<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=178.165.199.50</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=178.165.199.50"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/178.165.199.50"/>
	<updated>2026-06-11T15:50:05Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phaiaken&amp;diff=116713</id>
		<title>Phaiaken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phaiaken&amp;diff=116713"/>
		<updated>2024-11-28T16:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.165.199.50: Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Francesco Hayez 028.jpg|miniatur|[[Francesco Hayez]]: &#039;&#039;[[Odysseus]] am Hof des [[Alkinoos (Sohn des Nausithoos)|Alkinoos]]&#039;&#039; (1815; [[Galleria Nazionale di Capodimonte]], Neapel)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Phaiaken&#039;&#039;&#039; ({{grcS|Φαίακες|Phaíakes}}, deutsch auch &#039;&#039;&#039;Phäaken&#039;&#039;&#039; aus {{laS|Phaeaces}}) sind ein Volk der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]], das nach [[Homer]]s &#039;&#039;[[Odyssee]]&#039;&#039; in [[Scheria]] lebte, nach den wesentlich später verfassten &#039;&#039;[[Argonautika]]&#039;&#039; des [[Apollonios von Rhodos]] auf der Insel Drepane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Odysseus and Nausicaa.jpg|miniatur|[[Pieter Lastman]]: &#039;&#039;[[Odysseus]] und [[Nausikaa (Mythologie)|Nausikaa]]&#039;&#039; (1619; [[Alte Pinakothek]], München)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phaiaken werden bei Homer einerseits als gastfreundlich charakterisiert,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 8,31–33 und 387–389&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits als Fremden gegenüber reserviert und diese nicht gerne bewirtend.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 7,32–33&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie konnten ein glückliches und sorgenfreies Leben führen, da Scheria, bedingt durch die vorherrschenden Westwinde, sehr fruchtbar&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 5,34&amp;lt;/ref&amp;gt; war und dort alles in Fülle wuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich lebten die Phaiaken nach Homer in [[Hyperion (Titan)|Hyperions]] Gefilden, nahe den [[Kyklopen]],&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 6,4–5&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden dann aber von [[Nausithoos (Sohn des Poseidon)|Nausithoos]], dem Sohn des Poseidon und der [[Periboia (Tochter des Eurymedon)|Periboia]], nach Scheria geführt,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 6,5–10&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie von den Kyklopen immer wieder überfallen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phaiaken sollen begnadete Schiffbauer und [[Seefahrer]] gewesen sein, die ohne Steuermann oder -ruder mit ihren Schiffen, als hätten sie Flügel, über das Meer fuhren.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 8,557–563&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frauen waren für ihre Webkunst bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 7,109–111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Odysseus]] auf der letzten Station seiner Reise den Strand des Phaiakenlandes erreicht, begegnet er dort am nächsten Tag der jungen [[Nausikaa (Mythologie)|Nausikaa]],&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 6,139–141&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihm den Weg in die Stadt und zum Palast ihrer Eltern weist. Ihre Mutter war [[Arete (Mythologie)|Arete]], ihr Vater König [[Alkinoos (Sohn des Nausithoos)|Alkinoos]], der Sohn des [[Nausithoos (Sohn des Poseidon)|Nausithoos]]. Die Gunst der Eltern gilt es zuallererst zu gewinnen, da ihre Weisheit und ihr Rat allseits geachtet werden. Als Odysseus die Stadt betritt, hüllt ihn [[Athene]] mit „heiligem Nebel“ ein, den sie über sein Haupt ergießt, um ihn dadurch den Blicken der Phaiaken zu entziehen. Odysseus ist erstaunt über Pracht und Reichtum des Palastes, als er ihn betritt. Ihm gelingt es, das Vertrauen des Königspaars zu erlangen und Alkinoos verspricht, Odysseus mit einem phaiakischen Schiff in dessen Heimat [[Ithaka]] zu bringen. Nachdem am nächsten und übernächsten Tag zu Ehren des Odysseus Wettkämpfe und Gastmähler abgehalten werden, während derer Odysseus seine wahre Identität preisgibt,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 9,19&amp;lt;/ref&amp;gt; das verlockende Angebot ausschlägt, Nausikaa zu heiraten und ein unbeschwertes Leben in Scheria zu genießen, bringen ihn die Phaiaken nach Ithaka.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 13,119; [[Hyginus Mythographus]], &#039;&#039;[[Genealogiae|Fabulae]]&#039;&#039; 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sich dafür an den Phaiaken zu rächen, verwandelt der Meeresgott [[Poseidon]] das Schiff, das Odysseus nach Ithaka gefahren hat, auf der Rückfahrt kurz vor Erreichen des Hafens Scheria in einen Felsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &#039;&#039;Odyssee&#039;&#039; 13,159–164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich gemäß einer nach-homerischen Legende von [[Phaiax (Mythologie)|Phaiax]] her, dem Sohn des Poseidon und der [[Nymphe]] [[Gorgyra (Mythologie)|Gorgyra]] (von der sich angeblich der antike Name &#039;&#039;Kerkyra&#039;&#039; für die Insel [[Korfu]] ableiten lässt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Im übertragenen Wortsinn wird der Begriff &#039;&#039;Phäaken&#039;&#039; benutzt, um geruhsam und üppig dahinlebende Leute zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise in Leonid Arbusow’s &#039;&#039;Grundriss der Geschichte Liv-, Est- und Kurlands&#039;&#039; (Riga 1908, Nachdruck Hannover 1972), S. 267: „Ein Phäakentum hat sich hier nicht herausgebildet. Der Gutsbesitzer lebte auf seinen Gütern, inmitten der Bauern; den größten Teil des Jahres fesselte ihn die Wirtschaft, der er sich bis ins kleinste widmete, an seinen Sitz.“&amp;amp;nbsp;– Zur Verwendung für Wien vgl. Adolf Hitlers &#039;&#039;Mein Kampf&#039;&#039; (München 1925), S. 20: „Fünf Jahre Elend und Jammer sind im Namen dieser Phäakenstadt für mich enthalten.“&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Band &#039;&#039;Wien wörtlich&#039;&#039; (1948) von [[Josef Weinheber]] findet sich das Gedicht &#039;&#039;Der Phäake&#039;&#039;, das folgendermaßen beginnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich hab sonst nix, drum hab ich gern&lt;br /&gt;
ein gutes Papperl, liebe Herrn:&lt;br /&gt;
Zum Gabelfrühstück gönn ich mir&lt;br /&gt;
ein Tellerfleisch, ein Krügerl Bier,&lt;br /&gt;
schieb an und ab ein Gollasch ein,&lt;br /&gt;
(kann freilich auch ein [[Bruckfleisch]] sein),&lt;br /&gt;
ein saftiges Beinfleisch, nicht zu fett,&lt;br /&gt;
sonst hat man zu Mittag sein Gfrett.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Weinheber: &#039;&#039;Wien wörtlich. Gedichte.&#039;&#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1972, S.&amp;amp;nbsp;71&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gedichtereichesoesterreich.at/weinheber_gedichte_1.htm#Der_Ph%C3%A4ake &#039;&#039;Der Phäake&#039;&#039;], in &#039;&#039;Oesterreichische Poesie. Eine Anthologie.&#039;&#039; Weinheber-Gedichte 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Friedrich Schiller]] beschrieb in einem Zweizeiler &#039;&#039;(Donau in **)&#039;&#039; die Phaiaken als müßig im Luxus dahinlebende Menschen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mich umwohnt mit glänzendem Aug’ das Volk der Phaiaken;&lt;br /&gt;
Immer ist’s Sonntag, es dreht immer am Herd sich der Spieß.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|3,2|2203|2219|Phaiaken|[[Otto Jessen (Philologe)|Otto Jessen]]|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sagen.at/texte/sagen/sagen_klassisches_altertum/gustav_schwab/teil_3/phaiaken.html Odysseus bei den Phaiaken in der Nacherzählung Gustav Schwabs]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Odysseus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.165.199.50</name></author>
	</entry>
</feed>