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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Sambation</title>
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		<updated>2024-08-19T19:58:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.3.212.170: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Sambation&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Sambatyon&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;Sanbatyon&#039;&#039; und &#039;&#039;Sabbatyon&#039;&#039; ({{heS|סמבטיון}}) bezeichnet nach [[rabbinisch]]er Tradition den legendären Fluss, hinter den die zehn [[Verlorene Stämme Israels|verlorenen Stämme Israels]] durch den [[Assyrer|assyrischen]] König [[Salmanassar V.]] vertrieben worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Sambation ist ein mythischer Fluss, der an sechs Tagen der Woche unüberquerbar ist, weil er in seiner reißenden Strömung mit voller Kraft Steine und Sand mit sich führt. Am [[Sabbat]] jedoch bleibt der Fluss stehen und ist nun wegen der Sabbatvorschriften für die exilierten Juden unpassierbar. Möglicherweise hat dieser Umstand etwas mit dem Namen zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der frühen Erwähnung des Flusses in rabbinischen Quellen wird er bereits auch bei [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] in dessen [[Naturalis historia]] erwähnt. [[Josephus]] lokalisierte den Fluss zwischen Arka (im Norden Libanons) und [[Raphaneia]] (in Syrien). In der nachtalmudischen Zeit stieg die Legendenbildung um den Sambation an. Der jüdische Reisende [[Eldad ha-Dani]] (9. Jahrhundert) behauptete, der Fluss schließe nicht alle zehn Stämme ab, sondern nur die Nachkommen von Moses. Zudem führe der Fluss kein Wasser, sondern nur Steine und Sand mit sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Abraham Epstein: &#039;&#039;Eldad ha-Dani.&#039;&#039; Pressburg 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fluss fand auch Erwähnung in den [[Alexanderroman]]en und in den christlichen [[Antichrist]]legenden des Mittelalters. Im deutschen und [[jiddisch]]en Sprachraum war die Rede von den [[Rote Juden|„roten Juden“]] (bzw. jiddisch „rojte jidlech“), die sich hinter dem Fluss bereithielten, um beim letzten Gericht zusammen mit dem Antichrist sich an den Christen zu rächen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andrew C. Gow: &#039;&#039;The Red Jews: Antisemitism in an Apocalyptic Age, 1200–1600.&#039;&#039; Brill 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Analoge Vorstellungen gab es in den verschiedenen [[Messianische Bewegungen|messianischen Bewegungen]] auch auf jüdischer Seite.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Rebekka Voß]]: &#039;&#039;Umstrittene Erlöser. Politik, Ideologie und jüdisch-christlicher Messianismus in Deutschland, 1500–1600.&#039;&#039; Göttingen 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Eldad ha-Dani versuchten auch andere jüdische Reisende, den sagenumwobenen Fluss zu finden. So wird der Reisebericht des [[Petachja aus Regensburg]] damit eingeleitet, dass seine Reise ihn bis zum Sambation geführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Annelies Kuyt: &#039;&#039;Die Welt aus sefardischer und ashkenazischer Sicht: Die mittelalterlichen hebräischen Reiseberichte des Benjamin von Tudela und des Petachja von Regensburg.&#039;&#039; In: [[Xenja von Ertzdorff-Kupffer]] (Hg.): Erkundung und Beschreibung der Welt. Amsterdam 2003, S. 211–231&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls im 12. Jahrhundert machte sich der spanische Kabbalist [[Abraham Abulafia]] auf eine Reise in den Orient, mit der Absicht den Sambation zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Heinrich Graetz]]: &#039;&#039;Geschichte der Juden&#039;&#039;,  Bd. 7, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hillel Halkin: &#039;&#039;Across the sabbath river. In search of a lost tribe of Israel.&#039;&#039; Boston 2002, ISBN 978-0618029983.&lt;br /&gt;
* Shalva Weil: &#039;&#039;Beyond the Sabatyon. The Myth of the Ten Tribes.&#039;&#039; Tel Aviv 1991.&lt;br /&gt;
* {{EJ2|17|743|744|SAMBATYON|A.Ro.|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{JE|1=https://www.jewishencyclopedia.com/articles/13062-sambation-sanbation-sabbation-sambatyon|2=SAMBATION, SANBATION, SABBATION|3=M. Seligsohn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4325440-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Legende]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythischer Fluss]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.3.212.170</name></author>
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		<title>Abraham ben David von Posquières</title>
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		<updated>2024-08-14T13:52:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.3.212.170: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Abraham ben David von Posquières&#039;&#039;&#039; {{heS|&#039;&#039;&#039; אברהם בן דוד מפּוֹשְקְיֶרָה &#039;&#039;&#039;}}, auch bekannt unter dem [[Akronym]] &#039;&#039;&#039;RABaD (für &#039;&#039;Rabbeinu Abraham ben David&#039;&#039;) (III)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dies zur Unterscheidung von [[Abraham ben Isaak von Narbonne|Abraham ben Isaak aus Narbonne]] („Rabad II“) und [[Abraham ibn Daud]] („Rabad I“), vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. {{JE|1=http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=417&amp;amp;letter=A|2=ABRAHAM IBN DAUD (=DAVID) HA-LEVI|3=[[Jakob Guttmann (Rabbiner)|Jakob Guttmann]]|Band=1|SeiteVon=101|SeiteBis=103}}, 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;, {{heS|&#039;&#039;&#039; ראב&amp;quot;ד&#039;&#039;&#039;}} (geboren ca. [[1125]] in [[Narbonne]]; gestorben am [[27. November]] [[1198]] in [[Vauvert (Gard)|Posquières]]) war ein [[talmud]]ischer Gelehrter in der Provence. Er ist vor allem durch seine Kritik der Werke von [[Maimonides]] bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abraham ben David studierte bei [[Moses ben Joseph ben Merwan ha-Levi]] und [[Meschullam ben Jacob]] von [[Lunel]], zwei der einflussreichsten und angesehensten Gelehrten der Zeit. Nach Abschluss seiner Studien erwarb er sich Bekanntheit in [[Montpellier]] und [[Nîmes]] sowie großen Reichtum (er soll mit Textilien gehandelt haben) und ließ sich schließlich in Posquières nieder, wo er, abgesehen von einer kurzen Zeitspanne (1172–73), als er nach Narbonne und [[Carcassonne]] vor der Feindschaft des örtlichen Landesherrn geflohen war, seinen ständigen Wohnsitz hatte. Er gründete und leitete in Posquières eine [[Jeschiwa]], deren Studenten von weither stammten: aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Nordafrika, Italien, Palästina und slawischen Ländern. Für die Bedürfnisse von mittellosen Schülern sorgte er aus seinen eigenen Mitteln. Zahlreiche seiner Schüler und engen Anhänger wurden selbst zu herausragenden Rabbinern und Autoren in den jüdischen Gemeinden der Provence. [[Nachmanides]] beschreibt seine Gelehrtheit und Frömmigkeit, und [[Salomo Adret]] sagt, dass Rabad die Tiefen der [[Tora]] „wie aus dem Mund von [[Mose]]s offenbarte und die Schwierigkeiten erklärte“. Sämtliche zeitgenössische Kommentatoren von Maimonides sind auch respektvolle Studenten von Rabad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham ben David war der Schwiegersohn von [[Abraham ben Isaak von Narbonne|Abraham ben Isaak]] aus [[Narbonne]] (um 1080–1158).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Erich Grözinger]]: &#039;&#039;Jüdisches Denken. Band 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus.&#039;&#039; Campus, Frankfurt am Main / New York 2005, ISBN 978-3-593-37513-7, S. 211&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Rabad entfaltete eine vielfältige literarische Aktivität. Er verfasste [[Kodex|Kodizes]] des rabbinischen Gesetzes, Kommentare zu verschiedenen Unterarten der talmudischen Literatur, [[Response (Judentum)|Responsen]], [[Homiletik|homiletische]] Abhandlungen sowie &#039;&#039;Hassagot&#039;&#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. kritische Kommentare zu Standardwerken der [[Rabbinische Literatur|rabbinischen Literatur]]. Diese &#039;&#039;Hassagot&#039;&#039; sind seine letzten Werke. Er kommentierte unter anderem die [[Halacha|Halachot]] von [[Isaak Alfasi]] sowie Mischneh Torah von Maimonides. Rabads wichtigster Kodex heißt &#039;&#039;Baale ha-Nefesch&#039;&#039; („Besitzer der Seele“) und behandelt in sieben Kapiteln Gesetze mit Bezug auf das Verhalten zu Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;בעלי הנפש / Ba’alei ha-Nefesh&#039;&#039;, hrsg. von Y. Kafaḥ, Mosad ha-Rav Ḳuḳ, Jerusalem 1964. (Digitalisate: [http://www.hebrewbooks.org/8785 1.], [http://www.hebrewbooks.org/14614 2.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{JE|1=http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=420&amp;amp;letter=A|2=Abraham ben David of Posquières|3=[[Louis Ginzberg]]}}.&lt;br /&gt;
* Biti Roi: [http://jwa.org/encyclopedia/article/baalei-ha-nefesh &#039;&#039;Ba’alei Ha-Nefesh.&#039;&#039;] In: Paula Hyman, [[Dalia Ofer]] (Hrsg.): &#039;&#039;Jewish Women: A Comprehensive Historical Encyclopedia.&#039;&#039; Shalvi Publishing Ltd. / Jewish Women’s Archive, Brookline, MA 2009.&lt;br /&gt;
* Haym Soloveitchik: &#039;&#039;Rabad of Posquières: A programmatic essay.&#039;&#039; In: Imanu’el Etkes, Yosef Salmon (Hrsg.): &#039;&#039;Studies in the History of Jewish Society in the Middle Ages and the Modern Period.&#039;&#039; Magnes Press, Hebrew University, Jerusalem 1980, 7–40.&lt;br /&gt;
* [[Isadore Twersky]], [[David Derovan]]: Artikel &#039;&#039;ABRAHAM BEN DAVID OF POSQUIÈRES.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Encyclopaedia Judaica]].&#039;&#039; 2. Aufl., Band 1, S. 296–298.&lt;br /&gt;
* Isadore Twersky: &#039;&#039;Rabad of Posquières: A Twelfth-Century Talmudist.&#039;&#039; Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts 1962.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100966772|LCCN=n80086190|NDL=|VIAF=8687273}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Abraham Ben David Von Posquieres}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1198]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Abraham ben David von Posquières&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rabad (Akronym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1125&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Narbonne]], [[Grafschaft Toulouse]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 1198&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vauvert (Gard)|Posquières]], [[Grafschaft Toulouse]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.3.212.170</name></author>
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