23ff., 34f., Stadt-Kultur-Projekt Leipzig, Leipzig 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1915 wurde die Pleiße durch die Einleitung ungeklärter Industrieabwässer stark verschmutzt, so dass der Pleißemühlgraben zwischen 1951 und 1956 im Innenstadtbereich bis zum Naturkundemuseum überwölbt und der nördliche Abschnitt von dort bis zur Einmündung der Parthe im Zoo zugeschüttet wurde. Seitdem fließt das Wasser des Pleißemühlgrabens über einen kurzen Querkanal am ehemaligen Standort der Angermühle in den Elstermühlgraben, der ab dort das frühere natürliche Bett der Parthe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Protesten der Bürgerbewegung 1989 über die Verschmutzung der Pleiße und dem Zusammenbruch vieler Industriebetriebe im Einzugsbereich der Pleiße werden die innerstädtischen Mühlgräben seit 1992 nach und nach wieder geöffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.neue-ufer.de/leipzig/projekt.asp |wayback=20100306172012 |text=Das Projekt Neue Ufer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der entsprechenden Projekte sollen große Teile von Leipzig mit Sportbooten befahrbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Leipziger Fließgewässer sind (Stand 2018) nach europäischer [[Wasserrahmenrichtlinie]] in einem schlechten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Julke |url=https://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2018/04/Kein-einziges-Leipziger-Fliessgewaesser-kommt-ueber-die-Note-4-hinaus-215519 |titel=Kein einziges Leipziger Fließgewässer kommt über die Note 4 hinaus |werk=Leipziger Internet Zeitung |datum=2018-04-30 |zugriff=2018-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lindenau Hafen.png|mini|Lindenauer Hafen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schifffahrtskanäle und Hafen ==&lt;br /&gt;
Die Pläne, von Leipzig aus einen Kanal zur [[Mulde (Fluss)|Mulde]] oder [[Elbe]] anzulegen, reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. [[Carl Erdmann Heine|Karl Heine]] griff um 1850 erneut die Idee auf, eine künstliche Wasserstraße mit Verbindung zur Elbe zu erstellen. Von 1856 bis 1896 wurde zunächst der [[Karl-Heine-Kanal]] gebaut, 1933 bis 1943 folgte der [[Elster-Saale-Kanal]], der bei [[Günthersdorf]] 8 km vor der Saale endet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.neue-ufer.de/leipzig/leipziger_kanaele.asp |wayback=20100426122950 |text=Neue Ufer e.&amp;amp;nbsp;V.: Geschichte des Karl-Heine- und des Elster-Saale-Kanals}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Kanäle sollen über den [[Lindenauer Hafen]] miteinander verbunden werden. Der Durchstich vom Karl-Heine-Kanal wurde im Juli 2015 fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/news/news/verbindung-zwischen-karl-heine-kanal-und-lindenauer-hafen-feierlich-eroeffnet/ |titel=Verbindung zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen feierlich eröffnet |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |datum=2015-07-03 |zugriff=2018-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kulkwitzer See Leipzig (Richtung Norden).jpg|mini|Kulkwitzer See]]&lt;br /&gt;
Die bekanntesten und ältesten Seen im Leipziger Stadtgebiet sind der [[Kulkwitzer See]] am Südwestrand Leipzigs ([[Miltitz (Leipzig)|Miltitz]], [[Grünau (Leipzig)|Grünau]], [[Lausen (Leipzig)|Lausen]]) an der Grenze zu [[Markranstädt]] und der [[Auensee (Leipzig)|Auensee]] in [[Wahren]], der mit dem [[Luna-Park am Auensee|Luna-Park]] ab 1914 bis 1932 Deutschlands größtes Vergnügungsetablissement vorweisen konnte. Weitere Seen befinden sich mit dem [[Cospudener See]] ebenfalls im Südwesten Leipzigs an der Grenze zu [[Markkleeberg]], im Süden im [[Landkreis Leipzig]] und im Norden im [[Landkreis Nordsachsen]]. Sie sind zum großen Teil durch Rekultivierung alter Tagebaugebiete entstanden. Zusammen bilden sie das [[Leipziger Neuseenland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leipziger Gewässerknoten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/seen-fluesse-und-gewaesser/ Homepage der Stadt Leipzig: Gewässer]&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig-lexikon.de/FLUSSSEE/FLUSSSEE.HTM Leipzig-Lexikon von André Loh-Kliesch]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.welt.de/reise/staedtereisen/article246442342/Sachsen-Leipzig-bei-einer-Fahrt-mit-dem-Boot-neu-entdecken.html |titel=Sachsen: Leipzig bei einer Fahrt mit dem Boot neu entdecken |abruf=2024-12-30 |autor=Hanne Bahra |werk=welt.de |datum=2023-07-19 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2008/1/mit-vielen-wassern-gewaschen.php |titel=Leipzigs neue Ufer |datum=Februar 2008 |autor=Beatrice Härig |werk=monumente-online.de |hrsg=Deutsche Stiftung Denkmalschutz |sprache=de |abruf=2024-12-30}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://landschaften-in-deutschland.de/themen/78_B_128-wasserstadt/ |titel=Wasserstadt Leipzig |abruf=2024-12-29 |autor=Andreas Berkner, Heinz Peter Brogiato |werk=landschaften-in-deutschland.de |datum=2015-06-29 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.luetzschena-stahmeln.de/gesicht/luppe.html |titel=Die Weiße Elster-Luppe-Regulierung und weitere Veränderungen in der Flussaue |abruf=2024-12-29 |werk=luetzschena-stahmeln.de |hrsg=Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln, Artikel aus dem Auen-Kurier 2017 bis 2018 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in Leipzig| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerd_K._M%C3%BCller&amp;diff=2288306</id>
		<title>Gerd K. Müller</title>
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		<updated>2025-03-14T10:39:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gerd Klaus Müller&#039;&#039;&#039; (* [[7. September]] [[1929]] in [[Gera]]; † [[7. März]] [[2012]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher Biologe, emeritierter Hochschulprofessor und ehemaliger Direktor des Botanischen Gartens Leipzig. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|G.K.Müll.}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Müller studierte nach der Schulausbildung in Gera und [[Greiz]] von 1948 bis 1953 Biologie an der [[Universität Leipzig]].&lt;br /&gt;
Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Botanischen Institut der Universität Leipzig, wo er vor allem auf dem Fachgebiet der [[Geobotanik]] arbeitete. 1964 hat er mit einer Arbeit zur pflanzengeographischen Gliederung Mittel- und Westsachsens promoviert. In dieser Arbeit hat er unter anderem auch mehrere Pflanzengesellschaften neu beschrieben, so die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nachtlichtnelken-Wolfsmilch-Gesellschaft: Euphorbio exiguae-Melandrietum noctiflori G. Müller 1964 und die&lt;br /&gt;
* Hundspetersilien-Hohlzahn-Gesellschaft: Aethuso cynapium-Galeopsietum tetrahit G. Müller 1964.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.upjs.sk/public/media/4479/145-211-kropac-mochnacky-upr.pdf Arbeit zu Pflanzengesellschaften, die von Müller beschrieben wurden] (PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1968 leitete Müller den Wissenschaftsbereich Taxonomie/Ökologie der Sektion Biowissenschaften und leitete als Direktor den [[Botanischer Garten der Universität Leipzig|Botanischen Garten der Universität Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1971 und 1972 war Müller Gastdozent an der [[Universidad Nacional Mayor de San Marcos|San Marcos-Universität Lima]]. In zahlreichen Forschungs- und Sammelreisen in [[Peru]], [[Ecuador]] und [[Kolumbien]] sowie in Lehraufträgen in diesen Ländern knüpfte Müller zahlreiche wissenschaftliche Kontakte nach Südamerika und wurde so zu einem hervorragenden Kenner der Zier- und Nutzpflanzen der tropisch-amerikanischen Flora. Über die [[Floristik (Wissenschaft)|floristischen]] Untersuchungen hinaus hat Müller auch [[Pflanzensoziologie|Pflanzengesellschaften]] der [[Loma-Formation]] in Peru mit Hilfe der [[Josias Braun-Blanquet|Braun-Blanquet-Methode]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.archiv.uni-leipzig.de/wp-content/uploads/wz-nawi/Mathematisch-Naturwissenschaftliche%20Reihe/optWZ_Na_%201985_Heft%2004.pdf |wayback=20151222152342 |text=&#039;&#039;Die Pflanzengesellschaften der Loma-Gebiete Zentralperus (1985)&#039;&#039;}} (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller war Mitherausgeber von Band 5: &#039;&#039;Krautige Zier- und Nutzpflanzen&#039;&#039; der von [[Werner Rothmaler]] begründeten „Exkursionsflora von Deutschland“ und hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie populärwissenschaftliche Bücher zur Botanik veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Bedeutung der Ackerunkrautgesellschaften für die pflanzengeographische Gliederung West- und Mittelsachsens.&#039;&#039; Dissertation an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig 1964. 222 S. Auch in Hercynia, ser. n. 1: 82–166, 213–313.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die nebelbedingte Vegetation der zentralperuanischen Küstenwüste.&#039;&#039; Habilitation an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig 1981.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zur floristischen Analyse der peruanischen Loma-Vegetation&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Flora&#039;&#039; 176:153-165 (1985)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Pflanzengesellschaften der Loma-Gebiete Zentralperus&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Wissensch. Zeitschr. d. Uni Leipzig&#039;&#039;, Math.-Naturw. Reihe 34(4):317-356 (1985)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|137545762}}&lt;br /&gt;
* {{IPNI|G.K.Müll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* Klappentext in „Geheimnisse der Pflanzenwelt“ 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137545762|LCCN=no2013116759|VIAF=208302898}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muller, Gerd K}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gera)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Müller, Gerd K.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Müller, Gerd Klaus (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. September 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gera]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. März 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georgenhalle&amp;diff=2452939</id>
		<title>Georgenhalle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georgenhalle&amp;diff=2452939"/>
		<updated>2025-03-14T10:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Georgenhalle Leipzig.jpg|miniatur|Die Georgenhalle in Leipzig um 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Georgenhalle Leipzig Baugrube.jpg|miniatur|Die Baugrube für die Georgenhalle in Leipzig 1855 (auch Koch-Loch genannt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1879) b 660.jpg|miniatur|Die Georgenhalle als Sitz des Reichsgerichts von 1879 bis 1895]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Georgenhalle&#039;&#039;&#039; war ein Gebäudekomplex in Leipzig an der [[Goethestraße (Leipzig)|Goethestraße]], der südlich von der [[Ritterstraße (Leipzig)|Ritterstraße]] und nördlich vom [[Brühl (Leipzig)|Brühl]] begrenzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1416 entstand am östlichen Ende des [[Brühl (Leipzig)|Brühl]] als private Stiftung das [[Frauenkolleg (Leipzig)|Frauenkolleg]] der [[Universität Leipzig|Universität]], eigentlich „Collegium Beatae Mariae Virginis“, nach einer benachbarten Marienkapelle (Unser Lieben Frau) benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-leipzig.de/~agintern/baugeschichteuni/koll.htm Die Kollegien der Universität]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1850er-Jahren hatte der Rat der Stadt das Kolleg und angrenzende Gebäude gekauft und beabsichtigte hier Ersatz für die [[Fleischbank|Fleischbänke]] in der Reichsstraße zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 wurde ein vierstöckiger [[Klassizismus|klassizistischer]] Bau eingeweiht, dessen Erdgeschoss vorrangig dem Fleischverkauf diente. Die Baugrube dazu muss wohl den Leipzigern zu lange offen gewesen sein, denn auf einer sich auf das Jahr 1855 beziehenden Zeichnung wird sie „Koch-Loch“ genannt. [[Carl Wilhelm Otto Koch|Koch]] hieß der damalige Bürgermeister. Der Name des Gebäudes nahm Bezug auf das auf der gegenüber liegenden Seite des Brühl befindliche Georgenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16 Jahre lang, von 1879 bis 1895, war die Georgenhalle Sitz des neu gegründeten [[Reichsgericht]]s, bis dieses in den [[Reichsgerichtsgebäude|Neubau]] in der Südwestvorstadt einzog. Danach nutzten die [[Stadtwerke Leipzig]] das Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 war [[Otto von Bismarck]] [[Reichskanzler]] und im gleichen Jahr Ehrenbürger von Leipzig geworden. Seit 1875 gab es zudem nun noch in der Georgenhalle ein Caféhaus mit dem Namen „Fürst Reichskanzler“.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Dietze: &#039;&#039;Eine Konditorei erzählt: 60 Jahre „Fürst Reichskanzler“&#039;&#039;, Leipzig 1935&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 pachtete es Ernst Fischer, der spätere Besitzer des [[Café Corso (Leipzig)|Café Corso]] und betrieb hier ein Lesecafé mit 200 in- und ausländischen Zeitungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corsoela.de/chronik/ Chronik der Konditorei Corso]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1943 wurde die Georgenhalle durch einen [[Luftangriffe auf Leipzig|Bombenangriff]] zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgebauten ==&lt;br /&gt;
Nachdem das Grundstück lange Jahre unbebaut war, errichtete 1964/65 der [[Volkseigener Betrieb|VEB]] Chemieanlagenbau ein Verwaltungsgebäude. Es war ein siebengeschossiger Zweiflügelbau mit roter Glasfassade längs der Goethestraße und des Brühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2008 verkaufte die Stadt das Areal. Das Verwaltungsgebäude wurde abgerissen. Die Opernpark-Center GmbH, eine Tochter der [[Unister]] Holding GmbH, welche Internet-Websites betreibt und vermarktet, plante die Errichtung eines Büro- und Wohngebäudes mit mindestens 25.000 m² Grundfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://ads.unister-gmbh.de/newsletter_img/presse/2010/kw06/UnisterBauLeipzig20100213.pdf | wayback=20140401102757 | text=LVZ 13./14. Februar 2010 Seite 24}} (PDF; 387&amp;amp;nbsp;kB) mit Bildern des abgerissenen und des geplanten Baus&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2015 gab Unister bekannt, auf den Bau eines neuen Unternehmenssitzes verzichten zu wollen. Das Baugrundstück wurde verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Unister-verzichtet-auf-Firmenzentrale-Baugrundstueck-in-Leipziger-City-verkauft |wayback=20160204171819 |text=Unister verzichtet auf Firmenzentrale – Baugrundstück in Leipziger City verkauft}} in [[Leipziger Volkszeitung]] (abgerufen am 21. Dezember 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &#039;&#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z.&#039;&#039; &#039;&#039;PRO&#039;&#039;LEIPZIG, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, S. 175&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.leipzig-lexikon.de/reg/ge.htm Leipzig-Lexikon, Ge-Gl]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Georgenhalle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brühl (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.341734|EW=12.380449|type=landmark |region=DE-SN}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg-Schwarz-Stra%C3%9Fe&amp;diff=1824953</id>
		<title>Georg-Schwarz-Straße</title>
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		<updated>2025-03-14T09:45:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: /* Weblinks */ funktioniert nicht mehr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name = Georg-Schwarz-Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen = &lt;br /&gt;
| Stadtwappen = Coat of arms of Leipzig.svg&lt;br /&gt;
| Kategorie = Straße in Leipzig&lt;br /&gt;
| Bild = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt = &lt;br /&gt;
| Ort = Leipzig&lt;br /&gt;
| Bezeichnung Ort = &lt;br /&gt;
| Ortsteil = Altlindenau, [[Leutzsch]]&lt;br /&gt;
| Bezeichnung Ortsteil = &lt;br /&gt;
| Angelegt = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet = &lt;br /&gt;
| HistNamen = &lt;br /&gt;
| NameErhalten = &lt;br /&gt;
| Straßen = Merseburger Straße, Leipziger Straße&lt;br /&gt;
| Querstraßen = Holteistraße, Erich-Köhn-Straße, Calvisiusstraße, Spittastraße, Uhlandstraße, Wielandstraße, Flemmingstraße, Großmannstraße, Güntherstraße, Ahlfeldstraße, Rinckartstraße, Klopstockstraße, Prießnitzstraße, An der Lehde, Ellernweg, Baumgarten-Crusius-Straße, Am langen Felde, Landwaisenhausstraße, Weinbergstraße, Sattelhofstraße, Hans-Driesch-Straße, Rückmarsdorfer Straße, William-Zipperer-Straße, Junghanßstraße, Pfingstweide, Brehmestraße, Schwylststraße, Blüthnerstraße, Franz-Flemming-Straße, Karl-Schurz-Straße, Philipp-Reis-Straße, Ludwig-Hupfeld-Straße, Heinrich-Heine-Straße, Am Ritterschlößchen&lt;br /&gt;
| Plätze = &lt;br /&gt;
| Nummerierungssystem = &lt;br /&gt;
| Bauwerke = &lt;br /&gt;
| U-Bahn = &lt;br /&gt;
| Bezeichnung U-Bahn = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen = [[Fußverkehr]], [[Radverkehr]], [[Kraftverkehr|Autoverkehr]], [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]]&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge = 2,6 km&lt;br /&gt;
| Baukosten = &lt;br /&gt;
| Karte = &lt;br /&gt;
| Karte zeigt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Georg-Schwarz-Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Hauptverkehrsstraße im Westen der Stadt [[Leipzig]] in den Stadtteilen [[Lindenau (Leipzig)|Lindenau]] und [[Leutzsch]]. Die 1877 angelegte Straße mit bis heute weitgehend erhaltener [[Historismus|historistischer]] Bebauung entwickelte sich in der Zeit der [[Weimarer Republik]] und des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] zu einer beliebten Einkaufsstraße und ihr südlicher Abschnitt zu einer Amüsiermeile. Bedingt durch mangelnden Bauerhalt in der [[DDR]] begann bereits in den 1970er und 1980er Jahren ein Bedeutungsverlust, der sich mit der stark sinkenden Einwohnerzahl und der wirtschaftlichen Umstrukturierung nach der politischen Wende in den 1990er Jahren noch einmal massiv verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die etwa 2,5 Kilometer lange Verbindungsstraße zweigt im Stadtteil Lindenau von der Merseburger Straße ab und verläuft in nordwestlicher Richtung vorbei am alten Ortszentrum von Leutzsch bis zur [[Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha]], die auf den beiden Georg-Schwarz-Brücken überquert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gsb&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/stadt-will-ab-2025-georg-schwarz-bruecken-neu-bauen |titel=Stadt will ab 2025 Georg-Schwarz-Brücken neu bauen |abruf=2025-02-04 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |datum=2024-12-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jenseits davon, in der Gemarkung [[Böhlitz-Ehrenberg]], setzt sich die Straße als „Leipziger Straße“ bis nach [[Gundorf]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg.Schwarz-Straße 1879.jpg|mini|hochkant=1.1|Der Verlauf der heutigen Georg-Schwarz-Straße&amp;lt;br /&amp;gt; auf einer Karte von 1879]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RathausLeutzsch.jpg|mini|Rathaus Leutzsch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Diako-leipzig.jpg|mini|Mutterhaus des Diakonissenkrankenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-schwarz-straße.jpg|mini|Wohnhäuser in der Georg-Schwarz-Straße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Georg-Schwarz-Straße wurde in der [[Gründerzeit]] im Zuge der [[Industrielle Revolution|Industrialisierung]] und des Wachstums der Stadt Leipzig über ihre Grenzen hinaus entlang einer älteren Wegeverbindung zwischen den Dörfern Lindenau und Leutzsch angelegt. Sie wurde auf der Lindenauer Flur zunächst als Leutzscher Weg und nach dem Ausbau zur Straße ab dem Jahr 1877 als Leutzscher Straße bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit entstanden in Lindenau und dem südlich benachbarten [[Plagwitz (Leipzig)|Plagwitz]] links und rechts des [[Karl-Heine-Kanal]]s zahlreiche Industrieanlagen und in deren Nachbarschaft ausgedehnte Siedlungen für Arbeiter und einfache Angestellte. Die Bevölkerungszahlen stiegen rasant an, u.&amp;amp;nbsp;a. auch aufgrund beträchtlicher Zuwanderung aus anderen Gebieten des Deutschen Reiches, insbesondere aus [[Schlesien]]. So wurden auch entlang der Gundorfer Straße, wie die ehemalige Leutzscher Straße von 1886 bis 1933 hieß, und in den angrenzenden Nebenstraßen in den Jahren vor und um 1900 vergleichsweise einfache Mietshäuser im Stil des [[Historismus]] mit jeweils einem oder mehreren Ladengeschäften im Erdgeschoss und häufig Kleingewerbe in den Hinterhöfen errichtet. Um der sozialen Not im Leipziger Westen zu begegnen, wurde im Jahr 1900 an Rande der Gemarkung Lindenau kurz vor der Flurgrenze zu Leutzsch das [[Diakonissenkrankenhaus Leipzig|Evangelische Diakonissenkrankenhaus]] eröffnet, das im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Lazarett diente. Die „Leipziger Hungerkrawalle“ von 1916 nahmen in einem Buttergeschäft in der Gundorfer Straße ihren Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor und während des Ersten Weltkrieges und in der Zeit der [[Weimarer Republik]] entwickelte sich der südliche Abschnitt der Gundorfer Straße zwischen Merseburger und Uhlandstraße zu einer belebten Einkaufs- und Amüsiermeile im Westen der Stadt Leipzig, die im Volksmund den Namen „[[Reeperbahn]]“ nach der gleichnamigen Hamburger Straße trug. Zusammen mit einer Reihe von Gaststätten und Kneipen trugen vor allem [[Kino]]s zu diesem Ruf bei. Bereits am 3. Juli 1910 eröffnete Theodor Scherff, der unter dem Namen „Scherffs Bioskop-Theater“ mehrere Lichtspielhäuser in Mitteldeutschland betrieb, im Hof des Gebäudes mit der heutigen Hausnummer 11 ein Kino mit 333 Sitzplätzen. Nach einigen Namenswechseln trug es seit 1919 den Namen „Central-Lichtspiele“ und wurde mehrfach vergrößert, zuletzt 1940 auf ca. 800 Plätze. Mit dem „Film-Palast Lindenau“ (Hausnummer 31) kam am ersten Weihnachtsfeiertag 1919 ein weiteres Kino mit 927 Plätzen hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Leutzscher Flur hieß die heutige Georg-Schwarz-Straße bis in Höhe des [[Rathaus Leutzsch|Leutzscher Rathauses]] ursprünglich Hauptstraße, ihre Verlängerung nach einem gleichnamigen [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] Barnecker Straße. Auch in Leutzsch wurden ausgehend vom alten Dorfzentrum nach Südosten und Nordwesten historistische Wohn- und Geschäftshäuser als Blockrandbebauung angelegt. Insgesamt wurde Leutzsch jedoch im Vergleich zu Lindenau erst spät und eher zögernd vom Bauboom um Leipzig erfasst. Die Bebauung im Umfeld der Straße ist hier deshalb wesentlich lockerer und die Industriebauten sind meist deutlich von den Wohnbauten getrennt. Im Leutzscher Teil der Straße gab es bereits ab ca. 1908 einen kleinen Kinosaal mit 105 Sitzplätzen unter dem Namen „Apollo-Kinemathograph“, jedoch wurde das kurz darauf in „Volks-Theater“ umbenannte Kino bereits 1913 wieder geschlossen. An seine Stelle traten 1919 bis 1923 zwei weitere Kinosäle in der parallel verlaufenden Lindenauer Straße, der heutigen William-Zipperer-Straße. Vier Jahre nach der Eingemeindung von Leutzsch nach Leipzig erhielt die Straße 1926 den Namen des kurz zuvor verstorbenen Reichspräsidenten [[Friedrich Ebert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme durch die Nationalsozialisten]] 1933 wurden die Lindenauer Gundorfer Straße und die Leutzscher Friedrich-Ebert-Straße durchgehend in der vollen Länge nach der NS-Märtyrerfigur [[Albert Leo Schlageter]] in Schlageterstraße umbenannt, wobei die Hausnummerierung in Leutzsch geändert werden musste. Am Anfang der Schlageterstraße mit seinen beiden Kinos und mehreren Kneipen traf sich eine der größten oppositionellen Jugendgruppen in Leipzig, der sogenannten [[Leipziger Meuten]]. Die aus bis zu 100 Jugendlichen bestehende Gruppe trug die Bezeichnung „Reeperbahn“ nach dem Spitznamen des Straßenabschnitts. 1939 wurde sie wie auch andere Gruppen zuvor durch die [[Gestapo]] und das Leipziger Jugendamt zerschlagen und viele Mitglieder verhaftet, zu Gefängnisstrafen verurteilt oder in Umerziehungslager eingewiesen. Zur gleichen Zeit mussten eine Reihe von jüdischen Geschäftsinhabern ihre Lebensgrundlage im Zuge der sogenannten „[[Arisierung]]“ aufgeben, so etwa das bekannte Geschäft „Schuh-Baer“ an der Ecke zur Holteistraße. Ab 1941 wurden jüdische Bewohner der Schlageter- und der Nachbarstraßen, die nicht zuvor fliehen konnten oder wollten, in Ghettos, Arbeits- und Vernichtungslager [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]] und umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließ die [[Amerikanische Besatzungszone|US-amerikanische Besatzungsmacht]] am 19. Mai 1945 den Namen Schlageterstraße aufheben und benannte den gesamten Straßenzug in Gundorfer Straße um, wobei nun auch der Leutzscher Abschnitt diese Bezeichnung bekam. Nach dem Wechsel Leipzigs in die [[Sowjetische Besatzungszone]] erhielt die Straße am 1.&amp;amp;nbsp;August 1945 den Namen des Antifaschisten [[Georg Schwarz (Politiker, 1896)|Georg Schwarz]], der bis zu seiner Verhaftung und Hinrichtung im Januar desselben Jahres hier im Haus Nummer 24 seine Wohnung hatte. Die Bevölkerungszahlen nahmen aufgrund der Flüchtlinge und [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Vertriebenen aus den deutschen Siedlungsgebieten in Ostmitteleuropa]] erneut beträchtlich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren führten die Konzentration des Wohnungsbaus in der DDR auf die [[Großwohnsiedlung]]en am Stadtrand, vor allem in [[Neulindenau]] und [[Grünau (Leipzig)|Grünau]], und die damit einhergehende, auch ideologisch begründete Vernachlässigung der Gründerzeitquartiere zu einem massiven Bevölkerungsverlust. Die „Central-Lichtspiele“ schlossen bereits 1963, und 1971 folgte auch das Kino „Film-Palast“. Die von 1974 bis 1980 erfolgte Teilsanierung einiger Wohnblöcke im Bereich des Diakonissenkrankenhauses konnte die negative Entwicklung des Gebietes um die Georg-Schwarz-Straße nicht aufhalten. Gleichzeitig wurde das Viertel aber auch Heimstatt für eine Reihe von bekannten [[DDR-Opposition und Widerstand|oppositionellen Künstlern und Bürgerrechtlern]], so etwa [[Siegmar Faust]], [[Wolfgang Hilbig]], [[Manfred Krug]], [[Gert Neumann]], [[Gesine Oltmanns]] oder Kathrin Walther. In den 1980er Jahren war Lindenau eines der Zentren der [[Punk in der DDR|Punk-Bewegung in Leipzig]], in der bekannte Bands wie „Wutanfall“ oder „[[L’Attentat]]“ lebten, probten und häufiger auftraten. In der Holteistraße, einer kleinen Querstraße der Georg-Schwarz-Straße, wurde 1981 eines der ersten Häuser in der DDR [[Hausbesetzung|besetzt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der politischen [[Wende (DDR)|Wende in der DDR]] und vor allem nach der deutschen [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] beschleunigte sich die negative soziale Entwicklung weiter, da viele der kleinen Ladengeschäft entlang der Straße dem Konkurrenzdruck der neu entstandenen Einkaufszentren im Stadtrand nicht standhalten konnten und aufgegeben wurden. Derzeit wird die Straße geprägt durch eine Reihe von städtebaulichen Mängeln und sozialen Problemen, die sich auch auf die Stadtteile Leutzsch und Lindenau negativ auswirken. Seit etwa 2008 bestehen daher verstärkte Bemühungen von Seiten der Leipziger Stadtverwaltung und einer Reihe von lokalen Akteuren, die soziale, kulturelle und stadträumliche Situation entlang der Straße zu verbessern und damit wieder an ihre alte Bedeutung anzuknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig Georg-Schwarz-Strasse Linie 7.jpg|mini|[[Leoliner]]-Traktion auf der Linie 7 an der Haltestelle &#039;&#039;Diakonissenhaus&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Leipzig Leutzsch Gl.3+4 2013.jpg|mini|Haltepunkt Leipzig-Leutzsch (Einfahrender Zug der Linie {{S-Bahn Mitteldeutschland|1}})]]&lt;br /&gt;
Zur Erschließung der Wohngebiete im nördlichen Lindenau und in Leutzsch wurde entlang der Straße von der [[Geschichte des Straßenbahnnetzes Leipzig|Großen Leipziger Straßenbahn (GLSt)]] eine Straßenbahntrasse angelegt und am 27. Januar 1899 in Betrieb genommen. Sie führt als Abzweig einer älteren Lindenauer Trasse entlang der heutigen Odermannstraße durch die Demmering- und Merseburger Straße. Von dort aus biegt sie in die Georg-Schwarz-Straße ein, an der damals vier Haltestellen existierten. Zunächst lag das Trassenende am Rathaus Leutzsch, doch wurde bereits am 14. April 1899 eine Verlängerung nach Westen bis zur Endstelle am heutigen [[Bahnhof Leipzig-Leutzsch]] eröffnet und hier 1908 ein Straßenbahnhof errichtet. Von der Leipziger Außenbahn AG wurde im Jahr 1907 zur Erschließung der Gemeinden Böhlitz-Ehrenberg und Gundorf die Gundorfer Straßenbahntrasse angelegt, die vom Rathaus Leutzsch durch die damalige Hauptstraße und die Leipziger Straße durch Böhlitz-Ehrenberg und weiter nach Gundorf führte. 1928 wurde die Gleisschleife an der Philipp-Reis-Straße als eine neue Endstelle der Großen Leipziger Straßenbahn gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streckenführung zwischen Leutzscher Rathaus und Bahnhof Leutzsch (Linie 27) wurde 2001 im Zuge der Netzreform der [[Leipziger Verkehrsbetriebe]] (LVB) aufgegeben. Seither führt die [[Straßenbahn Leipzig#Linie 7|Linie 7]] (früher Linie 17) durch die Georg-Schwarz-Straße bis zur Endstelle „Böhlitz-Ehrenberg, Burghausener Straße“ in Gundorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Neuordnung des S-Bahnverkehrs mit Inbetriebnahme des [[City-Tunnel Leipzig|City-Tunnels Leipzig]] wurde der Bahnhof Leipzig-Leutzsch in einer netzergänzenden Maßnahme mit dem ehemaligen Haltepunkt Industriegelände West zu der neuen Station an der Georg-Schwarz-Straße mit bequemer Umsteigemöglichkeit zum Straßenbahnverkehr zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Georg-Schwarz-Brücken ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich um einen Brückenzug mit zwei Brücken hintereinander. Die aus den Jahren 1978 und 1964 stammenden Bauwerke über die Gleise der Deutschen Bahn sind 2025 stark verschlissen. Auf der südlichen Brücke gilt 2025 eine Lastbeschränkung auf 3,5 Tonnen und Straßenbahnen dürfen sich dort nicht mehr begegnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gsb&amp;quot; /&amp;gt; Die beiden Brücken sollen bis 2031&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/unterwegs-in-leipzig/grossbaustellen/georg-schwarz-bruecken |titel=Ersatzneubau Georg-Schwarz-Brücken und Umbau Am Ritterschlößchen |abruf=2025-02-04 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für Gesamtkosten von 100 Millionen Euro&amp;lt;ref name=&amp;quot;gsb&amp;quot; /&amp;gt; neu gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DiakonissenkrankenhausLeipzig.jpg|mini|Diakonissenkrankenhaus Leipzig Poliklinik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Georg-Schwarz-Straße ist auf beiden Seiten von mehrheitlich sanierten historistischen Wohnhäusern mit vier oder fünf Geschossen in noch weitestgehend geschlossener Blockrandbebauung gesäumt. Die Straßenbreite beträgt stellenweise nur 13 m. Unterbrochen wird diese Blockrandbebauung erstmals im Bereich der ehemaligen Uhlandschule (heute Förderzentrum Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“, Schulteil B). Etwa in der Mitte der Straße liegt der ausgedehnte Komplex des [[Diakonissenkrankenhaus Leipzig|Evangelischen Diakonissenkrankenhauses]]. Gegenüber auf der nordöstlichen Straßenseite befinden sich vier Straßenkarrees mit überwiegend unsanierten und unbewohnten Häusern aus den Jahrzehnten um 1900, die in den nächsten Jahren durch die Leipziger Stadtbau AG zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leutzscharkaden.jpg|mini|Einkaufszentrum Leutzsch Arkaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ortsteil Leutzsch ist die Georg-Schwarz-Straße zwar nur unwesentlich breiter als in Lindenau, jedoch wirkt der Straßenraum durch die niedrigeren Häuser nicht so eng. Erst hinter dem neuen [[Einkaufszentrum]] Leutzsch weitet sich die Straße auf 18 m. Durch eine Reihe von Hausabbrüchen insbesondere im Zuge des Stadtumbaus seit den späten 1990er Jahren und dadurch entstandene Brachflächen, die sich über mehrere Grundstücke erstrecken, ist die städtebauliche Struktur in Leutzsch stark beeinträchtigt. Aus der Reihe der Blockrandbauten des Historismus und der 20er Jahre hebt sich die Villa in der Georg-Schwarz-Straße 128 ab, in der bis 1995 die Stadtteilbibliothek Leutzsch eingerichtet war, dann lange Zeit leer stand und aktuell von einer Familie renoviert wird, die die Villa gekauft hat. Von hier besteht eine Verbindung zu dem in den Jahren 2003 bis 2006 angelegten [[Park am Wasserschloss|Stadtteilpark am „Wasserschloss Leutzsch“]]. Die sternförmige Straßenkreuzung im alten Ortskern wird geprägt durch das Rathaus Leutzsch und die Gebäude der 157. Schule.&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände einer ehemaligen Gießerei eröffnete 2004 das Einkaufszentrum „Leutzsch Arkaden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den etwa 180 Wohn- und Geschäftshäusern entlang der Georg-Schwarz-Straße zwischen Merseburger Straße und Pfingstweide stehen 137 Gebäude unter [[Denkmalschutz]]. Etwa die Hälfte von ihnen ist saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgerverein Leutzsch e.V: &#039;&#039;Georg-Schwarz-Straße – eine lebendige Meile?!&#039;&#039; Leipzig 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jeanette Müller: &#039;&#039;Transformationsprozesse in Städten. Was wird aus Hauptverkehrsstraßen in Gründerzeitquartieren? Das Beispiel Georg-Schwarz-Straße in Leipzig-Leutzsch &#039;&#039;. Diplomarbeit Leipzig 2005. DSSW-Materialien Online Ressource: http://www.irbnet.de/daten/rswb/07129000082.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Georg-Schwarz-Straße}}&lt;br /&gt;
* [https://www.georg-schwarz-strasse.de/ www.georg-schwarz-strasse.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.346623|EW=12.316088|type=landmark|region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Georg Schwarz Strasse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innerortsstraße in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutzsch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.98</name></author>
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		<title>Georg Vitzthum von Eckstädt</title>
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		<updated>2025-03-14T09:30:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum kursächsischen Geheimen Rat und Appellationsrat siehe [[Georg Vitzthum von Eckstedt]].}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bertold Georg Graf Vitzthum von Eckstädt&#039;&#039;&#039;, auch Georg Graf Vitzthum (* [[14. Mai]] [[1880]] in [[Oberlößnitz]], [[Amtshauptmannschaft Dresden]]; † [[16. Dezember]] [[1945]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Kunsthistoriker]]. Er war Professor für Kunstgeschichte an den Universitäten Kiel (1912–1920) und Göttingen (ab 1920).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Graf Vitzthum stammt aus dem thüringischen Adelsgeschlecht [[Vitzthum (Adelsgeschlecht)|Vitzthum von Eckstädt]]. Sein Vater, [[Ernst Bernhard Graf Vitzthum von Eckstädt]], siedelte 1879 von [[Oschatz]], wo er vor seinem Abschied vom Militär Oberst des [[Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17|Oschatzer Ulanenregiments]] gewesen war, nach Oberlößnitz in das [[Haus Rudell]] um, wo Georg 1880 geboren wurde. Seine Mutter war die verwitwete Gräfin Helene [[Wallwitz (Adelsgeschlecht)|von Wallwitz]], geborene Edle von der [[Planitz (Adelsgeschlecht)|Planitz]], [[Hofmeister|Obersthofmeisterin]] der sächsischen [[Carola von Wasa-Holstein-Gottorp|Kronprinzessin Carola]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://kupferspuren.artwork-agentur.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=287&amp;amp;Itemid=62 |wayback=20161221143516 |text=Graf Vitzthum von Eckstädt - Deputierter und Namensgeber}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vitzthum von Eckstädt studierte Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und [[Universität Leipzig|Leipzig]], wo er 1903 mit einer Arbeit über [[Bernardo Daddi]] (tätig um 1320 bis 1348) promovierte. Anschließend war er als Volontär an den [[Staatliche Museen zu Berlin|Königlichen Museen in Berlin]] tätig, wo er durch den Generaldirektor [[Wilhelm von Bode]] maßgeblich gefördert wurde. In Leipzig [[Habilitation|habilitierte]] er 1907 mit der Schrift &#039;&#039;Die rheinische Malerei zu Anfang des 14. Jahrhunderts auf ihre Quellen untersucht&#039;&#039; und wurde im gleichen Jahr [[Privatdozent]] an der Universität Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 übernahm er – als Nachfolger von [[Carl Neumann (Kunsthistoriker)|Carl Neumann]] – das Ordinariat für Kunstgeschichte an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]. Zugleich wurde Vitzthum zum Vorsitzenden des [[Schleswig-Holsteinischer Kunstverein|Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lilli Martius]]: &#039;&#039;125 Jahre Schleswig-Holsteinischer Kunstverein 1843–1968.&#039;&#039; Herausgegeben vom Schleswig-Holsteinischer Kunstverein. Wachholtz, Neumünster 1968, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 erhielt er eine Professur an der [[Georg-August-Universität Göttingen]], die er bis zu seiner vorzeitigen [[Emeritierung]] 1940 ausübte. Georg Graf Vitzthum von Eckstädt hielt bemerkenswerte Vorlesungen über mittelalterliche Kunst, aber auch über Renaissancemalerei, Barockarchitektur, holländische Malerei des 17. Jahrhunderts, Rubens und die Malerei der Romantik. Er nahm als Oberleutnant der Reserve und Adjutant des Königlich-Sächsischen Reserve-Jäger-Bataillon 13 am Ersten Weltkrieg teil und konnte sich während der Schlacht an der Somme auszeichnen. Er wurde deshalb für seine Verdienste am 28. August 1916 mit dem Ritterkreuz des [[Militär-St.-Heinrichs-Orden]]s ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SLUB Dresden |url=http://digital.slub-dresden.de/id505787563/722 |titel=Der Königlich Sächsische Militär-St.-Heinrichs-Orden |sprache=de-DE |abruf=2023-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch litt er seit seiner Teilnahme im Ersten Weltkrieg an einem Nervenleiden, das ihn zunehmend an seiner Forschungsarbeit behinderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1921 bis 1941 war er ordentliches Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &#039;&#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&#039;&#039; (= &#039;&#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&#039;&#039; Folge 3, Bd. 246 = &#039;&#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&#039;&#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1929 erhielt er von der Universität Leipzig die Ehrendoktorwürde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| titel=Verzeichnis der Ehrenpromotionen| hrsg=Archiv der Universität Leipzig| zugriff=2020-11-07| kommentar=Ordnung nach Graduierungsjahr| archiv-url=https://web.archive.org/web/20201019231702/https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php| archiv-datum=2020-10-19| offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern zählen unter anderem [[Hans Gerhard Evers]], [[Klaus Berger (Kunsthistoriker)|Klaus Berger]], [[Herbert von Einem]] und [[Erwin Kluckhohn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum von Eckstädt: &#039;&#039;Bernardo Daddi.&#039;&#039; Phil. Diss. Leipzig 1903.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum von Eckstädt: &#039;&#039;Die Pariser Miniaturmalerei von der Zeit des hl. Ludwig bis zu Philipp von Valois.&#039;&#039; 1907.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum: &#039;&#039;Georg Dehio.&#039;&#039; Weidmann, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum: &#039;&#039;Albrecht Dürer.&#039;&#039; L. Hofer, Göttingen 1928.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum: &#039;&#039;Der Hochaltar der Jakobikirche in Göttingen.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1927.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum: &#039;&#039;Christliche Kunst im Bilde.&#039;&#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1925, 2. Aufl. 11.–20. Tsd.&lt;br /&gt;
* Georg Graf Vitzthum, Wolfgang Fritz Volbach: &#039;&#039;Malerei und Plastik des Mittelalters. Teil 1: Die Malerei und Plastik des Mittelalters in Italien.&#039;&#039; 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], [[Jürgen Thiedicke von Flotow]], [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]], [[Walter von Hueck]]: &#039;&#039;Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, A (Uradel)&#039;&#039;, Band II, Band 10 (710) der Gesamtreihe GHdA, [[Starke Verlag|C. A. Starke]], Glücksburg (Ostsee) 1955, S. 490. {{ISSN|0435-2408}}&lt;br /&gt;
* Andrea Brand: &#039;&#039;Georg Graf Vitzthum (1880–1945). „Anleitung zum Genuß der Kunstwerke ...“.&#039;&#039; In: Hans-Dieter Nägelke (Hrsg.): &#039;&#039;Kunstgeschichte in Kiel. 100 Jahre Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität, 1893–1993.&#039;&#039; Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel 1994, S. 35–37, ISBN 3-928794-11-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117437999}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|vitzthum_von_eckstaedt_g|W|1907|W|1911}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|VitzthumvonEckstaedt_797}}&lt;br /&gt;
* Andrea Brand: {{Webarchiv |url=http://www.uni-kiel.de/kunstgeschichte/festschrift/vitzthum.htm |text=Georg Graf Vitzthum und die »Anleitung zum Genuß der Kunstwerke ...« |wayback=20070930121807}} (uni-kiel.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117437999|LCCN=n85202876|VIAF=102322936}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vitzthum Von Eckstadt, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Militär-St.-Heinrichs-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Vitzthum|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Vitzthum von Eckstädt)|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vitzthum von Eckstädt, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Eckstädt, Georg Graf Vitzthum von; Eckstädt, Bertold Georg Graf Vitzthum von; Vitzthum, Georg Graf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberlößnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Dezember 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
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		<title>Georg Freiesleben</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.98: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Georg Otto Freiesleben&#039;&#039;&#039; (* [[6. Februar]] [[1839]] in [[Dresden]]; † [[25. April]] [[1919]]) war Senatspräsident beim [[Reichsgericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er stammt aus einer Juristen- und Theologenfamilie aus Oberfranken und Ostthüringen. Er war der Enkel von [[Johann Carl Freiesleben]]. Sein Sohn&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Mothes: Lebenserinnerungen eines Leipziger Juristen, Teil C S. 15f., Archiv der Stadt Leipzig, zit. nach der Webseite von Klaus Schmiedel, {{Webarchiv|url=http://www.quelle-optimal.de/pdf/rudolf_mothes_erinnerungen_teil_c_pdf.pdf |wayback=20100331104843 |text=PDF}}, abgerufen am 19. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans Freiesleben]] (1871–1945) war ebenfalls Senatspräsident am Reichsgericht. 1863 wurde der Sachse Freiesleben vereidigt. 1870 wurde er Hilfsarbeiter beim Appellationsgericht. 1872 ernannte man ihn zum Gerichtsrat. 1873 wurde er zum Appellationsgerichtsrat befördert. 1879 wurde Landgerichtspräsident am [[Landgericht Plauen]]. Am Neujahrstag 1881 kam er an das [[Reichsgericht]]. 1893 wurde er zum Senatspräsidenten des [[IV. Strafsenat des Reichsgerichts|IV. Strafsenat]] ernannt. Er trat am 1. April 1906 in den Ruhestand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in einer Wandstelle der IX. Abteilung des [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhofes]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adolf Lobe: &#039;&#039;Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929&#039;&#039;, Berlin 1929, S. 342.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136007074|VIAF=80424399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Freiesleben, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Freiesleben, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Freiesleben, Georg Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Senatspräsident beim Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1839 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
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