<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=160.242.72.54</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=160.242.72.54"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/160.242.72.54"/>
	<updated>2026-06-21T07:18:14Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hamburgisches_Welt-Wirtschafts-Archiv&amp;diff=331483</id>
		<title>Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hamburgisches_Welt-Wirtschafts-Archiv&amp;diff=331483"/>
		<updated>2025-04-15T20:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;160.242.72.54: Die Auflösung wurde sicherlich nicht aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:HWWA Hamburg.jpg|rechts|Logo]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv&#039;&#039;&#039; (kurz: &#039;&#039;&#039;HWWA&#039;&#039;&#039;) in [[Hamburg]] war ein unabhängiges, staatlich finanziertes [[wirtschaftswissenschaft]]liches [[Forschungseinrichtung|Forschungsinstitut]] mit großer Fachbibliothek und Dokumentation.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://web.archive.org/web/20120729204309/http://www.sts.tu-harburg.de/projects/FoBe/kap2_7_6.html Institute for Software Systems (sts.tu-harburg.de), Traditionslinien des HWWA-Instituts] (Archivlink)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das HWWA gehörte bis Ende 2006 zu den sechs großen Wirtschaftsinstituten in der Bundesrepublik Deutschland. Zum 1. Januar 2007 wurde der Arbeitsbereich Bibliothek des HWWA mit der [[Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften|Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften]] (ZBW) zusammengeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften 01.jpg|mini|Sitz des HWWA am [[Neuer Jungfernstieg|Neuen Jungfernstieg]] in Hamburg]]&lt;br /&gt;
Das Archiv wurde 1908 als zentrale Forschungsstelle des „[[Hamburgisches Kolonialinstitut|Kolonialinstituts]]“ in Hamburg gegründet. Dessen Aufgaben bestanden zunächst darin, Informationen über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung insbesondere in den überseeischen Ländern für die Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Staatsverwaltung bereitzustellen. Unter anderem baute das Institut dafür eine riesige Zeitungsausschnittsammlung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anke te Heesen]]: &#039;&#039;Ordnung in Papier. Das Zeitungsausschnittarchiv des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs&#039;&#039;. In: dies.: &#039;&#039;Der Zeitungsausschnitt. Ein Papierobjekt der Moderne.&#039;&#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-596-16584-9, S. 267–300.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1945 befand sich das HWWA zunächst im Gebäude [[Alte Post (Hamburg)|Alte Post]] und begann eigene Forschung zu betreiben. Später zog das Institut in das [[Neuer Jungfernstieg#Ehemaliges Esso-Gebäude, später HWWA|ehemalige Esso-Gebäude]] am Jungfernstieg und wurde im Zuge eines zunehmend sich verbreiternden Tätigkeitsfelds in der Wirtschafts- und [[Politikberatung]] 1970 in „HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung“ umbenannt. Den zuletzt gültigen Namen Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv trug das Institut nach dem Ersten Weltkrieg schon einmal. Seit Juni 2000 war das Institut eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Das HWWA wurde nach einer sogenannten [[Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv#Auflösung|negativen Evaluierung]] durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft im Jahr 2004&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eval-2004&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.wgl.de:8080/wgl/Dokument//Senatsstellungnahmen/Dok-394/HWWA_Senatsstellungnahme_040303.pdf | wayback=20070927032759 | text=WGL-Evaluierungsbericht zum HWWA (2004)}} (PDF; 729&amp;amp;nbsp;kB; Archivlink)&amp;lt;/ref&amp;gt; zum 31. Dezember 2006 per [[Stiftungsauflösungsgesetz]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Direktoren und Präsidenten des HWWA ab 1945&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count:2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1945: [[Andreas Predöhl]] (22. Mai – 28. August 1945), kommissarischer Direktor&lt;br /&gt;
* 1945: [[Heinrich Waltz]] (1945–1946), komm. Direktor&lt;br /&gt;
* 1946: [[Paul Heile]] (1946–1948), komm. Direktor&lt;br /&gt;
* 1948: [[Clodwig Kapferer]] (1948–1964), Direktor&lt;br /&gt;
* 1964: [[Heinz-Dietrich Ortlieb]] (1964–1978), Direktor&lt;br /&gt;
* 1978: [[Armin Gutowski]] (1978–1987), Präsident&lt;br /&gt;
* 1987: [[Hans-Jürgen Schmahl]] (1987–1989), Präsident&lt;br /&gt;
* 1989: [[Erhard Kantzenbach]] (1989–1996), Präsident&lt;br /&gt;
* 1996: [[Hans-Eckart Scharrer]] (1996–?), komm. Präsident&lt;br /&gt;
* 1997: [[Hans-Werner Sinn]] erhält den Ruf als Präsident des HWWA&lt;br /&gt;
* 1998: Hans-Werner Sinn lehnt die Berufung auf die HWWA-Präsidentenstelle ab&lt;br /&gt;
* 1999: [[Thomas Straubhaar]] (1999–2006), Präsident&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturen ==&lt;br /&gt;
Es war ein Institut der [[Leibniz-Gemeinschaft|Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz]], ehemals „Blaue Liste“. Es wurde je zur Hälfte durch den Bund und die Bundesländer finanziert. Über die Förderung entschied wie bei allen Instituten der Leibniz-Gemeinschaft ausschließlich die [[Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das HWWA bestand aus einem &#039;&#039;Informationsbereich&#039;&#039; und einem &#039;&#039;Forschungsbereich&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Ein Nutzerbeirat unterstützte die Arbeit des Informationsbereichs. Die Forschungstätigkeit und die Dienstleistungen wurden von einem Wissenschaftlichen Beirat begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Informationsbereich&#039;&#039; bestand aus den Abteilungen Bibliothek, Dokumentation und Informationsdienste. Eine Besonderheit bildete die öffentlich zugängliche [[Pressearchiv 20. Jahrhundert|Pressedokumentation]]. Der Personalbestand lag bei ca. 80 Mitarbeitern (Stand 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit des &#039;&#039;Forschungsbereichs&#039;&#039; bestand in der Herausgabe wirtschaftspolitischer Zeitschriften ([[Wirtschaftsdienst]] und [[Intereconomics]]), periodischer Berichte und des &#039;&#039;Hamburger Jahrbuchs für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfolgung der gesteckten Ziele wurden von sieben Forschungsabteilungen mit je drei bis vier Forschergruppen wahrgenommen. Die sieben Abteilungen waren: Internationale [[Währung]]sentwicklung, Weltkonjunktur und Rohstoffmärkte, Wirtschaftsraum Europa, [[Migration (Soziologie)|Migration]], [[Weltwirtschaft|Welthandel]] und Entwicklung, [[Klimapolitik]] und der Querschnitts-Schwerpunkt „Deutschland 2030“. Der Personalbestand im Forschungsbereich lag bei ca. 70 Mitarbeitern (Stand 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Informationsbereich (Bibliothek/Dokumentation) ==&lt;br /&gt;
Der Informationsbereich des Instituts mit den Abteilungen Bibliothek, Dokumentation und Informationsdienste diente mit seinen umfangreichen Literatursammlungen und seinen Dienstleistungen nicht nur der Forschungsarbeit des Instituts, sondern stand im Sinne des Grundauftrags des Institutes der Öffentlichkeit lokal und überregional (Online-Datenbanken) zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Informationsbereich des HWWA wurde zum 1. Januar 2007 in die [[Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften]] integriert und ergänzt den bisherigen Sammelschwerpunkt der ZBW, der auf der [[Volkswirtschaftslehre]] lag, um die Literatur zur [[Betriebswirtschaftslehre]] sowie der Branchenliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsbereich ==&lt;br /&gt;
Der arbeitsteilige Ansatz legte das Schwergewicht auf die Erforschung der [[Interdependenz]] der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik und ihrer weltwirtschaftlichen Verflechtungen. Die Bandbreite der Forschungen, die z.&amp;amp;nbsp;T. als Auftragsforschung durchgeführt wurden, reichte von branchenbezogenen Analysen der Weltkonjunktur, der internationalen Handelspolitik über Problemstellungen der weltwirtschaftlichen Integration der Entwicklungsländer und der Wirtschaftspolitik der EU-Länder, bis hin zu kleineren Analysen zur Wirtschaftsstruktur und Entwicklung in Norddeutschland. Als besondere Schwerpunkte hatten sich die internationale Klimaforschung und die Migrationsforschung herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1989 waren die Entwicklungen in den neuen Bundesländern und die Transformationsprozesse der mittel- und osteuropäischen Länder zum Aufgabenbereich des HWWA hinzugekommen. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums wurde die Wettbewerbsentwicklung in den neuen Bundesländern beobachtet sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und ordnungspolitischen Veränderungen der baltischen Staaten dokumentiert und aufbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auflösung ==&lt;br /&gt;
Im Juni 2003 durchlief das HWWA turnusmäßig eine Evaluierung durch die [[Leibniz-Gemeinschaft]]. Der anschließend erstellte, online zugängliche WGL-Evaluierungsbericht kritisierte mehrfach die Führungsebene des &#039;&#039;HWWA-Informationsbereichs&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eval-2004&amp;quot;/&amp;gt; Der WGL-Senat empfahl daraufhin im März 2004 der [[Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung]], den Arbeitsbereich Bibliothek in die [[Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften]] in Kiel einzugliedern. Eine Empfehlung zum Forschungsteil wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2005 legte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft als abschließende Empfehlung zum &#039;&#039;HWWA-Forschungsbereich&#039;&#039; fest, dass das HWWA als eigenständige Einrichtung nicht weiter gefördert werden sollte und dass seine Forschungsabteilungen nicht in das [[Institut für Weltwirtschaft]] integriert werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.wgl.de:8080/wgl/Dokument//Senatsstellungnahmen/Dok-629/HWWA.pdf | wayback=20070927033047 | text=Abschließende Stellungnahme des WGL-Senats zum HWWA (2005)}} (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB; Archivlink)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung beschloss auf der Grundlage dieser Empfehlung am 21. November 2005, die Förderung mit Ende des Jahres 2006 auslaufen zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz-2019-05&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/evaluierung-am-diw-aufregung-um-marcel-fratzscher-16170871.html | titel=Ein Institut macht sich Sorgen | autor=Patrick Bernau | hrsg=faz.net | datum=2019-05-05 | abruf=2021-01-23 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung wurde zum 31. Dezember 2006 per Stiftungsauflösungsgesetz bestätigt. Der Informationsbereich wurde zum 1. Januar 2007 in die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) integriert.&lt;br /&gt;
Teile des Forschungsbereiches werden im [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut|HWWI]], das 2005 gegründet wurde, weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Straubhaar, Thomas: &#039;&#039;Ökonomisierung des Bildungswesens&#039;&#039;, in: [http://www.wirtschaftsdienst.eu/downloads/getfile.php?id=211 Wirtschaftsdienst] (Heidelberg). Heidelberg/Tübingen. 85. 2005, 2. S.&amp;amp;nbsp;62f., 2005.&lt;br /&gt;
* Straubhaar, Thomas: &#039;&#039;Europe at the crossroads&#039;&#039;, in: [http://www.intereconomics.eu/downloads/getfile.php?id=409 Intereconomics]. Berlin/Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a. 40. 2005, 3. S.&amp;amp;nbsp;118f., 2005.&lt;br /&gt;
* Straubhaar, Thomas: &#039;&#039;Deutschland fehlt eine Vision 2020&#039;&#039;, in: [http://www.wirtschaftsdienst.eu/downloads/getfile.php?id=978 Wirtschaftsdienst] (Heidelberg). Heidelberg/Tübingen. 84. 2004, 10. S.&amp;amp;nbsp;606f., 2004.&lt;br /&gt;
* Leveknecht, Helmut: &#039;&#039;90 Jahre HWWA: Von der Zentralstelle des Hamburgischen Kolonialinstituts bis zur Stiftung HWWA – Eine Chronik&#039;&#039;, hg.&amp;amp;nbsp;v. HWWA, Hamburg 1998. Online über [https://pm20.zbw.eu/about-pm20/publication/about.de.html?CFID=55872639&amp;amp;CFTOKEN=97697755 Leibniz Informationszentrum Wirtschaft: Pressearchive Aufsatz Leveknecht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hwwi.org/ Offizielle HWWI-Homepage]&lt;br /&gt;
* [http://www.zbw.eu/ Offizielle ZBW-Homepage]&lt;br /&gt;
* [https://pm20.zbw.eu Online-Pressearchiv von HWWA und IfW]&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20120729204309/http://www.sts.tu-harburg.de/projects/FoBe/kap2_7_6.html Traditionslinien des HWWA-Instituts]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zum|NAME=Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv|GND=2013060-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2013060-0|LCCN=no2017014168|VIAF=159153840}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Forschungseinrichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsforschungsinstitut (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungseinrichtung in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung des öffentlichen Rechts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archiv (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsarchiv (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2006]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>160.242.72.54</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schreibrichtung&amp;diff=580404</id>
		<title>Schreibrichtung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schreibrichtung&amp;diff=580404"/>
		<updated>2024-08-05T20:32:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;160.242.72.54: Seit gut 30.Jahren offizielle Schrift&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Schreibrichtung&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;&#039;Schriftrichtung&#039;&#039;&#039;) bestimmt, in welcher Richtung die [[Schriftzeichen]] einer [[Geschriebene Sprache|Schriftsprache]] geschrieben und gelesen werden. In deutschen Texten ist die Schreibrichtung primär von [[Links und rechts|links nach rechts]] und sekundär von [[Oben und unten|oben nach unten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Glück]] (Hrsg.): &#039;&#039;Metzler Lexikon Sprache.&#039;&#039; 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Stichwort: „Schriftrichtung“. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beinhalten Texte Schriften mit unterschiedlichen Schreibrichtungen, handelt es sich um [[Bidirektionaler Text|bidirektionalen Text]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wenn ein [[Wort]] geschrieben wird, wird es mit einem [[Schriftzeichen]] begonnen. Die Schreibrichtung bestimmt, ob das nächste Schriftzeichen links oder rechts vom vorhergegangenen, darüber oder darunter gesetzt wird. Fast immer steht dann auch das nächste Wort in dieser Richtung. In derselben Richtung muss auch gelesen werden. Diese Eigenschaft von [[Text]]en nennt man [[Linearität#Bei Texten und Medien|Linearität]]. Die Schreibrichtung bestimmt die [[Makrotypographie|makrotypographische]] Grundeinheit &#039;&#039;Zeile&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen &#039;&#039;primärer&#039;&#039; und &#039;&#039;sekundärer&#039;&#039; Schreibrichtung. Die primäre Schreibrichtung ist diejenige, in der die einzelnen Schriftzeichen aufeinanderfolgen. Die sekundäre Schreibrichtung ist diejenige, in der die Zeilen aufeinanderfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die primäre Schreibrichtung waagerecht, wie zum Beispiel bei der für die meisten westlichen Sprachen benutzten [[Lateinisches Schriftsystem|lateinischen Schrift]], so spricht man von einer &#039;&#039;waagerechten&#039;&#039; Schrift. Wird primär senkrecht (das heißt von oben nach unten oder von unten nach oben) geschrieben, so spricht man von einer &#039;&#039;senkrechten&#039;&#039; Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den waagerechten Schriften unterscheidet man anhand der primären Schreibrichtung zwischen &#039;&#039;rechtsläufiger&#039;&#039; (von links nach rechts, &#039;&#039;dextrograd&#039;&#039;), &#039;&#039;linksläufiger&#039;&#039; (rechts nach links, &#039;&#039;sinistrograd&#039;&#039;) sowie &#039;&#039;[[Bustrophedon|bustrophedoner]]&#039;&#039; (Zeilen abwechselnd von links nach rechts und von rechts nach links geschrieben) Schreibrichtung. Fast alle waagerechten Schriften werden sekundär von oben nach unten geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Schriftstücke in Buchform gebunden, so befindet sich die Bindung bei primär rechtsläufigen Schriften links, bei primär linksläufigen Schriften rechts der Titelseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schrift, die von links nach rechts und von oben nach unten geschrieben wird (unabhängig davon, welches davon die primäre und welches die sekundäre Richtung ist) kann von [[Händigkeit|Rechtshänder]]n nur bei sehr großer Schriftgröße versehentlich verwischt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schreibrichtung in verschiedenen Schriftsystemen ==&lt;br /&gt;
Die [[Lateinisches Schriftsystem|lateinische Schrift]] ist eine waagerechte rechtsläufige Schrift, das heißt, sie wird primär von links nach rechts geschrieben. Dasselbe gilt für fast alle anderen Schriften des europäischen Kulturraums wie die [[Griechisches Alphabet|griechische]], die [[Kyrillisches Alphabet|kyrillische]], die [[Armenisches Alphabet|armenische]] und die [[Georgisches Alphabet|georgische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls waagerecht rechtsläufig sind die [[äthiopische Schrift]] sowie die zahlreichen [[Indischer Schriftenkreis|indischen Schriften]], zum Beispiel [[Devanagari]], [[Tamilische Schrift|Tamilisch]] und – außerhalb Indiens – [[Thailändische Schrift|Thailändisch]] und [[Tibetische Schrift|Tibetisch]]. Bei diesen handelt es sich um [[Abugida]]s, wobei das Zeichen für den einem Konsonanten folgenden Vokal mitunter auch links vom Konsonanten steht; die aus Konsonant und Vokal bestehenden Einheiten folgen aber immer von links nach rechts aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Semitische Sprachen|semitischen]] [[Konsonantenschrift]]en, also zum Beispiel [[Arabische Schrift|Arabisch]] und [[Hebräisches Alphabet|Hebräisch]], sind waagerechte linksläufige Schriften, das heißt, sie werden primär von rechts nach links geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften des [[Chinesische Schrift|Chinesischen]], [[Japanische Schrift|Japanischen]] und [[Koreanisches Alphabet|Koreanischen]] werden traditionell primär von oben nach unten und sekundär von rechts nach links geschrieben, bei einzeiligen Texten ist konsequenterweise die Richtung von rechts nach links aufzufinden (da es sich um eine Reihe von Spalten der Länge 1 handelt). Aufgrund des westlichen Einflusses ist heute jedoch auch eine Schreibrichtung wie die für Texte mit lateinischer Schrift verbreitet. Die klassische [[mongolische Schrift]], die heute noch in der [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]] und der [[Mongolei]] verwendet wird, läuft primär von oben nach unten und sekundär von links nach rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irische [[Ogham]]-Schrift sowie einige philippinische Schriften wie etwa die [[Tagbanuwa-Schrift]] werden primär von unten nach oben geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die frühen Griechen (ca. 800 bis 600 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) handhabten die Schreibrichtung zunächst noch variabel. Es existierten linksläufige (sinistrograde), rechtsläufige (dextrograde) und die [[bustrophedon]]e („wie der Ochse pflügt“) Schreibweise. Beim Bustrophedon wechselte mit der Schreibrichtung oft auch die Ausrichtung der einzelnen Buchstaben von Zeile zu Zeile. In der Folge haben sich Form und Ausrichtung vieler Buchstaben – etwa M und A – so entwickelt, dass sie in beiden Richtungen ähnlich erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens im 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. setzte sich im griechischen Raum die rechtsläufige Schreibweise durch, wie sie bis heute in Europa verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltenschreibung in Zeitungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BusinessWorld frontpage (1987).jpg|thumb|upright|Zeitung mit Spalten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spalten in [[Zeitung]]en sind verhältnismäßig schmal, damit der Leser den Text in seinem unmittelbaren Gesichtsfeld behält. Das [[Lesen]] fällt ihm so leichter. Am Ende einer Spalte muss er den Blick neu an den Anfang einer Spalte orientieren, um dann mit den Augen die Zeilen von links nach rechts zu erfassen und dem Text langsam von oben nach unten zu folgen. Die Schreibrichtung ist hier prinzipiell unverändert, nur der einzelne Textblock ist kürzer und schmaler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Spiegelschrift]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schriftrichtung}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[https://www.belleslettres.eu/content/schrift/schreibrichtung-rechtshander-linkshander.php Warum schreiben wir von links nach rechts?]&#039;&#039; Ein Essay von [[Daniel Scholten]], abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 2020.&amp;lt;!-- Eine archivierte Version der Seite befindet sich auf [https://web.archive.org/web/20200528034731/https://www.belleslettres.eu/content/schrift/schreibrichtung-rechtshander-linkshander.php]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>160.242.72.54</name></author>
	</entry>
</feed>