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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Lothal</title>
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		<updated>2025-02-16T17:07:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.165.174.195: /* Perlenfabrik und Heiligtum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=22/31/17/N |EW=72/14/58/E |type=landmark |region=IN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:IVC Map.png|mini|Ausdehnung und wichtigste Stätten der Indus-Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal Plan.png|mini|Plan der Ausgrabung von Lothal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lothal&#039;&#039;&#039; [{{IPA|/ˈloːtʰəl/}}] ({{guS|લોથલ}} ‚Hügel der Toten‘) war eine wichtige Stadt der antiken [[Indus-Kultur]]. Die im heutigen [[Liste der indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien|Bundesstaat]] [[Gujarat]] gelegene und aus dem 24. Jahrhundert v. Chr. stammende Stadt ist [[Indien]]s wichtigste [[Archäologie|archäologische]] Stätte aus dieser Ära.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal liegt in der Nähe der Stadt Saragwala im [[Taluk]] (eine administrative Einheit) [[Dholka]] des Bezirks [[Ahmedabad]], sechs Kilometer südöstlich der Station Lothal-Bhurkhi der Eisenbahnlinie Ahmedabad–[[Bhavnagar]], und ist auch an die Allwetterstraßen nach Ahmedabad (85&amp;amp;nbsp;km), Bhavnagar, [[Rajkot]] und Dholka angeschlossen. Die nächstgelegenen Städte sind Dholka und Bagodara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kai (Uferbauwerk)|Kai/Quai]] von Lothal – der älteste bekannte Quai der Welt – verband die Stadt mit einem alten Verlauf des [[Sabarmati]] auf der Handelsstraße zwischen [[Harappa]] in [[Sindh]] und der Halbinsel [[Kathiawar|Saurashtra]], als die umgebende Wüste [[Rann von Kachchh|Kachchh]] noch ein Teil des [[Arabisches Meer|Arabischen Meeres]] war. In alten Zeiten war es ein lebhaftes und florierendes Handelszentrum, von wo aus Perlen, Edelsteine und wertvolle Schmuckstücke bis nach [[Vorderasien]] gehandelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entdeckung im Jahre 1954 leitete der [[Archaeological Survey of India]] (ASI) vom 13. Februar 1955 bis zum 19. Mai 1960 die Ausgrabung. Dabei förderte man die Siedlung und das Hafengelände zu Tage. Nach der Wiederaufnahme der Ausgrabungen legten die Archäologen Suchgräben an den nördlichen, östlichen und westlichen Flanken des Hügels an und entdeckten dabei die Kanäle und &#039;&#039;nullah&#039;&#039; ([[Canyon]]s oder Gullies), die den Hafen mit dem Fluss verbanden. Die Funde umfassten einen Hügel, eine Siedlung, einen Marktplatz und den Hafen. In der Nähe der Ausgrabungsstätte befindet sich das Archäologische Museum, in dem eine der bekanntesten Sammlungen von Objekten aus der Indus-Kultur im modernen Indien ausgestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal wurde 2014 auf die Tentativliste des [[UNESCO-Welterbe]]s aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://whc.unesco.org/en/tentativelists/5918/ Archaeological remains of a Harappa Port-Town, Lothal]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Namens Lothal, der aus den Gujarati-Wörtern &#039;&#039;Loth&#039;&#039; und &#039;&#039;(s)thal&#039;&#039; zusammengesetzt ist und als „Hügel der Toten“ übersetzt wird, ist nicht ungewöhnlich, da der Name der Stadt [[Mohenjo-Daro]] in [[Sindhi]] das Gleiche bedeutet. Die Menschen in den späteren Nachbarorten von Lothal wussten von der Präsenz einer alten Stadt und menschlichen Überresten. Noch 1850 konnten Boote bis an den Hügel heransegeln, und 1942 wurde Holz per Schiff von Bharuch nach Saragwala gebracht. Ein versandeter Flussarm zwischen dem heutigen Bholad sowie Lothal und Saragwala zeigt den alten Verlauf eines Flusses.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Teilung Indiens]] 1947 fielen die meisten Städte der Indus-Kultur, darunter Mohenjo-Daro und [[Harappa]], auf [[pakistan]]isches Gebiet. Der [[Archaeological Survey of India]] begann deshalb ein neues Forschungsprojekt und entdeckte mehrere Orte rund um Gujarat. Zwischen 1954 und 1958 wurden mehr als 50 Orte auf den Halbinseln Kutch und Saurashtra ausgegraben, wodurch sich zeigte, dass die Indus-Kultur um 500&amp;amp;nbsp;km weiter nach Osten zum Fluss Kim reichte, wo Bhagatrav an die Flusstäler von [[Narmada]] und [[Tapti]] grenzt. Lothal ist 270&amp;amp;nbsp;km von Mohenjo-Daro in [[Sindh]] entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bradnock, &#039;&#039;Rajasthan and Gujarat Handbook. The Travel Guide&#039;&#039;, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der relativ geringen Dimensionen des Stadtzentrums gab es Spekulationen, dass Lothal insgesamt keine große Ansiedlung und der vermeintliche Hafen vielleicht ein Bewässerungsreservoir war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Port&amp;quot;&amp;gt;Lawrence S. Leshnik, &#039;&#039;The Harappan „Port“ at Lothal — Another View&#039;&#039;, in: &#039;&#039;American Anthropologist&#039;&#039; N. S. 70, 1968, 5, S. 911–922.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ASI und weitere Archäologen versichern jedoch, dass die Stadt Teil eines Flusssystems auf der alten Handelsroute von Sindh nach Saurashtra in Gujarat war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde auf Friedhöfen deuten an, dass die Einwohner von [[Drawiden|dravidischer]], [[proto-australoid]]er oder [[Mittelmeer|mediterraner]] [[Physiognomie]] gewesen sein dürften. Lothal bietet die größte indische Sammlung vorgeschichtlicher archäologischer Funde.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 30f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wesentlichen sind die Funde der Indus-Kultur zuzuordnen. Außerdem existierte eine [[Indigene Völker|indigene]] [[Glimmer]]-Red-Töpfer-Ware, die zeitlich vermutlich vor der Indus-Kultur lag. Man unterscheidet zwei Teilperioden der Indus-Kultur; die Haupt-Periode (2400–1900 v. Chr.) ist identisch mit der eigentlichen Kultur von Harappa und Mohenjo-Daro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gujarat Gulfs.jpg|mini|Im Nordwesten von Lothal befindet sich die Halbinsel Kutch, die bis vor kurzem Teil des Arabischen Meeres war. Deshalb und wegen der Nähe zum [[Golf von Cambay]] bot der Fluss von Lothal direkten Zugang zu den Seewegen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lothal blühte die Indus-Kultur noch, als sie in Mohenjo-Daro und Harappa bereits verfallen war. Aber tropische Stürme und Fluten sorgten für immense Zerstörungen, die die Kultur destabilisierten und schließlich zum Ende brachten. Die topografische Analyse weist darauf hin, dass die Region zur Zeit des Untergangs unter Trockenheit und schwächeren Regenfällen beim [[Monsun]] litt. Die Gründe für die Aufgabe der Stadt sind somit sowohl in Klimaveränderungen als auch in Naturkatastrophen zu sehen, wie magnetische Aufzeichnungen der Umgebung andeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal liegt auf einem Hügel, der als [[Salzwiese]] von der Flut überschwemmt wurde. Fernerkundung und topographische Studien, die 2004 von indischen Wissenschaftlern im &#039;&#039;Journal of the Indian Geophysicists Union&#039;&#039; veröffentlicht wurden, enthüllen einen alten, gewundenen Fluss in der Nähe von Lothal (laut Satellitenbildern 30&amp;amp;nbsp;km lang), der eine alte Verlängerung des nördlichen Flussbetts eines Nebenflusses des Bhogavo darstellt. Die geringe Weite (10–300 m) im Vergleich zum Unterlauf (1,2–1,6&amp;amp;nbsp;km) lassen vermuten, dass die Flut bis zur Stadt oder noch weiter reichte. Die oberen Teile des Flusses waren eine nützliche Süßwasser-Quelle für die Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;A.S. Khadkikar, N. Basaviah, T. K. Gundurao and C. Rajshekhar, &#039;&#039;Paleoenvironments around the Harappan port of Lothal, Gujarat, western India&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Journal of the Indian Geophysicists Union&#039;&#039;, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vor der Ankunft der Harappa-Kultur (etwa 2400 v. Chr.) war Lothal ein kleiner Ort in der Nähe eines Flusses, der vom [[Golf von Khambhat]] aus Zugang zum Festland bot. Die Einwohner unterhielten eine florierende Wirtschaft, die durch die Entdeckung von [[Kupfer]]-Objekten, Perlen und Halbedelsteinen bezeugt wird. Es gab [[Keramik]] aus feinem, glatten Ton mit einer roten Glimmer-Oberfläche. Sie verbesserten die Technik für das Brennen von Töpferwaren unter teil-[[Oxidation|oxidierenden]] und reduzierenden Bedingungen. Die Bewohner trugen in [[Sumerische Sprache|sumerischer Sprache]] den Namen [[Meluḫḫa|Meluḫḫiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Harrappa-Leute interessierten sich wohl vor allem für den geschützten Hafen, die reichhaltigen [[Baumwolle|Baumwoll]]- und [[Reis]]-Felder und die Perlen-Industrie. Im Westen gab es vermutlicherweise eine große Nachfrage für Perlen und Edelsteine aus Lothal. Die neuen Siedler lebten anscheinend friedlich mit ihren Vorgängern zusammen, die ihren Lebensstil annahmen, was sich am florierenden Handel und den veränderten Arbeitstechniken zeigt. Die Harrappa-Leute begannen, die Keramikgüter nach Art der indigenen Bevölkerung zu produzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtplanung ===&lt;br /&gt;
Eine Flut zerstörte um 2350 v. Chr. die Fundamente der Stadt und der Siedlungen. Die Harrappa-Leute aus der Umgebung von Lothal und Sindh nutzten die Gelegenheit, um ihre Siedlung zu erweitern und eine Stadtplanung nach dem Vorbild größerer Städte im Industal durchzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Planer von Lothal wollten das Gebiet vor Fluten schützen. Sie teilten die Stadt in Blöcke mit ein bis zwei Meter hohen Plattformen aus sonnengetrockneten Ziegeln, auf denen jeweils 20–30 Häuser aus dickem Schlamm und Ziegeln errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt bestand aus einer [[Zitadelle]] oder [[Akropolis]] und einem unteren Stadtteil. Die Herrscher lebten in der Akropolis, die geflieste Bäder, unter- und oberirdische Drainagen aus gerösteten Ziegeln und einen Trinkwasserbrunnen bot. Der untere Stadtteil bestand aus zwei Sektoren. Die in Nord-Süd-Richtung zwischen den Wohngebieten verlaufende Hauptstraße diente als Handelszentrum; am Straßenrand befanden sich Geschäfte von reichen und einfachen Kaufleuten und Handwerkern. In der Blütezeit wurde die untere Stadt regelmäßig vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ingenieure besaß die Errichtung von Hafen und Lagerhaus höchste Priorität, um den Anforderungen des Seehandels gerecht zu werden. Während die Mehrheit der Archäologen diese Struktur als Hafen identifiziert, gibt es Stimmen, die von einem Bewässerungsbecken und Kanal sprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Port&amp;quot; /&amp;gt; Der im Osten der Stadt errichtete Hafen gilt als technische Höchstleistung. Er liegt abseits des zentralen Flusslaufs, um eine Versandung zu vermeiden, bietet jedoch auch bei Flut Zugang für die Schiffe. Das Lagerhaus befindet sich auf einem 3,5&amp;amp;nbsp;m hohen Podium aus Schlammziegeln nahe der Akropolis, so dass die Herrscher die Aktivitäten im Hafen und Lagerhaus überwachen konnten. Ein 220&amp;amp;nbsp;m langer Anlegeplatz an der Westseite des Hafens, der über eine Rampe mit dem Lagerhaus verbunden war, erleichterte den Warentransport.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 7f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lagerhaus gegenüber gab es ein wichtiges öffentliches Gebäude, dessen Oberbau vollständig verschwunden ist. Während ihrer Geschichte war die Stadt oft Fluten und Stürmen ausgesetzt. Der Hafen und die Stadtmauern blieben erhalten. Der eifrige Wiederaufbau der Stadt verstärkte den Handel. Mit der steigenden Prosperität sank jedoch die Sorgfalt gegenüber den baulichen Strukturen, womöglich als Folge eines zu großen Vertrauens in ihre Systeme. Eine Flut von mittlerem Ausmaß offenbarte 2050 v. Chr. einige Schwächen, aber die Probleme wurden nicht angemessen behandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao11&amp;quot;&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökonomie und städtische Kultur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ancient well.JPG|mini|Ein alter Brunnen und die Drainage-Kanäle der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einheitliche Organisation der Stadt und ihrer Institutionen zeigen die Disziplin der Harappa-Leute.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Handel und Verwaltung entsprachen den Standards, die aus dem Industal bekannt sind. Die Stadtverwaltung war sehr strikt – die Breite der meisten Straßen blieb für lange Zeit gleich und man baute keine darauf greifenden Strukturen. Die Hausbesitzer verfügten über Sickergruben oder Sammelbehälter, um den Müll zu sammeln, damit dieser nicht die Abwasser-Kanäle verstopfte. Drainagen, Schächte und Klärgruben hielten die Stadt sauber und leiteten den Müll in den Fluss, der von der Flut ausgewaschen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entwickelte sich ein provinzieller Stil in der Kunst; dazu gehörten [[Porträt]]s von Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung sowie Darstellungen von Geschichten und Folklore. An öffentlichen Plätzen errichtete man Feueraltäre. Metallwaren, Gold, Schmuck und geschmackvoll dekorierte Ornamente zeigen die Kultur und Prosperität der Menschen von Lothal. Ihre Ausstattung – Metallwerkzeuge, Gewichte, Maße, Siegel, Steingut und Ornamente – entsprach dem Standard und der Qualität der Indus-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal war ein wichtiges Handelszentrum, das &#039;&#039;en masse&#039;&#039; Rohstoffe wie Kupfer, [[Kieselerde]] und Halbedelsteine aus Mohenjo-Daro und Harappa importierte und an Städte und Dörfer verkaufte. Hier wurden auch große Mengen an Bronze-Werkzeugen, Fischhaken, [[Beitel]]n, Speeren und Ornamenten produziert. Lothal exportierte Perlen, Edelsteine, [[Elfenbein]] und Muscheln. Die Stein-Industrie orientierte sich an häuslichen Bedürfnissen und feine Kieselerde wurde aus dem [[Sukkur]]-Tal oder aus [[Vijayapura]] im heutigen [[Karnataka]] importiert. [[Bhagatrav]] lieferte Halbedelsteine, während Muscheln aus [[Dholavira]] und Bet Dwarka kamen. Das Handelsnetzwerk, das den Einwohnern große Prosperität gewährte, erstreckte sich über die Grenzen bis nach [[Bahrain]] und [[Sumerische Kultur|Sumer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jahre des Verfalls ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal - bathroom structure.jpg|mini|links|Die Struktur mit Badezimmer und Toilette in den Häusern von Lothal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Debatte über das Ende der Indus-Kultur andauert, sprechen die archäologischen Indizien des ASI dafür, dass Lothal durch Naturkatastrophen wie Fluten und Stürme zugrunde ging. Etwa 2000–1900 v. Chr. überschwemmte eine mächtige Flut die Stadt und zerstörte die meisten Häuser, wobei Mauern und Plattformen schwer beschädigt wurden. Die Akropolis und die Residenz wurden dem Erdboden gleichgemacht und anschließend von gewöhnlichen Händlern und provisorisch neu errichteten Häusern bevölkert. Die schwerstwiegende Folge war der veränderte Verlauf des Flusses, der den Zugang zu den Schiffen und dem Hafen verhinderte.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Herrscher die Stadt verließ, errichtete die Bevölkerung einen flachen Zugang zum Fluss, um kleine Schiffe hereinzulassen. Man baute neue Häuser, ohne die Trümmer der Flut zu entfernen, wodurch die Wohnqualität litt und spätere Schäden wahrscheinlicher wurden. Die öffentlichen Kanalanlagen wurden durch Entwässerungsgefäße ersetzt. Die Bürger bauten die öffentlichen Bäder wieder auf und behielten die Feuerverehrung. Mit einer schlecht organisierten Regierung und ohne äußeren Einfluss oder eine Zentralregierung war es nicht möglich, die öffentlichen Einrichtungen vernünftig zu reparieren oder zu erhalten. Das Lagerhaus wurde nie angemessen repariert und die Vorräte lagerte man in hölzernen Zelten, wo sie durch Fluten und Brände bedroht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft der Stadt veränderte sich. Das Handelsvolumen sank beträchtlich, aber nicht katastrophal und die Ressourcen waren weniger umfangreich. Die unabhängigen Geschäfte brachen ein, was zu einem händlerzentrierten System von Fabriken führte, in denen Hunderte von Handwerkern für den gleichen Lieferanten und Geldgeber arbeiteten. Die Perlenfabrik verfügte über zehn Wohnzimmer und einen großen Arbeitshof. Die Kupferschmiede besaß fünf Öfen und geflieste Becken, an denen mehrere Künstler arbeiten konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao13&amp;quot;&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abnehmende Prosperität der Stadt, der Mangel an Ressourcen und die schlechte Verwaltung vergrößerten die Sorgen der von Flut und Sturm gepeinigten Bewohner. Die zunehmende Versalzung des Bodens machte das Land unfruchtbar, wie es auch in den benachbarten Städten Rangpur, Rojdi, [[Rupnagar|Rupar]] und Harrapa in [[Punjab]] sowie Mohenjo-Daro und Chanhudaro in Sindh zu erkennen ist. 1900 v. Chr. zerstörte eine Flut die schwächelnde Stadt auf einen Schlag. Die archäologische Analyse zeigt, dass das Becken und der Hafen mit Schlick und Abfällen verstopft und die Gebäude bis zum Grund zerstört wurden. Die Flut betraf die gesamte Region von Saurashtra, Sindh und dem südlichen Gujarat sowie die Oberläufe von [[Indus]] und [[Satluj]], wo viele Städte und Dörfer weggespült wurden. Die Bevölkerung floh ins Landesinnere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Indus-Kultur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Site lothal.jpg|mini|Der archäologische Ort Lothal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut archäologischen Indizien war die Gegend weiterhin bewohnt, wenn auch von einer kleineren Bevölkerung ohne städtische Lebensweise. Die wenigen Menschen, die nach Lothal zurückkehrten, konnten ihre Stadt nicht wieder aufbauen und reparieren. Dennoch blieben sie und hielten an ihren religiösen Traditionen fest, wobei sie in einfachen Häusern und Riedhütten lebten. Dass sie Harrappa-Leute waren, zeigt die Analyse ihrer Überreste auf dem Friedhof. Während der Handel und die Ressourcen der Stadt fast völlig verschwunden waren, behielten die Menschen verschiedene Eigenarten der Schrift, der Töpferei und anderer Produkte bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zu dieser Zeit verzeichnen die Archäologen des ASI eine Massenflucht aus Punjab und Sindh nach Saurashtra und ins Tal des Sarasvati (1900–1700 v. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 13–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hunderte von schlecht ausgerüsteten Siedlungen hat man diesen Menschen, die man als &#039;&#039;späte Harappa-Leute&#039;&#039; bezeichnet, zugeschrieben, einer völlig deurbanisierten Kultur, die sich durch steigenden [[Analphabetismus]], eintönige Wirtschaft, unzureichende Verwaltung und Armut auszeichnete. Obwohl die Indus-Siegel keine Verwendung mehr fanden, blieb das [[Alte Maße und Gewichte (Antike)|System der Gewichte]] mit einer Einheit von 8,573 Gramm erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1700 und 1600 v. Chr. wurde der Handel wiederbelebt. In Lothal gab es eine Massenproduktion von Keramiken wie Schalen, Tellern und Krügen. Händler benutzten für Steinklingen einheimische Materialien wie [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]] anstelle von Kieselerde. Geschliffene [[Sandstein]]-Gewichte ersetzten die bisherigen sechseckigen Gewichte. Die anspruchsvolle [[Indus-Schrift]] wurde vereinfacht, indem man sie von [[Piktogramm]]en befreite und die malerischen Elemente auf Wellenlinien, Schleifen und Wedel reduzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zivilisation ==&lt;br /&gt;
Die Menschen von Lothal leisteten bedeutende und oft einzigartige Beiträge zur menschlichen Zivilisation in der Indus-Ära auf dem Gebiet der Stadtplanung, Kunst, Architektur, Wissenschaft, Ingenieurskunst und Religion. Ihre Arbeit in der Metallurgie, der Siegel- und Perlenproduktion sowie der Schmuckherstellung war die Basis für ihre Prosperität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft, Mathematik und Ingenieurskunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal bricks in drainage.jpg|mini|Steinblock im Drainagekanal mit vier Löchern, an dem das Netz zur Filterung des groben Schmutzes installiert war]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dickes ringförmiges Objekt aus Muscheln mit vier Schlitzen auf zwei Rändern diente als Kompass, um Winkel auf ebenen Oberflächen oder am Horizont in Abschnitten von 40 Grad bis zu 360 Grad zu messen. Solche Instrumente waren wahrscheinlich erfunden worden, um acht bis zwölf Teile des Horizonts und des Himmels zu messen, was auch die Schlitze auf den unteren und oberen Rändern erklärt. Archäologen sehen darin einen Beweis dafür, dass es den Experten aus Lothal bereits 2000 Jahre vor den Griechen gelungen war, mittels einer Einteilung des Himmels und eines Geräts zur Winkelmessung und der Bestimmung von Sternpositionen zu navigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal lieferte eine von drei Messskalen, die integriert und linear sind (weitere findet man in Harappa und Mohenjo-Daro). Ein Maßstab aus Elfenbein besitzt die kleinsten [[Dezimalsystem|Dezimal]]-Einteilungen der Indus-Zivilisation. Er ist 6&amp;amp;nbsp;mm dick, 15&amp;amp;nbsp;mm breit und 128&amp;amp;nbsp;mm lang, aber nur 27 Teilstriche sind auf einer Länge von 46&amp;amp;nbsp;mm im Abstand von 1,7&amp;amp;nbsp;mm sichtbar. Angesichts der geringen Größe wurde das Gerät wohl für filigrane Arbeiten benutzt. Zehn Einheiten nach dem Maßstab von Lothal entsprechen in etwa dem &#039;&#039;angula&#039;&#039; im [[Arthashastra]]. Die Händler von Lothal achteten darauf, die Steingewichte dauerhaft und genau zu machen, indem sie vor dem Polieren Ecken abstumpften.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 39–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihr berühmtes Drainage-System schufen die Ingenieure von Lothal Kragendächer und ein Schutzdach aus ofengebrannten Ziegeln über der Plattform, wo das Abwasser in die Klärgrube floss. Hölzerne Schutzvorrichtungen in den Fugen der seitlichen Drainagewände hielten den festen Schmutz zurück. Der Brunnen besteht aus strahlenförmigen Ziegeln (2,4&amp;amp;nbsp;m im Durchmesser und 6,7&amp;amp;nbsp;m tief). Es gab ein einwandfreies Netzwerk von unterirdischen Kanälen, Schlammkammern und Klärgruben sowie Kammern für die festen Abfälle. Das Kanalsystem lieferte den Archäologen wertvolle Hinweise auf den Verlauf der Straßen sowie die Organisation von Häusern und Bädern. Im Durchschnitt ist die Kanalisation 20–46&amp;amp;nbsp;cm tief, die äußeren Dimensionen betragen 86 × 68 × 33&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziegelproduzenten gingen bei der Herstellung logisch vor und achteten besonders auf die Dicke der Strukturen. Die Ziegel wurden als Kopf- und Läuferstein in gleichen oder unterschiedlichen Schichten verwendet. Die Archäologen nehmen an, dass die Ziegel ein Größenverhältnis von 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;0,5&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;0,25 besaßen und damit in Dimensionen standen, die integrale Vielfache der Lothal-Maßeinheit von 25&amp;amp;nbsp;mm waren.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion und Totenverehrung ===&lt;br /&gt;
Die Menschen aus Lothal verehrten einen Feuergott, der vielleicht der gehörnten Gottheit namens &#039;&#039;Atha&#039;&#039; (&#039;&#039;Athar&#039;&#039;) oder &#039;&#039;Arka&#039;&#039; entspricht, die auf Siegeln abgebildet ist. Dafür spricht auch die Präsenz privater und öffentlicher Feueraltäre, wo Tiere und Vieh geopfert wurden. Archäologen haben goldene Anhänger, verkohlte Asche von [[Terrakotta]]-Platten und Töpferwaren, Überreste von Rindern, Perlen und andere Hinweise für die Praxis eines &#039;&#039;Gavamayana&#039;&#039;-Opfers gefunden, das man mit der antiken [[Veda]]-Religion verbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 43–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Hinweise auf eine Verehrung von Tieren, aber keine Verehrung einer Muttergottheit, wie sie in anderen harappanischen Städten vorkommt – Experten sehen darin den Beweis für die Vielfalt der religiösen Traditionen. Jedoch glaubt man, dass die Menschen einen Meeresgott verehrten, der vielleicht mit der Muttergottheit der Indus-Ära verwandt war. Heute verehren die Einwohner einen Meeresgott namens &#039;&#039;Vanuvati Sikotarimata&#039;&#039;, was auf eine Verbindung zu den Traditionen des antiken Hafens und der Vergangenheit mit der Verbundenheit zum Meer hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lothal ist mindestens ein Fall eines gemeinsamen Begräbnisses von Mann und Frau bekannt. Indische Archäologen hielten die älteste bekannte Praxis der [[Witwenverbrennung]] (&#039;&#039;Sati&#039;&#039;) für möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 44 und den [http://www.britannica.com/place/India/Harappa#ref485081 Artikel] zum Thema in der &#039;&#039;Encyclopædia Britannica&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber die Archäologen fanden heraus, dass diese Praxis um 2000 v. Chr. aufgegeben worden war (bestimmt durch den zeitlichen Unterschied der Begräbnisse der Überreste, ermittelt mit der [[Radiokohlenstoffdatierung]]) und nur noch vereinzelt Anwendung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der geringen Anzahl entdeckter Gräber (nur 17 bei einer geschätzten Bevölkerungszahl von 15.000) vermutet man, dass die Einwohner auch [[Feuerbestattung]]en durchführten. Begräbnisse nach der Verbrennung sind aus anderen Indus-Orten wie Harappa, Mehi oder Damb-Bhuti bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Hügel fand man zudem die [[Mumifizierung|mumifizierten]] Überreste eines [[Assyrisches Reich|Assyrers]] und eines [[Altes Ägypten|Ägypters]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.seemyindia.com/gujarat/gujarat-lothal.htm Seemyindia].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perlen und Siegel ===&lt;br /&gt;
Die Entdeckung geätzter [[Karneol]]- und ungeätzter Fass-Perlen in [[Kiš|Kisch]] und [[Ur (Stadt)|Ur]] ([[Irak]]), [[Dschalalabad]] ([[Afghanistan]]) und [[Susa (Persien)|Susa]] ([[Iran]]) beweist die Popularität der in Lothal zentrierten Perlen-Industrie in ganz Westasien. Die [[Lapidarium|Lapidarien]] zeigen einen feinen Geschmack bei der Auswahl der Steine in vielfältigen Farben, woraus Perlen verschiedener Form und Größe entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methoden der Perlen-Hersteller von Lothal waren so fortschrittlich, dass sie 4000 Jahre lang nicht verbessert werden konnten. Moderne Produzenten im Gebiet von [[Cambay (Staat)|Cambay]] benutzen die gleiche Technik. Doppeläugige Perlen aus [[Achat]], geschnappte oder goldbedeckte Perlen aus [[Jaspis]] sowie die Karneol-Perlen gelten als Spezialitäten von Lothal. Berühmt waren auch die mikrozylindrischen Perlen aus [[Talk (Mineral)|Talk]].&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 31–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lothal wurden 213 Siegel gefunden. Es liegt damit bezüglich der Bedeutung an dritter Stelle in der Indus-Kultur. Die Siegel gelten als Meisterwerke der Steingravur und der [[Kalligraphie]]. Die Gravuren zeigten vor allem Bullen mit kurzen Hörnern, Bergziegen, Tiger und zusammengesetzte Tiere wie den Elefanten-Bullen. Fast jedes Siegel enthält eine kurze Inschrift eines [[Intaglio (Gemme)|Intaglio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stempelsiegel]] mit eingefügten Kupferringen wurden zum Versiegeln von Gütern verwendet und enthielten Abdrücke von Packmaterialien wie Matten, umgeschlagenen Stoff oder Seile; das gab es nur in Lothal. Quantitative Beschreibungen, Siegel von Herrschern und Eigentümer wurden auf Güter aufgetragen. Ein einzigartiges Siegel stammt aus [[Bahrain]]: ein kreisförmiges Motiv mit einem Drachen umgeben von [[Gazellen]].&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 35f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallurgie und Schmuck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal tool.png|mini|links|Ein geschnitztes Steinwerkzeug, vielleicht der Kopf eines Meißels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kupfer von Lothal ist außergewöhnlich rein, ohne das [[Arsen]], das von den Kupferschmieden im restlichen Indus-Tal üblicherweise verwendet wurde. Die Stadt importierte [[Barren (Metall)|Barren]] von der [[Arabische Halbinsel|arabischen Halbinsel]]. Arbeiter mischten [[Zinn]] mit Kupfer, um daraus Äxte, Pfeilspitzen, Fischhaken, Meißel, Armreife, Bohrer und Speerspitzen herzustellen, wobei die Waffenproduktion jedoch nebensächlich war. Sie wandten auch fortschrittliche Metallurgie an, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Wachsausschmelzverfahren|&#039;&#039;cire&#039;&#039;-&#039;&#039;perdue&#039;&#039;-Gusstechnik]] und nutzten mehr als einteilige Formen, um Vögel und Tiere zu gießen. Sie erfanden auch neue Werkzeuge wie gebogene Sägen und gewundene Bohrer, die anderen Zivilisationen zu dieser Zeit unbekannt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 41f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal war ein bedeutendes Zentrum der Muschelverarbeitung, das von den großen Mengen hochwertiger Muscheln im [[Golf von Kachchh]] und an der Küste von [[Kathiawar]] profitierte. Perlen, Salbengefäße, Schöpfkellen, Einlegearbeiten und einiges mehr wurden für den Export und den lokalen Bedarf produziert. Auch Bestandteile von Saiteninstrumenten wie das [[Plektrum]] oder der [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] wurden aus Muscheln hergestellt. Eine Elfenbein-Fabrik arbeitete unter strikter offizieller Aufsicht und man dachte über die Domestizierung von Elefanten nach. Ein Siegel aus Elfenbein und gesägte Stücke für Kisten, Kämme, Stäbe, Einlegearbeiten und Ohrringe fand man bei Ausgrabungen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal produzierte zahlreichen Goldschmuck; die schönsten Stücke sind kleine Goldperlen in fünf Strängen in Halsketten, die einen Durchmesser von weniger als 0,25&amp;amp;nbsp;mm hatten. Zylindrische, kugelförmige und Jaspis-Goldperlen mit rechtwinkligen Ecken ähneln den modernen Pendants, die Frauen in [[Gujarat]] im Haar tragen. Eine große Scheibe mit Löchern, die an einem Opferaltar gefunden wurde, ist vergleichbar mit dem &#039;&#039;rukma&#039;&#039;, das [[Veda|vedische]] Priester tragen. Ohrstecker, Zahnräder und herzförmige Ornamente aus [[Ägyptische Fayence|Fayence]] und Talk waren in Lothal beliebt. Ein Ring aus dünnem Kupferdraht, der in doppelte Spiralen gedreht ist, ähnelt den Golddraht-Ringen, die moderne [[Hinduismus|Hindus]] bei der Hochzeit verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 33f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal pottery.png|links|mini|Gefäße aus rotem Ton]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothal bietet zwei neue Arten von Töpferwaren, die man in anderen Indus-Kulturen nicht findet: eine konvexe Schüssel mit oder ohne Bolzengriff und ein kleines Gefäß mit auffallendem Rand, beide aus der [[Glimmer]]-Periode Red Ware. Die Künstler aus Lothal präsentierten eine neue Form der Malerei, die dem modernen [[Realismus (Kunst)|Realismus]] ähnelt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 45–47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeichnungen zeigen Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung. Auf einem großen Gefäß zeigt ein Künstler Vögel, die mit Fischen im Schnabel auf einem Baum sitzen, während ein fuchsähnliches Tier darunter steht. Diese Szene erinnert an die Geschichte mit der Krähe und dem schlauen Fuchs im &#039;&#039;[[Panchatantra]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao46&amp;quot;&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die künstlerische Imagination zeigt sich auch in sorgfältigen Porträts; so deuten mehrere Vögel mit den Beinen in der Luft einen Flug an, während halbgeöffnete Flügel einen bevorstehenden Flug suggerieren. Auf einem Miniaturgefäß findet man die Geschichte der durstigen Krähe und dem Reh (Das Reh kann aus dem engen Gefäß nicht trinken, während die Krähe Erfolg hat, indem sie Steine in das Gefäß wirft.). Die Merkmale der Tiere sind klar und anmutig. Bewegungen und Emotionen werden durch die Anordnung von Gliedern oder Gesichtszüge verdeutlicht – auf einem 15 × 5&amp;amp;nbsp;cm großen Gefäß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rao46&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein komplettes Set von [[Terrakotta]]-Figuren (vergleichbar mit modernen [[Schach]]figuren) wurde in Lothal gefunden – Tierfiguren, [[Pyramide (Geometrie)|Pyramiden]] mit Elfenbeingriffen und schloss-ähnliche Objekte, die dem Schach-Set der ägyptischen Königin [[Hatschepsut]] ähneln. Die realistischen Abbildungen von Menschen und Tieren weisen auf sorgfältige Studien der [[Anatomie|anatomischen]] und natürlichen Merkmale hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine männliche [[Büste]] mit schlitzförmigen Augen, einer spitzen Nase und einem eckigen Bart erinnert an [[Sumerische Kultur|sumerische]] Figuren, vor allem Steinskulpturen aus [[Mari (Stadt)|Mari]]. Bei Bildern von Männern und Frauen werden muskuläre und physische Merkmale hervorgehoben. Bei den Terrakotta-Modellen gibt es auch Unterschiede zwischen Hunden und Bullen. Tierfiguren mit Rädern und beweglichen Köpfen wurden als Spielzeug verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 47f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das ausgegrabene Lothal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bassin lothal.jpg|mini|links|Der Hafen von Lothal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Plan hatte Lothal eine Ausdehnung von 285&amp;amp;nbsp;m in Nord-Süd-Richtung und 228&amp;amp;nbsp;m in Ost-West-Richtung. Auf dem Höhepunkt der Bevölkerung bedeckte die Stadt jedoch eine größere Fläche, wie Funde 300&amp;amp;nbsp;m südlich des Hügels zeigen. Aufgrund der fragilen Beschaffenheit von ungebrannten Ziegeln und regelmäßiger Fluten wurde der Oberbau aller Gebäude abgetragen. Verkümmerte Mauern, Plattformen, Brunnen, Kanäle, Bäder und geflieste Böden sind sichtbar. Dank des von der Flut abgelagerten [[Lehm]]s blieben die Hafenmauern über die große Flut (1900 v. Chr.) hinaus erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und der Raub von Ziegeln ließen hohe Mauern verschwinden. Das alte Flusstal, der Einflusskanal und das Flussbett wurden auf ähnliche Weise verdeckt. Die von der Flut beschädigte Umgebungsmauer aus Schlammziegeln ist in der Nähe des Lagerhauses zu sehen. Überreste der Kanalisation sind verbrannte Ziegel in der Klärgrube. Außerdem sind kubische Blöcke des Lagerhauses auf einer hohen Plattform zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASI hat die Umgebungsmauern, den Anlegeplatz und viele Häuser der frühen Phase mit Erde bedeckt, um sie vor natürlichen Einflüssen zu schützen. Dennoch bereiten die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung der archäologischen Stätte große Sorgen. Zunehmende Versalzung und der Einfluss von Regen und Sonne zerstören allmählich die Überreste. Es gibt keine Barrikaden, um die Besucher daran zu hindern, auf dem empfindlichen Bauwerk aus Ziegeln und Schlamm herumzulaufen und streunende Hunde laufen ungehindert auf den Hügel. Durch den andauernden Regen hat sich [[Moose|Moos]] auf den Mauern gebildet. Durch Verschlammung reduzierte sich die Tiefe des Hafens um drei bis vier Meter und Salzablagerungen lassen die Ziegel verfallen. Die [[Kapillareffekt|Kapillarität]] der Salze schwächt die Strukturen und erschwert die Arbeit der [[Restaurator]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.indianexpress.com/ie20010820/top7.html Indian Express].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hafen und Lagerhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lothal dock.jpg|mini|Der Hafen mit einer Schleuse, die einen stabilen Pegel ermöglicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hafen lag abseits der zentralen Strömung, um Ablagerungen zu vermeiden. Nach Ansicht moderner [[Ozeanografie|Ozeanografen]] mussten die Harappaner umfassende Kenntnisse über die [[Gezeiten]] haben, um solch einen Hafen auf dem wechselhaften Lauf des [[Sabarmati]] zu errichten, und außerdem über Fertigkeiten in der [[Hydrografie]] und maritimen Ingenieurskunst verfügen. Der Hafen von Lothal war weltweit der erste, der für Passagier- und Transportschiffe ausgerüstet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man vermutet, dass die Ingenieure von Lothal die Gezeiten und ihre Auswirkungen auf Bauwerke studierten, da die Wände aus gebrannten Ziegeln bestanden. Anhand dieses Wissens wählten sie Lothal als Standort, da der [[Golf von Khambhat]] die höchste [[Amplitude]] besitzt und Schiffe in der Flussmündung durchgeschleust werden können. Die Ingenieure bauten eine [[Trapez (Geometrie)|trapezförmige]] Struktur mit einer Länge von 21&amp;amp;nbsp;m (Nord-Süd) bzw. 37&amp;amp;nbsp;m (Ost-West).&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 27–29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Forscher halten das Becken für einen Bewässerungstank, da die originalen Dimensionen nach modernen Standards nicht ausreichten, um Schiffe zu beherbergen und viel Verkehr durchzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Port&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Höhe der Böschung betrug 4,26&amp;amp;nbsp;m (heute 3,35&amp;amp;nbsp;m). Der zentrale Einfluss war 12,8 m breit, ein weiterer befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite. Um dem Wasserdruck standzuhalten, gab es an den Außenwänden Rücksprünge. Als der Fluss 2000 v. Chr. seinen Lauf änderte, wurde am längeren Arm ein schmälerer Einfluss (7&amp;amp;nbsp;m breit) errichtet, der durch einen 2&amp;amp;nbsp;km langen Kanal mit dem Fluss verbunden war. Bei einem Wasserpegel von 2,1–2,4&amp;amp;nbsp;m konnten die Schiffe bei Flut in den Hafen fahren. Überschüssiges Wasser konnte über einen Abflusskanal (96,5&amp;amp;nbsp;m breit und 1,7&amp;amp;nbsp;m hoch) im südlichen Arm entweichen. Ein hölzerner Verschluss sorgte dafür, dass sich auch bei niedrigem Pegel genug Wasser im Becken befand.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 28f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für die Wirtschaft der Stadt bedeutende Lagerhaus stand ursprünglich auf 64 kubischen Blöcken mit 3,6&amp;amp;nbsp;m Seitenlänge und 1,2&amp;amp;nbsp;m breiten Passagen, die auf einem 3,5&amp;amp;nbsp;m hohen Podium aus Schlammziegeln ruhten. Das Podest war sehr hoch, um maximalen Schutz vor Fluten zu gewährleisten. Passagen zwischen den Blöcken dienten als Luftlöcher und eine Rampe zum Hafen erleichterte die Ladung. Das Lagerhaus lag in der Nähe der Akropolis, um eine strikte Bewachung durch die herrschenden Autoritäten zu ermöglichen. Trotz sorgfältiger Vorkehrungen überstanden nur zwölf Blöcke die verheerende Flut; daraus entstand ein provisorisches Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 17f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akropolis und untere Stadt ===&lt;br /&gt;
Die Akropolis, die 127,4&amp;amp;nbsp;m (Ost-West) mal 60,9&amp;amp;nbsp;m (Nord-Süd) maß, war das Stadtzentrum von Lothal, ihr politisches und kommerzielles Herz. Hier lebten die Herrscher. Es gab drei Straßen und zwei Gassen in Ost-West-Richtung und zwei Straßen in Nord-Süd-Richtung. Die vier Seiten der rechteckigen Plattform, auf der Häuser gebaut wurden, bestand aus 12,2–24,4&amp;amp;nbsp;m dicken und 2,1–3,6&amp;amp;nbsp;m hohen Strukturen aus Schlammziegeln.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 19–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäder (meistens Häuser mit zwei Zimmern und einem offenen Hof) befanden sich hauptsächlich in der Akropolis. Die Ziegel, mit denen die Bäder gefliest waren, wurden zum Schutz vor Sickerwasser poliert. Die Gehsteige wurden mit Kalk gepflastert und die Ecken mit dünnen Mauern getäfelt. Die Residenz des Herrschers hat eine Grundfläche von 43,92&amp;amp;nbsp;m² und ein Bad (1,8&amp;amp;nbsp;m²) mit Aus- und Einlauf. Die Überreste dieses Hauses weisen auf ein intelligentes Drainage-System hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Marktplatz der unteren Stadt befand sich auf der sechs bis acht Meter breiten Hauptstraße in Nord-Süd-Richtung. In geraden Reihen baute man auf beiden Seiten der Straße Wohnhäuser und Werkstätten, auch wenn die Kanäle und die Häuser aus der frühen Periode verschwunden sind. Die Straße behielt auch nach den Beschädigungen durch die Flut ihre einheitliche Breite. Es gibt mehrere zweiräumige Läden und Arbeitsräume von Kupferschmieden und Hufschmieden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 23f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perlenfabrik und Heiligtum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:An ancient well.JPG|mini|Der Hauptbrunnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perlenwerkstatt, die eine wichtige ökonomische Rolle spielte, verfügt über einen zentralen Hof und elf Zimmer (Wohnräume, Lager und Wache). Es gibt eine Aschegrube und einen zweiteiligen runden Ofen mit Öffnungen für den Brennstoff. Vier Schornsteine sind miteinander, mit der oberen Kammer und der Schüröffnung verbunden. Die Pflaster auf dem Boden und an den Wänden sind durch die Hitze während der Arbeit glasiert. Die Überreste von Rohstoffen wie [[Schilfrohr|Ried]], Kuhdung, Sägemehl und [[Achat]] liefern Archäologen Hinweise auf die Funktionsweise des Ofens.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Fabrik befindet sich ein großes Gebäude, dessen Bedeutung durch seinen Grundriss ersichtlich wird: vier große Räume und eine Halle mit einer Gesamtfläche von 17,1 × 12,8&amp;amp;nbsp;m. Die Halle besitzt einen großen Eingang und auf einer Erhöhung in der südlichen Ecke des Gebäudes befindet sich ein Feueraltar. Einen quadratischer Stumpf aus Terrakotta im Zentrum verbindet man mit dem Verehrungsplatz in [[Kalibangan]] (Rajasthan), wodurch er ein Zentrum der Verehrung für die Menschen von Lothal darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Rao, &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;, ASI 1985, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Bradnock: &#039;&#039;Rajasthan and Gujarat Handbook. The Travel Guide&#039;&#039;. Footprint Handbooks, Bath 2001, ISBN 1-900949-92-X.&lt;br /&gt;
* Swarajia P. Gupta (Hrsg.): &#039;&#039;The Lost Sarasvati and the Indus Civilization&#039;&#039;. Kusumanjali Prakashan, Jodhpur 1995.&lt;br /&gt;
* Jonathan Mark Kenoyer: &#039;&#039;Ancient cities of the Indus Valley Civilization&#039;&#039;. Oxford University Press, Karachi 1998, ISBN 0-19-577940-1.&lt;br /&gt;
* A. S. Khadkikar, N. Basaviah, T. K. Gundurao, C. Rajshekhar: &#039;&#039;[http://www.igu.in/8-1/5khadkikar.pdf Paleoenvironments around the Harappan port of Lothal, Gujarat, western India] (PDF; 271&amp;amp;nbsp;kB)&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Journal of the Indian Geophysical Union&#039;&#039;. Hyderabad 2004, {{ISSN|0257-7968}}.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Lawrence S. Leshnik |Titel=The Harappan „Port“ at Lothal. Another View |Sammelwerk=American Anthropologist |Band=Vol. 70 |Nummer=5 |Datum=1968 |ISSN=0002-7294 |Seiten=911–922 |Sprache=en |JSTOR=669756}}&lt;br /&gt;
* Sir John H. Marshall: &#039;&#039;Mohenjo-daro and Indus Civilisation&#039;&#039;. Bde. I–III, Arthur Probsthain, London 1931.&lt;br /&gt;
* [[Paul Yule]]: &#039;&#039;Lothal. Stadt der Harappa-Kultur in Nordwestindien&#039;&#039;. Hrsg. [[Hermann Müller-Karpe]]. Materialien zur Allgemeinen und Vergleichenden Archäologie. Bd. 9. C. H. Beck, München 1982, ISBN 3-406-09058-3.&lt;br /&gt;
* [[S. R. Rao]]: &#039;&#039;Lothal&#039;&#039;. Director General. Archaeological Survey of India. New Delhi 1985.&lt;br /&gt;
* S. R. Rao: &#039;&#039;Lothal and the Indus Civilisation&#039;&#039;. Asia Publishing House, London 1973, ISBN 0-210-22278-6.&lt;br /&gt;
* S. R. Rao: &#039;&#039;Lothal. A Harappan Port Town (1955–1962)&#039;&#039;. 2 Bde., New Delhi 1979–1985 (Memoirs of the Archaeological Survey of India 78,2).&lt;br /&gt;
* S. R. Rao: &#039;&#039;Shipping and Maritime Trade of the Indus People&#039;&#039;. Expedition Magazine 7.3 (1965). Penn Museum, 1965 [http://www.penn.museum/sites/expedition/?p=995 Online]&lt;br /&gt;
* Samuel Noah Kramer: &#039;&#039;The Indus Civilization and Dilmun, the Sumerian Paradise Land.&#039;&#039; Expedition Magazine 6.3 (1964). Penn Museum, 1964 [http://www.penn.museum/sites/expedition/?p=740 Online]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ucl.ac.uk/~ucgadkw/members/indus.html |text=S. Kalyanaraman: &#039;&#039;Sarasvati-Sindhu Zivilisation&#039;&#039; |wayback=20070101164930}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.harappa.com/lothal/index.html Spaziergang durch Lothal]&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/reise/lothal.html Gernot Katzers Reisebericht aus Lothal]&lt;br /&gt;
* [http://www.harappa.com/indus2/timeline.html Zeitleiste antike Zivilisationen]&lt;br /&gt;
* [https://www.gujarattourism.com/central-zone/ahmedabad/lothal.html Gujarat tourism]&lt;br /&gt;
* [http://www.ahmedabad.org.uk/excursions/lothal.html Ahmedabad Excursion Lothal]&lt;br /&gt;
* [http://www.archaeologyonline.net/artifacts/harappa-mohenjodaro.html die Harappa-Zivilisation]&lt;br /&gt;
* [http://www.hindunet.org/hindu_history/sarasvati/html/artefacts.htm Indus Artefakte]&lt;br /&gt;
* [http://www.upenn.edu/researchatpenn/article.php?674&amp;amp;soc Cache of Seal Impressions entdeckt in West-Indien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Indien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indus-Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisterstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Gujarat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Distrikt Ahmedabad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.165.174.195</name></author>
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