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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_von_Naves&amp;diff=1673528</id>
		<title>Johann von Naves</title>
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		<updated>2024-06-20T13:51:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.5.142.9: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Johann von Naves&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Jean Naves de Messancy&#039;&#039;) (* um [[1500]] bei [[Marville]]; † [[20. Februar]] [[1547]] in [[Ulm]]) war unter [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] [[Reichsvizekanzler]]. Er selbst blieb zwar bis zu seinem Tod katholisch, erkannte aber auch den Protestantismus an und war so ein ausgleichender Faktor in der Reichspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg ==&lt;br /&gt;
Er stammte aus einer [[Luxemburg]]er Adelsfamilie. Über Familie und frühen Jahre ist kaum etwas bekannt. Nach eigenen Angaben hat er studiert, vermutlich in [[Mainz]]. Im Jahr 1524 war er in [[Straßburg]]. Dort trat er in Verbindung mit protestantischen Kreisen. Er trat als Verwaltungsbeamter in den Dienst Luxemburgs ein. Zwischen 1525 und 1529 war er als Greffier für innere Angelegenheiten des Landes zuständig. Daneben war er im Auftrag der Statthalterin der Niederlande Königin [[Maria von Ungarn]] auch mit Aufträgen am Reichskammergericht betraut. Er heiratete 1530 Madeleine von Schauenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1538 wurde er erstmals als Diplomat zu [[Philipp I. (Hessen)|Philipp von Hessen]] entsandt. Im Auftrag der Regierung der spanischen Niederlande in Brüssel wurde er kurze Zeit später zu einer zweiten Mission nach Hessen entsandt. Philipp zu einer etwas unabhängigen Politik gegenüber dem [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bund]] zu bewegen scheiterte jedoch. Dennoch waren diese Missionen später von Bedeutung, lernte er doch die Führer des protestantischen Deutschland kennen. Für diese wurde Naves zu den bedeutendsten Vermittlern in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naves wurde 1539 zum Verwalter der Propstei von Marville ernannt. Seit 1540 trat er vollständig in den Dienst Kaiser Karl V. Anfangs diente er als Gehilfe des französischen Diplomaten [[Nicolas Perrenot de Granvelle]] bei den Religionsgesprächen zu [[Hagenauer Religionsgespräch|Hagenau]] und [[Wormser Religionsgespräch (1541)|Worms]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichsvizekanzler ==&lt;br /&gt;
Zunächst als Dolmetscher war Naves beim Reichstag zu Regensburg anwesend. Am 5. April 1541 verlas er neben [[Friedrich I. (Pfalz)|Friedrich von der Pfalz]] für die kaiserliche Seite die Proposition des Reichstages. Ohne bereits förmlich dazu ernannt zu sein, übte er damit die Funktion eines Reichsvizekanzlers aus. Damit wurde er Nachfolger von [[Matthias von Held]]. Im Vorfeld der Regensburger Deklaration vom 13. Juli 1541 plädierte er für die Gründung eines Städtebundes unter kaiserlicher Führung. Dieser war gedacht als Gegengewicht zu den Territorialfürsten. Durch die Einbindung protestantischer Reichsstädte sollte der Schmalkaldische Bund zerschlagen werden. Diese Idee konnte Naves indes nicht durchsetzen. Auch auf den folgenden Reichstagen verfolgte er die Idee eines kaiserlichen Bundes weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Reichstagen zwischen 1542 und 1546 war Naves als kaiserlicher Beauftragter (Reichstagskommissar beziehungsweise Hofrat) tätig. Zusammen mit König [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]] gelang es ihm die wichtigsten Reichsstände dazu zu bewegen ihre Gesandte 1542 zum [[Reichstag zu Speyer|Reichstag von Speyer]] zu entsenden. Der Versuch des französischen Königs die Stände zu spalten, scheiterte vor allem an der Bedrohung des Reiches durch die Osmanen. Naves verfasste eine Denkschrift, die die Vorhaltungen von französischer Seite entkräfteten. Diese Schrift brachte ihm die Anerkennung der Reichsstände ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1543 begrüßte Naves Kaiser Karl V. bei dessen Ankunft in [[Genua]] und blieb auch während des Krieges gegen das [[Herzogtum Kleve]] in seiner Nähe. Im November 1545 überwachte er im Auftrag des Kaisers die Wahl eines neuen Erzbischofs und Kurfürsten von [[Erzbistum Mainz|Mainz]], aus dem [[Sebastian von Heusenstamm]] als Sieger hervorging. Außerdem reiste er 1545 und 1546 mehrfach im Auftrage des Kaisers als Diplomat zu verschiedenen Reichsfürsten. So sollte er etwa den zum Protestantismus neigenden Kölner Kurfürsten und Erzbischof [[Hermann von Wied]] von dessen Kirchenreformen und einer Annäherung an den Schmalkaldischen Bund abbringen. Ihm gelang es 1546 ein Treffen zwischen Philipp von Hessen und dem Kaiser zu vermitteln. Als sich Friedrich von der Pfalz offen zum Protestantismus bekannte, hat es Neves geschafft, den Kurfürsten zur Neutralität im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] zu bewegen. Nach dem kaiserlichen Sieg war er mit Verhandlungen über die Unterwerfung unter den Kaiser tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|1|2|Naves, Johann von|Rosemarie Aulinger|137999100}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Taddey]]: &#039;&#039;Johann von Neves.&#039;&#039; In: Ders. (Hrsg.): &#039;&#039;[[Lexikon der deutschen Geschichte]]. Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges.&#039;&#039; 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-80002-0, S. 870.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137999100|VIAF=86155325}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naves, Johann Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsvizekanzler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. oder 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1547]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naves, Johann von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Messancy, Jean de; Messancy, Jean Naves de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Reichsvizekanzler unter Karl V.&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1500&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei [[Marville]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Februar 1547&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ulm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.5.142.9</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_J%C3%B6stingmeier&amp;diff=1198388</id>
		<title>Georg Jöstingmeier</title>
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		<updated>2024-06-20T11:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.5.142.9: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:KAS-Jöstingmeier, Georg-Bild-5953-1.jpg|mini|Georg Jöstingmeier auf einem Landtagswahlplakat 1950]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Georg Jöstingmeier&#039;&#039;&#039; (* [[9. Oktober]] [[1905]] in [[Hagen]]; † [[28. August]] [[1994]] in [[Münster]]) war Jurist und Landespolitiker der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] in [[Nordrhein-Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Jöstingmeier studierte [[Rechtswissenschaften]], [[Volkswirtschaftslehre]] und [[Philosophie]] in Münster. Er trat zunächst in den Justizdienst ein und war 1932 kurzzeitig Amtsrichter. Seit 1932 arbeitete er als Rechtsanwalt und ab 1946 auch als Notar. Dabei spezialisierte sich Jöstingmeier auf das Verwaltungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag von Bischof [[Clemens August Graf von Galen]] verteidigte er während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] Priester und Ordensangehörige. Er selbst geriet dadurch in den Verdacht politischer Unzuverlässigkeit und erlebte mehrfach Hausdurchsuchungen durch die [[Gestapo]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er dennoch zwischen 1941 und 1943 Dezernent in der Wehrkreisverwaltung in Münster und von 1944 bis 1946 Dezernent bei der Straßenverkehrsdirektion in Münster. Im April 1945 ernannten ihn die Amerikaner vorübergehend zum Bürgermeister des Dorfes [[Marmecke]] bei [[Oberhundem]]. Da das Dorf Marmecke zum Sprengel der politischen Gemeinde Oberhundem gehörte, war die Funktion eines Bürgermeisters in Marmecke real allerdings als die eines Ortswartes zu betrachten, wie der Landrat des Kreises Olpe, Dr. Spies, in seiner Verfügung zur Fortführung der Verwaltung vom 24. April 1945 ausführte&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindearchiv Kirchhundem, Bestand: Gemeinde Rahrbach, Nr. 701&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1933 war Jöstingmeier Mitglied der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]]. Nach 1945 spielte er eine bedeutende Rolle bei der Gründung der CDU. Bereits während des Krieges hatte er mit Bischof von Galen über eine überkonfessionelle christliche Partei gesprochen. Am 2. September 1945 war er einer der Hauptredner auf dem Gründungsparteitag der westfälischen CDU in [[Bochum]]. In den folgenden Jahren hat Jöstinghaus wiederholt [[Konrad Adenauer]] in verschiedenen Fragen beraten. Er war Vorstandsmitglied der westfälischen CDU sowie Vorsitzender der Partei im [[Regierungsbezirk Münster]]. Auch war er Mitglied im Verfassungsausschuss der Arbeitsgemeinschaft von CDU und [[CSU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Münster war er vor allem am Wiederaufbau der Stadt beteiligt. Ihm gelang es unter anderem wesentlich zur Finanzierung des Theaterneubaus beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jöstingmeier gehörte 1946 dem [[Provinzialrat (Britische Besatzungszone)|Provinzialrat]] für [[Provinz Westfalen|Westfalen]] und 1946 und 1947 dem [[Ernannter Landtag (Nordrhein-Westfalen)|ernannten Landtag für Nordrhein-Westfalen]] an. Anschließend war er bis 1958 direkt gewählter Landtagsabgeordneter für Münster-Stadt. Danach hat er sich aus beruflichen Gründen aus der aktiven Politik zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Jöstingmeier wurde am 18. September 1986 mit dem [[Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/20150317_lvo-liste_sortiert_fuer_internet.pdf | titel=Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986 | hrsg=Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen | zugriff=2017-03-11 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20190331204359/https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/20150317_lvo-liste_sortiert_fuer_internet.pdf | archiv-datum=2019-03-31 | offline=ja | archiv-bot=2022-11-06 22:27:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Haunfelder]]: &#039;&#039;Nordrhein-Westfalen – Land und Leute. 1946 - 2006. Ein biographisches Handbuch&#039;&#039;. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-06615-7, S. 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Georg Jöstingmeier}}&lt;br /&gt;
* {{NRW Landtag|ID=00511}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1025246780|VIAF=258315378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Jostingmeier, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hagen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jöstingmeier, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Oktober 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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