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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fleringen&amp;diff=199300</id>
		<title>Fleringen</title>
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		<updated>2025-02-28T16:53:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.1.18.133: /* Geschichte */ Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Gemeinde Fleringen in Rheinland-Pfalz; zur Ortschaft in den Niederlanden siehe [[Fleringen (Niederlande)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Fleringen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/12/30/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 6/30/01/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Fleringen in BIT.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Eifelkreis Bitburg-Prüm&lt;br /&gt;
|Verbandsgemeinde  = Prüm&lt;br /&gt;
|Höhe              = 508&lt;br /&gt;
|PLZ               = 54597&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 06558&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 07232223&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 2 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Tiergartenstraße 54&amp;lt;br /&amp;gt;54595 Prüm&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.fleringen.de/ www.fleringen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Elisabeth Spoo&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Ortsbürgermeisterin&lt;br /&gt;
|Partei            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Lukas (Fleringen) 04.jpg|mini|hochkant|St. Lukas, Westseite]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fleringen&#039;&#039;&#039; ist eine [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] im [[Eifelkreis Bitburg-Prüm]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Sie gehört der [[Verbandsgemeinde Prüm]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Fleringen liegt {{Höhe|508|DE-NHN|link=true}}, in einem Ausläufer der [[Prümer Kalkmulde]] zwischen [[Wallersheim (Eifel)|Wallersheim]] und [[Rommersheim]]. Die Landschaft ist geprägt von flachen Höhen mit schroffen Dolomit-Kalkfelsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Baselt (Fleringen)|Baselt]] ist ein Ortsteil von Fleringen. Zur Gemeinde gehören auch die [[Wohnplatz|Wohnplätze]] In der Muhl, Lindenhof, Zingsheld, Eisenackerhof und Riedhof.{{GemeindeverzeichnisRP|Ref=1|Stand=2022|Seiten=97}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für eine frühe Besiedlung des Gebietes um Fleringen spricht der Fund von [[Hügelgrab|Grabhügeln]] südlich des Ortes in einem Waldgebiet. Es handelt sich um vier bis sechs Hügelgräber, deren Zeitstellung noch unbekannt ist. Sie liegen wenig östlich der Grabhügelgruppe von Rommersheim.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KulturDB-Trier|12647|Grabhügelgruppe, Fleringen|abruf=2022-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit frühem Mittelalter lagen Grundbesitz, Grundherrschaft, sowie die Hoheitsrechte in Fleringen bei der Trierer Abtei [[St. Irminen]]. Nach jahrelangen Streitigkeiten überließ die Abtei St. Irminen im Jahre 1761 die beiden Dörfer Fleringen und [[Hersdorf|Oberhersdorf]] dem [[Haus Arenberg|Herzog von Arenberg]] für 250 Reichstaler jährliche Pacht und er erwarb damit als Lehen die Einkünfte und Rechte der Herrschaft Fleringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stockgut|Stockbesitzer]] zu Fleringen und Oberhersdorf hatten nach der Besitznahme des Landes durch Frankreich (1798) den ausschließlichen Besitz der Waldungen in Anspruch genommen und deshalb einen Prozess gegen die Gemeinde begonnen. Der [[Präfekt (Frankreich)|Präfekt]] des [[Département de la Sarre|Saardepartement]] erhob dagegen eine Konfliktsklage durch einen Beschluss vom 10. Januar 1807. Aufgrund der Beschlüsse auf dem [[Wiener Kongress]] (1815) kam Fleringen zum [[Königreich Preußen]]. Im Jahre 1817 baten die Stockbesitzer das preußische Ministerium des Innern, die Konfliktsklage zu entscheiden bzw. ihr Eigentumsrecht anzuerkennen. Das Innenministerium entschied zugunsten der Stockbesitzer. Deshalb hat die Gemeinde bis heute keinen Gemeindewald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Johann Friedrich Schannat]] |Titel=Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel |Band=Band 4 |Datum=1854 |Seiten=423&amp;amp;nbsp;ff |Online=[http://books.google.de/books?id=zzoVAAAAQAAJ&amp;amp;dq=Fleringen&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA421 Google Books] |Abruf=2015-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Notzeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Einwohner in Richtung USA aus. Der Zweite Weltkrieg richtete im Ort erhebliche Zerstörungen an, die heute kaum noch sichtbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Statistik zur Einwohnerentwicklung&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fleringen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionaldaten&amp;quot;&amp;gt;[http://www.infothek.statistik.rlp.de/neu/MeineHeimat/detailinfo.aspx?id=3537&amp;amp;key=0723206223&amp;amp;l=3&amp;amp;topic=2047 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1815 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 203&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1835 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 255&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 296&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 307&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 341&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 321&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 333&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 356&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1987 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 369&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 338&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- noch zu aktualisieren&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Fleringen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2019|Kommunalwahl am 26. Mai 2019]] in einer [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#MW|Mehrheitswahl]] gewählt wurden, und dem [[ehrenamt]]lichen [[Ortsbürgermeister]] als Vorsitzendem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kg/ergebnisse/2320622300.html Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Elisabeth Spoo wurde am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024 zur Ortsbürgermeisterin von Fleringen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ratsinfoservice.de/ris/pruem/organization/details/09 |titel=Ortsgemeinderat Fleringen |titelerg=Aktuelle Mitglieder |werk=Ratsinfosystem |hrsg=Verbandsgemeinde Prüm |abruf=2024-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spoos Vorgänger Lothar Lamberty hatte das Amt von 2010 bis 2024 ausgeübt. Lambertys Vorgänger Valentin Ballmann hatte das Amt seit 1994 ausgeübt, es 2010 aber niedergelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksfreund.de/themen/die-grosse-tv-uebersicht-welche-ortsbuergermeister-erneut-zur-wahl-stehen_aid-6299701 |titel=Welche Ortsbürgermeister erneut zur Wahl stehen |titelerg=Valentin Ballmann ist seit 15 Jahren Ortsbürgermeister |werk=Trierischer Volksfreund |hrsg=Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier |datum=2009-05-09 |abruf=2021-08-10 |kommentar=Nur Artikelanfang frei zugänglich}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksfreund.de/region/bitburg-pruem/fleringer-gemeinderat-sortiert-sich-neu_aid-5054001 |titel=Fleringer Gemeinderat sortiert sich neu |werk=[[Trierischer Volksfreund]] |hrsg=Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier |datum=2010-07-13 |abruf=2021-08-10 |kommentar=Nur Artikelanfang frei zugänglich}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung= Unter blauem Schildhaupt, darin vorn eine goldene Rose und hinten ein silberner Federkiel, in Silber ein rot bewehrter und rot gezungter schwarzer Adler.&lt;br /&gt;
|Quelle      = {{Internetquelle |url=http://www.fleringen.de/wappen/ |titel=Wappen der OG Fleringen |zugriff=2022-03-25}}&lt;br /&gt;
|Begründung  = Patron der Kirche in Fleringen ist der Evangelist Lukas. Für ihn steht im Schildhaupt das Schreibzeug, der Federkiel. Er schrieb das Evangelium der Ankündigung der Geburt Jesu an die Jungfrau Maria nieder, weshalb der Federkiel von einer goldenen Rose als Symbol für die Gottesmutter begleitet ist. Zudem steht diese für die Abtei Oeren/St. Irminen in  Trier, die seit dem Jahre 816 Grundherrin von Fleringen war. Der Adler geht auf das Ehewappen des Johann Hurt von Schönecken mit Entgin von Brantscheidt zurück. Deren Ehewappen fand sich auf einer Kasel der Kirche zu Fleringen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Katholische Pfarrkirche [[St. Lukas (Fleringen)|St. Lukas]]&lt;br /&gt;
* Die Krausbuchen ([[Süntel-Buche]]n)&lt;br /&gt;
* [[Menhir]]e bei Fleringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Liste der Kulturdenkmäler in Fleringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Laures]] SJ (* 1891 in Fleringen; † 1959 in Tokio), in Japan wirkender Jesuit und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fleringen, Germany|Fleringen|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fleringen.de/ Internetauftritt der Ortsgemeinde Fleringen]&lt;br /&gt;
* [https://www.pruem.de/verbandsgemeinde-orte/ortsgemeinden/#accordion-1-7 Ortsgemeinde Fleringen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm]&lt;br /&gt;
* {{KulturDB-Trier|ort}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hgstump.de/fleringen.htm &#039;&#039;Die Fleringer Menhire&#039;&#039;] (private Website)&lt;br /&gt;
* [https://www.schoenecken.com/HTML/krausb.htm &#039;&#039;Die Fleringer Krausbuchen&#039;&#039;] (private Website)&lt;br /&gt;
* [http://www.wisoveg.de/wingarden2/kelten/pruem/pruem1.html &#039;&#039;Findlinge und Menhire in Fleringen&#039;&#039;] (private Website)&lt;br /&gt;
* {{RPB ORT|nr=o23206223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden in der Verbandsgemeinde Prüm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.1.18.133</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanadische_Hemlocktanne&amp;diff=308076</id>
		<title>Kanadische Hemlocktanne</title>
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		<updated>2025-02-28T12:18:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.1.18.133: Änderung 253754581 von 2A02:8071:B85:3AC0:A153:2361:442A:DD90 rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Kanadische Hemlocktanne&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Tsuga canadensis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Elie-Abel Carrière|Carrière]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Hemlocktannen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Tsuga&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Abietoideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Kieferngewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pinaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Koniferen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Coniferales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Coniferopsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Tsuga canadensis immature cones.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Kanadische Hemlocktanne (&#039;&#039;Tsuga canadensis&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Kanadische Hemlocktanne&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Tsuga canadensis&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Kanadische Schierlingstanne&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der [[Hemlocktannen]] (&#039;&#039;Tsuga&#039;&#039;) in der Familie der [[Kieferngewächse]] (Pinaceae). Es ist in ihrer [[Nordamerika|nordamerikanischen Heimat]] die [[Klimaxbaumart]]. Sie wurde um 1730 nach [[Europa]] eingeführt und ist in [[Mitteleuropa]] winterhart. Sie dient dem US-[[Bundesstaat (Vereinigte Staaten)|Bundesstaat]] [[Pennsylvania]] als Wahrzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tsuga canadensis drawing.png|mini|links|Kanadische Hemlocktanne (&#039;&#039;Tsuga canadensis&#039;&#039;), Abbildung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tsuga canadensis Tionesta.jpg|mini|Kanadische Hemlocktanne im Allegheny National Forest in Pennsylvania]]&lt;br /&gt;
Die Kanadische Hemlocktanne ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern und in Ausnahmefällen Stammdurchmesser bis zu 2 Metern erreicht. Sie erreicht ein Höchstalter von 1000 Jahren. Die [[Borke]] ist bräunlich. Die [[Rinde]] der Zweige ist gelbbraun und behaart. Die eiförmigen Knospen sind 1,5 bis 2,5&amp;amp;nbsp;mm groß. Die ungleich großen Nadeln stehen dicht und schraubig angeordnet am Zweig. Sie sind 0,5 bis 1,8 Zentimeter lang und 1 bis 2,5 Millimeter breit und haben eine Lebensdauer von etwa sechs Jahren. Die dunkelgrünen Nadeln sind am Ende abgerundet und besitzen unterseits zwei weiße [[Spaltöffnung]]sbänder. Typisch für die Kanadische Hemlocktanne ist, dass auf der Zweigoberseite eine Reihe der Nadeln mit der Unterseite nach oben wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanadische Hemlocktanne ist einhäusig getrenntgeschlechtig ([[monözisch]]). Die Blühfähigkeit wird mit 20 bis 40 Jahren erreicht. Die Blütezeit ist im Mai und die Samen reifen im September bis Oktober. Die gestielten, eiförmigen [[Zapfen (Botanik)|Zapfen]] weisen eine Länge von 1,5 bis 2,5 Zentimetern und einen Durchmesser von 1 bis 1,5 Zentimetern auf. Die 1 bis 2 Millimeter große Samen besitzen einen 7 Millimeter langen Flügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 24.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mossy.jpg|mini|Kanadische Hemlocktanne im Salt Springs State Park, Susquehanna]]&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet der Kanadischen Hemlocktanne liegt im nordöstlichen [[Nordamerika]] und erstreckt sich von [[Minnesota]], Süd-[[Ontario]], Süd-[[Québec]] und [[Nova Scotia]] bis Nord-[[Alabama]], Nord-[[Georgia]] und ins nordwestliche [[South Carolina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanadische Hemlocktanne stockt bevorzugt auf tiefgründigen, nährstoffreichen, gut wasserversorgten Lehmböden. Sie kommt sowohl auf basischem wie saurem Substrat vor. Sie wächst in Höhenlagen von Meereshöhe bis 1700 Meter, vor allem an schattigen und feuchten Nord- und Osthängen. Sie bildet Reinbestände oder kommt in Mischwäldern mit [[Weymouth-Kiefer]] (&#039;&#039;Pinus strobus&#039;&#039;), [[Amerikanische Rot-Fichte|Amerikanischer Rot-Fichte]] (&#039;&#039;Picea rubens&#039;&#039;), [[Weiß-Fichte]] (&#039;&#039;Picea glauca&#039;&#039;) und [[Gelbbirke]] (&#039;&#039;Betula alleghaniensis&#039;&#039;) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanadische Helmlock-Tanne ist schattentolerant. Sie bildet im Alter ein flaches, oberflächennahes Wurzelsystem aus und ist dann empfindlich gegenüber Windwurf und Feuer. In den letzten Jahrzehnten hat sich die aus [[Ostasien]] eingeschleppte Hemlock-Wolllaus (&#039;&#039;[[Adelgas tsugae]]&#039;&#039;) stark ausgebreitet, deren Befall zu Nadel- und Triebschäden und nach einigen Jahren zum Absterben der Bäume führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt-Hecker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Kanadische Hemlocktanne (&#039;&#039;Tsuga canadensis&#039;&#039; {{Person|(L.) Carrière}}) hat folgende Synonyme: &#039;&#039;Pinus canadensis&#039;&#039; {{Person|L.}}, &#039;&#039;Abies canadensis&#039;&#039; {{Person|(L.) Dum.Cours.}} nom. illeg., &#039;&#039;Picea canadensis&#039;&#039; {{Person|(L.) Link}}, &#039;&#039;Abies americana&#039;&#039; {{Person|Mill.}}, &#039;&#039;Pinus pendula&#039;&#039; {{Person|Sol. ex Salisb.}} nom. illeg., &#039;&#039;Abies curvifolia&#039;&#039; {{Person|Salisb.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Das [[Holz]] der Kanadischen Hemlocktanne ist leicht und weich. Es besitzt einen gelblich-weißen [[Splintholz|Splint]] und einen bräunlichen Kern. Es wird als [[Bauholz|Bau- und Konstruktionsholz]] verwendet und in der [[Papierindustrie]] verarbeitet. In ihrer Heimat ist sie ein wichtiger [[Forstwirtschaft|Forstbaum]], in [[Mitteleuropa]] wird sie als [[Zierbaum]] angebaut. Es gibt über 300 Kulturformen für Parks und Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Harz ist ähnlich dem [[Kanadabalsam]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Braune, Alfred Leman, Hans Taubert: &#039;&#039;Pflanzenanatomisches Praktikum I:&#039;&#039; 9. Auflage, Elsevier/Spektrum, 2007, ISBN 978-3-8274-1742-8, S.&amp;amp;nbsp;341.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tsuga canadensis cones USDA.jpg|Kanadische Hemlocktanne mit Zapfen&lt;br /&gt;
Datei:Tsuga canadensis cones.jpg|Reife und unreife Zapfen&lt;br /&gt;
Datei:Hemlock.JPG|Gemessertes Furnier, geölt, nicht geschliffen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= Christopher J. Earle | url=http://www.conifers.org/pi/Tsuga_canadensis.php | sprache=englisch | titel=Tsuga canadensis | werk= The Gymnosperm Database | datum=2011-05-22 | zugriff=2011-10-31 | kommentar= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt-Hecker&amp;quot;&amp;gt;Peter A. Schmidt, Ulrich Hecker: &#039;&#039;Taschenlexikon der Gehölze. Ein botanisch-ökologischer Exkursionsbegleiter.&#039;&#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2009, ISBN 978-3-494-01448-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=24900236|WissName=Tsuga canadensis}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Tsuga|Zugriff=2019-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Tsuga canadensis|Kanadische Hemlocktanne}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2006&lt;br /&gt;
|ID=42431&lt;br /&gt;
|ScientificName=Tsuga canadensis&lt;br /&gt;
|YearAssessed=1998&lt;br /&gt;
|Assessor=Conifer Specialist Group&lt;br /&gt;
|Download=12. Mai 2006&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/hemlocktanne.htm#Kanadische%20Hemlocktanne%C2%A0  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &#039;&#039;Flora-de: Flora von Deutschland&#039;&#039; (alter Name der Webseite: &#039;&#039;Blumen in Schwaben&#039;&#039;)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kieferngewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.1.18.133</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urgesellschaft&amp;diff=154908</id>
		<title>Urgesellschaft</title>
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		<updated>2025-02-28T11:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;176.1.18.133: Änderung 253753475 von 151.252.219.175 rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Urgesellschaft&#039;&#039;&#039; ist ein Begriff, der laut [[Friedrich Engels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engels-Familienbegriff&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: &#039;&#039;[[Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats]]&#039;&#039; (1884), in: [[Marx-Engels-Werke|MEW]] 21, Seite [http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_036.htm 36-84]&amp;lt;/ref&amp;gt; das ursprüngliche Zusammenleben der [[Mensch]]en in [[Ur- und Frühgeschichte|vorgeschichtlicher Zeit]] bezeichnet, bevor die ersten schriftlichen Überlieferungen entstanden. Dabei kann unterschieden werden zwischen der [[Art (Biologie)|Art]] des &#039;&#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&#039;&#039; als Menschen, und anderen Vertretern der Gattung &#039;&#039;[[Homo]]&#039;&#039; wie dem &#039;&#039;[[Homo erectus]]&#039;&#039; oder dem &#039;&#039;[[Neandertaler]]&#039;&#039;. Engels behauptete, „dass Tierfamilie und menschliche Urgesellschaft unverträgliche Dinge sind“, weil „die sich aus der Tierheit emporarbeitenden Urmenschen entweder gar keine Familie kannten oder höchstens eine, die bei den Tieren nicht vorkommt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engels-Familienbegriff&amp;quot; /&amp;gt; Der US-amerikanische Anthropologe [[Lewis Henry Morgan]] und die Übersetzungen seiner Bücher verwenden ebenfalls den Begriff Urgesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Lewis Henry Morgan: &#039;&#039;Die Urgesellschaft&#039;&#039;, erste deutsche Übersetzung von 1908&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen ist diese lange Zeitperiode [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|quellenmäßig]] nicht direkt erschließbar. Dennoch gibt es in der [[Archäologie]] durch die Untersuchung [[Materielle Kultur|materieller Kulturen]] verschiedene Möglichkeiten, Erkenntnisse über diesen Zeitraum zu erlangen, ebenso in der [[Soziobiologie]], in den [[Religionswissenschaft]]en durch die Analyse der vielen [[Mythos|Mythen]] oder in der [[Sozialanthropologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dauer ==&lt;br /&gt;
Die sogenannte Urgesellschaft, oder angemessener: die Urgesellschaften umspannen in der bisherigen Geschichte der Menschheit wahrscheinlich den bei weitem längsten Zeitraum, mehr als drei Millionen Jahre, während andere Gesellschaftsformen im Vergleich dazu nur eine relativ kurze Zeitspanne bestanden und bestehen (weniger als 1 Prozent des Zeitraums).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Archäologie stammt der Begriff &#039;&#039;[[Steinzeit]]&#039;&#039; für die Zeit, in der Steinwerkzeuge ([[Faustkeil]]e) die ältesten zeitlich einordbaren und grob datierbaren Funde sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sileshi Semaw: &#039;&#039;The World’s Oldest Stone Artefacts from Gona, Ethiopia: Their Implications for Understanding Stone Technology and Patterns of Human Evolution Between 2·6–1·5 Million Years Ago&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Journal of Archaeological Science.&#039;&#039; Band 27, 2000, S. 1197–1214, [[doi:10.1006/jasc.1999.0592]], [http://www.indiana.edu/~origins/X-PDF/Semaw2000.pdf Volltext] (PDF; 1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere, gar ältere [[Werkzeug]]e und [[Artefakt (Archäologie)|Gegenstände]] aus Natur- oder Tiermaterialien (Holz, Knochen, Fellen) zerfielen und blieben nicht erhalten. In diese Steinzeit fällt auch die Entwicklung neuer [[Sozialstruktur]]en vor rund 20.000 bis 6.000 Jahren. Allgemein wird das Aufkommen von [[Ackerbau]] und [[Viehzucht|Viehhaltung]] als Übergang zur [[Jungsteinzeit]] und als Ende dieser Phase betrachtet. An die [[Neolithische Revolution]] schloss sich in manchen Gebieten die [[Bronzezeit]] an (rund 2200 bis 800 v. Chr.), lief aber teilweise auch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Annahmen ==&lt;br /&gt;
Eine [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] bildet sich durch [[gemeinschaft]]lich handelnde [[soziale Gruppe]]n unterschiedlicher Größe. Zu erdgeschichtlich verschiedenen Zeiten sowie in unterschiedlichen Klima- und [[Ökozone]]n waren die Gesellschaften des Menschen durchaus unterschiedlich ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nur allmählichen Ausbreitungen der frühen Menschengruppen (geschätzte 1 bis 10&amp;amp;nbsp;Kilometer pro Jahr) stellten zunächst geringe Anforderungen an sie und ihre [[Generation]]enfolge – sie nahmen keine Veränderungen wahr, besonders in [[Äquator|äquatorialen Gegenden]]. Allerdings bewirkten einschneidende Umweltveränderungen wie [[Eiszeitalter|Eis-]] und Warmzeiten, denen die Wanderer im Zielgebiet ausgesetzt wurden, neue Formen der Anpassung mit entsprechenden sozialen Strukturen. Nahrungsgewinnung und Witterungsschutz sowie die Anwendung des [[Feuer]]s waren sozial erfolgreich. Eine hohe [[soziale Differenzierung]] urgesellschaftlicher Organisationsformen ist aber nicht vorauszusetzen. Die ersten fassbaren Gesellschaften sowie ähnliche gegenwärtige Gruppen erscheinen relativ gleichgestellt ([[Gleichheit|egalitär]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isoliertheit einzelner Gruppen, z.&amp;amp;nbsp;B. während der [[Eiszeitalter|Eiszeiten]] oder in insularen Siedlungsgebieten, führte zu kulturell unterschiedlichen Traditionen sowie zu [[phänotyp]]ischen, auch [[Rassentheorie|rassentheoretischen]] Differenzierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Conze]], Antje Sommer: &#039;&#039;Rasse.&#039;&#039; In: Otto Brunner, Werner Conze, [[Reinhart Koselleck]] (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland.&#039;&#039; Band 5, Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-91500-1, S. 135–178, hier S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vergleichsweise seltenen Kontakte wurden von einer fußläufigen, insgesamt stationären Gesellschaft im nächsten Umkreis gefunden. Ob die [[Exogamie]] (Außenheirat) darauf hindeutet, dass den Menschen die Fortpflanzungsbiologie bewusst wurde ([[Zeugung]]), wird bezweifelt; Exogamie wird soziologisch eher als sich bewährende Sicherung der (Re-)[[Integration (Soziologie)|Integration]] auseinanderstrebender Gruppierungen angesehen (beispielsweise bei [[Lineage]]- oder [[Clan]]-Allianzen mit gegenseitigen Eheschließungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige religiöse Überlieferungen sprechen ebenfalls von &#039;&#039;einer&#039;&#039; Urgesellschaft und meinen damit die über alle Jägergruppierungen verbreiteten Vorformen späterer Religionen, die sich aus der gesellschaftlichen Praxis ihrer Mitglieder ableiten. In den [[Schriftkultur]]en wird die bis heute bestehende Unterscheidung zwischen Hirten und Ackerbauern erkennbar, beispielsweise in der [[Bibel|biblischen]] Geschichte von [[Kain]] und [[Abel (Bibel)|Abel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Carel van Schaik]], [[Kai Michel]]: &#039;&#039;Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät.&#039;&#039; Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-498-06216-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch in [[neuzeit]]lichen [[Makrosoziologie|makrosoziologischen Theorien]] bestehen ausgefeilte Annahmen zu gemeinsamen Zügen &#039;&#039;einer&#039;&#039; Urgesellschaft, etwa bei [[Thomas Hobbes]], [[Jean-Jacques Rousseau]] oder Friedrich Engels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die frühen Menschen [[Akephalie|herrschaftsfrei]] oder [[Anarchie|anarchisch]] lebten oder schon gefestigte Führungspositionen ausbildeten ([[Häuptling]]e), ist jeweils nur eine begründbare Annahme. Ebenfalls ob sie sich als [[Horde (Wildbeuter)|soziale Horden]] organisierten, religiöse [[Kult]]e pflegten (mit [[Ahnenkult]] oder [[Totemismus]]?) und kulturell schon [[Erzähler]] oder familiär schon die [[Kernfamilie]] kannten. Wirtschaftlich wird dieser Gesellschaft eine auf je nach erdgeschichtlicher Zeit oder [[Vegetationszone]] unterschiedliche [[Extraktive Wirtschaftsform|aneignende Wirtschaft]] zugeschrieben: ein Leben als [[Jäger und Sammler|Jäger, Fischer und Sammler]] (Wildbeuter). Während der Eiszeit lag deren Schwerpunkt beispielsweise in Mitteleuropa und Nordamerika auf der [[Jagd]], während anderswo auch [[Sammeln]] und [[Fischerei|Fischfang]] große Bedeutung erlangten, so in Mitteleuropa nach dem Abwandern der Großtierfauna in der [[Mittelsteinzeit]] (vergleiche skandinavische [[Køkkenmøddinger]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Marxismus|marxistischen Theorie]] über die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit, insbesondere im [[Historischer Materialismus|historischen Materialismus]], wird die Urgesellschaft auch als [[Klassenlose Gesellschaft|klassenloser]] [[Urkommunismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Reinisch (Hrsg.): &#039;&#039;Der Urkommunismus. Auf den Spuren der egalitären Gesellschaft.&#039;&#039; Promedia, Wien 2012, ISBN 978-3-85371-350-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, weil es ebenso wie in dem auf den [[Kapitalismus]] folgenden „[[Kommunismus]]“ kein [[Eigentum#Frühgeschichte|Privateigentum]] an [[Gesellschaftliche Produktionsmittel|Produktionsmitteln]] gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lewis Henry Morgan#Morgans Evolutionismus|Lewis Henry Morgan: &#039;&#039;Die Urgesellschaft&#039;&#039;]] (&#039;&#039;Ancient Society&#039;&#039;, USA 1877)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Claessens]]: &#039;&#039;Das Konkrete und das Abstrakte. Soziologische Skizzen zur Anthropologie.&#039;&#039; Suhrkamp, Frankfurt 1993, ISBN 3-518-28708-7.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Engels]]: &#039;&#039;Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen.&#039;&#039; SAV, Berlin 2009 (original: 1876).&lt;br /&gt;
* [[Lewis Henry Morgan]]: &#039;&#039;Die Urgesellschaft oder Untersuchung über den Fortschritt der Menschheit aus der Wildheit durch die Barbarei zur Zivilisation.&#039;&#039; 1891 (Nachdruck: Achenbach, Lahn 1979; US-Original 1877: &#039;&#039;Ancient Society, Or: Researches in the lines of human progress from savagery through barbarism to civilisation&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[Hansjürgen Müller-Beck]]: &#039;&#039;Die Steinzeit. Der Weg der Menschen in die Geschichte.&#039;&#039; 4., durchgesehene und aktualisierte Ausgabe. Beck, München 2004, ISBN 978-3-406-47719-5.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Herrmann (Prähistoriker)|Joachim Herrmann]], [[Irmgard Sellnow]] (Hrsg.): &#039;&#039;Produktivkräfte und Gesellschaftsformationen in vorkapitalistischer Zeit.&#039;&#039; Akademie, Berlin 1982 (= &#039;&#039;[[Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR]].&#039;&#039; Band 12).&lt;br /&gt;
* [[David Graeber]], [[David Wengrow]]: &#039;&#039;Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit.&#039;&#039; (Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von [[Henning Dedekind (Übersetzer)|Henning Dedekind]], Helmut Dierlamm, Andreas Thomsen); Klett-Cotta, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-608-98508-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |zugriff=2014-04-21 |autor=Wolfgang Currlin |titel=Steinzeit |url=http://geschichtszentrum.de/?page_id=1195 |werk=Geschichtszentrum – Lernumgebung für webbasierten Präsenzunterricht |hrsg=Friedrichshafen |datum=2013-02-13 |kommentar=mehrteiliges Tutorial}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsmodell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.1.18.133</name></author>
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