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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-22T03:34:17Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Graf-Stuhlhofer&amp;diff=2257489</id>
		<title>Franz Graf-Stuhlhofer</title>
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		<updated>2025-02-27T16:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.1.20.234: /* Schriften (Auswahl) */ Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Graf-Stuhlhofer&#039;&#039;&#039; (* [[4. Juni]] [[1955]] in [[Wien]]), bis zu seiner Heirat &#039;&#039;Franz Stuhlhofer&#039;&#039;, ist ein [[österreich]]ischer [[Geschichte der Naturwissenschaften|Naturwissenschaftshistoriker]], [[Kirchenhistoriker]] und [[Baptisten|baptistischer]] [[Theologe]], der in Wien lebt. Er lehrt im Rahmen der Ausbildung [[Freikirchen in Österreich|freikirchlicher]] Religionslehrer an der [[KPH Wien/Krems|Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems]]. Früher unterrichtete er an Schulen [[Freikirche|freikirchliche]] [[Religion]] und an der [[Universität Wien]] Naturwissenschaftsgeschichte. Er publiziert in historischen, theologischen sowie philosophischen Fachzeitschriften und Buchreihen, außerdem verfasst er Gastkommentare in einer Tageszeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf-Stuhlhofer hat mehrere Forschungsschwerpunkte. Sein statistischer Zugang zur Geschichte des [[Bibelkanon]]s wurde im Rahmen der [[Einleitung in das Neue Testament]] aufgegriffen. Seine Studien zur Geschichte der [[Universität Wien|Wiener Universität]] im frühen 16. Jahrhundert führten zu der neuen These vom Weiterbestehen des [[Poetenkolleg]]s. Die Geschichte der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] betreffen seine Darstellungen der [[Predigt]]en des nationalsozialismuskritischen Predigers [[Arnold Köster]] sowie des Verhaltens und des Schicksals der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Wiener Akademie der Wissenschaften]]. Die auf Bibelstellen gestützten, die nahe Zukunft betreffenden Vorhersagen von [[Bibelforscherbewegung|Bibelforschern]] um 1900 und von protestantischen Autoren in den Jahren vor [[1989]] verglich er mit der tatsächlichen Weltentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wuchs als Franz Stuhlhofer in Wien auf. Hier studierte er Geschichte, Naturwissenschaften und Theologie. 1980 wurde er mit einer Untersuchung über einen nach 1500 in Wien wirkenden humanistischen Astronomen&amp;lt;ref&amp;gt;In überarbeiteter Form als Buch erschienen: &#039;&#039;Humanismus zwischen Hof und Universität. [[Georg Tannstetter]] (Collimitius) …&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien]].&#039;&#039; Bd. 8). Wien 1996 (zum Poetenkolleg S. 44–71).&amp;lt;/ref&amp;gt; zum &#039;&#039;Dr. phil.&#039;&#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]] (in &#039;&#039;Geschichte der Neuzeit&#039;&#039;, mit Nebenfach &#039;&#039;Alte Geschichte&#039;&#039;). Dem Studium in Wien folgten zwei Semester &#039;&#039;Geschichte der Naturwissenschaften&#039;&#039; an der [[Universität Hamburg]]. Seine naturwissenschaftlichen Studien schloss er 2002 an der [[Universität Aarhus]] (Dänemark) mit einem &#039;&#039;Bachelor of Science&#039;&#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Die zweite Hälfte der Abschluss-Arbeit wurde veröffentlicht: &#039;&#039;Lebensalter und naturwissenschaftliche Kreativität. Zum Jung-Entdeckertum in Physik, Chemie und Mathematik.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte&#039;&#039; 28 (2011), S. 143–175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1994 ist er mit Adelheid Graf verheiratet und trägt seither den Doppelnamen Graf-Stuhlhofer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterrichtet an einer Schule freikirchliche Religion,&amp;lt;ref&amp;gt;nämlich in einer [https://www.wien.gv.at/bildung/kindergarten/arbeit-kindergarten/bafep/kontakte.html BAfEP in Wien].&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer [[Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems|Pädagogischen Hochschule]] Bibelwissenschaft und [[Dogmatik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ph-online.ac.at/kphvie/webnav.navigate_to?corg=19266 Lehrgang Religion Freikirchlich]&amp;lt;/ref&amp;gt; und an der [[Universität Wien]] Naturwissenschaftsgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ufind.univie.ac.at/de/search.html?filter=all&amp;amp;query=Graf-Stuhlhofer Personalverzeichnis].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verfasst regelmäßig Gastbeiträge in der &#039;&#039;[[Wiener Zeitung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgebiete ==&lt;br /&gt;
=== Bibelgebrauch ===&lt;br /&gt;
Graf-Stuhlhofer wandte sich mit quantitativen Methoden der Wirkungsgeschichte der Bibel zu. Er untersuchte, wie intensiv die einzelnen zu dieser „Bibel“ genannten Sammlung gehörenden Bücher in Predigten sowie im theologischen Disput tatsächlich verwendet wurden; seine Ergebnisse erschienen als Buch: &#039;&#039;Der Gebrauch der Bibel von Jesus bis Euseb&#039;&#039;. Graf-Stuhlhofers Zugang fand Aufnahme in die deutsch-&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Schnelle]]: &#039;&#039;Einleitung in das NT&#039;&#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1996, S. 402, 407, 417 (im Zusammenhang mit der Sammlung der Paulusbriefe sowie der Rezeption des Hebräerbriefes).&amp;lt;/ref&amp;gt; und englischsprachige&amp;lt;ref&amp;gt;Donald A. Carson, Douglas J. Moo: &#039;&#039;Einleitung in das NT&#039;&#039;. Brunnen, Gießen 2010, S. 399, 875, 888 (Kanonsgeschichte). Amerikanisches Original: 2. Auflage 2005. – Näheres zu Carson und Moo in der englischen Wikipedia: [[:en:Donald A. Carson]] und [[:en:Douglas J. Moo]], Professoren für NT in Illinois, USA.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Einleitungswissenschaft]] zum [[Neues Testament|Neuen Testament]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Darstellung der biblischen [[Bibelkanon|Kanon]]sgeschichte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;The Spirit and the Letter. Studies in the Biblical Canon&#039;&#039;, London 1997. Die identische amerikanische Ausgabe heißt &#039;&#039;Holy writings, sacred text. The canon in early christianity&#039;&#039;, ebenfalls 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; stützt sich [[John Barton (Theologe)|John Barton]] stark auf Graf-Stuhlhofers quantitative Ergebnisse, durch die&amp;amp;nbsp;– gemäß Bartons Einschätzung&amp;amp;nbsp;– die Kanonsdiskussion eine neue Ebene erreicht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;„All this is illustrated with a wealth of statistical information which it is hard for the non-specialist to evaluate, but which seems to me to move discussion of ’the canon’ on to a new level of precision.“ (S. 17).&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Befund, dass es in der Praxis in Bezug auf die Verwendungs-Intensität oft drei Klassen von Schriften gibt, hält Barton für grundlegend.&amp;lt;ref&amp;gt;„Stuhlhofer’s book … seems to me to have advanced the study of the canon considerably. … His recognition that there have in practice been three classes of book for Christianity from the earliest time for which we have records, irrespective of the theoretical positions writers have adopted or the terminology they have used, seems to me fundamentally important for any fresh theory about ‘canonization’ that might be developed in the future.“ (S. 21).&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Gesamtdarstellung der &#039;&#039;Geschichte der Bibel&#039;&#039; (2020) greift Barton mehrere, die frühe Kirchengeschichte betreffende Ergebnisse von Stuhlhofer auf: Die deuterokanonischen Bücher wurden deutlich weniger intensiv verwendet als die protokanonischen des ATs; das AT wurde eher formell als „Schrift“ zitiert als neutestamentliche Bücher, obwohl diese weit intensiver verwendet wurden; die von [[Eusebius von Caesarea|Eusebius]] präsentierte Dreiteilung neutestamentlicher Bücher lässt sich auch in der Verwendungs-Intensität erkennen; hinsichtlich des Gebrauchs einzelner biblischer Bücher gab es von Beginn an eine große Konstanz.&amp;lt;ref&amp;gt;John Barton: &#039;&#039;Die Geschichte der Bibel von den Ursprüngen bis in die Gegenwart&#039;&#039;, Stuttgart 2020, S. 285, 310, 332, 338.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rezensionen in theologischen Fachzeitschriften beurteilten die Ergebnisse dieses neuen Zugangs als anregend, verwiesen aber auch auf – nach Meinung mancher Rezensenten nicht ausreichend berücksichtigte – methodische Schwierigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Ziegenaus]] schreibt dazu: „Der eigentliche Einwand bezieht sich aber auf das Prinzip Stuhlhofers, von der Häufigkeit der Verwendung auch auf den Grad der kanonischen Geltung zu schließen.“ In: &#039;&#039;[[Forum Katholische Theologie]]&#039;&#039; 5 (1989), S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die quantitative Betrachtung des Bibelgebrauchs wandte Graf-Stuhlhofer auch auf andere Epochen der Kirchengeschichte an, etwa auf einzelne Reformatoren wie Martin Luther.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Luthers Bibelgebrauch in quantitativer Betrachtung.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Theologisches Gespräch. Freikirchliche Beiträge zur Theologie&#039;&#039; 24 (2000), S. 111–120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universität Wien nach 1500 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1501 stiftete [[Maximilian I. (HRR)|Kaiser Maximilian I.]] eine [[Renaissance-Humanismus|humanistische]] Pionier-Einrichtung, ein &#039;&#039;Collegium poetarum&#039;&#039; ([[Poetenkolleg]]) an der Wiener Universität, mit vier Lehrstühlen. [[Konrad Celtis]] war der Initiator und Leiter. Die Historiker schätzten es früher so ein, dass dieses Kolleg höchstens bis zum Tod von Celtis 1508 Bestand hatte, also nur einige Jahre lang betrieben wurde. Aufgrund mehrerer Indizien kam Graf-Stuhlhofer zur Auffassung, dass dieses Kolleg den Tod Celtis’ überdauerte und bis in die 1530er Jahre hinein weiterbestand – also über mehrere Jahrzehnte hinweg.&amp;lt;ref&amp;gt;Veröffentlicht u.&amp;amp;nbsp;a. als &#039;&#039;Lateinische Dichterschule. Das Collegium poetarum des Konrad Celtis von 1501 bis 1537.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Grazer Beiträge. Zeitschrift für die Klassische Altertumswissenschaft&#039;&#039; 22 (1998), S. 211–214.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese neue Einschätzung wurde von [[Kurt Mühlberger]], dem langjährigen Direktor des [[Archiv der Universität Wien|Wiener Universitätsarchivs]], akzeptiert und ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Mühlberger: &#039;&#039;Poetenkolleg und Dichterkrönung in Wien&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Bilder – Daten – Promotionen. Studien zum Promotionswesen an deutschen Universitäten der frühen Neuzeit&#039;&#039;, hrsg. von [[Rainer A. Müller]]&amp;amp;nbsp;†, bearb. von Hans-Christoph Liess, [[Rüdiger vom Bruch]] (= &#039;&#039;Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.&#039;&#039; Bd. 24). Stuttgart 2007, S. 84–119, im Abschnitt &#039;&#039;Zur Lebensdauer des Poetenkollegs&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturwissenschaftsgeschichtsschreibung ===&lt;br /&gt;
Im umfangreichen Buch &#039;&#039;Lohn und Strafe in der Wissenschaft. Naturforscher im Urteil der Geschichte&#039;&#039; wird untersucht, welche Faktoren dazu beitragen, dass bestimmte Entdeckungen einzelnen Forschern zugerechnet werden. In ihrer Rezension sprachen [[Karin Figala]] und [[Andreas Kühne (Wissenschaftshistoriker)|Andreas Kühne]] von der „guten Lesbarkeit des Buches“, und:&lt;br /&gt;
: „Die Faszination der Beispiele korrespondiert mit einem frischen, an angelsächsischen Vorbildern geschulten Stil, der gefärbt ist durch Witz und treffende Bilder. Vor allem der Stil ist es, der das Buch auch in jenen Abschnitten, in denen nicht mit Curiosa operiert werden kann, zu einer fesselnden Lektüre macht. Die große Belesenheit des Autors beeindruckt, ohne durch trockene Gelehrsamkeit überwältigen zu wollen. Eine strenge Auswahl und Kürzung der Zitate verhindert, daß sich der Leser in einem Fußnotenverhau verliert, eine Gefahr, die der Gegenstand beinahe zwangsläufig nahelegt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Figala und Kühne, in: &#039;&#039;[[Bild der Wissenschaft]]&#039;&#039; 1989, Heft 4, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitativ-historische Wissenschaftsforschung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wissenschaftsforschung]], die Anwendung wissenschaftlicher Methoden auf die Wissenschaft selbst, wird auch die [[Wissenschaftsgeschichte]] mit einbezogen. Graf-Stuhlhofer setzte voraus, dass die von Wissenschaftshistorikern getroffene Auswahl dem historischen Verlauf einigermaßen angemessen ist, und wertete &#039;&#039;Zeittafeln wichtiger Entdeckungen&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Für ein von [[Jan Vlachý]] hrsg. Themenheft zur Szientometrie verfasste Stuhlhofer folgenden Beitrag: &#039;&#039;Does the rate of growth of our knowledge depend on the quality-level considered?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Czechoslovak Journal of Physics&#039;&#039; 36 (1986), S. 154–156.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie &#039;&#039;Lexika großer Naturforscher&#039;&#039; statistisch aus. Abgesehen von der Möglichkeit, Rückschlüsse auf den historischen Verlauf zu ziehen, eignet sich eine solche Betrachtung auch zur Selbstreflexion solcher Lexika, denn sie führen den Herausgebern dieser Lexika vor Augen, welcher historische Eindruck durch ihre Auswahl vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;In diesem Sinne wurde Stuhlhofers Studie herangezogen von [[Fritz Krafft]] (Hrsg.): &#039;&#039;Große Naturwissenschaftler. Biographisches Lexikon&#039;&#039;. Düsseldorf 2. Aufl. 1986, im Vorwort.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-kritische Predigten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf-Stuhlhofer hält die in Österreich während der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] gehaltenen Predigten des Baptisten [[Arnold Köster]] für einzigartig,&amp;lt;ref&amp;gt;Hinsichtlich einer Reihe von Themenfeldern werden Kösters Predigten mit denen zeitgenössischer Prediger verglichen in: Franz Graf-Stuhlhofer: &#039;&#039;Von der „Grenze des Möglichen“ im Dritten Reich. Kritik am Nationalen in der einzigartigen Predigtsammlung des Wiener Baptisten-Pastors Arnold Köster.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Geschichte und Gegenwart. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Gesellschaftsanalyse und politische Bildung&#039;&#039; 18 (1999), S. 13–35.&amp;lt;/ref&amp;gt; da sich darin wiederholt politische Bezugnahmen finden und diese oft eine Kritik an Eigenheiten der nationalsozialistischen Propaganda und Praxis beinhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eschatologie ===&lt;br /&gt;
Die christliche Erwartung des [[Parusie|Wiederkommens Jesu]] wurde oft mit politischen Gegenwartsereignissen verknüpft, vor allem seit dem [[Sechstagekrieg]] 1967. Bücher mit der Botschaft, dass das Ende nun unmittelbar bevorstehe, erlebten auch im deutschen Sprachraum hohe Auflagen. Stuhlhofer nahm erstmals eine kritische Überprüfung der in diesen Büchern enthaltenen Ankündigungen vor und zeigte dabei, dass diese größtenteils verfehlt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;So in der Besprechung vom &#039;&#039;Materialdienst der EZW&#039;&#039; 56 (1993), S. 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1988 [[Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Geisteswissenschaften]] für sein Buch &#039;&#039;Lohn und Strafe in der Wissenschaft.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1988 [[Wissenschaftspreis des Landes Niederösterreich]] Förderungspreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zum Bibelgebrauch:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Gebrauch der Bibel von Jesus bis Euseb. Eine statistische Untersuchung zur Kanonsgeschichte&#039;&#039; (= &#039;&#039;Monographien und Studienbücher.&#039;&#039; Bd. 335). R. Brockhaus, Wuppertal 1988.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Ertrag von Bibelstellenregistern für die Kanonsgeschichte&#039;&#039;. In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft]]&#039;&#039; 100 (1988), S. 244–261.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zur Universitätsgeschichte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Weiterbestehen des Wiener Poetenkollegs nach dem Tod Konrad Celtis’ (1508). Eine humanistische Pioniereinrichtung und ihr Wirkungsumfeld&#039;&#039;. In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für historische Forschung]]&#039;&#039; 26 (1999), S. 393–407.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zu Astronomie und -logie in Spätmittelalter und Frühneuzeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Nachweis astrologischer Zeitenwahl im Leben einiger Habsburger.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Anzeiger der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften&#039;&#039; 117 (1980), S. 275–283.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tradition(en) und Empirie in der frühneuzeitlichen Naturforschung&#039;&#039;. In: [[Helmuth Grössing]], [[Kurt Mühlberger]] (Hrsg.): &#039;&#039;Wissenschaft und Kultur an der Zeitenwende&#039;&#039; (= [[Schriften des Archivs der Universität Wien]]. Bd. 15). V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2012, S. 63–80.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zur Wissenschaftsforschung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Unser Wissen verdoppelt sich alle 100 Jahre. Grundlegung einer ‚Wissensmessung‘.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Berichte zur Wissenschaftsgeschichte]]&#039;&#039; 6 (1983) S. 169–193.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Lohn und Strafe in der Wissenschaft. Naturforscher im Urteil der Geschichte&#039;&#039; (= &#039;&#039;Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte&#039;&#039;, Bd. 4). Böhlau, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1987, ISBN 3-205-06771-1 (zur Wissenschaftshistoriographie).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Darwinismus-Rezeption bei Österreichs Biologen. Nicht zwei Schulen, sondern viele Richtungen.&#039;&#039; In: Michael Benedikt, Reinhold Knoll (Hrsg.): &#039;&#039;Bildung und Einbildung … Philosophie in Österreich (1820–1880)&#039;&#039; (= &#039;&#039;Verdrängter Humanismus&amp;amp;nbsp;– Verzögerte Aufklärung.&#039;&#039; Bd. 3). Wien 1995, S. 797–807.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zum Christentum in Österreich im 20. Jh.:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Evangelische Allianz in Wien von der Ersten Republik bis zur NS-Zeit (1920–45). Edition der Sitzungsprotokolle und Programme&#039;&#039; (= &#039;&#039;Studien zur Geschichte christlicher Bewegungen reformatorischer Tradition in Österreich.&#039;&#039; Bd. 2). VKW, Bonn 2010.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Freikirchen in Österreich seit 1846. Zur Quellenlage und zu Methodenfragen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Jahrbuch für die Geschichte des Protestantismus in Österreich&#039;&#039; 124 (2008/09), S. 270–302.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Täuferkirchen in der Ostmark. Von Adventisten, Baptisten, Mormonen, Pfingstlern und Zeugen Jehovas (Forschungsbericht)&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Österreich in Geschichte und Literatur&#039;&#039; 44 (2000), S. 73–93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zur Geschichte der Zeugen Jehovas:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles T. Russell und die Zeugen Jehovas. Der unbelehrbare Prophet.&#039;&#039; Schwengeler, Berneck 1990, ISBN 3-85666-293-6 (3. Auflage 1994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zu NS-kritischen Predigten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Öffentliche Kritik am Nationalsozialismus im Großdeutschen Reich. Leben und Weltanschauung des Wiener Baptistenpastors Arnold Köster (1896–1960)&#039;&#039; (= &#039;&#039;Historisch-Theologische Studien zum 19. und 20. Jahrhundert.&#039;&#039; Bd. 9). Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2001.&amp;lt;ref&amp;gt; Kurzgefasst in: &#039;&#039;Kirchliche Zeitgeschichte. Internationale Halbjahresschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft&#039;&#039; 14 (2001), S. 557–564. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zur Wissenschaft in der NS-Zeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Akademie der Wissenschaften in Wien im Dritten Reich&#039;&#039;. In: [[Christoph Scriba|Christoph J. Scriba]] (Hrsg.): &#039;&#039;Die Elite der Nation im Dritten Reich. Das Verhältnis von Akademien und ihrem wissenschaftlichen Umfeld zum Nationalsozialismus&#039;&#039; (= &#039;&#039;Acta historica Leopoldina.&#039;&#039; Bd. 22). Halle/Saale 1995, S. 133–159.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Opportunisten, Sympathisanten und Beamte. Unterstützung des NS-Systems in der Wiener Akademie der Wissenschaften, dargestellt am Wirken Nadlers, Srbiks und Meisters.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiener Klinische Wochenschrift&#039;&#039; 110 (1998) Heft 4–5 (Themenheft „Zum 60. Jahrestag der Vertreibung der jüdischen Kollegen aus der Wiener medizinischen Fakultät“), S. 152–157.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Judenschicksal kein Thema. Briefe deutscher Naturwissenschaftler zur NS-Zeit zwischen Anteilnahme und Antisemitismus.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden&#039;&#039; 9 (1999), S. 447–487.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zum Nationalsozialismus:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hitler zum Fall Heß vor den Reichs- und Gauleitern am 13. Mai 1941. Dokumentation der Knoth-Nachschrift.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Geschichte und Gegenwart. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Gesellschaftsanalyse und politische Bildung&#039;&#039; 18 (1999), S. 95–100.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zur Eschatologie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Das Ende naht!“ Die Irrtümer der Endzeit-Spezialisten&#039;&#039; (= &#039;&#039;Theologisches Lehr- und Studienmaterial.&#039;&#039; Bd. 24). Verlag für Kultur und Wissenschaft, 3. Aufl. Bonn 2007 (Nachdruck der 2. Aufl. 1993, neu mit Register).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Schirrmacher]] bezeichnet dieses Buch als „Klassiker“, in seiner Einleitung zur 3. Aufl., S. X. - [[Christoph Raedel]] stützt sich auf Stuhlhofers Buch bei seiner Feststellung im Artikel über den [[Dispensationalismus]]: „Prognosen zum Weltverlauf haben sich nicht bestätigt“. In: &#039;&#039;[[Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde|ELThG]]&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, Bd. 1, Sp. 1492.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;zu Naturwissenschaft und Religion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Evolutionstheorie und die Frage nach dem Weltgrund.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Philosophia naturalis]].&#039;&#039; 20, 1982/1983, S. 492–505.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Naturforscher und die Frage nach Gott.&#039;&#039; Berneck 1988 (auch in Italienisch und in Kroatisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;von Graf-Stuhlhofer verfasste Buchkritiken:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.graf-stuhlhofer.at/Buchrezensionen.phtml Auszüge aus Rezensionen von Büchern anderer Autoren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mitherausgeber&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Studien zur Geschichte christlicher Bewegungen reformatorischer Tradition in Österreich]]&#039;&#039;. VKW, Bonn, ab 2006 (gemeinsam mit [[Frank Hinkelmann]] und [[Thomas Schirrmacher]]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Frisches Wasser auf dürres Land. Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Bundes der Baptistengemeinden in Österreich&#039;&#039; (= &#039;&#039;Baptismus-Studien&#039;&#039;, Bd. 7). Oncken, Kassel 2005, ISBN 978-3-87939-203-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|114553904}}&lt;br /&gt;
* [http://www.graf-stuhlhofer.at Verzeichnis seiner Publikationen mit Kurzkommentaren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=114553904|LCCN=n88031593|VIAF=88074201}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:GrafStuhlhofer, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptistischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptistischer Theologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal-Innitzer-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Graf-Stuhlhofer, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stuhlhofer, Franz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Historiker und baptistischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1955&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.1.20.234</name></author>
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		<title>Vincenz Prießnitz</title>
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		<updated>2025-02-27T10:50:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.1.20.234: Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Vincenz Priessnitz, supporter of hydrotherapy.jpg|mini|hochkant|Vincenz Prießnitz]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vincenz Prießnitz&#039;&#039;&#039;, gelegentlich &#039;&#039;Prisnitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Prißnitz&#039;&#039;, (* [[4. Oktober]] [[1799]] in [[Jeseník|Gräfenberg]], Lázně Jeseník, in [[Österreichisch-Schlesien]]; † [[28. November]] [[1851]] ebenda) war ein Landwirt und [[autodidakt]]ischer Naturheiler. Er gilt (nach den „Wasserhähnen“ [[Siegmund Hahn]] und [[Johann Siegmund Hahn]]) als Erneuerer der [[Hydrotherapie|Kaltwasserkur]] in Österreich und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Vincenz Prießnitz wurde als das jüngste von sechs Kindern des Landwirts Franz Prießnitz (1753–1836) und dessen Ehefrau Theresia Kappel (1759–1825) in Freiwaldau-Stadt, Haus Nr. 175&amp;lt;ref&amp;gt;Römisch-katholisches Geburtsregister Freiwaldau-Stadt: [http://vademecum.archives.cz/vademecum/Zoomify.action?scanIndex=24&amp;amp;entityRef=%28^n%29%28%28%28localArchiv%2C^n%2Chot_%29%28unidata%29%29%28285735%29%29 Band 1792–1831, Seite 48, Reihe 3, Inventar-Nr. 3143, Signatur Je III 5] (Hinweis: Link aufrufen, Button „Fortsetzen“ anklicken, Link erneut aufrufen)&amp;lt;/ref&amp;gt; geboren. Da der Vater erblindete und der älteste Bruder früh starb, musste Prießnitz schon nach kurzer Zeit die Schule verlassen und auf dem elterlichen Hof mitarbeiten. Er konnte nur eingeschränkt lesen und schreiben, war also funktionaler [[Analphabet]]. Mit 17 Jahren brach sich Prießnitz zwei Rippen, als er auf dem Weg zum Feld von seinem scheuenden Pferd zu Boden geschleudert und anschließend vom angehängten Wagen überrollt wurde. Er half sich, indem er die verletzten Rippen mit einem in kaltes Wasser getauchten Umschlag fixierte und darüber mehrere eng anliegende Tücher band. Dies war die Geburtsstunde des [[Wickel#Aufbau und Unterscheidung|Prießnitz-Umschlages]] („Prießnitz-Wickel“). Die Rippen verheilten, und sehr schnell hatte der junge Prießnitz im weiten Umkreis den Ruf, ein &#039;&#039;Wasserdoktor&#039;&#039; zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch-ntEEAAAAYAAJ-21&amp;quot;&amp;gt;J. E. M. Selinger: &#039;&#039;Vincenz Priessnitz; eine Lebensbeschreibung.&#039;&#039; Gerold, 1852, S.&amp;amp;nbsp;21. {{Google Buch |BuchID=ntEEAAAAYAAJ |Seite=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vincenz Priessnitz Litho.JPG|mini|hochkant|links|Vincenz Priessnitz, Lithographie von [[Andreas Staub]], ca. 1830]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1826 kamen die ersten Kranken von außerhalb zu Prießnitz. Er richtete ein Badehaus ein, in dem er mit Wasser behandelte&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsch.radio.cz/tschechische-kurbaeder-8721886/4 Das heilende Wasser aus dem Altvatergebirge]&#039;&#039; auf: [[Radio Praha International|Radio Prag]], 23. Juli 2021, abgerufen am 25. August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde aber 1829 von mehreren Ärzten als [[Kurpfuscher]] angeklagt. Der Prozess endete mit einem Freispruch für Prießnitz, da er nicht mit Medikamenten, sondern ausschließlich mit Wasser therapierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 heiratete Prießnitz Sophie, eine Tochter des Gemeindevorstehers von [[Česká Ves|Böhmischdorf]] bei Freiwaldau. Mit ihr hatte er einen Sohn und sechs Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad-Gräfenberg-Hotel-Priessnitz-1.jpg|mini|Hotel Priessnitz Lázně Jeseník (Bad Gräfenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Priessnitz Chapel.JPG|mini|Kapelle und Grabmal von Prießnitz in Gräfenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 bekam er die Genehmigung der österreichischen Regierung zur Errichtung und Führung einer Kaltwasser-Heilanstalt. Im Badehaus wurde ein großes Becken von zehn Meter Durchmesser installiert, in dem die Patienten auch schwimmen konnten. Außerdem enthielt es einen Brunnen. Bereits 1832 wurde ein zweites Anstaltsgebäude gebaut mit 18 Zimmern und einem Saal. Insgesamt konnten in der Heilanstalt gleichzeitig etwa 100 Kranke untergebracht werden. Bis zu seinem Tod behandelte der &#039;&#039;Wasserdoktor&#039;&#039; hier etwa 36.000 Patienten. Die Prießnitz’sche Kaltwasser-Heilanstalt wurde seit 1853 vom Arzt [[Josef Schindler (Mediziner)|Josef Schindler]] (1814–1890) und seinem Schwiegersohn [[Johann Ripper]] (1830–1912), der die Tochter Maria Anna Prießnitz geheiratet hatte, weitergeführt. Bis heute existiert die von ihm gegründete Kuranstalt in Bad Gräfenberg (Lázně Jeseník).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prießnitz entwickelte keine neue medizinische Theorie, machte aber mit seinen Wasserkuren und Luftbädern, wie sie später auch von [[Arnold Rikli]] und [[Adolf Just]] angewandt wurden, die Hydrotherapie um 1830 populär. Innere Krankheiten führte nach der seit der Antike vorherrschenden [[Humoralpathologie]] auf „schlechte Säfte“ zurück, die aus dem Körper herausgebracht werden müssten. Er wandte kaltes Wasser und kalte [[Kompresse]]n bei den verschiedensten Krankheiten an, verordnete aber auch Arbeit, Bewegung und Diät (Wasser, Milch und kalte ungewürzte Speisen). Außerdem setzte er auf [[Abhärtung]], vorzugsweise durch eiskaltes [[Dusche]]n, wobei sich das Wasser aus einer Höhe von mehreren Metern auf die Patienten ergoss. Weitere Behandlungselemente waren [[Trinkkur]]en, [[Klistier]]e, [[Badekultur|Bäder]] und Schwitzkuren.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Rohde: &#039;&#039;Vinzenz Priessnitz (1799–1851) und die Abhärtung.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Band 22, Nr. 1, 2010, S. 45–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prießnitz veröffentlichte nichts, diktierte aber 1847 seiner Tochter Sophie das &#039;&#039;Vinzenz Prießnitz’sche Familien Wasserbuch&#039;&#039;, das bis heute im Institut für Geschichte der Medizin der [[Universität Wien]] aufbewahrt wird. 1880 ließ sein Schwiegersohn Hans Ripper für das Prießnitz-Archiv eine Abschrift anfertigen. Das Buch war nie zur Veröffentlichung vorgesehen, sondern in erster Linie für die Tochter Sophie, die mit ihrem Mann in Ungarn lebte. Daher sind die Angaben und Beschreibungen eher kurz gehalten, denn Sophie war bereits mit den Grundlagen vertraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohde2002&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Rohde: &#039;&#039;In Vergessenheit geratene Erkenntnisse über Priessnitz aus dem unbekannt gebliebenen Vinzenz Priessnitz’schen Familien-Wasserbuch von 1847.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forschende Komplementärmedizin und Klassische Naturheilkunde.&#039;&#039; Band 9, Heft 2, 2002, S. 85–98.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Abschrift werden auf 63 Seiten Behandlungen für etwa 110 Erkrankungen sowie allgemeine Verhaltensregeln beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Rohde: &#039;&#039;Die Behandlung von Infektionskrankheiten nach dem Vinzenz Prießnitz’schen Familien-Wasserbuch von 1847 (Teil 1).&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin&#039;&#039;, 2008;20(4):231–237&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prießnitz erlitt 1848 einen [[Schlaganfall]] und litt danach an „Leberschrumpfung und Wassersucht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|26|589|590|Prießnitz, Vincenz|Julius Leopold Pagel|ADB:Prießnitz, Vincenz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte demnach mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zuletzt ein Leber- und Nierenversagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &#039;&#039;Vegetarisch.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&#039;&#039; Band 34, 2015 (2016), S. 29–68, hier: S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 52 Jahren starb Vincenz Prießnitz am 28. November 1851 in Gräfenberg. Das von ihm hinterlassene Vermögen wurde auf stattliche 10 Millionen [[Gulden]] geschätzt. Da sein Sohn zum Zeitpunkt seines Todes noch ein Kind war, wurde die Wasserheilanstalt von einem Schwiegersohn übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue tuerkenschanzpark.jpg|mini|hochkant|Brunnen zum Gedenken an Vincenz Prießnitz im Wiener Türkenschanzpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anwendungen von Prießnitz und denen seines ehemaligen Schulkollegen [[Johann Schroth]] entwickelten [[Eucharius Ferdinand Christian Oertel]], [[J. H. Rausse]] und [[Theodor Hahn]] sowie [[Lorenz Gleich]] die [[Naturheilkunde]]. Insbesondere Gleich drängte dazu, die komplexen Kuren von Prießnitz nicht länger Hydropathie zu nennen, sondern Naturheilkunde oder Naturheilverfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohde2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Eduard Rothschuh: &#039;&#039; Die Konzeptualisierung der Naturheilkunde im 19. Jahrhundert (J.H. Rausse, Theodor Hahn, Lorenz Gleich).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Gesnerus (Zeitschrift)|Gesnerus]]&#039;&#039;, Band 38, Ausgabe 1–2 (1981), S. 175–190 ({{doi|10.1163/22977953-0380102018}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 wurde Prießnitz im Namen des österreichischen Kaisers die große goldene Verdienstmedaille für seine Leistungen verliehen. Im Stadtpark von [[Jeseník|Freiwaldau]] und im [[Türkenschanzpark]] in [[Wien]] erinnern bis heute [[Denkmal (Gedenken)|Denkmäler]] an Vincenz Prießnitz. In Leipzig, im heutigen Kleingärtnerverein Priessnitz-Morgenröte e.&amp;amp;nbsp;V., erinnert ebenfalls ein Denkmal an ihn. Im Jahr 1909 wurde in Wien-[[Floridsdorf]] (21. Bezirk) die &#039;&#039;Prießnitzgasse&#039;&#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heilbad in seinem Geburtsort [[Jeseník|Gräfenberg]] trägt heute seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Pingler]] richtete 1851 in [[Königstein im Taunus]] ein &#039;&#039;Prießnitzbad&#039;&#039; ein, nachdem er in [[Jeseník|Gräfenberg]] gelernt hatte. [[Sebastian Kneipp]] hospitierte bei diesem und lernte dessen Wasserkuren kennen. In [[Danzig]] eröffnete [[Emil Hollmichel]] 1907 ein &#039;&#039;Prießnitzbad&#039;&#039;, das bis 1945 bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Danziger Einwohnerbuch&#039;&#039;, 1942, S. 143; [https://pbc.gda.pl/dlibra/publication/16597/edition/13073/content pbc.gda.pl] – auch in weiteren Adressbüchern&amp;lt;/ref&amp;gt; In Leipzig-[[Leutzsch]] gab es ein Prießnitzbad von 1912 bis 1988, ebenso in [[Osnabrück]] und weiteren Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1960 verleiht die Deutsche [[Heilpraktiker]]schaft eine Prießnitz-Medaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prießnitz hat Eingang in die [[polnische Sprache]] gefunden. So heißt Dusche auf Polnisch &#039;&#039;prysznic&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://doroszewski.pwn.pl/haslo/prysznic/ &#039;&#039;prysznic&#039;&#039;.] In: &#039;&#039;Słownik języka polskiego&#039;&#039;, sjpd.pwn.pl&amp;lt;/ref&amp;gt; eine polonisierte Form seines Familiennamens. Die 1990 gegründete tschechische Band [[Priessnitz (Band)|Priessnitz]] benannte sich nach Prießnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Prießnitz‘ Wirken hin gründeten sich in Deutschland bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Naturheilvereine als „Prießnitz-Vereine“ und „Vereine für volksverständliche Heilkunde“. Im Jahre 1889 wurde der Dachverband „Bund der Vereine für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise“ gegründet, der heute noch unter dem Namen „[[Deutscher Naturheilbund|Deutscher Naturheilbund eV]]“ das Erbe von Vincenz Prießnitz pflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kneipp-Medizin]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Winternitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Kurzbiografien in Nachschlagewerken ===&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Prießnitz, Vincenz|23|290|295}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|26|589|590|Prießnitz, Vincenz|Julius Leopold Pagel|ADB:Prießnitz, Vincenz}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|8|278||Priessnitz Vinzenz|}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|720||Prießnitz, Vincenz|Manfred Skopec|118741896}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Literatur ===&lt;br /&gt;
* Hubertus Averbeck: &#039;&#039;Von der Kaltwasserkur bis zur physikalischen Therapie. Betrachtungen zu Personen und zur Zeit der wichtigsten Entwicklungen im 19. Jahrhundert.&#039;&#039; Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2012, ISBN 978-3-86741-782-2, S. 152–208.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Brauchle]]: &#039;&#039;Der erste Höhepunkt in der Entwicklung der Wasserheilkunde und der Welterfolg. Der Bauer Vincenz Prießnitz.&#039;&#039; In: Alfred Brauchle: &#039;&#039;Geschichte der Naturheilkunde in Lebensbildern.&#039;&#039; 2., erweiterte Auflage von &#039;&#039;Große Naturärzte.&#039;&#039; Reclam-Verlag, Stuttgart 1951, S. 77–117.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hauke]]: &#039;&#039;Vinzenz Prießnitz und Freiwaldau-Gräfenberg. Ein Almanach, dem „Genie des kalten Wassers“ zum 200. Geburtstag gewidmet&#039;&#039;. Mährisch-Schlesischer Sudetengebirgsverein, Kirchheim/Teck 1998. &lt;br /&gt;
* [[Jürgen Helfricht]]: &#039;&#039;Vincenz Prießnitz (1799–1851) und die Rezeption seiner Hydrotherapie bis 1918. Ein Beitrag zur Geschichte der Naturheilbewegung&#039;&#039; (= &#039;&#039;Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften.&#039;&#039; Heft 105). Matthiesen Verlag, Husum 2006, ISBN 978-3-7868-4105-0.&lt;br /&gt;
* Uwe Heyll, Christoph auf der Horst, Alfons Labisch: &#039;&#039;Vorbemerkungen zur Wissenschaftsgeschichte der Naturheilkunde.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Medizinhistorisches Journal.&#039;&#039; Band. 34, Heft 1, 1999, S. 3–45.&lt;br /&gt;
* Uwe Heyll: &#039;&#039;Wasser, Fasten, Luft und Licht. Die Geschichte der Naturheilkunde in Deutschland.&#039;&#039; Campus Verlag, Frankfurt / New York 2006, ISBN 3-593-37955-4.&lt;br /&gt;
* Jürgen Rohde: &#039;&#039;In Vergessenheit geratene Erkenntnisse über Priessnitz aus dem unbekannt gebliebenen Vinzenz Priessnitz’schen Familien-Wasserbuch von 1847.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forschende Komplementärmedizin und Klassische Naturheilkunde.&#039;&#039; Band 9, Heft 2, 2002, S. 85–98.&lt;br /&gt;
* Jürgen Rohde: &#039;&#039;Die Behandlung von Infektionskrankheiten nach dem Vinzenz Prießnitz’schen Familien-Wasserbuch von 1847.&#039;&#039; Zwei Teile. In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Band 20, Nr. 4, 2006, S. 231–237 (Teil 1), und Nr. 5, 2006, S. 292–300 (Teil 2).&lt;br /&gt;
* Jürgen Rohde: &#039;&#039;Vinzenz Priessnitz (1799–1851) und die Abhärtung.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Band 22, Nr. 1, 2010, S. 45–54.&lt;br /&gt;
* Heinz Röhrich: &#039;&#039;Vincenz Prießnitz’sche Kaltwasserkuranstalt in Gräfenberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Mährisch-Schlesische Heimat.&#039;&#039; Band 14, 1969, S. 276–290.&lt;br /&gt;
* Karl Eduard Rothschuh: &#039;&#039; Die Konzeptualisierung der Naturheilkunde im 19. Jahrhundert (J.H. Rausse, Theodor Hahn, Lorenz Gleich).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Gesnerus (Zeitschrift)|Gesnerus]].&#039;&#039; Band 38, Nr. 1–2, 1981, S. 175–190. ({{doi|10.1163/22977953-0380102018}}).&lt;br /&gt;
* Josef Sajner, Vladimír Křížek: &#039;&#039;Krankendiagnosen bei Vincenz Prießnitz.&#039;&#039; In: [[Christa Habrich]], Frank Marguth, Jörn Henning Wolf (Hrsg.) unter Mitarbeit von [[Renate Wittern-Sterzel|Renate Wittern]]: &#039;&#039;Medizinische Diagnostik in Geschichte und Gegenwart.&#039;&#039; Festschrift für [[Heinz Goerke]] zum sechzigsten Geburtstag. München 1978 (= &#039;&#039;Neue Münchner Beiträge zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften: Medizinhistorische Reihe.&#039;&#039; Band 7/8), ISBN 3-87239-046-5, S. 205–216.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Uehleke]], Wolfgang Caesar: &#039;&#039;Vinzenz Priessnitz: Zum 200. Geburtstag des Wegbereiters der Naturheilkunde.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Deutsche Apotheker Zeitung]]&#039;&#039;, 1999, Nr. 51, S. 60 ([https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/1999/daz-51-1999/uid-1495 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitgenössische Literatur ===&lt;br /&gt;
* Ernst von Held-Ritt: &#039;&#039;Prißnitz&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; auf Gräfenberg oder treue Darstellung seines Heilverfahrens mit kaltem Wasser. Ein Handbuch für Alle, welche Gräfenberg besuchen, und die Wasserkur dort oder in der Heimath brauchen wollen, so wie für Jene, welche dort Heilung fanden.&#039;&#039; Mörschner und Jasper, Wien 1837; [http://data.onb.ac.at/ABO/%2BZ24482001 Volltext]; Nachdruck, mit einer Einleitung zur Geschichte der Hydrotherapie und der Biographie von Prißnitz sowie mit Erläuterungen und Anmerkungen hrsg. von [[Christian Andree (Medizinhistoriker)|Christian Andree]]. Bergstadtverlag W. G. Korn, Würzburg 1988.&lt;br /&gt;
* Carl Munde: &#039;&#039;Die Gräfenberger Wasserheilanstalt und die Prießnitzische Curmethode. Ein Handbuch […] für alle Kranke, die gesund werden und für Gesunde, die es bleiben wollen.&#039;&#039; Vierte, ganz umgearbeitete und vermehrte Auflage. Frohberger, Leipzig 1840; {{archive.org |diegrfenberger00mund|Blatt=n6}}; 5. Auflage ebenda 1841.&lt;br /&gt;
* [[Philo vom Walde]]: &#039;&#039;Vincenz Prießnitz. Sein Leben und sein Wirken. Zur Gedenkfeier seines hundertsten Geburtstages dargestellt&#039;&#039;. W. Möller, Berlin 1892.&lt;br /&gt;
* Philo vom Walde: &#039;&#039;Vincenz Priessnitz als Begründer des Wasser- und Naturheilverfahrens.&#039;&#039; Berlin 1898.&lt;br /&gt;
* Max Rumpler: &#039;&#039;Vincenz Prießnitz. Zum hundertjährigen Geburtstage.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutscher Hausschatz&#039;&#039;, Band 26, Nr. 5, 1899/1900, Nr. 5, S. 87–88 und 90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Vincent Priessnitz}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118741896}}&lt;br /&gt;
* [http://www.priessnitz-morgenroete.de/ Kleingärtnerverein Priessnitz-Morgenröte e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://vsff.rivido.de/asff5/1933_5Jg_Nr4_172.html Ahnentafel] abgerufen am 19. Dezember 2014&lt;br /&gt;
* [https://www.naturheilbund.de/ Deutscher Naturheilbund eV] (Prießnitz-Bund)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118741896|LCCN=n82102908|VIAF=8182851}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Priessnitz, Vincenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrotherapeut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1851]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prießnitz, Vincenz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Landwirt und Naturheiler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1799&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gräfenberg]] bei Freiwaldau, Schlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. November 1851&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gräfenberg]] bei Freiwaldau, Schlesien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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