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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-11T06:02:50Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Triangulation_(Sozialwissenschaften)&amp;diff=1197124</id>
		<title>Triangulation (Sozialwissenschaften)</title>
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		<updated>2024-12-22T16:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;147.88.200.112: Link auf die Wikipedia-seite QDA-Software erstellt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Triangulation&#039;&#039;&#039; ist eine Forschungsstrategie in der [[Empirische Sozialforschung|empirischen Sozialforschung]], bei der verschiedene [[Methoden der empirischen Sozialforschung|Methoden]] oder Sichtweisen auf das gleiche Phänomen angewendet werden oder verschiedenartige Daten zur Erforschung eines Phänomens herangezogen werden, um mit den Stärken der jeweils einen Vorgehensweise die Schwächen der jeweils anderen auszugleichen. [[Forschungsdesign]]s mit der gezielten Kombination von Methoden nennt man auch &#039;&#039;&#039;mixed-method-Designs&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es zumeist, eine höhere [[Validität]] der Forschungsergebnisse zu erreichen und [[Systematischer Fehler|systematische Fehler]] zu verringern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blaikie_115&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman W. H. Blaikie |Titel=A Critique of the Use of Triangulation in Social Research |Sammelwerk=Quality &amp;amp; Quantity |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1991-05 |Seiten=115–136, S. 115 |DOI=10.1007/BF00145701}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Reihe von Autoren ist jedoch der Ansicht, Triangulation würde lediglich ein reichhaltigeres, aber nicht unbedingt ein valideres Bild der empirischen Realität ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Nigel Fielding]], Jane L. Fielding |Titel=Linking data: The Articulation of Qualitative and Quantitative Methods in Social Research |Verlag=Sage |Ort=London &amp;amp; Beverly Hills, CA |Datum=1986 |ISBN=0-8039-2518-2 |Seiten=33}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Minderheit von Forschern, vorwiegend aus [[Hermeneutik|hermeneutischen]] Forschungstraditionen, lehnt Triangulation aus [[Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretischen]] Gründen vollständig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triangulation kommt heute zumeist in der [[Qualitative Sozialforschung|Qualitativen Sozialforschung]] zum Einsatz, innerhalb deren [[Paradigma|Paradigmen]] über das vergangene Halbjahrhundert die größte Entwicklung der Triangulation stattgefunden hat. Ideengeschichtlich ist sie jedoch in der [[Quantitative Sozialforschung|Quantitativen Sozialforschung]] verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:L-Triangulierung.png|mini|Triangulation in der Geodäsie]]&lt;br /&gt;
Die Kombination verschiedener Methoden und Daten in der Sozialforschung wurde bereits im 19. Jahrhundert betrieben, beispielsweise in [[Lenin]]s 1898 erschienenem &#039;&#039;Die Entwicklung des Kapitalismus in Russland&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olsen_103&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wendy K. Olson |Titel=Triangulation in social research: Qualitative and quantitative methods can really be mixed |Sammelwerk=Developments in Sociology |Band=20 |Datum=2004 |Seiten=103–121, S. 103}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Derartiges Kombinieren wurde in der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – zum Beispiel in der klassischen Studie &#039;&#039;[[Die Arbeitslosen von Marienthal]]&#039;&#039; – praktiziert;&amp;lt;ref name=&amp;quot;flick_2008_7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Flick |Titel=Triangulation: Eine Einführung |Auflage=2. |Verlag=VS Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-531-15666-8 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die dafür heute gebräuchliche [[Metapher|metaphorische]] Bezeichnung „Triangulation“ wurde jedoch erst ab den 1950er Jahren aus der [[Geodäsie]] in die Sozialwissenschaften importiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman W. H. Blaikie |Titel=A critique of the use of triangulation in social research |Sammelwerk=Quality &amp;amp; Quantity |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1991 |Seiten=115–136, S. 117 |DOI=10.1007/BF00145701}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1960er Jahre waren insbesondere eher quantitativ orientierte Forscher wie [[Paul Felix Lazarsfeld|Paul Lazarsfeld]] Verfechter von Methodenkombinationen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;flick_2008_8&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Flick |Titel=Triangulation: Eine Einführung |Auflage=2. |Verlag=VS Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-531-15666-8 |Seiten=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl auch qualitativ arbeitende Soziologen wie [[Howard S. Becker]] ebenfalls „Belege verschiedenen Typs“ aufgrund deren höherer Glaubwürdigkeit bevorzugten,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Howard S. Becker |Titel=Problems of Inference and Proof in Participant Observation |Sammelwerk=American Sociological Review |Band=23 |Nummer=6 |Datum=1958 |Seiten=652–660, S.&amp;amp;nbsp;657 |JSTOR=2089053}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne dies jedoch „Triangulation“ zu nennen. Erst ab Ende der 1960er Jahre gewann Triangulation durch den Aufstieg der [[Grounded Theory]] jedoch als explizit verfolgte Forschungsstrategie und in der allgemeinen methodologischen Literatur immer mehr an Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flick_2008_9&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Flick |Titel=Triangulation: Eine Einführung |Auflage=2. |Verlag=VS Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-531-15666-8 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine typologische Systematisierung verschiedener Formen von Triangulation entstand erst in den 1970er Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olsen_103&amp;quot; /&amp;gt; Ab Mitte jener Dekade fand die Triangulation Einzug in viele Standardlehrbücher zur empirischen Sozialforschung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;blaikie_115&amp;quot; /&amp;gt; ohne dass jedoch systematische methodische Vorgehensweisen gelehrt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Todd D. Jick |Titel=Mixing Qualitative and Quantitative Methods: Triangulation in Action |Sammelwerk=Administrative Science Quarterly |Band=24 |Nummer=4 |Datum=1979 |Seiten=602–611, S. 602 |JSTOR=2392366}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Mitte der 1980er Jahre entstanden erste systematische Kritiken der Triangulation, die in Teilen der Forschungsgemeinschaft zur Verschiebung ihrer Legitimationsbegründung abseits üblicher Validitätsbegriffe geführt hat. Im Zuge der seit Beginn des neuen Jahrtausends verstärkt geförderten integrierten Methodenausbildung in den Sozialwissenschaften gewann die Triangulation weiter an Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flick_2008_9&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings haben starke ideologische Gegensätze zwischen quantitativer und qualitativer Sozialforschung bisher einen schnelleren Anstieg der Anwendung von Triangulation verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Burke Johnson, |Titel=Mixed Methods Research: A Research Paradigm Whose Time Has Come |Sammelwerk=Educational Researcher |Band=33 |Nummer=7 |Datum=2004 |Seiten=14–26, S.&amp;amp;nbsp;14f |Online=http://edr.sagepub.com/cgi/content/short/33/7/14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Parallel zur Bedeutung qualitativer Methoden in den verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen ist die Triangulation vor allem weit verbreitet in deren Hochburgen wie der [[Ethnographie]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Margit Schreier |Titel=On the Compatibility between Qualitative and Quantitative Research Methods |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=4 |Seiten=13 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/965/2107 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in mehr quantitativ ausgerichteten Disziplinen wie der [[Volkswirtschaftslehre]] ist sie dagegen seltener anzutreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Downward, Andrew Mearman |Titel=Retroduction as mixed-methods triangulation in economic research: Reorienting economics into social science |Sammelwerk=Cambridge Journal of Economics |Band=31 |Nummer=1 |Datum=2007 |Seiten=77–99, S.&amp;amp;nbsp;80 |Online=http://cje.oxfordjournals.org/cgi/reprint/31/1/77}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Disziplinübergreifend ist Triangulation allerdings eher ein Desiderat in Lehrbüchern denn ein in der Praxis verbreitetes Forschungsprogramm,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Margit Schreier |Titel=On the Compatibility between Qualitative and Quantitative Research Methods |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=4 |Seiten=3 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/965/2107 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obgleich beispielsweise 2004 in einer Umfrage unter britischen [[Bildungsforschung|Bildungsforschern]] 71 % aller Befragten angaben, sie würden auf Triangulation zurückgreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephen Gorard, Katie Rushforth, Chris Taylor |Titel=Is There a Shortage of Quantitative Work in Education Research? |Sammelwerk=Oxford Review of Education |Band=30 |Nummer=3 |Datum=2004 |Seiten=371–395, S. 385 |JSTOR=4127142}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber besteht allerdings ein empirischer Befund, dass Triangulation im Bereich der [[Betriebswirtschaftslehre]] in den 1990er Jahren im Vergleich zu den 1980er Jahren zurückging.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terri A. Scandura, Ethlyn A. Williams |Titel=Research Methodology in Management: Current Practices, Trends, and Implications for Future Research |Sammelwerk=The Academy of Management Journal |Band=43 |Nummer=6 |Datum=2000-12 |Seiten=1248–1264, S. 1256 |JSTOR=1556348}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinsichtlich der Forschungsfelder ist Triangulation besonders häufig in [[Krankenpflege]]-, [[Gesundheit]]s-, [[Tourismus]]- und Bildungsforschung vorzufinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cje.oxfordjournals.org&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Downward, Andrew Mearman |Titel=Retroduction as mixed-methods triangulation in economic research: Reorienting economics into social science |Sammelwerk=Cambridge Journal of Economics |Band=31 |Nummer=1 |Datum=2007 |Seiten=77–99, S. 82 |Online=http://cje.oxfordjournals.org/cgi/reprint/31/1/77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methodik ==&lt;br /&gt;
Triangulation ist heute, neben der Sequenzierung, bei der qualitative und quantitative Forschungsstrategien nacheinander angewendet werden, und der Hybridisierung, bei der die Vermischung von Methoden kaum mehr analytisch ausgemacht werden kann, ein Kerngebiet der Methodenkombination in den Sozialwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Margit Schreier |Titel=On the Compatibility between Qualitative and Quantitative Research Methods |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=4 |Seiten=11 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/965/2107 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist allerdings zu beachten, dass aufgrund der Popularität des Begriffes Triangulation keineswegs ein eindeutig umgrenztes Forschungsprogramm mehr ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Margit Schreier |Titel=On the Compatibility between Qualitative and Quantitative Research Methods |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=4 |Seiten=12 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/965/2107 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Legitimierung ===&lt;br /&gt;
Generell soll Triangulation Forschungsergebnissen eine höhere Plausibilität und [[Glaubwürdigkeit]] verleihen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John W. Creswell, Dana L. Miller |Titel=Determining Validity in Qualitative Inquiry |Sammelwerk=Theory into Practice |Band=39 |Nummer=3 |Datum=2000 |Seiten=124–130, S. 124 |JSTOR=1477543}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Janetzko |Hrsg=Nigel G. Fielding, Raymond M. Lee, Grant Blank |Titel=Nonreactive Data Collection on the Internet |Sammelwerk=The SAGE Handbook of Online Research Methods |Verlag=Sage |Ort=Los Angeles |Datum=2008 |ISBN=1-4129-2293-3 |Seiten=161–173, S. 162}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundidee ist dabei, dass eine Serie verschiedener jeweils fehler- und problembehafteter Messungen oder Analysen in der Aggregation eine validere Analyse hervorbringen würden, indem die Schwächen der einen Vorgehensweise jeweils durch die Stärken der anderen ausgeglichen würden, weil so Fehler, Probleme oder Messungenauigkeiten aufgedeckt würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eugene J. Webb, Donald T. Campbell, Richard D. Schwartz, Lee Sechrest |Titel=Unobtrusive Measures: Non-reactive Research in the Social Sciences |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA, London &amp;amp; New Delhi |Datum=2000 |ISBN=978-0-7619-2012-0 |Seiten=3f |JahrEA=1966}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings gehen übereinstimmende Triangulationsergebnisse nicht unbedingt mit einer hohen (externen) Validität einher, stattdessen ist Triangulationskonsensus zwar notwendig, aber nicht hinreichend für hohe Validität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kenneth A. Bollen, Pamela Paxton |Titel=Detection and Determinants of Bias in Subjective Measures |Sammelwerk=American Sociological Review |Band=63 |Nummer=3 |Datum=1998 |Seiten=465–478, S. 476 |JSTOR=2657559}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In jüngerer Zeit rücken zudem eine Reihe von Forschern von traditionellen Validitätskonzepten ab und vermuten nunmehr lediglich, dass Triangulation zwar nicht unbedingt validere, aber doch reichhaltigere Ergebnisse erzielen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fu-Jin Shih |Titel=Triangulation in nursing research: Issues of conceptual clarity and purpose |Sammelwerk=Journal of Advanced Nursing |Band=28 |Nummer=3 |Datum=1998 |Seiten=631–641, S.&amp;amp;nbsp;633}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jo Moran-Ellis, Victoria D. Alexander, Ann Cronin, Mary Dickinson, Jane Fielding, Judith Sleney, Hilary Thomas |Titel=Triangulation and integration: processes, claims and implications |Sammelwerk=Qualitative Research |Band=6 |Nummer=1 |Datum=2006 |Seiten=45–59, S.&amp;amp;nbsp;55 |Online=http://qrj.sagepub.com/cgi/content/abstract/6/1/45}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine häufig erwähnte Spezialform dieser Begründung ist dabei der Hinweis auf das Problem, [[Mikroebene|Mikro-]] und [[Makroebene]]n theoretisch und empirisch miteinander zu verbinden, was in den Augen mancher Autoren nur durch die Anwendung verschiedener Methoden und Theorien erfolgen könne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Brannen |Hrsg=Julia Brannen |Titel=Combining Qualitative and Quantitative Approaches: An Overview |Sammelwerk=Mixing Methods:Qualitative and Quantitative Research |Verlag=Ashgate |Ort=Aldershot, England |Datum=1992 |ISBN=1-85628-184-1 |Seiten=3–38, S.&amp;amp;nbsp;11f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl letztere Forscher mehr in der Tradition des [[Relativismus]] und erstere eher einen [[Kritischer Realismus|kritischen Realismus]] vertreten, finden sich beide Traditionen in dem in der Triangulationsliteratur häufig zitierten&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B., {{Literatur |Autor=Johnathan A. Smith |Hrsg=James T. E. Richardson |Titel=Evolving Issues in Qualitative Psychology |Sammelwerk=The Handbook of Qualitative Research Methods for Psychology and the Social Sciences |Auflage=2. |Verlag=BPS Blackwell |Ort=Leicester |Datum=2002 |ISBN=978-1-85433-204-2 |Seiten=189–202, S. 193}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Jane L. Fielding |Titel=Linking data: The Articulation of Qualitative and Quantitative Methods in Social Research |Verlag=Sage |Ort=London &amp;amp; Beverly Hills, CA |Datum=1986 |ISBN=0-8039-2518-2 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Aphorismus]] von [[Richard Levins]] wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[O]ur truth is the intersection of independent lies.&amp;lt;ref&amp;gt;„&#039;&#039;Unsere Wahrheit liegt an der Kreuzung voneinander unabhängiger Lügen&#039;&#039;“ (Übersetzung: [[Benutzer:Fossa]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Richard Levins&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Levins |Titel=The Strategy of Model Building in Population Biology |Sammelwerk=American Scientist |Band=54 |Datum=1966 |Seiten=421–431, S. 423}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen epistemologischen Legitimierungen der Triangulation stehen pragmatischere Begründungen gegenüber, bei denen Forscher auf neue Methoden zurückgreifen, weil die mit den zuvor benutzten Methoden erreichten [[Vorhersage]]ergebnisse sich als zu schlecht herausgestellt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cje.oxfordjournals.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typologie ===&lt;br /&gt;
[[Norman K. Denzin]] entwickelte 1970 die bis heute am weitesten verbreitete Legitimation und Typologisierung der Triangulation. Er unterscheidet dabei vier Formen der Triangulation: Datentriangulation, Forschertriangulation, Theorietriangulation und Methodentriangulation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin |Titel=The Research Act in Sociology: A Theoretical Introduction to Sociological Methods |Datum=1970 |Seiten=300ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datentriangulation ====&lt;br /&gt;
Bei der Datentriangulation werden Daten aus verschiedenen Quellen oder verschiedenartige Daten aus derselben Quelle verwendet, um so die verschiedenen Biase unterschiedlichen Datenmaterials auszugleichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brown_228&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Dean Brown |Titel=Using Surveys in Language Programs |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2001 |ISBN=0-521-79216-9 |Seiten=228}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere wird dabei an die Erhebung von Daten von Personen in unterschiedlichen sozialen Positionen gedacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hammersley, Martyn, Paul Atkinson |Titel=Ethnography: Principles in Practice |Verlag=Tavistock |Ort=London, England |Datum=1983 |Seiten=198}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Untersuchung zu Sprachkursen können so beispielsweise Schüler, Lehrer und das administrative Personal befragt werden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brown_228&amp;quot; /&amp;gt; da jede dieser Quellen vermutlich eine andere Herangehens- und Sichtweise zu den Sprachkursen aufweist. Alternativ oder in Verbindung mit dieser Vorgehensweise, könnten zum Beispiel experimentelle Daten, [[Befragung|Umfragedaten]] oder aus einer [[Teilnehmende Beobachtung|teilnehmenden Beobachtung]] über die verschiedenen Personengruppen gesammelt werden. Die verschiedenen Daten wiederum können in verschiedenen Formen vorliegen und ausgewertet werden, beispielsweise Interviewdaten als [[Transkription (Sozialwissenschaften)|Transkript]] (in verschiedenen Transkriptionsformen) oder als Video- oder Audiodateien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezielle Formen dieser Art der Triangulation sind die Zeit- und Ortstriangulation,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Dean Brown |Titel=Using Surveys in Language Programs |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2001 |ISBN=0-521-79216-9 |Seiten=229}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der Daten zu verschiedenen Zeiten beziehungsweise an verschiedenen Orten erhoben werden, um so Idiosynkrasien des historischen Kontexts zu eliminieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Forschertriangulation ====&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit ist es, dass verschiedene Forscher die Daten analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denzin_1989_239&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin |Titel=The Research Act: A Theoretical Introduction to Sociological Methods |Auflage=3. |Verlag=Prentice Hall |Ort=Englewood Cliffs, NJ |Datum=1989 |ISBN=0-13-774381-5 |Seiten=239 |JahrEA=1970}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Teilnahme von mehr als einem Forscher kann den (kognitiven) Interessenkonflikt, der besteht, wenn ein und derselbe Forscher Untersuchungsergebnisse theoretisch formuliert und empirisch belegt, entschärfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthew B. Miles, A. Michael Huberman |Titel=Qualitative Data Analysis: A Sourcebook of New Methods |Verlag=Sage Publications |Ort=Beverly Hills, CA |Datum=1984 |ISBN=0-8039-2274-4 |Seiten=234}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren wird angenommen, dass verschiedene Personen unterschiedliche (oft implizite) Theorieansätze verfolgen und somit zugleich eine Theorientriangulation vorgenommen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Dies geht bisweilen sogar so weit, dass bewusst Forscher rekrutiert werden, deren sozialer Hintergrund, zum Beispiel ihr Geschlecht oder ihre soziale Klasse, variiert, weil jener als bedeutend für ihren Zugang zu Daten angesehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Brannen |Hrsg=Julia Brannen |Titel=Combining Qualitative and Quantitative Approaches: An Overview |Sammelwerk=Mixing Methods:Qualitative and Quantitative Research |Verlag=Ashgate |Ort=Aldershot, England |Datum=1992 |ISBN=1-85628-184-1 |Seiten=3–38, S.&amp;amp;nbsp;12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich erhofft man sich in der qualitativen Sozialforschung von der Forschertriangulation auch, dass verschiedene Forscher verschiedene Fähigkeiten in der Datenanalyse mitbringen. Besonders häufig wird Forschertriangulation in der qualitativen Sozialforschung bei teilnehmenden Methoden wie der teilnehmenden Beobachtung angewandt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M A Koelen, L Vaandrager, C Colomér |Titel=Health promotion research: dilemmas and challenges |Sammelwerk=Journal of Epidemiology and Community Health |Band=55 |Nummer=4 |Datum=2001 |Seiten=257–262, S. 260 |Online=http://jech.bmj.com/cgi/content/abstract/55/4/257}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch traditionelle quantitative Methoden wie die [[Inhaltsanalyse]] verwenden diese Strategie und validieren Codebücher mit Hilfe der [[Intercoder-Reliabilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denzin empfiehlt dabei, nicht wie üblich Studierende oder Doktoranden die Kodierungsarbeit durchführen zu lassen, sondern auf erfahrene qualitative Forscher zurückzugreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denzin_1989_239&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Methodentriangulation ====&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Methodentriangulation&#039;&#039; ist die am weitesten verbreitete Methode der Triangulation,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Flick |Titel=Triangulation: Eine Einführung |Auflage=2. |Verlag=VS Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-531-15666-8 |Seiten=10}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nigel Fielding, Margit Schreier |Titel=On the Compatibility between Qualitative and Quantitative Research Methods |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=4 |Seiten=12 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/965/2107 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wenngleich die Verwendung unterschiedlicher Methoden selbstverständlich häufig auch die Verwendung unterschiedlicher Daten und somit Datentriangulation impliziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Bryman |Titel=Quantity and Quality in Social Research |Verlag=Unwin Hyman |Ort=London, England |Datum=1988 |ISBN=0-04-312039-3 |Seiten=131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ende der 1950er Jahre und zu Beginn der 1960er Jahre, als Triangulation noch eher eine Domäne quantitativ-postpositivistischer Forschung insbesondere in der [[Psychologie]] war, war diese Art der Triangulation auf die Anwendung verschiedener [[Messtheorie|Messmodelle]] beziehungsweise [[Operationalisierung]]en beschränkt, wobei zunächst lediglich die [[Reliabilität]] verschiedener Operationalisierungen geprüft und verbessert werden sollte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Donald T. Campbell, Donald W. Fiske |Titel=Convergent and discriminant validation by the multitrait-multimethod matrix |Sammelwerk=Psychological Bulletin |Band=56 |Nummer=2 |Datum=1959-03 |Seiten=81–105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und später dann auch validere Messungen angestrebt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eugene J. Webb, Donald T. Campbell, Richard D. Schwartz, Lee Sechrest |Titel=Unobtrusive Measures: Non-reactive Research in the Social Sciences |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA, London &amp;amp; New Delhi |Datum=2000 |ISBN=978-0-7619-2012-0 |Seiten=176 |JahrEA=1966}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist das Feld der Methodentriangulation wesentlich weiter gefasst, wobei nicht nur verschiedene Messmethoden, sondern verschiedene empirische Forschungsmethoden angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird bei der Methodentriangulation mit Norman Denzin zwischen einer Triangulation &#039;&#039;innerhalb einer Methode&#039;&#039; und &#039;&#039;zwischen Methoden&#039;&#039; unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin |Titel=The Research Act: A Theoretical Introduction to Sociological Methods |Verlag=Aldine |Ort=Chicago, IL |Datum=1970 |ISBN=0-408-70124-2 |Seiten=307f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Triangulation &#039;&#039;innerhalb einer Methode&#039;&#039; wird die gleiche Methode auf verschiedene Art und Weise angewandt. Bei quantitativen Befragungen kann dies beispielsweise durch die Verwendung verschiedener [[Sozialer Indikator|Indikatoren]] für die Messung des gleichen Konstrukts geschehen;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Todd D. Jick |Titel=Mixing Qualitative and Quantitative Methods: Triangulation in Action |Sammelwerk=Administrative Science Quarterly |Band=24 |Nummer=4 |Datum=1979-12 |Seiten=602–611, S. 603 |JSTOR=2392366}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der qualitativen Forschung kann dies zum Beispiel in ethnographischen Untersuchungen mittels des Bezugs auf mehrere verschiedene Untersuchungsgruppen erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barney G. Glaser, Anselm L. Strauss |Titel=Discovery of Substantive Theory: A Basic Strategy underlying Qualitative Research |Sammelwerk=American Behavioral Scientist |Band=8 |Datum=1965 |Seiten=5–12, S. 7 |Online=http://abs.sagepub.com/cgi/content/abstract/8/6/5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Kombination verschiedener Methoden gibt es wiederum zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Zum einen können Daten aus verschiedenen Quellen, zum anderen auch die gleichen Daten in einer &#039;&#039;Methodenkombination&#039;&#039; mit verschiedenen Methoden ausgewertet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bazeley&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pat Bazeley |Titel=The Contribution of Computer Software to Integrating Qualitative and Quantitative Data and Analyses |Sammelwerk=Research in the Schools |Band=13 |Nummer=1 |Datum=2006 |Seiten=64–74}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ können die gleichen Daten &#039;&#039;konvertiert&#039;&#039; werden, indem meist qualitative Daten durch Kodierungen in quantitative Daten umgewandelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bazeley&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Spezialfall der Kombination qualitativer und quantitativer Methoden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wählt man eine Methodenkombination, so kann man in Denzins Typologie sowohl &#039;&#039;innerhalb&#039;&#039; als auch &#039;&#039;zwischen&#039;&#039; Methoden kombinieren. Die Kombination &#039;&#039;innerhalb&#039;&#039; von Methoden bedeutet, dass man die gleiche Methode in verschiedenen Arten anwendet, so wie das beispielsweise bei der [[Multidimensionale Skalierung|multidimensionalen Skalierung]] geschieht. Heute wird jedoch zumeist &#039;&#039;zwischen&#039;&#039; Methoden kombiniert, und hierbei ist dies zumeist die Kombination einer oder mehrerer quantitativer Methoden mit einer oder mehreren qualitativen Methoden, in der Tat ist diese Variante der Methodentriangulation mittlerweile so dominant, dass manche Autoren sie als einzige Form der Triangulation definieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martyn Hammersley |Hrsg=John T. Richardson |Titel=The Relationship between Qualitative and Quantitative Research: Paradigm Loyalty versus Methodological Eclecticism |Sammelwerk=Handbook of Qualitative Research Methods for Psychology and the Social Sciences |Auflage=2. |Verlag=BPS Blackwell |Ort=Leicester |Datum=2002 |ISBN=978-1-85433-204-2 |Seiten=159–174, S. 167}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei können qualitative und quantitative Methoden in beiden Richtungen miteinander kombiniert werden. Beginnt man mit einer quantitativen Erhebung, kann man durch die Anwendung statistischer Techniken besondere Fälle, sogenannte [[Ausreißer]], zur näheren Untersuchung mit Hilfe qualitativer Methoden identifizieren&amp;lt;ref name=&amp;quot;danermark_153ff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Berth Danermark, Mats Ekström, Liselotte Jakobsen, Jan Ch. Karlsson |Titel=Explaining Society: An Introduction to Critical Realism in the Social Sciences |Verlag=Routeledge |Ort=London |Datum=2002 |ISBN=0-415-22183-8 |Seiten=153ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber vermeiden, dass bei der Auswahl von Fällen für qualitative Untersuchungen der typische „Eliten-Bias“ durchschlägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sam D. Sieber |Titel=The Integration of Fieldwork and Survey Methods |Sammelwerk=American Journal of Sociology |Band=78 |Nummer=3 |Datum=1973-05 |Seiten=1335–1359, S. 1352 |JSTOR=2776390}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In umgekehrter Richtung kann man mit Hilfe qualitativer Methoden entwickelte Theorien mittels der Entwicklung und Anwendung geeigneter quantitativer Messinstrumente in größeren [[Grundgesamtheit|Populationen]] überprüfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;danermark_153ff&amp;quot; /&amp;gt; Ein besonders häufiges Beispiel für letztere Version ist die Anwendung von quantitativen [[Umfrage]]n in der Folge von [[Qualitatives Interview|qualitativen Interviews]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Flick |Titel=Designing Qualitative Research |Verlag=Sage Publications |Ort=London, England &amp;amp; Thousand Oaks, CA |Datum=2007 |ISBN=978-0-7619-4976-3 |Seiten=81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Methodenkombinationen können jedoch – unabhängig von [[#onto|der jeweiligen ontologischen und epistemologischen Einschätzung der Triangulation an sich]] – Probleme ergeben, wenn die verwendeten Methoden zueinander widersprüchliche [[Ontologie]]n implizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman W. H. Blaikie |Titel=A critique of the use of triangulation in social research |Sammelwerk=Quality &amp;amp; Quantity |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1991 |Seiten=115–136, S. 122f |DOI=10.1007/BF00145701}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies hat zur Folge, dass die Kombination verschiedener Methoden immer auch zunächst die Entscheidung für ein bestimmtes erkenntnistheoretisches Forschungsparadigma voraussetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jennifer Greene, Charles McClintock |Titel=Triangulation in Evaluation |Sammelwerk=Evaluation Review |Band=9 |Nummer=5 |Datum=1985 |Seiten=523–545, S. 541 |DOI=10.1007/BF00145701}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich ist bei der Methodenwahl immer zu beachten, dass die gewählten Methoden kongruent mit den jeweils benutzten Theorien sind; Methodenmix sollte nicht zum Selbstzweck werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfreda E Thurston, Leslie Cove, Lynn M Meadows |Titel=Methodological Congruence in Complex and Collaborative Mixed Method Projects |Sammelwerk=International Journal of Multiple Research Approaches |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2008 |Seiten=2–14, S.&amp;amp;nbsp;4 |Online=http://mra.e-contentmanagement.com/archives/vol/2/issue/1/article/2013/methodological-congruence-in-complex-and}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorientriangulation ====&lt;br /&gt;
Bei der &#039;&#039;Theorientriangulation&#039;&#039; werden verschiedene theoretische Perspektiven auf das gleiche Phänomen beziehungsweise dieselben Daten angewandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin |Titel=The Research Act: A Theoretical Introduction to Sociological Methods |Auflage=3. |Verlag=Prentice Hall |Ort=Englewood Cliffs, NJ |Datum=1989 |ISBN=0-13-774381-5 |Seiten=240f |JahrEA=1970}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denzin enumeriert dabei [[Symbolischer Interaktionismus|Interaktionismus]], [[Marxismus]], [[Phänomenologie (Methodik)|Phänomenologie]], [[Feminismus]], [[Semiotik]] und &#039;&#039;[[cultural studies]]&#039;&#039; als mögliche theoretische Perspektiven.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin |Titel=The Research Act: A Theoretical Introduction to Sociological Methods |Auflage=3. |Verlag=Prentice Hall |Ort=Englewood Cliffs, NJ |Datum=1989 |ISBN=0-13-774381-5 |Seiten=241 |JahrEA=1970}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Triangulation ist die vermutlich am schwersten zu erreichende;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denzin_1989_239&amp;quot; /&amp;gt; manche Autoren denken sogar, Theorientriangulation sei wahrscheinlich unerreichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sandra Mathison |Titel=Why triangulate? |Sammelwerk=Educational Researcher |Band=17 |Nummer=2 |Datum=1988 |Seiten=13–17, S.&amp;amp;nbsp;14 |Online=http://edr.sagepub.com/cgi/content/abstract/17/2/13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren schlug [[Valerie Janesick]] eine fünfte Art der Triangulation, die &#039;&#039;interdisziplinäre Triangulation&#039;&#039;, vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Valerie J. Janesick |Hrsg=Norman K. Denzin, Yvonna S. Lincoln |Titel=The Dance of Qualitative Research Design: Metaphor, Methodolatry, and Meaning |Sammelwerk=Handbook of Qualitative Research |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA |Datum=1994 |Seiten=209–218, S. 214f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich der theoretischen Triangulation werden hier Ansätze verschiedener Fachdisziplinen verwendet, um die Erklärung eines Phänomens zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Typenkombinationen ====&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Arten der Triangulation können selbstverständlich auch untereinander kombiniert werden. Ein besonders bekanntes Beispiel dieser Art innerhalb der [[Ethnomethodologie]] ist [[Aaron V. Cicourel|Cicourels]] &#039;&#039;unbegrenzte Triangulation&#039;&#039;, bei der sowohl Forscher als auch Forschungssubjekte sowie Forschungsassistenten bei der Generierung verschiedenartigen Datenmaterials und dessen Auswertung mitwirken. Dabei werden verschiedenartige Datenformen von Gesprächen zwischen Forschern und Beforschten erstellt, zum Beispiel indem unterschiedliche Transkriptionsarten zur Erzeugung von Daten für eine Analyse der gleichen Gespräche verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aaron V. Cicourel |Titel=Cognitive Sociology: Language and Meaning in Social Interaction |Verlag=The Free Press |Ort=New York, NY |Datum=1973 |Seiten=124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle von Computerprogrammen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maxqda.jpg|mini|[[Screenshot]] eines CAQDAS-Pakets ([[MAXQDA]])]]&lt;br /&gt;
Bei der Datentriangulation sind nach Ansicht vieler Autoren [[Computerprogramm|Programme]] zur [[QDA-Software|computergestützten qualitativen Datenanalyse]] (&#039;&#039;CAQDAS-Programme&#039;&#039;) behilflich, weil sie eine Reihe verschiedenartiger Daten organisieren können;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nancy L. Leech, Anthony J. Onwuegbuzie |Titel=An Array of Qualitative Data Analysis Tools: A Call for Data Analysis Triangulation |Sammelwerk=School Psychology Quarterly |Band=22 |Nummer=4 |Datum=2007 |Seiten=557–584, S. 577ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bisweilen wird von der Entwicklung solcher Software sogar ein Impuls für eine stärkere Verbreitung von Triangulation erhofft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terri A. Scandura, Ethlyn A. Williams |Titel=Research Methodology in Management: Current Practices, Trends, and Implications for Future Research |Sammelwerk=The Academy of Management Journal |Band=43 |Nummer=6 |Datum=2000-12 |Seiten=1248–1264, S.&amp;amp;nbsp;1262 |JSTOR=1556348}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ermöglichen diese Programme dem qualitativ arbeitenden Forscher im Hinblick auf Daten- und Methodentriangulation, von ihm kodierte Daten verlustfrei an Statistik-Programme zu übergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayring_2001_5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Phillip Mayring |Titel=Kombination und Integration qualitativer und quantitativer Analyse |Sammelwerk=FQS – Forum Qualitative Sozialforschung |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |Kapitel=6 |Seiten=5 |Online=http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/967/2111 |Abruf=2008-10-22}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patricia Bazeley |Titel=Epilogue: Software tools and the development of multiple and mixed methods research |Band=2 |Nummer=1 |Datum= |Seiten=127–132, S. 128f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Untersuchung gewänne so an Transparenz und Systematik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayring_2001_5&amp;quot; /&amp;gt; Daneben erlauben verschiedene Kollaborationsfunktionen von CAQDAS den systematischen Vergleich der Analysen des gleichen Datenmaterials durch verschiedene Forscher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eugenio de Gregorio, Francesco Arcidiacono |Titel=Computer-assisted Analysis in Social Sciences: A unique strategy to carry on mixed and blended research? |Sammelwerk=International Journal of Multiple Research Approaches |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2008 |Seiten=31–35, S. 31 |Online=http://mra.e-contentmanagement.com/archives/vol/2/issue/1/article/2280/computerassisted-analysis-in-social-sciences}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell wird von der Nutzung von Software in der Methodentriangulation eine Steigerung von analytischer Strenge („&#039;&#039;rigor&#039;&#039;“) und Reliabilität erwartet;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patricia Bazeley |Titel=Epilogue: Software tools and the development of multiple and mixed methods research |Band=2 |Nummer=1 |Datum= |Seiten=127–132, S. 128f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Studien sollen durch den Einsatz von Software „tiefer“ werden und mehr Details aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sharon Andrew, Yenna Salamonson, Elizabeth J Halcomb 3 |Titel=Integrating mixed methods data analysis using NVivo: An example examining attrition and persistence of nursing students |Sammelwerk=International Journal of Multiple Research Approaches |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2008 |Seiten=36–43, S. 37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Minderheit von Autoren sieht dagegen in der Verwendung von CAQDAS eine Tendenz zur Rigidität qualitativer Sozialforschung, die möglicherweise zur Verschlechterung des Forschungspotentials dieser Methoden führt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katie Macmillan, Thomas Koenig |Titel=The Wow Factor: Preconceptions and Expectations for Data Analysis Software in Qualitative Research |Sammelwerk=Social Science Computer Review |Band=22 |Nummer=2 |Datum=2004 |Seiten=179–186 |Online=http://ssc.sagepub.com/cgi/content/abstract/22/2/179}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbeispiel für die Verwendung von CAQDAS in der Methodentriangulation ist das Extrahieren von Transkriptionsabschnitten, die in gleicher Weise quantitativ kodiert worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Maxine Pfannkuch]], Chris J. Wild |Titel=Statistical Thinking and Statistical Practice: Themes Gleaned from Professional Statisticians |Sammelwerk=Statistical Science |Band=15 |Nummer=2 |Datum=2000 |Seiten=132–152, S. 151 |JSTOR=2676728}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Obwohl Triangulation zunächst intuitiv verlockend erscheint, so ist sie bei näherer Betrachtung doch nicht völlig unproblematisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Bryman |Hrsg=Julia Brannen |Titel=Quantitative and Qualitative Research: Further Reflection on their Integration |Sammelwerk=Mixing Methods: Qualitative and Quantitative Research |Verlag=Ashgate |Ort=Aldershot, England |Datum=1992 |ISBN=1-85628-184-1 |Seiten=57–78, S.&amp;amp;nbsp;63}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Wahl der Metapher werden vor allem forschungspragmatische und epistemologische Probleme aufgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl der Metapher ===&lt;br /&gt;
Ein immer wiederkehrender Kritikpunkt ist die Wahl der Metapher (der Begriff &#039;&#039;Triangulation&#039;&#039; stammt ja aus der Geodäsie), deren Zweidimensionalität für ein veraltetes epistemologisches Weltbild stünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme bei widersprüchlichen Ergebnissen ===&lt;br /&gt;
Auf der rein pragmatischen Ebene stellt sich die Frage, wie man mit Triangulationsergebnissen  umgehen soll, die einander weder bestärken noch bereichern, sondern widersprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bryman_1992_64&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Bryman |Hrsg=Julia Brannen |Titel=Quantitative and Qualitative Research: Further Reflection on their Integration |Sammelwerk=Mixing Methods: Qualitative and Quantitative Research |Verlag=Ashgate |Ort=Aldershot, England |Datum=1992 |ISBN=1-85628-184-1 |Seiten=57–78, S.&amp;amp;nbsp;64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Praxis vertrauen Forscher dabei eher durch qualitative Methoden erzielten Ergebnissen, was aber wohl eher der emotionalen Involviertheit der Forscher mit qualitativen Daten denn einer formal-logischen Legitimationsbegründung zu verdanken ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bryman_1992_64&amp;quot; /&amp;gt; Eine gut begründete Lösung dieses Problems gibt es jedoch bis heute nicht. [[Alan Bryman]] empfiehlt dann auch lapidar, Inkonsistenzen zum Ausgangspunkt neuer Ideen zur Theorieverbesserung zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Bryman |Titel=Quantity and Quality in Social Research |Verlag=Unwin Hyman |Ort=London, England |Datum=1988 |ISBN=0-04-312039-3 |Seiten=133}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ontologische und Epistemologische Fragen ===&lt;br /&gt;
Die bei weitem schärfsten Kritiken der Triangulation entstammen jedoch epistemologischen und ontologischen Überlegungen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Realismusvorwurf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismusvorwurf ====&lt;br /&gt;
{{Anker|onto}}&lt;br /&gt;
Wie alle Methoden der empirischen Sozialforschung hat auch die Triangulation erkenntnistheoretische Prämissen. In diesem Fall ist es ein ([[Naiver Realismus|naiver]]) [[Realismus (Philosophie)|Realismus]], der den Befürwortern der Triangulation vor allem von [[Sozialkonstruktivismus|konstruktivistischer]] Seite vorgeworfen wird, weil Triangulation notwendigerweise die Existenz einer objektiven Realität voraussetze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman K. Denzin, Yvonna S. Lincoln |Hrsg=Norman K. Denzin, Yvonna S. Lincoln |Titel=The Art and Practices of Interpretation, Evaluation, and Presentation |Sammelwerk=The SAGE Handbook of Qualitative Research |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA |Datum=2005 |ISBN=978-0-7619-2757-0 |Seiten=909–914, S. 912}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Egon G. Guba, Yvonna S. Lincoln |Titel=Fourth Generation Evaluation |Verlag=Sage Publications |Ort=Newbury Park, CA |Datum=1989 |ISBN=0-8039-3235-9 |Seiten=240f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Manche Autoren, darunter [[Norman W. H. Blaikie]] und [[Yvonna S. Lincoln]], glauben daher sogar, dass Triangulation in der Praxis nur innerhalb ([[Postpositivismus|post-]])[[Positivismus|positivistischer]] Ansätze erfolge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman W.H. Blaikie |Titel=A Critique of the Use of Triangulation in Social Research |Sammelwerk=Quality &amp;amp; Quantity |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1991-05 |Seiten=115–136, S. 125 |DOI=10.1007/BF00145701}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Egon G. Guba, Yvonna S. Lincoln |Titel=Fourth Generation Evaluation |Verlag=Sage Publications |Ort=Newbury Park, CA |Datum=1989 |ISBN=0-8039-3235-9 |Seiten=162}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Autoren, darunter [[Clive Seale]], weisen diesen Vorwurf dahingehend zurück, dass Triangulation trotz ihrer Affinität zum Realismus auch in anderen epistemologischen Paradigmen verwendet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clive Seale |Titel=The Quality of Qualitative Research |Verlag=Sage Publications |Ort=London, England |Datum=1999 |ISBN=0-7619-5597-6 |Seiten=53ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere ein [[Pragmatismus]] [[John Dewey|Deweyscher]] Prägung sei dabei ebenfalls als „epistemologischer Partner“ gut geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Burke Johnson, |Titel=Mixed Methods Research: A Research Paradigm Whose Time Has Come |Sammelwerk=Educational Researcher |Band=33 |Nummer=7 |Datum=2004 |Seiten=14–26, S.&amp;amp;nbsp;16f |Online=http://edr.sagepub.com/cgi/content/short/33/7/14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alternative zu oder Bestätigung des Validitätsgedankens? ====&lt;br /&gt;
Von Vertretern der [[Postmoderne]] wird dagegen angemahnt, dass Triangulation verkenne, dass jede Methode eine andere Sicht auf ein Phänomen wirft; sie schlagen daher statt Triangulation [[Kristallisation (Sozialforschung)|Kristallisation]] in der Methodenkombination vor, bei der eben gerade nicht äquivalente Ergebnisse erzielt werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Valerie J. Janesick |Hrsg=Norman K. Denzin, Yvonna S. Lincoln |Titel=The Choreography of Qualitative Research Design: Minuets, Improvisations, and Crystallization |Sammelwerk=Strategies of Qualitative Inquiry |Auflage=2. |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA |Datum=2003 |ISBN=0-7619-2691-7 |Seiten=46–79, S. 67}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laurel Richardson |Hrsg=Norman K. Denzin, Yvonna S. Lincoln |Titel=Writing: A Method of Inquiry |Sammelwerk=Handbook of Qualitative Research |Verlag=Sage |Ort=Thousand Oaks, CA |Datum=1994 |Seiten=516–529, S. 517}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Status ===&lt;br /&gt;
Ungeachtet aller Vor- und Nachteile der Triangulation bleibt jedoch festzustellen, dass sie trotz zahlreicher Befürworter doch vom Gros insbesondere der dem Postmodernismus zuneigenden sozialwissenschaftlichen Forscher zumeist nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernice A. Pescosolido, Beth A. Rubin |Titel=The Web of Group Affiliations Revisited: Social Life, Postmodernism, and Sociology |Sammelwerk=American Sociological Review |Band=65 |Nummer=1 |Datum=2000 |Seiten=52–76, S. 62, 71 |JSTOR=2657289}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Uwe Flick]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Triangulation: Eine Einführung&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=VS Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-531-15666-8}}&lt;br /&gt;
* Kelle, U. (2014). Mixed methods. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung (pp. 153-166). Springer VS, Wiesbaden.&lt;br /&gt;
* Kuckartz, U. (2014). Mixed Methods: Methodologie, Forschungsdesigns und Analyseverfahren. Springer-Verlag.&lt;br /&gt;
* Flick, U. (2011). Methoden-Triangulation in der qualitativen Forschung. In Triangulation (pp. 27-50). VS Verlag für Sozialwissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|28. November 2008|53520128}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4804163-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Empirische Sozialforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>147.88.200.112</name></author>
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