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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%A4usejagd&amp;diff=698053</id>
		<title>Mäusejagd</title>
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		<updated>2025-06-27T06:39:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Handlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Film&lt;br /&gt;
| Deutscher Titel  = Mäusejagd&lt;br /&gt;
| Originaltitel    = Mouse Hunt&lt;br /&gt;
| Produktionsland  = USA&lt;br /&gt;
| Originalsprache  = Englisch&lt;br /&gt;
| Erscheinungsjahr = 1997&lt;br /&gt;
| Länge            = 93&lt;br /&gt;
| FSK              = 6&lt;br /&gt;
| JMK              =&lt;br /&gt;
| Regie            = [[Gore Verbinski]]&lt;br /&gt;
| Drehbuch         = [[Adam Rifkin]]&lt;br /&gt;
| Produzent        = [[Bruce Cohen]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Tony Ludwig]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Alan Riche]]&lt;br /&gt;
| Musik            = [[Alan Silvestri]]&lt;br /&gt;
| Kamera           = [[Phedon Papamichael]]&lt;br /&gt;
| Schnitt          = [[Craig Wood (Filmeditor)|Craig Wood]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mäusejagd&#039;&#039;&#039; (orig. &#039;&#039;Mouse Hunt&#039;&#039;) ist eine [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[Filmkomödie]] von [[Gore Verbinski]] aus dem Jahr [[Filmjahr 1997|1997]]. Sie wurde von [[DreamWorks SKG]] produziert und in [[Kalifornien]] gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Die Brüder Ernest und Lars Smuntz erben nach dem Tod ihres Vaters sowohl ein altes Haus als auch eine heruntergekommene [[Garn]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fabrik, die kurz vor dem Ruin steht, so dass sie dringend an Geld kommen müssen. Die Brüder finden heraus, dass das von ihnen geerbte Haus aus dem Jahr 1876 von dem berühmten Architekten Charles Lyle LaRue entworfen wurde und deshalb sehr wertvoll ist. Beide sehen darin den Weg aus ihren Geldsorgen. Sie stellen auch fest, dass im Haus eine Maus lebt, und wollen diese loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da herkömmliche Mäusefallen nichts auszurichten scheinen (während sie die Fallen bestücken, stiehlt die Maus den ganzen Käselaib), versuchen Ernest und Lars es erst mit einer Katze, dann beauftragen sie den [[Kammerjäger]] Cäsar, die Maus zu töten. Sowohl die Katze als auch Cäsar scheitern jedoch und hinterlassen dabei immense Zerstörungen. Nach zahlreichen ebenso spektakulären wie vergeblichen Versuchen, sich der Maus zu entledigen, darunter schließlich sogar den Einsatz einer Flinte, geraten die mittlerweile aus verschiedenen Gründen gestressten Brüder miteinander in Streit, wobei Lars die Maus zufällig mit einem Obststück trifft. Weder Ernest noch Lars bringen es fertig, die bewusstlose Maus zu erschlagen. Sie stecken sie in ein Paket und schicken die Maus an [[Fidel Castro]]. In [[Kuba]] stellt sich jedoch heraus, dass das Paket nicht ausreichend frankiert wurde. Es wird zurückgeschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Auktion bietet ein Mann für das Haus 10 Millionen US-Dollar, aber das Angebot wird abgelehnt. Während der Auktion taucht die Maus wieder auf. Die Brüder wollen sie mit Wasser aus dem Haus vertreiben und überfluten den Raum, in dem die Auktion stattfindet. Die Auktion wird abgebrochen, das Haus bricht später zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nun verschuldeten und obdachlosen Brüder fahren in die Garnfabrik, das Letzte, was ihnen geblieben ist, merken aber nicht, dass die Maus ihnen folgt. Während sie sich nun im Büro ihres Vaters der Verzweiflung hingeben, stiehlt die Maus wieder Käse; anstatt ihn zu essen, benutzt sie jedoch die Fabrik, um essbares Garn aus Käse herzustellen. Dank dieses neuen Produkts ist die Fabrik gerettet, Ernest und Lars arrangieren sich mit der Maus, die sich künftig in der Qualitätskontrolle betätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besetzung &amp;amp; Synchronisation ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
! Rolle&lt;br /&gt;
!Darsteller/in&lt;br /&gt;
!Synchronsprecher/in&amp;lt;ref&amp;gt;{{Synchronkartei|film|2133}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ernest Smuntz&lt;br /&gt;
|[[Nathan Lane]]&lt;br /&gt;
|[[Lutz Mackensy]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lars Smuntz&lt;br /&gt;
|[[Lee Evans (Komiker)|Lee Evans]]&lt;br /&gt;
|[[Johannes Berenz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|April Smuntz&lt;br /&gt;
|[[Vicki Lewis]]&lt;br /&gt;
|[[Liane Rudolph]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alexander Falko&lt;br /&gt;
|[[Maury Chaykin]]&lt;br /&gt;
|[[Helmut Krauss]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Cäsar&lt;br /&gt;
|[[Christopher Walken]]&lt;br /&gt;
|[[Frank Glaubrecht]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwalt&lt;br /&gt;
|[[Eric Christmas]]&lt;br /&gt;
|[[Friedrich W. Bauschulte]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Quincy Thorpe&lt;br /&gt;
|[[Michael Jeter]]&lt;br /&gt;
|[[Eberhard Prüter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Smuntz sen.&lt;br /&gt;
|[[William Hickey]]&lt;br /&gt;
|[[Helmut Heyne]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[James Berardinelli]] fand nur wenig Lobenswertes. Die Figuren blieben dem Publikum fremd, aber zumindest seien die Spezialeffekte effektiv.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://preview.reelviews.net/movies/m/mousehunt.html Kritik] auf [[ReelViews|Reelviews.net]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ein stilvoller, grundehrlicher Unterhaltungsfilm für Kinder, der erfolgreich die Verfolgungsdramaturgien des Trickfilms in den Realfilm überführt.|[[Lexikon des internationalen Films]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LdiF|508300}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nominierung für den [[Saturn Award]] im Jahr 1998 als „bester Fantasyfilm“.&lt;br /&gt;
* [[Key Art Award]] im Jahr 1998.&lt;br /&gt;
* Nominierung für den [[Kids’ Choice Award]] für den Charakter der Maus im Jahr 1998.&lt;br /&gt;
* [[World Animation Celebration Award]] im Jahr 1998 für die Computeranimationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0119715}}&lt;br /&gt;
* {{Rotten Tomatoes|mouse_hunt}}&lt;br /&gt;
* {{Metacritic|mousehunt}}&lt;br /&gt;
* {{OFDb|3376}}&lt;br /&gt;
* {{Synchronkartei|film|2133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Filme von Gore Verbinski}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 1997|Mausejagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-amerikanischer Film|Mausejagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slapstick-Film|Mausejagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fantasyfilm|Mausejagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktive Maus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gore Verbinski]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Molch_(Schiffbau)&amp;diff=104350</id>
		<title>Molch (Schiffbau)</title>
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		<updated>2025-06-17T12:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Molch.JPG|mini|Ein Molch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Molche&#039;&#039;&#039; (offiziell als &#039;&#039;Strakgewichte&#039;&#039; bezeichnet) werden im Schiffbau die Gewichte genannt, mit denen die beim Zeichnen des Schiffsentwurfs verwendeten (Kurven-)Lineale fixiert werden, um deren Verschieben zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schiffbau]] dienen Molche und [[Straklatte|(Strak-)Latten]] als Hilfsmittel zum Entwerfen, Zeichnen und Optimieren von [[Linienriss]]en: die [[Straklatte]] als Lineal für schwach gekrümmte Kurven wie zum Beispiel [[Wasserlinie]]n und [[Spantarealkurve]]n und die Molche, um sie in vorgegebenen Punkten zu beschweren und zu fixieren. Ein Molch ist ein ca. 2&amp;amp;nbsp;kg schweres Gewicht, zur Schonung der Zeichnung auf der Unterseite mit Filz beklebt, von länglicher Gestalt und mit einem Vorsprung versehen, der auf die Straklatte gelegt wird. Um die Kurve zu glätten, hebt man der Reihe nach die Molche an. Wenn der Kurvenverlauf ideal den elastischen Eigenschaften der Straklatte folgt, „springt“ diese nicht mehr beim Anheben eines einzelnen Molchs und ist dann jeweils lokal harmonisch; in der Gesamtheit eine „gute“ Kurve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar werden Schiffsrümpfe schon seit Jahrzehnten mit [[Computer-aided design|CAD]] entworfen, aber an vielen [[Schiffbau-Versuchsanstalt]]en, entsprechenden Universitätsinstituten und Berufsschulen für Bootsbauer dienen Molche und Straklatten immer noch als Handwerkzeug bei der Ausbildung in den Ingenieur- und Handwerksberufen. Diese Arbeitsmethode wird beibehalten, um zu vermitteln, was Linienrisse und Spantenrisse sind und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Obwohl rechnergestützte Methoden mittlerweile Standard sind, gibt es eine Menge Programme, bei denen das grundlegende Verständnis dessen, was mit dem Programm entworfen wird, weiterhin vonnöten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spline]] (mathematische Funktion, die die Konstruktion mit Molchen und Straklatten nachbildet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Heinrich Herner|Herner]], Rusch&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Theorie des Schiffes&lt;br /&gt;
   |Auflage=6. neubearbeitete&lt;br /&gt;
   |Verlag=Fachbuchverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1952&lt;br /&gt;
   |Seiten=9}}&lt;br /&gt;
* H. Schneekluth (Hrsg.), Valentin Probst, R. Reche (Autor): &#039;&#039;Von Latten und Molchen – Erinnerungen einer Schiffbauer Crew XII / 39.&#039;&#039; 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Straklatte&amp;diff=373692</id>
		<title>Straklatte</title>
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		<updated>2025-06-17T12:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Spline (PSF).png|mini|Straklatte]]&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Straklatte&#039;&#039;&#039; ist eine elastische Latte aus Holz oder Kunststoff. Sie wird vor allem im [[Schiffbau]] beim Entwurf, [[Reißboden|Aufschnüren]] und Bau verwendet. Die Längen reichen dementsprechend von einigen Dezimetern bei Latten für das Zeichenbrett bis über zehn Meter beim Aufschnüren und Bau. Mit ihrer Hilfe lassen sich harmonische Linien ohne plötzliche Änderungen des Krümmungsradius (also Beulen oder flache Stellen) zeichnen oder solche ungewollten Stellen beim Bau aufspüren. Bei Holzlatten ist daher die Verwendung astreinen Holzes mit gleichmäßigem Faserverlauf wichtig. [[Schäften|Schäftungen]] sollten vermieden werden; wo das nicht möglich ist, müssen sie sehr lang ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Latten werden durch Strakgewichte ([[Molch (Schiffbau)|Molche]]) oder Nägel, die neben der Latte eingeschlagen werden, gehalten und geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind spezielle Computerprogramme in der Lage, strakende Linien zu berechnen, so dass Straklatten bei der Konstruktion nicht mehr nötig sind. Weiter ist es möglich, den fertigen Linienriss auf verzugsfreier Folie auszuplotten; in diesem Fall entfällt auch die Arbeit auf dem [[Schnürboden (Schiffbau)|Schnürboden]]. Beim Bau von Booten und Yachten allerdings ist die Straklatte nach wie vor ein wichtiges Werkzeug, um den Verlauf der Linien zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Name der Straklatte, „[[Spline]]“, ist zu einem Begriff der [[Geometrische Modellierung|geometrischen Modellierung]] geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strak]]&lt;br /&gt;
* [[Kurvenlineal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Heinrich Herner|Herner]], Rusch&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Theorie des Schiffes&lt;br /&gt;
   |Auflage=6. neubearbeitete&lt;br /&gt;
   |Verlag=Fachbuchverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1952&lt;br /&gt;
   |Seiten=9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeichenwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magister_(Begriffskl%C3%A4rung)&amp;diff=622656</id>
		<title>Magister (Begriffsklärung)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magister_(Begriffskl%C3%A4rung)&amp;diff=622656"/>
		<updated>2025-06-10T14:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Magister&#039;&#039;&#039; (lateinisch für &#039;&#039;Meister&#039;&#039;, &#039;&#039;Lehrer&#039;&#039;, &#039;&#039;Vorsteher&#039;&#039;) oder &#039;&#039;&#039;Magistra&#039;&#039;&#039; steht für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Magister]] (weiblich auch &#039;&#039;Magistra&#039;&#039;), akademischer Grad&lt;br /&gt;
* [[magister artium]] (auch &#039;&#039;liberalium artium magister&#039;&#039;), akademischer Grad im Mittelalter&lt;br /&gt;
* [[Magister legens]], akademischer Grad, mit dem das Recht erworben wurde, Vorlesungen zu halten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Magister&#039;&#039;, Ordensmitglieder, die für eine spezielle Phase der Ausbildung zuständig sind, siehe [[Novizenmeister]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Magistra&#039;&#039;, Vorsteherin eines abhängigen Frauenkonvents, siehe [[Prior]]&lt;br /&gt;
* [[Fouga Magister]], Schulflugzeug des Herstellers Fouga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Magister&#039;&#039;&#039; steht für folgende Ämter im Römischen Reich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Magister equitum]], temporäres Amt der römischen Republik, später Oberbefehlshaber der Kavallerie des Weströmischen Reiches&lt;br /&gt;
* [[Magister militum]], spätantikes Militäramt&lt;br /&gt;
* [[Magister officiorum]], Verwaltungsamt&lt;br /&gt;
* [[Magister memoriae]], Verwaltungsamt&lt;br /&gt;
* [[Magister bonorum]], Funktion im römischen Rechtswesen&lt;br /&gt;
* [[Magister pecoris camelorum]], lokales Verwaltungsamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Magister&#039;&#039;&#039; ist der Familienname folgender Personen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sandro Magister]] (* 1943), italienischer Journalist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Magister}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|magister}}&lt;br /&gt;
* [[Master]], akademischer Grad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Juchart&amp;diff=621135</id>
		<title>Juchart</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Juchart&amp;diff=621135"/>
		<updated>2025-06-06T06:26:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Begriffsgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Juchart&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Jucharte&#039;&#039;&#039; war ein in der [[Schweiz]] früher gebräuchliches landwirtschaftliches Ackermass. Es wird anderswo auch &#039;&#039;[[Joch (Maß)|Joch]], Jochart, Jauchart, Jauch, [[Juck (Flächenmaß)|Juck]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;Juckert&#039;&#039; genannt und entspricht «soviel Land, als man mit einem Ochsengespann an einem Tag pflügen kann». Verwandte Ackermasse sind das [[Tagewerk]], der [[Morgen (Einheit)|Morgen]] und der [[Acre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiedliche Grösse ==&lt;br /&gt;
Da Landmasse meist auf Schätzungen von Arbeitsprozessen beruhte, war eine Juchart nicht immer gleich gross. Es kam auf die Lage des zu messenden Landstücks an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine Juchart aufgrund einer in einem Tag vollführten Arbeit definiert, so variiert sie je nach Geländebeschaffenheit. Im [[Mittelland (Schweiz)|Mittelland]] lag die Einheit für Ackerland zwischen 27 und 36 [[Ar (Einheit)|Aren]], in Gebieten mit vorwiegend Getreidebau betrug eine Juchart zwischen 32 und 36 Aren, mit vorwiegend Wiesland 27 bis 34 Aren. Je hügeliger und steiler das Land, desto kleiner die Juchart. So mass sie im Rebbau nur zwischen drei und vier Aren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grösse einer Juchart hing aber auch stark vom lokalen Gebrauch ab. Schon auf wenige Kilometer Distanz konnten sich zwischen sonst ähnlich strukturierten Ortschaften signifikante Unterschiede ergeben. So mass beispielsweise in [[Kaiserstuhl AG|Kaiserstuhl]] eine Juchart 36,09 Aren, in [[Bad Zurzach|Zurzach]] nur 32,41 Aren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinheitlichung mit Schweizer Konkordat von 1835 ==&lt;br /&gt;
Mit dem &#039;&#039;Konkordat über eine gemeinsame schweizerische Mass- und Gewichtsordnung&#039;&#039; vom 17. August 1835 wurde in vielen Kantonen des damaligen Staatenbundes das metrische System eingeführt und die alten Einheiten auf einfache Verhältnisse zu diesem gebracht. Dabei wurde, mit Gültigkeit ab 1836, die Juchart auf genau 36 Aren festgelegt. Gültig war das Konkordat vorwiegend in deutschsprachigen Kantonen: Zürich, Bern, Luzern, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, St.&amp;amp;nbsp;Gallen, Aargau und Thurgau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kanton Waadt umfasste die an das metrische System angepasste Juchart – dort &#039;&#039;[[Pose (Einheit)|Pose]]&#039;&#039; genannt – 10 [[Fossorier]]s = 4500 [[Quadratmeter]] = 45 Aren (franz.) und entsprach damit 1¼ deutschschweizerischen Jucharten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Noback]], [[Friedrich Eduard Noback]]: &#039;&#039;Vollständiges Taschenbuch der Münz-, Maß- und Gewichtsverhältnisse.&#039;&#039;  Band 1, F.&amp;amp;nbsp;A. Brockhaus, Leipzig 1851, S.&amp;amp;nbsp;463.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im südlichen Baden entsprach die Juchart seit der [[Alte Maße und Gewichte (Baden)#Wildsche Reform|«wildschen Reform»]] im frühen 19. Jahrhundert 36 Aren.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Badisches Wörterbuch]],&#039;&#039; Band III, S.&amp;amp;nbsp;23&amp;amp;nbsp;f., Artikel &#039;&#039;Jauchert&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort «Juchart(e)» ist mit «Joch» und dem lateinischen «iugerum» verwandt und beschrieb ursprünglich die Fläche eines Stücks Land, das mit einem Joch Ochsen innert eines Tages gepflügt werden konnte. Begrifflich verwandt sind damit die Masseinheiten &#039;&#039;Tagwan&#039;&#039; und &#039;&#039;Mannwerk&#039;&#039; in der Schweiz, &#039;&#039;[[Tagewerk|Tagwerk]]&#039;&#039; in Süddeutschland, &#039;&#039;[[Joch (Einheit)|Joch]]&#039;&#039; in Süddeutschland und Österreich und &#039;&#039;[[acre]]&#039;&#039; in den englischsprachigen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alte Masse und Gewichte (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|14192|&#039;&#039;Juchart&#039;&#039;|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&#039;&#039; Bd. III Sp. 8&amp;amp;nbsp;f., Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/139309 &#039;&#039;Jūchert(e&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt;)&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Badisches Wörterbuch]],&#039;&#039; Band III, S.&amp;amp;nbsp;23&amp;amp;nbsp;f., Artikel &#039;&#039;Jauchert&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
*  M. L. Frischknecht: &#039;&#039;Masse und Gewichte im alten Kaiserstuhl.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Echo – Zeitung für Kaiserstuhl,&#039;&#039; August 1984, S.&amp;amp;nbsp;4–6 (wieder abgedruckt in: &#039;&#039;Kaiserstuhl. Geschichte und Geschichten. Aus dem Nachlass von Bruno Müller.&#039;&#039; Pro Kaiserstuhl, Kaiserstuhl 1989, ISBN 3-907553-01-2, S.&amp;amp;nbsp;178–180).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://weiachergeschichten.blogspot.com/2006/02/wie-gross-ist-ein-juchart-mass-und.html Wie gross ist ein Juchart?]&lt;br /&gt;
* [http://www.web-schlagbauer.de/Main/Gewichte/Quadratmeter.php?64_62_ Genealogie Messeinheiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altes Maß oder Gewicht (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flächeneinheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marschenfieber&amp;diff=524575</id>
		<title>Marschenfieber</title>
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		<updated>2025-06-03T07:30:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Krankheitsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Anopheles gambiae mosquito feeding 1354.p lores.jpg|240px|mini|Anopheles-Mücke saugt Blut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Marschenfieber&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Marschenkrankheit, Marschkrankheit, Ernteseuche, Wechselfieber, Stoppelfieber, Drüddendagsfeber&#039;&#039; oder &#039;&#039;Dreitagefieber, Drei-Tage-Fieber&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;3-Tage-Fieber&#039;&#039;; auch &#039;&#039;Morbus Ditmarsicus, Dithmarschen-Krankheit, Dithmarsische Krankheit&#039;&#039; etc.&amp;amp;nbsp;pp.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Dithmarschen Krankheit |Band=5 |Seite=196 |zenoID=20009795162}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Herder-1854 |Lemma=Dithmarsische Krankheit |Band=2 |Seite=409 |SeiteBis=410 |zenoID=20003302830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die deutsche Bezeichnung für die [[Malaria#Malaria tertiana|Malaria tertiana]], eine Form der [[Malaria]], die auch im übrigen Deutschland vorkam. Die [[Krankheit]] wurde vor allem von [[Anophelinae|Malariamücken]] der Art &#039;&#039;[[Anopheles atroparvus]]&#039;&#039; übertragen, die in den [[Marsch (Schwemmland)|Marschen]] Norddeutschlands verbreitet war. Inzwischen sind diese Marschen weitgehend trockengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:North Sea map-en.png|mini|[[Nordseeküste]] mit den [[Marschland|Marschen]] als einem wichtigen Ausgangsort der Verbreitung der Malaria tertiana in Europa]]&lt;br /&gt;
Malaria war in der Vergangenheit auch in Ländern mit [[Gemäßigte Zone|gemäßigtem Klima]], darunter in Deutschland, verbreitet. Bis zum Ende des Mittelalters waren die Berichte über auftretende Epidemien so ungenau, dass Malaria darin nur schwer von anderen Erkrankungen mit fiebrigem Verlauf zu unterscheiden ist. Als gesichert gilt, dass große Teile Europas in den Jahren 1557/58 unter einer Malariaepidemie litten. Bis ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gab es zahlreiche derartige Epidemien. Betroffen waren große Teile Deutschlands, vor allem aber die Marschen und [[Moor]]e an der Küste sowie die Gebiete entlang der großen Flüsse.&lt;br /&gt;
Während einer Epidemie im Jahre 1826 soll in [[Ostfriesland]] jedes zweite Kind an Marschenfieber erkrankt sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Margot Kathrin Dalitz |Titel=Autochthone Malaria im mitteldeutschen Raum |Verlag=Martin-Luther-Universität |Ort=Halle-Wittenberg |Datum=2005 |Kommentar=Dissertation |Online=[http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/05/05H123 sundoc.bibliothek.uni-halle.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Aemil Storm]] (1833–1897), [[Theodor Storm]]s jüngster Bruder, verfasste eine zwanzigseitige Arbeit über die Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aemil Storm (Aemilius Storm) |Titel=De febre sic dicta marchica |Auflage=1. |Verlag=Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Universitätsbuchhandlung), C.&amp;amp;nbsp;F. Mohr |Ort=Kiel |Datum=1857 |Kommentar=Dissertation |Originaltitel=De febre sic dicta marchica |Originalsprache=la |Online=[https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00083936/image_1 daten.digitale-sammlungen.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurden durch [[Flussbegradigung]]en und [[Moorkolonisierung]] zahlreiche Brutplätze für Mücken zerstört. Das zum Teil unter Meeresniveau liegende Gebiet an der Nordseeküste Deutschlands wurde mit viel technischem Aufwand bearbeitet. Sinn der Urbarmachung und der Moortrockenlegungen war es, weiteres Acker- und Weideland zu erhalten und durch zuverlässige Entwässerung den Ertrag der [[Marsch (Schwemmland)|Marschflächen]] zu verbessern. In der entstehenden Kulturlandschaft verdrängte &#039;&#039;[[Anopheles maculipennis typicus]]&#039;&#039; die fieberübertragende &#039;&#039;[[Anopheles maculipennis messeae]]&#039;&#039;. Gleichzeitig verbesserte sich die Wohnsituation der Bevölkerung, so dass die Menschen seltener gestochen wurden. Demgegenüber hatten Medikamente oder die Anwendung von [[Insektizid]]en für den Rückgang des Wechselfiebers in Deutschland nur geringe Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war das Wechsel- oder Marschenfieber aus Deutschland fast verschwunden, lediglich um [[Emden]] und [[Aurich]] in [[Ostfriesland]] sowie um [[Breslau]], [[Oppeln]] und den [[Kreis Pleß]] in [[Schlesien]] blieben endemische Krankheitsherde über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1940er-Jahren bekämpfte der Hygieniker [[Ernst Rodenwaldt]] für die [[Wehrmacht]] erfolgreich, nach dem Vorbild der ab 1901 ergriffenen Maßnahmen [[Robert Koch]]s, das Marschenfieber in den [[Niederlande]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &#039;&#039;Robert Koch (1843–1910). Ein Essai.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&#039;&#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73–109, hier: S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach beiden Weltkriegen flammte die Krankheit kurzzeitig wieder auf, als viele Menschen unter schwierigen hygienischen Bedingungen in Notunterkünften leben mussten. In Emden kam es 1918 zu einer Epidemie mit etwa 4000 Erkrankungsfällen.&lt;br /&gt;
Auch nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] trat das Wechselfieber in Deutschland wieder auf. Es wurde durch die feucht-warmen Sommer 1945 und 1946 und die zahlreichen Mückenbrutplätze in den zerstörten Städten begünstigt. In Berlin wurden bis Ende 1947 651 Fälle gezählt, in Hamburg 88.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erreger ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Life Cycle of the Malaria Parasite.jpg|mini|hochkant=1.6|Der Lebenszyklus von Malariaparasiten: [[Sporozoit]]en werden durch einen [[Mückenstich]] [[Inokulation|inokuliert]]. Sobald sie die [[Leber]] erreichen, vermehren sie sich zu Tausenden von [[Merozoit]]en. Bei der Malaria tertiana können sich Ruheformen in der Leber ausbilden, die [[Hypnozoit]]en. Die Merozoiten infizieren [[Erythrozyten|rote Blutkörperchen]] und vermehren sich dort. Wodurch weitere rote Blutkörperchen infiziert werden. Einige Parasiten bilden Gametozyten, die von einer Mücke wieder aufgenommen werden und so ihren Lebenszyklus fortsetzen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem in Deutschland einheimischen Wechselfieber handelte es sich in den allermeisten Fällen um &#039;&#039;Malaria tertiana&#039;&#039;. Die Übertragung von &#039;&#039;[[Malaria#Malaria quartana|Malaria quartana]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Malaria#Malaria tropica|Malaria tropica]]&#039;&#039; kann im Prinzip auch durch einheimische Stechmücken geschehen, sie ist jedoch weniger wahrscheinlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungszeit des Erregers in der Mücke ist stark von der Temperatur abhängig, sie dauert in gemäßigten Breiten länger als in den Tropen. Fieberepidemien traten daher vor allem in heißen Sommern auf, während kalte Sommer sie zum Erliegen bringen konnten. Bei 20&amp;amp;nbsp;°C benötigt &#039;&#039;[[Plasmodium vivax]]&#039;&#039;, der Erreger der tertiären Malaria, nur 17 Tage zur Entwicklung. Die Erreger der &#039;&#039;Malaria tropica&#039;&#039; brauchen bei derselben Temperatur 23 Tage, die Erreger von &#039;&#039;Malaria quartana&#039;&#039; sogar 35 Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Pl. vivax&#039;&#039; und &#039;&#039;Pl. ovale&#039;&#039;, die Auslöser der &#039;&#039;Malaria tertiana&#039;&#039;, können im Gegensatz zu anderen Plasmodien als [[Hypnozoit]]en in der Leber eines infizierten Menschen überdauern. Die Erkrankung bricht häufig nicht nach einer kurzen [[Inkubationszeit]] von 8 bis 16 Tagen aus, sondern erst nach einer „primären langen Latenz“ von mehreren Monaten. Auf diese Weise konnten die Erreger die „mückenlosen“ Wintermonate überstehen. Über das Jahr betrachtet traten die Erkrankungsfälle mit Wechselfieber vor allem im Frühjahr und im Spätsommer auf. Im Frühjahr waren viele Menschen jahreszeitlich bedingt geschwächt, was das latente Wechselfieber ausbrechen ließ. Im Spätsommer häuften sich die Fälle, in denen die Krankheit nach einer Neuinfektion mit kurzer Inkubation verlief.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitsverlauf ==&lt;br /&gt;
Die Erkrankung zeigt eine ihr spezifische Rhythmik des [[Fieber]]s. Zunächst kommt es zu einer wenige Tage dauernden Prodromalphase, daran schließt sich eine „Drei-Tage-Fieberrhythmik“ an, das heißt am ersten Tag Fieber, den zweiten Tag fieberfrei und am dritten Tag erneutes Fieber.&lt;br /&gt;
Innerhalb der Fieberattacken zeigen sich beim Marschenfieber (Malaria tertiana) oft folgende Ausprägungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frostphase oft zirka eine Stunde, in der der infizierte Mensch unter massivem [[Schüttelfrost]] ([[Zytokin]]e, englisch &#039;&#039;[[Zytokinsturm|cytokine storm]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Maureen C. Ty, Ana Rodriguez: &#039;&#039;Malaria inflammation by xanthine oxidase-produced reactive oxygen species.&#039;&#039; In: &#039;&#039;EMBO Mol Med&#039;&#039;, 2019, 11, S. e9903; [[doi:10.15252/emmm.201809903]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ian A. Clara, Lisa Alleva et al.: &#039;&#039;Understanding the role of inflammatory cytokines in malaria and related diseases.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Travel Medicine and Infectious Disease&#039;&#039;, März 2008, 6(1–2), S. 67–81 [[doi:10.1016/j.tmaid.2007.07.002]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) leidet. In dieser Phase schnellt die [[Körpertemperatur]] stark nach oben. Es folgt die&lt;br /&gt;
* Hitzephase, sie dauert einige Stunden und wird begleitet von ([[Vegetatives Nervensystem|vegetativen]]) [[Allgemeinsymptom]]en. Nicht selten werden beim Patienten Körpertemperaturen von mehr als 40&amp;amp;nbsp;°C gemessen. Bei den vegetativen Symptomen kommt es noch nicht zu Schweißausbrüchen, denn diese sind typisch für die nächste Phase.&lt;br /&gt;
* Schweißphase. Sie ist etwas kürzer, dauert aber auch einige Stunden und wird von eben heftigen Schweißausbrüchen begleitet.&lt;br /&gt;
* Erholungsphase. Während die Temperatur wieder auf ein normales Maß sinkt, beginnt sich der Patient langsam zu erholen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diagnostik und Therapie der Malaria. [[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]] (AWMF) [https://register.awmf.org/assets/guidelines/042-001l_S1_Diagnostik-Therapie-Malaria_2021-08.pdf register.awmf.org] (PDF; 5,1&amp;amp;nbsp;MB) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Stefanie Kaupa&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Dominik Collet, Manfred Jakubowski-Tiessen&lt;br /&gt;
   |Titel=Malaria in den Marschen Schleswig-Holsteins&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Schauplätze der Umweltgeschichte in Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
   |Reihe=Universitätsdrucke&lt;br /&gt;
   |Verlag=Universitätsverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Göttingen&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86395-041-5&lt;br /&gt;
   |Seiten=65–73&lt;br /&gt;
   |DOI=10.17875/gup2013-477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Otto S. Knottnerus&lt;br /&gt;
   |url=https://www.xs4all.nl/~ottoknot/werk/Malaria.html&lt;br /&gt;
   |titel=Malaria around the North Sea. A Survey&lt;br /&gt;
   |datum=2002&lt;br /&gt;
   |abruf=2015-02-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4799050-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kohlensack&amp;diff=217313</id>
		<title>Kohlensack</title>
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		<updated>2025-05-26T06:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Kohlenmaß siehe [[Kohlensack (Einheit)]]. Zum Dunkelnebel im Sternbild Schwan siehe [[Nördlicher Kohlensack]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox  Astronomisches Objekt&lt;br /&gt;
|Typ            = Dunkelnebel&lt;br /&gt;
|Name           = Kohlensack&lt;br /&gt;
|Bild           = [[Datei:Coalsack-ESO-B06.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext       = In der Mitte der Kohlensack-Dunkelnebel, rechts oberhalb davon das [[Kreuz des Südens]] in einer Aufnahme des [[European Southern Observatory]].&lt;br /&gt;
|Sternbild      = Cru&lt;br /&gt;
|Rek            = 12/50&lt;br /&gt;
|Dek            = -/62/30&lt;br /&gt;
|Size           = &lt;br /&gt;
|Caption        = &lt;br /&gt;
|Objekt         = Parameter &amp;amp;#34;Caption&amp;amp;#34;&lt;br /&gt;
|magV           = &lt;br /&gt;
|magB           = &lt;br /&gt;
|Winkel         = 5° × 7°&lt;br /&gt;
|Entfernung     = 500–600 Lj&lt;br /&gt;
|Paraname1      = &lt;br /&gt;
|Paradata1      = &lt;br /&gt;
|Paraname2      = &lt;br /&gt;
|Paradata2      = &lt;br /&gt;
|Paraname3      = &lt;br /&gt;
|Paradata3      = &lt;br /&gt;
|Paraname4      = &lt;br /&gt;
|Paradata4      = &lt;br /&gt;
|Paraname5      = &lt;br /&gt;
|Paradata5      = &lt;br /&gt;
|Paraname6      = &lt;br /&gt;
|Paradata6      = &lt;br /&gt;
|Absolut        = &lt;br /&gt;
|Masse          = &lt;br /&gt;
|Durchmesser    = 60 × 70&lt;br /&gt;
|Entdecker      = &lt;br /&gt;
|Entd-Datum     = &lt;br /&gt;
|Weiteres       = &lt;br /&gt;
|Katalog        = [[Caldwell-Katalog|C]] 99&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Einzelnachweise --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|RekDekRef      = &lt;br /&gt;
|WinkelRef      = &lt;br /&gt;
|magVRef        = &lt;br /&gt;
|magBRef        = &lt;br /&gt;
|EntfernungRef  = &lt;br /&gt;
|AbsolutRef     = &lt;br /&gt;
|MasseRef       = &lt;br /&gt;
|DurchmesserRef = &lt;br /&gt;
|ParaRef1       = &lt;br /&gt;
|ParaRef2       = &lt;br /&gt;
|ParaRef3       = &lt;br /&gt;
|ParaRef4       = &lt;br /&gt;
|ParaRef5       = &lt;br /&gt;
|ParaRef6       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:CentaurusSüd.pos.png|mini|links|Sternbilder Crux und Centaurus (Südteil), dazwischen der &#039;&#039;Kohlensack&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kohlensack&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten [[Dunkelwolke]]n am Himmel und neben [[Pferdekopfnebel]], [[Konusnebel]] und anderen auch eines der wenigen Objekte dieser Art mit einem Eigennamen. Der Kohlensack steht mitten in der südlichen [[Milchstraße]], zwischen den [[Sternbild]]ern [[Kreuz des Südens|Crux]] (Kreuz des Südens), dem ihn umgebenden [[Zentaur (Sternbild)|Zentaur]] und der [[Fliege (Sternbild)|Fliege]] (Musca). Er ist 500 bis 600 [[Lichtjahr]]e entfernt und bildet ein auffälliges „Loch“ in der umgebenden, sehr sternreichen Gegend. Bekannte Objekte in „Fernglasentfernung“ sind der [[Carinanebel]] und der &#039;&#039;Offene Sternhaufen&#039;&#039; [[Herschels Schmuckkästchen|NGC 4755]], den [[John Herschel]] das &#039;&#039;Schmuckkästchen&#039;&#039; nannte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aborigines]] in [[Australien]] kennen die Reihe der Dunkelwolken vom Sternbild [[Schild (Sternbild)|Schild]] im Norden bis hinunter zum Kohlensack auch als den &#039;&#039;[[Großer Emu|Emu]]&#039;&#039; – mit dem Kohlensack als Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Astronom [[Kalevi Mattila]] konnte 1970 feststellen, dass der Dunkelnebel nicht völlig schwarz ist, sondern sehr schwach leuchtet (etwa 10 % des Lichtes der dahinter liegenden [[Milchstraße]]). Dies wird durch den Lichtreflex der dahinter stehenden, abgedunkelten Sterne verursacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Kalevi Mattila]] |Titel=Interpretation of the surface brightness of dark nebulae |Sammelwerk=[[Astronomy &amp;amp; Astrophysics]] |Band=9 |Datum=1970 |Sprache=en |Seiten=53-63 |ISSN=0004-6361 |bibcode=1970A&amp;amp;A.....9...53M}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Der Nebel spielt auch eine zentrale Rolle in dem Roman &#039;&#039;[[Der Splitter im Auge Gottes]]&#039;&#039; von [[Larry Niven]] und [[Jerry Pournelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://simbad.u-strasbg.fr/simbad/sim-basic?Ident=NAME+COAL+SACK&amp;amp;submit=SIMBAD+search SIMBAD: Coal Sack Nebula]&lt;br /&gt;
* [http://www.eso.org/public/germany/news/eso1539/ ESO: Teile des Kohlensacks in Nahansicht] incl. Bilder und Animation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Caldwell-Katalog}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuz des Südens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentaur (Sternbild)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fliege (Sternbild)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dunkelwolke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebel (Astronomie) im Caldwell-Katalog]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohn&amp;diff=518275</id>
		<title>Hohn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohn&amp;diff=518275"/>
		<updated>2025-05-09T15:13:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gießen - Theater - Hohn.jpg|mini|hochkant|Darstellung des Hohns (Stadttheater Gießen)]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hohn&#039;&#039;&#039;, gesteigert &#039;&#039;blanker Hohn&#039;&#039;, bezeichnet in der Kommunikation eine stark abschätzige Verhaltensweise gegenüber anderen. Die [[Redensart]] „mit Hohn und [[Spott]]“ unterschied ursprünglich noch zwischen [[Verachtung|Verächtlich-]] und Lächerlichmachen, heute ist mit &#039;&#039;Hohn&#039;&#039; meist beides gemeint. Verwandt mit dem Hohn ist außerdem die [[Häme (Kommunikation)|Häme]], jedoch ist die Ehrabschneidung bei der Häme Teil einer übergeordneten Profilierungsstrategie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Schmerzlichste an Schlägen ist […] der Hohn, der sie begleitet.&lt;br /&gt;
 |Autor=Viktor E. Frankl&lt;br /&gt;
 |Quelle=… trotzdem Ja zum Leben sagen – Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;… trotzdem Ja zum Leben sagen – Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager, München 2019, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohn in der [[Soziale Interaktion|sozialen Interaktion]] dient meist der [[Demütigung]] des anderen. Er kann durch Blicke (z.&amp;amp;nbsp;B. von oben herab), [[Gestik|Gesten]] (etwa der [[Stinkefinger|Mittelfinger]]), [[Mimik]] (Grinsen, Zunge-Herausstrecken) oder auf eine andere Weise (etwa Auslachen), ausgiebig aber durch Sprache gezeigt werden&amp;amp;nbsp;– bereits [[Goliat]] &#039;&#039;sprach Israel Hohn&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Künsten wird der Hohn gerne aufgegriffen. So ist in der bildenden Kunst die &#039;&#039;Verspottung Christi&#039;&#039; ein klassisches Thema und [[Goethe]]s [[Mephistopheles]] verhöhnt [[Faust I|Faust]] gerade in dessen [[Verzweiflung]]s&amp;amp;shy;szene („Wald und Höhle“) ausgiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hohn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode der Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sab%C3%A4er&amp;diff=17248</id>
		<title>Sabäer</title>
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		<updated>2025-05-05T06:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Historische Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sabäer&#039;&#039;&#039; ([[Assyrische Sprache|assyr.]] Sabảajja; {{grcS|Σαβαίοι|Sabaioi}}; {{laS|Sabaei}}) waren ein antikes [[Semiten|semitisches]] Volk im Südwesten der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]] im Gebiet des heutigen [[Jemen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Quellen ==&lt;br /&gt;
In den Annalen der [[Assyrer]] werden die Sabäer bereits 730 v.&amp;amp;nbsp;Chr. erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Halm]]: &#039;&#039;Die Araber. Von der Vorislamischen Zeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; (= &#039;&#039;Beck’sche Reihe. C.-H.-Beck-Wissen.&#039;&#039; 2343). C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-50843-X, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Altes Testament|Alten Testament]] werden sie hauptsächlich als [[Weihrauchhandel|Weihrauchhändler]] erwähnt, so in {{B|Jer|6|20}}, und {{B|Jes|60|6}}. Die Erinnerung an Juden in Saba ist in {{B|Gen|25|1–6}} und {{B|Joel|4|8}} zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Siehe auch: &#039;&#039;[[Königin von Saba]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch den Griechen waren die Sabäer in erster Linie als Händler von [[Weihrauch]] und [[Myrrhe]] bekannt. [[Strabon]] erwähnt ihre Hauptstadt [[Ma&#039;rib]] (von manchen Autoren, ebenso wie das Reich, &#039;&#039;[[Reich Saba|Saba]]&#039;&#039; genannt). Die [[Römisches Reich|Römer]] halten sie für das wohlhabendste Volk in Arabien, denn sie liefern den begehrten Weihrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Koran]] erwähnt das historische Faktum des [[Staudamm von Ma&#039;rib|Dammbruches zu Ma’rib]] im Reich Saba im Jahre 572 n.&amp;amp;nbsp;Chr., in [[Sure 34]],15f. Doch sind die hier ansässigen „Sabäer“ nicht identisch mit den in [[Sure 2]],62 (s.&amp;amp;nbsp;u.) erwähnten Ṣābiʾūn (zur Unterscheidung meist mit „Sabier“ übersetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion der Sabäer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich verehrten die Sabäer [[Astralgottheit|astrale Götter]] wie [[Mondgott|Mond]], [[Sonnengott|Sonne]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sonnenanbetung in Saba: [[Sure 27]],22–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Venus (Planet)|Venus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Koran erkennt in Sure 2,62 eine Gemeinschaft der Sabier ({{arS| صابئون&amp;amp;lrm;|d=Ṣābiʾūn}}) als [[Buchreligion]] an (nicht zu verwechseln mit den in Sure 34,15, s.&amp;amp;nbsp;o., genannten Bewohnern von Saba):&lt;br /&gt;
: „Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabier – wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut –, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unklar ist jedoch, auf welche Religionsgemeinschaft sich dies bezieht. Die [[Sabier|Sabier von Harran]] übernahmen 830 diese Bezeichnung, um als Buchreligion anerkannt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Redaktion des Korans war Mitte des 7. Jahrhunderts abgeschlossen: Annemarie Schimmel im Vorwort &#039;&#039;Der Koran&#039;&#039;, Textausgabe Reclam, Stuttgart 1960, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hingegen werden die [[Mandäer]] lediglich von ihren Nachbarn als „Sabäer“ bezeichnet, verwenden diese Bezeichnung jedoch nicht selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Zusammenhang mit der Aufnahme verfolgter Iraker religiöser Minderheiten in Deutschland werden allerdings &#039;&#039;Mandäer&#039;&#039; und &#039;&#039;Sabäer&#039;&#039; genannt: &#039;&#039;[[FAZ]]&#039;&#039;, 19. März 2009, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier bezieht sich der Name auf das wiederholte [[Untertauchen (Religion)|Untertauchen]] in fließendem Wasser, das dem arabischen صاب (ausgießen) entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Sprache der [[Himyar]]en und Sabäer war das Sabäische, ein Dialekt des [[Altsüdarabische Sprache|Altsüdarabischen]]. Es wurde bis ins 10. Jahrhundert im Südwesten der [[Arabische Halbinsel|arabischen Halbinsel]] gesprochen und ist mit etwa 6000 gefundenen Inschriften sehr gut belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann von Wissmann (Geograph)|Hermann von Wissmann]]: &#039;&#039;Das Grossreich der Sabäer bis zu seinem Ende im frühen 4. Jh. v. Chr.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Die Geschichte von Saba’.&#039;&#039; 2 = &#039;&#039;Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte.&#039;&#039; 402). Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1982, ISBN 3-7001-0516-9.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Tubach]]: &#039;&#039;Im Schatten des Sonnengottes. Der Sonnenkult in Edessa, Harran und Hatra am Vorabend der christlichen Mission.&#039;&#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1986, ISBN 3-447-02435-6 (Zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 1982).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sabaer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische asiatische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saba| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk im Alten Orient]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schnittsalat&amp;diff=508660</id>
		<title>Schnittsalat</title>
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		<updated>2025-04-10T08:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schnittsalat&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lactuca sativa&#039;&#039; var. &#039;&#039;crispa&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Varietät&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Gartensalat&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lactuca sativa&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Lattiche&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Lactuca&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cichorioideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Korbblütler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Asteraceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asternartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Asterales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = &lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salat Lollo Bionda fcm.jpg|mini|Lollo bionda]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salat Lollo Rosso (fcm).jpg|mini|Lollo rossa (im deutschen Sprachraum oft &#039;&#039;Lollo rosso&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lollo Rosso Lollo Bianco 4884.jpg|mini|Typische Mischanbauweise in zwei Farben]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schnittsalat&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Pflücksalat&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Blattsalat&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Lactuca sativa&#039;&#039; var. &#039;&#039;crispa&#039;&#039;) ist eine [[Varietät (Biologie)|Sorte]] des [[Gartensalat]]s (&#039;&#039;Lactuca sativa&#039;&#039;), ein Blattgemüse, das in frischem Zustand unerhitzt gegessen wird. Botanisch werden die Salatpflanzen in hauptsächlich zwei Gruppen unterschieden: die Lattich- und die Zichoriengruppe; Ausnahmen sind [[Feldsalat]] und [[Rucola]], die zu anderen Pflanzenfamilien gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aid infodienst|aid infodienst e.&amp;amp;nbsp;V.]]: &#039;&#039;Kennwort Lebensmittel.&#039;&#039; 3. Auflage. 2010, ISBN 978-3-8308-0935-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als [[Kopfsalat]] bildet der Schnittsalat keine „Köpfe“, sondern die Blätter werden nach und nach von außen nach innen geerntet. Bei im Handel erhältlichen Fertigsalaten in Beuteln wird allerdings maschinell geerntet. Dabei wird ca. 0,5–1 cm über dem Boden abgeschnitten, so dass 2–3 Ernten möglich sind. Mit dem Überbegriff „Schnittsalate“ sind jedoch auch Gemüse gemeint, die sich für die gleiche Anbau-, Ernte- und Verkaufsweise eignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schnittsalat ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um meist ältere Sorten, die es bereits im 19. Jahrhundert gab. Folgende Sorten werden einzeln ausgesät und einzeln geerntet, selten im Mix verkauft:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichblatt rot&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;Lactuca sativa&#039;&#039; var. &#039;&#039;acephala&#039;&#039;, &#039;&#039;Red Salad Bowl&#039;&#039;, hat eichblattförmige, rote Blätter, die sehr zart sind. Er hat einen nussartigen Geschmack.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichblatt grün&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;Green Salad Bowl&#039;&#039;, wie Eichblatt rot, doch mit hellgrünen Blättern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lollo bionda&#039;&#039;&#039;, im deutschen Sprachraum auch Lollo bianco oder Lollo grün, hat ebenfalls grüne Blätter und ist stark gekraust und bildet eine dichte Rosette.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lollo rossa&#039;&#039;&#039;, im deutschen Sprachraum auch Lollo rosso oder Lollo rot, hat grüne bis rote Blätter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Winter-Lattughino&#039;&#039;&#039;, Lattich (Bindesalat) mit mittelgrünen, ins Rot übergehenden Blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baby-Leaf ==&lt;br /&gt;
Bei den Baby-Leaf-Salaten handelt es sich um ähnliche Salatsorten wie beim typischen Schnittsalat. Für diese Sortengruppe wurde jedoch weiter selektiert, um haltbarere Sorten&amp;lt;ref&amp;gt;G. J. J. Clarkson u. a.: &#039;&#039;Identifying traits to improve postharvest processability in baby leaf salad.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Postharvest Biology and Technology.&#039;&#039; Vol. 30 No. 3, 2003, S. 287–298.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit größerer Krankheitsresistenz gegenüber [[Falscher Mehltau|Falschem Mehltau]] und mit festeren Blättern zur längeren Haltbarkeit zu erreichen. Zu diesen „Salaten“ werden auch andere Gemüsearten gerechnet, die sich auch wie Schnittsalate anbauen lassen. Das sind z.&amp;amp;nbsp;B.: Eissalat rot- und grünblättrig, Endivien-Typen, Spinat grün- und rotblättrig, Sauerampfer grün- und rotblättrig, Stielmangold, Rote Bete usw.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Kuepper u. a.: &#039;&#039;Specialty Lettuce &amp;amp; Greens: Organic Production.&#039;&#039; ATTRA - www.attra.ncat.org, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Misticanza ==&lt;br /&gt;
Bei Misticanza handelt es sich um einen italienischen Sorten- und Artenmix, in Frankreich auch &#039;&#039;&#039;Mesclun&#039;&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Martin: &#039;&#039;Some Thougts on Salad Mixes.&#039;&#039; In: &#039;&#039;News &amp;amp; Notes of the UCSC Farm &amp;amp; Garden.&#039;&#039; Issue 106, Summer 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die traditionsreiche Mischung von Salaten und Zichorien steht schon auf dem Beet gemischt gesät und wird wie Schnittsalat geerntet. Die Mischungsvariationen sind vielfältig. In Italien werden Mischungen nur mit Zichorien-Arten und -Sorten, solche mit Salaten und Zichorien oder nur mit Salaten oder auch mit Kräutern wie Rucola angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;J. J. Famularo: &#039;&#039;A Cook&#039;s Tour of Italy: More Than 300 Authentic Receipes from the Regions of Italy.&#039;&#039; 2003, ISBN 1-55788-418-8, S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Folgenden typische Mischungen mit Salaten und Zichorien (in Gewichts-% Saatgut):&lt;br /&gt;
* Endivien Type de Maux (20&amp;amp;nbsp;%), Green Salad Bowl (12,5&amp;amp;nbsp;%), Red Salad Bowl (20&amp;amp;nbsp;%), Salat Rubin (10&amp;amp;nbsp;%), Salat Grand Rapids (Strubelpeter) (12,5&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Gelbe von Trieste (12,5&amp;amp;nbsp;%) und Zichorie Spadona (12,5&amp;amp;nbsp;%).&lt;br /&gt;
* Eissalat rot (20&amp;amp;nbsp;%), Endivien Type de Maux (20&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Catalogna (20&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Gelbe von Trieste (20&amp;amp;nbsp;%), Red Salad Bowl (10&amp;amp;nbsp;%), Salat Rubin (10&amp;amp;nbsp;%) und Strubelpeter (10&amp;amp;nbsp;%).&lt;br /&gt;
* Endivien Type de Maux (10&amp;amp;nbsp;%) Green Salad Bowl (10&amp;amp;nbsp;%), [[Krähenfuß-Wegerich|Hirschhornsalat]] &#039;&#039;Plantago coronopus&#039;&#039; (10&amp;amp;nbsp;%), Lattich Romana Ballon di Bugival (20&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Catalogna foglia frastagl. (10&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Catalogna foglia stretta (20&amp;amp;nbsp;%), Zichorie Gelbe von Trieste (10&amp;amp;nbsp;%), Zichorie rot von Verona (10&amp;amp;nbsp;%), Zichorie a foglie selvatica da campo (10&amp;amp;nbsp;%).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oriental Greens ==&lt;br /&gt;
Oriental Greens werden auch Japanese Greens, Baby Greens und Asia-Salate genannt. Sie werden auch dem Überbegriff Schnittsalate zugerechnet. Bei den meisten handelt es sich jedoch um Kohlarten (&#039;&#039;Brassicaceae&#039;&#039;), z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pak Choi]], [[Tatsoi]], Mizuna Early, [[Brauner Senf|Braunen Senf]], Green Misome oder Raps, und einige Chrysanthemenarten, die in Deutschland wegen des ungewohnten Geschmacks nicht so beliebt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft: &#039;&#039;Wenig bekannte Gemüsearten, Herkunft – Geschichte – Verwendung – Kultur.&#039;&#039; 2005, S. 4+5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
* Schnittsalat: Traditionell wurde die Sortengruppe Schnittsalate viel in Italien angebaut. Heute sind sie durch die angebotenen Fertigsalate abgepackt in ganz Europa verbreitet. Hauptproduzenten sind die USA und in Europa Großbritannien, Frankreich und Italien, wobei Großbritannien im Anbau in Europa 2004 führend war.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Nicola u. a.: &#039;&#039;Fresh-Cut Produce: Postharvest critical Issues.&#039;&#039; In: &#039;&#039;IV International Conference on Managing Quality in Chains - The Integrated View on Fruits and Vegetables Quality.&#039;&#039; (= ISHS Acta Horticulturae. No. 712). 2006, ISBN 90-6605-579-0, S. 223–230.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile gibt es auch bedeutenden Anbau in allen europäischen Ländern.&lt;br /&gt;
* Misticanza wird hauptsächlich in Italien angebaut und hat sich durch den vermehrten Verbrauch von Fertigsalaten auch in die Nachbarländer ausgebreitet.&lt;br /&gt;
* Oriental Greens: Sie stammen ursprünglich aus der asiatischen Küche, besonders Südostasien und China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Schnittsalate, Baby-Leaf, Misticanza und Oriental Greens werden satzweise in Reihen gesät. Dabei werden die einzelnen Sätze (Anbautermine) so gewählt, dass die einzelnen Arten und Sorten trotzdem zu einem bestimmten Erntetermin gleichzeitig schnittreif sind. Die Aussaatmengen sind jeweils sehr unterschiedlich. Im Hausgarten können die Blätter auch nach und nach von außen nach innen geerntet werden. Für diese Salate gibt es erst seit wenigen Jahren Richtlinien zur Düngung.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Feller, M. Fink: &#039;&#039;Nmin Target Values for Field Vegetables.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Workshop Towards and Ecologically Sound Fertilisation in Field Vegetable Production.&#039;&#039; (= ISHS Acta Hort. No. 571). 2002, S. 195–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Professionell wird mit einem Schnitt etwa 2–3&amp;amp;nbsp;cm über dem Boden geerntet, wenn die Blätter eine Länge von 10–12&amp;amp;nbsp;cm haben. Dazu werden sogenannte selbstfahrende Baby-Leaf-Ernter verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;L. L. Ingram: &#039;&#039;Baby greens harvester.&#039;&#039; Patent number: 5799474. 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann ist evtl. auch ein zweiter Schnitt möglich. Die Schnittsalate, im Verkauf auch Mixsalate genannt, werden zur besseren Haltbarkeit unter kontrollierter Atmosphäre (wenig Sauerstoff) in Folienbeutel abgepackt und gelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;B. P. F. Day: &#039;&#039;Modified Atmosphere Pagaging of fresh Fruit and Vegetables - an Overview.&#039;&#039; In: &#039;&#039;International Conference on Postharvest Science.&#039;&#039; (= ISHS Acta Horticulturae. No. 553). 2001, S. 585–590.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Heiss, K. Eichner: &#039;&#039;Technology - Food Science.&#039;&#039; 2002, ISBN 3-540-43137-3, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
In der Küche wird Schnittsalat wie Kopfsalat frisch mit verschiedenen kalten Saucen und Kräutern als [[Blattsalat]] angemacht. Salate werden z.&amp;amp;nbsp;B. in der französischen und italienischen Küche auch als Gemüsebeilage zu Fleisch- oder Fischgerichten oder als Teil der Vorspeise gebraten oder geschmort. Oriental Greens werden in Asien für den Wok kurz in der Pfanne angegart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lattiche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nutzpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=P%C3%B6rk%C3%B6lt&amp;diff=103990</id>
		<title>Pörkölt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=P%C3%B6rk%C3%B6lt&amp;diff=103990"/>
		<updated>2025-04-10T08:03:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Fischpörkölt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Marhapörkölt2.jpg|mini|Marhapörkölt (Rindspörkölt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chicken Paprikas.jpg|mini|Csirkepaprikás (Hühnchen-Paprikás mit saurer Sahne)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pörkölt&#039;&#039;&#039; ist ein Gericht der [[Ungarische Küche|ungarischen Küche]], bestehend aus Fleischwürfeln in einer würzigen [[Soße]]. Was weltweit als „ungarisches [[Gulasch]]“ bekannt ist, ist in [[Ungarn]] ein Pörkölt oder [[Paprikasch|Paprikás]]. Pörkölt enthält keine [[saure Sahne]] (Sauerrahm) und heißt Paprikás, wenn saure Sahne hinzugefügt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Davidson |Titel=The Oxford Companion to Food |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2014 |ISBN=9780199677337 |Seiten=358 |Online=https://books.google.de/books?id=RL6LAwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Oxford+Companion+to+Food+von+Alan+Davidson&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;q=p%C3%B6rk%C3%B6lt&amp;amp;f=true |Abruf=2019-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Ungarische Viehhirten kochten gewürfeltes Fleisch mit Zwiebeln und Gewürzen in Soße schon mindestens 300 bis 500 Jahre lang. [[Paprika]] wurde in der ungarischen Alltagsküche frühestens ab Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts als Gewürz verwendet. Als das Gewürz &#039;&#039;Paprika&#039;&#039; extrem beliebt wurde, verdrängte es den [[Schwarzer Pfeffer|schwarzen Pfeffer]] und den [[Ingwer]]. Schwarzer Pfeffer wurde zuvor nicht nur zum Würzen, sondern auch als [[Konservierungsmittel]] verwendet. Rohes Fleisch wurde damit eingerieben, um es länger frisch zu halten; der Pfeffer wurde mit Salz, mit Zucker oder alleine verwendet. Die Ungarn experimentierten mit dem neuen Gewürz, indem sie Paprika als Konservierungsmittel auf das rohe Fleisch rieben. Beim Braten bekam das [[Paprizieren|paprizierte]] rohe Fleisch eine braune, krustenartige Oberfläche mit einem angenehm anderen Geschmack, was mit dem ungarischen Verb &#039;&#039;pörköl&#039;&#039;  als „leicht anbrennen“ beschrieben wird. Deshalb hieß das neue Gericht &#039;&#039;pörkölt&#039;&#039;: gebratenes Fleisch mit Fett und Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das neue Gericht Pörkölt genauso beliebt wie Hühnchen, Kalbfleisch oder Schweinefleisch, die nun ebenfalls auf ähnliche Weise mit Paprika zubereitet wurden. Weil Besucher aus Österreich, Böhmen, Polen und der Schweiz als Ehrengäste behandelt wurden, bewirteten die Ungarn sie mit ihren Festtagsspeisen Pörkölt oder Paprikás.&lt;br /&gt;
Diese Gerichte fanden sodann ihren Weg in die Kochbücher und die Restaurants dieser benachbarten Länder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung Gulyás – Pörkölt – Paprikás ==&lt;br /&gt;
Pörkölt ist – außer in Ungarn – auf der ganzen Welt als Gulasch bzw. [[Gulaschsuppe]] bekannt. Der Unterschied zwischen Gulasch und Pörkölt liegt erstens in der Menge an Flüssigkeit, die dem Fleisch hinzugefügt wird, und zweitens, ob Kartoffeln und Teigwaren enthalten sind. Im echten ungarischen Pörkölt oder Paprikás gibt es keine anderen Zutaten außer Fleisch ([[Rindfleisch|Rind-]], [[Schweinefleisch|Schweine-]], [[Kalbfleisch|Kalb-]] oder [[Hühnerfleisch]]), Paprika, Zwiebeln, typische Kräuter und Gewürze, sowie zum Anbraten fast immer [[Schweineschmalz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gulyás ===&lt;br /&gt;
Fleisch für das traditionelle &#039;&#039;gulyás&#039;&#039; wurde bei den [[Nomaden]] in der Sonne getrocknet: Rindfleisch aus der Rippe oder Schulter. Fachleute bestehen darauf, dass ins Gulasch niemals Hammel- oder Schweinefleisch und auch niemals saure Sahne gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Wechsberg |Titel=Die Küche im Wiener Kaiserreich |Hrsg=TIME_LIFE BOOKS, Time Inc. |Sammelwerk= |WerkErg=Taschenbuchausgabe bearbeitet von Holger Hofmann |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Rowohlt |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=1979 |ISBN=3499164353 |Seiten=80-84, 90, 98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pörkölt  ===&lt;br /&gt;
Für &#039;&#039;pörkölt&#039;&#039; wird fetteres, in größere Stücke geschnittenes Fleisch als für Gulasch genommen, das Gericht hat auch einen stärkeren Zwiebelgeschmack. Es darf Kalb-, Rind-, Hammel-, Wildfleisch und auch Gans, Ente oder Schweinefleisch verwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paprikás ===&lt;br /&gt;
Ins &#039;&#039;paprikás&#039;&#039; gehört immer süße oder saure Sahne, manchmal mit Mehl angedickt. Die populärste Variante ist aus Kalb oder Hühnchen, sonst auch aus Lamm, Ente oder Fisch. Auch hier sind die Fleischbrocken größer als beim &#039;&#039;gulyás&#039;&#039;, die Soße ebenfalls so dick, dass sie an den Stücken hängen bleibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubereitung und Varianten  ==&lt;br /&gt;
Typische Gewürze sind [[Rosenpaprika|Edelsüßpaprika]], [[Echter Kümmel|Kümmel]], [[Knoblauch]], Salz und Tomaten oder [[Tomatenmark]]. Nach [[Franz Maier-Bruck]] rechnet man bei Pörkölt etwa halb so viel Gewicht an Zwiebeln wie Fleisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz Maier-Bruck]] |Titel=Das große Sacher Kochbuch |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Wiener Verlag |Ort= |Datum=1975 |ISBN= |Seiten=193, 280, 300, 345, 369}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweinspörkölt ===&lt;br /&gt;
Zwiebelwürfel werden goldbraun mit [[Selchen|Selchspeck]] angebraten, mit wenig Wasser gelöscht, papriziert und gewürzt, Fleischwürfel aus der Schweineschulter beigefügt und im eigenen Saft weich gedünstet, zuletzt Tomaten(mark) beigefügt. Der Saft soll zum Schluss so weit reduziert sein, dass die Soße nicht zu dick ist. Beilagen: [[Nockerl]] oder Salzkartoffeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hirschpörkölt ===&lt;br /&gt;
Aus Schulter vom [[Hirschfleisch]], wird wie Schweinspörkölt zubereitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalbspörkölt ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Borjúpörkölt&#039;&#039; heißt auf Deutsch etwa &#039;&#039;geschmortes Kalbfleisch&#039;&#039;, es wird aus [[Kalbfleisch]] (von der Schulter oder vom Hals), teils mit gewürfeltem [[Speck|grünem Speck]] und/oder grünem [[Paprika]], sonst wie Schweinspörkölt zubereitet. Beilagen: [[Csipetke]] (Zupfnockerl), Nockerl oder [[Tarhonya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pörkölthuhn ===&lt;br /&gt;
Ein Huhn wird geviertelt und sonst wie bei Schweinspörkölt verfahren, die Beilagen sind Nockerl oder Tarhonya.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischpörkölt ===&lt;br /&gt;
Für Fischpörkölt wird erst eine Pörköltsauce aus feingeschnittenen Zwiebeln, Fett, Paprikapulver, Tomatenmark, Salz und Knoblauch bereitet und dann darin Filets von Fischen beliebiger Sorte sowie rohe Kartoffelschnitze weichgedünstet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paprikás Burgonya ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Paprikás Burgonya&#039;&#039; heißt auf Deutsch so viel wie &#039;&#039;Paprikakartoffeln&#039;&#039; und wird &#039;&#039;Paprikás-&#039;&#039;typisch mit saurer Sahne verfeinert: Zwiebelwürfel und Knoblauch in Schmalz anbraten, paprizieren, mit Wasser oder Brühe auffüllen, Würfel von gekochten, gepellten Kartoffeln und Würfel von Tomaten und grünen Paprika beigeben und schmoren. Zu den typischen Gewürzen ausnahmsweise auch schwarzer Pfeffer. Abwandlung durch Beigabe von [[Debrecziner]] oder anderer geräucherter Wurst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paprikás Csirke ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Paprikás Csirke&#039;&#039; heißt auf Deutsch &#039;&#039;Paprikahähnchen&#039;&#039;. Hierfür wird ein [[Hühnchen]] zerteilt und in Schmalz goldbraun angebraten, mit den Gewürzen in Hühnerbrühe weichgekocht. Brühe entfetten, mit Mehl binden und mit Sahne verfeinern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pörkölt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungarische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fleischgericht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trimester&amp;diff=2439182</id>
		<title>Trimester</title>
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		<updated>2025-04-09T14:47:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Trimester&#039;&#039;&#039; (lat.: &#039;&#039;tri-&#039;&#039; ‚drei-‘ und &#039;&#039;mensis&#039;&#039; ‚Monat‘ bzw. &#039;&#039;trimestris&#039;&#039; ‚dreimonatig‘) steht für:&lt;br /&gt;
* einen Zeitabschnitt von drei Monaten, siehe [[Quartal]]&lt;br /&gt;
* die Aufteilung des Studienjahres in drei Abschnitte, siehe [[Trimester (Studium)]]&lt;br /&gt;
* ein Schwangerschaftsdrittel oder Trimenon, siehe [[Schwangerschaft#Schwangerschaftsverlauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Naturfarben&amp;diff=107974</id>
		<title>Naturfarben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Naturfarben&amp;diff=107974"/>
		<updated>2025-04-02T11:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Farbnamen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert bestimmte Farben. Zum wappenkundlichen Begriff siehe [[In natürlichen Farben]]; siehe auch [[Naturfarbe]], [[Teigfarbe]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;&#039;Naturfarben&#039;&#039;&#039; hat mehrere Bedeutungen. In diesem Artikel werden die Bedeutungen als Farbton oder als Palette von Farbtönen behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits ist mit dem Begriff als [[Adjektiv]] oder als [[Substantiv]] im [[Singular]] ein Farbton gemeint, der sich als Materialeigenschaft ergibt, wie es der unbehandelte, also weder gebleichte noch gefärbte Farbton des Produkts ist. Naturfarben sind beispielsweise Objekte aus ungebleichter und ungefärbter Baumwolle oder aus ungebleichtem Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits bezeichnet der Begriff (und dann als [[Plural]], also Naturfarben) eine Palette von Farbtönen. Die Bezeichnung bezieht sich hier auf das Auftreten dieses Farbtons in der [[Natur]] oder naturnahen Produkten, beispielsweise als Farbton von [[Erde]]n (→&amp;amp;nbsp;Erdtöne), Hölzern oder Gewürzen (→&amp;amp;nbsp;Gewürztöne). Ungefärbte Gegenstände können in diesen Tönen gefärbt werden, sie sind jedoch im Sinne der ersten Bedeutung des Begriffs nicht „naturfarben“, sondern „gefärbt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freerange eggs.jpg|mini|(eierfarbene) Hühnereier verschiedener Tönung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farblehre ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Naturfarben&#039;&#039; sind [[Pastellton|Pastelltöne]] aus der Gruppe der [[Erdfarbe]]n. Dabei reicht ihre Farbbreite von deutlich [[Getrübte Farbe|gebrochenem Weiß]] über erkennbar (also [[farbstich]]iges) [[Bunte Farbe|buntes]], aber noch [[Farbhelligkeit|helles]] [[Grau]] bis zu [[Warme Farbe|warmen]], wenig [[Farbsättigung|farbsatten]] Farbnuancen. Die [[Farbton|Farbtöne]] reichen vom fast [[Grün|grünen]] [[Gelb]] bis ins [[Rot]]e. Die [[Graustufe]]n haben Werte zwischen 10 % und 30 %, [[Farbsättigung|Sättigungen]] liegen unterhalb von 50 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturfarben ===&lt;br /&gt;
Die Materialeigenschaft &#039;&#039;naturfarben&#039;&#039; wird abweichend vom prinzipiellen Gebrauch in der [[Textil- und Bekleidungsindustrie|Textilverarbeitung]] für das [[Farbstich#Gilb|bräunlich]] gebrochene Weiß der &#039;&#039;[[Rohstoff|Rohware]]&#039;&#039; im Unterschied zur [[Weißgrad|reinweißen]] &#039;&#039;[[Bleichen|gebleichten]] Ware&#039;&#039; benutzt. Das Gleiche gilt für [[Papier]] und [[Kunststoff]]e. In allen drei Branchen wird das [[Färben|ungefärbte]] und ungebleichte, also „natur“belassene Produkt als „naturfarben“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heraldik ===&lt;br /&gt;
In der [[Wappenkunde]] wird die Bezeichnung „naturfarben“ zur Beschreibung von „in natürlich Farben“ [[Blasonierung|blasonierten]] &#039;&#039;[[gemeine Figur|Gemeinen Figuren]]&#039;&#039; verwendet. Er wird mit der &#039;&#039;heraldischen Tinktur&#039;&#039; (einer der Grundfarben [[Purpur (Farbe)|Purpur]], [[Braun]], [[Grau]]), die ihn ersetzen kann, gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbnamen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Palomino.jpg|mini|hochkant|[[Isabelle (Pferd)|Isabelle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safran-Weinviertel Niederreiter 2 Gramm 8285.jpg|mini|Safranfarbene getrocknete Samenfäden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Eigenschaft &#039;&#039;naturfarben&#039;&#039; werden [[Bezeichnung|Farbbezeichnungen]] wie &#039;&#039;Hellgelbgrau&#039;&#039;, &#039;&#039;Graubraun&#039;&#039;, &#039;&#039;Braungrüngrau&#039;&#039; verwendet. Da die Unterscheidung verschiedener [[Nuance]]n der „Naturfarben“ im [[Sprachgebrauch]] nicht sonderlich zielführend und die [[Farbmetrik|farbmetrischen]] Zusammenhänge nicht einfach sind, bedient man sich der Kombination verschiedener Töne oder einer Fülle von [[Trivialname]]n. Es sind Vergleichsnamen, die sich auf weit verbreitete [[Werkstoff|Materialien]] aus der Natur beziehen. Selten allerdings sind die Naturstoffe, auf die Bezug genommen wird, von einer eindeutigen Farbnuance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;eierschale&#039;&#039; (das „unreine“ Weiß eines leicht gefärbten Hühnereis)&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;eierschale&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/eierschalenfarben nach Duden]: Worttrennung: ei|er|scha|len|far|ben/ Bedeutungsübersicht gelblich weiß/ Synonyme zu eierschalenfarben: cremefarben; beige, creme, cremeweiß, elfenbeinfarben, gelblich [weiß], mattgelb, sandfarben; (österreichisch) drapp[farben]/ Betonung: &#039;&#039;&#039;ei&#039;&#039;&#039;erschalenfarben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[#Elfenbein|elfenbein(-farben/-weiß)]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/elfenbeinfarben nach Duden]: Worttrennung: el|fen|bein|far|ben/ Bedeutungsübersicht: von der Farbe des Elfenbeins, gelblich weiß wie Elfenbein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;cremefarben&#039;&#039; ([{{IPA|ˈkrɛm}} oder {{IPA|ˈkreːm}}]), auch als &#039;&#039;cream&#039;&#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;creme&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/cremefarbig Duden]: creme/  Beispiele: ein creme Kleid; in Creme [Regel 72]/ Bedeutungsübersicht mattgelb, gelblich/ Synonyme zu creme cremefarben; beige, cremeweiß, eierschalenfarben, elfenbeinfarben, gelblich [weiß], mattgelb, sandfarben; (österreichisch) drapp[farben]/ Von Duden empfohlene Schreibung: cremefarben, alternative Schreibung: crèmefarben/ Worttrennung: creme|far|ben, crème|far|ben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[teig]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;farben&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Brötchen|semmel]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;braun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[#Sandfarben|sandfarben]]&#039;&#039;: &#039;&#039;sahara&#039;&#039;,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;sand&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/sandfarben nach Duden]: Worttrennung: sand|far|ben/ Verwandte Form: sandfarbig/ Bedeutungsübersicht: beige.&amp;lt;/ref&amp;gt; österreichisch: &#039;&#039;drapp&#039;&#039;(-farben)&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;drapp&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/drappfarben nach Duden]:&lt;br /&gt;
Worttrennung: drapp|far|ben/ Verwandte Form: drapp/ Bedeutungsübersicht: sandfarben (von Stoffen)/ Betonung: drạppfarben/&lt;br /&gt;
Herkunft zu französisch drap, Drap.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;lehmfarben&#039;&#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;sand&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;erdfarben&#039;&#039;, in der ganzen Palette der Brauntöne, etwa &#039;&#039;[[ocker]]&#039;&#039; (gelblich), &#039;&#039;[[Terra di Siena|siena]]&#039;&#039; (neutralbräunlich), &#039;&#039;[[Umbra (Farbe)|umbra]]&#039;&#039; (rotbräunlich) – alle nach natürlichen Vorkommen; vergl. [[Erdfarbe]] und die jeweils rötlichen „gebrannten“ Erden bis hin zu &#039;&#039;[[Mauerziegel|ziegel-/backstein]](-rot)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;holzfarben&#039;&#039;: vorwiegend die heimischen [[Holzart]]en sind zu nennen: &#039;&#039;fichte&#039;&#039;, &#039;&#039;kiefer&#039;&#039;, &#039;&#039;buche&#039;&#039;, &#039;&#039;lärche&#039;&#039;, auch &#039;&#039;nuss&#039;&#039; oder &#039;&#039;kastanie&#039;&#039; nach den Früchten, oder die tatsächliche oder gemeinte Farbe der &#039;&#039;[[Edelholz|Edelhölzer]]&#039;&#039;, von hellen Tönen bis hin zum purpurbraunen &#039;&#039;[[mahagoni]]&#039;&#039; und dem Schwarzton &#039;&#039;[[ebenholz]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[#Falbfarben|falbfarben]]&#039;&#039;, fahlgelb bis hellgraubraun zur Bezeichnung Fellfarbe, besonders der von Pferden (Falben).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Lohfarbe|lohfarben]]&#039;&#039; oder auch mit dem englischen &#039;&#039;tan&#039;&#039; bezeichnet, ein helles Rotbraun, das ursprünglich den Farbton der [[Gerberlohe]]  beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/tan vergl. &amp;quot;tan&amp;quot;] auf Etymonline.com von Douglas Harper, 2023. [[:en:Tan (color)|Tan (color)]] – Eintrag in der englischen Wikipedia  (20.&amp;amp;nbsp;August 2006)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[taupe]]&#039;&#039; (nach dem Maulwurfsfell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vergleichsnamen sind innerhalb eines [[Farbe#Farbbezeichnungen|Farbbenennungssystems]] nicht standardisiert und werden regional unterschiedlich interpretiert. Der Sand als Vorbild für „sandfarben“ ist je nach Eisengehalt der vorliegenden oder individuell vorgestellten Böden mehr oder weniger ins Braune gehend. So können auch andere Farben in der Natur durchaus unterschiedlich beurteilt werden. Die [[Assoziation (Psychologie)|Assoziation]] mit „selbstverständlichen“ Objekten des täglichen Umgangs ist historisch und örtlich äußerst differenziert. In älterer Fachliteratur wurde zum Beispiel &#039;&#039;teigfarben&#039;&#039; deutlich dunkler aufgefasst, was wahrscheinlich einfach darauf zurückzuführen ist, dass noch kein raffiniertes [[Weißmehl]] verwendet wurde. Zum anderen bezog sich der Farbton &#039;&#039;eierschale&#039;&#039; mehr oder wenig ausgeprägt auf die Schale „[[Hühnerei#Farbe|brauner Eier]]“, nicht etwa auf die &#039;&#039;milchweißen&#039;&#039; Exemplare wie heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farbnamen wie &#039;&#039;[[#Beige|beige]]&#039;&#039;, &#039;&#039;[[#Ecru|ecru]]&#039;&#039; (ein Wollweiß), &#039;&#039;[[#Isabellfarben |isabellfarben]]&#039;&#039; sind meist [[Euphemismus|beschönigende]] Bezeichnungen, die sich auf „schmutziges“ Weiß beziehen. Abgesehen von einigen Grundbegriffen sind viele Naturfarbbezeichnungen stark durch die [[Mode]]branche und andere Industriezweige mit ihren jährlichen Designvorgaben bestimmt. Modefarbbezeichnungen für naturfarbene Töne werden heute tendenziell für hellere (edlere), weniger „schmutzige“ Farbnuancen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natürlicher Farbton ===&lt;br /&gt;
Insbesondere kann der Vorsatz „natur-“ oder „naturell-“ den Hinweis auf einen unveränderten Farbton unterstreichen (oder vorgeben). Verwendungen sind etwa „naturblond“, „naturbraun“, „naturellgrau“  oder „naturgrau“.&amp;lt;ref&amp;gt;William Jervis Jones: &#039;&#039;Historisches Lexikon deutscher Farbbezeichnungen&#039;&#039;. Band IV Frühneuhochdeutsch–Neuhochdeutsch L–R, Akademie-Verlag, Berlin 2013, S.&amp;amp;nbsp;1948/1949, ISBN 978-3-05-006322-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beige ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Braun}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Grünbeige&amp;lt;br/&amp;gt;([[RAL-Farbsystem|RAL 1000]])|#CEB673}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Beige ([[RAL-Farbsystem|RAL 1001]])&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;amp;nbsp;|#CEA66B}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Beige (Web: beige)&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;amp;nbsp;|#F5F5DC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe &#039;&#039;Beige&#039;&#039; [{{IPA|ˈbeːʃ}}] umfasst eine Folge von (unbestimmt) warmen, weißlichen Brauntönen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/beige nach Duden]: Worttrennung: beige/ Bedeutungsübersicht:&lt;br /&gt;
die Farbe des Dünensandes aufweisend/ Beispiele: ein beige/beiges [ˈbeːʒəs] Kleid, wir haben die Möbel beige gestrichen/ Synonyme zu beige: cremefarben; creme, cremeweiß, eierschalenfarben, elfenbeinfarben, gelblich [weiß], mattgelb, sandfarben; (österreichisch) drapp[farben]/ Aussprache: [beːʃ] 🔉, [bɛːʃ] 🔉/ Herkunft: französisch beige, Herkunft ungeklärt/ Grammatik:&lt;br /&gt;
Starke Beugung&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort selbst kommt aus dem Französischen und hat sich im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als Synonym für &#039;&#039;naturfarben&#039;&#039; eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe &#039;&#039;Beige&#039;&#039; ist im [[RAL-Farbsystem]] unter der Nummer RAL 1001 verbindlich festgelegt. Daneben gibt es die Nuancen &#039;&#039;Grünbeige&#039;&#039; RAL 1000, &#039;&#039;Braunbeige&#039;&#039; RAL 1011, &#039;&#039;Graubeige&#039;&#039; RAL 1019 und &#039;&#039;Perlbeige&#039;&#039; RAL 1035. Die benannte [[Webfarbe]] ist mit dem Farbcode #F5F5DC definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sandfarben ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sandfarben&#039;&#039; bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch unspezifische rötlich-weiße bis gelblich-weißliche Farbnuancen. Die RAL-[[Farbnuance]] 1002 trägt den Namen &#039;&#039;Sandgelb&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Isabel}} Isabellfarben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isabella Clara Eugenia Spain Albrecht.jpg|mini|Isabella Clara Eugenia von Spanien mit ihrem Gatten, dem Erzherzog Albrecht&amp;amp;nbsp;VII.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &#039;&#039;isabellfarben&#039;&#039; wird eine Farbnuance bezeichnet, die etwa der Farbe eines [[Milchkaffee]]s entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Farbname findet besonders in der Tierzucht Verwendung, um die Fellfarbe von Tieren zu bezeichnen. Beispiele dafür sind [[Isabelle (Pferd)|isabellfarbene Pferde]], die [[Fellfarben der Hunde|Fellzeichnung bestimmter Hunderassen]] und Federzeichnungen verschiedener Vogelarten. Bis zur Mitte der 1950er Jahre wurden Katzen in Brauntönen als isabellfarben geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Farbname soll von der spanischen Prinzessin [[Isabella Clara Eugenia]], der Tochter [[Philipp II. (Spanien)|Philipps&amp;amp;nbsp;II.]] und [[Statthalter]]in der [[Spanische Niederlande|Spanischen Niederlande]], gebildet worden sein. Diese gelobte, dass sie ihr ursprünglich weißes Hemd nicht eher wechseln wolle, bis ihr Ehemann, der Erzherzog [[Albrecht&amp;amp;nbsp;VII. von Habsburg]], die Stadt [[Ostende]], die er 1601 zu belagern begann, erobert habe. Da diese Belagerung bis 1604 drei Jahre, drei Monate und drei Tage dauerte, ist wohl hinsichtlich der Farbe die Aussagekraft der [[Sage]] nicht zu bezweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &#039;&#039;Isabellfarbe&#039;&#039; in [[Meyers Konversationslexikon]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Variante der Legende verbindet das Hemd von [[Isabella I. (Kastilien)|Königin Isabella der Katholischen]] mit der ebenfalls drei Jahre dauernden Belagerung des maurischen [[Granada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ecru ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- voriges #F5CDA6 konnte ich nicht verifizieren, dieser Wert ist aus [[:en:Ecru (colour)]]: {{Farbmuster|Chamois|#EDDCB1}}, dort ohne Beleg {{Farbmuster|Ecru|#CDB891}} ohne Beleg, W!B: --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ecru&#039;&#039; oder eingedeutscht &#039;&#039;Ekrü&#039;&#039; stammt vom französischen Wort &#039;&#039;écru&#039;&#039; für „ungebleicht“, „unbehandelt“. Es bezieht sich auf Roh[[seide]] (auch „Ekrüseide“) und wurde später auf den [[Farbstich|leicht grünen]] Weißton des Stoffes übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Falbfarben ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Falb&#039;&#039; bezog sich ursprünglich auf das Verfärben der Blumen und Bäume, insbesondere bevor diese im Herbst ihr Laub abwerfen. Während es im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch in diesem Sinne gebraucht wurde, etwa bei [[Johann Gottfried Herder|Herder]] ({{&amp;quot;|die blätter falben schon}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot;&amp;gt;Eintrag &#039;&#039;Falben&#039;&#039; in Grimm: &#039;&#039;[[Deutsches Wörterbuch]]&#039;&#039;. [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;lemma=wbgui_py dwb.uni-trier.de online].&amp;lt;/ref&amp;gt;), werden heute eher die Worte &#039;&#039;[[Farbstich#Gilb|vergilben]]&#039;&#039; und &#039;&#039;fahl&#039;&#039; entsprechend genutzt. Erhalten hat es sich als Farbe von Pferden, den [[Falbe (Pferdefarbe)|Falben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chamois ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Chamois&#039;&#039; ist [[französische Sprache|französisch]] und heißt „[[Gämse]]“ ([[mittelhochdeutsch]] &#039;&#039;gamz&#039;&#039;). Darauf bezieht sich wohl die Farbbezeichnung, also „wie ein helles [[Sämischleder]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elfenbein ===&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Hellelfenbein ([[RAL-Farbsystem|RAL&amp;amp;nbsp;1015]])|#E7DBBD}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Elfenbein ([[RAL-Farbsystem|RAL&amp;amp;nbsp;1014]])|#DFCEA1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elfenbein]] ist eine besondere Form der Zahnsubstanz von verschiedenen Tieren, insbesondere vom [[Afrikanischer Elefant|Elefanten]] und von fossilen Stoßzähnen des [[Mammuts]]. Die Substanz unterscheidet sich von menschlichen Zähnen. Noch unter der Haut ist Elfenbein von einem feinen gebrochenen Weiß ähnlich wie Milch, jedoch die durch den Luftkontakt [[Altern|gealterte]] Substanz ist deutlich braungelbstichig. &#039;&#039;Elfenbein&#039;&#039; ist durch RAL 1014 und &#039;&#039;Hellelfenbein&#039;&#039; durch RAL 1015 festgelegt. Bis 2004 war als Farbe für Taxis in Deutschland Hellelfenbein gesetzlich vorgeschrieben. RAL 1013, das ähnliche &#039;&#039;Perlweiß&#039;&#039;, bezieht seinen Namen auf das Pigment [[Bleiweiß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Farbname „Elfenbeinschwarz“ geht auf das [[Beinschwarz]] zurück, einen Farbstoff, der ursprünglich aus unter Luftabschluss geglühtem Elfenbein gewonnen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.manufactum.de/lexicon.html?id=2152 |text=&#039;&#039;Elfenbein&#039;&#039; |wayback=20160322095357}} In: [[Adolf Beythien]], Ernst Dressler (Hrsg.): &#039;&#039;[[Merck’s Warenlexikon]] für Handel, Industrie und Gewerbe.&#039;&#039; 7. Auflage. Gloeckner, Leipzig 1920. (Nachdruck: Manuscriptum, Recklinghausen 1996, ISBN 3-933497-13-2).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Farbdarstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chantische_Sprache&amp;diff=131761</id>
		<title>Chantische Sprache</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chantische_Sprache&amp;diff=131761"/>
		<updated>2025-03-28T09:05:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Possessiv */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache         = Chantisch (Khanty, Ostjakisch, &#039;&#039;Ostyak&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
| Länder          = [[Russland]]&lt;br /&gt;
| Sprecher        = 9.580 (2010)&lt;br /&gt;
| Klassifikation  = * [[Uralische Sprachen|Uralisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Finno-ugrische Sprachen|Finno-ugrisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Ugrisch]]&lt;br /&gt;
*::: [[Obugrisch]]&lt;br /&gt;
| KSprache        = Chantisch&lt;br /&gt;
| Amtssprache     = {{RU-KHM|#}} [[Autonomer Kreis der Chanten und Mansen]] (eingeschränkt)&lt;br /&gt;
| ISO1            = -&lt;br /&gt;
| ISO3            = [https://iso639-3.sil.org/code/kca kca]&lt;br /&gt;
| ISO2            = fiu&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;chantische Sprache&#039;&#039;&#039; ({{kcaS|ханты ясаӈ|de=chanty jasaŋ}}), auch als &#039;&#039;&#039;Khanty&#039;&#039;&#039; oder unter dem Exonym &#039;&#039;&#039;Ostjakisch&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Ostyak&#039;&#039;&#039; bekannt, ist die [[Sprache]] der [[Chanten]] (früher „Ostjaken“), die im Nordwesten von [[Sibirien]] entlang des Flusses [[Ob]] und seiner Seitenarme leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chantisch gehört zum [[obugrisch]]en Zweig der [[Finno-ugrische Sprachen|finno-ugrischen Sprachfamilie]]. Es ist eine überwiegend [[Agglutinierender Sprachbau|agglutinierende]], stark [[Suffix|suffigierende]] [[Subjekt-Objekt-Verb|SOV]]-Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chantisch hatte [[2010]] – bei einer ethnischen Bevölkerung von etwa 20.000 Menschen – noch ca. 9.500 Sprecher, die sich auf mehrere, sich teils sehr stark voneinander unterscheidende [[Dialekt|Hauptmundarten]] aufteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekte ==&lt;br /&gt;
Die chantische Sprache teilt sich in verschiedene [[Dialekt]]e auf, die in drei Hauptgruppen zusammengefasst werden können: die nördlichen, östlichen und südlichen Dialekte. Die meisten Sprecher zählen dabei die nördlichen Dialekte, während die südlichen Dialekte kaum noch verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die nördlichen und die östlichen Mundarten unterscheiden sich so stark, dass die Sprecher sich untereinander nur schwer verstehen können. Hauptunterschiede sind dabei beispielsweise die Anzahl der Kasus und Tempusformen sowie Unterschiede in der Syntax.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phonologie ==&lt;br /&gt;
Die Lautinventare der unterschiedlichen Dialekte können sich stark unterscheiden. Die Mundarten mit den kleinsten Vokalinventaren (z.&amp;amp;nbsp;B. Nizyam, Sherkal und Berezovo) sind im nördlichen Verbreitungsgebiet der Sprache zu finden und unterscheiden insgesamt acht Vokale, wobei jeweils vier kurze und vier lange Laute kontrastieren. Vach, der Dialekt mit dem größten Vokalinventar, unterscheidet dagegen neun, bzw. dreizehn Vokale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Merkmal der Konsonanteninventare sind die [[Retroflex]]e, die in den meisten Dialekten vorkommen. Sie bilden Minimalpaare, wie dieses Beispiel aus dem Vach:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;liis&#039;&#039; „Vogelfalle“ – &#039;&#039;ɭiis&#039;&#039; „locker“&lt;br /&gt;
Im Chantischen gibt es keinen Kontrast zwischen stimmhaften und stimmlosen Lauten, Palatalisierung kann dagegen kontrastierend sein, z.&amp;amp;nbsp;B. im Vach oder Kazym.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grammatik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nomen ===&lt;br /&gt;
Am Nomen werden [[Numerus]], [[Possessiv|Possession]] (Besitz) und [[Kasus]] markiert. Da Chantisch eine überwiegend agglutinierende Sprache ist, erhält jedes Merkmal ein eigenes Suffix.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Numerus ====&lt;br /&gt;
Es werden [[Singular]], [[Plural]] und [[Dual (Grammatik)|Dual]] unterschieden. Dabei ist der Singular meistens unmarkiert, kann aber durch ein [[Zahlwort|Numeral]] extra betont werden, z.&amp;amp;nbsp;B. wenn man auf einen Teil eines inhärent dualen Objekts verweisen möchte: &#039;&#039;se:m pelek&#039;&#039; (&#039;&#039;ein Auge&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Numerusflexion für einfache Nomen (Obdorsk)&lt;br /&gt;
!SG&lt;br /&gt;
!DU&lt;br /&gt;
!PL&lt;br /&gt;
!Übersetzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|xo:t&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋən&lt;br /&gt;
|xoːt-ə-t&lt;br /&gt;
|Haus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ku:sa&lt;br /&gt;
|ku:sa:j-ŋən&lt;br /&gt;
|kuːsaːj-ə-t&lt;br /&gt;
|Meister&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|e:wi&lt;br /&gt;
|e:we:-ŋən&lt;br /&gt;
|e:we:-t&lt;br /&gt;
|Mädchen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kasus ====&lt;br /&gt;
Die Anzahl der [[Kasus]] variiert zwischen den Dialekten deutlich. Während der nördliche Dialekt Obdorsk nur drei Kasus (Nominativ, Lokativ, Translativ) zählt, unterscheidet der östliche Dialekt Vach zehn Kasus. In allen Mundarten findet man aber den Nominativ und mindestens einen [[Lokalkasus]], wobei der Nominativ meistens unmarkiert ist.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Kasus im Obdorsk&lt;br /&gt;
xo:t – &#039;&#039;Haus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!Kasus&lt;br /&gt;
!Suffix&lt;br /&gt;
!Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nominativ&lt;br /&gt;
|unmarkiert&lt;br /&gt;
|xo:t&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lokativ&lt;br /&gt;
| -na&lt;br /&gt;
|xo:t-na&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Translativ&lt;br /&gt;
| -ji bzw. -Ci&lt;br /&gt;
|ku:sa:-ji, aber xo:t-ti&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Kasus im Tremjugan/Tromagan&lt;br /&gt;
kååt – &#039;&#039;Haus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!Kasus&lt;br /&gt;
!Suffix&lt;br /&gt;
!Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nominativ]]&lt;br /&gt;
|unmarkiert&lt;br /&gt;
|kååt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lativ]]&lt;br /&gt;
| -aa&lt;br /&gt;
|kååt-aa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Approximativ&lt;br /&gt;
| -naam&lt;br /&gt;
|kååt-naam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lokativ]]&lt;br /&gt;
| -nə&lt;br /&gt;
|kååt-nə&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ablativ]]&lt;br /&gt;
| -ii&lt;br /&gt;
|kååt-ii&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Instruktiv]]&lt;br /&gt;
| -aat&lt;br /&gt;
|kååt-aat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Komitativ]]&lt;br /&gt;
| -naat&lt;br /&gt;
|kååt-naat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Abessiv]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;-ɬəɣ&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|kååt-ɬəɣ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Expletiv&lt;br /&gt;
| -ptii&lt;br /&gt;
|kååt-ptii&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Translativ]]&lt;br /&gt;
| -ɣə&lt;br /&gt;
|kååt-ɣə&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Possessiv ====&lt;br /&gt;
Bei [[Possessiv]]formen wird sowohl der Numerus des Besitzers als auch der des Besessenen markiert. Die phonologische Form der Numerusaffixe unterscheidet sich dabei von den nicht-possessiven Formen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Possessivformen für Nomina (Obdorsk)&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Besitz&lt;br /&gt;
!SG&lt;br /&gt;
!DU&lt;br /&gt;
!PL&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Besitzer&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |SG&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|xo:t-e:m&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-am&lt;br /&gt;
|xo:t-l-am&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|xo:t-e:n&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-an&lt;br /&gt;
|xo:t-l-an&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|xo:t-l&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-al&lt;br /&gt;
|xo:t-l-al&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |DU&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|xo:t-e:mən&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-mən&lt;br /&gt;
|xo:t-l-ə-mən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|xo:t-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|xo:t-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |PL&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|xo:t-e:w&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-uw&lt;br /&gt;
|xo:t-l-uw&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|xo:t-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|xo:t-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|xo:t-e:l&lt;br /&gt;
|xo:t-ŋil-al&lt;br /&gt;
|xo:t-l-al&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pronominalsystem ====&lt;br /&gt;
Die chantische Sprache weist ein reichhaltiges Pronominalsystem auf. Es werden [[Personalpronomen]], [[Possessiv]]pronomen, [[Demonstrativpronomen]], [[Reziprokpronomen]], [[Interrogativpronomen]] und [[Indefinitpronomen]] verwendet. Das Kasussystem der Pronomen unterscheidet sich von dem der Nomen. Die Unterschiede variieren je nach Dialekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit ist, dass Reflexivität ohne [[Reflexivpronomen]] ausgedrückt werden kann. Für die reflexive Interpretation eines Satzes werden die üblichen Personalpronomen in bestimmten syntaktischen Kontexten verwendet, zum Beispiel im Zusammenhang mit [[Differenzielle Objektmarkierung|differenzieller Objektmarkierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verben ===&lt;br /&gt;
Im Chantischen sind alle Verben mit Numerus und Person des [[Subjekt (Grammatik)|Subjekts]] kongruent. Außerdem können [[Transitivität (Grammatik)|transitive Verben]] auch Objektkongruenz aufweisen. Die Affixfolge wäre in diesem Fall wie folgt:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stamm-Tempus-(Passiv)-Objektnumerus-Subjektkongruenz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Konjugation bei Subjektkongruenz&lt;br /&gt;
we:r – &#039;&#039;machen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!SG&lt;br /&gt;
!DU&lt;br /&gt;
!PL&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-m&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-mən&lt;br /&gt;
|we:r-l-uw&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-n&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-tən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ti&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|we:r-l&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-nən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-t&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Konjugation bei Objektkongruenz&lt;br /&gt;
we:r – &#039;&#039;machen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Objekt&lt;br /&gt;
!SG&lt;br /&gt;
!DU&lt;br /&gt;
!PL&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Subjekt&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |SG&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|we:r-l-e:m&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-am&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-am&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|we:r-l-e:n&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-an&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-an&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-lli&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-li&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-lli&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |DU&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|we:r-l-e:mən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-mən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-ə-mən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-ə-llən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-ə-llən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |PL&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|we:r-l-e:w&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-uw&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-uw&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-lən&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-ə-llən&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|we:r-l-e:l&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-ŋil-al&lt;br /&gt;
|we:r-l-ə-l-al&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tempus ====&lt;br /&gt;
Die Anzahl der [[Tempus]]formen variiert je nach Dialekt. Die geringste Anzahl findet man u.&amp;amp;nbsp;a. im Obdorsk, das zwei synthetische Tempora (Vergangenheit und Nicht-Vergangenheit) sowie eine analytische Tempusform (Futur) aufweist. Die weiteren Tempusformen der anderen Dialekte haben meistens noch weitere analytische Formen, beispielsweise ein Perfekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aspekt ====&lt;br /&gt;
In der chantischen Sprache gibt es verschiedene derivationelle und analytische Verbformen, die [[Aspekt (Linguistik)|Aspekt]] ausdrücken. Besonders häufig ist dabei der Stativ, der den aus vorhergehender Aktion resultierenden Zustand eines Diskursreferenten beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Modus ====&lt;br /&gt;
Im Chantischen gibt es folgende Modi:&lt;br /&gt;
* [[Indikativ]] (unmarkiert)&lt;br /&gt;
* [[Konjunktiv]]&lt;br /&gt;
* [[Imperativ (Modus)|Imperativ]]&lt;br /&gt;
* [[Evidentialität|Evidential]]&lt;br /&gt;
* [[Adhortativ]]&lt;br /&gt;
* [[Optativ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Passiv ====&lt;br /&gt;
[[Diathese (Linguistik)|Passive]] Verbformen werden durch ein Affix markiert. Eine Besonderheit ist, dass es diese Markierung auch an [[Intransitivität (Grammatik)|intransitiven]] Verben geben kann.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Passivmarkierung an intransitivem Verb&lt;br /&gt;
|kul&#039;na joxət-s-a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Teufel-LOC kommen-PAST-PAS.3SG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Der Teufel kam zu ihm.“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Passivkonjugation im Obdorsk&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!SG&lt;br /&gt;
!DU&lt;br /&gt;
!PL&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!1.&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-ə-m&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-mən&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-uw&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2.&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-ə-n&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-tən&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-ti&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!3.&lt;br /&gt;
|we:r-l-a&lt;br /&gt;
|we-l-a:j-ŋən&lt;br /&gt;
|we:r-l-a:j-ə-t&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nicht-finite Verbformen ====&lt;br /&gt;
Im Chantischen werden folgende nicht-finite Verbformen verwendet:&lt;br /&gt;
* [[Infinitiv]]&lt;br /&gt;
* imperfektives Partizip&lt;br /&gt;
* perfektives Partizip&lt;br /&gt;
* [[Konverb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfache Sätze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wortstellung ===&lt;br /&gt;
Das Chantische ist eine [[Subjekt-Objekt-Verb|SOV-Sprache]], wobei besonders die satzfinale Verbposition strikt eingehalten wird. Wortstellungsfreiheit ist in den Dialekten ansonsten unterschiedlich ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die Informationsstruktur kann die Wortstellung beeinflussen. Dabei steht das [[Topik (Linguistik)|Topik]] immer satzinitial und der [[Fokus (Linguistik)|Fokus]] an direkt präverbaler Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Differenzielle Objektmarkierung ===&lt;br /&gt;
[[Transitivität (Grammatik)|Transitive Verben]] können im Chantischen optional auch den [[Numerus]] des [[Objekt (Grammatik)|Objekts]] markieren. Dabei gibt es keine strikten Regeln für die Auslösung der Objektkongruenz. Es zeichnen sich aber Tendenzen ab, dass einige Phänomene verstärkt [[differenzielle Objektmarkierung]] (DOM) auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören beispielsweise spezifische Objekte, wie z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Nominalphrase]]n mit Possessiv- oder Personalpronomen. Auch können bestimmte syntaktische Eigenschaften DOM auslösen. Die strukturelle Position des Objekts kann ebenfalls eine Rolle spielen: Steht das Objekt außerhalb der [[Verbalphrase]], tritt verstärkt DOM auf. Zuletzt scheint auch die Informationsstruktur einen Einfluss zu haben: Steht das Objekt nicht im Fokus oder ist es das sekundäre Topik, wird ebenfalls häufig Objektkongruenz ausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Funktion der differenziellen Objektmarkierung im Chantischen ist es, Reflexivität auszudrücken. Da es keine [[Reflexivpronomen]] gibt, kann beispielsweise die Objektkongruenz am Verb eine reflexive Interpretation der Verbalphrase bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Negation ===&lt;br /&gt;
Anders als in anderen uralischen Sprachen gibt es im Chantischen kein Negationsverb. Stattdessen erfolgt [[Negation (Grammatik)|Negation]] durch eine Partikel, die meistens direkt vor dem Verb steht.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|tami naŋ ke:se:n ant u:l&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|dieses dein Messer-2SG NEG sein-NPAST-2SG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist nicht dein Messer.“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Bei kontrastierender Negation steht die Negationspartikel direkt vor dem negierten Element.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|ma juwan wa:nsəm anta pe:tra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ich Johannes sehen-PAST-EP-1SG NEG Peter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Ich sah Johannes, nicht Peter.“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pro-Drop ===&lt;br /&gt;
Im Chantischen kann das Subjekt weggelassen werden, solange es im Kontext [[Salienz|salient]] ist und das [[Topik (Linguistik)|Topik]] unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es ein salientes Objekt gibt, mit dem das Verb im Satz [[Kongruenz (Grammatik)|kongruiert]], muss das Objekt selbst ebenfalls nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lexik ==&lt;br /&gt;
Chantische Zahlen im Vergleich zum Ungarischen:&lt;br /&gt;
{| border = 0 width = 50%&lt;br /&gt;
|#&lt;br /&gt;
|Chantisch&lt;br /&gt;
|Ungarisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;yit, yiy&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|egy&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;katn, kat&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|kettő, két&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;xutəm&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|három&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;nyatə&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|négy&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;wet&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|öt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;xut&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|hat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;tapət&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|hét&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;nəvət&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|nyolc&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;yaryaŋ&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|kilenc&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;yaŋ&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|tíz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;xus&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|húsz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;xutəmyaŋ&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|harminc&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;sot&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|száz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daniel Abondolo: &#039;&#039;Khanty.&#039;&#039; In: Daniel Abondolo (Hrsg.): &#039;&#039;The Uralic Languages,&#039;&#039; Routledge, London 1998, S.&amp;amp;nbsp;358–386. &lt;br /&gt;
* Andrey Yury Filchenko: &#039;&#039;A grammar of Eastern Khanty.&#039;&#039; UMI, Ann Arbor 2007.&lt;br /&gt;
* Irina Nikolaeva: &#039;&#039;Ostyak&#039;&#039; (= &#039;&#039;Languages of the World/Materials.&#039;&#039; 305). Lincom Europa, München 1999.&lt;br /&gt;
* Irina Nikolaeva: &#039;&#039;Object Agreement, Grammatical Relations and Information Structure.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Studies in Language.&#039;&#039; 23 (2),  1999, S.&amp;amp;nbsp;331–376.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Steinitz]]: &#039;&#039;Ostjakische Grammatik und Chrestomathie.&#039;&#039; Mit Wörterverzeichnis. 2., verb. Auflage. Harrassowitz, Leipzig 1950.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Steinitz: &#039;&#039;Ostjakologische Arbeiten.&#039;&#039; In: Gert Sauer und Renate Steinitz (Hrsg.): &#039;&#039;Beiträge zur Sprachwissenschaft und Ethnographie.&#039;&#039; Band I–IV. Akadémiai Kiadó/Akademie-Verlag, Budapest/Berlin 1980.&lt;br /&gt;
* Anna Volkova, Eric Reuland: &#039;&#039;Reflexivity without Reflexives.&#039;&#039; In: &#039;&#039;The Linguistic Review.&#039;&#039; 31 (3–4), 2014, S.&amp;amp;nbsp;587–633.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Incubator|Wp/kca|Chantisch}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle |autor=kaltric |url=http://kaltric.de/mat/matlingu/objectkhanty |titel=Case marker and direct object in Khanty |werk=kaltric.de |datum=2008-10-26 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090804092555/http://kaltric.de/mat/matlingu/objectkhanty |archiv-datum=2009-08-04 |abruf=2019-11-05 |abruf-verborgen=1 |sprache=en |offline=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=kaltric |url=http://kaltric.de/mat/matlingu/pronkhanty/ |titel=Pronouns in Eastern and Northern Khanty |werk=kaltric.de |datum=2008-11-09 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090804092523/http://kaltric.de/mat/matlingu/pronkhanty/ |archiv-datum=2009-08-04 |abruf=2019-11-05 |abruf-verborgen=1 |sprache=en |offline=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ethnologue.com/language/kca Ethnologue-Report über Chantisch]&lt;br /&gt;
* [https://wals.info/languoid/lect/wals_code_kty WALS-Eintrag zu Khanty] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finno-ugrische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bedrohte Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Potenzmethode&amp;diff=436374</id>
		<title>Potenzmethode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Potenzmethode&amp;diff=436374"/>
		<updated>2025-03-20T16:25:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Beweis der Konvergenz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Potenzmethode&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vektoriteration&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Von-Mises-Iteration&#039;&#039;&#039; (nach [[Richard von Mises]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;VonMises&amp;quot;&amp;gt;R. von Mises und H. Pollaczek-Geiringer, &#039;&#039;Praktische Verfahren der Gleichungsauflösung&#039;&#039;, ZAMM - Zeitschrift für Angewandte Mathematik und Mechanik 9, 152–164 (1929).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Numerische Mathematik|numerisches Verfahren]] zur Berechnung des betragsgrößten [[Eigenwert]]es und des dazugehörigen Eigenvektors einer [[Matrix (Mathematik)|Matrix]]. Der Name kommt daher, dass Matrixpotenzen &amp;lt;math&amp;gt;A^kx&amp;lt;/math&amp;gt; gebildet werden, wesentlicher Aufwand sind also [[Matrix-Vektor-Produkt]]e. Deswegen ist das Verfahren insbesondere für [[Dünnbesetzte Matrix|dünnbesetzte Matrizen]] geeignet. Eine direkte Verallgemeinerung zur Berechnung mehrerer betragsgrößter Eigenwerte [[Dünnbesetzte Matrix|dünnbesetzter Matrizen]] ist die [[Unterraumiteration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Potenzmethode lässt sich als nicht-optimales [[Krylow-Unterraum-Verfahren]] interpretieren, welches nur den jeweils letzten berechneten Vektor zur Eigenwertnäherung verwendet. Die Potenzmethode ist hinsichtlich der [[Konvergenzgeschwindigkeit]] den anderen Krylow-Raum-Verfahren, wie etwa dem Verfahren von [[Lanczos-Verfahren|Lanczos]] oder dem Verfahren von [[Arnoldi-Verfahren|Arnoldi]] unterlegen. Dafür schneidet die Potenzmethode hinsichtlich der [[Stabilität (Numerik)|Stabilitätsanalyse]] besser ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilkinson&amp;quot;&amp;gt;J. H. Wilkinson, &#039;&#039;The Algebraic Eigenvalue Problem&#039;&#039;, Oxford University Press (1965).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Algorithmus ==&lt;br /&gt;
=== Motivation ===&lt;br /&gt;
Aus der [[Stochastik]] abgeleitet gibt es folgenden naiven Ansatz zur Eigenwertberechnung:&lt;br /&gt;
Betrachtet man einen [[Wahrscheinlichkeitsvektor|stochastischen Startvektor]] &amp;lt;math&amp;gt;v_0&amp;lt;/math&amp;gt; und eine [[Stochastische Matrix|spaltenstochastische Matrix]]  &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt;, dann ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer [[Markow-Kette]] zum Zeitpunkt &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; genau &amp;lt;math&amp;gt;v_t=Sv_{t-1}&amp;lt;/math&amp;gt;. Falls nun die &amp;lt;math&amp;gt;v_t&amp;lt;/math&amp;gt; gegen einen Vektor &amp;lt;math&amp;gt;v&amp;lt;/math&amp;gt; konvergieren, so ist &amp;lt;math&amp;gt;Sv=v&amp;lt;/math&amp;gt; und wir haben eine vom Anfangszustand unabhängige [[stationäre Verteilung]] und damit auch einen Eigenvektor zum Eigenwert 1 gefunden. Formal ist also &amp;lt;math&amp;gt;v=\lim_{i \rightarrow \infty}S^iv_0&amp;lt;/math&amp;gt;, es wurden Matrixpotenzen gebildet. Dieses Verfahren lässt sich nun für beliebige Matrizen verallgemeinern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeiner Algorithmus ===&lt;br /&gt;
Gegeben sei eine [[quadratische Matrix]] &amp;lt;math&amp;gt;A\in\mathbb{C}^{n\times n}&amp;lt;/math&amp;gt; und ein Startvektor &amp;lt;math&amp;gt;r_0\in\mathbb{C}^n&amp;lt;/math&amp;gt;. Der Algorithmus approximiert den betragsmäßig größten Eigenwert &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; unter der Voraussetzung, dass der Eigenwert [[halbeinfach]] ist und sein Betrag strikt größer als der aller anderen Eigenwerte. Zudem sei der Startvektor nicht [[orthogonal]] zum Eigenraum von &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1&amp;lt;/math&amp;gt;. In jedem [[Iteration|Iterationsschritt]] wird die [[Matrix (Mathematik)|Matrix]] &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; auf die aktuelle Näherung &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; angewandt und dann [[Norm (Mathematik)|normiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r_{k+1}= \frac{Ar_k}{\Vert Ar_k \Vert}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder in geschlossener Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r_{k+1}= \frac{A^{k+1}r_0}{\Vert A^{k+1}r_0 \Vert}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vektor|Vektoren]] &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; konvergieren gegen einen [[Eigenvektor]] zum betragsgrößten Eigenwert, sofern dieser Eigenwert [[Halbeinfacher Eigenwert|halbeinfach]] ist und alle anderen Eigenwerte einen echt kleineren Betrag haben. Es existiert also ein Index &amp;lt;math&amp;gt; d &amp;lt;/math&amp;gt;, so dass für die Eigenwerte gilt &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1= \ldots = \lambda_d&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda_d| &amp;gt; |\lambda_{d+1}|\geq\ldots\geq|\lambda_n|&amp;lt;/math&amp;gt;. Hierbei ist &amp;lt;math&amp;gt; d &amp;lt;/math&amp;gt; die geometrische (und algebraische) Vielfachheit des Eigenwerts &amp;lt;math&amp;gt; \lambda_1 &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zum Vektor &amp;lt;math&amp;gt; r_k &amp;lt;/math&amp;gt; gehörende approximierte Eigenwert kann auf zwei Arten berechnet werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bildet man die Skalare &amp;lt;math&amp;gt;\theta_k=\frac{\langle r_k,\,A r_k\rangle}{\langle r_k,\, r_k\rangle}=\frac{\langle r_k,\,A r_k\rangle}{\Vert r_k \Vert_2^2}&amp;lt;/math&amp;gt; (den sogenannten [[Rayleigh-Quotient]]en), so konvergiert &amp;lt;math&amp;gt;\theta_k&amp;lt;/math&amp;gt; gegen &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1&amp;lt;/math&amp;gt;. Dies folgt direkt aus der Konvergenz von &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; gegen einen Eigenvektor.&lt;br /&gt;
# Ist man nicht am Vorzeichen des Eigenwertes interessiert, so bietet sich ein einfacher Ansatz an: Da &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; gegen einen Eigenvektor konvergiert und in jedem Schritt auf 1 normiert wird, konvergiert &amp;lt;math&amp;gt;\Vert Ar_k \Vert&amp;lt;/math&amp;gt; gegen &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda_1|&amp;lt;/math&amp;gt; (unabhängig von der verwendeten Norm).&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;A = VJV^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt; die Darstellung der [[Quadratische Matrix|quadratischen Matrix]] in der [[Jordansche Normalform|jordanschen Normalform]], dann ergibt sich daraus &amp;lt;math&amp;gt;A^k = (VJV^{-1})^k = VJ^kV^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt;, also &amp;lt;math&amp;gt;A^kV = VJ^k&amp;lt;/math&amp;gt;. Ist nun &amp;lt;math&amp;gt;x = V\tilde{x} \in \mathbb{C}&amp;lt;/math&amp;gt; ein zufälliger Vektor, dann gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;A^kx = A^kV \tilde{x} = VJ^k \tilde{x} = \sum_{i=1}^n v_i \lambda_i^k \tilde{x}_i&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausklammern eines konstanten Faktors ergibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;A^kx = \lambda_1^k \sum_{i=1}^n v_i \left(\frac{\lambda_i}{\lambda_1}\right)^k \tilde{x}_i&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt &amp;lt;math&amp;gt;\lim_{k\to\infty} \left(\frac{\lambda_i}{\lambda_1}\right)^k = 0&amp;lt;/math&amp;gt; für jedes &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;gt;1&amp;lt;/math&amp;gt; und für große &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt;A^kx&amp;lt;/math&amp;gt; und damit &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; fast [[Parallelität (Geometrie)|parallel]] zu &amp;lt;math&amp;gt;(\lambda_1/|\lambda_1|)^kv_1&amp;lt;/math&amp;gt;, da nach Voraussetzung &amp;lt;math&amp;gt;\tilde{x}_1 \neq 0&amp;lt;/math&amp;gt; (was z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine zufällige Wahl des Vektors sichergestellt werden kann). Somit konvergiert &amp;lt;math&amp;gt;r_k&amp;lt;/math&amp;gt; gegen einen normierten Eigenvektor zum Eigenwert &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Grundlagen der Numerischen Mathematik und des Wissenschaftlichen Rechnens |Autor=Martin Hanke-Bourgeois |Verlag=Vieweg+Teubner Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-8348-0708-3 |Fundstelle=S. 218ff |Online={{Google Buch|BuchID=KdojBAAAQBAJ|Seite=218}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cornell University: [https://www.cs.cornell.edu/~bindel/class/cs6210-f16/lec/2016-10-17.pdf Power iteration].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beweis der Konvergenz ==&lt;br /&gt;
Wir geben hier einen Beweis unter der Annahme, dass die Matrix &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; diagonalisierbar ist. Der Beweis für den nichtdiagonalisierbaren Fall läuft analog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[O.B.d.A.]] seien die Eigenwerte wie oben angeordnet. Sei &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Basiswechselmatrix]] zur Matrix &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt;. Dann ist &amp;lt;math&amp;gt;A^k=VD^kV^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt; wobei &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; nach Voraussetzung eine Diagonalmatrix ist, welche die Eigenwerte enthält.&lt;br /&gt;
Sei nun &amp;lt;math&amp;gt; v_1,\ldots, v_n &amp;lt;/math&amp;gt; eine Basis aus Eigenvektoren (die Spaltenvektoren von &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt;) und &amp;lt;math&amp;gt;r_0&amp;lt;/math&amp;gt; ein Startvektor mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r_0=\sum_{i=1}^n \beta_i v_i \quad \text{mit} \; \beta_1v_1 + \ldots + \beta_dv_d \neq 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\displaystyle&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
A^kr_0 &amp;amp;= VD^kV^{-1}r_0 \\&lt;br /&gt;
      &amp;amp;= VD^k(\beta_1e_1+\ldots+\beta_ne_n) \\&lt;br /&gt;
      &amp;amp;= \lambda_1^kV\left(\beta_1e_1+\ldots+\beta_de_d+ \sum_{i=d+1}^n\left(\frac{\lambda_i}{\lambda_1}\right)^ke_i\right) \\&lt;br /&gt;
      &amp;amp;= \lambda_1^k\bigg(\beta_1v_1+\ldots+\beta_dv_d+ \underbrace{ \sum_{i=d+1}^n \left( \frac{\lambda_i}{\lambda_1} \right)^kv_i}_{\to 0 \text{ für } k \to \infty} \bigg),&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nach Voraussetzung gilt, dass &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{|\lambda_i|}{|\lambda_1|}&amp;lt;1&amp;lt;/math&amp;gt; für &amp;lt;math&amp;gt;i\geq d+1&amp;lt;/math&amp;gt;. Wegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\lim_{k \to \infty}\lambda_1^k=&lt;br /&gt;
\begin{cases}&lt;br /&gt;
\pm \infty  &amp;amp;\;\text{für}\; |\lambda_1|&amp;gt;1\\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp;\;\text{für}\; |\lambda_1|&amp;lt;1&lt;br /&gt;
\end{cases}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird in jedem Schritt die Normierung des Vektors auf 1 durchgeführt. Die oben angegebene Bedingung an den Startvektor besagt, dass er einen Nichtnullanteil in Richtung des Eigenvektors haben muss. Dies ist aber meist nicht einschränkend, da sich diese Bedingung durch [[Rundungsfehler]] in der Praxis oftmals von alleine ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konvergenzgeschwindigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poweriteration speed.jpg|mini|Konvergenzgeschwindigkeit der Potenzmethode für die Matrizen A (blau) und B (grün). Es ist jeweils &amp;lt;math&amp;gt;\Vert r_k-e \Vert_\infty&amp;lt;/math&amp;gt; gegen die Anzahl der Iterationsschritte aufgetragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der häufigen starken Voraussetzung, dass der Eigenwert einfach, betragsmäßig einfach und gut separiert ist, konvergieren sowohl die Eigenwertnäherungen als auch die Eigenvektornäherungen linear mit der Konvergenzgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda_2|/|\lambda_1|&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei die Eigenwerte dem Betrage nach abfallend sortiert angenommen werden, &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda_1|&amp;gt;|\lambda_2|\geq\ldots\geq|\lambda_n|&amp;lt;/math&amp;gt;. Diese Voraussetzung ist zum Beispiel nach dem [[Satz von Perron-Frobenius]] bei Matrizen mit positiven Einträgen erfüllt.&lt;br /&gt;
Des Weiteren haben noch Jordanblöcke einen Einfluss auf die Konvergenzgeschwindigkeit. Betrachte dazu als Beispiel die Matrizen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; A=&lt;br /&gt;
\begin{pmatrix} &lt;br /&gt;
1 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0     &amp;amp; 0  \\ &lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0{,}8 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0  \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0{,}8 &amp;amp; 0  \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0     &amp;amp; 0{,}8&lt;br /&gt;
\end{pmatrix} &lt;br /&gt;
\quad\text{mit}\quad&lt;br /&gt;
A^n=&lt;br /&gt;
\begin{pmatrix} &lt;br /&gt;
1 &amp;amp; 0       &amp;amp; 0       &amp;amp; 0    \\ &lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0{,}8^n &amp;amp; 0       &amp;amp; 0    \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0       &amp;amp; 0{,}8^n &amp;amp; 0    \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0       &amp;amp; 0       &amp;amp; 0{,}8^n&lt;br /&gt;
\end{pmatrix} &lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; B=&lt;br /&gt;
\begin{pmatrix} &lt;br /&gt;
1 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0     &amp;amp; 0  \\ &lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0{,}8 &amp;amp; 1     &amp;amp; 0  \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0{,}8 &amp;amp; 1  \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0     &amp;amp; 0     &amp;amp; 0{,}8&lt;br /&gt;
\end{pmatrix} &lt;br /&gt;
\quad\text{mit}\quad&lt;br /&gt;
B^n=&lt;br /&gt;
\begin{pmatrix} &lt;br /&gt;
1 &amp;amp;   0     &amp;amp;         0           &amp;amp; 0                                  \\ &lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 0{,}8^n &amp;amp; n \cdot 0{,}8^{n-1} &amp;amp; \tfrac{n(n-1)}{2}\cdot 0{,}8^{n-2} \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp;   0     &amp;amp;         0{,}8^n     &amp;amp;      n\cdot 0{,}8^{n-1}            \\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp;   0     &amp;amp;             0       &amp;amp;             0{,}8^n&lt;br /&gt;
\end{pmatrix} &lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide haben den Eigenvektor &amp;lt;math&amp;gt;e=(1,0,0,0)^T&amp;lt;/math&amp;gt; zum betragsgrößten Eigenwert &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_1=1&amp;lt;/math&amp;gt; und die Separation der Eigenwerte ist &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda_2 / \lambda_1|=0{,}8&amp;lt;/math&amp;gt;. Unter Verwendung der [[Maximumsnorm]] &amp;lt;math&amp;gt;\|x\|_{\infty} := \max(|x_1|, \ldots , |x_n|)&amp;lt;/math&amp;gt; und des Startvektors &amp;lt;math&amp;gt;r_0=(1,1,1,1)^T&amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert die Matrix &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; mit linearer Konvergenzgeschwindigkeit, während die Matrix &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; erst nach ca. 60 Iterationsschritten ein brauchbares Ergebnis liefert (vergleiche Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da zur Berechnung des Gleichgewichtszustandes großer [[Markow-Kette]]n nur der Eigenvektor zum betragsgrößten Eigenwert bestimmt werden muss, kann hierfür die Potenzmethode verwendet werden, wie bereits im Abschnitt „Motivation“ beschrieben wurde. Insbesondere kann hier auf die Normierung in jedem Rechenschritt verzichtet werden, da die betrachtete Matrix [[Stochastische Matrix|stochastisch]] ist und damit die Betragsnorm des stochastischen Vektors erhält. Ein Beispiel dafür ist die Berechnung der [[PageRank]]s eines großen [[Gerichteter Graph|gerichteten Graphen]] als betragsgrößten Eigenvektor der [[Google-Matrix]]. Insbesondere sind bei der Google-Matrix die Eigenwerte gut separiert, sodass eine schlechte Konvergenzgeschwindigkeit ausgeschlossen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nlp.stanford.edu/pubs/secondeigenvalue.pdf &#039;&#039;The Second Eigenvalue of the Google Matrix&#039;&#039; ]. Website der Stanford University&lt;br /&gt;
. Abgerufen am 30. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat man einen Eigenwert &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; ausgerechnet, kann man das Verfahren auf die Matrix &amp;lt;math&amp;gt;A-\lambda V&amp;lt;/math&amp;gt; anwenden, um ein weiteres Eigenwert-Eigenvektor-Paar zu bestimmen. Hierbei sei &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; das [[Kronecker-Produkt]] des Eigenvektors zum jeweiligen Eigenwert &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; mit sich selbst. Dabei wird vorausgesetzt, dass &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; unitär diagonalisierbar ist. &amp;lt;math&amp;gt;A-\lambda V&amp;lt;/math&amp;gt; erhält dabei alle Eigenwerte von &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; mit Ausnahme von &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; (&amp;lt;math&amp;gt;\lambda=0&amp;lt;/math&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es die [[inverse Iteration]], bei der das Verfahren auf &amp;lt;math&amp;gt;(A-\lambda I)^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt; angewandt wird, indem in jedem Schritt lineare Gleichungssysteme gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche mit anderen Krylowraum-Verfahren ==&lt;br /&gt;
Die Potenzmethode ist den anderen [[Krylowraum]]-Verfahren sehr ähnlich. Es finden sich die typischen Bestandteile der komplexeren Verfahren wieder, so etwa die Normierung der konstruierten Basisvektoren, die Erweiterung des Krylowraumes und die Berechnung von (Elementen von) Projektionen im letzten Schritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans R. Schwarz, Norbert Köckler: &#039;&#039;Numerische Mathematik.&#039;&#039; 5. Auflage. Teubner, Stuttgart 2004, ISBN 3-519-42960-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Peter Knabner]], [[Wolf Barth (Mathematiker)|Wolf Barth]] | Titel=Lineare Algebra | Reihe=Springer-Lehrbuch |TitelErg=Grundlagen und Anwendungen|Auflage= | Verlag=Springer| Ort=Berlin| Jahr=2012| ISBN=978-3-642-32185-6 }}&lt;br /&gt;
* Josef Stoer, [[Roland Bulirsch]]: &#039;&#039;Numerische Mathematik 2.&#039;&#039; 5. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2005, ISBN 978-3-540-23777-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numerische lineare Algebra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Syrischer_Halbesel&amp;diff=2643735</id>
		<title>Syrischer Halbesel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Syrischer_Halbesel&amp;diff=2643735"/>
		<updated>2025-03-20T09:35:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Aussterben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Syrischer Halbesel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Equus hemionus hemippus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Unterart&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Isidore Geoffroy Saint-Hilaire|I. Geoffroy]], 1855&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Asiatischer Esel&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Equus hemionus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Pferde&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Equus&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Pferde&lt;br /&gt;
| Taxon4_LinkName  = Equidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Equidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Unpaarhufer&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Perissodactyla&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = SyrianWildAss-London Zoo.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Syrischer Halbesel im Zoo London, Foto von 1872&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Syrische Halbesel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Equus hemionus hemippus&#039;&#039;), auch als &#039;&#039;&#039;Syrischer Onager&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Syrischer Wildesel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hemippe&#039;&#039;&#039; oder lokal als &#039;&#039;&#039;Achdari&#039;&#039;&#039; bezeichnet, ist eine ausgestorbene Unterart des [[Asiatischer Esel|Asiatischen Esels]] (&#039;&#039;Equus hemionus&#039;&#039;). Er gilt als kleinste Form der modernen [[Equidae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PSM V37 D647 Syrian hemippus.jpg|links|miniatur|hochkant|Illustration aus dem Jahr 1890]]&lt;br /&gt;
Der Syrische Halbesel erreichte eine Schulterhöhe von etwa 100&amp;amp;nbsp;cm (Angaben von nur 97 cm Schulterhöhe basieren auf einem montierten Skelett eines weiblichen Tieres, das mit Weichteilbedeckung etwas über einen Meter hoch gewesen sein dürfte).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 1967&amp;quot;&amp;gt;Colin Peter Groves und V. Mazák: &#039;&#039;On some taxonomic problems of Asiatic wild asses; with the description of a new subspecies (Perissodactyla; Equidae).&#039;&#039; Zeitschrift für Säugetierkunde 32, 1967, S. 321–355 (S. 231)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die allgemeine Fellfärbung des Männchens war hasel- oder hellgrau mit einer rosa Tönung. Im Alter färbte sich das Fell mausgrau. Am Kopf war die Färbung am hellsten und an den Hüften am dunkelsten. An der Vorderseite der Hüften war ein heller Bereich zu erkennen. Hinterteil, Bauch und Innenseite der Beine waren schmutzig grau-weiß. Die Außenseite der Beine, die Unterseite des Halses und die Oberfläche der Ohren waren stumpf violettgrau. Die Ohrenspitzen waren zunächst dunkelbraun, im Alter waren sie fast weiß. Die ziemlich lange Mähne war stumpf graubraun. Der [[Aalstrich]], der sich von der Mähne bis zum Schwanzbüschel erstreckte, hatte dieselbe Färbung und wurde von einem helleren Bereich begrenzt. Der Bereich oberhalb der [[Nüstern]] war grauweiß. Die Nüstern waren sehr groß und der Nasalbereich geschwollen. Bei den Weibchen war die Fellfärbung haselnuss- bis rehbraun. Das Hinterteil und die Unterseite waren reinweiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[File:Syrian wild ass.jpg|thumb|Ein Syrischer Halbesel im [[Tiergarten Schönbrunn]] 1915]]&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet erstreckte sich von [[Palästina (Region)|Palästina]] über [[Syrien]] bis zum [[Irak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussterben ==&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike und den Schriften des [[Altes Testament|Alten Testaments]] wird der Syrische Halbesel erwähnt. Eine Jagddarstellung befindet sich auf einem Palast-Relief des Königs [[Aššur-bāni-apli]] von [[Ninive]]. Eine weitere Erwähnung gibt es bei [[Xenophon]] aus dem Jahr 401 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon: [[Anabasis (Xenophon)|Anabasis]] 1,5,2&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des 16.&amp;amp;nbsp;und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war der Syrische Halbesel noch häufig. Der britische Forschungsreisende [[John Eldred]] sah diese Wildesel 1584 zwischen der irakischen Stadt [[Hīt]] und [[Aleppo]]; der englische Reisende John Cartwright erblickte 1603 nicht weit von [[Anah]] am [[Euphrat]] „jeden Tag große Scharen von wilden Tieren, die wie die Wildesel ganz weiß waren“. 1625 beschrieb der italienische Reisende [[Pietro della Valle]] einen gefangenen Wildesel oder Onager in [[Basra]] im Südirak. Offenbar verschwand der Syrische Halbesel während des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aus Nordarabien; in der Syrischen Wüste und in Palästina wurde er ab 1850 immer seltener. Nach Angaben von [[Henry Baker Tristram]] waren die Wildesel gegen 1884 in [[Mesopotamien]] noch häufig. Er schrieb, dass man im Sommer noch große weiße Herden in den armenischen Bergen beobachten konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry B. Tristram (1884): &#039;&#039;The survey of western Palestine: The fauna and flora of Palestine.&#039;&#039; The Committee of the Palestine Exploration Fund, 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letzte Zufluchtsort der Syrischen Halbesel war das Lavaland im Südosten von [[Dschebel ad-Duruz]], eine erhöhte vulkanische Region im Süden Syriens, im Regierungsbezirk [[Gouvernement as-Suwaida|as-Suwaida]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Autoren geben an, dass der letzte Syrische Halbesel in menschlicher Obhut 1927 im [[Tiergarten Schönbrunn]] starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN|Year=2013.2|ID=7962|ScientificName=Equus hemionus ssp. hemippus|YearAssessed=2002|Assessor=Moehlman, P. &amp;amp; Feh, C. (Equid Specialist Group)|Download=28. Mai 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schrieb der Zoologe [[Otto Antonius]], dass im selben Zoo 1928 noch ein männliches Exemplar lebte, das 1911 in der Wüste nördlich von Aleppo gefangen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonius, O. (1928): Beobachtungen an Einhufern in Schonbrunn. I. Der syrische Halbesel (Equus hemionus hemippus I. Geoffr.). Zool. Garten, Band 1, Nummern 1–2, S. 19–25, 5 Abbildungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Wildnis starb der Syrische Halbesel etwa zur selben Zeit aus. Das letzte Exemplar wurde 1927 in Jordanien bei der Al-Gharns-Oase unweit von el-Azraq (Azraq-See) geschossen. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurden die Halbesel ein leichtes Jagdopfer für die schwer bewaffneten türkischen, beduinischen und britischen Truppen. Während dieser Zeit verdrängte das Automobil Kamele und Züge und der Zugang zur Wüste wurde stark erleichtert. Otto Antonius schrieb 1938:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Er (der Wildesel) konnte der Kraft der modernen Schußwaffen in den Händen der [[Anaza]]- und [[Schammar]]-Nomaden nichts entgegensetzen und seine Geschwindigkeit, so groß sie auch gewesen sein mag, war nicht ausreichend gegen die der modernen Automobile, die mehr und mehr die Kamelkarawanen des Alten Testaments ersetzten.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Antonius, O. (1938): &#039;&#039;On the geographical distribution, in former times and to-day, of the Recent Equidae.&#039;&#039; In: Proceedings of the Zoological Society of London 1937, vol. 107, ser. B, S. 557–564.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Day, D. (1981): &#039;&#039;The Doomsday Book of Animals&#039;&#039;, Ebury Press, London.&lt;br /&gt;
* Harper, F. (1945): &#039;&#039;Extinct and Vanishing Mammals of the Old World&#039;&#039;. Special Publication No. 12, American Committee for International Wild Life Protection, New York Zoological Park, New York 60, N.Y.&lt;br /&gt;
* Qumsiye, Mazin: &#039;&#039;Mammals of the Holy Land&#039;&#039;. Texas Tech University Press, 1996, ISBN 978-0896723641.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Equus hemionus hemippus|Syrischer Halbesel (&#039;&#039;Equus hemionus hemippus&#039;&#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeitlich ausgestorbenes Säugetier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sariki&amp;diff=2483402</id>
		<title>Sariki</title>
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		<updated>2025-03-20T07:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Cretan Man.JPG|miniatur|Historische Aufnahme eines Kreters mit Sariki (um 1900)]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Sariki&#039;&#039;&#039; ({{elS|σαρίκι}}, von {{trS|sarık|de=[[Turban]]}}) oder als &#039;&#039;&#039;Mandili&#039;&#039;&#039; ({{elS|μαντίλι|de=Tuch}}, ‚Schal‘) wird die traditionelle männliche Kopfbedeckung der [[Kreta|Kreter]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sariki ist ein [[schal]]artiges, meist gehäkeltes schwarzes Dreiecktuch mit Fransen, das mehrfach um den Kopf gewickelt wird. Die Fransen sind wie kleine [[Quaste]]n gestaltet und hängen in die Stirn. Sie sollen nach einer Überlieferung Tränen symbolisieren und ebenso wie die schwarze Farbe Schmerz und Trauer um die Opfer der osmanischen Herrschaft zeigen, insbesondere an die im Jahre 1866 im [[Kloster Arkadi]] umgekommenen Aufständischen erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= http://www.kritesegaleo.gr/to-sariki| titel=To Sariki | titelerg= | autor=Ioannis Tsouchlarakis | hrsg= | werk= | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2011-12-05 | sprache=el | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sariki hat in der Zwischenkriegszeit den Fesaki, einen roten Fes mit schwarzer Quaste, der jedoch nicht mit dem kegelstumpfförmigen türkischen [[Fes (Kopfbedeckung)|Fes]] zu verwechseln ist, als vorherrschende Kopfbedeckung der männlichen Kreter abgelöst. Heute wird das Sariki noch in abgelegenen Bergdörfern oder bei besonderen Anlässen getragen, etwa von Tänzern und als Bestandteil der kretischen Tracht, zu der auch die typische Pluderhose (&#039;&#039;vraka&#039;&#039;), die Lederstiefel (&#039;&#039;stivania&#039;&#039;) und  eine Leibschärpe gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= http://www.tsouchlarakis.com/KRITIKESFORESIES.htm| titel=Kritikes Foresies (griechische Trachten) | titelerg= | autor=Ioannis Tsouchlarakis | hrsg= | werk= | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2011-12-05 | sprache=el | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kopfbedeckung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des 20. und 21. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil (Volkstracht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kreta)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quorn_(Lebensmittel)&amp;diff=312885</id>
		<title>Quorn (Lebensmittel)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quorn_(Lebensmittel)&amp;diff=312885"/>
		<updated>2025-03-19T13:07:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Quorn Logo 2015.jpg|mini|Logo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cordon bleu Quorn 02.jpg|mini|Ein Quorn Cordon bleu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quorn-different-forms.jpg|mini|Quorn gebraten, aufgetaut und gefroren (v.&amp;amp;nbsp;l.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;r.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quorn&#039;&#039;&#039; ist der Handelsname für ein [[industrie]]ll hergestelltes [[Nahrungsmittel]] aus dem [[Fermentierung|fermentierten]] [[Myzel]] des [[Schlauchpilze]]s &#039;&#039;[[Fusarium venenatum]]&#039;&#039;, das von {{lang|en|Quorn Foods}} aus Großbritannien hergestellt und vermarktet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2015 gehört die Firma dem philippinischen Großkonzern Monde Nissin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.quorn.us/news/quorn-acquired-by-monde-nissin |titel=Quorn acquired by Monde Nissin |sprache=en-US |abruf=2023-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Gemisch besteht zu 10–15&amp;amp;nbsp;% aus Proteinen, auch Mycoprotein genannt ([[PDCAAS]] für Quornstücke: 1).&amp;lt;ref name=&amp;quot;foodpedia_myco&amp;quot;&amp;gt;M.J. Sadler: &#039;&#039;Mycoprotein.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Luiz Trugo, Paul M. Finglas (eds): Encyclopedia of Food Sciences and Nutrition (Second Edition) 2003.&#039;&#039; S. 4072–4079, Academic Press. ISBN 978-0-12-227055-0. {{doi|10.1016/B0-12-227055-X/00820-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin enthält es 2,5–19&amp;amp;nbsp;% [[Fette]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;sge&amp;quot; /&amp;gt; ist mit [[Vitamine]]n und [[Mineral]]ien angereichert und mit Eiweiß aus [[Hühnerei]]ern als Bindemittel in einem [[patent]]ierten Verfahren verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.quorn.us:80/cmpage.aspx?pageid=511 |titel=Quorn {{!}} Protein Comparison |datum=2008-09-16 |abruf=2020-06-25|archiv-url=https://web.archive.org/web/20080916151605/http://www.quorn.us:80/cmpage.aspx?pageid=511|archiv-datum=2008-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird in verschiedenen Zubereitungen (z.&amp;amp;nbsp;B. paniert) und Formen angeboten, die an entsprechende Fleischgerichte erinnern (Wurstform, steakartig, geschnetzelt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Quorn herzustellen, werden die Fusariumzellen in einer Traubenzuckerlösung mit Mineralstoffen bei einer Temperatur von 28&amp;amp;nbsp;°C kultiviert. Anschließend wird das Pilzmyzel abfiltriert und weiterverarbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sge&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.sge-ssn.ch/de/nutrinfo/fragen-und-antworten/lebensmittel/diverses/cornatur/ | wayback=20131215102604 | text=Schweizerische Gesellschaft für Ernährung zu Quorn}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.quorn.co.uk/about-quorn |titel=Find Out All About Us |sprache=en-GB |abruf=2023-03-20}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zugrunde liegende [[Mikrofilamente|filamentöse]] [[Schlauchpilze|Schlauchpilz]] &#039;&#039;[[Fusarium venenatum]]&#039;&#039; wurde nach einem Screening von 3000 Kultivaten aus Bodenproben entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kathrin Burger |url=https://www.spektrum.de/news/fleischersatz-der-zukunft-mikroben-sind-gute-protein-lieferanten/1686694 |titel=Ernährung: Mikroben könnten die Welt ernähren |werk=Spektrum |datum=2021-11-19 |sprache=de |abruf=2022-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1980er-Jahren wurden Quorn-Nahrungsmittel erstmals auf dem britischen Markt eingeführt. Das im Vereinigten Königreich produzierte Quorn wird in der [[Schweiz]] in Nahrungsmitteln unter dem Markennamen &#039;&#039;Cornatur&#039;&#039; von der [[Migros]] angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2012 bis 2019 war Quorn auch in Deutschland erhältlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NadC-2016&amp;quot;&amp;gt;Michael Groß: &#039;&#039;Mykoprotein als Fleischersatz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Nachrichten aus der Chemie]].&#039;&#039; 2016, S.&amp;amp;nbsp;403, {{DOI|10.1002/nadc.20164046860}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allergien und Unverträglichkeiten ==&lt;br /&gt;
Allergien und Unverträglichkeiten sind nicht ungewöhnlich. In einer Untersuchung von 1752 Fällen wurden neben allergischen Reaktionen vor allem gastrointestinale Symptome mit Übelkeit und teilweise auch Erbrechen beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID29567357&amp;quot;&amp;gt;M. F. Jacobson, J. DePorter: &#039;&#039;Self-reported adverse reactions associated with mycoprotein (Quorn-brand) containing foods.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Annals of allergy, asthma &amp;amp; immunology : official publication of the American College of Allergy, Asthma, &amp;amp; Immunology.&#039;&#039; Band 120, Nummer 6, Juni 2018, S.&amp;amp;nbsp;626–630, {{DOI|10.1016/j.anai.2018.03.020}}, PMID 29567357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patente ==&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=GB|V-Nr=2375943|Titel=Edible fungi}}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=GB|V-Nr=2390528|Titel=Edible fungi ingredient }}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=GB|V-Nr=2375945|Titel=A foodstuff comprising edible fungi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Quorn (food brand)|Quorn}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20191030020710/https://www.quorn.de/ quorn.de] (Webarchiv 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilzprodukt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelersatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimmelpilze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorizo&amp;diff=104265</id>
		<title>Chorizo</title>
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		<updated>2025-03-19T12:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Herstellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Chorizo1-edited.jpg|mini|Chorizo]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Chorizo&#039;&#039;&#039; [{{IPA|tʃo&#039;ɾiθo}}] ([[Spanische Sprache|spanisch]]), &#039;&#039;&#039;Chouriço&#039;&#039;&#039; ([[Portugiesische Sprache|portugiesisch]]), &#039;&#039;&#039;Chourizo&#039;&#039;&#039; [{{IPA|t͡ʃowˈɾiθo̝}}] ([[Galicische Sprache|galicisch]]) oder &#039;&#039;&#039;Xoriço&#039;&#039;&#039; [{{IPA|ʃu&#039;ɾisu}}] ([[Katalanische Sprache|katalanisch]]) ist eine würzige, feste, grobkörnige, mit [[Paprika]] und [[Knoblauch]] gewürzte [[Rohwurst]] vom [[Schweinefleisch|Schwein]] aus [[Spanien]] und [[Portugal]]. Paprika gibt ihr eine rote Farbe und trägt zum typischen Geschmack bei. Chorizo enthält üblicherweise bis zu doppelt so viel Paprika wie die ebenfalls mit Paprika gewürzte ungarische [[Kolbász]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Wortes &#039;&#039;chorizo&#039;&#039; ist unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://buscon.rae.es/draeI/SrvltConsulta?TIPO_BUS=3&amp;amp;LEMA=chorizo RAE, Diccionario de la Lengua Española, 23. Auflage]&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise stammt es vom [[Lateinische Sprache|lateinischen]] &#039;&#039;salsicium&#039;&#039; („Wurst“) ab. Eine andere mögliche Herkunft bildet das griechische Wort &#039;&#039;χοιρίδιον&#039;&#039; (&#039;&#039;choirídion&#039;&#039;), eine in der römischen Zeit gebräuchliche Bezeichnung für Schwein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://stephanus.tlg.uci.edu/lsj/#eid=117293&amp;amp;context=lsj&amp;amp;action=hw-list-click, The Online Liddell-Scott-Jones Greek-English Lexicon]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spanischen wird &#039;&#039;chorizo&#039;&#039; auch als Schimpfwort für einen kleinen [[Vermögensdelikt|Dieb oder Betrüger]] gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spanien ==&lt;br /&gt;
Die spanische Chorizo ähnelt der südportugiesischen Chouriço, enthält aber mehr Paprika. Jährlich werden in Spanien ca. 50.000 Tonnen Chorizo hergestellt. Die Chorizo wird meist als Wurstring oder abgebundene Wurstkette angeboten. Sie wird als [[Aufschnitt]] verwendet, in [[Eintopf|Eintöpfen]] gekocht und ist als [[Tapa (Speise)|Tapa]] sehr beliebt. Sie wird roh, gegrillt, gebraten oder geräuchert verzehrt. Gelegentlich wird sie auch in Apfelwein &#039;&#039;([[Apfelwein|Sidra]])&#039;&#039; gekocht oder in Schweineschmalz oder Olivenöl eingelegt. In einigen Regionen Spaniens reicht man die Chorizo mit [[Muskatnuss]], [[Oregano]], [[Thymian]], [[Pfeffer]], [[Kartoffel]]n und [[Zwiebel]]n. Im Handel werden auch Varianten aus Truthahnfleisch (&#039;&#039;chorizo de pavo&#039;&#039;) angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chorizo trozos.jpg|mini|Aufgeschnittene Chorizo]]&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung werden Fleisch und Speck klein gehackt; oft kommen [[Innereien]] vom Schwein dazu. Die Masse wird mit Salz, Paprika (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pimentón de la Vera]]) und Knoblauch gewürzt; je nach regionalen Gewohnheiten können weitere [[Gewürz]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Oregano]]) hinzukommen. Der Geschmack der Wurst variiert je nach der verwendeten Paprikasorte (mild, leicht süß, scharf, extra scharf, geräuchert, sonnengetrocknet). Die Wurst wird dann üblicherweise in speziellen Trockenräumen bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius an der Luft getrocknet. Bei dieser vier bis sechs Wochen dauernden Reifung wird die Chorizo fester und erhält ihren markanten Geschmack. Da während der Reifung auch eine [[Fermentation]] (Gärung) stattfindet, stellt sich ein leicht säuerlicher Geschmack ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Würste werden in eine von vier Qualitätsstufen eingeteilt, von denen lediglich die beiden besten, „Primera“ und „Extra“, in den Export gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Lebensmitteln sind Chorizo und Salchichon die einzigen Fleischerzeugnisse, bei dem zum Röten im [[Europäischer Wirtschaftsraum|EWR]] und der [[Schweiz]] der Zusatz des Lebensmittelfarbstoffes [[E 124|Cochenillerot&amp;amp;nbsp;A (E&amp;amp;nbsp;124)]] (bis zu 50&amp;amp;nbsp;mg/kg) zulässig ist. Neben der obligatorischen Angabe von Zusatzstoffnamen ist im EWR das Lebensmittel in diesem Fall zusätzlich mit dem Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ zu versehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Art. 4 und Art. 24 [[Verordnung (EG) Nr. 1333/2008]] mit Anhang 2 Teil E Kategorie 8.3.1 und Anhang 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionale Varianten ===&lt;br /&gt;
Die berühmteste Variante ist die &#039;&#039;Chorizo [[La Rioja (spanische Region)|riojano]]&#039;&#039;. Sie ist durch eine [[Herkunftsbezeichnung#Geschützte geografische Angabe|Herkunftsbezeichnung]] geschützt. Zu ihrer Herstellung werden Fleisch und Speck kastrierter weißer [[Hausschwein|Schweine]] verwendet. Im Gegensatz dazu wird die &#039;&#039;Chorizo ibérico&#039;&#039; aus dem Fleisch von schwarzen [[Iberisches Schwein|Cerdo-Ibérico-Schweinen]] hergestellt – einer alten iberischen Rasse, die eng mit dem [[Wildschwein]] verwandt ist. Weitere beliebte Sorten sind &#039;&#039;Chorizo asturiano&#039;&#039;, &#039;&#039;Chorizo de [[Pamplona]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Chorizo de Cantimpalos&#039;&#039; aus [[Segovia]], &#039;&#039;Chorizo de Soria&#039;&#039;, &#039;&#039;Chorizo extremeño&#039;&#039; und die &#039;&#039;Chorizo de Zamora&#039;&#039;. Eher als lokale Kuriosität wird Chorizo auch aus Wildschwein, [[Hirsche|Hirsch]], [[Hausziege|Ziege]] oder [[Lamm]] hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Portugal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Assa Chorizo 2.JPG|miniatur|&#039;&#039;Assa Chouriço&#039;&#039; (portugiesischer Chouriço-Bräter / -grill)]]&lt;br /&gt;
In [[Portugal]] wird die Wurst als &#039;&#039;Chouriço&#039;&#039; bezeichnet und ist so beliebt wie in Spanien. Die nordportugiesische Chouriço ist normalerweise fetthaltiger und enthält weniger Paprika. Das Fleisch zu ihrer Herstellung (Schweinebauch) wird vor dem Räuchern mit Knoblauch, Salz und diversen Gewürzen in Rotwein eingelegt. Die südportugiesische Chouriço  enthält mehr Paprika. Industriell gefertigte Chouriço enthält oft sehr fetthaltiges und fein geschnittenes Fleisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine beliebte Zubereitungsart in Portugal ist, die Chouriço auf einer &#039;&#039;Assa Chouriço&#039;&#039; – einer oftmals verzierten kleinen [[Keramik|keramischen]] Tischgrillschale – zu [[flambieren]]; hierzu wird meist preiswerter &#039;&#039;[[Aguardiente]]&#039;&#039;, [[Ethanol]] oder einheimischer [[Medronho]] in die Auffangwanne der &#039;&#039;Assa&#039;&#039; gegossen und  für wenige Minuten angezündet. Die Chouriço wird vor diesem Flambiervorgang mehrfach der Länge nach seitlich eingestochen, damit unter der großen Hitzeeinwirkung das Fett in die Grillwanne austreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buenos Aires - Plaza de Mayo - Puesto de choripanes.jpg|mini|links|Chorizogrill in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Produção caseira de chouriços em Timor.jpg|mini|Chouriços-Produktion in [[Osttimor]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Chorizo-Konsumenten außerhalb Spaniens und Portugals sind die Franzosen. In Frankreich werden neben den Importen aus Spanien etwa 7000 bis 9000 Tonnen Chorizo produziert. Die Wurst ist etwas fetter: Während spanische Chorizo der Qualitäten Primera und Extra 20 bis 30 Prozent Fett enthält, sind es bei der französischen Variante rund 45 Prozent. Im Gegensatz zur spanischen Variante ist die französische Chorizo üblicherweise etwas feiner geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den spanischsprachigen Ländern der Karibik und Mittelamerikas wird ebenfalls Chorizo hergestellt. Gewürzt wird nicht selten mit [[Cayennepfeffer]], schwarzem [[Pfeffer]], Oregano und [[Kreuzkümmel]]. Ein in Mexiko beliebtes Frühstück ist &#039;&#039;chorizo con huevos&#039;&#039; (Chorizo mit Eiern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Südamerika]] werden Wurstwaren unter der Bezeichnung Chorizo beziehungsweise Chouriço hergestellt. Diese unterscheiden sich aber stärker vom spanischen oder portugiesischen Original, da sie weniger würzig sind. Die Chorizos beim [[Argentinien|argentinischen]] [[Asado]] sind Bratwürste. Man kann sie leicht selbst vorbereiten, indem man das Wurstbrät mit [[Chimichurri]] vermengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den [[Philippinen]] existiert ebenfalls eine Variante von Chorizo. Sie ist etwas süßer als das spanische Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kleinen indischen Bundesstaat [[Goa]] gibt es eine Chouriço, was auf die portugiesische Kolonialzeit zurückgeht. Diese ist sehr viel dunkler und weitaus schärfer als andere Würste dieses Namens. Auch in [[Osttimor]], dem ehemaligen [[Portugiesisch-Timor]], werden Chouriços hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Deutschland|deutsche]] Hersteller haben die Chorizo in ihre Sortimente aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chorizo|Chorizo}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2005/51/Chorizo_51 &#039;&#039;Die Chorizo&#039;&#039;], Artikel aus [[Die Zeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rohwurst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Couch&amp;diff=179084</id>
		<title>Couch</title>
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		<updated>2025-03-10T07:43:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Couch&#039;&#039;&#039; (englisch &#039;&#039;couch&#039;&#039; ‚Sofa‘) steht für:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Couch&#039;&#039;, Sitzmöbel, siehe [[Sofa]]&lt;br /&gt;
* [[Couch (Band)]], deutsche Band&lt;br /&gt;
* [[Couch (Film)]], US-amerikanischer Film von Andy Warhol (1966)&lt;br /&gt;
* [[Couch (Zeitschrift)]], deutsche Zeitschrift&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orte in den Vereinigten Staaten:&lt;br /&gt;
* [[Couch (Missouri)]]&lt;br /&gt;
* [[Couch (West Virginia)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im [[National Register of Historic Places|NRHP]] gelistete Objekte:&lt;br /&gt;
* [[Couch Family Investment Development]], in Portland, Oregon, ID-Nr. 80003362&lt;br /&gt;
* [[Couch-Artrip House]], in Southside, West Virginia, ID-Nr. 84003623&lt;br /&gt;
* [[Couch-Marshall House]], in Magnolia, Arkansas, ID-Nr. 92000955&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Couch&#039;&#039;&#039; ist der Familienname folgender Personen:&lt;br /&gt;
* [[Arthur Quiller-Couch]] (1863–1944), britischer Schriftsteller und Kritiker&lt;br /&gt;
* [[Darius N. Couch]] (1822–1897), US-amerikanischer Generalmajor&lt;br /&gt;
* [[Jonathan Couch]] (1789–1870), britischer Naturkundler&lt;br /&gt;
* [[John Couch Adams]] (1819–1892), britischer Mathematiker und Astronom&lt;br /&gt;
* [[Lionel Couch]]  (1913–1989), britischer Artdirector&lt;br /&gt;
* [[Liz Couch]] (* 1974), neuseeländische Skeletonpilotin&lt;br /&gt;
* [[Matthew Couch]] (* 1974), englischer Snookerspieler&lt;br /&gt;
* [[Richard Quiller Couch]] (1816–1863), britischer Naturforscher&lt;br /&gt;
* [[Sharon Couch-Jewell]] (* 1969), US-amerikanische Leichtathletin &amp;lt;!-- https://www.olympedia.org/athletes/77793 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tim Couch]] (* 1977), US-amerikanischer American-Football-Spieler&lt;br /&gt;
* [[Tommy Couch]] (* 1942), US-amerikanischer Musikproduzent, Songwriter, Toningenieur und Labelbetreiber&lt;br /&gt;
* [[Tonia Couch]] (* 1989), britische Wasserspringerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[CouchDB]], NoSQL-Datenbank&lt;br /&gt;
* [[Sofa (Begriffsklärung)]]&lt;br /&gt;
* {{Wiktionary|Couch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pumpernickel&amp;diff=38491</id>
		<title>Pumpernickel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pumpernickel&amp;diff=38491"/>
		<updated>2025-02-24T16:17:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Etymologie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Brot. Zum Rennpferd siehe [[Pumpernickel (Rennpferd)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pumpernickel.jpg|mini|Traditionell zubereiteter Pumpernickel aus Roggenschrot, Wasser und Salz ohne weitere Zutaten]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039;&#039; ist ein lange haltbares [[Vollkornbrot]] aus [[Roggen]]schrot, das ursprünglich aus der [[Westfälische Küche|westfälischen Küche]] stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Nach der ursprünglichen Rezeptur besteht Pumpernickel ausschließlich aus [[Schrot (Getreide)|Schrot]] und ganzen Körnern von [[Roggen]]. Die Körner quellen über Nacht in lauwarmem Wasser ([[Quellstück]]) oder für einige Stunden in heißem Wasser ([[Brühstück]]) auf. Dies ist erforderlich, damit die dichten Körner backfähig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In spezialisierten Betrieben wird Pumpernickel nach knapper [[Gare (Backwaren)|Gare]] in geschlossenen Kästen in Dampfbackkammern gegeben und durch Wasserdampf bei ca. 100&amp;amp;nbsp;°C mindestens 16 Stunden lang gebacken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bäckerbuch&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Loderbauer |Titel=Das Bäckerbuch in Lernfeldern |Verlag=Verlag Handwerk und Technik |Ort=Hamburg |Datum=2008 |ISBN=978-3-582-40205-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Lebensmittel-Kennzeichnung/LeitsaetzeBrot.html Leitsätze für Brot und Kleingebäck]&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Deutsches Lebensmittelbuch|Deutschen Lebensmittelbuches]] gilt:&lt;br /&gt;
* Pumpernickel wird aus mindestens 90 Prozent Roggenbackschrot oder Roggenvollkornschrot hergestellt.&lt;br /&gt;
* Wird Pumpernickel aus Vollkornschrot hergestellt, so stammt die zugesetzte Säuremenge zu mindestens zwei Dritteln aus Sauerteig.&lt;br /&gt;
* Die Backzeit muss mindestens 16 Stunden betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbbildung und Geschmack ==&lt;br /&gt;
Nach gängiger Lehrmeinung ist die [[Maillard-Reaktion]] für Farbgebung und Aroma des Pumpernickels verantwortlich. Eine [[Karamellisierung]], wie die braune Farbe nahelegt, findet nicht statt, da die Temperatur hierfür nicht hoch genug ist und sich noch zu viel Wasser im Teig befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl durch das Brühen der vollen Körner wesentliche [[Enzym]]e deaktiviert werden, reicht die Masse aus den ungebrühten Getreideanteilen für rege biochemische Aktivitäten aus. Der Temperaturverlauf des Backprozesses, bei dem die Hitze sehr langsam von außen in das Backgut gelangt, ist die Basis für vielfältige enzymatische Reaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den typischen Temperaturverlauf kommt die [[Maillard-Reaktion|Verzuckerung]] der [[Stärke]] zum Tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Lebensmittel-Lexikon Dr. Oetker&#039;&#039;. 4. Auflage. 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Farbe entsteht durch enzymatische Vorgänge und ist prägend durch die Maillard-Reaktion, deren Wirkung durch Säuren ausgeprägter ist. Auch die niedrigen Temperaturen unterstützen Farbgebung und Geschmacksbildung durch die Maillard-Reaktion.&amp;lt;ref&amp;gt;Belitz, Grosch, Schieberle: &#039;&#039;Lehrbuch der Lebensmittelchemie&#039;&#039;. Springer, 2007, ISBN 3-540-73201-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsistenz ist sehr kompakt, feucht und etwas brüchig. Die Krustenbildung ist dank der niedrigen Backtemperatur unbedeutend. Häufig wird Pumpernickel als Schnittbrot verpackt angeboten. Es sind dunkle und saftige Brote von guter Bekömmlichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bäckerbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pumpernickel ist außerordentlich lange haltbar: Eingeschweißt hält es sich mehrere Monate, in [[Konservendose|Dosen]] bis zu zwei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchschnittliche Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Angaben je 100 [[Gramm|g]] essbarem Anteil (1&amp;amp;nbsp;mg = 1000&amp;amp;nbsp;µg):&amp;lt;ref name=&amp;quot;Souci&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie]] (DFA) Garching |Titel=Lebensmitteltabelle für die Praxis |TitelErg=Der kleine Souci · Fachmann · Kraut |Auflage=5. |Verlag=Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-8047-2679-6 |Seiten=266}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bestandteile !!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wasser]]          ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|45,1 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Protein|Eiweiß]]  ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|6,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fette|Fett]]      ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kohlenhydrate]]{{FN|1}} ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ballaststoffe]]   ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|9,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mineralstoff]]e   ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1,3 g&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNBox|&lt;br /&gt;
  {{FNZ|1|Differenzberechnung}}}}&lt;br /&gt;
Der [[Physiologischer Brennwert|physiologische Brennwert]] beträgt 771&amp;amp;nbsp;[[Kilojoule|kJ]] (=&amp;amp;nbsp;182&amp;amp;nbsp;[[kcal]]) je 100&amp;amp;nbsp;[[Gramm|g]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Süße Variante ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Zubereitung aus Roggenschrot gibt es eine süße [[lebkuchen]]artige Variante, die man ebenfalls als Pumpernickel, Pompernickel oder „Pain noir de Westphalie“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Hess, Olga Hess: &#039;&#039;Wiener Küche&#039;&#039;. Franz Deuticke, Leipzig / Wien 1928, S. 498. Eine neuere Auflage ist von 2001, ISBN 978-3-216-30609-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Pumpernickel wird in der Regel wie andere Brote vor allem direkt als Beilage zu anderen Speisen oder als Basis für [[Belegtes Brot|belegte Brote]] verzehrt, bspw. als Pumpernickeltaler (mit Frischkäse bestrichen, mit Gürkchen, Käsewürfeln, Weintrauben oder Oliven garniert). Darüber hinaus gibt es in der [[Westfälische Küche|westfälischen Küche]] mehrere Speisen, die mit Pumpernickel zubereitet werden. Dazu gehören unter anderen die [[Pumpernickelsuppe]] und die [[Westfälische Götterspeise]]. Zudem ist Pumpernickel Bestandteil von Saucen wie der klassischen [[Sauerbraten]]sauce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Genau-Frau mit Pumpernickel.jpg|mini|hochkant|Bauernmädchen mit zwei Pumpernickelbroten 1919]]&lt;br /&gt;
Die vermutlich älteste heute noch existierende Bäckerei für Pumpernickel ist die 1570 von Jörgen Haverlanth in [[Soest]] gegründete [[Bäckerei Haverland]], die sich bis 2007 in Familienbesitz befand. Soest war fast vollständig von fremdem Gebiet umgeben und wurde im [[Mittelalter]] des Öfteren teilweise sehr lange belagert. Damals soll das Pumpernickel den Bürgern als Notration gedient haben. Der Söldner [[Peter Hagendorf]] schildert in seinen Kriegsaufzeichnungen, wie er 1630 in [[Lippstadt]] ein Brot namens &#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039; kennenlernt, und beschreibt es als:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… so gros … Als ein grosser schleiffstein 4 eckig, mus 24 stunden in offen stehen, man heist es pmbpernigkel, Aber gut schmagghaftieg brodt gans schwarstz&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Peter Hagendorf]]&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=… so groß … wie ein großer Schleifstein viereckig, muß 24 Stunden im Ofen stehen, man heißt es Pumpernickel. Aber ein gutes schmackhaftes Brot und ganz schwarz.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Peters |Titel=Peter Hagendorf – Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg |Reihe=Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit |NummerReihe=14 |Verlag=V &amp;amp; R Unipress |Ort=Göttingen |Datum=2012 |ISBN=978-3-89971-993-2 |Seiten=41, 104}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Hagendorf, als vermutlich gelernter [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]] oder Bäcker, lobt es als ein &#039;&#039;sehr gutes Brot&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot; /&amp;gt; Laut [[Johann Christoph Adelung]] war der Begriff Pumpernickel in Westfalen selbst nicht gebräuchlich. Er schreibt 1793, dass die Westfalen es als grobes Brot oder auch schwarzes Brot bezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Wortes kann nicht mit Sicherheit geklärt werden.&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039; ist in dieser Schreibweise von Peter Hagendorf seit 1630 belegt, seine Aufzeichnungen wurden aber erst 1988 vom Historiker [[Jan Peters (Historiker)|Jan Peters]] gefunden und haben somit keine Rezeptionsgeschichte.&lt;br /&gt;
[[Johann Balthasar Schupp]] erwähnt einen Bompurnickel in seinem Werk &#039;&#039;Lehrreiche Schriften&#039;&#039; aus dem Jahr 1677:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wie der alte Bompurnickel, von welchem die alte teutsche Kriegsknecht sungen:&amp;lt;br /&amp;gt; Bompurnickel ist wieder kommen und hat die Schuh mit Bast gebunden.&lt;br /&gt;
 |Autor=Schuppius&lt;br /&gt;
 |Quelle=Schriften, I, 249.}}&lt;br /&gt;
Das Wort bezeichnet einen groben, klotzigen Menschen und ist danach eine Zusammensetzung aus „pumpen“ = „dumpf schallen“ bei Stoß, Klopfen, Fall usw. und aus „Nickel“, Abschwächung und Kürzung von „Nikolaus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wander&amp;quot;&amp;gt;Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon&#039;&#039;, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1423–1424. [http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Pumpernickel?hl=pompernickel zeno.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In eine ähnliche Richtung deutet der Ausdruck „den Pumpernickel singt man in der Weisskirche“, der sich auf die Stadt [[Wissembourg|Weissenburg]] bezieht, die im Grenzgebiet von [[Elsass]] und [[Pfalz (Region)|Pfalz]] liegt. Aus der ehemaligen Weisskirche, von der es im Sprichwort hieß, dass man darin den Pumpernickel sang, wurde später ein Stadttheater und eine Bierbrauerei &#039;&#039;Zur Weisskirche&#039;&#039; hergerichtet, letztere versehen mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Pumpernickel, dem Steinbild eines Stallknechts mit närrischen Knittelversen und der Jahreszahl 1717. Vor der gotischen Kirche zu Weissenburg steht heute noch der alte Turm aus dem 11. Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wander&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Solothurn]] in der Schweiz stammt der Ausdruck „i wett für das nit der Pumperniggel singe“, wenn man zu Ausdruck bringen wollte, dass eine Angelegenheit auch nicht die geringste Mühe wert sei. Mit dem Pumpernickel ist hier wohl ein grobes, pöbelhaftes Volkslied gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anderen Deutung soll das Wort &#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039; auch &#039;&#039;furzender Nikolaus&#039;&#039; bedeuten und ursprünglich ein [[Schimpfwort]] für einen groben Flegel gewesen sein. &#039;&#039;Pumper&#039;&#039; bezeichnet im [[Sauerland]] eine [[Flatulenz]], in diesem Zusammenhang dürfte dies ein Verweis auf die blähungsfördernde Wirkung von Vollkornbrot sein. [[Nickel#Geschichte|Nickel]] ist ähnlich wie bei der Etymologie von [[Kobalt]] eine Bezeichnung eines arglistigen Geistes oder [[Kobold]]s und steht übertragen für [[Eigenbrötler]] oder komischer Kauz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Deutung bietet der Kulturhistoriker [[Hannsferdinand Döbler]] an: „Das Wort ‚Pumpernickel‘ […] bedeutet ‚[[Teufel]]‘. In hessischen Prozessakten über das Hexenwesen findet sich aus den Jahren 1562–1633 mehrfach das Wort ‚Pompernickel‘ für den Teufel, und mit Sicherheit ist es noch Anfang des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, also kurz vor dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], nicht für Brot gebraucht worden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen]] in seinem &#039;&#039;[[Der abenteuerliche Simplicissimus|Simplizissimus]]&#039;&#039; vom westfälischen Schwarzbrot aus Roggen als grässlichem Pumpernickel sprach, soll diese Bezeichnung nur noch für Brot gebraucht worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannsferdinand Döbler: &#039;&#039;Kultur- und Sittengeschichte der Welt&#039;&#039;. Band 3: &#039;&#039;Kochkünste und Tafelfreuden&#039;&#039;. 1972, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich ist seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert das Wort Pumpernickel als spöttische Bezeichnung für [[Kommissbrot]] bzw. Vollkornbrot bekannt. Später schränkte sich seine Verwendung auf das westfälische Schwarzbrot ein, das mit diesem Begriff außerhalb von [[Westfalen]] bezeichnet wurde, während es in Westfalen schlicht Schwarzbrot oder „grobes Brot“ hieß.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge: &#039;&#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&#039;&#039;, 24. Auflage, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beleg für sein Verspotten stammt vom [[Niederlande|niederländischen]] [[Humanismus|Humanisten]] [[Justus Lipsius]], der im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert höhnte: „Welch armes Volk, das seine Erde essen muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;In a letter to a friend in 1586, the Flemish classicist Justus Lipsius wrote &#039;&#039;“Black, coarse and bitter to taste, it comes in clods, five feet in length, which an adult can barely lift with his own hands. It is, indeed, an impoverished people that is obliged to eat its own soil”&#039;&#039; [http://www.theanswerbank.co.uk/Food-and-Drink/article/where-does-pumpernickel-derive-its-peculiar-name/ theanswerbank.co.uk].&amp;lt;/ref&amp;gt; Lipsius, der das Schwarzbrot Mitte Oktober 1586 in einem Brief an seinen Freund [[Johannes Heurnius]] erwähnt, hielt sich im damaligen [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Niederländisch-Westfälischen Reichskreis]] auf, zu dem Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auch [[Ostfriesland]] gehörte. Es handelte sich also beim erwähnten westfälischen Brot um ein Schwarzbrot aus der Gegend zwischen [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]] und [[Emden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lipsius schreibt in seiner Epistola IX. (Embdae XVIII. Cal. Novemb. M. D. LXXXVI.) an Johannes Heurnius wortwörtlich: &#039;&#039;Specto igitur &amp;amp; taceo, &amp;amp; buccellas aliquod panis frango. Atque utinam panis! Sed revera mi Heurni, si colorem, si pondus, si totam faciem vidisses: iuro tibi peierasses de pane. Ater ille, gravis, acidus &amp;amp; formatus in massam quaternos aut quinos paene pedes longam, quam ego nec elevassem. Plinius mihi ibi in mente, qui de hac aut finitima gente scribit, Miseram eam quae terram ederet.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinem ehemaligen Spottnamen erlangte der Pumpernickel schließlich internationale Bekanntheit. Eine wichtige Rolle dabei spielte vermutlich die Tatsache, dass Pumpernickel bei der Entwicklung des Brotes für die [[United States Army|US-Armee]] im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Pate stand. Der westfälische Auswanderer [[Anton Schütte]] führte damals neue Feldbacköfen ein, die die Herstellung ermöglichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksetymologien ===&lt;br /&gt;
Nach einer verbreiteten [[Legende]] soll der Name auf Soldaten [[Napoléon Bonaparte]]s zurückgehen, die das westfälische Brot nur für „bon pour Nickel“ erklärt hätten&amp;amp;nbsp;– als gerade gut genug für Napoleons Pferd Nickel. Diese Geschichte ist nachweislich so nicht zutreffend, da bereits Johann Christoph Adelung in der zweiten Auflage seines Wörterbuches im Jahr 1793, also zu einer Zeit, als Napoleon noch gar nicht an der Macht war, zur Herkunft der Bezeichnung schreibt. Adelung fährt dann fort:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Um dieses Umstandes willen kann es seyn, daß diese Benennung einen scherzhaften Ursprung hat, und die gemeinste Meinung ist, daß sie von einem durchreisenden Franzosen herrühre, welcher in Westphalen Brot gefordert, bey dessen Erblickung aber gesagt habe, daß es bon pour Nickel sey, da denn einige hinzu setzen, daß sein Bedienter Nickel geheißen habe, andere aber unter dem Worte Nickel ein kleines Pferd verstehen, S. dieses Wort. Doch die ganze Ableitung siehet einem Mährchen sehr ähnlich, ob sie gleich manchen wichtig genug geschienen, um ihretwillen die ganze Schreibart des Wortes, der gewöhnlichsten Aussprache zuwider, zu ändern und Bompernickel zu schreiben.&lt;br /&gt;
 |Autor=Adelung&lt;br /&gt;
 |Quelle=Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart/Der Pumpernickel&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Pumpernickel,+der &#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039;.] In: Adelung: &#039;&#039;Wörterbuch&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer weiteren Legende aus [[Osnabrück]] nach soll dort während einer Hungersnot im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein auf Lateinisch &#039;&#039;bonum paniculum&#039;&#039; genanntes Brot auf Kosten der Stadt gebacken worden sein, dessen Name im Volksmund zu Pumpernickel verballhornt worden sei. Noch heute befindet sich in Osnabrück ein Turm mit Namen Pernickelturm, in dem damals der Backofen gestanden haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers Online|13|466|spezialkapitel=Pumpernickel |retrobID=113303}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Gartenlaube |Wikisource=„Das Wort Pumpernickel“ |Autor= |Jahr=1878 |Heft=27 |Seite=456}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pumpernickel wurde auch ein feines Gebäck mit Mandeln und Zitronat genannt, das in Brötchenform gebacken, dann zerschnitten und nochmals gebacken wurde. Die lateinische Bezeichnung für dieses feine Brötchen (&#039;&#039;bonum paniculum&#039;&#039;) wurde danach zu Pumpernickel verballhornt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Pumpernickel |Band=16 |Seite=454 |Kommentar=bonum paniculum |zenoID=20007301596}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pumpernickel wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Die &#039;&#039;[[Oeconomische Encyclopädie]]&#039;&#039; von [[Johann Georg Krünitz]] aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erwähnt diese Wirkung und bemerkt: „(…)&amp;amp;nbsp;wenn man erwägt, daß der an Pumpernickel gewöhnte Westphälinger, sobald er sächsisches Brot genießt, mit anhaltender Verstopfung zu kämpfen hat, und daß seine Exkremente alsdann zäh und dem Ziegenkothe ähnlich werden: so wird man die Zuverlässigkeit jener wohlthätigen Wirkung nicht in Zweifel ziehen, und sich des Wunsches nicht erwehren können, daß es doch allgemeine Sitte, wenigstens unter den mit [[Hypochonder|hypochondrischen]] Beschwerden behafteten Personen, werden möchte, statt des feinern Brotes sich des Pumpernickels zu bedienen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Oeconomische Encyclopädie&#039;&#039; von Krünitz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Sprachgebrauch in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
Das Wort Pumpernickel hat in der Schweiz auch andere Bedeutungen. Vom Berner Schriftsteller Otto von Greyerz gibt es den Kindervers:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;I bin e chline Pumperniggel,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;i bin e chline Bär,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wie mi Gott erschaffe het,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so wagglen i derhär.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto von Greyerz: &#039;&#039;Schweizer Kinderbuch&#039;&#039;. 1929, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Basel meint man mit &#039;&#039;Bumperniggel&#039;&#039; junge Kastanien, die noch in ihrer stachligen Haut stecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Meister: &#039;&#039;Wörterbuch Baaseldytsch-Deutsch&#039;&#039;. 2009, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Basel gibt es die Fasnachtsclique &#039;&#039;Guggenmusig Pumperniggel&#039;&#039; und in Sissach die Kinderkleiderbörse &#039;&#039;Pumperniggel&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pumpernickel in der Weltliteratur und auf der Bühne ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Pumpernickel ist schon 1847 durch den britischen Romanautor [[William Makepeace Thackeray]] (1811–1863) in die Weltliteratur eingegangen. Thackeray lässt in seinem gesellschaftskritisch-satirischen Roman mit dem zum geflügelten Wort avancierten Titel &#039;&#039;Vanity Fair&#039;&#039; (&#039;&#039;[[Jahrmarkt der Eitelkeit]]&#039;&#039;) verfeindete Familien auf einer für die 1830er Jahre typischen englischen Rheinromantikreise in dem fiktiven am Rhein gelegenen Grand Duchy of Pumpernickel (Großherzogtum Pumpernickel) am Fluss Pumpe zusammentreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thackeray beschreibt dessen Herrscher („His Transparency …“), Hoftheater („Royal Grand Ducal Pumpernickelisch Hof or Court Theatre“), Hofbälle, Hotels, Adel, Bürgertum, Landschaft usw. ab Kap.&amp;amp;nbsp;LXII mit der Originalüberschrift &#039;&#039;Am Rhein&#039;&#039;. Schon vorher schildert Thackeray ironisch die Karriere des P.&amp;amp;nbsp;Crawley als bedeutender Diplomat und Attaché der Britischen Gesandtschaft am Hofe Ihrer Hoheit der Herzogin von Pumpernickel (Kap. XXXIII, XL, XLIV, XLVII). Die englische Literaturwissenschaft interpretiert das &#039;&#039;Großherzogtum Pumpernickel&#039;&#039; als eine Satire auf das Großherzogtum [[Weimar]], wo Thackeray 1830/31 sechs Monate verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westfälische Schriftsteller [[Josef Winckler]] (1881–1966) hat 1925 eine Sammlung westfälischer Geschichten unter dem Titel &#039;&#039;Pumpernickel. Menschen und Geschichten um Haus Nyland.&#039;&#039; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1811 schufen [[Matthäus Stegmayer]] ([[Libretto]]) und [[Ignaz von Seyfried|Ignaz Xaver von Seyfried]] (Musik) ein sehr beliebtes „musikalisches Quodlibet in drey Aufzügen“, genannt &#039;&#039;Rochus Pumpernickel&#039;&#039;. Bereits im selben Jahr kam eine Fortsetzung unter dem Titel &#039;&#039;Die Familie Pumpernickel&#039;&#039; auf die Bühne.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Rochus Pumpernickel – ein musikalisches Quodlibet in drey Aufzügen&#039;&#039;. europeana.eu; abgerufen am 10. August 2017. {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb00059823-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Radiomoderator und Sänger [[Chris Howland]] gab sich den [[Spitzname]]n &#039;&#039;Heinrich Pumpernickel&#039;&#039;, später auch &#039;&#039;Mr.&amp;amp;nbsp;Pumpernickel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Brotsorten ==&lt;br /&gt;
Ein in der Herstellung vergleichbares Brot ist das [[Malzkornbrot]] (bzw. Simonsbrot). In [[Nordamerika]] bezeichnet &#039;&#039;Pumpernickel&#039;&#039; eine Roggenbrotsorte, die zwar ebenfalls dunkel und leicht süßlich ist, jedoch vor allem hinsichtlich Backvorgang und Dichte deutliche Unterschiede zum westfälischen Pumpernickel aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cooksinfo.com/pumpernickel-bread &#039;&#039;Pumpernickel Bread&#039;&#039;.] cooksinfo.com (englisch); abgerufen am 8. Dezember 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Der Pumpernikel |Autor=Th. Geßner |Jahr=1877 |Heft=28 |Seite=482}}&lt;br /&gt;
* Carin Gentner: &#039;&#039;Pumpernickel – Das schwarze Brot der Westfalen&#039;&#039;. Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold, 1991, ISBN 3-926160-11-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4231514-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfälische Küche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fej%C3%A9r-Polynome&amp;diff=1522749</id>
		<title>Fejér-Polynome</title>
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		<updated>2025-02-21T12:39:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Quantitative Aussagen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der [[Mathematik]] ist für eine &amp;lt;math&amp;gt;2\pi&amp;lt;/math&amp;gt;-[[Periodizität (Mathematik)|periodische]], [[Stetige Funktion|stetige]] Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt;, das heißt &amp;lt;math&amp;gt;f \in C_{2\pi}&amp;lt;/math&amp;gt;, das &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;-te &#039;&#039;&#039;Fejér-Polynom&#039;&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_n(f)&amp;lt;/math&amp;gt; definiert durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(f)(x) := \sum_{k=-n}^{n} \left(1 - \frac{\left|k\right|}{n+1}\right)  \hat f (k) \,\mathrm e^{ikx},&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\hat f(k) := \frac{1}{2\pi}\int_{-\pi}^{\pi}f(t)\,\mathrm e^{-ikt} \mathrm{d}t&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt;-te [[Fourier-Koeffizient]] ist. Mit Hilfe dieser trigonometrischen Polynome lieferte [[Leopold Fejér|Fejér]] einen [[Konstruktiver Beweis|konstruktiven Beweis]] für den [[Satz von Stone-Weierstraß|Satz von Weierstraß]], der aussagt, dass jede &amp;lt;math&amp;gt;2\pi&amp;lt;/math&amp;gt;-periodische, stetige Funktion durch trigonometrische Polynome [[Gleichmäßige Konvergenz|gleichmäßig]] [[Approximation|approximiert]] werden kann. Diese Aussage wird auch als [[Satz von Fejér]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konvergenzaussagen – Satz von Fejér ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Satz von Fejér}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fejér führte den Beweis über das (erste) arithmetische Mittel der [[Partialsumme]]n der [[Fourierreihe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(f)(x) = \frac{1}{n+1}\sum_{k=0}^{n} S_k(f)(x),&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
S_k(f)(x) := \sum_{j=-k}^{k} \hat f (j) \,\mathrm e^{ijx}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt;-te [[Partialsumme]] ist, indem er zeigte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jede &amp;lt;math&amp;gt;2\pi&amp;lt;/math&amp;gt;-[[Periodizität (Mathematik)|periodische]], [[stetige Funktion]] &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert die Folge der Fejér-Polynome &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_n(f)&amp;lt;/math&amp;gt; [[Gleichmäßige Konvergenz|gleichmäßig]] gegen &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt;, d.&amp;amp;nbsp;h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
f \in C_{2\pi} \Rightarrow \lim\limits_{n \to \infty} \| \sigma_n(f) - f \|_{C_{2\pi}} &lt;br /&gt;
= \lim\limits_{n \to \infty} \left(\max\limits_{x\in [-\pi,\pi]} |\sigma_n(f)(x) - f(x)|\right) &lt;br /&gt;
= 0.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fejér-Kern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;n-te Fejér-Kern&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_n(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ist definiert durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(x) := \sum_{k=-n}^{n} \left(1 - \frac{\left|k\right|}{n+1}\right) \mathrm e^{ikx}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faltung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fejér-Polynome lassen sich als [[Faltung (Mathematik)|Faltung]] mit dem Fejér-Kern darstellen. Es gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(f)(x) = (\sigma_n * f)(x) := \frac{1}{2\pi} \int_{-\pi}^{\pi} f(t) \sigma_n(x - t) \mathrm{d}t &lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arithmetisches Mittel des Dirichlet-Kerns ===&lt;br /&gt;
Aus der Interpretation der Fejér-Polynome als (erstes) arithmetisches Mittel der Partialsummen folgt die Darstellung des Fejér-Kerns als arithmetisches Mittel des [[Dirichlet-Kern]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(x) = \frac{1}{n+1}\sum_{k=0}^{n} D_k(x)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei der [[Dirichlet-Kern]] definiert ist über&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
D_n(x) := \sum_{k=-n}^{n} \mathrm e^{ikx}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positiver reeller Kern ===&lt;br /&gt;
Neben der Summenschreibweise über komplexe Funktionen lässt sich der Fejér-Kern auch in einer geschlossenen Form darstellen.&lt;br /&gt;
Hierzu wird verwendet, dass der Dirichlet-Kern die Darstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
D_k(x) = 1 +2\sum_{j=1}^k \cos(j x) = \frac{\sin\left(\frac{2k+1}{2}x\right)}{\sin(x/2)}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
besitzt. Mit Hilfe des obigen Zusammenhangs des Fejér-Kerns mit den Dirichlet-Kernen und der Regel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sum_{k=0}^n \sin\left(\frac{2k+1}{2}x\right) = \frac{\sin^2\left(\frac{n+1}{2}x\right)}{\sin\left(x/2\right)}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
ergibt sich die folgende geschlossene Darstellung des Fejér-Kerns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\sigma_n(x) = \begin{cases}&lt;br /&gt;
  \frac{1}{n+1} \left(\frac{\sin\left(\frac{n+1}{2}x\right)}{\sin(\frac{x}{2})}\right)^2,  &amp;amp;x \notin 2\pi\Z, \\&lt;br /&gt;
  n + 1, &amp;amp;x \in 2 \pi \Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\end{cases}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der daraus ersichtlichen Positivität des Fejér-Kern kann für den Nachweis der [[Gleichmäßige Konvergenz|gleichmäßigen]] Konvergenz der Fejér-Polynome der [[Korowkin-Approximation|Satz von Bohman-Korowkin]] angewendet werden, der besagt, dass aus der gleichmäßigen Konvergenz der Testfunktionen &amp;lt;math&amp;gt;\sin&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\cos&amp;lt;/math&amp;gt; die gleichmäßige Konvergenz für alle Funktionen &amp;lt;math&amp;gt;f \in C_{2\pi}&amp;lt;/math&amp;gt; folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konvergenz in anderen Funktionenräumen ==&lt;br /&gt;
Auch für nichtstetige Funktionen anderer Funktionenräume, z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Lebesgue-Integral|Lebesgue]]-integrierbaren Funktionen, lassen sich Aussagen zur Approximierbarkeit angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantitative Aussagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Hölder-Stetigkeit|Hölder-stetige]] Funktionen &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; lassen sich direkte Abschätzungen zum Konvergenzverhalten der Fejér-Polynome angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehört &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; für ein &amp;lt;math&amp;gt;0 &amp;lt; \alpha \leq 1&amp;lt;/math&amp;gt; zur Klasse der Hölder-stetigen Funktionen &amp;lt;math&amp;gt;C^\alpha&amp;lt;/math&amp;gt;, d.&amp;amp;nbsp;h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\|f(\cdot + h) - f(\cdot)\|_{C_{2\pi}} = \mathcal O(|h|^\alpha) \text{ für } h \to 0,&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so gelten die folgenden quantitativen Approximationsaussagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\|\sigma_n(f) - f\|_{C_{2\pi}} = \begin{cases}&lt;br /&gt;
    \mathcal O(n^{-\alpha}), &amp;amp;0 &amp;lt; \alpha &amp;lt; 1, \\&lt;br /&gt;
    \mathcal O\left(\frac{\log(n)}{n}\right), &amp;amp; \alpha = 1,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\end{cases} \text{ für } n \to \infty.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Naum Iljitsch Achijeser|N. I. Achieser]]: &#039;&#039;Vorlesungen über Approximationstheorie.&#039;&#039; Akademie-Verlag, Berlin 1953.&lt;br /&gt;
*[[Paul Butzer|P. L. Butzer]], R. J. Nessel: &#039;&#039;Fourier Analysis And Approximation, Vol. 1: One-Dimensional Theory.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel 1971.&lt;br /&gt;
*[[Leopold Fejér]]: &#039;&#039;Über trigonometrische Polynome.&#039;&#039; In: &#039;&#039;J. Reine Angew. Math.&#039;&#039; Band 146, 1916, Seiten 53–82.&lt;br /&gt;
*[[Leopold Fejér]]: &#039;&#039;Gestaltliches über die Partialsummen und ihre Mittelwerte bei der Fourierreihe und der Potenzreihe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Z. Angew. Math. Mech.&#039;&#039; Band 13, 1933, Seiten 80–88.&lt;br /&gt;
*[[Antoni Zygmund]]: &#039;&#039;Trigonometric Series.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge 1968, 2nd Edition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fejer Polynome}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numerische Mathematik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analysis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neocallimastigaceae&amp;diff=1199008</id>
		<title>Neocallimastigaceae</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neocallimastigaceae&amp;diff=1199008"/>
		<updated>2025-02-19T08:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Systematik und Diversität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Neocallimastigaceae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Jin Liang Li|J.L.Li]], [[Ian Brent Heath|I.B.Heath]] &amp;amp; [[Laurence Packer|L.Packer]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Neocallimastigales&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Jin Liang Li|J.L.Li]], [[Ian Brent Heath|I.B.Heath]] &amp;amp; [[Laurence Packer|L.Packer]]&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Neocallimastigomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[Martha Jane Powell|M.J.Powell]]&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Neocallimastigomycota&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Abteilung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Autor     = [[Martha Jane Powell|M.J.Powell]]&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Pilze&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Fungi&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Reich&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Nucletmycea&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Liebetanzomyces polymorphus (10.3897-mycokeys.40.28337) Figure 1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &#039;&#039;[[Liebetanzomyces polymorphus|Liebetanzomyces-polymorphus]]&#039;&#039;-[[Kolonie (Biologie)|Kolonien]] auf [[Agar]][[Reagenzglas|röhrchen]] (A–C), Kolonie auf Strohhalm (Pfeil) (A), dichtes Wachstum, umgeben von [[Sporangium|Sporangien]] und [[Zoospore]]n (B–C). [[Biofilm]]ähnliches Wachstum in [[Nährmedium|Flüssigmedium]] (D). Sphärische und uniflagellate Zoosporen (E–F), biflagellate Zoosporen (G). Keimende Zoospore (H), [[Zyste (Biologie)|Zyste]] (I), verschiedenen Sporangienformen (I, J). Frühe Entwicklungsstadien des [[Thallus]] mit einem einfachen (K), gegabelteten (L) und vielfach verzweigtem rhizoidalem System (M). Messstriche: 1&amp;amp;nbsp;mm (A–C); 10&amp;amp;nbsp;µm (E–M).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Neocallimastigaceae&#039;&#039;&#039; sind eine [[Familie (Biologie)|Familie]] von [[Pilze]]n, die im Verdauungstrakt von Säugetieren leben und die alleine die [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] &#039;&#039;&#039;Neocallimastigales&#039;&#039;&#039; bilden. Seit 2007 wird die Familie auch in eine eigene [[Klasse (Biologie)|Klasse]] &#039;&#039;&#039;Neocallimastigomycetes&#039;&#039;&#039; und [[Abteilung (Biologie)|Abteilung]] &#039;&#039;&#039;Neocallimastigomycota&#039;&#039;&#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hibbett&amp;quot;&amp;gt;D. S. Hibbett et al.: &#039;&#039;A higher-level phylogenetic classification of the Fungi&#039;&#039;, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Arten bilden einen ein- oder vielkernigen [[Thallus]]. Die Zellen besitzen keine [[Mitochondrium|Mitochondrien]], jedoch [[Hydrogenosom]]en, die vermutlich aus Mitochondrien hervorgegangen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hibbett&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoospore]]n besitzen eine bis viele [[Flagellum|Geißeln]]. So sind die Zoosporen beispielsweise von Vertretern der Gattung &#039;&#039;Anaeromyces&#039;&#039; uniflagellat (nur eine Geißel), die der Vertreter der Gattungen &#039;&#039;Caecomyces&#039;&#039;, &#039;&#039;Cyllamyces&#039;&#039; oder &#039;&#039;Piromyces&#039;&#039; meist uniflagellat, können aber bi- oder quadriflagellat sein (zwei oder vier Geißeln), während die der Vertreter der Gattungen &#039;&#039;Neocallimastix&#039;&#039; und &#039;&#039;Oprinomyces&#039;&#039; polyflagellat sind, also viele Geißeln besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert J. Gruninger, Anil K. Puniya, Tony M. Callaghan, Joan E. Edwards, Noha Youssef |Titel=Anaerobic fungi (phylum Neocallimastigomycota ): advances in understanding their taxonomy, life cycle, ecology, role and biotechnological potential |Sammelwerk=FEMS Microbiology Ecology |Band=90 |Nummer=1 |Datum=2014-10 |DOI=10.1111/1574-6941.12383 |Seiten=1–17 |Online=https://academic.oup.com/femsec/article-lookup/doi/10.1111/1574-6941.12383 |Abruf=2020-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Kinetosom]] ist vorhanden, aber nicht funktional.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hibbett&amp;quot; /&amp;gt; Das Kinetosom ist teilweise von einer komplexen, elektronendichten, sattelartigen Struktur umgeben, die bis zur Plasmamembran reicht. Die Wurzel des Kinetosoms besteht aus einer unregelmäßigen Ansammlung von [[Mikrotubulus|Mikrotubuli]], die von einem Sporn des Kinetosoms in das Cytoplasma ziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adl&amp;quot; /&amp;gt; [[Zentriole]]n fehlen. Die [[Kernhülle]] bleibt während der gesamten [[Mitose]] intakt. Die Ribosomen befinden sich hauptsächlich im Zentrum der Zelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hibbett&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Arten leben als obligate [[Anaerobier|anaerobe]] [[Symbiose|Symbionten]] im [[Pansen]] und im [[Dickdarm]] von pflanzenfressenden Säugetieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adl&amp;quot;&amp;gt;Sina M. Adl et al.: &#039;&#039;The New Higher Level Classification of Eukaryotes&#039;&#039; 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Griffith&amp;quot;&amp;gt;G. W. Griffith, S. Baker, K. Fliegerova, A. Liggenstoffer, M. van der Giezen, K. Voigt, G. Beakes: &#039;&#039;Anaerobic fungi: Neocallimastigomycota.&#039;&#039; In: &#039;&#039;IMA fungus.&#039;&#039; Band 1, Nummer 2, Dezember 2010, S.&amp;amp;nbsp;181–185, PMID 22679578, {{PMC|3348783}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweis ==&lt;br /&gt;
Da Neocallimastigomycota obligat anaerob im Verdauungstrakt von Säugetieren leben, ist der Nachweis dieser Pilze oftmals schwierig. Es ist aber mittlerweile möglich, die Pilze aus frisch abgelegtem Dung direkt zu isolieren, was zu mehr Neubeschreibungen und damit einer deutlichen Erhöhung der bekannten Diversität führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Radwa A. Hanafy, Vikram B. Lanjekar, Prashant K. Dhakephalkar, Tony M. Callaghan, Sumit S. Dagar |Titel=Seven new Neocallimastigomycota genera from wild, zoo-housed, and domesticated herbivores greatly expand the taxonomic diversity of the phylum |Hrsg= |Sammelwerk=Mycologia |Band=112 |Nummer=6 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2020-11-01 |ISBN= |ISSN=0027-5514 |DOI=10.1080/00275514.2019.1696619 |Seiten=1212–1239 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00275514.2019.1696619}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Diversität ==&lt;br /&gt;
Die Ordnung der Neocallimastigales und damit auch die Familie der Neocallimastigaceae wurde früher zu den [[Chytridiomycetes]] gestellt. Seit 2007 bildet sie jedoch eine eigene Abteilung, die Neocallimastigomycota.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hibbett&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell (November 2020) sind 18 Gattungen bekannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Agriosomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Agriosomyces longus]]&#039;&#039; [[Radwa A. Hanafy|Hanafy]] et al. 2020 (im [[Mufflon]] – &#039;&#039;Ovis orientali&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Aklioshbomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Aklioshbomyces papillarum]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (im [[Weißwedelhirsch]] &#039;&#039;– Odocoileus virginianus)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Anaeromyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Buwchfawromyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Caecomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Capellomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Capellomyces foraminis]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (in der [[Burenziege]] – &#039;&#039;[[Capra aegagrus]]&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Capellomyces elongatus]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (in der [[Wildziege]] – &#039;&#039;Capra aegagrus&#039;&#039; s.&amp;amp;nbsp;l.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Cyllamyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Feramyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Ghazallomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Ghazallomyces constrictus]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (im [[Axishirsch]] – &#039;&#039;Axis axis&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Joblinomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** [[Joblinomyces apicalis|J&#039;&#039;oblinomyces apicalis&#039;&#039;]] Hanafy et al. 2020 (in domstizierter [[Wildziege]] – &#039;&#039;Capra aegagrus&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Khyollomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Khoyollomyces ramosus]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (im [[Grevyzebra]] – &#039;&#039;Equus grevyi&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Liebetanzomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Neocallimastix]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Orpinomyces|Oontomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Orpinomyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Pecoramyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Piromyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Tahromyces]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Tahromyces munnarensis]]&#039;&#039; Hanafy et al. 2020 (im [[Nilgiri-Tahr]] – &#039;&#039;Nilgiritragus hylocrius&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Von diesen 18 bekannten Gattungen wurden 11 erst im November 2020 neu beschrieben, nachdem neben Nutztieren auch bislang nicht auf Neocallimastigomycozta untersuchte Wildtiere wie Axishirsch, [[Grevyzebra]], Nilgiri-Tahr oder Weißwedelhirsch einbezogen wurden. Es ist daher davon auszugehen, dass noch viele Taxa der Neocallimastigomycota der Wissenschaft unbekannt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. S. Hibbett et al.: &#039;&#039;A higher-level phylogenetic classification of the Fungi&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Mycological research&#039;&#039;, Mai 2007; III(5): 509-547. 13. März 2007. PMID 17572334&lt;br /&gt;
* Sina M. Adl et al.: &#039;&#039;The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists.&#039;&#039; The Journal of Eukaryotic Microbiology 52 (5), 2005; S. 399–451, {{doi|10.1111/j.1550-7408.2005.00053.x}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neocallimastigomycota}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fungi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pansen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dickdarm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interzeption_(Hydrologie)&amp;diff=626668</id>
		<title>Interzeption (Hydrologie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interzeption_(Hydrologie)&amp;diff=626668"/>
		<updated>2025-02-17T16:23:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter &#039;&#039;&#039;Interzeption&#039;&#039;&#039; versteht man in der [[Hydrologie]] das Abfangen bzw. Zurückhalten von [[Niederschlag|Niederschlägen]] auf der „Oberfläche“ der Vegetation. Der Begriff &#039;&#039;Interzeption&#039;&#039; wird meist für Niederschläge verwendet, die als [[Regen]] niedergehen, ist aber auch für [[Schnee]] gebräuchlich. In Pflanzenbeständen gelangen die interzipierten Niederschläge entweder als [[Stammabfluss]] oder mit dem [[Kronendurchlass]] auf den Boden oder sie [[Verdunstung |verdunsten]]. Da das verdunstende Wasser nicht mehr für die [[Grundwasser#Grundwasserneubildung und Grundwassermenge|Grundwasserneubildung]] oder das Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, hat sich dafür die Bezeichnung &#039;&#039;Interzeptionsverlust&#039;&#039; eingebürgert. Der Interzeptionsverlust hat eine große Bedeutung für [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] und [[Wasserkreislauf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Interzeptionskapazität&#039;&#039; ist die Niederschlagsmenge, die eine Oberfläche aufnehmen und zurückhalten kann. Wenn es zu regnen beginnt, erreicht in einem dichten Wald kaum Wasser den Waldboden, da erst die Oberflächen der Blätter und Nadeln benetzt werden. Bei längerer Niederschlagsdauer oder höherer Niederschlagsintensität wird ihre Interzeptionskapazität schließlich überschritten und Wasser tropft auf den Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Das durch Interzeption zurückgehaltene Wasser verdunstet -abhängig vom Interzeptionsspeicherinhalt der jeweiligen Pflanze sowie den herrschenden Wetterbedingungen- teilweise oder komplett (Interzeptionsverdunstung).(Im Unterschied dazu bezeichnet [[Evaporation]] die Verdunstung von Wasser auf &#039;&#039;unbewachsenem Land und auf Wasseroberflächen&#039;&#039;.) &lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Interzeptionsverlust beträgt in [[Nadelwald|Nadelwäldern]] 30–40&amp;amp;nbsp;% des jährlichen Gesamt-Niederschlags.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brechtel&amp;quot;&amp;gt;H. Brechtel (1990): &#039;&#039;Interzeption.&#039;&#039; In: A. Baumgartner, H.J. Liebscher (Hrsg.): &#039;&#039;Lehrbuch der Hydrologie&#039;&#039;, &#039;&#039;Band I (Allgemeine Hydrologie)&#039;&#039;, Borntraeger, Stuttgart&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Interzeptionsverluste sind in [[Laubwald|Laubwäldern]] mit 15–25&amp;amp;nbsp;% im Allgemeinen geringer, bei unbelaubten Bäumen betragen sie nur noch 4–7&amp;amp;nbsp;%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ward&amp;quot;&amp;gt;R.C. Ward, M. Robinson (1989): &#039;&#039;Principles of Hydrology&#039;&#039;, 3. Aufl., McGraw-Hill, Maidenhead, ISBN 0-07-707204-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Tropen|tropischen]] Wäldern liegen die Interzeptionsverluste bei 10–15&amp;amp;nbsp;% des jährlichen Niederschlags.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ward 2&amp;quot; /&amp;gt; Zwar sind tropische Wälder häufig sehr dicht, jedoch liegen die Interzeptionsraten unter denen von Wäldern in den gemäßigten Breiten. Dies hat drei Hauptgründe:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ward 2&amp;quot;&amp;gt;R.C. Ward, M. Robinson (2000): &#039;&#039;Principles of Hydrology&#039;&#039;, 4. Aufl., McGraw-Hill, Maidenhead, ISBN 0-07-709502-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Niederschlagsereignisse sind von kurzer Dauer, jedoch von sehr hoher Intensität; große Tropfen benetzen die Blattoberfläche nicht so effektiv wie feintropfiger Regen (erhöht den Durchlass bei nicht vollständig gefülltem Interzeptionsspeicher); und viele Blätter des Regenwalds besitzen die strukturelle Eigenschaft, den Blattabfluss zu konzentrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interzeption und Interzeptionsverluste treten auch auf, wenn der Niederschlag in Form von Schnee gefallen ist. Ein Teil davon kann durch Verdunstung oder [[Sublimation (Physik)|Sublimation]] wieder als Wasserdampf in die Atmosphäre gelangen. Hier ist eine quantitative Abschätzung besonders schwierig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ward&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interzeptionsverdunstung in der [[Pflanzenwelt]] unterscheidet sich grundsätzlich von der [[Transpiration]]: Zwar geht es in beiden Fällen um die Verdunstung von Wasser; in Entsprechung zur [[Schweiß]]&amp;amp;shy;absonderung bei Menschen und Tier bezeichnet aber auch die botanische Transpiration jene Verdunstung von Wasser, das &#039;&#039;aus dem eigenen Organismus&#039;&#039; kommt. Die Interzeptionsverdunstung dagegen bezieht sich auf die Verdunstung von Wasser, das &#039;&#039;von außen&#039;&#039; in Form von Niederschlägen an die Pflanze gelangt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jörg Dietrich, Matthias Schöniger: {{Webarchiv | url=http://www.hydroskript.de/html/_index.html?page=/html/hykp0600.html | wayback=20070928202318 | text=Kapitel 6: Interzeption}} In: &#039;&#039;Hydro Skript.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/i/interzeption.htm &#039;&#039;Interzeption.&#039;&#039;] In: Wasser-Wissen.de&lt;br /&gt;
* Hubert H.G. Savenije: [https://experimental-hydrology.net/wiki/images/Wiki_interception.pdf &#039;&#039;Interception.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;The Experimental Hydrology Wiki.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4126058-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Multipolentwicklung&amp;diff=306900</id>
		<title>Multipolentwicklung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Multipolentwicklung&amp;diff=306900"/>
		<updated>2025-02-14T15:45:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Sphärische Multipolentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Multipolentwicklung&#039;&#039;&#039; ist in der Physik ein Verfahren zur Lösung der [[Poisson-Gleichung]] in drei [[Raumdimension]]en, bei der die Lösungsfunktion als [[Laurent-Reihe]] entwickelt wird. Die Entwicklungskoeffizienten dieser Laurent-Reihe heißen &#039;&#039;&#039;Multipolmomente&#039;&#039;&#039;. Sie wird hauptsächlich in der [[Elektrostatik]] und der [[Magnetostatik]] verwendet, kann aber auf jedes andere Gebiet der Physik, in dem die Poisson-Gleichung auftritt, verallgemeinert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motivation der Multipolentwicklung liegt darin, das Verhalten von [[Elektrisches Potential|elektrischem Potential]] und [[Magnetisches Vektorpotential|magnetischem Vektorpotential]] (oder beliebigen anderen [[Potential (Physik)|Potentialen]] wie dem [[Gravitationspotential]]) in großer Entfernung von Ladungen oder Strömen zu betrachten. Dazu wird angenommen, dass diese das Potential induzierenden Ladungen oder Ströme nur auf einen kleinen Bereich des Raumes beschränkt sind, und die [[Greensche Funktion]] des [[Laplace-Operator]]s, der in der Poisson-Gleichung auftritt, als [[Taylor-Reihe]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Die Poisson-Gleichung lässt sich allgemein als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta \phi(\vec r) = -f(\vec r)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
schreiben, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\Delta&amp;lt;/math&amp;gt; der Laplace-Operator, &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; eine Dichte und &amp;lt;math&amp;gt;\phi&amp;lt;/math&amp;gt; ein Potential ist (das Minus ist Konvention). Die formale Lösung dieser Gleichung ist:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\phi(\vec r) =  \frac{1}{4\pi} \int \mathrm d^3 \vec r&#039; \frac{f(\vec r&#039;)}{|\vec r - \vec r&#039;|}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;f(\vec r)&amp;lt;/math&amp;gt; in einem Volumen lokalisiert, kann für Orte &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&amp;lt;/math&amp;gt;, die weit außerhalb dieses Volumens liegen, &amp;lt;math&amp;gt;r \gg r&#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, der Bruch in einer Taylor-Reihe in &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039;&amp;lt;/math&amp;gt; um &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039; = 0&amp;lt;/math&amp;gt; entwickelt werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{\left|\vec r-\vec r&#039;\right|}=\sum_{n=0}^{\infty}\frac{1}{n!}\left(\vec r &#039;\cdot \vec \nabla&#039;\right)^{n}\left.\frac{1}{\left|\vec r-\vec r&#039;\right|}\right|_{\vec r&#039; =0}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bedeutet &amp;lt;math&amp;gt;\vec \nabla&#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, dass der [[Nablaoperator]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec \nabla&amp;lt;/math&amp;gt; nur auf die gestrichenen Koordinaten &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039;&amp;lt;/math&amp;gt; und nicht auf &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&amp;lt;/math&amp;gt; wirkt. Nach Bilden der Ableitungen wird diese an der Stelle &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039; = 0&amp;lt;/math&amp;gt; ausgewertet. Durch Umformen erhält man:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{\left|\vec {r}-\vec {r}&#039;\right|} =\sum_{n=0}^{\infty}\frac{1}{n!}\left(-\vec {r}&#039;\cdot\vec \nabla\right)^{n}\frac{1}{r}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dimensionalen Überlegungen ergibt sich, dass jeder Term in der Taylor-Reihe in &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039;&amp;lt;/math&amp;gt; zu einem Term &amp;lt;math&amp;gt;r^{-1}&amp;lt;/math&amp;gt; im Hauptteil der Laurent-Reihe in &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; führt. Mit anderen Worten, mit zunehmendem Abstand vom betrachteten Volumen, werden die höheren Ordnungen der Multipolmomente immer vernachlässigbarer, da sie immer stärker abfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Form der Entwicklung und der Multipole hängt davon ab, in welchem [[Koordinatensystem]] sie betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kartesische Multipolentwicklung ===&lt;br /&gt;
Bei der kartesischen Multipolentwicklung wird die Entwicklung in [[Kartesische Koordinaten|kartesischen Koordinaten]] durchgeführt. Dort ist &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039; \cdot \vec \nabla = r&#039;_i \partial_i&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei [[Einsteinsche Summenkonvention]] verwendet wird. Dann muss bei einem Summanden &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;-ter Ordnung ein Tensor &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;-ter Stufe, nämlich &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \prod_{k=1}^n \partial_{i_k} \frac{1}{r}&amp;lt;/math&amp;gt; berechnet werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
\frac{1}{\left|\vec {r}-\vec {r}&#039;\right|} &lt;br /&gt;
&amp;amp;= \frac{1}{r} - r&#039;_i \partial_i \frac{1}{r} + \frac{1}{2} r&#039;_i r&#039;_j \partial_i \partial_j \frac{1}{r} + \mathcal O(r&#039;^3) \\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= \frac{1}{r} + r&#039;_i \frac{r_i}{r^3}+\frac{1}{2} r&#039;_i r&#039;_j \frac{3r_i r_j - r^2\delta_{ij}}{r^{5}} + \mathcal O(r&#039;^3)&lt;br /&gt;
\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Symbol &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{ij}&amp;lt;/math&amp;gt; repräsentiert das sogenannte [[Kronecker-Delta]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formale Lösung &amp;lt;math&amp;gt;\phi(\vec{r})&amp;lt;/math&amp;gt; der Poisson-Gleichung, ist unter Verwendung der Identität &amp;lt;math&amp;gt;r&#039;_i r&#039;_j r^2 \delta_{ij} = r&#039;^2 r_i r_j \delta_{ij}&amp;lt;/math&amp;gt; wie folgt darstellbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
\phi (\vec r) &amp;amp;= \frac{1}{4\pi} \bigg[\frac{1}{r}\underbrace{\int f(\vec r&#039;)\, \mathrm d^3 \vec r&#039;}_{\text{Monopol-}}+\frac{r_i}{r^3}\underbrace{\int \mathrm d^3 \vec r&#039; \, r&#039;_i f(\vec {r}&#039;)}_{\text{Dipol-}}+\frac{1}{2}\frac{r_{i}r_{j}}{r^{5}}\underbrace{\int\mathrm d^3 \vec r&#039; \, \left(3r&#039;_{i} r&#039;_{j} - r&#039;^{2}\delta_{ij}\right) f(\vec r&#039;) }_{\text{Quadrupolmoment}} + \dots \bigg] \\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= \frac{1}{4\pi} \left[\frac{1}{r} q + \frac{r_i}{r^3} p_i + \frac{1}{2} \frac{r_i r_j}{r^5} Q_{ij} + \dots\right]\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sphärische Multipolentwicklung ===&lt;br /&gt;
In der sphärischen Multipolentwicklung wird nicht in den einzelnen Koordinaten entwickelt, sondern im Abstand. Dazu wird der Term in [[Kugelkoordinaten]] umgeschrieben. Es ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec r&#039; \cdot \vec \nabla&#039; = r&#039; \partial_{r&#039;}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{|\vec r - \vec r&#039;|} = \frac{1}{r} \frac{1}\sqrt{1 + \frac{r&#039;^2}{r^2} - 2 \frac{r&#039;}{r} \cos(\theta - \theta&#039;)}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da dies die [[erzeugende Funktion]] der [[Legendre-Polynome]] &amp;lt;math&amp;gt;P_l&amp;lt;/math&amp;gt; ist, kann die Entwicklung damit geschlossen angegeben werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{|\vec r - \vec r&#039;|} = \sum_{l = 0}^\infty P_l(\cos(\theta - \theta&#039;)) \frac{r&#039;^l}{r^{l+1}}= \frac{1}{r} + \cos(\theta - \theta&#039;) \frac{r&#039;}{r^2} + \frac 12 (3 \cos^2(\theta - \theta&#039;) - 1) \frac{r&#039;^2}{r^3} + \mathcal O(r&#039;^3)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithilfe des [[Kugelflächenfunktionen#Additionstheorem|Additionstheorems für Kugelflächenfunktionen]] lässt sich das Legendre-Polynom in &amp;lt;math&amp;gt;\cos(\theta - \theta&#039;)&amp;lt;/math&amp;gt; als Summe über [[Kugelflächenfunktionen]] &amp;lt;math&amp;gt;Y_{lm}&amp;lt;/math&amp;gt; schreiben und damit in &amp;lt;math&amp;gt;\theta&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\theta&#039;&amp;lt;/math&amp;gt; entkoppeln:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P_l(\cos(\theta - \theta&#039;)) = \frac{4\pi}{2l+1} \sum_{m=-l}^l Y_{lm}^*(\theta&#039;,\varphi&#039;) Y_{lm}(\theta,\varphi) &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einsetzen in die Gleichung für &amp;lt;math&amp;gt;\phi&amp;lt;/math&amp;gt; führt zu:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\phi = \frac{1}{4\pi} \sum_{l= 0}^\infty \sum_{m= -l}^l \sqrt{\frac{4\pi}{2l+1}} Y_{lm}(\theta,\varphi) \frac{1}{r^{l+1}} \int \mathrm d^3 \vec r&#039; \sqrt{\frac{4\pi}{2l+1}} Y_{lm}^*(\theta&#039;,\varphi&#039;) f(\vec r&#039;) r&#039;^l&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sphärische Multipolmoment &amp;lt;math&amp;gt;q_{lm}&amp;lt;/math&amp;gt; ist dann definiert als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;q_{lm}=\int \mathrm d^3 \vec r&#039; \sqrt{\frac{4\pi}{2l+1}} Y_{lm}^*(\theta&#039;,\varphi&#039;) f(\vec r&#039;) r&#039;^l&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Durch [[Koeffizientenvergleich]] sieht man, dass der Term &amp;lt;math&amp;gt;l = 0&amp;lt;/math&amp;gt; dem Monopolmoment entspricht, der Term &amp;lt;math&amp;gt;l= 1&amp;lt;/math&amp;gt; dem Dipolmoment usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umrechnung ===&lt;br /&gt;
Die Umrechnung zwischen kartesischen und sphärischen Multipolmomenten erfolgt, indem die Kugelflächenfunktionen in kartesischen Koordinaten ausgedrückt werden. Für das Monopolmoment erhält man &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;q_{00} = q&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und für die drei Dipolmomente&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;q_{10} = p_3 \quad q_{1 \pm 1} = \frac{\mp p_1 + \mathrm i p_2}{\sqrt 2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für höhere Momente ist die Umrechnung nichttrivial, da in der sphärischen Multipolentwicklung &amp;lt;math&amp;gt;2l+1&amp;lt;/math&amp;gt; Terme auftreten, der korrespondierende Tensor jedoch &amp;lt;math&amp;gt;3^l&amp;lt;/math&amp;gt; Komponenten hat. Da die Anzahl der [[Freiheitsgrad]]e unabhängig vom Koordinatensystem sein muss, sieht man dadurch, dass nicht alle kartesischen Multipolmomente unabhängig voneinander sind. Unter anderem ist der Quadrupoltensor [[Symmetrische Matrix|symmetrisch]] und [[Spur (Mathematik)|spurfrei]], was die Freiheitsgrade einschränkt. Da die Anzahl der sphärischen Multipolmomente nur linear anwächst und die der kartesischen exponentiell, ist für höhere Momente die Angabe der kartesischen Multipolmomente nicht zweckdienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
=== Elektrostatik ===&lt;br /&gt;
In der [[Elektrostatik]] lässt sich die Poisson-Gleichung für das Potential aus der ersten [[Maxwell-Gleichung]] ableiten. In der [[Coulomb-Eichung]] lautet sie&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta \phi = - \frac{\rho}{\varepsilon_0}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit dem [[Elektrisches Potential|elektrischen Potential]] &amp;lt;math&amp;gt;\phi&amp;lt;/math&amp;gt;, der (elektrischen) [[Ladungsdichte]] &amp;lt;math&amp;gt;\rho&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Elektrische Feldkonstante|elektrischen Feldkonstante]] &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_0&amp;lt;/math&amp;gt;. Die ersten drei Momente des elektrostatischen Potentials sind die [[Gesamtladung]] &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;lt;/math&amp;gt;, das [[Elektrisches Dipolmoment|elektrische Dipolmoment]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec p&amp;lt;/math&amp;gt; und die [[Quadrupolmoment#Elektrischer Quadrupol|Quadrupolmomente]] &amp;lt;math&amp;gt;Q_{ij}&amp;lt;/math&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magnetostatik ===&lt;br /&gt;
In der [[Magnetostatik]] führen die Maxwell-Gleichungen in Coulomb-Eichung zu Poisson-Gleichungen für das [[Magnetisches Vektorpotential|Vektorpotential]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec A&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta \vec A = - \mu_0 \vec j&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der [[Elektrische Stromdichte|elektrischen Stromdichte]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec j&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Permeabilität des Vakuums]] &amp;lt;math&amp;gt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;. Der magnetische Monopol verschwindet, da in einer räumlich lokalisierten Stromverteilung immer genauso viel hinein wie hinaus fließt. Der Term führender Ordnung ist daher das [[Magnetisches Dipolmoment|magnetische Dipolmoment]]. Um die Tensorstruktur im Dipolmoment zu vereinfachen, kann die Identität&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; r_i \int \mathrm d^3 \vec r&#039; \, r&#039;_i j_n(\vec r&#039;) = - \frac 12 \varepsilon_{lkn} r_l \int \mathrm d^3 \vec r&#039; \, \varepsilon_{ijk} r&#039;_i j_j&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
verwendet werden. Damit wird&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec A = \mu_0 \frac{\vec \mu \times r}{r^3} + \mathcal O(r^{-3})&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit dem magnetischen Dipolmoment&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec \mu = \frac 12 \int \mathrm d^3 \vec r&#039; \, \vec r&#039; \times \vec j(\vec r&#039;)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravitation ===&lt;br /&gt;
In der Gravitation ergibt es sich, dass keine negativen Massen als Ladungen existieren. Dennoch können formal gravitative Multipole definiert werden. Beginnend mit der Poisson-Gleichung aus dem [[Newtonsches Gravitationsgesetz|Newtonschen Gravitationsgesetz]]&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta \Phi = - 4 \pi G \rho&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der [[Gravitationskonstante]] &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Massendichte]] &amp;lt;math&amp;gt;\rho&amp;lt;/math&amp;gt; ist der gravitative Monopol die Gesamtmasse &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; und der gravitative Dipol der [[Massenmittelpunkt]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec r_S&amp;lt;/math&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur | Autor = [[Torsten Fließbach|T. Fließbach]] | Titel = Elektrodynamik | Verlag = Spektrum Akademischer Verlag | ISBN = 3-82742021-0 }}&lt;br /&gt;
*{{Literatur | Autor = [[John David Jackson (Physiker)|J. D. Jackson]] | Titel = Klassische Elektrodynamik | Verlag = de Gruyter Verlag | ISBN = 3-11018970-4 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170738-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Potentialtheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Louis_de_Bourbon,_duc_de_Bourgogne&amp;diff=110009</id>
		<title>Louis de Bourbon, duc de Bourgogne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Louis_de_Bourbon,_duc_de_Bourgogne&amp;diff=110009"/>
		<updated>2025-02-13T08:00:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Tod */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hyacinthe Rigaud - Louis de France, duc de Bourgogne (1682-1712) - Google Art Project.jpg|mini|Louis, Herzog von Burgund]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Louis&#039;&#039;&#039;, [[Liste der Dauphins von Frankreich|Dauphin von Frankreich]], Herzog von Burgund (* [[6. August]] [[1682]] in [[Versailles]]; † [[18. Februar]] [[1712]] in [[Marly-le-Roi]]), war der älteste Sohn des französischen Thronfolgers [[Louis de Bourbon, dauphin de Viennois|Louis de Bourbon]] und dessen Gattin [[Maria Anna Victoria von Bayern]]. Er war als Kommandeur verantwortlich für die Niederlage der französischen Truppen in der [[Schlacht bei Oudenaarde]] im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Herzog von Burgund war der älteste Enkel [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV.]] und Bruder [[Philipp V. (Spanien)|Philipps V.]] von Spanien. Ein weiterer Bruder war [[Charles de Bourbon, duc de Berry|Charles de Bourbon]], Herzog von Berry. Als Kind halsstarrig und jähzornig, wandelte ihn die Erziehung durch [[François Fénelon]] von Grund auf und machte ihn zum Hoffnungsträger der französischen Monarchie. Für ihn schrieb Fénelon seinen berühmten Erziehungsroman &#039;&#039;[[Les aventures de Télémaque]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lodewijk XIV-Marriage.jpg|mini|Die Hochzeit von 1697]]&lt;br /&gt;
1696 suchte Ludwig XIV. den [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] zu Ende zu bringen und zu diesem Zweck mittels Friedensgesprächen [[Viktor Amadeus II.|Viktor Amadeus II. von Savoyen]] als ersten Gegner aus der feindlichen Koalition herauszulösen. Nach harten Verhandlungen kam im zunächst geheim gehaltenen [[Vertrag von Turin (1696)|Vertrag von Turin]], der am 29. Juni 1696 unterzeichnet wurde, ein [[Sonderfrieden|Separatfrieden]] zwischen dem französischen König und dem Herzog von Savoyen zustande, der unter anderem die Vermählung von dessen Tochter [[Maria Adelaide von Savoyen|Maria Adelaide]] mit dem Dauphin de Viennois vorsah. Maria Adelaide war eine Enkelin von [[Philippe I. de Bourbon, duc d’Orléans|Philippe d’Orléans]], dem Bruder Ludwigs XIV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Oktober 1696 überschritt die erst elfjährige Maria Adelaide bei [[Le Pont-de-Beauvoisin (Savoie)|Le Pont-de-Beauvoisin]] den Grenzfluss [[Guiers]], ohne ein Gefolge mitzunehmen. Der Herzog de Brionne holte sie mit einer Kutsche ab und reiste mit ihr ins Landesinnere. Am 4. November 1696 wurde sie von König Ludwig XIV. persönlich in [[Montargis]] südlich von Paris erwartet. Da Maria Adelaide noch zu jung war, wurde sie zunächst nicht verheiratet und von ihrem künftigen Gemahl ferngehalten. Erst am 7. Dezember 1697 fand die Hochzeit mit dem Herzog von Burgund in Versailles statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An geistigen Fähigkeiten und Arbeitswillen überragte er seinen Vater, den Grand-Dauphin, bei weitem. Dank seiner intellektuell und emotional vorzüglichen Unterrichtung galt der junge Herzog von Burgund bald als äußerst intelligent und politisch begabt. Bereits im Alter von zwanzig Jahren wurde er vom König 1702 zum Conseil d&#039;en haut (Hoher Rat) zugelassen, ein Vorzug der seinem Vater erst mit 30 Jahren erlaubt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärisches Kommando ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bourgogne - Éléments de géométrie de Monseigneur le duc de Bourgogne, 1713 - 1430710.jpg|mini|Die dem verstorbenen Dauphin gewidmete Abhandlung &#039;&#039;Éléments de géométrie&#039;&#039;, 1713]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten im Spanischen Erbfolgekrieg, im Feldzug des Jahres 1708, wurde dem Herzog von Burgund der Oberbefehl über eine Armee in Flandern übertragen, die eng mit jener des [[Louis II. Joseph de Bourbon, duc de Vendôme|Herzogs von Vendôme]] operieren sollte. Marschall Vendôme war bis zum 5. Juli überraschend schnell die Einnahme von [[Gent]] und [[Brügge]] gelungen. Die beiden französischen Armeen bedrohten dann die Provinz Brabant, die befestigte Stadt [[Oudenaarde]], die 55 km von Brüssel entfernt im östlichen Flandern liegt, war das nächste Ziel ihrer Operationen. Der Herzog von Burgund wollte seine Armee am linken Ufer der [[Schelde]] bei Gavre durch Verschanzungen sichern und mit einem Armeekorps auf Menin vorstoßen. Vendôme bestand jedoch auf dem gemeinsamen Überqueren der Schelde, um den Gegner am anderen Ufer direkt anzugreifen. Am 11. Juli ging wegen mangelnder Koordination der beiden Feldherren die [[Schlacht bei Oudenaarde]] gegen die vereinigten Streitkräfte unter dem [[John Churchill, 1. Duke of Marlborough|Herzog von Marlborough]] verloren. Die Franzosen gingen unter den Schutz der Mauern von Gent zurück, für die Sieger war aber der Einbruch nach Nordfrankreich offen. Zum Schutz der Festung [[Lille]] konnte Marschall [[Louis-François de Boufflers|Boufflers]] die Garnison bis zum 28. Juli gerade noch rechtzeitig auf 15.000 Mann verstärken. Die Armee des Herzogs von Burgund blieb an der Schelde beobachtend stehen, konnte den Verlust der Festung an die Kaiserlichen unter [[Eugen von Savoyen|Prinz Eugen]] Anfang Dezember jedoch nicht verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr wurde der Herzog, den Vendôme unmittelbar nach der Schlacht als Feigling beschimpft hatte, am Hof von [[Schloss Versailles|Versailles]] allgemein gemieden. Ein militärisches Kommando bekam er nie wieder. Seine Frau [[Maria Adelaide von Savoyen]] sorgte dafür, dass Vendôme vom Hof verbannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leonhard Horowski]]: &#039;&#039;Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts.&#039;&#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2017,  ISBN 3-550-07360-7, S. 268 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Im Februar 1712 starb Louis an [[Masern]] (bzw. [[Scharlach]], hier sind sich die Historiker nicht einig). Neben ihm fielen auch seine Frau und sein 1707 geborener Sohn Louis de Bretagne der Epidemie von 1712 zum Opfer. Für die französische Monarchie war sein früher Tod ein großer Verlust. Da sein Vater bereits im Vorjahr ebenfalls überraschend an den Pocken gestorben war, wurde Louis’ 1710 geborener Sohn, der spätere König [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XV.]], zum neuen Dauphin und Thronfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortleben ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der großen Hoffnungen, zu denen er zu berechtigen schien, einerseits, seines vorzeitigen Todes andererseits wurde Louis in der Folgezeit gelegentlich von Dichtung und Geschichtsschreibung verklärt, auch unter dem ungünstigen Eindruck, den die Regierung seines Sohnes, König Ludwigs XV., auf die Zeitgenossen machte. [[Voltaire]] etwa feierte ihn in seiner [[Henriade]] mit den Versen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
«Quel est ce jeune prince en qui la majesté&lt;br /&gt;
Sur son visage aimable éclate sans fierté ?&lt;br /&gt;
D’un œil d’indifférence il regarde le trône :&lt;br /&gt;
Ciel ! quelle nuit soudaine à mes yeux l’environne !&lt;br /&gt;
La mort autour de lui vole sans s’arrêter ;&lt;br /&gt;
Il tombe aux pieds du trône, étant près d’y monter.&lt;br /&gt;
Ô mon fils ! des Français vous voyez le plus juste ;&lt;br /&gt;
Les cieux le formeront de votre sang auguste.&lt;br /&gt;
Grand Dieu ! ne faites-vous que montrer aux humains&lt;br /&gt;
Cette fleur passagère, ouvrage de vos mains ?&lt;br /&gt;
Hélas ! que n’eût point fait cette âme vertueuse !&lt;br /&gt;
La France sous son règne eût été trop heureuse :&lt;br /&gt;
Il eût entretenu l’abondance et la paix ;&lt;br /&gt;
Mon fils, il eût compté ses jours par ses bienfaits ;&lt;br /&gt;
Il eût aimé son peuple. Ô jours remplis d’alarmes&lt;br /&gt;
Oh ! combien les Français vont répandre de larmes,&lt;br /&gt;
Quand sous la même tombe ils verront réunis&lt;br /&gt;
Et l’époux et la femme, et la mère et le fils !»&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wer ist der junge Fürst, aus dessen Angesicht&lt;br /&gt;
Die Majestät so hehr und ohne Stolz doch spricht?&lt;br /&gt;
Ihn reizet nicht der Glanz des Throns, auf den er schauet…&lt;br /&gt;
O Himmel! welche Nacht mich plötzlich jetzt umgrauet!&lt;br /&gt;
Des Todes Fittich rauscht um ihn, er lässt nicht ab;&lt;br /&gt;
Er stößt am Fuß des Throns sogar ihn in das Grab. –&lt;br /&gt;
Mein Sohn, du schauest den Gerecht’sten der Franzosen,&lt;br /&gt;
Der Himmel läßt ihn deinem hohen Stamm entsprossen.&lt;br /&gt;
So wollt’st du, großer Gott, der Blume kurze Pracht&lt;br /&gt;
Den Menschen zeigen nur, das Werk, das du gemacht?&lt;br /&gt;
Was hätte dieser Edl’ einst ausgeführt für Thaten!&lt;br /&gt;
Zu wohl ach! würde Frankreich durch ihn sein berathen.&lt;br /&gt;
Gebracht den Frieden würd’ er haben und Gedeih’n;&lt;br /&gt;
Sein ganzes Leben würd’ er nur dem Wohlthun weih’n;&lt;br /&gt;
Sein Volk hätt’ er geliebt. O Tag der herben Schmerzen!&lt;br /&gt;
O welche Trauer füllt dann der Franzosen Herzen,&lt;br /&gt;
Wenn einstmals, in derselben Königsgruft vereint,&lt;br /&gt;
Um Gatten man und Gattin, Sohn und Mutter weint!“&amp;lt;ref&amp;gt;Voltaire, &#039;&#039;La Henriade&#039;&#039;, 7. Gesang; &#039;&#039;Die Henriade…&#039;&#039;, übersetzt von Friedrich Schröder, Brockhaus, Leipzig 1843, S. 102, Vers 399-416.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marie Adélaïde of Savoy (1685–1712), Duchess of Burgundy in 1710 by Gobert.jpg|mini|hochkant|Maria Adelaide von Savoyen]]&lt;br /&gt;
Louis de Bourgogne heiratete 1697 Prinzessin [[Maria Adelaide von Savoyen]], die jeweils zweifach (durch ihre Großväter Herzog [[Karl Emanuel II.|Karl Emanuel II. von Savoyen]] und [[Philippe I. de Bourbon, duc d’Orléans]]) seine Cousine zweiten sowie (durch ihre Urgroßmütter [[Christina von Frankreich|Herzogin Christine von Savoyen]] und Königin [[Henrietta Maria von Frankreich|Henrietta Maria von England]]) dritten Grades war. Aus dieser Verbindung gingen drei Söhne hervor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Louis (* 25. Juni 1704; † 13. April 1705), Herzog der Bretagne&lt;br /&gt;
# Louis (* 8. Januar 1707; † 8. März 1712), Herzog der Bretagne&lt;br /&gt;
# [[Ludwig XV.]] (* 15. Februar 1710; † 10. Mai 1774), Herzog von Anjou und später König Ludwig XV. von Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfahren ==&lt;br /&gt;
{{Ahnentafel-compact4&lt;br /&gt;
|1 =Louis de Bourbon (1682–1712) &lt;br /&gt;
|2 =[[Louis de Bourbon, dauphin de Viennois|Louis de Bourbon]] Dauphin von Frankreich (1661–1711)&lt;br /&gt;
|3 =[[Maria Anna Victoria von Bayern]] (1660–1690)&lt;br /&gt;
|4 =[[Ludwig XIV.]] König von Frankreich (1638–1715)&lt;br /&gt;
|5 =[[Maria Teresa von Spanien (1638–1683)|Maria Teresa von Spanien]] (1638–1683)&lt;br /&gt;
|6 = [[Ferdinand Maria (Bayern)|Ferdinand Maria]] Kurfürst von Bayern (1636–1679)&lt;br /&gt;
|7 = [[Henriette Adelheid von Savoyen|Henriette Adelheid]] von Savoyen (1636–1676)&lt;br /&gt;
|8 =[[Ludwig XIII.]], König von Frankreich (1601–1643)&lt;br /&gt;
|9 = [[Anna von Österreich (1601–1666)|Anna von Österreich]] (1601–1666)&lt;br /&gt;
|10 =[[Philipp IV. (Spanien)|Philipp IV.]], König von Spanien (1605–1665) &lt;br /&gt;
|11 =[[Élisabeth de Bourbon|Isabella]] (Élisabeth) von Bourbon (1602–1644)&lt;br /&gt;
|12 = [[Maximilian I. (Bayern)|Maximilian I.]], Kurfürst von Bayern (1573–1651)&lt;br /&gt;
|13 = [[Maria Anna von Österreich (1610–1665)|Maria Anna von Österreich]] (1610–1665)&lt;br /&gt;
|14 =[[Viktor Amadeus I. (Savoyen)|Viktor Amadeus I.]], Herzog von Savoyen (1587–1637)&lt;br /&gt;
|15 = [[Christina von Frankreich|Christina]] von Frankreich (1606–1663)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henri Druon: &#039;&#039;Le duc de Bourgogne et ses frères&#039;&#039; (= &#039;&#039;Histoire de l’éducation des princes dans la maison des Bourbons de France&#039;&#039;, Bd. 2), Paris 1897.&lt;br /&gt;
* [[Jules Michelet]]: &#039;&#039;Louis XIV et le Duc de Bourgogne&#039;&#039; (&#039;&#039;Histoire de France&#039;&#039;, Bd. 16), Paris 1879.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Louis, Duke of Burgundy|Louis de Bourbon|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119544687|LCCN=n82272892|VIAF=28437842}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Louis #Bourbon, duc de Bourgogne}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dauphin von Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Burgund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordre royal et militaire de Saint-Louis (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Heiligen Geist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Ludwig XIV.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig XV.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bourbone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1682]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1712]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Louis de Bourbon, duc de Bourgogne&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ludwig von Frankreich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Thronfolger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1682&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Versailles]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1712&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marly-le-Roi]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiener_Korporationsring&amp;diff=2766033</id>
		<title>Wiener Korporationsring</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiener_Korporationsring&amp;diff=2766033"/>
		<updated>2025-02-11T08:47:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Politische Verortung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wiener Korporationsring&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;WKR&#039;&#039;&#039;) ist ein 1952 gegründeter Zusammenschluss von [[Wien]]er [[Studentenverbindung]]en, darunter vor allem  [[Mensur (Studentenverbindung)|schlagende Verbindungen]]. Der Vorsitz turniert zwischen den beteiligten Verbindungen jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen des WKR ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ball des Wiener Korporationsrings 2002.jpg|mini|Wiener Korporations-Ball 2002]]&lt;br /&gt;
Für den Wiener Korporationsring veranstaltete der Verein „Wiener Korporations-Ring, Ballausschuss – Verein für Brauchtumspflege“&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVR&amp;quot;&amp;gt;Abfrage im [http://zvr.bmi.gv.at/ Zentralen Vereinsregister] am 16. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1952 bis 2012 den zuletzt umstrittenen, jährlich im Januar stattfindenden [[Wiener Akademikerball#Wiener Korporations-Ball (1952–2012)|Wiener Korporations-Ball]], der bis Mitte der 1990er Jahre unter &#039;&#039;Ehrenschutz&#039;&#039; des Rektors der [[Universität Wien]] stand. Eine weitere jährliche Veranstaltung war bis 2012 das [[Totengedenken des Wiener Korporationsringes|Totengedenken zum 8. Mai]]. Sowohl der Korporationsball als auch das Totengedenken waren seit Beginn der 2000er Jahre regelmäßig von Protesten und Demonstrationen begleitet, insbesondere von den Netzwerkplattformen [[NOWKR]] (gegründet 2008), [[Offensive gegen Rechts]] und [[Jetzt Zeichen setzen!]] (beide gegründet 2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November findet traditionell der WKR-Kommers im [[Wiener Rathaus]] statt. Auch der Kommers wird für gewöhnlich von Demonstrationen begleitet, 2015 wurde erstmals von keiner Organisation zum Protest aufgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöchentlich mittwochs treten Mitglieder der zusammengeschlossenen Verbindungen beim so genannten &#039;&#039;Farbenbummel&#039;&#039; auf der Rampe der Universität Wien in Erscheinung. Auch gegen diese Veranstaltung wird regelmäßig demonstriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters findet alljährlich am 21. Juni eine [[Sonnwendfeier]] auf dem [[Reisenberg (Wien)|Cobenzl]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedsverbindungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit gehören dem WKR die folgenden 20 Korporationen an:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wkr.at/links/index.php |text=Übersicht über die Mitgliedsverbindungen auf www.wkr.at |wayback=20120620003546}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wkr.at/ |titel=Wiener Korporations Ring - WKR mit den WKR Bünden |datum=2021 |sprache=de |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akademische Verbindung Wartburg&lt;br /&gt;
* [[Wiener akademische Burschenschaft Albia]]&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Aldania&lt;br /&gt;
* [[Wiener akademische Burschenschaft Bruna Sudetia]]&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Gothia&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Libertas&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Moldavia&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Nibelungia&lt;br /&gt;
* [[Wiener akademische Burschenschaft Olympia]]&lt;br /&gt;
* Akademische Burschenschaft Oberösterreicher Germanen&lt;br /&gt;
* Wiener akademische Burschenschaft Silesia&lt;br /&gt;
* [[Wiener akademische Burschenschaft Teutonia]]&lt;br /&gt;
* Akademisches Corps Hansea zu Wien&lt;br /&gt;
* [[Corps Saxonia Wien|Akademisches Corps Saxonia]]&lt;br /&gt;
* Akademische Grenzlandsmannschaft Cimbria&lt;br /&gt;
* Akademische Jägerschaft Silvania&lt;br /&gt;
* Akademische Landsmannschaft Kärnten&lt;br /&gt;
* Akademische Tafelrunde Wiking zu Wiener Neustadt&lt;br /&gt;
* Verein deutscher Studenten Sudetia&lt;br /&gt;
* Wiener Akademischer Turnverein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Verortung ==&lt;br /&gt;
Laut [[Andreas Peham|Heribert Schiedel]] vom [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes]] (DÖW) geben weit rechts stehende Burschenschaften im WKR den Ton an.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Umstrittener Unirat Stefan tritt am Rande eines Kommerses auf.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Der Standard]].&#039;&#039; 14. November 2006. [http://derstandard.at/?url=/?id=1862886 (derstandard.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im vom DÖW herausgegebenen &#039;&#039;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus&#039;&#039; ist der WKR als Kontakt [[Rechtsextremismus in Österreich|rechtsextremer]] Vereine aufgeführt, etwa der [[Österreichische Landsmannschaft|Österreichischen Landsmannschaft]] (ÖLM) und des [[Österreichischer Turnerbund|Österreichischen Turnerbundes]] (ÖTB).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus.&#039;&#039; [[DÖW]], Wien 1994, ISBN 3-216-30099-4. ({{Webarchiv |url=http://www.xn--dw-fka.at/publikationen/rechts/handbuch/inhalt.html |text=xn--dw-fka.at |wayback=20071110061617}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 1970/71 initiierte der WKR eine „Aktion Landesverteidigung“. Es wurden Unterschriften gesammelt, um ein Volksbegehren über ein Bundesverfassungsgesetz zur umfassenden Landesverteidigung zu erreichen. WKR-Verbindungen und katholische Verbindungen des [[Österreichischer Cartellverband|ÖCV]] schlossen sich dafür zu einer „Plattform studentischer Jugend“ zusammen. Der „Aktion Landesverteidigung“ schlossen sich auch der [[Ring Freiheitlicher Studenten|RFS]], der [[Österreichischer Turnerbund|ÖTB]], die Arbeitsgemeinschaft Freiheitlicher Akademikerverbände und der [[Österreichischer Kameradschaftsbund|Österreichische Kameradschaftsbund]] an. Das Volksbegehren kam schließlich nicht zustande.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Weidinger: &#039;&#039;&amp;quot;Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen&amp;quot;. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945&#039;&#039;. Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2015, ISBN 978-3-205-79600-8, S. 337–339.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 1983/84 verließ das [[Corps Symposion Wien|Corps Symposion]] den WKR wegen dessen „einseitiger Politisierung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit.n. [[Heribert Schiedel]]: &#039;&#039;Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft.&#039;&#039; Edition Steinbauer, Wien 2007, ISBN 978-3-902494-25-2, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wintersemester 1984/85 gründete sich die &#039;&#039;Arbeitsgemeinschaft Wiener Burschenschaften und Landsmannschaften&#039;&#039; (ARGE WBL), da einige im WKR organisierte Korporationen, insbesondere die [[Kösener Corps in Österreich|Corps]], politischen Aktionen eher ablehnend gegenüber standen. Die ARGE WBL übernahm vom WKR etwa die jährlichen Aktionen zum [[Aufstand vom 17. Juni 1953|Tag der deutschen Einheit]], der Korporations-Ring selbst beschränkte sich fortan auf die Abhaltung seiner traditionellen, im engeren Sinne couleurstudentischen Veranstaltungen (Ball im Jänner, Kommers im November, wöchentlicher ‚Bummel‘), trug jedoch die Kosten der WBL-Veranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Weidinger: &#039;&#039;„Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen“. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945&#039;&#039;. Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2015, ISBN 978-3-205-79600-8, S. 337–339.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 war der Rechtsextremist und damaliges Mitglied der Teutonia, Franz Radl, Sprecher des WKR.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus.&#039;&#039; 2. Auflage. Wien 1996, ISBN 3-216-30099-4, S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Studenten- und Schülerverbindungen in Wien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burschenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wkr.at/ Internetauftritt des WKR]&lt;br /&gt;
* [https://de.cba.media/74100 Interview: Heribert Schiedel (DÖW) über WKR und Burschenschaften]&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenverbindungen in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saprolith&amp;diff=255077</id>
		<title>Saprolith</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saprolith&amp;diff=255077"/>
		<updated>2025-02-04T16:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Saprolite Madagascar.JPG|thumb|Etwa 15 m hohes Saprolith-Profil in verwitterten Paragneisen und hellen Quarziten. Ampanobe, 8 km südöstlich von [[Antananarivo]], Madagaskar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saprolith&#039;&#039;&#039; ({{grcS|σαπρός|&#039;&#039;saprós&#039;&#039;|de=faulig}} und {{lang|grc|λίθος|&#039;&#039;líthos&#039;&#039;|de=Stein}}), auch Saprolit, ist die Bezeichnung für ein ursprünglich [[Silikatgestein| silikatisches]] Gestein, das unter [[Humides Klima|humiden]] Bedingungen (z.&amp;amp;nbsp;B. in Tropengebieten) tiefgründig [[Chemische Verwitterung|chemisch verwittert]] ist. Er ist gewöhnlich weich oder bröcklig und zeigt als [[Autochthon (Geologie)|autochthone]] (nicht umgelagerte) Verwitterungsbildung noch die Struktur des Ausgangsgesteins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saprolithe enthalten neben widerstandsfähigen Mineralen aus dem Ausgangsgestein, vor allem [[Quarz]], hohe Anteile an [[Kaolinit]], der sich durch die chemische Verwitterung von primären Mineralen, insbesondere [[Feldspat]], gebildet hat. Die als Lösungsfracht im Zuge der Verwitterung abgeführten Verbindungen können an anderer Stelle wieder ausgefällt werden. Noch intensivere Verwitterung, die über das Saprolithstadium hinausgeht, führt zu einer Verarmung an Quarz und damit zur Bildung eines [[Laterit]]&amp;amp;shy;horizontes oberhalb des Saproliths. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saprolith ist nicht mit [[Sapropelit]] zu verwechseln, der entsteht, wenn ein Faulschlamm ([[Sapropel]]), ein dunkles, kohlenstoffreiches, in reduzierendem chemischem Milieu abgelagertes [[Sediment und Sedimentgestein|Sediment]], [[Diagenese|lithifiziert]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &#039;&#039;Geologisches Wörterbuch&#039;&#039;. 10., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dbges.de/de/system/files/AG_Palaeopedologie/1993_12.JT._Giessen_Vogelsberg-Basalte.pdf Vogelsberg Basalte. S. 57.] (abgerufen am 13. September 2019)&lt;br /&gt;
* [https://mediatum.ub.tum.de/doc/1187531/1187531.pdf Hangsedimente und Saprolithe als grundlegende Bestandteile der Critical Zone – Beispiele aus dem Bayerischen Wald und der Colorado Front Range] (abgerufen am 13. September 2019)&lt;br /&gt;
* [https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Themen/Klima-_und_Ressourcenschutz/Bodenschutz/Bodenzustand/BZB_Gillenfeld_Bericht.pdf BODENZUSTANDSBERICHT RHEINLAND-PFALZ] (abgerufen am 13. September 2019) &lt;br /&gt;
* [https://publications.ub.uni-mainz.de/theses/volltexte/2010/2332/pdf/2332.pdf Geomorphologische Untersuchungen im Land der tausend Hügel] (abgerufen am 13. September 2019)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4499233-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Residualgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwitterung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manfred_H%C3%B6berl&amp;diff=1159182</id>
		<title>Manfred Höberl</title>
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		<updated>2025-01-27T12:56:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Manfred Höberl.jpg|thumb|Manfred Höberl (1995)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Höberl&#039;&#039;&#039; (* [[12. Mai]] [[1964]] in [[Eggenberg (Graz)|Eggenberg]], [[Graz]], [[Österreich]]) ist ein ehemaliger österreichischer [[Bodybuilder]] und [[Strongman]].&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine sportliche Karriere startete er im [[Bodybuilding]], wo er auch einige kleinere Titel gewann, doch bald entschied er sich für das reine [[Krafttraining]]. Er nahm erfolgreich an [[Strongman]]-Meisterschaften teil. Sein damals stärkster Konkurrent war [[Magnús Vér Magnússon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titel holte er 1993 und 1994 als World Musclepower Winner sowie „[[World’s Strongest Man|Stärkster Mann der Welt]]“ (2. Platz). Er stand im [[Guinness-Buch der Rekorde]] als „Mann mit dem größten Oberarmumfang“ mit 67 cm. Nach einem schweren Autounfall in seinem [[Mercedes-Benz Baureihe 126#C 126|Mercedes 560 SEC]], bei dem Manfred Höberl einige Knochenverletzungen davontrug, war seine Karriere im internationalen Kraftsport kurz unterbrochen. Im Anschluss an die Rehabilitation nahm Manfred Höberl das private Training allerdings wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;http://strongestman.billhenderson.org/bios/manfred.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten später noch ein Fernsehauftritt, bei dem er zwei Ferraris mit reiner Muskelkraft im Herculeshold am Losfahren hinderte, und noch viele andere Auftritte und TV-Shows. Er war auch sehr erfolgreich mit seinen Nahrungsergänzungsprodukten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höberl beteiligte sich an Disziplinen bei Strongmanwettbewerben: Farmerswalk (Betonkoffer tragen), Atlas Stones (Steinkugeln bis 180 kg), Herculeshold (zwei Griffe an Drahtseilen), Carlift (Anheben bzw. Umwerfen von PKWs) und Powerstairs (drei Gewichte auf Treppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat 2001 unverschuldet einen sehr schweren Motorradunfall erlitten und laboriert bis heute an dessen Folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ironmind.com/ironmind/opencms/Articles/2005/Dec/Manfred_Hoeberl_Looking_Good_and_Doing_Well.html |wayback=20140810104033 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-03-22 13:46:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hoberl, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strongman (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodybuilder (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rekordhalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Höberl, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kraftsportler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1964&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eggenberg (Graz)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zuckerester&amp;diff=896293</id>
		<title>Zuckerester</title>
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		<updated>2025-01-27T10:42:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Zuckerester von Speisefettsäuren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Sucrose monostearate.svg|mini|300px|Strukturformel eines Saccharosestearats]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuckerester&#039;&#039;&#039; sind [[Ester]] von anorganischen oder [[Organische Säuren|organischen Säuren]] mit [[Kohlenhydrate|Sacchariden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Schormüller&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Schormüller |Titel=Die Bestandteile der Lebensmittel |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-46011-1 |Seiten=416 |Online={{Google Buch | BuchID=Y1KEBwAAQBAJ | Seite=416 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Einige Zuckerester organischer Säuren kommen in der Natur vor. 6-Benzoyl-&#039;&#039;n&#039;&#039;-glucose (Vaccinin) findet sich z.&amp;amp;nbsp;B. in Blaubeeren und in Form des Salicylglucosids (Populin) in verschiedenen Weidenarten. Eine wichtige Gruppe natürlich vorkommender Zuckerester sind ferner die Gerbstoffe der Tanningruppe. In diesen ist die &#039;&#039;n&#039;&#039;-Glucose mit Gallussäure, Digallussäure oder auch mit Ellagsäure verestert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Schormüller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phosphorsäureester]], wie zum Beispiel [[Fructose-6-phosphat]], haben sowohl im Tier- als auch im Pflanzenreich eine Schlüsselstellung beim [[Stoffwechsel]] inne. Auch die [[Schwefelsäureester]] sind in der Natur weit verbreitet und sind am Aufbau natürlich vorkommender Polysaccharide beteiligt, siehe z.&amp;amp;nbsp;B. [[Chondroitin]]. [[Carbonsäureester]] von [[Fettsäuren]] sind in bestimmten [[Lipopolysaccharide]]n vertreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Schormüller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Zuckerester können generell durch die Einwirkung der betreffenden Säurehalogenide in Gegenwart eines geeigneten säurebindenden Mittels (Pyridin oder Chinolin) gewonnen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Schormüller&amp;quot; /&amp;gt; Durch die chemische Reaktion entsteht aus Fettsäure-Derivaten ([[Fettsäuremethylester]]n oder Fettsäurechloriden) und [[Saccharide]]n Zuckerester an verschiedenen Hydroxygruppen des Saccharids. Aus dem entstandenen Gemisch werden die gewünschten Ester [[Extraktion (Verfahrenstechnik)|extrahiert]] und anschließend gereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verwendung in Lebensmitteln werden sie aus [[Saccharose]] (einfacher Haushaltszucker) und bestimmten [[Fettsäuren]] (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Stearinsäure|Stearin-]], [[Palmitinsäure]]) hergestellt, die hauptsächlich aus [[Soja]]- oder anderen pflanzlichen [[Pflanzenöle|Ölen]] gewonnen werden, jedoch auch tierischen Ursprungs sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Synthetische Carbonsäureester von Zuckern werden als [[Tenside]] verwendet und dienen unter anderem als [[Emulgator]]en in Lebensmitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Schormüller&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Horst Eierdanz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Eierdanz |Titel=Perspektiven nachwachsender Rohstoffe in der Chemie |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons |Datum=2008 |ISBN=3-527-62473-2 |Seiten=61 |Online={{Google Buch | BuchID=_lYqjaIGyXEC | Seite=61 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuckerester von Speisefettsäuren ===&lt;br /&gt;
Zuckerester von Speisefettsäuren werden als [[Emulgator]]en bzw. ein [[Mehlbehandlungsmittel]] bei [[Gebäck]]en ([[Kuchen]], [[Blätterteig]]) sowie unter anderem auch für [[Süßware]]n, [[Speiseeis]], nicht alkoholische und alkoholische [[Getränk]]e (außer Bier und Wein, da dies bestimmte gesetzliche Vorschriften verbieten) und für die Oberflächenbehandlung von [[Obst]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Food Additives in Europe 2000: Status of Safety Assessments of Food Additives Presently Permitted in the EU. |Verlag=Nordic Council of Ministers |Ort= |Datum=2002 |ISBN=978-92-893-0829-8 |Seiten=476 |Online=[https://books.google.com/books?id=Fvm-sqd90-oC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA476&amp;amp;dq=E473+%2522laxative%2522&amp;amp;hl=de books.google.com]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lösen sich sehr schwer und wirken verschieden stark emulgierend. Außerdem beeinflussen sie die Verkleisterungseigenschaften von [[stärke]]haltigen Lebensmitteln. [[Schokolade]]nmassen werden durch sie fließfähiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fettersatzstoff]]e, wie beispielsweise [[Olestra]], sind Mehrfachester von Saccharose mit Fettsäuren. Dabei sind die einzelnen Saccharosemoleküle mit mehreren Fettsäureresten über Esterbindungen verbunden. Dies ist möglich, weil Saccharosemoleküle mehrere Hydroxygruppen besitzen, die dann bei der Veresterung jeweils mit einem Fettsäuremolekül reagieren können.  Solche Fettersatzprodukte sind praktisch kalorienfrei, da sie unverdaulich sind und unverwertet vom Körper wieder ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei zu hohen Dosen können Zuckerester von Speisefettsäuren abführend wirken. Die [[erlaubte Tagesdosis]] liegt bei 40&amp;amp;nbsp;mg/kg Körpergewicht in Aromen für klare aromatisierte Getränke auf Wasserbasis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;europa.eu&amp;quot;&amp;gt;EU: {{CELEX|32013R0818|VERORDNUNG (EU) Nr. 818/2013 DER KOMMISSION vom 28. August 2013}}, abgerufen am 25. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Europäische Union|EU]] sind Zuckerester von Speisefettsäuren als [[Lebensmittelzusatzstoff]] der Nummer &#039;&#039;E&amp;amp;nbsp;473&#039;&#039; zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Werner Baltes, Reinhard Matissek&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Baltes, Reinhard Matissek |Titel=Lebensmittelchemie |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2011 |ISBN=978-3-642-16539-9 |Seiten=235 |Online={{Google Buch | BuchID=btmyP-Qd6SgC | Seite=235 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emulgator| Zuckerester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlenhydratester| Zuckerester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelzusatzstoff (EU)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musculus_deltoideus&amp;diff=127867</id>
		<title>Musculus deltoideus</title>
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		<updated>2025-01-17T12:44:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Funktion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Muskel&lt;br /&gt;
| Name= Musculus deltoideus&lt;br /&gt;
| BILD= [[Datei:Deltoideus.png|200px]]&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Der Deltamuskel&lt;br /&gt;
| Ursprung= &#039;&#039;Pars clavicularis&#039;&#039;: [[Schlüsselbein]]&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Pars acromialis&#039;&#039;: &#039;&#039;Acromion&#039;&#039; des Schulterblatts&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Pars spinalis&#039;&#039;: [[Schulterblatt]] (&#039;&#039;Spina scapulae&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
| Ansatz= [[Oberarmknochen]] (&#039;&#039;Tuberositas deltoidea humeri&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
| Funktion= Anheben des Oberarms&lt;br /&gt;
| Nerv=[[Nervus axillaris]] des [[Plexus brachialis]]&lt;br /&gt;
| Segment=C5, C6&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Musculus deltoideus&#039;&#039;&#039; (von {{grcS|δελτοειδής|deltoeidḗs|de=dreieckartig}}), auch kurz &#039;&#039;&#039;Deltoideus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Deltamuskel&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein dreieckiger [[Skelettmuskel]]. Er liegt dem [[Schultergelenk]] auf und verleiht ihm Halt, indem er den Kopf des [[Oberarmknochen]]s in die [[Gelenk (Anatomie)|Gelenkpfanne]] drückt. Der Musculus deltoideus ist wesentlich an der Kontur der Schulterregion beteiligt und dient der Hebung des Oberarms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine [[Faszie]] ist die [[Fascia deltoidea]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Platzer |Titel=Taschenatlas Anatomie |Band= Band 1: &#039;&#039;Bewegungsapparat&#039;&#039; |Auflage=11. |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort= |Datum=2013 |ISBN=978-3-13-492011-6 |Seiten=152 |Online=https://books.google.de/books?id=TYlrAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PP1&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;focus=viewport&amp;amp;hl=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anteile ==&lt;br /&gt;
Der Deltamuskel lässt sich beim Menschen in drei Teile untergliedern:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pars clavicularis&#039;&#039; (Schlüsselbeinteil; „vorderer Deltamuskel“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pars acromialis&#039;&#039; (Schulterhöhenteil; „mittlerer Deltamuskel“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pars spinalis&#039;&#039; (Grätenteil; „hinterer Deltamuskel“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Säugetieren ist das [[Schlüsselbein]] zurückgebildet und daher die &#039;&#039;Pars clavicularis&#039;&#039; nicht ausgebildet. Bei Tieren ohne &#039;&#039;[[Acromion]]&#039;&#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pferde]], [[Echte Schweine]]) fehlt auch die &#039;&#039;Pars acromialis&#039;&#039;. Die &#039;&#039;Pars spinalis&#039;&#039; wird in der Veterinäranatomie als &#039;&#039;Pars scapularis&#039;&#039; (Schulterblattteil) bezeichnet. Zwischen der &#039;&#039;Pars acromialis&#039;&#039; und dem [[Musculus infraspinatus]] liegt bei [[Hunde]]n und [[Wiederkäuer]]n ein [[Schleimbeutel]], die &#039;&#039;Bursa subdeltoidea&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Viktor Salomon]] |Hrsg=Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille |Titel=Muskelgewebe |Sammelwerk=Anatomie für die Tiermedizin |Auflage=3. |Verlag=Enke |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-8304-1288-5 |Seiten=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Nach initialer [[Abduktion (Physiologie)|Abduktion]] des Armes um ca. 10 Grad durch den [[Musculus supraspinatus]] zieht der Deltoideus mit seinen mittleren Fasern (pars acromialis) den Arm bis ungefähr 60 Grad nach oben, bevor er aktiv [[Insuffizienz|insuffizient]] wird. Nun erreichen jedoch die gefiederten Anteile (Pars clavicularis und spinalis) ihre benötigte Hubhöhe und können den Arm somit weiter [[Abduktion (Physiologie)|abduzieren]] und elevieren (über 90 Grad heben). Für das Heben des Armes über die Horizontale (Elevation) ist jedoch eine Rotation des Schulterblattes nötig, da der Arm ansonsten gegen das Schulterdach stößt. Die vorderen Fasern ziehen den Arm zusätzlich nach vorne ([[Flexion (Medizin)|Flexion]] oder Anteversion) und drehen ihn nach innen (medial), die hinteren Fasern hingegen ziehen den Arm nach hinten ([[Extension (Medizin)|Extension]] oder Retroversion) und drehen ihn nach außen (lateral).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vierfüßigen Säugetieren wirkt der Muskel als Beuger des [[Schultergelenk]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musculus deltoideus wird aufgrund seiner Lage (große Entfernung zu Nerven oder Arterien) zur [[Intramuskuläre Injektion|intramuskulären Injektion]] von Medikamenten genutzt. Bei einer Lähmung des [[Nervus axillaris]] fällt der Musculus deltoideus als stärkster [[Abduktor]] im [[Schultergelenk]] aus, der [[Musculus supraspinatus]] kann die Aufgabe nicht mehr übernehmen, und das Anheben des Arms ist stark vermindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Deltoid muscle|Musculus deltoideus}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Deltamuskel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skelettmuskel der oberen Extremität|Deltoideus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haltebogen&amp;diff=25567</id>
		<title>Haltebogen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haltebogen&amp;diff=25567"/>
		<updated>2025-01-13T15:28:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Haltebogen.png|mini|500px|Der Haltebogen]]&lt;br /&gt;
Unter einem &#039;&#039;&#039;Haltebogen&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Ligatur&#039;&#039;&#039; genannt (von [[Lateinische Sprache|lateinisch]] &#039;&#039;ligatura&#039;&#039; ‚Band‘), versteht man in der [[Musik]] die graphische Bindung von zwei [[Note (Musik)|Noten]] gleicher [[Tonhöhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Schlitt (Hrsg.): &#039;&#039;Schülerduden Musik: Das Fachlexikon von A-Z&#039;&#039;. 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim 2006, ISBN 3-411-05394-1, S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gould&amp;quot;&amp;gt;Elaine Gould: &#039;&#039;Behind Bars: The Definitive Guide To Music Notation.&#039;&#039; Faber, London 2011, ISBN 978-0-571-51456-4, S. 60 ff. ({{Google Buch |BuchID=yBK_DwAAQBAJ |Seite=60 |Hervorhebung=Ties}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Haltebogen verbindet zwei aufeinanderfolgende Noten gleicher Tonhöhe, so dass diese als ein einziger Ton klingen. Das heißt, der an den ersten Ton mit einem Haltebogen angehängte zweite Ton wird nicht neu angeschlagen, sondern verlängert die Dauer des ersten Tons. Auf diese Weise lassen sich beliebige [[Notenwert|Notenlängen]] erzielen oder Noten über einen [[Taktstrich]] hinweg verlängern&amp;amp;nbsp;– in letzterem Fall spricht man auch von „Überbindung“. So kann z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Orgelpunkt]] gesetzt werden, der über mehrere [[Takt (Musik)|Takte]] hinweg andauert. Ein Haltebogen kann auch innerhalb eines Taktes gesetzt werden, wenn sich dadurch z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer [[Synkope (Musik)|Synkope]] die Übersichtlichkeit erhöhen lässt. Sollen mehr als zwei Noten gehalten werden, werden diese jeweils paarweise durch Haltebögen gebunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gould&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine alternative, abkürzende Schreibweise für angehängte Noten bietet in vielen Fällen die [[Punktierung (Musik)|Punktierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist der Haltebogen von dem ihm optisch ähnlichen [[Bindebogen]], der beim [[Legato]] und [[Portato]] verwendet wird, und dem [[Phrasierungsbogen]], der musikalische [[Phrase (Musik)|Phrasen]] verdeutlichen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Bindebogen ist normalerweise runder, der Haltebogen ist üblicherweise flacher und näher am Notenkopf.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Haltebogen kann bei Gesangsstimmen gestrichelt sein, wenn die Noten für unterschiedliche Textunterlegungen gelten, z.&amp;amp;nbsp;B. bei mehreren [[Strophe]]n oder in mehrsprachigen Notenausgaben. Das weist darauf hin, dass in der einen Textfassung mehrere kurze Silben, in einer anderen eine lange Silbe auftritt; der Text ist dann entsprechend angeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;[[Ligatur (Musik)|Ligatur]]&#039;&#039; bezeichnet in [[Quadratnotation|Quadrat-]], [[Modalnotation|Modal-]] und [[Mensuralnotation]] eine verbundene Schreibweise mehrerer Töne unterschiedlicher Tonhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftzeichen (Notenschrift)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Drohverhalten&amp;diff=2875077</id>
		<title>Drohverhalten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Drohverhalten&amp;diff=2875077"/>
		<updated>2025-01-09T16:52:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Mensch und Tierreich */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drohverhalten&#039;&#039;&#039; (i.&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;S. &#039;&#039;&#039;Drohgebärde&#039;&#039;&#039;) ist eine Form des [[Agonistisches Verhalten]]s und bezeichnet eine der [[Einschüchterung]] oder [[Abschreckung]] dienende Haltung oder [[Gebärde]], die (bei Menschen und Tieren) einem [[Aggression|Angriff]] vorausgeht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Drohgebaerde duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. einen Angreifer vom Angriff abbringen soll. Drohverhalten ist ein Teil des [[Ausdrucksverhalten]]s und vom [[Imponierverhalten]] dadurch abzugrenzen, dass ersteres sich (bei Tieren) auf Artfremde bezieht, wogegen letzteres sich meist auf Artgenossen desselben Geschlechts bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch ==&lt;br /&gt;
Beim Menschen verbreitet sind symbolische Formen von Drohgebärden, z. B.&lt;br /&gt;
* Emporstrecken von [[Hand#Funktionsumfang der Hand|Faust]], [[Zeigefinger]]&lt;br /&gt;
* Emporstrecken von Waffen (siehe dazu auch [[Drohwirkung]], Säbelrasseln)&lt;br /&gt;
* auf die eigene Brust schlagen&lt;br /&gt;
* [[Grimasse]]n schneiden und Augen aufreißen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders im rechtlichen Sinn spricht man von einer [[Drohung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gruppen werden Drohgebärden durch synchrone Bewegungen oder Rufe verstärkt (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Militärparade]] als Machtdemonstration).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im institutionellen, militärischen oder auch internationalen Kontext kann damit z.&amp;amp;nbsp;B. das Entsenden von Streitkräften ([[Kampfbereitschaft]]), Aufmarschieren oder die An[[drohung]] von [[Sanktion]]en gemeint sein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Agni-II missile (Republic Day Parade 2004).jpeg|200px|mini|Nukleare Drohgebärde: Rakete auf einer [[Militärparade]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rumpfparlament.jpg|200px|mini|Drohende Soldaten zeigen ihre Waffen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Snarl2006.JPG|200px|mini|Zähne fletschender Mann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Staring eye.jpg|200px|mini|Starrender Blick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:New Zealand Maori Culture 001 (5396249586).jpg|200px|mini|Grimasse schneidender [[Maori]] bei der [[Haka]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MC 09-0081-354 - Flickr - NZ Defence Force.jpg|200px|mini|Brüllen, Grimasse schneiden, sich aufplustern und synchronisierte Bewegungen bei der [[Haka]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Tierreich ==&lt;br /&gt;
Im Tierreich sind als Drohgebärden darüber hinaus (d.&amp;amp;thinsp;h. nicht beim Menschen) weit verbreitet:&lt;br /&gt;
* bei [[Hunde]]n drohendes Fixieren des Kontrahenten, Zähnefletschen, angespannte Körperhaltung, erhobene Rute, gesträubte Rückenhaare und Knurren&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Bernadette Bublak: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16177/1/Bublak_Angelika.pdf Ausdrucksverhaltenvon Hunden (Canis familiaris) gegenüber dem Menschen in einem Verhaltenstest und Beschwichtigungssignale in der Hund-Mensch-Kommunikation]&#039;&#039; Seite 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Fauchen]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kommunikation der Hauskatze#Knurren, Zischen, Fauchen|Hauskatze]])&lt;br /&gt;
* Sich-besonders-groß-Machen (sich aufbauen), z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aufplustern]] bei Vögeln&amp;lt;ref&amp;gt;D. Franck: &#039;&#039;Zum Drohverhalten der Lachmowe (Larus ridibundus) ausserhalb der Brutzeit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vogelwarte.&#039;&#039; 20, 1959, S. 137–144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Brüllen]] oder [[Schreien]]&lt;br /&gt;
* Zähnezeigen oder -fletschen&lt;br /&gt;
* besonders laute und tiefe Laute von sich geben (z.&amp;amp;nbsp;B. beim Wild)&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Hennig: &#039;&#039;Über einige Verhaltensweisen des Rehwildes (Capreolus capreolus) in freier Wildbahn.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für Tierpsychologie]].&#039;&#039; 19.2, 1962, S. 223–229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* unerwartet nach vorne springen, ohne tatsächlich anzugreifen&lt;br /&gt;
* Blickkontakt und [[Drohstarren]] (z.&amp;amp;nbsp;B. auch [[Auge zeigen]], siehe auch [[Blickduell]])&lt;br /&gt;
* Präsentieren von Signalfarben&lt;br /&gt;
* bei einigen [[Gliederfüßer]]n Zisch- oder Zirplaute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohverhalten wird als Teil des [[Territorialverhalten]]s angewendet. Hier spricht man auch vom [[Schimpfbereich]]. Drohverhalten wird universell von nahezu allen Tieren verstanden oder zumindest als Bedrohung empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gato enervado pola presencia dun can.jpg|Fauchende Katze&lt;br /&gt;
Military dog barking.JPG|Bellender Schäferhund mit drohend gefletschten Zähnen&lt;br /&gt;
Cobra.jpg|Drohende [[Echte Kobras|Kobra]] (Naja) mit gespreiztem Hals&lt;br /&gt;
Crotalus atrox USFWS.jpg|Rasselnd drohende [[Texas-Klapperschlange]] (&#039;&#039;Crotalus atrox&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Arothron meleagris by NPS 1.jpg|Aufgepumpter [[Perlhuhn-Kugelfisch]]&lt;br /&gt;
OUDRY Swan attacked by a dog.jpg|Künstlerische Darstellung eines zur Verteidigung drohenden Schwans&lt;br /&gt;
Drohgebärde eines männlichen Blauen Pfau.JPG|Drohgebärde eines männlichen Blauen Pfaus&lt;br /&gt;
Aggression in Larus novaehollandiae.jpg|[[Drohstarren]] bei einer Silberkopfmöwe&lt;br /&gt;
Expression of the Emotions Figure 7.png|Hund mit aufgestelltem Fell und erhobener [[Liste von kynologischen Fachbegriffen#R|Rute]]&lt;br /&gt;
Eastern Bearded Dragon defence.JPG|[[Östliche Bartagame]] (Pogona barbata) mit geöffnetem Mund und gespreiztem Kehlsack&lt;br /&gt;
Peruphasma schultei - threaten male.jpg|Abwehrhaltung einer [[Samtschrecke]] (&#039;&#039;Peruphasma schultei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Tenodera aridifolia1.jpg|Drohende [[Japanische Riesenmantis]] (&#039;&#039;Tenodera aridifolia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Murinus2.jpg|Sich aufbauende [[Vogelspinne]] (&#039;&#039;[[Pterinochilus murinus]]&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Notodontidae - Cerura vinula.jpg|Raupe des [[Großer Gabelschwanz|Großen Gabelschwanzes]] (&#039;&#039;Cerura vinula&#039;&#039;) in Drohhaltung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abwehr (Biologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Drohstarren]]&lt;br /&gt;
* [[Demutsgebärde]]&lt;br /&gt;
* [[Drohung (Spieltheorie)]]&lt;br /&gt;
* [[Drohwirkung]]&lt;br /&gt;
* [[Imponierverhalten]]&lt;br /&gt;
* [[Kommentkampf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körpersprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation (Biologie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=The_Rape_of_the_Lock&amp;diff=1805045</id>
		<title>The Rape of the Lock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=The_Rape_of_the_Lock&amp;diff=1805045"/>
		<updated>2024-12-18T14:43:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Widmung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lockenraub Gottsched.jpg|mini|[[Frontispiz]] der deutschen Übersetzung von [[Luise Adelgunde Victorie Gottsched|Luise Gottsched]] aus dem Jahr 1744]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;The Rape of the Lock&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; (deutsch &#039;&#039;Der Lockenraub&#039;&#039;) ist ein pseudoheroisches, geschichtliches Gedicht &#039;&#039;(narrative poem)&#039;&#039; von [[Alexander Pope]]. Erstmals veröffentlicht wurde es in zwei [[Canto (Literatur)|Cantos]] im Mai 1712 in &#039;&#039;Lintot’s Miscellany&#039;&#039;. Eine korrigierte und auf fünf Cantos (794&amp;amp;nbsp;Zeilen) erweiterte Neuauflage erfolgte unter Popes Namen am 2. März [[Literaturjahr 1714|1714]]. Nachdem [[Luise Adelgunde Victorie Gottsched|Luise Adelgunde Victorie Kulmus]], die Gattin [[Johann Christoph Gottsched|Gottscheds]], das Werk im 18. Jahrhundert ins Deutsche übersetzt hatte, erschien 1908 eine deutsche Übersetzung von [[Rudolf Alexander Schröder|R. A. Schröder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gedicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arabella Fermor.jpg|mini|hochkant=1.08|Arabella Fermor, Druck aus dem 19. Jh. nach einem Porträt von Sir [[Peter Lely]]]]&lt;br /&gt;
Das Gedicht verspottet eine belanglose Plänkelei, indem es sie mit der [[Epos|epischen]] Welt der Götter vergleicht. Es basierte auf einem Vorfall, von dem Popes Freund John Caryll erzählte: Arabella Fermor und ihr Verehrer, Lord Robert Petre (7th Baron Petre), stammten beide aus aristokratisch-katholischen Familien, und das in einer Zeit, in welcher der [[Katholizismus]] in England gesetzlich verboten war. Petre, der Arabella leidenschaftlich begehrte, hatte ohne Erlaubnis eine Locke ihres Haars abgeschnitten. Der hierauf folgende Streit führte zu einem Bruch zwischen den beiden Familien. Pope schrieb das Gedicht auf Bitten seines Freundes hin, um zu versuchen, „die beiden lustig zu verbinden“. Er benutzte die Figur der Belinda für Arabella und führte ein ganzes System von „[[Sylphe]]n“ ein, Schutzgeister der Jungfrauen, eine Persiflage der Götter und Göttinnen herkömmlicher Epen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popes Gedicht verspottet die Traditionen klassischer Epen: Die Entführung der [[Helena (Mythologie)|Helena]] wird hier zum Diebstahl einer Haarlocke; die Götter werden zu winzigen Sylphen und der Schild des [[Achilleus|Achilles]] wird zu einem von Belindas Unterröcken. Pope benutzt auch die epischen Mittel der Beschwörung, der Klage, des Ausrufens und des Vergleichs. In einigen Fällen fügt er der Imitation noch eine [[Parodie]] hinzu, indem er dem Rahmen von tatsächlichen Reden in Homers &#039;&#039;[[Ilias]]&#039;&#039; folgt. Obwohl das Gedicht zuweilen recht lustig ist, hält Pope das Gefühl aufrecht, Schönheit sei zerbrechlich, und der Verlust einer Haarlocke trifft Belinda tief. Wie sein einleitender Brief deutlich macht, sollten Frauen in dieser Zeit im Wesentlichen eher schön als vernünftig sein und der Verlust der Schönheit war eine ernste Angelegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Humor des Gedichts kommt aus dem Sturm im Wasserglas der Eitelkeit, ausgedrückt in der aufwendigen, förmlichen Wortstruktur eines epischen Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der [[Liste der Uranusmonde|Uranusmonde]] sind nach Figuren aus &#039;&#039;The Rape of the Lock&#039;&#039; benannt: [[Belinda (Mond)|Belinda]], [[Umbriel]] und [[Ariel (Mond)|Ariel]]. Letzterer tauchte allerdings schon vorher in [[William Shakespeare|Shakespeares]] &#039;&#039;[[Der Sturm (Shakespeare)|Der Sturm]]&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widmung ==&lt;br /&gt;
Zur zweiten Ausgabe fügte Pope folgende Widmung hinzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;To Mrs. Arabella Fermor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Madam,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;It will be in vain to deny that I have some regard for this piece, since I dedicate it to You. Yet you may bear me witness, it was intended only to divert a few young Ladies, who have good sense and good humour enough to laugh not only at their sex’s little unguarded follies, but at their own. But as it was communicated with the air of a secret, it soon found its way into the world. An imperfect copy having been offered to a Bookseller, you had the good nature for my sake to consent to the publication of one more correct: This I was forced to, before I had executed half my design, for the Machinery was entirely wanting to complete it. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Machinery, Madam, is a term invented by the Critics, to signify that part which the Deities, Angels, or Dæmons are made to act in a poem: For the ancient poets are in one respect like many modern ladies: let an action be never so trivial in itself, they always make it appear of the utmost importance. These Machines I determined to raise on a very new and odd foundation, the Rosicrucian doctrine of Spirits. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;I know how disagreeable it is to make use of hard words before a lady; but ’tis so much the concern of a poet to have his works understood and particularly by your sex, that you must give me leave to explain two or three difficult terms.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Rosicrucians are a people I must bring you acquainted with. The best account I know of them is in a French book called Le Comte de Gabalis, which both in its title and size is so like a novel, that many of the fair sex have read it for one by mistake. According to these gentlemen, the four elements are inhabited by spirits, which they call Sylphs, Gnomes, Nymphs, and Salamanders. The Gnomes or Dæmons of Earth delight in mischief; but the Sylphs, whose habitation is in the air, are the best-conditioned creatures imaginable. For they say, any mortals may enjoy the most intimate familiarities with these gentle spirits, upon a condition very easy to all true adepts, an inviolate preservation of Chastity.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;As to the following Cantos, all the passages of them are as fabulous as the Vision at the beginning or the Transformation at the end; (except the loss of your Hair, which I always mention with reverence). The human persons are as fictitious as the airy ones, and the character of Belinda, as it is now managed, resembles you in nothing but in Beauty.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;If this poem had as many graces as there are in your person, or in your mind, yet I could never hope it should pass through the world half so uncensured as you have done. But let its fortune be what it will, mine is happy enough, to have given me this occasion of assuring you that I am, with the truest esteem,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Madam,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Your most obedient, Humble Servant,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A. Pope&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Rape of the Lock, contained in Miscellaneous Poems and Translations.&#039;&#039; Verlag Bernard Lintott, London 1712.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Lockenraub, ein scherzhaftes Heldengedicht.&#039;&#039; Aus dem Englischen übersetzt von Luise Adelgunde Victorie Gottsched. Breitkopf Verlag, Leipzig 1744.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.cummingsstudyguides.net/Guides2/Pope.html &amp;quot;The Rape of the Lock:&amp;quot; Studienführer mit Gesamttext und detaillierten Anmerkungen]&lt;br /&gt;
* [https://debmasonstudio.com/Rape_of_the_Lock_Opera_by_Deborah_Mason.html &#039;&#039;Rape of the Lock&#039;&#039; Opera]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4130168-7|LCCN=n/79/134005|VIAF=200836820}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rape of the Lock #The}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Aufklärung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satire]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rhagade&amp;diff=158850</id>
		<title>Rhagade</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rhagade&amp;diff=158850"/>
		<updated>2024-12-18T09:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Schrundige ferse.jpg|mini|Rechts im Bild eine Rhagade an einer [[Ferse]] mit [[Hyperkeratose]].]]&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Rhagade&#039;&#039;&#039; (von {{grcS|ῥαγάς|rhagás}}, ‚Einreißung‘, ‚Einriss‘, auch &#039;&#039;&#039;Schrunde&#039;&#039;&#039;) ist ein glatter, tiefer Hauteinriss, der bis in die [[Dermis|Lederhaut]] (Dermis) reicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;d&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-8047-2178-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dr&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Ingrid Moll |Titel=Duale Reihe Dermatologie |Auflage=8. vollständig überarbeitete |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-13-126688-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist eine krankhafte Hautveränderung ([[Effloreszenz]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;d&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Gründe für das Entstehen einer Rhagade können sein:&lt;br /&gt;
* Verletzung&amp;lt;ref name=&amp;quot;d&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Dehydratation (Medizin)|Austrocknung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschy&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willibald Pschyrembel |Titel=Pschyrembel Klinisches Wörterbuch – mit klinischen Syndromen und Nomina anatomica |Auflage=256., neu bearbeitete |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin / New York |Datum=1990 |ISBN=3-11-010881-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kälte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hautkrankheit]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Atopisches Ekzem|Neurodermitis]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* herabgesetzte [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] der Haut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hypervitaminose]] A&lt;br /&gt;
* [[Hyperkeratose]] (Verhornung der Haut)&lt;br /&gt;
[[Datei:Angular Cheilitis.JPG|mini|Mundwinkelrhagade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
Ort ihres Auftretens sind oftmals die [[Lippe]]n, die [[Mund]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;winkel (siehe [[Mundwinkelentzündung]]) oder die [[Fuß#Fußsohle|Fußsohlen]]. Zwischen einzelnen [[Zehe (Fuß)|Zehen]], am Übergang des [[Außenohr]]s ([[Helix (Ohr)|Helix]] [oben], [[Ohrläppchen]] [unten]) zum Kopf, in einer [[Gelenkbeuge]] oder in der [[Anus|Analregion]] kann eine Rhagade entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Effloreszenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Effloreszenz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diracma%C3%9F&amp;diff=679632</id>
		<title>Diracmaß</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diracma%C3%9F&amp;diff=679632"/>
		<updated>2024-12-16T12:15:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Diracmaß&#039;&#039;&#039;, benannt nach dem Physiker [[Paul Dirac]], ist ein [[Maß (Mathematik)|Maß]] in der [[Maßtheorie]] mit einelementigem [[Träger (Maßtheorie)|Träger]]. Das Diracmaß ist die Verteilung einer [[fast sicher]] konstanten [[Zufallsvariable]] und spielt eine Rolle als Formalisierung des Begriffes der [[Delta-Distribution]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Es sei ein [[messbarer Raum]] &amp;lt;math&amp;gt;(\Omega,\mathcal{A})&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben, also eine Grundmenge &amp;lt;math&amp;gt;\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; zusammen mit einer darauf definierten [[σ-Algebra]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt;. Zu jedem Punkt &amp;lt;math&amp;gt;z\in\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; wird eine zugehörige Abbildung &amp;lt;math&amp;gt;\delta_z&amp;lt;/math&amp;gt; definiert, die jeder Menge &amp;lt;math&amp;gt;A\in\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt; den Wert &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;/math&amp;gt; zuordnet, wenn sie &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; enthält, und den Wert &amp;lt;math&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn sie &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; nicht enthält:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \delta_z(A) :=&lt;br /&gt;
\begin{cases} &lt;br /&gt;
1, &amp;amp; \text{falls } z \in A, \\ &lt;br /&gt;
0 &amp;amp; \text{sonst.} &lt;br /&gt;
\end{cases}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbildung &amp;lt;math&amp;gt;\delta_z \colon \mathcal{A} \to [0,1]&amp;lt;/math&amp;gt; ist dann ein [[Maß (Mathematik)|Maß]] und wird &#039;&#039;Diracmaß&#039;&#039; oder &#039;&#039;Punktmaß&#039;&#039; im Punkt &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; genannt. Wegen  &amp;lt;math&amp;gt;\delta_z(\Omega) = 1&amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt;\delta_z&amp;lt;/math&amp;gt; sogar ein [[Wahrscheinlichkeitsmaß]] und &amp;lt;math&amp;gt;(\Omega,\mathcal{A},\delta_z)&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[Wahrscheinlichkeitsraum]]. Damit lässt sich die [[Dirac-Verteilung]] definieren. Beim Diracmaß &amp;lt;math&amp;gt;\delta_z&amp;lt;/math&amp;gt; ist die Einheitsmasse im Punkt &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; konzentriert. Es folgt, dass das Maß endlich ist, insbesondere ist der Maßraum [[σ-endlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der [[Indikatorfunktion|charakteristischen Funktion]] &amp;lt;math&amp;gt;\chi&amp;lt;/math&amp;gt; kann man die definierende Gleichung auch durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\delta_z(A) = \chi_A(z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
für alle &amp;lt;math&amp;gt;z\in\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;A\in\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt; ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften des Dirac-Maßes ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; sei das Dirac-Maß, das auf einem festen Punkt &amp;lt;math&amp;gt;x &amp;lt;/math&amp;gt; in einem messbaren Raum &amp;lt;math&amp;gt;(X, \Sigma)&amp;lt;/math&amp;gt; zentriert ist.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein [[Wahrscheinlichkeitsmaß]] und damit ein endliches Maß.&lt;br /&gt;
Angenommen, dass &amp;lt;math&amp;gt;(X, T)&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[topologischer Raum]] ist und dass &amp;lt;math&amp;gt; \Sigma&amp;lt;/math&amp;gt; mindestens so fein wie die borelsche &amp;lt;math&amp;gt;\sigma&amp;lt;/math&amp;gt;-Algebra &amp;lt;math&amp;gt;\sigma(T)&amp;lt;/math&amp;gt; auf &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist, dann gilt:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein streng positives Maß dann und nur dann, wenn die [[Topologie (Mathematik)|Topologie]] &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; so ist, dass &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; innerhalb jeder nichtleeren offenen Menge liegt, z.&amp;amp;nbsp;B. im Fall der trivialen Topologie &amp;lt;math&amp;gt;\{\varnothing, X\}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Da &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; ein Wahrscheinlichkeitsmaß ist, ist es auch ein lokal endliches Maß.&lt;br /&gt;
* Wenn &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ein topologischer [[Hausdorff-Raum]] mit seiner borelschen &amp;lt;math&amp;gt; \sigma &amp;lt;/math&amp;gt;-Algebra ist, dann erfüllt &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; die Eigenschaft, ein inneres [[reguläres Maß]] zu sein, da Einermengen wie &amp;lt;math&amp;gt;\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; immer kompakt sind. Folglich ist &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; auch ein [[Radon-Maß]].&lt;br /&gt;
* Unter der Annahme, dass die Topologie &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; fein genug ist, dass &amp;lt;math&amp;gt;\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; abgeschlossen ist (was in den meisten Anwendungen der Fall ist), ist der [[Träger (Maßtheorie)|Träger]] von &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; gleich &amp;lt;math&amp;gt;\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt;. (Andernfalls ist &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{supp}\left(\delta_{x}\right)&amp;lt;/math&amp;gt; der Abschluss von &amp;lt;math&amp;gt;\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; in &amp;lt;math&amp;gt;(X, T)&amp;lt;/math&amp;gt;.) Außerdem ist &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; das einzige Wahrscheinlichkeitsmaß, dessen Träger &amp;lt;math&amp;gt;\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
* Wenn &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; der &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;-dimensionale [[euklidischer Raum|euklidische Raum]] &amp;lt;math&amp;gt; \mathbb{R}^{n}&amp;lt;/math&amp;gt; mit seiner üblichen &amp;lt;math&amp;gt;\sigma&amp;lt;/math&amp;gt;-Algebra und &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;-dimensionalem [[Lebesgue-Maß]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda^{n}&amp;lt;/math&amp;gt; ist, dann ist &amp;lt;math&amp;gt; \delta_{x}&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[singuläres Maß]] in Bezug auf &amp;lt;math&amp;gt;\lambda^{n}&amp;lt;/math&amp;gt;: Man zerlege einfach &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{R}^{n}&amp;lt;/math&amp;gt; in &amp;lt;math&amp;gt;A=\mathbb{R}^{n} \setminus \{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;B=\{x\}&amp;lt;/math&amp;gt; und stelle fest, dass &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{x}(A)=\lambda^{n}(B)=0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Das Dirac-Maß ist ein [[Σ-Endlichkeit|&amp;lt;math&amp;gt;\sigma&amp;lt;/math&amp;gt;-endliches Maß.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dirac-Integral ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Delta-Distribution}}&lt;br /&gt;
Das Dirac-Integral der Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f\colon A\to \mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; ist definiert als das [[Lebesgue-Integral]] bezüglich des Dirac-Maßes. Anstelle des Lebesgue-Maßes wird zur Berechnung des Integrals das Dirac-Maß verwendet. Damit ergibt sich für das Integral einer beliebigen Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\int_A f \mathrm d\delta_z = \begin{cases}f(z)&amp;amp;z\in A\\0&amp;amp;z\notin A\end{cases}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbildung &amp;lt;math&amp;gt;f\colon A\to \mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; sei eine nicht-negative [[messbare Funktion]]. Das Lebesgue-Integral der Funktion bezüglich des Dirac-Maßes ist durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\int_A f \mathrm d\delta_z=\lim_{n\rightarrow\infty}\int_A f_n \mathrm d\delta_z&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
definiert, wobei &amp;lt;math&amp;gt;f_n&amp;lt;/math&amp;gt; eine beliebige Folge nichtnegativer [[Einfache Funktion|einfacher Funktionen]] ist, die punktweise und monoton wachsend gegen &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert. Eine einfache Funktion ist eine messbare Funktion, die nur endlich viele Funktionswerte &amp;lt;math&amp;gt;\alpha_i&amp;lt;/math&amp;gt; annimmt. &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; sei die Anzahl der Funktionswerte &amp;lt;math&amp;gt;\alpha_i&amp;lt;/math&amp;gt;; &amp;lt;math&amp;gt;A_i&amp;lt;/math&amp;gt; seien die (messbaren) Mengen, auf der die Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f_n&amp;lt;/math&amp;gt; jeweils den Wert &amp;lt;math&amp;gt;\alpha_i&amp;lt;/math&amp;gt; annimmt. Das Integral einer einfachen Funktion ist damit folgendermaßen definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\int_A f_n \mathrm{d}\delta_z=\sum_{i=1}^m\alpha_i(n)\delta_z(A_i(n))&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;z\notin A&amp;lt;/math&amp;gt;, dann ist &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; erst recht nicht Element irgendeiner der Teilmengen &amp;lt;math&amp;gt;A_i&amp;lt;/math&amp;gt;. Dann ist auch das Dirac-Maß von allen &amp;lt;math&amp;gt;A_i&amp;lt;/math&amp;gt; gleich null. Folglich ist das Integral über &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; insgesamt gleich null.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;z\in A_j(n)&amp;lt;/math&amp;gt; für irgendein &amp;lt;math&amp;gt;j&amp;lt;/math&amp;gt;, so ist das Dirac-Maß von &amp;lt;math&amp;gt;A_j(n)&amp;lt;/math&amp;gt; gleich &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;/math&amp;gt;; das Dirac-Maß für alle anderen Mengen &amp;lt;math&amp;gt;A_i(n)&amp;lt;/math&amp;gt; ist dann gleich null. Für das Integral der einfachen Funktionen &amp;lt;math&amp;gt;f_n&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich somit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\int_A f_n \mathrm{d}\delta_z=\alpha_j(n)=f_n(z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\lim_{n\rightarrow\infty}\int_A f_n \mathrm d\delta_z=\lim_{n\rightarrow\infty}f_n(z)=f(z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ist das Dirac-Integral gleich dem Funktionswert an der Stelle &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn &amp;lt;math&amp;gt;z\in A&amp;lt;/math&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Beweisführung erfolgt so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle &amp;lt;math&amp;gt;z\in\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;A\in\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt; gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
\int_A f\,\mathrm d\delta_z&lt;br /&gt;
&amp;amp;=  \int_{A\cap f^{-1}(\{f(z)\})} f\,\mathrm d\delta_z&lt;br /&gt;
+  \int_{A\setminus f^{-1}(\{f(z)\})} f\,\mathrm d\delta_z\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;=  \int_{\{x\in A \vert f(x) = f(z)\}} f\,\mathrm d\delta_z&lt;br /&gt;
+  \int_{\{x\in A \mid f(x) \neq f(z)\}} f\,\mathrm d\delta_z\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= f(z)\delta_z(A) + 0\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= f(z)\delta_z(A)\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= \begin{cases}f(z)&amp;amp;z\in A\\0&amp;amp;z\not\in A\end{cases}\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einelementige Teilmenge von &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt;\{f(z)\}\in\mathcal{B}&amp;lt;/math&amp;gt;. Urbilder messbarer Mengen sind messbar. Also ist &amp;lt;math&amp;gt;f^{-1}(\{f(z)\})\in\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt; und dementsprechend auch die Mengen, über die oben integriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls &amp;lt;math&amp;gt;\{z\}\in\mathcal{A}&amp;lt;/math&amp;gt;, so ist auch eine Integration über &amp;lt;math&amp;gt;A\cap\{z\}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;A\setminus\{z\}&amp;lt;/math&amp;gt; möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zählmaß (Maßtheorie)|Zählmaß]]&lt;br /&gt;
* [[Lebesgue-Maß]]&lt;br /&gt;
* [[Delta-Distribution]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Elliott H. Lieb]], [[Michael Loss]]: &#039;&#039;Analysis&#039;&#039; (= &#039;&#039;Graduate Studies in Mathematics.&#039;&#039; Bd. 14). 2nd Edition. American Mathematical Society, Providence RI 2001, ISBN 0-8218-2783-9.&lt;br /&gt;
* Jean Dieudonnè 1976: Treatise on analysis, Part 2 (Seite 100), ISBN 0-12-215502-5&lt;br /&gt;
* Benedetto, John (1997): [https://books.google.at/books?id=_SCeYgvPgoYC&amp;amp;pg=PA72&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;quot;§2.1.3 Definition, δ&amp;quot;] Harmonic analysis and applications. CRC Press (Seite 72), ISBN 0-8493-7879-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diracmass}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paul Dirac als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maß (Mathematik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Platte_(Graz)&amp;diff=787767</id>
		<title>Platte (Graz)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Platte_(Graz)&amp;diff=787767"/>
		<updated>2024-12-13T14:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Stephanienwarte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME=Platte&lt;br /&gt;
|BILD=Platte 08.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Platte von Osten (Fölling)&lt;br /&gt;
|HÖHE=651&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=AT&lt;br /&gt;
|LAGE=[[Graz]], [[Steiermark]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE=[[Grazer Bergland]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=47/6/46/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=15/28/10/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=AT-6&lt;br /&gt;
|DOMINANZ=1.48&lt;br /&gt;
|SCHARTENHÖHE=103&lt;br /&gt;
|DOMINANZ-BEZUG=[[Lineckberg]]&lt;br /&gt;
|SCHARTE=3. Plattenkreuz&lt;br /&gt;
|TYP=&lt;br /&gt;
|GESTEIN=[[Schiefer]], [[Phyllit]]e&lt;br /&gt;
|ALTER=[[Paläozoikum]]&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=[[#Stephanienwarte|Stephanienwarte]] ([[Aussichtsturm|AT]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Platte&#039;&#039;&#039; ist eine {{Höhe|651|AT|link=true}} hohe Erhebung im [[Graz]]er Stadtgebiet. Den Gipfel bildet ein etwa 1&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] großes Plateau, in dessen Mitte die &#039;&#039;Stephanienwarte&#039;&#039;, eine ehemalige Wetterstation, steht. Heute befindet sich am Turm eine moderne Umwelt- und Luftgüte-Überwachungsanlage. Die Erhebung ist touristisch erschlossen und bietet ein Graz-Panorama von der Stephanienwarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
Die Platte liegt im Stadtbezirk [[Mariatrost]] in der Katastralgemeinde [[Wenisbuch]]. Sie erhebt sich rund 250&amp;amp;nbsp;m über dem Tal des [[Mariatroster Bach]]es und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Pfangberg ein kleines Massiv. Nach Südwesten verläuft ein Hügelkamm weiter zu Rosenberg und [[Reinerkogel]], im Norden trennt der Taleinschnitt von Wenisbuch die Erhebung von [[Lineckberg]] und [[Hauenstein (Grazer Bergland)|Hauenstein]]. Im Südosten trennt die [[Rettenbachklamm]] die Platte vom [[Kogelberg (Grazer Bergland)|Kogelberg]]. Zufahrten mit dem Auto sind über den Hinteren Plattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz beim 2. Plattenkreuz möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man bis zur Warte hinauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stephanienwarte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefanienwarte Platte Graz.jpg|mini|links|Stephanienwarte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanienwarte Ausblick 2022.jpg|links|mini|Blick von der Stephaniewarte auf die Stadt.]]&lt;br /&gt;
1839 errichtete man unter der Schirmherrschaft des Rechnungsrates Franz Göbel einen hölzernen Aussichtspavillon. Der Standort befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch im [[Bezirk Graz-Umgebung]]. Entworfen hat die erste Warte auf der Platte Wenzel Heger. Sie verfiel in den Folgejahrzehnten trotz Renovierungsmaßnahmen komplett.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kniely 441&amp;quot;&amp;gt;Kniely: &#039;&#039;Aussichtswarten um Graz&#039;&#039;, S. 441.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. April 1880 erwarb der Steirische Gebirgsverein den Gipfel der Platte mitsamt einer [[Servitut]], die einen freien Zugang zum Turm gewährt. Das Projekt von J. G. Wolf ging als Siegerprojekt aus sieben Einreichungen für den Neubau der Warte hervor. Sockel und Kanten sind aus vermauerten Bruchsteinen, die Seitenflächen mit roten Ziegelsteinen aufgefüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kniely 441&amp;quot; /&amp;gt; Die 18 Meter&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.outdooractive.com/de/aussichtsturm/steiermark/stephanienwarte-platte/1712829/ Stephanienwarte/Platte] auf &#039;&#039;outdooractive.com&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; hohe Warte betritt man durch einen Torbogen; einem Erdgeschoß im [[Renaissance]]-Stil folgt das Mittelgeschoß mit [[Neobarock|neubarocken]] Stilelementen. Den Aussichtsbereich umläuft ein Eisengitter mit Ornamenten und auf vier Eisensäulen ruht das Blechdach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kniely 444&amp;quot;&amp;gt;Kniely: &#039;&#039;Aussichtswarten um Graz&#039;&#039;, S. 444.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Grundsteinlegung im Juli 1880 fand am 19. September die Eröffnung der Warte statt. Benannt ist sie nach [[Stephanie von Belgien]], verlobt im März 1880 und verheiratet im Mai 1881 mit [[Rudolf von Österreich-Ungarn|Kronprinz Rudolf]], nach der auch die [[Stephaniewarte]] am Wiener [[Kahlenberg]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren sorgte ein Turmaufseher für Ordnung. 1968 erfolgte eine Renovierung und der Österreichische Versuchssenderverband benützte die Warte für seine Zwecke mit. 1972 erwarb die Alpenvereinssektion Graz ein großes Areal um die Stephanienwarte, um es vor Verbauung zu schützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kniely 444&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1977 war im Turm eine Funkleiteinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes für den Katastrophenschutz installiert, die 1995 auf den Plabutsch verlegt wurde. 1979 erfolgte eine neuerliche Renovierung, ab 1989 kam eine Luftgüteüberwachungsstation hinzu, die 1991 für Ozonmessung erweitert wurde. Die [[Alpenverein Graz|Sektion Graz]] des [[Österreichischer Alpenverein|Österreichischen Alpenvereins]] ist momentaner Besitzer der Stephanienwarte, die seit 2010 frei zugänglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.graz.at/cms/beitrag/10151948/1618648/ |wayback=20140407072956 |text=Eröffnung der Stephanienwarte |archiv-bot=2018-12-11 15:54:46 InternetArchiveBot }}, graz.at vom 9. August 2010, abgerufen am 31. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kniely 445&amp;quot;&amp;gt;Kniely: &#039;&#039;Aussichtswarten um Graz&#039;&#039;, S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Renate Kniely: &#039;&#039;Aussichtswarten um Graz&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39.&#039;&#039; Graz 2009. S. 413–457.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Grazer Aussichtswarten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in der Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Graz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vollst%C3%A4ndigkeit_(Statistik)&amp;diff=1831019</id>
		<title>Vollständigkeit (Statistik)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vollst%C3%A4ndigkeit_(Statistik)&amp;diff=1831019"/>
		<updated>2024-12-13T12:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Erläuterung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Vollständigkeit&#039;&#039;&#039; bezeichnet man in der [[Schätztheorie]], einem Teilgebiet der [[mathematische Statistik|mathematischen Statistik]], eine Eigenschaft von [[Verteilungsklasse]]n, [[σ-Algebra|σ-Algebren]] oder [[Messbare Funktion|messbaren Funktionen]]. Im Allgemeinen sind vollständige Verteilungsklassen „groß“, wohingegen vollständige σ-Algebren „klein“ sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vollständigkeit spielt meist in Verbindung mit der [[Suffiziente Statistik|Suffizienz]] eine Rolle. So liefert sie Kriterien für die [[Minimalsuffizienz]] oder die Existenz [[gleichmäßig bester erwartungstreuer Schätzer]] mittels des [[Satz von Lehmann-Scheffé|Satzes von Lehmann-Scheffé]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
=== Für Verteilungsklassen ===&lt;br /&gt;
Gegeben sei ein [[Messraum (Mathematik)|Messraum]] &amp;lt;math&amp;gt; (X, \mathcal A) &amp;lt;/math&amp;gt; und eine Menge &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; von [[Wahrscheinlichkeitsmaß]]en auf diesem Messraum. Dann heißt &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; vollständig, wenn die Menge der &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt;-Nullschätzer &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P&amp;lt;/math&amp;gt;-trivial ist. Sprich für alle&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; f \in \mathcal L(X, \mathcal A, \mathcal P) \text{ mit } \operatorname{E}_P(f)=0 \quad  \mathrm{f\ddot ur \;alle\;}P \in \mathcal P&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; f=0 \quad \mathcal P\text{-fast sicher} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; den Raum aller &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt;-integrierbaren Funktionen (siehe [[Lp-Raum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für σ-Algebren ===&lt;br /&gt;
Eine Unter-σ-Algebra &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal T &amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal A &amp;lt;/math&amp;gt; heißt vollständig für &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt;, wenn &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P|_{\mathcal T} &amp;lt;/math&amp;gt; vollständig auf dem Messraum &amp;lt;math&amp;gt; (X, \mathcal T) &amp;lt;/math&amp;gt; ist. Dabei bedeutet &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P|_{\mathcal T} &amp;lt;/math&amp;gt;, dass man den Definitionsbereich aller Wahrscheinlichkeitsmaße in &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; auf die kleinere σ-Algebra &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal T &amp;lt;/math&amp;gt; einschränkt.&lt;br /&gt;
=== Für Statistiken ===&lt;br /&gt;
Eine Statistik &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; T:(X, \mathcal A) \to (Y, \mathcal A^*) &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heißt vollständig, wenn die von ihr [[Initial-σ-Algebra|erzeugte σ-Algebra]] &amp;lt;math&amp;gt; \sigma(T) &amp;lt;/math&amp;gt; vollständig ist bzw. &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P|_{\sigma(T)} &amp;lt;/math&amp;gt; vollständig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Verteilungsklasse &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; mit einem Index &amp;lt;math&amp;gt; \vartheta &amp;lt;/math&amp;gt; versehen, man schreibt dann &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P =(P_\vartheta)_{\vartheta \in \Theta} &amp;lt;/math&amp;gt;. Formuliert man in dieser Schreibweise die Vollständigkeit aus, so erhält man die gängige Definition:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Statistik &amp;lt;math&amp;gt; T &amp;lt;/math&amp;gt; heißt vollständig, wenn für alle integrierbaren &amp;lt;math&amp;gt; g &amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \operatorname E_\vartheta(g(T)) = 0\quad  \mathrm{f\ddot ur \;alle\;} \vartheta \in \Theta &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
immer folgt, dass&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; P_\vartheta(g(T)=0)=1 \quad  \mathrm{f\ddot ur \;alle\;}\vartheta \in \Theta &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung ==&lt;br /&gt;
Intuitiv zugänglicher ist die folgende Definition der Vollständigkeit einer Verteilungsklasse: Eine Verteilungsklasse ist vollständig genau dann, wenn sie eine [[trennende Familie]] für &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; ist. Das heißt, für beliebige &amp;lt;math&amp;gt; f,g \in \mathcal L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \int f \mathrm d P = \int g \mathrm d P \quad  \text{für alle } P \in \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
folgt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; f=g \quad \mathcal P\text{-fast sicher.} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilungsklasse &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; ist also groß genug, um alle Funktionen aus &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; unterscheiden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenbeispiele ==&lt;br /&gt;
Seien &amp;lt;math&amp;gt;X_1, X_2&amp;lt;/math&amp;gt; [[unabhängig und identisch verteilte Zufallsvariablen]] mit Erwartungswert &amp;lt;math&amp;gt;\vartheta&amp;lt;/math&amp;gt; und beschränkter Varianz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{E}[ X_1 - X_2 ] = \operatorname{E}[ g(X_1,X_2) ] = 0&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Funktion &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; ist also ein erwartungstreuer Schätzer von 0 und der Integrand ist nicht die [[Nullfunktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präzisierungen ==&lt;br /&gt;
=== Beschränkte Vollständigkeit ===&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt; B(X, \mathcal A) &amp;lt;/math&amp;gt; die Menge der beschränkten Funktionen auf &amp;lt;math&amp;gt; (X, \mathcal A) &amp;lt;/math&amp;gt;. Eine Verteilungsklasse &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P &amp;lt;/math&amp;gt; heißt &#039;&#039;&#039;beschränkt vollständig&#039;&#039;&#039;, wenn sie vollständig für &amp;lt;math&amp;gt; B(X, \mathcal A) \cap L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; ist. Die Definitionen einer beschränkt vollständigen σ-Algebra und einer beschränkt vollständigen Statistik folgen wie oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== L-Vollständigkeit ===&lt;br /&gt;
Für eine gegebene Menge von Funktionen &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L  &amp;lt;/math&amp;gt; heißt eine Verteilungsklasse &#039;&#039;&#039;&amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständig&#039;&#039;&#039;, wenn sie vollständig für &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L \cap L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; ist. Die Definitionen einer &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständigen σ-Algebra und einer &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständigen Statistik folgen wie oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschränkte L-Vollständigkeit ===&lt;br /&gt;
Die beiden obigen Begriffe lassen sich auch kombinieren: Eine Verteilungsklasse heißt &#039;&#039;&#039;beschränkt &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständig&#039;&#039;&#039;, wenn sie vollständig für &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L \cap  B(X, \mathcal A) \cap L(X, \mathcal A, \mathcal P) &amp;lt;/math&amp;gt; ist. Die Definitionen einer beschränkt &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständigen σ-Algebra und einer beschränkt &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal L &amp;lt;/math&amp;gt;-vollständigen Statistik folgen wie oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Statistische Vollständigkeit ist eine Voraussetzung für den [[Satz von Lehmann-Scheffé]], in diesem Zusammenhang wurde der Begriff von [[Erich Leo Lehmann|E. L. Lehmann]] und H. Scheffé auch in die Statistik eingeführt. Die [[Sätze von Basu]] stellen einen Zusammenhang zwischen der Vollständigkeit, der [[Suffiziente Statistik|Suffizienz]] und der [[Verteilungsfreiheit]] her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur|Autor=Ludger Rüschendorf|Titel=Mathematische Statistik|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin Heidelberg|Jahr=2014|ISBN=978-3-642-41996-6|DOI=10.1007/978-3-642-41997-3}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur|Autor=Claudia Czado, Thorsten Schmidt|Titel=Mathematische Statistik|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin Heidelberg|Jahr=2011|ISBN=978-3-642-17260-1|DOI=10.1007/978-3-642-17261-8}}&lt;br /&gt;
* E.L. Lehmann, H. Scheffé: &#039;&#039;Completeness, similar regions, and unbiased estimation. I.&#039;&#039; In: Sankhyā. 10, Nr. 4, 1950, S. 305–340.&lt;br /&gt;
* E.L. Lehmann, H. Scheffé: &#039;&#039;Completeness, similar regions, and unbiased estimation. II.&#039;&#039; In: Sankhyā. 15, Nr. 3, 1955, S. 219–236.&lt;br /&gt;
* Helmut Pruscha: &#039;&#039;Vorlesungen über Mathematische Statistik.&#039;&#039; B. G. Teubner, Stuttgart 2000, ISBN 3-519-02393-8, Abschnitt II.3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stichprobentheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schätztheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rodrigues-Formel&amp;diff=812050</id>
		<title>Rodrigues-Formel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rodrigues-Formel&amp;diff=812050"/>
		<updated>2024-12-04T13:22:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Herleitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Rodrigues-Formel&#039;&#039;&#039;, benannt nach [[Olinde Rodrigues]], ist eine Formel für die [[Exponentialfunktion]] einer antisymmetrischen 3×3-Matrix, welche in Matrixform ein Kreuzprodukt beschreibt. Sie lautet:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\exp([a]_{\times}) = &lt;br /&gt;
I + \sin(\|a\|) \begin{bmatrix}\dfrac{a}{\|a\|}\end{bmatrix}_{\times} + &lt;br /&gt;
(1 - \cos(\|a\|)) \begin{bmatrix}\dfrac{a}{\|a\|}\end{bmatrix}_{\times}^2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; die 3×3-[[Einheitsmatrix]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Hauptanwendung liegt darin, dass das Ergebnis eine Drehung um die Achse &amp;lt;math&amp;gt; a &amp;lt;/math&amp;gt; mit Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\|a\|&amp;lt;/math&amp;gt; als Matrix beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exponentialfunktion lässt sich in eine unendliche [[Reihe (Mathematik)|Reihe]], die für alle Werte aus &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; [[Absolute Konvergenz|absolut konvergiert]], entwickeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\exp(x) = \sum_{n = 0}^{\infty} \frac{x^n}{n!}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleichung kann auch für beliebige quadratische [[Matrix (Mathematik)|Matrizen]] angewendet werden. Eine, die sich wegen ihrer besonderen Eigenschaften dafür eignet, ist die Matrix des [[Kreuzprodukt]]es. Sie lautet für den dreidimensionalen, reellen Raum &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{R}^3&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\vec{a} = \begin{pmatrix}a_1 \\ a_2 \\ a_3\end{pmatrix}&lt;br /&gt;
\qquad&lt;br /&gt;
[a]_{\times}=&lt;br /&gt;
\begin{pmatrix}&lt;br /&gt;
    0   &amp;amp; -a_3 &amp;amp; a_2 \\&lt;br /&gt;
    a_3 &amp;amp; 0    &amp;amp; -a_1 \\&lt;br /&gt;
   -a_2 &amp;amp; a_1  &amp;amp; 0 &lt;br /&gt;
\end{pmatrix}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ausmultiplizieren erhält man folgende Formel:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
[a]_{\times}^3 = [a]_{\times} \cdot [a]_{\times} \cdot [a]_{\times} = - \|a\|^2 \cdot [a]_{\times}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;\|a\| = \sqrt{a_1^2+a_2^2+a_3^2}&amp;lt;/math&amp;gt; die Norm des Vektors &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass man Potenzen der Matrix &amp;lt;math&amp;gt;[a]_{\times}&amp;lt;/math&amp;gt; stets auf Potenzen mit Exponenten kleiner 3 reduzieren kann. Daher sind diese Matrizen für das Einsetzen in Potenzreihen geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Sinus]] und [[Kosinus|Cosinus]] gibt es ebenfalls Taylorentwicklungen. Sie lauten:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\sin (x) = \sum_{n=0}^\infty (-1)^n\frac{x^{2n+1}}{(2n+1)!} = \frac{x}{1!}-\frac{x^3}{3!}+\frac{x^5}{5!}-\cdots&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\cos (x) = \sum_{n=0}^\infty (-1)^n\frac{x^{2n}}{(2n)!} = 1-\frac{x^2}{2!}+\frac{x^4}{4!}-\cdots&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gleichungen können kombiniert werden: Terme mit geradem Exponenten können durch die Cosinus-Entwicklung und Terme mit ungeradem Exponenten durch die Sinus-Entwicklung ersetzt werden. Nach einigen Vereinfachungen erhält man die Rodrigues-Gleichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;R(a) = \exp([a]_{\times})&amp;lt;/math&amp;gt;. Dann gilt: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R(-a) \,=\, R(a)^{-1} \,=\, R(a)^T&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R(a) \cdot a = a&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung == &lt;br /&gt;
Vor allem in der [[Robotik]] und in der [[Computergrafik]] spielt die Rodrigues-Formel eine Rolle. Es existiert immer ein Koordinatensystem, definiert durch &amp;lt;math&amp;gt;\left(e_1, e_2, \dfrac{a}{\|a\|}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;, in dem für einen Vektor &amp;lt;math&amp;gt;\vec{a}&amp;lt;/math&amp;gt; gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec{a} = \begin{pmatrix}0 \\ 0 \\ \alpha\end{pmatrix}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass die Matrix &amp;lt;math&amp;gt;\exp([a]_{\times})&amp;lt;/math&amp;gt; eine Rotation um die Achse &amp;lt;math&amp;gt;\dfrac{a}{\|a\|}&amp;lt;/math&amp;gt; repräsentiert. Der Drehwinkel ist dabei &amp;lt;math&amp;gt;\|a\|&amp;lt;/math&amp;gt;, also die Länge des Vektors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. E. H. Ismail: &#039;&#039;Classical and Quantum Orthogonal Polynomials in One Variable.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge UK 2005, ISBN 0-521-78201-5.&lt;br /&gt;
* O. Faugeras: &#039;&#039;Three-Dimensional Computer Vision - A Geometric Viewpoint.&#039;&#039; MIT Press, Cambridge MA 1993, ISBN 0-262-06158-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lineare Algebra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Rotation vectorielle#Cas général]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Authigene_Bildung&amp;diff=170046</id>
		<title>Authigene Bildung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Authigene_Bildung&amp;diff=170046"/>
		<updated>2024-12-03T07:47:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;authigen&#039;&#039;&#039; werden in der [[Petrographie]] Komponenten eines [[Gestein]]s, in der Regel Mineralkörner oder -[[Mineralaggregat|aggregate]] bzw. das entsprechende [[Mineral]], bezeichnet, die „an Ort und Stelle“ entstanden sind. Das Gegenteil von authigen ist [[allothigen]]. Beide Bezeichnungen wurden im Jahre 1880 vom deutschen Geologen [[Ernst Louis Kalkowsky|Ernst Kalkowsky]] in die Fachliteratur eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Kalkowsky: &#039;&#039;Über die Erforschung der archäischen Formationen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie.&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1, 1880, S.&amp;amp;nbsp;1–28 (S.&amp;amp;nbsp;4, [https://www.biodiversitylibrary.org/page/44077301 BHL]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Sedimentgestein]]en werden damit Gesteinsbestandteile bezeichnet, die sich erst nach Ablagerung des Sedimentes gebildet haben, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Glaukonit]] oder [[Pyrit]] (siehe auch →&amp;amp;nbsp;[[Diagenese]]). Bisweilen wird die Bezeichnung auch für das gesamte Gestein verwendet, etwa bei [[Kalkstein]]en, die überwiegend aus Material bestehen, das direkt aus der Wassersäule passiv ausgefällt wurde oder von Organismen im Ablagerungsraum abgeschieden wurde. In diesem Zusammenhang spricht man auch von [[Autochthon (Geologie)|autochthonen]] oder &#039;&#039;in situ&#039;&#039; gebildeten Sedimenten bzw. Sedimentgesteinen. Ein Gestein, bei dem die Bezeichnung &#039;&#039;authigen&#039;&#039; im eigentlichen Sinne zutrifft, ist [[Phosphorit]], da die Phosphatabscheidung tatsächlich frühdiagenetisch abläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Magmatisches Gestein|magmatischen Gesteinen]] bedeutet &#039;&#039;authigen&#039;&#039;, dass die entsprechenden Komponenten durch Kristallisation aus ein und demselben Magma bzw. ein und derselben Lava hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Metamorphes Gestein|metamorphen Gesteinen]] sind all jene Minerale &#039;&#039;authigen&#039;&#039;, die während der Metamorphose entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christiane Martin, Manfred Eiblmaier (Hrsg.): &#039;&#039;Lexikon der Geowissenschaften. In sechs Bänden.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2000–2002.&lt;br /&gt;
* Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &#039;&#039;Geologisches Wörterbuch.&#039;&#039; 12.&amp;amp;nbsp;Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S.&amp;amp;nbsp;13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diphthongierung&amp;diff=263852</id>
		<title>Diphthongierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diphthongierung&amp;diff=263852"/>
		<updated>2024-11-22T15:29:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Diphthongierung im Deutschen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{deutschsprachig|Die Situation in anderen Sprachen ist vorhanden, kann aber ausgebaut werden, insbesondere was die Lautschriftergänzung angeht, aber auch Beispiele können hinzugefügt werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Diphthongierung&#039;&#039;&#039; ist ein [[Lautwandel]], der aus einem einfachen [[Vokal]] (einem [[Monophthong]]) eine Folge von zwei Vokalen (einen [[Diphthong]]) werden lässt. Der umgekehrte Lautwandel heißt [[Monophthongierung]]. Die Diphthongierung ist ein Lautwandel, der nur Vokale betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diphthongierung im Deutschen ==&lt;br /&gt;
Eine Diphthongierung im frühen [[Althochdeutsch]]en ging vor allem vom [[Altfränkisch (Sprache)|Altfränkischen]] aus. Dabei hat sich der Langvokal &#039;&#039;ō&#039;&#039; zu &#039;&#039;ua&#039;&#039; oder &#039;&#039;uo&#039;&#039; und der Langvokal &#039;&#039;ē&#039;&#039; zu &#039;&#039;ia&#039;&#039; oder &#039;&#039;ie&#039;&#039; entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Sonderegger (Germanist)|Stefan Sonderegger]]: &#039;&#039;Althochdeutsche Sprache und Literatur. Eine Einführung in das älteste Deutsch. Darstellung und Grammatik.&#039;&#039; 3., durchgesehene und wesentlich erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-11-017288-7, S. 255 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die entstandenen Zwielaute wurden erst in frühneuhochdeutscher Zeit wieder [[Monophthongierung|monophthongiert]] zu langem &#039;&#039;ū&#039;&#039; und langem &#039;&#039;ī&#039;&#039;. Der einstige Diphthong &#039;&#039;ie&#039;&#039; spiegelt sich noch heute in der Schreibung &#039;&#039;ie&#039;&#039;. In den [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen Dialekten]] sind die Diphthonge allerdings bis heute erhalten; vergleiche oberdeutsch &#039;&#039;Buech&#039;&#039; [{{IPA|buəχ}}], &#039;&#039;müed&#039;&#039; [{{IPA|myəd}}], &#039;&#039;lieb&#039;&#039; [{{IPA|liəb}}] gegenüber standarddeutsch &#039;&#039;Buch&#039;&#039; [{{IPA|buːx}}]&amp;lt;!--https://de.wiktionary.org/wiki/Buch nennt abweichend „[{{IPA|buːχ}}]“--&amp;gt;, &#039;&#039;müde&#039;&#039; [{{IPA|ˈmyːdə}}], &#039;&#039;lieb&#039;&#039; [{{IPA|liːb}}].&amp;lt;ref name=&amp;quot;König&amp;quot;&amp;gt;Vgl. [[Werner König (Linguist)|Werner König]], Hans-Joachim Paul: &#039;&#039;dtv-Atlas. Deutsche Sprache&#039;&#039; (= &#039;&#039;dtv.&#039;&#039; 3025). 18., durchgesehene und korrigierte Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2015, ISBN 978-3-423-03025-0&amp;lt;!--Seitenzahl folgt--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das heutige Deutsch ist vor allem die sogenannte &#039;&#039;[[Frühneuhochdeutsch|neuhochdeutsch]]e Diphthongierung&#039;&#039; wichtig. Darunter versteht man die Entwicklung der Langvokale &#039;&#039;î, û&#039;&#039; und &#039;&#039;iu&#039;&#039; (gesprochen: ü [{{IPA|y}}]) zu &#039;&#039;ei, au&#039;&#039; und &#039;&#039;eu/äu&#039;&#039; (Merkworte: &#039;&#039;mîn niuweȥ hûs&#039;&#039; zu &#039;&#039;mein neues Haus&#039;&#039;). Die neuhochdeutsche Diphthongierung ging ab dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vom Südosten des deutschen Sprachraums (heutiges [[Kärnten]], [[Steiermark]]) aus und verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten nordwärts in den mitteldeutschen Sprachraum. Von dort machten sich die Veränderungen auch in der entstehenden neuhochdeutschen Standardsprache geltend. Die [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutschen]] Dialekte im Norden, die [[Ripuarische Dialekte|ripuarischen]] im Westen und die [[Alemannische Dialekte|alemannischen]] im Südwesten des deutschen Sprachraums (ohne Schwäbisch) übernahmen diese Veränderungen nicht und verharren diesbezüglich in älterem Sprachzustand; vergleiche &lt;br /&gt;
niederdeutsch, ripuarisch und alemannisch &#039;&#039;Is, Iis (Ys)&#039;&#039; [{{IPA|iːs}}], &#039;&#039;Für, Füür&#039;&#039; [{{IPA|fyːɐ̯ fyːr}}], &#039;&#039;Hus, Huus&#039;&#039; [{{IPA|huːs}}] gegenüber standarddeutsch &#039;&#039;Eis&#039;&#039; [{{IPA|aɪ̯s}}], &#039;&#039;Feuer&#039;&#039; [{{IPA|ˈfɔɪ̯ɐ}}], &#039;&#039;Haus&#039;&#039; [{{IPA|haʊ̯s}}].&amp;lt;ref name=&amp;quot;König&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings kennen insbesondere die [[Oberrheinalemannisch|nieder-]], [[Bodenseealemannisch|mittel-]] und [[hochalemannisch]]en Dialekte im Gegensatz zum [[Höchstalemannisch|Höchstalemannischen]] Diphthongierung im [[Auslaut]] und im [[Hiat]] (z.&amp;amp;nbsp;B. hochalemannisch &#039;&#039;frei&#039;&#039; [{{IPA|freɪ}}] „frei“, &#039;&#039;schneie&#039;&#039; [{{IPA|ʃneɪə}}] „schneien“, &#039;&#039;Bou&#039;&#039; [{{IPA|boʊ}}] „Bau“, &#039;&#039;boue&#039;&#039; [{{IPA|boʊə}}] „bauen“, &#039;&#039;nöi&#039;&#039; [{{IPA|nøɪ}}] „neu“ vs. höchstalem. &#039;&#039;frii (fry)&#039;&#039; [{{IPA|friː}}], &#039;&#039;schniie (schnye)&#039;&#039; [{{IPA|ʃniːə}}], &#039;&#039;Buu&#039;&#039; [{{IPA|buː}}], &#039;&#039;buue&#039;&#039; [{{IPA|buːə}}], &#039;&#039;nüü&#039;&#039; [{{IPA|nyː}}]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]].&#039;&#039; Band 1: &#039;&#039;Lautgeographie. Vokalqualität.&#039;&#039; Francke, Bern 1962, Karte 148–159; beziehungsweise [[Helen Christen]], [[Elvira Glaser]], Matthias Friedli (Hrsg.): &#039;&#039;Kleiner Sprachatlas der deutschen Schweiz.&#039;&#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage. Huber, Frauenfeld 2015, ISBN 978-3-7193-1589-4, Karte 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuhochdeutsche Diphthongierung hat nichts mit der sogenannten [[Zweite Lautverschiebung|hochdeutschen Lautverschiebung]] zu tun, die deutlich früher stattfand und ausschließlich [[Konsonant]]en betraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diphthongierung in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Das Phänomen der Diphthongierung findet man auch in der Geschichte vieler anderer Sprachen, so in der [[Frühneuenglische Vokalverschiebung|frühneuenglischen Vokalverschiebung]] und im [[Tschechische Sprache|Tschechischen]], wo zum Beispiel &#039;&#039;u:&#039;&#039;  zu &#039;&#039;ou&#039;&#039; wurde. Auch bestimmte [[Polnische Sprache|polnische]] Dialekte sind durch eine starke Diphthongierung gekennzeichnet, insbesondere das [[Podhalisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für [[romanische Sprachen]], namentlich das [[Italienische Sprache|Italienische]] und [[Spanische Sprache|Spanische]], ist die Diphthongierung charakteristisch. Im Italienischen betrifft sie [[Phon (Linguistik)|Laute]], die im [[Lateinische Sprache|Lateinischen]] kurz intoniert und in offener Tonsilbe waren: &#039;&#039;natare → n&#039;&#039;&#039;uo&#039;&#039;&#039;tare&#039;&#039;, &#039;&#039;pede → p&#039;&#039;&#039;ie&#039;&#039;&#039;de&#039;&#039;. Im Spanischen wurden auch geschlossene Tonsilben diphthongiert (lat. &#039;&#039;tempus&#039;&#039;, it. &#039;&#039;tempo&#039;&#039;, sp. &#039;&#039;t&#039;&#039;&#039;ie&#039;&#039;&#039;mpo&#039;&#039;). Im [[Neapolitanische Sprache|Neapolitanischen]] tritt Diphthongierung auch im Rahmen der [[Metaphonie]] („Umlaut“) auf, z.&amp;amp;nbsp;B. &#039;&#039;pòrto&#039;&#039; → &#039;&#039;portə&#039;&#039; ‚ich trage‘, aber &#039;&#039;pòrt&#039;&#039;&#039;i&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; → &#039;&#039;p&#039;&#039;&#039;uó&#039;&#039;&#039;rtə&#039;&#039; ‚du trägst‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kontinentalwestgermanisches Dialektkontinuum]] (deutscher und niederländisch/flämischer Sprachraum)&lt;br /&gt;
* [[Alemannische Dialekte]] (westoberdeutscher Sprachraum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &#039;&#039;Metzler-Lexikon Sprache.&#039;&#039; 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2010, ISBN 978-3-476-02335-3.&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &#039;&#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&#039;&#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&lt;br /&gt;
* Christopher J. Wells: &#039;&#039;Deutsch: eine Sprachgeschichte bis 1945&#039;&#039; (= &#039;&#039;Reihe Germanistische Linguistik.&#039;&#039; 93, &#039;&#039;Reihe Germanistische Linguistik. Kollegbuch.&#039;&#039;). Max Niemeyer, Tübingen 1990, ISBN 3-484-10638-7, S. 328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Diphthongierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4150090-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetische Gesetze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Essig-Rose&amp;diff=591094</id>
		<title>Essig-Rose</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Essig-Rose&amp;diff=591094"/>
		<updated>2024-11-22T14:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Nutzung der Gallica-Rosen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Essig-Rose&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Rosa gallica&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Rosa&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Untergattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Rosen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Rosa&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Rosoideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Wild Rosa gallica Romania.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Essig-Rose (&#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Essig-Rose&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039;),&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; auch &#039;&#039;&#039;Gallica-Rose&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Rosen]] (&#039;&#039;Rosa&#039;&#039;) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Rosengewächse]] (Rosaceae). Sie ist eine robuste [[Wildrosen|Wildrose]], die seit vielen Jahrhunderten kultiviert wird und von der viele unserer heutigen [[Garten-Rosen]] abstammen; sie wird zu den [[Alte Rosen|Alten Rosen]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Essig-Rose wächst als sommergrüner,&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; gedrungener, aufrechter [[Strauch]] und erreicht Wuchshöhen von etwa 1 Meter. Es werden weithin kriechende [[Stolo|Ausläufer]] gebildet. Die Zweige sind grün oder stumpfgrün. Die Stacheln sind sehr ungleich, meist gekrümmt, aber auch gerade und oft mit zahlreichen mehr oder weniger geraden Stachelborsten  und Stieldrüsen besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 bis 6 Zentimeter langen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind unpaarig gefiedert mit meist drei oder fünf, selten sieben Fiederblättchen. Der Blattstiel und -spindel sind durch Drüsen und Haken rau. Die ledrigen Fieder[[blättchen]] sind bei einer Breite von 2 bis 6 Zentimetern breit elliptisch oder eiförmig mit abgerundeter bis herzförmiger Basis und stumpfem oder plötzlich zugespitztem oberen Ende. Die Oberseite der Fiederblättchen ist dunkelgrün sowie rau und die Unterseits heller sowie oft leicht behaart. Die Sommerblätter bleiben bis in den Winter am Strauch. Die Nebenblätter sind schmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosa gallica hip.jpg|mini|130px|Hagebutte von &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; &#039;Versicolor&#039;]]&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Blüten stehen meist einzeln auf dicken, drüsigen Blütenstielen. Tragblätter sind vorhanden. Die Blütenstiele, Blütenbecher und die Kelchblätter sind meist stieldrüsig. Die duftenden, zwittrigen [[Blüte]]n sind bei einem Durchmesser von 4 bis 6&amp;amp;nbsp;Zentimetern [[radiärsymmetrisch]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die äußeren [[Kelchblätter]] sind stark gefiedert, nach der Blüte straff zurückgeschlagen und hinfällig. Die fünf [[Kronblätter]] sind ausgerandet, hellrot bis dunkelpurpurn, sie haben einen hellen Nagel. Die kurzen Griffel sind frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hagebutten]] sind bei einer Länge von etwa 1,5 Zentimetern kugelig oder birnenförmig, wenig fleischig, vor der Reife drüsenborstig und färben sich bei Reife braunrot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 21 oder 28.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Bei der Essig-Rose handelt es sich um einen [[Nanophanerophyt]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; Die [[vegetative Vermehrung]] geschieht durch unterirdische [[Stolo|Ausläufer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] fehlt die Essig-Rose nördlich von Main und Mosel (mit Ausnahme der südlichen [[Eifel]], der [[Rhön]] und der [[Haßberge]]). In den Mittelgebirgen mit kalkhaltigem Gestein ist sie selten, sie bildet dort aber oft lockere Bestände; in den Alpen fehlt sie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gallica-Rose wächst wild in [[Laubwald|Laubwäldern]] und auf trockenen Wiesen in [[Mitteleuropa]] und [[Südeuropa]]. Sie wurde schon von den [[Römer]]n als [[Heilpflanze]], zur Herstellung von Parfüm und [[Rosenessig]] in [[Plantage]]n angebaut. Als Heilpflanze wurde sie nach Untergang des römischen Reiches in Klostergärten, später auch als [[Zierpflanze]] in privaten Gärten angepflanzt. Sie kann wurzelecht vermehrt werden und treibt [[Stolo|Ausläufer]], die im Garten schwer wieder zu entfernen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wärmeliebende Essig-Rose braucht Frühjahrsnässe und Sommertrockenheit in Licht- bis Halbschattenlage. Sie gedeiht am besten auf [[nährstoff]]reichen, aber [[Kalkhaltiger Boden|kalkarmen]], schweren [[Lehm]]- oder [[Ton (Bodenart)|Tonböden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele1994&amp;quot; /&amp;gt; Sie besiedelt Waldränder und Wegraine im Hügel- und im Bergland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele1994&amp;quot; /&amp;gt; Sie kommt in Mitteleuropa vor allem in Gesellschaften der Verbände Berberidion oder Geranion sanguinei, aber auch in denen der Ordnung Quercetalia pubescentis oder des Verbands Carpinion vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung von &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; erfolgte durch [[Carl von Linné]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; ist die einzige Art der [[Sektion (Biologie)|Sektion]] &#039;&#039;Rosa&#039;&#039; in der Untergattung &#039;&#039;Rosa&#039;&#039; innerhalb der Gattung &#039;&#039;[[Rosen|Rosa]]&#039;&#039;. In [[molekulargenetisch]]en Studien befindet sich &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; innerhalb der [[Klade]] der Sektion &#039;&#039;[[Hundsrosen|Caninae]]&#039;&#039;, verfügt jedoch über eine normale [[Meiose]] (vrgl. [[Canina-Meiose]]). Sie oder eine unbekannte/ausgestorbene nah verwandte Art könnte eine der Elternarten der [[Allopolyploidie|allopolyploiden]] &#039;&#039;Caninae&#039;&#039;-Arten sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wissemann2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Gallica-Rosen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosa &amp;amp;#039;Officinalis&amp;amp;#039; (14412468251).jpg|mini|Rosa gallica &#039;Officinalis&#039;]]&lt;br /&gt;
Neben ihrem Duft und ihrer Zierde für Gärten wird die &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; schon seit dem Altertum für die Herstellung von [[Rosenöl]], Rosenwasser, Rosenessig und ihre Blütenblätter als Tee von Apothekern genutzt. Der Auszug der Blüten wirkt [[adstringierend]] und wird zur Heilung im Mund- und Rachenbereich, zum Gurgeln sowie zur Behandlung schlecht heilender Wunden verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sorten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbpalette der Gallica-Rosen liegt hauptsächlich in einem Bereich zwischen kräftigem oder dunklem Rosa über leuchtendes [[Purpur (Farbe)|Purpur]]-, [[Magenta (Farbe)|Magenta]]- oder Kirschrot bis hin zu ganz dunklen Weinrot- und Purpurttönen; es gibt auch einige Sorten in hellen Rosatönen. Die schon im Mittelalter bekannte magentarote Sorte &#039;Officinalis&#039; (Apotheker-Rose) war im 15. Jahrhundert als &#039;Red Rose of Lancaster&#039; das Symbol des [[Haus Lancaster|Hauses Lancaster]]. Ihr gegenüber stand die &#039;&#039;[[Rosa alba]]&#039;&#039;, die &#039;Weiße Rose&#039; der Adelsfamilie des [[Haus York|Hauses York]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekannter Sport (plötzlich auftretende [[Mutation]]), der aus der Sorte &#039;Officinalis&#039; vor 1583 (Erwähnung bei [[Carolus Clusius]] als Rosa gallica variegata) entstanden ist, heißt &#039;Versicolor&#039; oder auch &#039;Rosa Mundi&#039; und hat hell [[karmesinrot]]-weiß gestreifte Blüten. Die &#039;Rosa Mundi&#039; wurde 2009 in die &#039;&#039;Hall of Fame&#039;&#039; der [[Weltrose|Weltrosen]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zentrum des Anbaus von &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; war die Stadt [[Provins]] bei Paris, daher wird sie auch Provinsrose genannt. Vom Anfang des 17. Jahrhunderts, als es nur etwa ein Dutzend verschiedener Sorten der Gallica-Rose gab, bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Sorten durch Züchtungen in Holland und Frankreich auf über 1000 an. Einige beliebte Sorten der &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039; im Überblick:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;Aimable Rouge&#039;, vor 1800, kirschrot, aufhellend zu magentarosa, gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Camaieux&#039;, 1830, [[Pink (Farbe)|pink]] bis rosarot mit weiß gestreift, gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Cardinal de Richelieu&#039;, 1840, purpurviolett, sehr dunkel, gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;[[Charles de Mills (Rose)|Charles de Mills]]&#039;, vor 1811, purpur-[[karmesinrot]], dichtgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Conditorum&#039; („Konditor-Rose“), eingeführt von Dieck (D) 1889, kirsch- bis magentarot, locker gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Duc de Guiche&#039;, vor 1810, kirschrot bis magentarot, später lilarosa, dichtgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;James Mason&#039;, Peter Beales, 1982, karmin- oder [[Scharlach (Stoff)|scharlachrot]], halbgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Jenny Duval&#039;, 1800, innen [[weinrot]] außen blassrosa, später aufhellend, gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Officinalis&#039; („Apotheker-Rose“), vor 1310, magentarot, halbgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Perle von Weißenstein&#039;, Schwartzkopf (D) 1773, älteste deutsche Rosenzüchtung, rosa, gefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Tuscany&#039;, vor 1581 (Erwähnung bei [[Lobelius|Lobel]]), Samtrose, dunkelrot, halbgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Versicolor&#039;, vor 1583, magenta- oder kirschrot mit weiß oder blassrosé gestreift, halbgefüllt;&lt;br /&gt;
* &#039;Violacea&#039;, vor 1581 (Erwähnung bei [[Lobelius|Lobel]]), Samtrose, dunkelrot, halbgefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rosa gallica3.jpg|&#039;Officinalis&#039;&lt;br /&gt;
Rosa Mundi 162 365 (42732457901).jpg|&#039;Versicolor&#039;, Weltrose&lt;br /&gt;
File:Rosa &amp;amp;#039;Tuscany&amp;amp;#039; J1.jpg|&#039;Tuscany&#039;&lt;br /&gt;
Rosa &amp;amp;#039;Charles de Mills&amp;amp;#039; J2.jpg|&#039;Charles de Mills&#039;&lt;br /&gt;
File:Rosa &amp;amp;#039;Cardinal de Richelieu&amp;amp;#039;.jpg|&#039;Cardinal de Richelieu&#039;&lt;br /&gt;
File:Rosa Complicata.JPG|&#039;Complicata&#039;&lt;br /&gt;
File:Rosa Jenny Duval 2019-06-06 0936.jpg|&#039;Jenny Duval&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Schultheis: &#039;&#039;Rosen: die besten Arten und Sorten für den Garten.&#039;&#039; Ulmer Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-6601-1.&lt;br /&gt;
* Heinrich Schultheis, Helga und Klaus Urban: &#039;&#039;Rosenlexikon.&#039;&#039; 2. Auflage. 2001, ISBN 3-932045-25-4. (CD-ROM)&lt;br /&gt;
* Peter Beales: &#039;&#039;Klassische Rosen.&#039;&#039; 2. Auflage. DuMont-Monte-Verlag, Köln 2002, ISBN 3-8320-8736-2.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Roloff]], Andreas Bärtels: &#039;&#039;Flora der Gehölze.&#039;&#039; 4. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8001-8246-6.&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Aichele]], Heinz-Werner Schwegler: &#039;&#039;Welcher Baum ist das? Kosmos Naturführer.&#039;&#039; 24. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-06570-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wissemann2005&amp;quot;&amp;gt;Volker Wissemann, C. M. Ritz: &#039;&#039;The genus Rosa (Rosoideae, Rosaceae) revisited: molecular analysis of nrITS and &#039;&#039;atp&#039;&#039;B-&#039;&#039;rbc&#039;&#039;L intergenic spacer (IGS) versus conventional taxonomy.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Botanical Journal of the Linnean Society.&#039;&#039; Band 147, 2005, S. 275–290. {{DOI|10.1111/j.1095-8339.2005.00368.x}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot;&amp;gt;[[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &#039;&#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.&#039;&#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele1994&amp;quot;&amp;gt;Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: &#039;&#039;Die Blütenpflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; Band 2: &#039;&#039;Eibengewächse bis Schmetterlingsblütengewächse.&#039;&#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06192-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot;&amp;gt;{{FloraWeb|4889}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &#039;&#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete&#039;&#039;. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 567.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Rosa Hybrid Gallica|Sorten der &#039;&#039;Rosa gallica&#039;&#039;|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4889}}&lt;br /&gt;
* {{VKFloraweb|4889}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=996|WissName=Rosa gallica L.|Abruf=2015-11-09}} &lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/rosa_borst.htm#Essig-%20Rose  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &#039;&#039;Flora-de: Flora von Deutschland&#039;&#039; (alter Name der Webseite: &#039;&#039;Blumen in Schwaben&#039;&#039;)]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldrose.org/awards/oldhof/rosamundi.asp Weltrose &#039;Rosa Mundi&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rosa_alba&amp;diff=603050</id>
		<title>Rosa alba</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rosa_alba&amp;diff=603050"/>
		<updated>2024-11-22T14:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Bekannte Alba-Rosenzüchtungen (Auswahl) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Rosensorte&lt;br /&gt;
| Name= Rosa alba&lt;br /&gt;
| Bild= Rosa alba2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung= Rosa alba &#039;Maiden’s Blush&#039;&lt;br /&gt;
| Herkunft= Kleinasien/Europa &lt;br /&gt;
| bekannt seit = vor 1300&lt;br /&gt;
| Gruppe= Albarose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Alba-Rosen&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Rosa&#039;&#039; × &#039;&#039;alba&#039;&#039;, [[Latein|lat.]] &#039;&#039;alba&#039;&#039;: weiß), auch &#039;&#039;&#039;Weiße Bauernrosen&#039;&#039;&#039;, sind eine Gruppe edler und besonders [[Alte Rosen|alter Rosen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zusammen mit den &#039;&#039;[[Rosa gallica]]&#039;&#039; und den &#039;&#039;[[Rosa damascena]]&#039;&#039; wurden diese Vorfahren der in Mitteleuropa heute bekannten Garten-Rosen aus Kleinasien über Kreta, Griechenland und Rom in fast ganz Europa verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Griechen und Römer der [[Antike]] kultivierten die Alba-Rose (lateinisch &#039;&#039;Rosa alba&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): &#039;&#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&#039;&#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 153 (&#039;&#039;Rosa alba:&#039;&#039; [[Rosa centifolia|R. centifolia L.]], weiße Rose).&amp;lt;/ref&amp;gt;) in ihren Gärten. Sie entstand aus einer Kreuzung von &#039;&#039;[[Rosa canina]] var. froebelii&#039;&#039; und &#039;&#039;Rosa damascena&#039;&#039;. [[Albertus Magnus]] erwähnte die Alba-Rose um 1250 im Vorstellungsraum des heutigen Deutschland.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosa &amp;amp;#039;Semi-plena&amp;amp;#039;.jpg|mini|150px|Rosa alba &#039;Semi-plena&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symbolik ===&lt;br /&gt;
Als &#039;Weiße Rose von York&#039; ist die Alba-Rose &#039;Semiplena&#039; [[Symbol]] des [[Haus York|Hauses York]] und der Grafschaft [[Yorkshire]]. Demgegenüber stand im 15. Jahrhundert beim Kampf um die englische Krone im sogenannten [[Rosenkriege|Rosenkrieg]] das [[Haus Lancaster]] mit der roten Gallica-Rose im Wappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die im Zweiten Weltkrieg als &#039;&#039;[[Weiße Rose]]&#039;&#039; bekannte studentische [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus]] in Deutschland ihren Namen von der Pflanzengattung der Rosa alba ableitete, ist zweifelhaft, zumal es auch Rosen anderer Gattungen in der Farbe weiß gibt und einige Alba-Rosen-Sorten gar nicht weiß sind, sondern rosé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Das Farbspektrum der angenehm duftenden [[Blüte]]n im [[Juni]]-[[Juli]] ist auf Weiß und pastellfarbenes Rosa begrenzt. Die Alba-Rose hat graugrünes, gesundes Laub, wächst buschig, oft überhängend, bis ca. 2&amp;amp;nbsp;m hoch und ist sehr frosthart. Sie wird gerne in Bauerngärten, auch in rauen Lagen, als [[Solitärstrauch]] oder in [[Hecke]]nform, teilweise auch im Halbschatten angepflanzt. Sie kann zur Gewinnung von [[Rosenöl]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Alba-Rosenzüchtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maiden-Blush-2C-Dannemare FLM-30106 original.jpg|miniatur|rechts|‘Maiden’s Blush’]]&lt;br /&gt;
* ‘Amelia’, 1823, kirschrosa;&lt;br /&gt;
* ‘Königin von Dänemark’, 1816, rosa;&lt;br /&gt;
* ‘Maiden’s Blush’ (auch: ‘Cuisse de nymphe’, ‘La Royale’, ‘Incarnata’ u.&amp;amp;nbsp;a.),&amp;lt;ref&amp;gt;David Austin: &amp;quot;Alte Rosen und englische Rosen&amp;quot;, Dumont, Köln, 1993, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; vor 1500, blassrosa;&lt;br /&gt;
* ‘Maxima’ (auch: ‘Jakobitenrose’, ‘Cheshire Rose’, ‘Great Double White’),&amp;lt;ref&amp;gt;David Austin: &amp;quot;Alte Rosen und englische Rosen&amp;quot;, Dumont, Köln, 1993, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; um 1600, rahmweiß, gefüllt;&lt;br /&gt;
* ‘Pompon Blanc Parfait’, 1876, weiß, blüht spät;&lt;br /&gt;
* ‘Semiplena’, synonym ‘White Rose of York’, um 1473, weiß, nur leicht gefüllt – verträgt keinen Schatten;&lt;br /&gt;
* ‘Suaveolens’, vor 1750, weiß, halbgefüllt;&lt;br /&gt;
* ‘Félicité Parmentier’, vor 1834, weiß mit zartem Rosa; eine der schönsten Alba-Rosen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Cuisse de nymphe émue.JPG|‘Maiden’s Blush’ (oder ‘Cuisse de nymphe’)&lt;br /&gt;
File:Rosa &#039;Koeniging von Danemark&#039;.jpg|‘Königin von Dänemark’&lt;br /&gt;
File:Rosa &amp;amp;#039;Pompon Blanc Parfait&amp;amp;#039; 10.jpg|‘Pompon Blanc Parfait’&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rosen]]&lt;br /&gt;
* [[Rosenklassen]]&lt;br /&gt;
* [[Alte Rosen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Schultheis: &#039;&#039;Rosen: die besten Arten und Sorten für den Garten.&#039;&#039; Ulmer Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-6601-1&lt;br /&gt;
* Heinrich Schultheis, Helga &amp;amp; Klaus Urban: &#039;&#039;Rosenlexikon.&#039;&#039; 2. Aufl. 2001, ISBN 3-932045-25-4 (CD-ROM)&lt;br /&gt;
* Peter Beales: &#039;&#039;Klassische Rosen&#039;&#039; 2. Aufl. 2002, ISBN 3-8320-8736-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Rosa × alba|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/botgart/Bilder/Rosarium/rosenfaltblatt.pdf Rosenfaltblatt], PDF&lt;br /&gt;
* [https://www.rosenschule.de/index.php/rosen/product/rosa-alba-maxima-albarose &#039;&#039;Rosa alba maxima&#039;&#039;] (Abruf: 7. Februar 2020)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Rosa × alba L.&#039;&#039;, Artikel auf der Website der [[International Dendrology Society]] [https://treesandshrubsonline.org/articles/rosa/rosa-x-alba/ online] (englisch; Abruf am 7. Februar 2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelanmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenklasse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feller-Prozess&amp;diff=1730045</id>
		<title>Feller-Prozess</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feller-Prozess&amp;diff=1730045"/>
		<updated>2024-11-13T12:21:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Wichtige Ergebnisse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Feller-Prozesse&#039;&#039;&#039; sind in der Theorie [[stochastischer Prozess]]e homogene [[Markow-Prozess]]e in stetiger Zeit mit allgemeinen Zustandsräumen, deren [[Übergangswahrscheinlichkeit]]en bestimmte Stetigkeitsforderungen, die sogenannte &#039;&#039;Feller-Stetigkeit&#039;&#039;, erfüllen und für die ein Zugang über die funktionalanalytische [[stark stetige Halbgruppe|Hille-Yosida-Halbgruppen-Theorie]] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Grundgedanke der Theorie ist, die [[Chapman-Kolmogorow-Gleichung]]en der [[Übergangskern|Übergangswahrscheinlichkeiten]] &amp;lt;math&amp;gt;P_s(\cdot, \cdot)&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; P_{s+t}(x, A) = \int P_t(y, A) P_{s}(x, dy),\quad s,t \ge 0, A \text { messbar}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
für die durch punktweise auf &amp;lt;math&amp;gt;C_0&amp;lt;/math&amp;gt; durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T f(x) := \int f(y)\, dP(x, dy), \quad  f \in C_0 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
definierten Operatoren als Halbgruppeneigenschaft zu schreiben:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\forall s,t \ge 0 \colon T_{t+s} = T_t \circ T_s, \quad T_0 = \mathbf I.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;C_0&amp;lt;/math&amp;gt; den Raum der im Unendlichen verschwindenden stetigen Funktionen und &amp;lt;math&amp;gt;\mathbf I&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Identität|identische Abbildung]].&lt;br /&gt;
Die Halbgruppeneigenschaft legt die Existenz eines Operators &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; nahe, welcher das Veränderungsverhalten in infinitesimaler Zeit erfasst und über&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; T_t = \mathrm e^{tA}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Rekonstruktion des langfristigen Verhaltens ermöglicht. Die Schwierigkeit besteht darin, dass nur für reine [[Sprungprozess]]e der Operator &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; beschränkt ist und damit die verallgemeinerte [[Exponentialfunktion]] definiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Rekonstruktion des langfristigen Verhaltens gelingt, muss die Feller-Eigenschaft&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; T_t C_0 \subset C_0, &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; T_t f(x) \to f(x), \quad t \to 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
vorausgesetzt werden, woraus dann folgt, dass &amp;lt;math&amp;gt; T&amp;lt;/math&amp;gt; eine positive kontraktive [[stark stetige Halbgruppe]] ist und der [[Stark stetige Halbgruppe#Satz von Hille-Yosida|Satz von Hille und Yosida]] angewendet werden kann. Eine solche Halbgruppe heißt entsprechend &#039;&#039;Feller-Halbgruppe.&#039;&#039; Abhängig vom Kontext werden verschiedene Varianten dieser Feller-Stetigkeitseigenschaft betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bleibende Schwierigkeit ist, dass der Satz von Hille und Yosida die Halbgruppe mit dem [[abgeschlossener Operator|Abschluss]] von &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; in Beziehung setzt und dieser nicht immer leicht zu bestimmen ist. Bei (Feller-)Diffusionprozessen haben zum Beispiel Restriktionen des Generators die einfachere Gestalt von [[Differentialoperator]]en zweiter Ordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;L. C. G. Rogers and David Williams: &#039;&#039;Diffusions, Markov Processes and Martingales. Vol. 1&#039;&#039;. Cambridge University Press, Cambridge, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der in der Theorie der Feller-Prozesse vorgenommene Zugang zu Markow-Prozessen über Halbgruppen findet sich im Kern implizit in der Pionierarbeit [[Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow]]s &#039;&#039;Über die analytischen Methoden in der Wahrscheinlichkeitsrechnung&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. N. Kolmogorow: &#039;&#039;Über die analytischen Methoden in der Wahrscheinlichkeitsrechnung&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Mathematische Annalen Nr. 104&#039;&#039;, 1936, S. 415–458.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1931.&amp;lt;ref&amp;gt;Olav Kallenberg: &#039;&#039;Foundations of Modern Probability&#039;&#039;. 2. Ausgabe, Springer, New York 2002, ISBN 0-387-95313-2, S. 585.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[William Feller]], der sich bereits zuvor mit dem Thema beschäftigt hatte, griff in Arbeiten von 1952 und 1954 Kolmogorows analytischen Zugang, in dem die Dynamik des Prozesses über Differentialgleichungen der Dichtefunktionen der Übergangswahrscheinlichkeiten erfasst wurde, auf und konnte mit Hilfe der auf Hille und Yosida zurückgehenden Halbgruppentheorie eindimensionale Diffusionsprozesse (Fellerprozesse mit stetigen Pfaden) über die [[Infinitesimaler Erzeuger|infinitesimalen Erzeuger]] der entsprechenden Halbgruppen vollständig charakterisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;William Feller: &#039;&#039;Diffusion processes in one dimension.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Trans. Amer. Math. Soc.&#039;&#039; Nr. 77, 1954, S. 1–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eugene Dynkin|E. B. Dynkin]] initiierte und war treibende Kraft des systematischen Ausbaus der Theorie ab 1954 für allgemeine Zustandsräume und Übergangswahrscheinlichkeiten, welche eine [[stark stetige Halbgruppe]] positiver Kontraktionsoperatoren darstellen. Rogers und Williams schlagen daher die Bezeichnung Feller-Dynkin-Prozess für derartige Prozesse vor, wobei die starke Stetigkeit der Halbgruppe unter geeigneten Bedingungen aus der Feller-Stetigkeit der Übergangswahrscheinlichkeiten folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Abriss der Geschichte gibt Kallenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kallenberg, ebd. S. 585f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Für eine gegebene Feller-Halbgruppe kann ein stochastischer Prozess mit [[Càdlàg]]-Pfaden (J.&amp;amp;nbsp;R. Kinney, 1953) konstruiert werden, der eine Form der [[Starke Markow-Eigenschaft|starken Markow-Eigenschaft]] erfüllt (E.&amp;amp;nbsp;B. Dynkin, A.&amp;amp;nbsp;A. Juschkewitsch, R.&amp;amp;nbsp;M. Blumenthal), und als Konsequenz gilt die [[Dynkin-Formel]] für Stoppzeiten. Feller-Prozesse mit stetigen Pfaden, deren Generator auf den glatten Funktionen mit kompaktem Träger definiert ist, sind (Feller-)[[Diffusionsprozess]]e, deren Verhalten durch die lokalen Eigenschaften Drift, Streuung und Verlustrate (&#039;&#039;killing&#039;&#039;) in Form eines elliptischen Differentialoperators zweiter Ordnung beschrieben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Olav Kallenberg: &#039;&#039;Foundations of Modern Probability&#039;&#039;, 2. Ausgabe. Springer, New York 2002, ISBN 0-387-95313-2, S. 585.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* S. N. Smirnov: [https://encyclopediaofmath.org/wiki/Feller_process Feller process] in Encyclopaedia of Mathematics (Springer Online Reference Works, engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markow-Prozesse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Codex_Vatopedinus_602&amp;diff=2551781</id>
		<title>Codex Vatopedinus 602</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Codex_Vatopedinus_602&amp;diff=2551781"/>
		<updated>2024-10-18T13:27:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Гедеон убивает Зевея и Салмана.jpg|mini|[[Gideon (Richter)|Gideon]] tötet [[Liste biblischer Personen/S|Sebach]] und [[Liste biblischer Personen/X–Z|Zalmunna]]]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Codex Vatopedinus 602&#039;&#039;&#039; ist eine [[Pergament]]handschrift in [[Koine|griechischer Sprache]] aus dem späten 13. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Sie enthält die Bücher [[Leviticus]] bis [[Buch Ruth|Ruth]] als Fragmente eines [[Oktateuch]]s. Es sind 469 Blätter mit 164 farbigen [[Miniaturen]] erhalten.&lt;br /&gt;
Diese stellen eine Synthese antiker, früh- und mittelbyzantinischer Bildelemente dar. Es können zwei Künstlerpersönlichkeiten, die an dem Werk arbeiteten, geschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handschrift befindet sich im Kloster [[Vatopedi]] auf dem Berg [[Athos]] in [[Griechenland]] mit der Signatur Cod. Vatop. 602.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sotiris Kadas: &#039;&#039;Octateuch of the Monastery of Vatopedi (Codex 602).&#039;&#039; Hiera Megistē Monē Vatopaidiou Agion Oros, 2000.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Weitzmann]], Massimo Bernabò: &#039;&#039;The Byzantine Octateuchs. Mount Athos, Vatopedi Monastery, Codex 602 (...)&#039;&#039;. (= &#039;&#039;The Illustrations in the Manuscripts of the Septuagint&#039;&#039; Band 2). Princeton 1999, ISBN 0-691-00722-5, {{LCCN|98042444}}, mit vielen Abbildungen&lt;br /&gt;
* P. Huber: &#039;&#039;Bild und Botschaft. Byzantinische Miniaturen zum Alten und Neuen Testament.&#039;&#039; Zürich / Freiburg i.&amp;amp;nbsp;B. 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Septuaginta-Handschrift|Vatopedinus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk der byzantinischen Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift des Klosters Vatopedi (Athos)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (13. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiliger_Synod&amp;diff=182285</id>
		<title>Heiliger Synod</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiliger_Synod&amp;diff=182285"/>
		<updated>2024-10-18T12:44:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Heilige Synod&#039;&#039;&#039; ist ein ständiges Gremium (Organ), das sich an der Spitze der [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] befindet. In deutschen Texten findet sich auch die Femininum-Form &#039;&#039;&#039;die Heilige Synode&#039;&#039;&#039;. Das griechische Wort συνόδος ist trotz der üblicherweise männlichen Endung -ος grammatisch feminin, das entsprechende russische Wort Синод dagegen maskulin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Synod hatte bzw. hat in den orthodoxen Kirchen, vor allem den kanonischen, folgende Besonderheiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der [[Heiligster regierender Synod|Heiligste Dirigierende Synod]] bezeichnete die [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-orthodoxe]] Kirchenführung [[Russisches Kaiserreich|Russlands]]. Er wurde durch [[Peter I. (Russland)|Peter&amp;amp;nbsp;I.]] im Januar 1721 als Ersatz für das von ihm abgeschaffte [[Patriarchat von Moskau und ganz Russland|Moskauer Patriarchat]] [[Petrinische Reformen|eingerichtet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Scheliha, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde mit der [[Oktoberrevolution]] 1917 abgeschafft und ging in ein (machtloses) Patriarchat über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heute ist der Heilige Synod in der russischen wie in anderen orthodoxen Kirchen das Regierungsorgan, das die Entscheidungen zwischen den Bischofssynoden trifft. Zum [[Heiliger Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche|Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche]] gehören der Patriarch von Moskau und ganz Russland sowie 13 weitere Bischöfe, von denen sieben ständig und sechs zeitweise dem Gremium angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Heilige Synod ist auch Führungsorgan der [[Armenische Apostolische Kirche|Armenischen Apostolischen Kirche]] und [[Georgische Orthodoxe Apostelkirche|Georgischen Orthodoxen und Apostolischen Kirche]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Die Heilige Synode der [[Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche|Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche]], das oberste Gremium der größten aus der Familie der Orientalisch-orthodoxen Kirchen, besteht aus allen Bischöfen der Kirche und trifft sich zweimal jährlich zu einer Vollversammlung. Zwischen diesen Versammlungen leiten der Patriarch der Kirche, versehen mit dem Titel [[Abuna]], und seine Verwaltung die Kirchengeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschränkte sich die Macht des Heiligen Synod keineswegs auf geistliche Mittel. Er verfügte auch über Truppen, die beispielsweise im sogenannten [[Athos-Streit]], einer Auseinandersetzung um die [[Imjaslavie]]-Bewegung der Verehrung des Namens Gottes, eingesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfram von Scheliha: &#039;&#039;Russland und die Universalkirche in der Patriarchatsperiode 1589–1721.&#039;&#039; Wiesbaden 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php?title=Heiligster_regierender_Synod Heiligster regierender Synod]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliche Organisation (orthodox)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekklesiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Euler-Eytelwein-Formel&amp;diff=166927</id>
		<title>Euler-Eytelwein-Formel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Euler-Eytelwein-Formel&amp;diff=166927"/>
		<updated>2024-10-18T11:36:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Kontext */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Euler-Eytelwein-Formel&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;[[Seil]][[reibung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;formel&#039;&#039;&#039; genannt, wurde von [[Leonhard Euler]] (1707–1783) und [[Johann Albert Eytelwein]] (1764–1848) entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontext ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Umschlingung Zeichnung.svg|mini|Euler-Eytelwein: Seilreibung]]&lt;br /&gt;
Wenn ein biegeweiches Seil einen [[Poller]] o.&amp;amp;nbsp;Ä. umschlingt und an einem Seilende mit der [[Kraft]] &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_z&amp;lt;/math&amp;gt; gezogen wird, so genügt das Halten des anderen Endes mit geringerer Kraft &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_h&amp;lt;/math&amp;gt;, um das Rutschen des Seils um den Poller zu verhindern. Denn längs des berührten Pollerumfangs entwickelt sich [[tangential]] eine [[Haftreibung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;kraft &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_{HR}&amp;lt;/math&amp;gt;, die das Halten unterstützt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
F_z &amp;amp;= F_h + F_{HR}\\&lt;br /&gt;
\Leftrightarrow \frac{F_z}{F_h} &amp;amp;= \underbrace{1 + \frac{F_{HR}}{F_h}}_{\ge 1}\\&lt;br /&gt;
\Rightarrow F_z &amp;amp;\ge F_h&lt;br /&gt;
\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Formel ==&lt;br /&gt;
Für das Verhältnis von [[Zugkraft|ziehender Kraft]] zu haltender Kraft gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{F_z}{F_h} \le e^{\mu_H \cdot \alpha}&lt;br /&gt;
\Leftrightarrow F_h \ge e^{-\mu_H \cdot \alpha} \cdot F_z&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw. für die (maximale) Haftreibungskraft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Leftrightarrow F_{HR} \le (e^{\mu_H \cdot \alpha} - 1) \cdot F_h&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der [[Eulersche Zahl|Eulerschen Zahl]] &amp;lt;math&amp;gt;e&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* dem Haft[[reibungskoeffizient]]en &amp;lt;math&amp;gt;\mu_H&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* dem [[Umschlingungswinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; (im [[Bogenmaß]]), den das Seil um den runden Gegenstand geschlungen ist.&lt;br /&gt;
Wenn das Seil auf dem runden Körper gleitet, ist der Haftreibungskoeffizient &amp;lt;math&amp;gt;\mu_H&amp;lt;/math&amp;gt; durch den [[Gleitreibung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;koeffizienten &amp;lt;math&amp;gt;\mu_G&amp;lt;/math&amp;gt; zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist bemerkenswert, dass der Radius bzw. Durchmesser des umschlungenen Pollers &#039;&#039;nicht&#039;&#039; in die Berechnungsformel eingeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel lässt sich herleiten aus einem lokalen [[Kräftegleichgewicht]] in Radialrichtung an einem [[infinitesimal]]en Seilstück mit den Beziehungen für Haft- bzw. Gleitreibung (s. z.&amp;amp;nbsp;B. [[Treibscheibe #Herleitung der Treibfähigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkung ==&lt;br /&gt;
Die Reibungskraft steigt anfangs schnell mit dem Umschlingungswinkel. So benötigt ein [[Stahlseil]], welches über einen [[Poller #Schifffahrt|Schiffspoller]] ebenfalls aus [[Stahl]] gelegt wird &amp;lt;math&amp;gt;\left( \textstyle \mu_H \approx 0{,}15 \right)&amp;lt;/math&amp;gt;, zum Halten bestenfalls nur noch:&lt;br /&gt;
* bei &#039;&#039;einer vollständigen&#039;&#039; Umschlingung bzw. einem [[Törn (Knoten)|Törn]] &amp;lt;math&amp;gt;\left( \alpha = 2 \pi = 360^{\circ}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;: &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_h \approx&amp;lt;/math&amp;gt; 40 % der Kraft &amp;lt;math&amp;gt;F_z = konst.&amp;lt;/math&amp;gt;, die eine Bewegung bewirken will;&lt;br /&gt;
* bei &#039;&#039;drei vollständigen&#039;&#039; Umschlingungen bzw. zwei [[Rundtörn]]s &amp;lt;math&amp;gt;\left( \alpha = 6 \pi = 1080^{\circ}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;: &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_h \approx&amp;lt;/math&amp;gt; 5,9 % der Kraft &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle F_z&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
den Rest besorgt jeweils die Haftreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen und Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Riementrieb]], [[Förderband]]&lt;br /&gt;
* [[Freilauf (Mechanik)|mechanischer Freilauf]]&lt;br /&gt;
* [[Bandbremse]]&lt;br /&gt;
* Schifffahrt: [[Winsch]], [[Spill]]&lt;br /&gt;
* Klettern: [[Toprope #Umlenkung|Umlenkung]] eines [[Kletterseil]]s an einem Fixpunkt, [[Seilzug (Klettern)|Seilzug]], [[Bremswiderstand (Bergsport)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Valentin L. Popov: &#039;&#039;Kontaktmechanik und Reibung&#039;&#039;. 3. Auflage, Springer 2016, ISBN 978-3-662-45974-4,  Seite 169 ff.&lt;br /&gt;
* C. Spura: &#039;&#039;Technische Mechanik 1. Stereostatik&#039;&#039;. Springer, 2016, ISBN 978-3-658-14984-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eulereytelweinformel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leonhard Euler als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pfeilwurzgew%C3%A4chse&amp;diff=417352</id>
		<title>Pfeilwurzgewächse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pfeilwurzgew%C3%A4chse&amp;diff=417352"/>
		<updated>2024-10-18T08:53:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.60.67.135: /* Blütenstände und Blüten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Pfeilwurzgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Marantaceae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Robert Brown (Botaniker, 1773)|R.Br.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Ingwerartige&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Zingiberales&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Commeliniden&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Monokotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Bedecktsamer&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Magnoliopsida&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Samenpflanzen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Spermatophytina&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterabteilung&lt;br /&gt;
| Bild             = Ctenanthe setosa.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &#039;&#039;[[Ctenanthe setosa]]&#039;&#039; von anderen Arten der Familie umgeben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Pfeilwurzgewächse&#039;&#039;&#039; (Marantaceae) sind eine [[Familie (Biologie)|Pflanzenfamilie]] in der [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der [[Ingwerartige]]n (Zingiberales). Die Familie enthält etwa 31 Gattungen mit etwa 525 bis 550 Arten. Einige Arten sind beliebte tropische [[Zierpflanze]]n, auch [[Zimmerpflanze]]n, dabei sind einige Arten sehr robust und schattentolerant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Starr 080117-1526 Calathea roseopicta.jpg|mini|&#039;&#039;[[Calathea roseopicta]]:&#039;&#039; Anfangs sind die Laubblätter vieler Marantaceae tütenartig eingerollt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maranta leuconeura3.jpg|mini|[[Pfeilwurz]] (&#039;&#039;Maranta leuconeura&#039;&#039;),&amp;lt;br /&amp;gt;eine der vielen Arten mit dekorativen Blättern und relativ unscheinbaren Blüten]]&lt;br /&gt;
=== Habitus und Laubblätter ===&lt;br /&gt;
Es sind [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]] [[krautige Pflanze]]n, in ganz unterschiedlichen Größen und Wuchsformen. Sie bilden oft [[Rhizom]]e. Viele der Arten gedeihen im schattigen Regenwald-Unterwuchs. Einige Arten sind Kletterpflanzen, andere Hängepflanzen oder Bodendecker. Die [[Stängel]] sind einfach oder verzweigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt; Oft sind Pflanzenteile behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig und grundständig oder am Stängel verteilt mehr oder weniger zweizeilig angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Selten fehlt ein Blattstiel. Die offenen Blattscheiden überlappen sich oft und stützen den Stängel. Ligulae fehlen (Unterscheidungsmerkmal der Familien innerhalb der Ordnung). Charakteristisch für die Familie der Marantaceae ist der [[Pulvinus]] (Plural: Pulvini), das ist eine verdickte Stelle im unteren Teil der Blattes, die Bewegungen bewirken kann. Hier sind zwischen den Blattstielen und dem Spreitenansatz Gelenkpolster, um die Blattspreite während des Tagesverlaufes immer zum Licht auszurichten. Spezialisierte Zellen kontrollieren die Blattbewegung. Die Pulvini unterscheiden sich oft in Form und Farbe vom Blattstiel. Die einfachen, glattrandigen Blattspreiten sind anfangs eingerollt wie eine Tüte, bevor sie sich entfalten. Etwa 20 % der Arten besitzen dekorativ gemusterte Blattspreiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt; Die Blattspreiten besitzen eine prominente Mittelrippe mit einem Ast aus Luftkanälen und nur fast dazu parallele, sondern [[Sigmoidfunktion|sigmoid]]e, also leicht s-förmige Seitennerven, die durch Seitennerven zweiter Ordnung netzartig verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maranta leuconeura0.jpg|mini|Blüte von &#039;&#039;[[Maranta leuconeura]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
=== Blütenstände und Blüten ===&lt;br /&gt;
Je oberirdischem Stängel werden ein oder mehrere Blütenstände gebildet, sie können end- oder seitenständig sein; selten entspringen die Blütenstände direkt aus dem Rhizom. Es ist ein mehr oder weniger langer Blütenstandsschaft vorhanden. Die zusammengesetzten, kopf- bis ährenähnlichen [[Blütenstand|Gesamtblütenstände]] enthalten zwei bis viele Teilblütenstände; meist jeweils zwei [[Blüte]]n (bei &#039;&#039;Monotagma&#039;&#039; und &#039;&#039;Monophrynium&#039;&#039; stehen die Blüten einzeln) sind zu Teilblütenständen zusammengefasst und jeweils über einem [[Tragblatt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt; Die beiden obersten Blüten eines Teilblütenstandes sind zueinander [[enantiomorph]], sind also Spiegelbilder. Die Tragblätter sind bei einigen Arten intensiv gefärbt und dekorativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen Blüten sind [[asymmetrisch]] und dreizählig. Die [[Blütenhüllblätter]] sind in [[Kelchblätter|Kelch-]] und [[Kronblätter]] gegliedert. Die drei Kelchblätter sind meist frei oder selten (&#039;&#039;Megaphyrnium&#039;&#039;) an ihrer Basis verwachsen. Die drei Kronblätter sind mit den Staminodien und dem Griffel an ihrer Basis röhrig verwachsen. Es sind ursprünglich zwei Kreise mit je drei [[Staubblätter]]n vorhanden. Alle drei des äußeren Kreises und die zwei seitlichen des inneren Kreises sind zu Staminodien reduziert. Eines der Staminodien des inneren Kreises ist fleischig und schwielig, das andere ist kapuzenförmig; sie besitzen mittig bis fast am Ende einen, bei &#039;&#039;Thalia&#039;&#039; zwei finger- oder klappenförmige Anhängsel. Ein Teil der äußeren Staminodien kann fehlen, aber meist sind sie kronblattförmig verbreitert. Nur ein Staubblatt des inneren Kreises ist [[fertil]] mit einem [[Staubbeutel]] mit jeweils nur einer bisporangiaten Theka. Es erfolgt &#039;&#039;sekundäre Pollenpräsentation,&#039;&#039; das heißt, der [[Pollen]] wird am Griffel deponiert und von dort durch ein explosionsartiges Einrollen des Griffels an den [[Bestäuber]]n angeheftet, wobei gleichzeitig Pollen vom Bestäuber übernommen wird. Wird der Mechanismus von nichtbestäubenden Besuchern ausgelöst, fällt die Blüte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Thurner: &#039;&#039;Biologie der Marantaceae (Pfeilwurzgewächse) speziell Calathea sp.&#039;&#039; Bakkalaureatsarbeit, Univ. Wien, 2003, [https://www.univie.ac.at/lagamba/researchdb/upload/files/Bakkarbeit_Thurner_maria.pdf online] (PDF), bei Universität Wien, abgerufen am 18. Mai 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei [[Fruchtblätter]] sind zu einem unterständigen [[Fruchtknoten]] verwachsen. Selten jede der drei, meist nur eine der Fruchtknotenkammern enthält nur eine [[Samenanlage]]. Der Griffel, einschließlich der napfförmigen Narbe, ist nicht vom Staubfaden des fertilen Staubblattes eingehüllt, sondern vom kapuzenförmigen Staminodium (Unterscheidung zu anderen Familien der Ordnung).&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind Septal[[nektarien]] an der Spitze des Fruchtknotens vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten ([[Entomophilie]]). Der Bestäubungsmechanismus ist stark spezialisiert. Der Griffel wird durch die Staminodien in Spannung gehalten, bis diese sich durch Berührung des Bestäubers bewegen, und dann wird der Pollen explosiv weggeschleudert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte und Samen ===&lt;br /&gt;
Die meist fleischigen, selten trockenen [[Kapselfrucht|Kapselfrüchte]], [[Beere]]n oder Nussfrüchte enthalten meist nur einen, selten bis zu drei Samen. Auf den Früchten sind oft noch die Kelchblätter erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Samen enthalten [[Stärke]] und besitzen meist einen [[Arillus]]. Es ist reichlich [[Perisperm]] vorhanden. [[Endosperm]] ist wenig vorhanden oder fehlt. Der Embryo ist gekrümmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Samenschale|Testa]] sind Phytomelane, die die Samenoberfläche schwarz färben. Obwohl es nicht sehr viele Beobachtungen gibt, ist anzunehmen, dass die meisten Arten durch Ameisen verbreitet werden, besitzen doch die überwiegende Zahl der Arten einen Arillus ([[Myrmecochorie]]). Die nussartigen Früchte von &#039;&#039;Thalia&#039;&#039; werden durch Wasser verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahlen und Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahlen betragen n = 4–14 oder manchmal mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Calciumoxalat]]-Kristalle werden in Pflanzenteilen eingelagert, aber nicht in Form von [[Raphiden]] (Unterschied zu anderen Familien der Ordnung). Es wird [[Silikat]] [[Bioakkumulation|akkumuliert]]. Stärke wird in den Samen und manchmal in den Rhizomen eingelagert. [[Thaumatin]], das im [[Arillus]] enthalten ist, ist etwa 1600-mal süßer als [[Saccharose]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegnauer1986&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Starr 080716-9474 Calathea crotalifera.jpg|mini|Habitus und Blütenstand von &#039;&#039;[[Calathea crotalifera]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ctenanthe oppenheimiana.JPG|mini|&#039;&#039;[[Ctenanthe oppenheimiana]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goeppertia brasiliensis (Körn.) Borchs. &amp;amp; S. Suárez (9479211324).jpg|mini|&#039;&#039;[[Goeppertia brasiliensis]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Calathea cylindrica BotGardBln1105PlantWithInflorescence.JPG|mini|Habitus und Blütenstand von &#039;&#039;[[Goeppertia cylindrica]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Calathea lancifolia - rattlesnake plant - from-DC1.jpg|mini|&#039;&#039;[[Goeppertia insignis ]]&#039;&#039; (Syn.: &#039;&#039;Calathea lancifolia&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Calathea princeps1.jpg|mini|Blütenstand von &#039;&#039;[[Goeppertia majestica ]]&#039;&#039; (Syn.: &#039;&#039;Calathea princeps&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Phrynium pubinerve ; Laos.jpg|mini|&#039;&#039;[[Phrynium pubinerve]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stromanthe stromanthoides, the cooking leaf plant (14512672302).jpg|mini|&#039;&#039;[[Stromanthe stromanthoides]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thalia dealbata august2.jpg|mini|&#039;&#039;[[Thalia dealbata]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Familienname Marantaceae wurde zweimal veröffentlicht: 1814 von [[Robert Brown (Botaniker, 1773)|Robert Brown]] und 1888 von Petersen. Der botanische Name der [[Typus (Nomenklatur)|Typusgattung]] &#039;&#039;[[Pfeilwurz|Maranta]]&#039;&#039; ehrt den italienischen Botaniker des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts [[Bartolomeo Maranta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind in den ganzen Tropen verbreitet, außer in Australien. Je etwa die Hälfte der Arten gedeiht in der [[Neotropis]] und [[Paläotropis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgangspunkt der Evolution der Familie ist wahrscheinlich Afrika. [[Fossil]]ienfunde der Familie gibt es ab dem [[Eozän]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Ordnung der Zingiberales sind die Marantaceae am engsten mit den neotropischen [[Cannaceae]] verwandt, zu denen die Taxa auch früher gestellt wurden. [[Karl Heinrich Koch]] erkannte 1857, dass die Marantaceae eine eigenständige Familie sind. Beispielsweise ist die Blattnervatur und die sekundäre Pollenpräsentation bei beiden Familien gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der Gattungen ist schwierig und so wurden Arten von der einen zur anderen Gattung verschoben. Dies bedingt eine Vielzahl von [[Synonym (Taxonomie)|Synonymen]]. Die Familie enthält etwa 30 bis 31 Gattungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; mit etwa (400 bis) 525 bis 550 Arten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Afrocalathea&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Sie enthält nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Afrocalathea rhizantha]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum}}: Die Heimat ist das Gebiet zwischen dem südlichen Nigeria und dem westlichen tropischen Zentralafrika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ataenidia&#039;&#039; {{Person|Gagnep.}}: Sie enthält nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Ataenidia conferta]]&#039;&#039; {{Person|(Benth.) Milne-Redh.}}: Die Verbreitung reicht von gesamten [[Westafrika]] bis zur [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]], [[Sudan]] und [[Uganda]]. Sie wird von R.&amp;amp;nbsp;Govaerts als &#039;&#039;Marantochloa conferta&#039;&#039; {{Person|(Benth.) A.C.Ley}} in die Gattung &#039;&#039;Marantochloa&#039;&#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Korbmaranten (&#039;&#039;[[Calathea]]&#039;&#039; {{Person|G.Mey.}}): Inklusive &#039;&#039;Thymocarpus&#039;&#039; {{Person|Nicolson et al.}} mit etwa 300 Arten ist es die artenreichste Gattung der Familie. Die Arten gedeihen in der feuchten Neotropis.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Cominsia]]&#039;&#039; {{Person|Hemsl.}}: Mit etwa drei Arten auf den [[Molukken]], [[Neuguinea]] und den [[Salomonen]]. Die Arten werden bei R.&amp;amp;nbsp;Govaerts zur Gattung &#039;&#039;Phrynium&#039;&#039; {{Person|Willd.}} gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Ctenanthe]]&#039;&#039; {{Person|Eichler}}: Die etwa 15 Arten gedeihen in der feuchten Neotropis, besonders im südöstlichen [[Brasilien]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Donax]]&#039;&#039; {{Person|Lour.}}: Das weite Verbreitungsgebiet der etwa ein bis drei Arten reicht in [[Südostasien]] vom östlichen [[Indien]] ostwärts bis zu den [[Neue Hebriden|Neuen Hebriden]] und über China nordwärts bis [[Orchid Island]], das zu Taiwan gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Goeppertia]]&#039;&#039; {{Person|Nees}}: Mit etwa 241 Arten nach R.&amp;amp;nbsp;Govaerts ist sie wohl die größte Gattung der Familie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Sie kommen in Mexiko und im tropischen Amerika vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Halopegia]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die drei oder vier Arten kommen in Westafrika, im [[Kongobecken]], in Madagaskar und in Südostasien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Haumania]]&#039;&#039; {{Person|J.Léonard}}: Die zwei bis fünf Arten kommen in tropischen Afrika, in Japan und in Neuguinea vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Hylaeanthe]]&#039;&#039; {{Person|A.M.E.Jonker &amp;amp; Jonker}}: Die fünf oder sechs Arten gedeihen in der feuchten Neotropis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Hypselodelphys]]&#039;&#039; {{Person|(K.Schum.) Milne-Redh.}}: Es ist vielleicht eine Untergattung von &#039;&#039;Trachyphrynium.&#039;&#039; Die etwa acht Arten kommen im tropischen Afrika vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Indianthus&#039;&#039; {{Person|Suksathan &amp;amp; Borchs.}}: Sie umfasst nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Indianthus virgatus]]&#039;&#039; {{Person|(Roxb.) Suksathan &amp;amp; Borchs.}} (Syn.: &#039;&#039;Phrynium virgatum&#039;&#039; {{Person|Roxb.}}): Sie kommt im südlichen Indien, in Sri Lanka und auf den Andamanen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Ischnosiphon]]&#039;&#039; {{Person|Körn.}}: Die etwa 36 Arten sind in Mittel- und [[Südamerika]] verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Koernickanthe&#039;&#039; {{Person|L.Andersson}}: Sie enthält nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Koernickanthe orbiculata]]&#039;&#039; {{Person|(Körn.) L.Andersson.}}: Die Heimat ist das südliche [[Brasilien]] und das östliche [[Amazonasbecken]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andersson2008&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pfeilwurz]] (&#039;&#039;Maranta&#039;&#039; {{Person|L.}}): Die etwa 42 Arten gedeihen in der feuchten Neotropis. Besonders in dieser Gattung gibt es eine große Zahl Synonyme und die gärtnerischen Bezeichnungen sind vielfältig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Marantochloa]]&#039;&#039; {{Person|Brongn. ex Gris}}: Das Verbreitungsgebiet der 15 bis 20 Arten reicht von Westafrika, dem Kongobecken, Sudan, Uganda, [[Tansania]], über [[Réunion]] bis zu den [[Komoren]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Megaphrynium]]&#039;&#039; {{Person|Milne-Redh.}}: Das Verbreitungsgebiet der vier oder fünf Arten reicht von Westafrika über das Kongobecken und Sudan bis Uganda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Monophrynium]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die etwa drei Arten kommen auf den [[Philippinen]] vor. Sie werden von R.&amp;amp;nbsp;Govaerts zu &#039;&#039;Phrynium &#039;&#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Monophyllanthe]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die nur zwei Arten kommen in den [[Guyana]]s, in Kolumbien und in nördlichen Brasilien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Monotagma]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die etwa 39 Arten sind in feuchten Gebieten Südamerikas und Mittelamerikas weitverbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Myrosma&#039;&#039; {{Person|L. f.}}: Sie umfasst nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Myrosma cannifolia]]&#039;&#039; {{Person|L. f.}}: Sie kommt von [[St.&amp;amp;nbsp;Vincent]] bis ins tropische Südamerika vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Phacelophrynium]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die etwa sechs Arten kommen in Thailand und in der [[Phytogeografie|phytogeografischen]] Region [[Malesien]] ohne Neuguinea vor. Sie werden von R.&amp;amp;nbsp;Govaerts zur Gattung &#039;&#039;Phrynium&#039;&#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Phrynium]]&#039;&#039; {{Person|Willd.}}: Die etwa 20–38 Arten kommen vom südlichen Chinas bis ins tropische Asien und zu den Inseln des südwestlichen Pazifik vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Pleiostachya]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die drei oder vier Arten sind von Zentralamerika über das Pazifische Tiefland Südamerikas bis [[Ecuador]] verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Sanblasia&#039;&#039; {{Person|L.Andersson}}: Sie enthält nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Sanblasia dressleri]]&#039;&#039; {{Person|L.Andersson}}: Die Heimat ist [[Panama]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Saranthe]]&#039;&#039; {{Person|(Regel &amp;amp; Körn.) Eichler}}: Es gibt etwa zehn Arten im östlichen und südlichen Brasilien und Paraguay.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Sarcophrynium]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die etwa sechs Arten kommen vom tropischen [[Westafrika]] bis [[Uganda]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Schumannianthus]]&#039;&#039; {{Person|Gagnep.}}: Die nur zwei Arten kommen von östlichen Himalaja bis zu den Philippinen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Stachyphrynium]]&#039;&#039; {{Person|K.Schum.}}: Die etwa zehn Arten kommen in Indien, Sri Lanka bis China und dem westlichen Malesien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Stromanthe]]&#039;&#039; {{Person|Sond.}}: Das Gesamtverbreitungsgebiet der etwa 20 Arten ist die feuchte Neotropis, aber Zentren den Artenvielfalt sind Zentralamerika und das südöstliche Brasilien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Thalia (Gattung)|Thalia]]&#039;&#039; {{Person|L.}}: Die etwa sechs Arten besitzen ihr Hauptverbreitungsgebiet in saisonal feuchten Gebieten Südamerikas. Das gesamte Verbreitungsgebiet der Gattung reicht aber von den Vereinigten Staaten bis Südamerika und umfasst auch das tropische Afrika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Von &#039;&#039;Thalia geniculata&#039;&#039; {{Person|L.}} gibt es großflächige Populationen in Afrika, die vielleicht eine eigene Art darstellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thaumatococcus&#039;&#039; {{Person|Benth.}}: Sie enthält nur zwei Arten:&lt;br /&gt;
** [[Katamfe]] (&#039;&#039;Thaumatococcus daniellii&#039;&#039; {{Person|(Benn.) Benth. ex Eichler}}): Sie kommt in zwei Varietäten von Westafrika bis zum Kongobecken vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Thaumatococcus flavus]]&#039;&#039; {{Person|A.C.Ley}}: Sie kommt in Gabun vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Trachyphrynium&#039;&#039; {{Person|Benth.}}: Es gibt nur eine Art:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Trachyphrynium braunianum]]&#039;&#039; {{Person|(K.Schum.) Milne Redh.}}: Die Heimat ist Westafrika, das Kongobecken, Sudan und Uganda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Calathea crocata.jpg|mini|Ausleseformen von &#039;&#039;[[Calathea crocata]]&#039;&#039; gehören zu den wenigen Arten der Familie, die auf Grund ihrer dekorativen Blütenstände als Zierpflanzen kultiviert werden.]]&lt;br /&gt;
Aus der [[Katamfe]] (&#039;&#039;Thaumatococcus danielli&#039;&#039;) wird der Süßstoff [[Thaumatin]] gewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bickel-Sandkötter2001&amp;quot; /&amp;gt; Die wichtigste Nahrungspflanze der Familie ist &#039;&#039;[[Maranta arundinacea]],&#039;&#039; die im gesamten Tropengürtel zur Gewinnung von „Pfeilwurzelmehl“&amp;amp;nbsp;= „arrowroot starch“ angebaut wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Anzahl von Arten aus einigen Gattungen werden in vielen Sorten als [[Zierpflanze]]n in tropischen Parks und Gärten, aber auch als [[Zimmerpflanze]]n und Schnittgrün genutzt. Die Schattentoleranz besonders einiger Arten aus dem Unterwuchs tropischer Wälder ist von Vorteil, um sie als Zimmerpflanzen einzusetzen. Meist sind die bunten, sehr dekorativen Blätter der Grund, um sie als Zierpflanzen zu verwenden, selten sind es die Blütenstände. Ein geeigneter Standort als Zimmerpflanze ist hell oder halbschattig, bei direkter Sonneneinstrahlung verlieren die auffällig gemusterten Blätter ihre Farbe und verblassen, zudem kann die gesamte Pflanze eingehen. Wichtig ist es, die Klimabedingungen ihrer originären Herkunft annähernd herzustellen. Gewährleistet sein sollte eine hohe Luftfeuchte, bei manchen Arten bis 80 % und die Umgebungstemperatur sollte 18&amp;amp;nbsp;Grad nicht unterschreiten. Die dekorativ gemusterten Blätter der Korbmarante wurden früher von den Ureinwohnern Brasiliens zur Herstellung von Körben verwandt. Daher ihr Name.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mobot.org/MOBOT/Research/APweb/orders/zingiberalesweb.htm#Marantaceae Die Familie der Marantaceae] bei der &#039;&#039;[http://www.mobot.org/MOBOT/Research/APweb/welcome.html APWebsite.]&#039;&#039; (Abschnitte Beschreibung und Systematik).&lt;br /&gt;
* [http://delta-intkey.com/angio/www/marantac.htm Die Familie der Marantaceae] bei {{Webarchiv |url=http://delta-intkey.com/angio/ |archive-is=20121204182251 |text=&#039;&#039;DELTA von L. Watson und M. J. Dallwitz.&#039;&#039;}}. (Abschnitt Beschreibung).&lt;br /&gt;
* Helen Kennedy: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=10535 &#039;&#039;Marantaceae&#039;&#039; – textgleich online wie gedrucktes Werk.] In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): &#039;&#039;Flora of North America North of Mexico.&#039;&#039; Volume 22 – &#039;&#039;Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae.&#039;&#039; Oxford University Press, New York und Oxford 2000. ISBN 0-19-513729-9 (Abschnitte Beschreibung und Systematik).&lt;br /&gt;
* Delin Wu, Helen Kennedy in &#039;&#039;Flora of China.&#039;&#039; Volume 24, 2000: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=10535 &#039;&#039;Marantaceae.&#039;&#039; S. 379 – textgleich online wie gedrucktes Werk.] In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): &#039;&#039;Flora of China.&#039;&#039; Volume 24 – &#039;&#039;Flagellariaceae through Marantaceae.&#039;&#039; Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitte Beschreibung und Systematik).&lt;br /&gt;
* [http://botany.si.edu/zingiberales/families/familypage.cfm?myfamily=Marantaceae Die Familie der Marantaceae] beim [http://www.mnh.si.edu/ &#039;&#039;National Museum of Natural History&#039;&#039; (NMNH) der &#039;&#039;Smithsonian Institution.&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* L. M. Prince, W. J. Kress: &#039;&#039;Phylogenetic relationships in the Prayer Plant Family (Marantaceae): Insight from plastid DNA sequence data.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Taxon.&#039;&#039; Volume 55, 2006, S. 281–296.&lt;br /&gt;
* Lennart Andersson: &#039;&#039;The neotropical genera of Marantaceae. Circumscription and relationships.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nordic Journal of Botany.&#039;&#039; Volume 1, Issue 2, 1981, S. 218–245.&lt;br /&gt;
* Lennart Andersson, M. W. Chase: &#039;&#039;Phylogeny and classification of Marantaceae.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Botanical Journal of the Linnean Society.&#039;&#039; Volume 135, Issue 3, 2000, S. 275–287.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.gartendialog.de/zimmerpflanzen/bluehpflanzen/korbmarante-pflege.html |titel=Korbmarante (Calathea) – Pflege &amp;amp; Sorten |werk=Gartendialog.de |zugriff=2018-12-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;{{GRIN|ID=690|Rang=family|WissName=Marantaceae}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andersson2008&amp;quot;&amp;gt;Lennart Andersson: &#039;&#039;The neotropical genera of Marantaceae. Circumscription and relationships.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nordic Journal of Botany.&#039;&#039; Volume 26, Issue 2, 2008, S. 218–245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot;&amp;gt;Helen Kennedy: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=10535 &#039;&#039;Marantaceae&#039;&#039; – textgleich online wie gedrucktes Werk.] In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): &#039;&#039;Flora of North America North of Mexico.&#039;&#039; Volume 22 – &#039;&#039;Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae.&#039;&#039; Oxford University Press, New York und Oxford, 2000. ISBN 0-19-513729-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot;&amp;gt;Delin Wu, Helen Kennedy in &#039;&#039;Flora of China.&#039;&#039; Volume 24, 2000: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=10535 &#039;&#039;Marantaceae.&#039;&#039; S. 379 – textgleich online wie gedrucktes Werk.] In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): &#039;&#039;Flora of China.&#039;&#039; Volume 24 – &#039;&#039;Flagellariaceae through Marantaceae.&#039;&#039; Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2000. ISBN 0-915279-83-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegnauer1986&amp;quot;&amp;gt;Robert Hegnauer: &#039;&#039;Chemotaxonomie der Pflanzen.&#039;&#039; Band 7, 1986, S. 731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bickel-Sandkötter2001&amp;quot;&amp;gt;Susanne Bickel-Sandkötter: &#039;&#039;Nutzpflanzen und ihre Inhaltsstoffe.&#039;&#039; Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2001, ISBN 3-494-02252-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Marantaceae|Zugriff=2018-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marantaceae|Pfeilwurzgewächse (Marantaceae)}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Theodor C. H. Cole |titel=Marantaceae Phylogeny Poster, 2020 |url=https://www.researchgate.net/publication/315100436_Marantaceae_Phylogeny_Poster_2020 |sprache=en |abruf=2022-09-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfeilwurzgewachse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingwerartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zierpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.60.67.135</name></author>
	</entry>
</feed>