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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Filialisierung_(Geographie)&amp;diff=870774</id>
		<title>Filialisierung (Geographie)</title>
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		<updated>2025-01-14T17:53:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.101: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Filialisierung&#039;&#039;&#039; bezeichnet in [[Geographie]], [[Immobilienwirtschaft]] und [[Stadtplanung]] die Verdrängung inhabergeführter Geschäfte des [[Einzelhandel]]s durch [[Filiale]]n größerer [[Handelsunternehmen]]. Der prozentuale Anteil an Filialen wird als &#039;&#039;&#039;Filialisierungsgrad&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortstypische Geschäfte werden aufgegeben, da ihre Inhaber die geforderten Mieten nicht mehr bezahlen können. An ihre Stelle treten Filialen national oder international operierender Großunternehmen, die aufgrund ihrer [[Marktmacht]], rationellerer Geschäftsprozesse und weiterentwickelter Geschäftskonzepte trotz hoher Mieten Gewinne machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein hoher Filialisierungsgrad kann zu homogenen gleichartigen Warenangeboten in den jeweiligen Geschäftszentren führen. Diese Homogenität wird häufig negativ bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ssg.geo.uni-muenchen.de/forschung/sz_serie/0702_Schroeder.shtml |wayback=20070314205157 |text=Seminar für Sozialwissenschaftliche Geographie: Die City muß permanent inszeniert werden}}, aufgerufen am 30. Dezember 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da jedoch Filialunternehmen häufig die [[Passantenfrequenz]] erhöhen und dadurch die bestehende Kaufkraft oftmals wie ein Magnet vor Ort halten, profitiert hiervon vielerorts nicht nur der filialisierte Einzelhandel selbst, sondern auch die lokalen Händler, die Gastronomie und im Endeffekt der gesamte Standort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das äußere Erscheinungsbild der jeweiligen Innenstadt kann positiv beeinflusst werden. Aufwändige Renovierungsmaßnahmen oder Gebäudesanierungen erfolgen oftmals erst, wenn Immobilieneigentümer einen langfristigen Mietvertrag mit einem wirtschaftlich stabilen Filialbetrieb schließen und die Finanzierung somit über einen langen Zeitraum gewährleistet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend für die Attraktivität eines Einkaufsstandorts ist daher seltener die Anzahl von Filialunternehmen, sondern eher die Kombination aus den verschiedenen Branchen und der Anbieterqualität. Erst ein zu großes einseitiges Angebot führt zu monotonen Innenstädten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/finanzen/article13368161/Ladenketten-erobern-Einkaufsmeilen-der-Staedte.html „Ladenketten erobern Einkaufsmeilen der Städte“], [[Die Welt]], 13.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.geographie.uni-marburg.de/vgt/Karten3/u11/Filialisierung.htm |text=Virtuelle Geographische Texte: Filialisierung |wayback=20070314225802}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Stadtplanung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelhandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.101</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fl%C3%A4chenressourcenmanagement&amp;diff=816892</id>
		<title>Flächenressourcenmanagement</title>
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		<updated>2025-01-14T17:43:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.101: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter &#039;&#039;&#039;Flächenmanagement&#039;&#039;&#039; versteht man im Allgemeinen die unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten optimale Koordination von Angebot und Nachfrage nach bestimmten Flächenarten (beispielsweise [[Wohnbau]]flächen; [[Gewerbefläche|Gewerbebauflächen]]) in einer Kommune oder Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsklärung ==&lt;br /&gt;
Als Flächenressourcen können alle Flächen zusammengefasst werden, die innerhalb der bestehenden [[Siedlungsstruktur]] von Städten und Dörfern liegen und derzeit nicht- oder nur [[Mindernutzung|mindergenutzt]] sind:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Bauplätze/[[Baulücke]]n&#039;&#039;&#039; (kurzfristig) sind alle Flächen, die aufgrund ihrer Größe (400–800&amp;amp;nbsp;m²), ihres geordneten Parzellenzuschnitts, bestehender Erschließung und vorliegenden [[Planungsrecht]]s (§ 34 BauGB) unmittelbar für Wohnbebauung geeignet sind. Ferner stehen keine sonstigen Probleme in Form bereits bestehender Gebäude oder etwa eines intensiven [[Wald]]bewuchses einer sofortigen Bebauung im Wege.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Nachverdichtung]]spotenziale&#039;&#039;&#039; (mittelfristig) sind Flächen im Innenbereich, die bereits eine Bebauung und Nutzung des Grundstückes vorweisen, welche aber bei weitem nicht der durch die Baunutzungsverordnung festgesetzten Obergrenze (GRZ und GFZ) entspricht. In den meisten Fällen existiert auf diesen Grundstücken die Möglichkeit, durch Teilung oder Bebauung in zweiter Reihe einen oder mehrere neue Bauplätze zu schaffen. Des Weiteren können auch Potenziale für vertikale Nachverdichtungen in Form von Gebäudeaufstockungen hierzu gezählt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Umnutzung]]spotenziale&#039;&#039;&#039; (mittel- bis langfristig) sind Flächen, die in der Vergangenheit bereits einer Nutzung unterlagen, die mittlerweile jedoch aufgegeben wurde. Die [[Brache|brachliegenden]] Flächen können nun einer neuen Nutzung zugeführt werden. Hierbei kann es im Gegensatz zu den anderen Flächenressourcen jedoch häufig zu besonderen Problemen in Form von [[Altlast]]en, Gebäudebeständen, veralteten Erschließungsanlagen etc. und damit zu zusätzlichen Kosten bei der Revitalisierung kommen. Häufig auftretende Formen von Umnutzungspotenzialen sind aufgegebene Gewerbe- und Industriestandorte, [[Militärfläche]]n, Bahnflächen sowie verfallene Wohn- und Landwirtschaftsbausubstanz in den Ortszentren.&lt;br /&gt;
# Flächen mit &#039;&#039;&#039;Entwicklungspotenzial&#039;&#039;&#039; (langfristig) hingegen sind Grundstücke im Innenbereich, die nicht sofort bebaubar sind. Gründe hierfür können zum einen eine fehlende Erschließung, ein ungeeigneter [[Parzelle]]nzuschnitt, eine nötige [[Bodenordnung]] bzw. Umlegung, vorhandene Bebauung durch kleinere Nebengebäude oder ein noch fehlende [[Planungsrecht|bauplanungsrechtliche]] Grundlage sein. Aufgrund ihrer Lage innerhalb der Siedlungsstruktur und zu bereits bestehenden Erschließungs- und Infrastrukturanlagen eignen sich diese Flächen aber für eine Entwicklung und bauliche Nutzung unter der Zielsetzung einer erfolgreichen [[Innenentwicklung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunale Ebene ==&lt;br /&gt;
Führt man die obenstehenden Sachverhalte zusammen, ist kommunales Flächenressourcenmanagement als Strategie bzw. Instrument zu verstehen, unter dem Ziel einer aktiven [[Innenentwicklung]] den Bedarf nach unterschiedlichen Flächenarten soweit möglich zunächst durch den Bestand innerörtlicher Flächenpotenziale zu decken. Die gemeindliche Entwicklung soll zunächst auf den vorhandenen Bestand an Flächen im Innenbereich gelenkt werden, bevor neue Siedlungsflächen an den Ortsrändern erschlossen werden. Vorrangiges Ziel ist es hierbei, eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine konsequente Ausnutzung vorhandener innerörtlicher Potentiale bietet den Kommunen eine Vielzahl an Chancen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bodenschutz]]&#039;&#039;&#039;: im Sinne des ökologischen Gleichgewichts Erhalt des unvermehrbaren Gutes Boden und seiner lebenswichtigen Funktionen (Schadstofffilter; Reinigungspuffer im Wasserkreislauf; Klimaregulator) in seinem natürlichen, unversiegelten Zustand&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Freiraumschutz]]&#039;&#039;&#039;: Erhalt von Natur- und Kulturlandschaft in ihrer Funktion als Lebensraum von Flora und Fauna, Frei- und Erholungsraum für den Menschen und Produktionsraum von Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
* Zuzug und Ansiedlung von Neubürgern in gewachsene Wohnviertel und damit Verbesserung der &#039;&#039;&#039;Integrationsmöglichkeit&#039;&#039;&#039; sowie Stärkung des sozialen und kulturellen Zusammenhalts und Lebens in der Kommune&lt;br /&gt;
* Ansiedlung von Unternehmen&lt;br /&gt;
* Effiziente Ausnutzung bestehender &#039;&#039;&#039;[[Infrastruktur]]&#039;&#039;&#039; im Innenbereich bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger neuer Infrastruktur im Außenbereich und damit &#039;&#039;&#039;Kostenersparnis&#039;&#039;&#039; für die öffentlichen Haushalte, insbesondere die Kommunen&lt;br /&gt;
* Erhalt bzw. Wiederherstellung &#039;&#039;&#039;lebendiger Stadt- und Dorfkerne&#039;&#039;&#039; durch Schaffung und Ansiedlung attraktiver Wohn- und Infrastrukturangebote im Innenbereich statt zunehmender Verlagerung dieser Funktionen an den Siedlungsrand und damit Erhalt und Steigerung der Standortattraktivität der Kommune (siehe Abb.) insgesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steigerung standortattraktivitaet3.png|mini|zentriert|Erhalt und Steigerung der Standortattraktivität der Kommune (Quelle: STEG GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.steg.de/ Stadtentwicklung GmbH]&amp;lt;/ref&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltige Innenentwicklung ==&lt;br /&gt;
Um die künftige Gemeindeentwicklung und den Bedarf an unterschiedlichsten Nutzflächen so weit möglich auf den Bestand an innerörtlichen Flächenpotenziale zu lenken und somit ein aktives Flächenressourcenmanagement zu betreiben, sind etliche Schritte notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestandsaufnahme ===&lt;br /&gt;
Erfolgreiche Innenentwicklung ist nicht ohne fundiertes aktuelles Wissen über innerörtliche Nutzungspotenziale, deren Entwicklungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen realisierbar. Grundlage ist ein Überblick über alle innerörtlichen Potenziale im gesamten Gemeindegebiet sowie das Vorliegen vielfältiger und aktueller Daten (Größe, Lage, Nutzung, [[Erschließung (Grundstück)|Erschließung]], Planungsrecht, Eigentümer, [[Altlast]]en, Restriktionen und Nutzungshemmnisse, Wert und Preis etc.) zu diesen Potenzialen. Diese Daten sind im Rahmen einer umfassenden &#039;&#039;Bestandsaufnahme&#039;&#039; als Grundlage eines Flächenressourcenkatasters ([[Begehung (Bauwesen)|Begehung]]; Beschaffung und Sichtung bestehender Daten und Planunterlagen) zu erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standortanalyse ===&lt;br /&gt;
Darauf aufbauend bedarf es einer intensiven &#039;&#039;[[Standortanalyse]]&#039;&#039;, welche der aufgenommenen Flächenpotenziale unter welchen Bedingungen (Nutzungsrestriktionen) für welche Nutzung besonders gut geeignet sind. Hierbei ist auch der aktuelle Bedarf bzw. die Marktsituation für unterschiedliche Flächennutzungsegmente zu beachten. Zudem ist auch bereits an diesem Punkt zu klären, welche Flächenpotenziale im Hinblick auf Erhalt und Steigerung der klein- und großräumigen Freiraum- und Aufenthaltsqualität in der Siedlung weiterhin von einer Bebauung freizuhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunales Informationssystem ===&lt;br /&gt;
Damit diese Informationen zu Potenzialen und ihren Merkmalen einerseits stets tagesaktuell sind, d. h. fortgeschrieben werden können, und andererseits Flächen nach ganz spezifischen Merkmalen identifiziert und herausgefiltert werden können, ist im Anschluss an die Bestandsaufnahme ein &#039;&#039;kommunales Informationssystem&#039;&#039; aufzubauen und einzurichten. Hierfür bieten [[Geoinformationssystem|Geographische Informationssysteme (GIS)]] durch die Verknüpfung von Karte und Sachinformationen sowie daran anknüpfbare themenspezifische relationale Datenbanken eine geeignete Basis. Da bei dem Prozess des Managements und der Aktivierung von Flächenpotenzialen zumeist eine Vielzahl von Akteuren (Stadtplanungsamt, Liegenschaftsamt, Wirtschaftsförderung, Eigentümer, Interessenten und Investoren, externe Planungs- und Ingenieurbüros usw.) involviert ist, stellt hier auch der Einsatz von webbasierten GIS- und Datenbankprodukten eine ideale Lösung dar. Ohne Zusatzkosten und Softwareinstallation können alle Akteure mit Zugangsberechtigung sich benötigte Daten beschaffen, ggf. Daten fortschreiben und so auch Daten austauschen und miteinander kommunizieren. Darüber hinaus bietet sich so auch die Möglichkeit, die Flächen über das Internet zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planungsphase ===&lt;br /&gt;
Anschließend folgt die &#039;&#039;Planungsphase&#039;&#039;. Hier sind aufbauend auf das [[städtebau]]liche Leitbild für die Gesamtgemeinde (falls vorhanden, ansonst hier auszuarbeiten) den aktuellen Flächenbedarf/Marktsituation sowie die Ergebnisse der erfolgten Standortanalyse Ziele, Strategien und Maßnahmen für die Nutzung und Aktivierung (Planungsrecht, Investition und Finanzierung …) der identifizierten Potenziale zu definieren. Hierbei müssen größere zusammenhängende innerörtliche Flächenareale als mögliche Impulsprojekte eine besondere Beachtung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktivierungsphase ===&lt;br /&gt;
Schließlich geht es in der &#039;&#039;Aktivierungsphase&#039;&#039; darum, die innerörtlichen Potenziale dem aktuellen Bedarf entsprechend ihrer zugedachten Nutzung zuzuführen und die in der Planungsphase formulierten Ziele und Strategien umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmen ===&lt;br /&gt;
Um das Flächenressourcenmanagement insgesamt voranzutreiben, sind unter anderem folgende &#039;&#039;Maßnahmen&#039;&#039; vorstellbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgerinformationsveranstaltung zwecks Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Innenentwicklung, [[Flächenverbrauch]], Ortskernvitalisierung; evtl. auch ganz zu Beginn des Prozesses bzw. zwecks Präsentation der Ergebnisse der Bestandsaufnahme durchzuführen&lt;br /&gt;
* ggf. Einrichtung einer Koordinations- und Beratungsstelle bei der Stadt: Koordination des Gesamtprozesses und der einzelnen Maßnahmen; Koordinations-, Kontakt- und Beratungsstelle für Flächeneigentümer (Anbieter) und Interessenten (Nachfrager); Fortschreibung und Pflege des Informationssystems&lt;br /&gt;
* Auflage problemspezifischer kommunaler Förderprogramme/Zuschüsse für Interessenten und Investoren bei der Aktivierung innerörtlicher Flächenpotenziale&lt;br /&gt;
* Veranstaltung von Immobilienbörse/-messe: einerseits Möglichkeit zur Präsentation aller kommunalen und privaten innerörtlichen Flächenangebote sowie möglicher Projekte, so weit von den Eigentümern gewünscht, vor einem breiten Publikum; andererseits Möglichkeit zur umfassenden Information für Interessenten und Investoren über derzeitige Flächenangebote; Knüpfung erster Kontakte und Info-austausch;&lt;br /&gt;
* Freischaltung von Teilen des Informationssystems als [[Immobilienportal|Immobilienplattform]] zwecks [[Standortmarketing]] und [[Flächenvermarktung]] über das Internet; ortsunabhängige Möglichkeit für Interessenten und Investoren sich über das gesamte Immobilienangebot zu informieren und exakt ihren Anforderungen entsprechende Flächen herauszufiltern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bedarf es auf die spezifische Problemsituation angepasste individuelle Maßnahmen bei der konkreten Aktivierung einzelner innerörtlicher Flächen/Flächenareale:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktkontakt mit den Betroffenen: intensive und behutsame Eigentümergespräche&lt;br /&gt;
* Beratung von Interessenten und Investoren über Nutzungs- und Fördermöglichkeiten, Problembehandlung etc.&lt;br /&gt;
* Einsatz geeigneter städtebaulicher Instrumente und [[Förderprogramm]]e (B-Plan; Abweichung; Befreiung; Sanierungs-, Entwicklungsmaßnahme; …)&lt;br /&gt;
* ggf. Zwischenerwerb einzelner Flächen durch die Kommune zwecks zielgerichteter Inwertsetzung, Vermarktung und Nutzung&lt;br /&gt;
* [[Projektentwicklung (Immobilien)|Projektentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolgskontrolle ===&lt;br /&gt;
Eine jährliche &#039;&#039;Erfolgskontrolle&#039;&#039; sollte anhand der Anzahl aktivierter Baulücken und Brachen Sinn, Strategie und Vorgehen des kommunalen Flächenressourcenmanagements prüfen und ggf. anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/bofaweb/berichte/bs08/bs08.html Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz - Kommunales Flächenmanagement Arbeitshilfe]&lt;br /&gt;
* [http://www.boden.bayern.de/ Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - Bodenschutz und Altlasten in Bayern]&lt;br /&gt;
* [http://www.cif-ev.de/ Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling e.V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.oesge-bw.de/ Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg - Portal zur ökologischen Stadt- und Gemeindeentwicklung Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.1000-bauluecken.de/ Architektenkammer Nordrhein-Westfalen - 1000 Baulücken in NRW]&lt;br /&gt;
* [http://www.stmugv.bayern.de/umwelt/boden/flaechensparen/res_management.htm Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - Kommunales Flächenressourcen-Management]&lt;br /&gt;
* [http://www.flaechennutzung.nrw.de/fnvnrw3/main.php?WINWIDTH=1020 Ministerium für Umwelt- und Naturschutz NRW - Flächennutzung und Flächenverbrauch in NRW]&lt;br /&gt;
* [http://www.melap-bw.de/themen/demogr_wandel.html Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum Baden-Württemberg - „Modellprojekt zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung innerörtlicher Potenziale (MELAP)“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flachenressourcenmanagement}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Stadtentwicklung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.101</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadth%C3%BCgel&amp;diff=86995</id>
		<title>Stadthügel</title>
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		<updated>2025-01-14T16:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.101: /* Weblinks */ funktioniert nicht mehr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadthügel&#039;&#039;&#039; sind ein Teilbereich der städtebaulichen Forschung und beschäftigen sich wie diese mit der Analyse der Stadt im Kontext mit der Begrifflichkeit „Mensch und Raum“. Der städteplanerische Ansatz basiert auf urbano-sozialen Utopien zur Entwicklung für die [[Agglomeration|Konglomerate]] der [[Megastadt|Megastädte]]. Im internationalen Sprachgebrauch spricht man von „Sustainable Cities“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Justus Dahinden]], ein Schweizer [[Architekt]] und Emeritus der [[Technische Universität Wien|TU Wien]], ist bekanntester Forscher auf diesem Gebiet. Die architekturtheoretischen Denkmodelle zum Stadthügel wurden u.&amp;amp;nbsp;a. auf der [[Interarch]] 83, der Weltbiennale der Architektur 1983 in [[Sofia]], ausgezeichnet. Neben ihm arbeiten andere Forscher an dieser Theorie, wie zum Beispiel Richard S. Levine, Ernst J. Yanarella, [[Taghi Radmard]] und [[Heidi Dumreicher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Die Ausführungen basieren auf einem Vortrag im ersten Global Village Symposium [[GLOBAL VILLAGE]] 93 aus Juni 1993:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Stadthügel ist ein dreidimensionales [[Urbanisierung|urban]]es [[Integrationssystem]]. Er kann zur Bildung neuer [[Stadt|Städte]] oder zur Sanierung von bestehenden Städten verwendet werden. Als Implantat wird er in gesellschaftlich oder funktional unterversorgte Quartiere eingepflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des Stadthügels verwirklicht bei hoher Bewohnerdichte außergewöhnliche Wohnwerte. Gleichzeitig wird räumliche Geborgenheit für die [[Gemeinschaft]] geboten. Die Lebensbereiche der Privatheit (das Wohnen) und der Öffentlichkeit (die [[Dienstleistung]]en, [[Zeitvertreib|Unterhaltung]] und Einrichtungen der [[Freizeit]]) liegen nicht mehr weit nebeneinander, sondern direkt übereinander; sie stören sich gegenseitig nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach oben abgetreppte Hügelstruktur mit den bewachsenen [[Terrasse (Gebäude)|Terrassen]] und [[Wintergarten|Wintergärten]] vor den Wohnungen weisen trotz Stadtnähe Vorteile des Einfamilienhauses im Grünen auf. Diese Hügelstruktur bildet eine schützende Überdachung des darunter liegenden Stadtraumes, der keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und darum mit wenig Aufwand ganzjährig betrieben werden kann. Es mindern sich die Kosten für den Unterhalt der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadthügel ist ökonomisch, weil er das [[Bauland]] doppelt nutzt. In der Sockelzone, die für jedermann zugänglich ist, werden Bedürfnisse des ganzen [[Stadtviertel|Quartier]]s befriedigt: Shopping, [[Gastronomie]], Gesundheitspark, [[Museum]], Kinocenter, [[Schule]]. Die Sockelzone bildet den zweiten Nutzungskomplex; ihn belastet die andere Hälfte der Landkosten. Kalkulationen haben ergeben, daß damit preisgünstige Wohnungen mitten in der Stadt entstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnungen beim Stadthügel haben viel Licht und Sonne; sie sind zudem lärmabgewandt. Zwischen den Stadthügeln können Groß[[biotop]]e angelegt werden. [[Raumgrün]] und [[Flächengrün]] kommen zusammen; [[Stadtlandschaft (Geographie)|Stadtlandschaft]] und [[Naturlandschaft]] sind nicht mehr gegensätzlich. Der Stadthügel ist gleichzeitig sein eigenes Markenzeichen: Eine Urform der Natur. Stadthügel erscheinen auch niedriger als sie wirklich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtraum, der sein Licht von oben bezieht und damit kosmische Bedeutung gewinnt, erfüllt die emotionalen Bedürfnisse der Bewohner nach Erlebnisdichte: Teilnahme, Begegnung, Sehen und Gesehen werden stehen im Vordergrund. Das Raumkonzept sorgt für ein erhöhtes WIR-Gefühl der Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtungen im Stadtraum können billiger erstellt und unterhalten werden, ähnlich einem Messehallenprinzip, bei dem die Nutzflächen in einfacher Weise den geänderten Ansprüchen angepasst werden können. Das Haus-im Haus-Prinzip bietet interessante Möglichkeiten der Gestaltung und der Ökonomie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ian Drummond, Terry Marsden (1999): &#039;&#039;The Condition of Sustainability&#039;&#039;. ISBN 0415194938&lt;br /&gt;
* [[Heidi Dumreicher]], [[Richard S. Levine]]: &#039;&#039;Stadthügel [[Wien Westbahnhof]], Zweiter Teil: Die Dreidimensionale Stadt. Projektbericht.&#039;&#039; Wien 1996&lt;br /&gt;
* [[Justus Dahinden]]: &#039;&#039;Architektur-Architecture&#039;&#039;. Krämer-Verlag, Stuttgart 1984. ISBN 3-7828-1601-3 &lt;br /&gt;
* TU Wien: &#039;&#039;Architektur &amp;amp; Bauforum „Der Raum und Ich“&#039;&#039;. Österreichischer Wirtschaftsverlag, Wien 1995&lt;br /&gt;
* TU Wien: &#039;&#039;Internationales Architektursymposium „MAN AND SPACE“&#039;&#039;. Eigenverlag, Wien 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.terrain.org/articles/13/strategy.htm Sustainable Cities]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stadthugel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Städtebau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hügel|-]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.101</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biotope_City&amp;diff=512222</id>
		<title>Biotope City</title>
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		<updated>2025-01-14T16:33:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.101: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Biotope City&#039;&#039;&#039; ist ein städteplanerisches und architektonisches [[Idee|Konzept]] der „Stadt als Natur“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://biotope-city.net/konzept/ |titel=Biotope City Konzept |sprache=de |abruf=2021-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das 2002 durch [[Helga Fassbinder]] mittels eines gleichnamigen internationalen [[Stadtplanung]]skongresses an der [[Technische Universität Eindhoven|Technischen Universität Eindhoven]] präsentiert wurde. Das Konzept bezieht sich explizit auf hochverdichtete Städte und postuliert eine neue grüne [[Ästhetik]] für den Städtebau, die mit einer neuen [[Formensprache]] nicht nur Forderungen der [[Nachhaltigkeit]] berücksichtigt, sondern auch den Menschen Ausdrucksformen für ihre Sehnsucht nach Naturnähe bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Das Konzept Biotope City begreift die [[Stadt]] als [[Natur]], d.&amp;amp;nbsp;h. die Stadt wird als eine der diversen Ausprägungen von Natur beschrieben. Damit wird die herkömmliche Auffassung eines Stadt-Land-Gegensatzes als eine nicht mehr haltbare Vorstellung zurückgewiesen. Begründet wird dies mit empirischen Befunden, die ausweisen, dass die [[Artenvielfalt|Biodiversität]] in Städten größer ist als auf dem Lande, das mit seiner Monokultur in weiten Teilen nur noch eine verarmte Form von Natur aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biotope City geht aus von einer integralen Sicht auf Leben in seinen vielfältigen Formen als einem sich wechselseitig bedingenden System, dem auch der Mensch zugehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 errichtete Helga Fassbinder die Stiftung Biotope City&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.biotope-city.net/foundation |titel=Foundation {{!}} Biotope City |zugriff=2018-08-06 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, deren Ziel es ist, das Konzept Biotope City durch Publikationen, Vortragstätigkeit, Medienarbeit und Modellprojekte zu propagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 gibt die Stiftung Biotope City zu diesem Zweck auch das Online-Journal &#039;&#039;Biotope City Journal&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.biotope-city.net/activities |titel=Biotope City Journal |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-08-06 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; heraus, an dem zahlreiche Fachleute verschiedener Disziplinen aus ganz Europa und den Vereinigten Staaten mitarbeiten. Das Journal enthält Artikel und Berichte in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biotope City Wienerberg ==&lt;br /&gt;
Seit den frühen 2010er Jahren entwickelte die Stiftung Biotope City gemeinsam mit der Stadt Wien eine Neubebauung des ehemaligen Coca-Cola-Geländes beim Wienerberg im [[Favoriten|10. Bezirk]]. Baubeginn war 2018. Es entstanden etwa 990 Wohnungen, davon 400 geförderte Wohnungen und 200 Smart-Wohnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=&lt;br /&gt;
https://www.biotopecity.wien/ |titel=Neuer Stadtteil „Biotope City“ |werk= |hrsg=Webseite der Stadt Wien |datum= |zugriff=2018-08-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;IBA Wien (Hrsg.): &#039;&#039;IBA-Folder: Biotope City Wienerberg.&#039;&#039; IBA Wien. Wien 2020. ([https://www.iba-wien.at/fileadmin/user_upload/documents/003_IBA_Projekte_u_Gebiete/02_Quartiere/Biotope_City/092_BiotopeCity_web.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Das neue Quartier mit dem Namen Biotope City Wienerberg wurde als „grüne“ Stadt umgesetzt, soll aber auch als „Stadtlabor, Forschungsraum und Experimentierfeld“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.iba-wien.at/nc/projekte/projekt-detail/ref/projectevent/project/biotope-city-cca/ |titel=Biotope City am ehemaligen Coca-Cola-Areal beim Wienerberg |werk= |hrsg=IBA Wien 2022 |datum= |zugriff=2018-08-02 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180802193019/https://www.iba-wien.at/nc/projekte/projekt-detail/ref/projectevent/project/biotope-city-cca/ |archiv-datum=2018-08-02 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dienen. Das Quartier ist Teil der [[Internationale Bauausstellung|Internationalen Bauausstellung]] in Wien 2022. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.biotope-city.net/&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bwk.tue.nl/biotope-city/ | wayback=20111231201506 | text=Biotope City}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Stadtplanung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtsoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.101</name></author>
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		<title>Strukturschwäche</title>
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		<updated>2025-01-14T15:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;185.109.154.101: /* Weblinks */ funktioniert nicht mehr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Strukturschwäche&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;strukturschwache Räume&#039;&#039;&#039; ist eine Bezeichnung aus der [[Raumordnung]] und wird zuweilen [[Euphemismus|euphemistisch]] durch den Begriff &#039;&#039;Räume mit Stabilisierungsbedarf&#039;&#039; ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition in Deutschland ==&lt;br /&gt;
{{Deutschlandlastig}}&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlich strukturschwachen Regionen werden durch den Bund-Länder-Koordinierungsausschuss der [[Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur|Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“]] (GRW) nach bundeseinheitlichen Kriterien festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;drs&amp;quot;&amp;gt;Antwort zu Frage 1 auf {{BT-Drs|19|14794}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundlage ist der Regionalindikator, der sich aus den folgenden vier gewichteten Indikatoren zusammensetzt:&lt;br /&gt;
# regionales Einkommen: Bruttojahreslohn je Beschäftigen (40 Prozent),&lt;br /&gt;
# regionale Arbeitsmarktentwicklung: regionale [[Arbeitslosenquote]] (45 Prozent),&lt;br /&gt;
# zukünftige Erwerbstätigenentwicklung: mittelfristige Prognose der regionalen Erwerbstätigkeit in Relation zur gesamtdeutschen Entwicklung (7,5 Prozent) und&lt;br /&gt;
# [[Infrastruktur#Arten der öffentlichen Infrastruktur|Infrastruktur]]&amp;amp;shy;ausstattung: aus mehreren Einzelindikatoren zusammengesetzter Infrastrukturindikator (7,5 Prozent).&amp;lt;ref name=&amp;quot;drs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strukturschwäche einer Region bezieht sich daher allgemein auf drei [[Standortfaktor]]en:&lt;br /&gt;
* geringe Wirtschaftskraft,&lt;br /&gt;
* stagnierende Bevölkerungsentwicklung und&lt;br /&gt;
* schlechte Erreichbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geringe Wirtschaftskraft ==&lt;br /&gt;
Strukturschwache Räume sind häufig landwirtschaftlich geprägte Regionen mit einem Mangel an Arbeitsplätzen in der [[Industrie]] ([[Wirtschaftssektor#Sekundärsektor (Industrieller Sektor, Produktion)|Sekundärsektor]]) und im [[Wirtschaftssektor#Tertiärsektor (Dienstleistungssektor)|Dienstleistungssektor]]. Die [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] in der [[Landwirtschaft]] ([[Wirtschaftssektor#Primärsektor (Urproduktion)|Primärsektor]]) fällt in der Regel deutlich geringer aus als im Sekundär- und Tertiärsektor, außerdem besitzt sie eine geringe Innovationsdynamik und einen deutlichen Rückgang an Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mangel an Arbeitsplätzen und an ausgebildeten Facharbeitern führt auf der einen Seite zu einer Abwanderung von Wirtschaftsbetrieben, auf der anderen Seite zu einer abnehmenden Steuerkraft für die betroffenen Gemeinden, was wiederum durch den Rückgang von Aus- und Weiterbildungsangeboten, Freizeiteinrichtungen und medizinischer Versorgung eine niedrigere Lebensqualität zur Folge hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch können sich auch Industrieregionen zu strukturschwachen Räumen entwickeln, wie sich in Deutschland am Beispiel des [[Ruhrgebiet]]es aufzeigen lässt: Die im 19. und 20. Jahrhundert vor allem durch [[Steinkohlenbergbau|Steinkohleförderung]] und [[Stahlindustrie]] geprägte Region sah sich einer tiefgreifenden [[Strukturkrise]] ausgesetzt, als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beide Wirtschaftsbereiche aufgrund des technischen und industriellen Wandels deutlich an Wirtschaftskraft verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stagnierende Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der niedrigen Standortattraktivität gibt es in strukturschwache Regionen nur schwache Zuwanderung, während gleichzeitig vor allem vorwiegend junge und dynamische Bevölkerungsgruppen abwandern. Ein stagnierendes Bevölkerungswachstum oder sogar ein [[Bevölkerungsrückgang]] sind Indizien für strukturschwache Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlechte Erreichbarkeit ==&lt;br /&gt;
Strukturschwache Räume liegen häufig in [[Peripherie|peripheren]], weit von den Ballungsräumen entfernten Gebieten. Durch ihre meist geringe [[Bevölkerungsdichte]] sind sie nur schwach in das öffentliche Verkehrsnetz eingebunden, so dass die Bewohner der strukturschwachen Region Arbeitsorte außerhalb ihrer Region nur unter Schwierigkeiten erreichen können, was wiederum die Abwanderung begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Lebensbedingungen in strukturschwachen Räumen zu sichern, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, die im Fokus des politischen Handelns stehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Regionaler Strukturwandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Akademie für Raumforschung und Landesplanung: Positionspapier Nr. 72 „10 Thesen zu Entwicklungen, Strukturen, Problemen und Lösungsstrategien peripherer, strukturschwacher Regionen in Bayern“; Hannover 2007.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Dürig: &#039;&#039;Strukturschwäche von Regionen und Förderpolitik.&#039;&#039; In:&#039;&#039; Regionalwirtschaft – Global denken, lokal und regional handeln.&#039;&#039; ISBN 3-88-640136-7.&lt;br /&gt;
* Norbert Eickhof: &#039;&#039;Strukturkrisenbekämpfung durch Innovation und Kooperation.&#039;&#039; Tübingen 1982, ISBN 3-16-344519-5.&lt;br /&gt;
* Heinz-Ditrich Ortlieb, Friedrich-Wilhelm Dörge: &#039;&#039;Wirtschaftsordnung und Strukturpolitik.&#039;&#039; Leske Verlag, Opladen 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/28678/publicationFile/180/stellungnahme-demografischer-wandel-und-daseinsvorsorge-in-duenn-besiedelten-peripheren-raeumen.pdf Demografischer Wandel und Daseinsvorsorge in dünn besiedelten peripheren Räumen] (PDF; 677&amp;amp;nbsp;kB) Juni 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strukturschwache}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Raumordnung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumordnung (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
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