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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andr%C3%A9e_Peel&amp;diff=2562365</id>
		<title>Andrée Peel</title>
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		<updated>2025-03-07T04:55:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Andrée Peel&#039;&#039;&#039; (geboren als &#039;&#039;Andrée Marthe Virot&#039;&#039;; * [[3. Februar]] [[1905]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;jofr20040417&amp;quot; /&amp;gt; † [[5. März]] [[2010]] in [[Long Ashton]] bei [[Bristol]]) gehörte während der [[Westfeldzug|deutschen Besetzung Frankreichs]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] der französischen Widerstandsbewegung [[Résistance]] an und war unter dem Decknamen &#039;&#039;Agent Rose&#039;&#039; bekannt, den auch [[Eileen Nearne]] trug.&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs&amp;lt;!-- September 1939, noch im Sommer 1940? --&amp;gt; betrieb &#039;&#039;Andrée Marthe Virot&#039;&#039; in der französischen Hafenstadt [[Brest (Finistère)|Brest]] in der [[Bretagne]] einen Friseursalon&amp;lt;!--Schönheitssalon?? beauty salon--&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;telegraph&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach der deutschen Invasion in Frankreich schloss sie sich der Résistance an und verteilte zunächst Untergrundzeitungen&amp;lt;!--distributing secret newspapers--&amp;gt;. Später leitete sie eine eigene Gruppe innerhalb der Widerstandsbewegung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;telegraph&amp;quot; /&amp;gt; Zusammen mit ihrer Gruppe leitete sie Flugzeuge der Alliierten mit Lichtzeichen zu improvisierten Landebahnen und verhalf den in Frankreich gelandeten Piloten und Besatzungsmitgliedern zur Flucht mit Kanonen- oder U-Booten nach England, was mehr als 100 alliierten Besatzungsmitgliedern das Leben rettete und weiteren 20.000 Personen half&amp;lt;!--aided more than 20,000 people--&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmtribute&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/bristol/7527777.stm |titel=French war heroine film tribute |werk=[[BBC News]] |datum=2008-07-27 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/bristol/7868913.stm |titel=War heroine toasts 104th birthday |werk=[[BBC News]] |datum=2009-02-04 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus übermittelte die Gruppe auch Nachrichten über die militärische Lage, Truppen- und Schiffsbewegungen sowie weitere Ereignisse aus der Hafenstadt Brest. 1943 wurde sie verraten und konnte sich unter einem anderen Namen nach Paris absetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Woche nach der Landung der Alliierten in der Normandie wurde sie 1944 in Paris erneut verraten, von der Gestapo festgenommen und gefoltert, wovon sie bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen zurückbehielt. Danach wurde sie zunächst zum [[KZ Ravensbrück]] überstellt, um dann letztlich in das [[KZ Buchenwald]] eingeliefert zu werden. Dort stand sie bereits vor dem Erschießungskommando, als die US Army Ende April 1945 sie doch noch mit einigen weiteren Gefangenen des Lagers befreien konnte. Sie überstand auch die Erkrankung mit einer [[Meningitis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bbc2005&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/bristol/4230959.stm |titel=Century for former French fighter |werk=[[BBC News]] |datum=2005-02-03 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete sie in einem Restaurant in Paris, wo sie ihren späteren Ehemann, den seinerzeit noch studierenden Engländer John Peel († 2003), erstmals traf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmtribute&amp;quot; /&amp;gt; Das Paar ließ sich einige Jahre später in [[Long Ashton]] bei [[Bristol]] nieder. Die Ehe mit ihrem 20 Jahre jüngeren Mann, einem Neuropsychologen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt; war glücklich, blieb aber kinderlos. Während ihrer Zeit in Long Ashton erhielt sie häufig Besuch von Leuten, die ihre Tätigkeit für die Résistance bewunderten, und konnte auch manch einem Besucher über seine erlittenen Verletzungen hinweghelfen.&amp;lt;!--Andree received many visits from admirers and also managed to relieve the pain of visitors with injuries.--&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;telegraph&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/4452577/French-Resistance-heroine-celebrates-104th-birthday.html |titel=French Resistance heroine celebrates 104th birthday |hrsg=Telegraph.co.uk, London |datum=2009-02-04 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
Peel erhielt für ihre Tätigkeit für die Résistance mehrere Auszeichnungen der französischen Regierung. Die Vereinigten Staaten zeichneten sie mit der Medal of Freedom aus, der britische König [[Georg VI. (Vereinigtes Königreich)|George&amp;amp;nbsp;VI.]] verlieh ihr die &#039;&#039;King’s Commendation for Brave Conduct&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Krieg erhielt sie vom britischen Premierminister [[Winston Churchill]] ein persönliches Glückwunschschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bbc20100308&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Medal of Freedom (1945)|Medal of Freedom]] wurde ihr von Präsident [[Dwight D. Eisenhower|Eisenhower]] verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bob Hufford: {{Findagrave|Abruf=2012-02-27}} (mit Foto)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahme in den Rang eines Offiziers der französischen [[Ehrenlegion]] erhielt sie 2004 durch ihren Bruder, den Viersternegeneral [[Maurice Virot]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;telegraph&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bbc2005&amp;quot; /&amp;gt; Am 3. Februar 2005 erhielt sie anlässlich ihres 100. Geburtstages einen Gruß der britischen Königin. Im Jahr 2010 brach sie sich zwei Wochen nach ihrem 105. Geburtstag bei einem Sturz ihre Hüfte&amp;lt;!--fractured her hip two weeks later after a bad fall--&amp;gt; und musste operiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.thisisbristol.co.uk/Hip-operations-war-heroine-Agent-Rose-105/story-11242287-detail/story.html |titel=Hip operations for war heroine Agent Rose, 105 |datum=2010-02-26 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140311200520/http://www.bristolpost.co.uk/Hip-operations-war-heroine-Agent-Rose-105/story-11242287-detail/story.html |archiv-datum=2014-03-11 |offline=1 |abruf=2012-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verstarb am 5. März 2010 im Pflegeheim Lampton House.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bbc20100308&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/bristol/8555644.stm |titel=WWII heroine Andree Peel dies in Long Ashton aged 105 |werk=[[BBC News]] Channel |datum=2010-03-08 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.telegraph.co.uk/news/7407992/Andre-Peel.html |titel=Obituary: Andrée Peel |hrsg=[[The Daily Telegraph]] |datum=2010-03-09 |sprache=en |kommentar=mit Jugendfoto, ausführlich |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liam Fox]], britischer Parlamentsabgeordnete für Woodspring, würdigte sie wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lastingtribute.co.uk/tribute/peel/3272137/Memories |titel=Lasting Tribute to Andree Peel |hrsg=Associated Northcliffe Digital |datum=2010-03-08 |sprache=en |kommentar=siehe Tributes and messages, 12. März 2010 |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mrs Peel was an iconic figure who showed phenomenal courage in the most difficult circumstances. Her selfless bravery saved many lives and she stands as a monument to the triumph of the human spirit, which will set an example for many generations to come.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Mrs Peel war ein Vorbild&amp;lt;!--Kultfigur??? iconic figure--&amp;gt;, die unter schwierigsten Bedingungen äußerste Tapferkeit bewies. Ihre selbstlose Tapferkeit rettete vielen Menschen das Leben und sie ist ein Zeichen für den Triumph der Menschlichkeit&amp;lt;!--menschlichen Geistes--&amp;gt;, beispielhaft noch für viele zukünftige Generationen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihr Haus wurde zwischen dem 10. und 11. März 2010 eingebrochen und verschiedene Dinge, beispielsweise einige Ausgaben ihrer Autobiographie, wurden entwendet.&amp;lt;!--several items stolen, including copies of her autobiography--&amp;gt; Die Polizei nimmt an, dass der Einbruch mit dem allgemeinen Bekanntwerden ihres Ablebens in Verbindung steht, über das in lokalen und überregionalen Zeitungen breit berichtet wurde&amp;lt;!--Police suspect that it was because of the widespread knowledge of her death after reporting in local and national newspapers--&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/bristol/somerset/8565915.stm |titel=&#039;Despicable&#039; raid at WWII heroine Andree Peel’s home |werk=[[BBC News]] Channel |datum=2010-03-13 |sprache=en |abruf=2012-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autobiografie ==&lt;br /&gt;
Ihre Autobiografie &#039;&#039;Miracles Do Happen&#039;&#039; wurde auf Französisch unter dem Titel &#039;&#039;Miracles Existent!&#039;&#039; veröffentlicht,&amp;lt;ref name=&amp;quot;loebertas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.loebertas.co.uk/general1.htm |titel=Miracles do happen |hrsg=Loebertas |sprache=en |abruf=2012-02-27 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100312125435/http://www.loebertas.co.uk/general1.htm |archiv-datum=2010-03-12 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die englische Übersetzung besorgte Evelyn Scott Brown, sie erschien 1999.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt; Eine Verfilmung erfolgte 2008 durch William Ennals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmtribute&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Medal of Freedom (1945)|Medal of Freedom]]&lt;br /&gt;
* [[Médaille de la Résistance]]&lt;br /&gt;
* Ritter der [[Ehrenlegion]] (Légion d’honneur) 1967, erhoben zum Offizier 2004&amp;lt;ref name=&amp;quot;jofr20040417&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|journal=[[Journal Officiel de la République Française|JORF]]| volume=2004| issue=91| title=Décret du 16 avril 2004 portant promotion et nomination| date=2004-04-17| pages=7067| id=DEFM0400331D| url=http://www.legifrance.gouv.fr/WAspad/UnTexteDeJorf?numjo=DEFM0400331D |accessdate=2009-03-08|language=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;King’s Commendation for Brave Conduct&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Croix de guerre]] (mit Palmenzweig)&lt;br /&gt;
* [[Croix de guerre]] (mit silbernem Stern)&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Croix du combattant volontaire&amp;lt;!-- Cross of the Voluntary Fighter--&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tel20100309&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Miracles Do Happen!&#039;&#039; ISBN 1-874316-37-6 (englisch)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Miracles Existent!&#039;&#039; ISBN 1-874316-46-5 (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=nb/99/133365|VIAF=56111927|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2018-10-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Peel, Andree}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medal of Freedom (1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&amp;lt;!--Überlebender--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&amp;lt;!--Überlebender--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Peel, Andrée&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Virot, Andrée Marthe (Geburtsname); Virot Peel, Andrée Marthe (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französische Widerstandskämpferin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Februar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Long Ashton]] bei [[Bristol]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Themesgrund&amp;diff=2856483</id>
		<title>Themesgrund</title>
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		<updated>2025-03-07T03:54:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Themesgrund&#039;&#039;&#039; war eine von 1998 bis 2001 existierende [[Liste kurzlebiger Gemeinden in Deutschland|kurzlebige]] [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Amt Schönewalde]] ([[Landkreis Elbe-Elster]], [[Brandenburg]]). Sie war ein Zusammenschluss der vier ursprünglich selbständigen Gemeinden [[Bernsdorf (Schönewalde)|Berndorf]], [[Dubro]], [[Grassau (Schönewalde)|Grassau]] und [[Jeßnigk]]. 2001 schloss sie sich mit drei anderen Gemeinden zur Stadt Schönewalde zusammen und wurde aufgelöst. Sie hatte Ende 2000 1201 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historisches Gemeindeverzeichnis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Themesgrund bildete den südlichen Abschluss der Gebiete des [[Fläming|Vorfläming]] im [[Kreis Herzberg|Altkreis Herzberg]] und grenzte im Norden an die Stadt Schönewalde, die Gemeinde [[Heideeck (Schönewalde)|Heideeck]] und die Gemeinde [[Wildberg (Schönewalde)|Wildberg]], im Osten an die Gemeinden [[Werchau]], [[Schlieben]] und [[Kolochau]] (alle [[Amt Schlieben]]) und die Gemeinde [[Kremitzaue|Polzen]] ([[Amt Herzberg (Elster)]]), im Süden an die Stadt [[Herzberg (Elster)]] und die Gemeinde [[Borken (Herzberg)|Borken]] (ebenfalls Amt Herzberg (Elster)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1992 schlossen sich die Gemeinden Bernsdorf, Dubro, Grassau und [[Jeßnigk]] zusammen mit sieben anderen Gemeinden zum [[Amt Schönewalde]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zustimmung&amp;quot;/&amp;gt; Zum 31. Dezember 1998 schlossen sich die Gemeinden Bernsdorf, Dubro, Grassau und Jeßnigk zur neuen Gemeinde Themesgrund zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Themesgrund&amp;quot;/&amp;gt; Zum 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Heideeck, Themesgrund, Wildberg und die Stadt Schönewalde zur neuen Stadt Schönewalde zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zusammenschluss&amp;quot;/&amp;gt; Das Amt Schönewalde wurde ebenfalls zum 31. Dezember 2001 aufgelöst, die Stadt Schönewalde wurde amtsfrei. Die Gemeinde Themesgrund wurde wieder aufgelöst. Die vier beteiligten Gemeinden sind heute Ortsteile der Stadt Schönewalde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptsatzung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
In der kurzen Zeit des Bestehens der Gemeinde Themesgrund war Helmut Danneberg ehrenamtlicher Bürgermeister.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Danneberg&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Danneberg&amp;quot;&amp;gt;Neujahrsempfang 10. Januar 2012 (zum 10-jährigen Gründungsjubiläum der amtsfreien Stadt Schönewalde) {{Webarchiv|url=http://daten.verwaltungsportal.de/dateien/news/155993/img1171550150001rede.pdf |wayback=20151201110732 |text=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptsatzung&amp;quot;&amp;gt;Hauptsatzung der Stadt Schönewalde vom 28. September 2016 [https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/7/7/0/7/Hauptsatzung_21.09.16_Korrektur_13.11.2020.pdf DOC-Datei]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historisches Gemeindeverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.4 Landkreis Elbe-Elster [http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2015/SB_A01-99-04_2006u00_BB.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Themesgrund&amp;quot;&amp;gt;Bildung der neuen Gemeinde Themesgrund. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 10. Jahrgang, Nummer 5, 9. Februar 1999, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zusammenschluss&amp;quot;&amp;gt;Bildung einer neuen Stadt Schönewalde. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 13. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S. 831/2 [http://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2049_01.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zustimmung&amp;quot;&amp;gt;Bildung des Amtes Schönewalde. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 26. August 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 91, 30. November 1992, S. 2066.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1241995826|VIAF=6077163335745003270003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schönewalde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alte_Schlaube&amp;diff=2044431</id>
		<title>Alte Schlaube</title>
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		<updated>2025-03-07T00:41:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| NAME= &lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= &lt;br /&gt;
| LAGE= [[Brandenburg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| GKZ= DE/67722 und 67726&lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= &lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE= 9.083&lt;br /&gt;
| LÄNGE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-QUELLE= &lt;br /&gt;
| QUELLE= nahe dem Katharinengraben in [[Müllrose]]&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE= DE-NHN&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| QUELLSCHÜTTUNG= &lt;br /&gt;
| QUELLSCHÜTTUNG-REIHE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLSCHÜTTUNG= &lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD= 52/14/49&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 14/25/57.6696&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= DE-BB&lt;br /&gt;
| QUELLE_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-MÜNDUNG= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= in [[Brieskow-Finkenheerd]] in den [[Friedrich-Wilhelm-Kanal|Brieskower Kanal]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= DE-NHN&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 52/15/34.7148&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 14/34/56.2944&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= DE-BB&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| GROSSSTÄDTE= &lt;br /&gt;
| MITTELSTÄDTE= &lt;br /&gt;
| KLEINSTÄDTE= Müllrose, Brieskow-Finkenheerd&lt;br /&gt;
| GEMEINDEN= &lt;br /&gt;
| BILD= Gutshaus Hotel Kaisermuehl.JPG&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Hotel Kaisermuehl an der Alten Schlaube&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Alte Schlaube&#039;&#039;&#039; ([[niedersorbisch]] &#039;&#039;Žłobja&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Stara Žłobja&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dolnoserbski.de/dnw/ Deutsch-Niedersorbisches Wörterbuch: Stichwortsuche → Schlaube / Žłobja] &amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein [[Fluss]] im Osten [[Brandenburg]]s. Er begrenzt die ehemalige Gemarkung &#039;&#039;Krebsjauche&#039;&#039;, heute [[Wiesenau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Dieter Gansleweit: Untersuchungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte der nordöstlichen Niederlausitz: die Flur- und Ortsnamen im Bereich des früheren Stiftes Neuzelle, Band 34 von Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte, Akademie-Verlag, 1982, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name lautete in der Vergangenheit auch auf &#039;&#039;Slube&#039;&#039; (1433)&amp;lt;ref&amp;gt; Adolph Friedrich Johann Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis, Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquelle für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten, Deß ersten Haupttheiles Zwanzigster Band, Reimer, Berlin 1861, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;, da die heutige [[Schlaube]] und die Alte Schlaube bis zum Bau des [[Friedrich-Wilhelm-Kanal]]s (1668) zusammen gehörten. Dies ist auf originalen Plänen des Friedrich-Wilhelm-Kanals zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90009424&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch kann es leicht zu Irrtümern kommen, welcher Fluss gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Schlaube entspringt heute nahe dem &#039;&#039;Katharinengraben&#039;&#039; in [[Müllrose]]. Von dort aus geht es durch [[Kaisermühl]] bis zum [[Groß Lindow]]er Ortsteil [[Schlaubehammer]], wo die Alte Schlaube den [[Oder-Spree-Kanal]] kreuzt. Nahe dem [[Wohnplatz]] &#039;&#039;Hammerfort&#039;&#039; (zwischen den Ortsteilen Schlaubehammer und &#039;&#039;Weißenspring&#039;&#039; gelegen) mündet die Alte Schlaube in den Friedrich-Wilhelm-Kanal. Die Schleusen in Hammerfort und Weißenspring besitzen zur Durchleitung der Alten Schlaube jeweils gesonderte [[Wehr (Wasserbau)|Stauwerke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lindower Ortsteil &#039;&#039;Klixmühle&#039;&#039; trennen sich Friedrich-Wilhelm-Kanal und Fließ schließlich wieder, ab hier folgt sie ihrem nur einige 100 Meter zum Kanal entfernten ursprünglichen Lauf, ehe die Alte Schlaube als Wiesenfluss im Brieskower &#039;&#039;Fischerkiez&#039;&#039; in den Brieskower Kanal, kurz vor seinem Übergang in den [[Brieskower See]], mündet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bb-viewer.geobasis-bb.de/ Brandenburg Viewer]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Ein sehr schmales Fließ, flach, stellenweise verkrautet, streckenweise von Baumstämmen und niedrigen Stegen durchzogen. Teilweise durch Rohrdurchlässe fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Müllrose und Hammerfort trägt die Gewässerkennzahl 67722 und hat eine Länge von 4047 m. Der Abschnitt zwischen Klixmühle und Brieskow heißt heute offiziell Brieskower Alte Schlaube, hat die Gewässerkennzahl 67726 und eine Länge von 5036 m&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mlul.brandenburg.de/lua/gis/gewnet25.zip |wayback=20171201033243 |text=Fließgewässerverzeichnis gewnet25 (Version 4.0, 24. April 2014)}} beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, abgerufen am 4. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im verbleibenden Abschnitt zwischen Hammerfort und Klixmühle geht die Alte Schlaube im heutigen Brieskower Kanal (Gewässerkennzahl 6772) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Oder|2Alte Schlaube]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Oder-Spree]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Schlaubetal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Müllrose)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alte_Post_(Potsdam)&amp;diff=2876504</id>
		<title>Alte Post (Potsdam)</title>
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		<updated>2025-03-07T00:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Die Nauensche Brücke, das Posthaus und der Wilhelms-Platz zu Potsdam.jpg|hochkant=1.4|mini|&#039;&#039;Die Nauensche Brücke, das Posthaus und der Wilhelms-Platz zu Potsdam.&#039;&#039; Kolorierte Radierung von [[Johann Friedrich Nagel]], um 1796]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Alte Post&#039;&#039;&#039; war ein [[Barock|spätbarockes]] Gebäude im Gebiet der ersten barocken Stadterweiterung von [[Potsdam]]. Es befand sich an der Ecke der heutigen Friedrich-Ebert-Straße und der Yorckstraße auf der Westseite des [[Platz der Einheit (Potsdam)|Platzes der Einheit]]. Die Hauptfassade des Gebäudes war zum südlich vorbeiführenden [[Stadtkanal (Potsdam)|Stadtkanal]] gerichtet. Die Alte Post wurde beim [[Luftangriff auf Potsdam|Luftangriff am 14. April 1945]] weitgehend zerstört und die Ruine in der Nachkriegszeit abgetragen. Nach dem 2009 erfolgten Abbruch des 1968/69 auf dem Grundstück erbauten Wohnhochhauses wurde in den Jahren 2015 bis 2016 ein Neubau errichtet, dessen Fassadengliederung Elemente der Alten Post aufnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Die-Alte-Post-ist-grau-nicht-ocker/ |wayback=20200217151617 |text=Die Alte Post ist grau – nicht ocker}} [[Märkische Allgemeine Zeitung]] vom 11. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgängerbau ===&lt;br /&gt;
Das Grundstück der Alten Post wurde im Zuge der ersten Stadterweiterung unter König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] mit einem für damalige Potsdamer Verhältnisse repräsentativen Bürgerhaus bebaut. Dieses zweigeschossige Gebäude besaß zum seinerzeit „Nauensche Plantage“ genannten heutigen Platz der Einheit sieben Fensterachsen. Die massive Fassade war durch [[Lisene]]n, Putzspiegel und schlichte Fensterrahmungen gegliedert. Eine [[Zwerchhaus|Giebelgaube]] und eine zweiläufige Freitreppe betonten die Mittelachse des Hauses. Das mächtige Mansarddach und der aufgrund einer vollständigen Unterkellerung vorhandene Sockel sind typisch für die an „Standespersonen“ vergebenen Potsdamer Häuser aus der Regierungszeit des Soldatenkönigs, wie sie sich nur noch vereinzelt insbesondere entlang des Stadtkanals erhalten haben. Nach [[Heinrich Ludwig Manger]]s „Baugeschichte von Potsdam“ bestanden die Innenwände und die Hofseite des Gebäudes aus [[Fachwerkhaus|Fachwerk]]. Manger gibt die Maße des Hauses mit 94,5&amp;amp;nbsp;Fuß (entspricht ca. 29,60&amp;amp;nbsp;Meter) auf der Südseite zum Stadtkanal und 75&amp;amp;nbsp;Fuß (entspricht ca. 23,50&amp;amp;nbsp;Meter) auf der Ostseite zur Nauenschen Plantage an.&amp;lt;ref&amp;gt;Manger 1789, S. 465.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umgestaltung Potsdams unter König Friedrich II. ===&lt;br /&gt;
König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] ließ ab 1748 ausgehend vom [[Potsdamer Stadtschloss|Stadtschloss]] die Häuser der Residenzstadt nach seinem Architekturempfinden weitgehend neu errichten. Nach dem [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] hatte die planmäßige Erneuerung der Straßenfronten die Nauensche Plantage erreicht. 1765 wurden die ersten dreigeschossigen Bürgerhäuser nach Plänen [[Carl von Gontard]]s an der Westseite des Platzes unmittelbar nördlich des Vorgängergebäudes der Alten Post anstelle zweistöckiger Fachwerkbauten aus der Zeit um 1722 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erneuerung des Eckhauses unterblieb vorerst, da der König zunächst lediglich den Ersatz der älteren Bauten mit sichtbaren Fachwerkfassaden durch massive Gebäude anstrebte. Allerdings mussten trotz der Bedenken seiner Fachleute auf Anordnung des Königs zur Kostenersparnis die für die wesentlich leichteren Vorgängerbauten bereits unzureichenden [[Pfahlgründung]]en wiederverwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Manger 1789, S. 292, 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon kurz nach Fertigstellung der Neubauten zeigten sich Schäden, die durch die ungenügende Fundamentierung verursacht wurden. Nach jahrelangen Bemühungen der Hausbesitzer gegenüber dem König und angesichts des sich ständig verschlechternden Bauzustandes ließ Friedrich II. im Herbst 1782 einen Kostenanschlag zum Abtragen und Wiederaufbauen der drei schadhaften Häuser sowie der angrenzenden Gebäude anfertigen, da abzusehen war, dass das Einschlagen neuer Pfähle auch diese irreparabel schädigen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1783 begann die vollständige Erneuerung der Westseite der Nauenschen Plantage vom Stadtkanal bis zur heutigen Ebräerstraße, die aufgrund der komplizierten Gründungsarbeiten erst im folgenden Jahr abgeschlossen werden konnte. Manger widmete dieser ingenieurtechnischen Leistung eine eigene Publikation.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Ludwig Manger: &#039;&#039;Nachricht von dem neuen Grundbaue zu einer Anzahl Häuser in Potsdam...&#039;&#039; 3 Bände, Potsdam 1783, Dessau/Leipzig 1784, Potsdam 1786.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die drei bis heute mitsamt der 1783 geschaffenen Gründungen erhaltenen Häuser (heute Friedrich-Ebert-Straße 112, 113 und 114) wurden beim Wiederaufbau wiederum nach Plänen Carl von Gontards errichtet, wobei Änderungen der Fassadendetails und eventuell sogar der Achszahlen erfolgten.&amp;lt;ref&amp;gt;Fick 2000, S. 209 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Neubau 1783/84 des später „Alte Post“ genannten „Schlinckschen Eckhauses“ entstand nach Plänen [[Georg Christian Unger]]s, eines Schülers Carl von Gontards, der auch für das westlich angrenzende Haus Am Kanal 20 (heute Yorckstraße 2) verantwortlich zeichnete. Das Eckhaus wurde zur Zeit seines Neubaus als Posthaus genutzt: &#039;&#039;In Potsdam ist kein öffentliches Gebäude zum Posthause bestimmt, sondern der jedesmalige Postmeister muß für eine gewisse Vergütigung den nötigen Gelaß zum Postamte besorgen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Nicolai 1993, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend der Bestimmung des Hauses erhielten die Fassaden von den Brüdern [[Johann Christoph Wohler|Johann Christoph]] und [[Michael Christoph Wohler]] geschaffene [[Putto|Puttenreliefs]] mit ins spielerische gewandelten Postszenen&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung bei Mielke 1972, Tafeln 204 c-f und 205 c-f&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Bekrönungen mit „Meilenzeigern“. Diese waren von Skulpturen flankiert, welche Personifikationen der vier Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika sowie [[Mercurius|Merkur]] und [[Fama]] darstellten.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung bei Mielke 1972, Tafeln 226 a-d und 227 a-b&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1790 wurde es von der Postverwaltung für den Preis von 10.000 Thalern angekauft, bis zum 24. Juli 1829 zu Postzwecken benutzt und sodann für 13.805 Thaler öffentlich verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11373383?page=665 &#039;&#039;Allegorische Darstellung des Postwesens an dem vormaligen Posthause in Potsdam&#039;&#039; Archiv für Post und Telegraphie. 6. Jhrg. S. 649 - 650] In: Beihefte zum Amtsblatt der Deutschen Reichs-Post und Telegraphenverwaltung. Berlin 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Hauses bis zur Zerstörung ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der zunächst nicht an ein bestimmtes Gebäude gebundenen Nutzung als Posthaus erfüllte der repräsentative Bau aus der Spätzeit Friedrichs II. diesen Zweck nur für relativ kurze Zeit. 1828 wurde das am nunmehrigen Wilhelmsplatz gegenüberliegende Eckhaus Am Kanal 18 für die Post erworben. Nach Gründung der [[Oberpostdirektion]] 1850 sind im Umfeld der Südostecke des Wilhelmsplatzes Erweiterungen für die Nutzung durch die Post vorgenommen worden, die schließlich im Jahr 1900 in der Fertigstellung der neuen „[[Hauptpost (Potsdam)|Hauptpost]]“ gipfelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Mielke 1998, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Post erfuhr im 19. Jahrhundert eine der repräsentativen Lage gemäße Verwendung als Wohn- und Geschäftshaus. Die drei markanten „Meilenzeiger“ oder Obelisken auf der Attika waren aufgrund von Bauschäden bereits frühzeitig beseitigt worden. Die Nutzung des Erdgeschosses als Bankfiliale zum Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Deutsche Bank führte zur Vergrößerung der Erdgeschossfenster und zur Anbringung von Reklametafeln am Haus. Darüber hinaus waren im 19. Jahrhundert zwei Balkone hinzugefügt worden. Der hohe baukünstlerische Wert der Alten Post ist allerdings bereits frühzeitig erkannt worden. Hans Kania würdigte 1915 Ungers Schöpfung in seinem Buch &#039;&#039;Potsdamer Baukunst&#039;&#039; als „herrlich“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kania 2008, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bombenangriffen auf Potsdam im April 1945 wurde die Alte Post schwer beschädigt, wobei die Fassade zu großen Teilen erhalten blieb. Entsprechend ersten Wiederaufbauplanungen sollte das Haus analog zu zeitgleichen Bauvorhaben in der benachbarten Wilhelm-Staab-Straße hinter der Fassade neu errichtet werden. Allerdings erfolgte dann 1958 der vollständige Abbruch der Ruine. Dem Potsdamer Architekten Christian Wendland gelang seinerzeit noch die Bergung eines Teils des ebenfalls zur Beseitigung vorgesehenen Bauschmucks.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Friedrich und Potsdam&#039;&#039; 2012, S. 134 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau des Wohnhochhauses 1968/1969 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Haus des Reisens am Platz der Einheit 2007.JPG|hochkant=0.8|mini|Wohnhochhaus 2007]]Ende der 1960er Jahre erfolgte die Neubebauung des Grundstücks der Alten Post, das mittlerweile die Adresse Friedrich-Ebert-Straße 115 besaß, mit einem neungeschossigen Scheibenhochhaus nach Plänen des Architekten Dietrich Schreiner. Die beiden unteren Etagen dienten dem staatlichen Reisebüro der [[DDR]] sowie als Leitzentrale der [[Verkehrsbetrieb Potsdam|Potsdamer Verkehrsbetriebe]]. Die sieben Etagen darüber waren in jeweils vier zum Platz der Einheit ausgerichtete Kleinwohnungen mit Laubengangerschließung auf der Westseite aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweigeschossiger Anbau auf der Westseite leitete zum 1965 restaurierten Barockgebäude Yorckstraße 2 (ehemals Am Kanal 20) über. Die geschlossene Südfassade des Hochhauses erhielt als besonderen Akzent die Metallplastik „Flugschiff“ des Künstlers [[Peter Rohn]], die auf die Funktion des Hauses als Reisebüro verwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem im Süden auf der anderen Seite der Yorckstraße gelegenen Eckhaus des „Potsdamer Autosalons“ sowie der schräg gegenüber errichteten [[Stadt- und Landesbibliothek Potsdam|Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek]] war dieser Bereich der Innenstadt Potsdams entsprechend dem Zeitgeist der 1960er Jahre umgestaltet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigel 2006, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Situation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Post BV.jpg|mini|FinanzCenter der Berliner Volksbank in Potsdam. Die Fassade wurde der ehemaligen Alten Post nachempfunden.]]&lt;br /&gt;
Aufgrund der kritischen bis ablehnenden Haltung gegenüber den DDR-zeitlichen Überformungen des Potsdamer Stadtbildes und der Nachkriegsmoderne sowie wegen der ohnehin mittelfristig notwendigen Sanierung des heute als „Haus des Reisens“ bezeichneten Hochhauses erfolgte im Jahr 2009 dessen Abbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11425847/60709/Neubauplaene-Millionenabfuehrung-an-Stadt-Betriebskostenerhoehung-Haus-des-Reisens.html | wayback=20090212142241 | text=PRO POTSDAM: „Haus des Reisens“ fällt}}, [[Märkische Allgemeine Zeitung]] vom 12. Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Metallplastik „Flugschiff“ ist hierbei gesichert worden und befindet sich jetzt am Parkhaus in dem Kultur- und Erlebniszentrum „Schiffbauergasse“. 2014 verkaufte die städtische [[Pro Potsdam]] GmbH das Grundstück an die [[Berliner Volksbank]], die dort die Einrichtung ihrer Brandenburg-Zentrale plante.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.pnn.de/potsdam/847783/ |wayback=20161109022803 |text=Alte Post: Grundstück an Bank verkauft}} [[Potsdamer Neueste Nachrichten]] vom 19. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 2015 begonnene Neubau folgt in seiner Fassadengliederung der Gestaltung des historischen Vorbilds, ohne dieses im Detail zu rekonstruieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.pnn.de/potsdam/964451/ |wayback=20161109022348 |text=Alte Post: Baustart rückt näher}} Potsdamer Neueste Nachrichten vom 8. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Alte Post war ein zweieinhalbgeschossiges Eckgebäude, das zum Stadtkanal (Yorckstraße) neun und zur Nauenschen Plantage (Platz der Einheit) sieben Fensterachsen besaß. Die Gliederung der Fassaden erfolgte durch stark plastisch hervortretende Kolossal[[pilaster]] mit [[Kompositkapitell]]en, die Erdgeschoss und erstes Obergeschoss zusammenfassten, während das niedrigere dritte Obergeschoss als [[Mezzanin]] in der [[Attika (Architektur)|Attikazone]] untergebracht war. Die dritte und siebte Fensterachse der breiteren Südfassade sowie die Mittelachse der Ostfassade sprangen als [[Risalit]]e vor, die auf der Attika mit jeweils zwei „achtfüßigen“, das heißt etwa 2,50 Meter hohen, Sandsteinfiguren zuseiten eines [[Postmeilensäule|„Meilenzeigers“]] oder [[Obelisk]]en bekrönt waren. Die beiden Figuren auf dem zum Platz der Einheit zeigenden Risalit stellten Merkur mit Flügelhelm und einem Briefkuvert und eine geflügelte Fama mit einem Horn dar. Die beiden Risalite zum Stadtkanal waren mit weiblichen Personifikationen der Erdteile versehen: Europa mit Krone und Zepter sowie Kugeln und auf einem Buch stehenden Globus zu ihren Füßen, Asien mit einer Mondsichel in der Hand und einem Turban auf dem Boden, Afrika mit einem Bogen in der Hand und Oberarmreifen sowie Amerika mit einer Bekleidung aus Federn und einem Köcher mit Pfeilen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mielke 1972, S. 485 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der niedrige Sockel war gebändert und wies nur kleine querrechteckige Öffnungen für Kellerfenster auf. Zwischen Erd- und erstem Obergeschoss befand sich eine Zone mit [[Putto|Puttenreliefs]], die in die Putzflächen eingelassen waren und von diesen gerahmt wurden. Über den Reliefs bildete ein mit einem gitterartigen Ornament versehenes Gesims den unteren Abschluss der Obergeschossfenster. Die Pilaster schlossen oben mit einem schlichten Hauptgesims ab, welches nur im Bereich der schmalen Risalite durch Konsolen mit dazwischen befindlichen Gehängen verziert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Attikazone setzten sich die Pilaster der unteren Etagen als flache Lisenen fort. Die Faschen der Fenster des zweiten Obergeschosses verfügten über in den Ecken angebrachte Konsolen. Darüber schloss sich das Traufgesims an. Das Dach des Gebäudes war ein relativ flachgeneigtes Satteldach. Unger orientierte sich bei seinem Entwurf an der Architektur von Palästen, die der hervorgehobenen städtebaulichen Lage des Hauses entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Astrid Fick: &#039;&#039;Potsdam – Berlin – Bayreuth. Carl Philipp Christian von Gontard (1731–1791) und seine bürgerlichen Wohnhäuser, Immediatbauten und Stadtpalais.&#039;&#039; Imhof, Petersberg 2000, ISBN 3-932526-42-2.&lt;br /&gt;
* Jutta Götzmann (Hrsg.): &#039;&#039;Friedrich und Potsdam. Die Erfindung seiner Stadt.&#039;&#039; Ausstellungskatalog, München 2012, ISBN 978-3-7774-5541-9.&lt;br /&gt;
* Hans Kania: &#039;&#039;Potsdamer Baukunst.&#039;&#039; Reprint Barleben 2008, ISBN 978-3-939665-70-0.&lt;br /&gt;
* Heinrich Ludwig Manger: &#039;&#039;Heinrich Ludewig Manger’s Baugeschichte von Potsdam, besonders unter der Regierung König Friedrichs des Zweiten.&#039;&#039; Zweiter Band, Berlin und Stettin 1789, Reprint Leipzig 1987.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Mielke]]: &#039;&#039;Das Bürgerhaus in Potsdam.&#039;&#039; Tübingen 1972, ISBN 3-8030-0017-3 und ISBN 3-8030-0016-5.&lt;br /&gt;
* Friedrich Mielke: &#039;&#039;Potsdamer Baukunst.&#039;&#039; Berlin 1998, ISBN 3-549-05668-0.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Nicolai]]: Beschreibung der königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam, Berlin 1786, Leipzig 1993, ISBN 3-379-01465-6.&lt;br /&gt;
* Paul Sigel, Silke Dähmlow, Frank Seehausen, Lucas Elmenhorst: &#039;&#039;Architekturführer Potsdam.&#039;&#039; Berlin 2006, ISBN 3-496-01325-7.&lt;br /&gt;
* Christian Wendland: &#039;&#039;Georg Christian Unger. Baumeister Friedrichs des Großen in Potsdam und Berlin.&#039;&#039; J. Strauss Verlag, Potsdam 2002, ISBN 3-929748-28-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.397533|EW=13.057900|type=building|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Potsdam, Alte Post}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Potsdam|Alte Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postgebäude in Brandenburg|Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postamt in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberpostdirektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1780er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Potsdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behörde (Brandenburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
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		<title>Aloysius Mikwauschk</title>
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		<updated>2025-03-06T23:35:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:2013-12-17 - Aloysius Mikwauschk - Sächsischer Landtag - 1899.jpg|mini|Aloysius Mikwauschk (2013)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aloysius Mikwauschk&#039;&#039;&#039; ({{hsbS|&#039;&#039;&#039;Alojs Mikławšk&#039;&#039;&#039;}}; * [[20. Juni]] [[1958]] in [[Räckelwitz]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) [[Sorben|sorbischer]] Nationalität. Er war von 2009 bis 2024 Mitglied im [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Mikwauschk absolvierte bis 1977 eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker und war danach bis 1978 in seinem Beruf tätig. Anschließend wurde er Mitarbeiter der Feuerfestwerke [[Wetro]] GmbH. Von 1994 bis 2009 war er Mitarbeiter des Abgeordneten und ehemaligen Ministerpräsidenten [[Georg Milbradt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aloysius Mikwauschk ist römisch-katholischer Konfession, verheiratet und hat zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit in der CDU Kamenz und im CDU-Kreisverband Bautzen ===&lt;br /&gt;
Mikwauschk trat 1990 in die CDU ein. Von 1996 bis 2007 war er stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender in Kamenz und seit 2007 ist er Beisitzer im Vorstand des CDU-Kreisverbandes Bautzen. Von 1994 bis 2009 war er Gemeinderat in Räckelwitz, außerdem gehörte er dem Kreistag Kamenz und seit der [[Kreisreform Sachsen 2008]] dem Kreistag Bautzen an. Im Kreistag Bautzen ist er seit 2009 Fraktionsgeschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordnetentätigkeit im Sächsischen Landtag in der CDU-Fraktion (2009 bis 2024) ===&lt;br /&gt;
Im [[Landtagswahl in Sachsen 2009|September 2009]] zog er über das Direktmandat im [[Wahlkreis Bautzen 2]] für die CDU in den Landtag von Sachsen ein und folgte damit in diesem Wahlkreis auf den vorherigen Ministerpräsidenten [[Georg Milbradt]]. Von April 2012 bis September 2014 war er eines von 19 Mitgliedern des [[NSU-Untersuchungsausschüsse#Sachsen|sächsischen NSU-Untersuchungsausschusses]] &#039;&#039;Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.landtag.sachsen.de/de/landtag/ausschuesse/ausschuss.do/35 |titel=3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140109104508/http://www.landtag.sachsen.de/de/landtag/ausschuesse/ausschuss.do/35 |archiv-datum=2014-01-09 |abruf=2014-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Landtagswahl in Sachsen 2014]] nominierte die CDU ihn mit 100 % erneut zum Direktkandidaten im Wahlkreis Bautzen 2 und er verteidigte sein Direktmandat 2014 mit 47,1 % der Erststimmen im Wahlkreis deutlich vor der Gegnerin der Partei [[Die Linke]], [[Marion Junge]]. In der 6. Wahlperiode des Sächsischen Landtags (2014–2019) war Mikwauschk ordentliches Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und dessen stellvertretender Vorsitzender. Außerdem war er ordentliches Mitglied im Petitionsausschuss und im Ausschuss für Hochschule und Wissenschaft. Stellvertretendes Mitglied war er im Ausschuss für Schule und Sport, im Verfassungs- und Rechtsausschuss, im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration, im Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten und im Wahlprüfungsausschuss des Sächsischen Landtags. Die CDU-Fraktion des Sächsischen Landtags bestimmte Mikwauschk zum Sorbenpolitischen Sprecher seiner Fraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Landtagswahl in Sachsen 2019]] wurde er im [[Wahlkreis Bautzen 2]] mit 39,8 Prozent der Direktstimmen wiederum zum Wahlkreisabgeordneten gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2019-09-01-LT-DE-SN/charts/wahlkreis-detail/WK053-10.shtml |wayback=20190905181413 |text=Landtagswahl Sachsen 2019 Ergebnisse Wahlkreis Bautzen 2}}, abgerufen am 5. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 7. Sächsischen Landtag übernahm er die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden des Haushalts- und Finanzausschuss und wirkte als Mitglied des Petitionsausschusses mit. Er setzte sich insbesondere für seinen Wahlkreis und den ländlichen Raum in der Westlausitz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikwauschk trat zur [[Landtagswahl in Sachsen 2024]] nicht mehr an und schied damit aus dem Landtag aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dnn.de/lokales/umland/kamenzer-cdu-landtagsabgeordneter-aloysius-mikwauschk-tritt-nicht-mehr-an-YTFKRNMVQNEKTP73PK3N433GWE.html DNN: Kamenzer CDU Abgeordnete tritt nicht mehr an.], abgerufen am 20. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Mikwauschk ist Mitglied im Beirat der sorbischen Zeitung &#039;&#039;[[Serbske Nowiny]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2013 ist er Vorstandsmitglied des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e. V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Mikwauschk ist seit 1995 Vorsitzender des Sportvereins Viktoria Räckelwitz 92 e.&amp;amp;nbsp;V. seines Heimatortes Räckelwitz. Durch sein Mandat im sächsischen Landtag und die Begeisterung für den Fußball ist er Mitglied des Fußballvereines FC Landtag Sachsen und ist Vizepräsident des FC Landtag Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Am 3. Juni 2023 erhielt er die [[Sächsische Verfassungsmedaille]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sachsen-fernsehen.de/saechsische-verfassungsmedaille-fuer-acht-frauen-und-maenner-verliehen-1355562/ |titel=Sächsische Verfassungsmedaille für acht Frauen und Männer verliehen |werk=sachsen-fernsehen.de |datum=2023-06-03 |abruf=2023-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Sachsen|882}}&lt;br /&gt;
* [http://www.aloysius-mikwauschk.de/ Eigene Webseite]&lt;br /&gt;
* [https://www.cdu-fraktion-sachsen.de/fraktion/abgeordnete/details/aloysius-mikwauschk.html Webseite bei der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1291970126|VIAF=5825168657987019520006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mikwauschk, Aloysius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Sächsischen Verfassungsmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mikwauschk, Aloysius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mikławšk, Alojs; (obersorbisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Juni 1958&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Räckelwitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Hellmann_(Marineoffizier)&amp;diff=2812249</id>
		<title>Paul Hellmann (Marineoffizier)</title>
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		<updated>2025-03-06T22:08:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Paul Hellmann&#039;&#039;&#039; (* [[13. März]] [[1889]] im [[Gramzow|Forsthaus Zehnebeck]] im heutigen [[Landkreis Uckermark]]; † [[19. Februar]] [[1964]] in [[Hamburg-Groß Flottbek]]) war ein deutscher Seeoffizier, der einzige [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuz]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;träger der deutschen [[Handelsflotte|Handelsmarine]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Hellmann diente 1911–1912 in der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reichs]], ging dann zur Handelsmarine und wurde Schiffsoffizier bei der [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|Hapag]]. Er geriet beim Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] in britische Gefangenschaft und verbrachte die Zeit von 1914 bis 1919 in einem [[Kanada|kanadischen]] [[Kriegsgefangenenlager]]. Ab 1923 diente er wieder bei der Hapag als Handelsschiffsoffizier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blockadebrecher ==&lt;br /&gt;
Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befand sich Hellmann als Kapitän des Motorschiffs &#039;&#039;[[Osorno (Schiff, 1938)|Osorno]]&#039;&#039; in [[Chile]], und sein Schiff wurde dort im September 1939 in [[Talcahuano]] [[Auflieger (Schifffahrt)|aufgelegt]]. Im Frühjahr 1941 übernahm die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; von den ebenfalls dort aufliegenden Frachtern &#039;&#039;Tacoma&#039;&#039; und &#039;&#039;Portland&#039;&#039; eine Ladung Erz, Wolle, Schweineborsten u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uboatarchive.net/OdenwaldFBILetter.htm |wayback=20110505050731 |text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der sie dann im Mai den Ausbruch nach [[Japan]] versuchte. Dabei erlitt sie am 18. Juni im [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] Maschinenschaden und wurde manövrierunfähig. Die am 18. Mai aus [[Coquimbo]], Chile, ebenfalls mit Ziel Japan ausgelaufene &#039;&#039;Bogota&#039;&#039; empfing den gefunkten Hilferuf der &#039;&#039;Osorno&#039;&#039;, fand das Schiff und schleppte es über 1800 [[Seemeile]]n bis nach [[Yokohama]], das am 3. Juli 1941 erreicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.combinedfleet.com/Bogota_t.htm &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den notwendigen Reparaturen wurde die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; mit kriegswichtigen Gütern beladen und für die Fahrt als Blockadebrecher vorbereitet. Sie verließ Japan am 23. Dezember 1941, durchquerte den Pazifik, umrundete das [[Kap Hoorn]] und erreichte [[Bordeaux]] in Südfrankreich am 19. Februar 1942.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/blbr.htm Blockadebrecher 1941 - 1943]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. März 1943 lief die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; von Bordeaux zu einer erneuten Blockadefahrt aus. Ziel war Japan, mit Zwischenstopp in [[Jakarta]] ([[Indonesien]]). Zwar meldete die britische Funkaufklärung am 27. März das Auslaufen von mehreren deutschen Frachtschiffen aus der [[Gironde (Ästuar)|Gironde]] mit [[Zerstörer]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;geleit, aber die herbeibeorderten [[U-Boot]]e kamen zu spät, um die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; und die &#039;&#039;Portland&#039;&#039; abzufangen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/43-03.htm &amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. Mai erreichte die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; Jakarta. Von dort ging sie weiter nach Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1943 verließ die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; [[Kōbe]] mit einer Ladung von 3944 [[Tonne (Einheit)|t]] [[Naturkautschuk|Kautschuk]], 1826 t [[Zinn]] und 180 t [[Wolfram]]erz, mit Ziel Bordeaux.&amp;lt;ref&amp;gt;Mit an Bord waren die 47 Mann der ehemaligen deutschen Besatzung von &#039;&#039;[[U 511]]&#039;&#039;, das an Japan übergeben worden war. Sie gingen in Singapur von Bord und bildeten dann in [[Penang]] den Stamm der deutschen Basis für die [[U-Boot-Krieg#Die Monsun-Boote|Monsun-Boote]], die ab 1943 vor allem im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]], aber auch im Pazifik operierten. (http://www.u-boot-archiv.de/dieboote/u0511.php)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Singapur]] wurde am 10. Oktober erreicht, und das [[Kap der Guten Hoffnung]] wurde am 15. November umrundet. Zwar wurde das Schiff am 8. Dezember von einer auf [[Ascension]] stationierten [[Consolidated B-24|Liberator]] der [[United States Navy|US Navy]] gesichtet, aber es gelang Hellmann nicht nur, den auf sein Schiff angesetzten [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|alliierten]] Schiffen und Flugzeugen zu entgehen, sondern dabei auch die von alliierten Konvois in dichter Folge befahrenen nordatlantischen Konvoi-Routen [[Vereinigte Staaten|USA]]-[[Gibraltar]] (am 16./17. Dezember) und USA-[[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] (am 19. Dezember) unentdeckt zu kreuzen. Am 21./22. Dezember hatte Hellmann das Seegebiet nördlich der [[Azoren]] erreicht und änderte seinen Kurs ostwärts in Richtung [[Biskaya]] und Gironde-Mündung. Ab dem Morgen des 25. Dezember wurde sein Schiff von britischen, kanadischen und australischen [[Short Sunderland|Sunderland]]-[[Flugboot]]en beschattet, von denen eins abgeschossen werden konnte. Am Mittag des 25. Dezember wurde die &#039;&#039;Orsono&#039;&#039; dann von der am Vortage aus der Gironde zu diesem Zweck (&#039;&#039;Unternehmen Bernau&#039;&#039;) ausgelaufenen [[8. Zerstörerflottille (Kriegsmarine)|8. Zerstörerflottille]] und der 4. Torpedoboot-Flottille aufgenommen und in die Gironde eskortiert. Fliegerangriffe wurden von [[Junkers Ju 88|Ju 88]] [[Jagdflugzeug#Zerstörer|Fernjägern]] und der [[Flak]] der Schiffe abgewehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gironde wurde unversehrt erreicht, aber beim Einlaufen in die Gironde am 26. Dezember riss sich die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; am Wrack des &#039;&#039;[[Minenabwehrfahrzeug#Sperrbrecher|Sperrbrechers 21]]&#039;&#039; den [[Schiffsrumpf|Rumpf]] auf und musste mit einem zwölf Meter langen Riss auf den Strand gesetzt werden, um wenigstens die wertvolle Ladung zu retten. Diese wurde dann auf [[Schiff ohne eigenen Antrieb#Leichter|Leichter]] umgeladen und nach Bordeaux gebracht. Ein britischer Versuch am 31. Dezember, dies durch einen Bomberangriff zu verhindern und das Schiff vollends zu zerstören, scheiterte wegen schlechter Sicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.303rdbg.com/missionreports/094.pdf 303rd BG (H) Combat Mission No. 94, 31 December 1943, Target: Blockade Runner Ship &amp;quot;Orsono,&amp;quot; at Bordeaux] (PDF-Datei; 1,34&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Osorno&#039;&#039; war der letzte Überwasser-Blockadebrecher, der sein Ziel erreichte. Danach musste die Zufuhr kriegswichtiger Rohstoffe von und nach Ostasien durch Überwasserschiffe wegen der nahezu lückenlosen Feindüberwachung unterbleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/blbr.htm Blockadebrecher 1941–1943]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für die erfolgreichen Fahrten nach Japan und Versorgungsfahrten von Japan nach Bordeaux wurde Paul Hellmann am 31. Dezember 1943 gleichzeitig mit beiden Stufen des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]] (II. und I. Klasse) ausgezeichnet. Nur sechs Tage später, am 6. Januar 1944, wurde ihm als einzigem Angehörigen der Handelsmarine das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] verliehen. Die Verleihungszeremonie mit [[Großadmiral]] [[Karl Dönitz|Dönitz]] am 28. April 1944 wurde in der [[Die Deutsche Wochenschau|Deutschen Wochenschau]] Nr. 714 im Mai 1944 gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://cas.awm.gov.au/item/F01972 |text=Archivierte Kopie |archive-is=20121227021123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1940 hatte Hellmann das [[Kriegsverdienstkreuz]] II. Klasse mit Schwertern, 1942 das Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern sowie das [[Abzeichen für Blockadebrecher|Blockadebrecherabzeichen]] und am 5. Juni 1942 den [[Kriegsverdienstwimpel]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsmarine ==&lt;br /&gt;
Hellmann wurde am 1. Juli 1944 in die [[Kriegsmarine]] übernommen, nach kurzem Offizierslehrgang am 1. September 1944 zum Fähnrich zur See d.R. ernannt und zwei Monate später zum Leutnant zur See d.R. befördert. 1945 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant zur See d.R.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://pallas.cegesoma.be/pls/opac/opac.search?lan=n&amp;amp;seop=6&amp;amp;sele=51&amp;amp;sepa=9&amp;amp;doty=&amp;amp;sest=medailles+et+decorations--allemagne&amp;amp;chna=&amp;amp;senu=179665&amp;amp;rqdb=1&amp;amp;dbnu=1 Foto: Kapitän Hellmann mit dem Ritterkreuz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-02-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hellmann, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitän]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant zur See (Kriegsmarine der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hellmann, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kapitän, einziger Ritterkreuzträger der Handelsmarine&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gramzow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Februar 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg-Groß Flottbek]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.4</name></author>
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