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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Revolutionsarchitektur</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Étienne-Louis Boullée Memorial Newton Night.jpg|mini|[[Étienne-Louis Boullée]]: [[Kenotaph#Kenotaph für Isaac Newton|Kenotaph für Isaac Newton]], Entwurf, 1784]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;&#039;Revolutionsarchitektur&#039;&#039;&#039; bezeichnet eine Entwicklungsphase des [[Klassizismus]], die Zeit des ausgehenden 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts insbesondere in [[Frankreich]]. Das Wort hat zwar Eingang in die Fachsprache gefunden, ist aber nicht eindeutig und daher umstritten. Oft wird der Begriff nur für einen speziellen Aspekt der damaligen Architektur benutzt, für eine Reihe von [[Utopie|utopischen]] Entwürfen, von denen fast nichts gebaut wurde. Andere [[Kunsthistoriker]] bezeichnen damit auch die Hauptströmung der Zeit, also jene Bauten, die tatsächlich realisiert wurden; sie stammten zum Teil von denselben Architekten wie die utopischen Pläne. Um den Sachverhalt deutlicher zu machen, werden in diesem Artikel die Hilfsbegriffe &#039;&#039;reale&#039;&#039; und &#039;&#039;utopische Revolutionsarchitektur&#039;&#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels der Konnotation der Revolutionsarchitektur wird die [[Megalomanie]], hier als Immensité bezeichnet, aber auch das Moment einer &#039;&#039;architécture parlante&#039;&#039;, einer sprechenden Architektur, nach Antonio Hernandez charakterisiert. Die Entwicklung vom Absolutismus zur Aufklärung, von der höfischen zur bürgerlichen Architektur und deren Gesellschaften, scheint auf einen [[Manierismus]] hinzuweisen, der für ablösende Zeiten, hier vom Spät[[barock]] zum [[Klassizismus]], als sogenannte Revolutionsarchitektur offensichtlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die reale Revolutionsarchitektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Panthéon Soufflot - élevation principale.png|mini|Das Panthéon in Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen brauchbaren Überblick über die Entwicklung der Architektur in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bietet die lange Planungs- und Baugeschichte des [[Panthéon (Paris)|Panthéon]] in [[Paris]]. Es gilt als repräsentatives Beispiel der Revolutionsarchitektur in der allgemeineren Bedeutung des Wortes. 1755 erhielt der Architekt [[Jacques-Germain Soufflot]] den Auftrag zum Neubau der Pariser [[Kloster]]- und [[Wallfahrt]]skirche Ste-Geneviève. Er plante ein reich geschmücktes, [[Barock|spätbarockes]] Bauwerk mit großen Fensterflächen. Im Lauf der Zeit wurde dieses Konzept verändert, der Schmuck auf eher zurückhaltende Motive [[antike]]n Ursprungs beschränkt, generell ein einfacherer Ausdruck angestrebt. Nachdem am 4. April 1791 die ehemalige Kirche zur nationalen Ruhmeshalle erklärt worden war, zum „Panthéon des Grands Hommes“, nahm der Architekt [[Quatremère de Quincy]] weitere Änderungen am Baukörper vor. Er ließ Fenster zumauern und dekorative Elemente entfernen, verstärkte also die zuvor begonnene Entwicklung. Geschlossenheit und eindrucksvolles Volumen des Baukörpers waren damals die Zielvorstellungen klassizistischer Architektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Entwicklungen und Ergebnisse finden sich nicht nur unter Sakral- oder [[Immediatbau]]ten, sondern auch bei Privat- und Nutzbauten wie den Stadtpalais wohlhabender Auftraggeber, Theaterbauten in Paris und großen Provinzstädten, einigen vor- bzw. frühindustriellen Anlagen. In der Regel werden Bauwerke dieser Art als „klassizistisch“ bezeichnet. Zuweilen wird jedoch die klassizistische Architektur der Zeit um 1800 auch „Revolutionsarchitektur“ genannt, ein missverständlicher Begriff, denn die beschriebene Entwicklung hatte zwar deutlich veränderte, aber keine revolutionär neue Formen hervorgebracht. Und auch einen direkten Zusammenhang zwischen der Französischen Revolution und dieser Architektur hat es nicht gegeben, das zeigt schon ein Blick auf die Entstehungsdaten der Bauten. Sie wurden fast ausschließlich unter dem [[Ancien Régime]] errichtet&amp;amp;nbsp;– also vor 1789&amp;amp;nbsp;– und durchaus nicht in Opposition zur absolutistischen Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings waren sie im Zeitalter der [[Aufklärung]] entstanden, einer Zeit der allmählichen Abkehr von höfischem Prunk und Zeremoniell, einer Zeit, die auf den Umbruch zusteuerte. Die Gedankenwelt der Aufklärung mit ihrer Betonung der Vernunft hatte ihre [[Ästhetik|ästhetische]] Entsprechung im Verzicht auf überladene Schmuckformen, wie sie in Barock und [[Rokoko]] üblich waren. Historische Anregungen fanden die Architekten bei den [[Italien]]ern [[Andrea Palladio]] und [[Giovanni Battista Piranesi]], wandelten aber deren Ideen zu noch stärker sachlicher und monumentaler Wirkung und deutlicher Betonung einfacher Grundformen ab. So wurden auch in der wirklich gebauten Architektur, obwohl in deutlich abgeschwächter Form, die gleichen Tendenzen sichtbar wie in der &#039;&#039;utopischen Revolutionsarchitektur&#039;&#039;, die zwar erdacht und gezeichnet, aber kaum jemals realisiert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die utopische Revolutionsarchitektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der engeren Fassung des Begriffs versteht man unter Revolutionsarchitektur also eine visionäre Baukunst, die in der Regel nur in tatsächlich völlig neuartigen Entwürfen existierte und daher kaum Aussicht hatte, realisiert zu werden. Dazu trug eine Übersteigerung in oft monumentale Größenverhältnisse bei; als Leitbegriff diente das Wort &#039;&#039;Immensité&#039;&#039; (Unermesslichkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Inspiration dienten Kupferstiche [[Giovanni Battista Piranesi]]s von Monumentalbauten in Rom, beispielsweise der [[Engelsburg]]. Bauten dieser Dimensionen waren damals weder finanzierbar noch waren sie bautechnisch zu bewältigen. Der österreichische Kunsthistoriker [[Emil Kaufmann]] sprach in einer Untersuchung von 1933 von „autonomer Architektur“, hier der ins Außerordentliche überhöhten Variante des Klassizismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden drei Architekten als bedeutendste Vertreter der utopischen Revolutionsarchitektur genannt: [[Claude-Nicolas Ledoux]], [[Étienne-Louis Boullée]] und [[Jean-Jacques Lequeu]]. Einerseits waren sie an der allgemeinen Entwicklung der Architektur ihrer Zeit wesentlich beteiligt (das trifft insbesondere für Ledoux und Boullée zu), andererseits entwickelten sie Vorstellungen, die weit darüber hinausgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ledoux war ein begehrter Architekt für private und öffentliche Bauvorhaben. Er entwarf in Paris eine Reihe von Stadtpalais, bei denen er die neuen Tendenzen klassizistischen Bauens erfolgreich anwandte. Das gilt auch für seine ab 1784 entstandenen Wachhäuser (pavillons) in der [[Zoll (Abgabe)|Zollmauer]] um Paris, Kombinationen einfacher Raumkörper, verbunden mit Elementen der Antike und der [[Renaissance]]. Schon zwischen 1775 und 1779 entstand die [[Königliche Saline in Arc-et-Senans]]. Die Ergänzung der halbkreisförmig angelegten Betriebsgebäude zum Vollkreis und die erst Jahrzehnte später erdachte ideale Stadtanlage „Chaux“, die sich als Ring um die Saline gruppieren sollte, konnten nicht mehr realisiert werden. Ledoux entwarf aber auch utopische, weitgehend abstrahierte Bauformen unter dem neu entwickelten Leitbild der &#039;&#039;architecture parlante&#039;&#039;, dem sich auch Boullée und Lequeu verpflichtet fühlten. Diese „sprechende Architektur“ sollte ihren Zweck möglichst erkennbar ausdrücken. Entwurfsbeispiele für diese Ideen sind: ein Haus aus [[Konzentrizität|konzentrischen]] Kreisen, das wahlweise als [[Atelier]]haus oder als Werkstatt zur Herstellung von [[Fassreifen]] bezeichnet wird; das Kugelhaus eines Gärtners; das Wohnhaus der Flussinspektoren in Form eines liegenden [[Zylinder (Geometrie)|Zylinders]], durch den ein Wasserlauf hindurchgeleitet wurde; die hermetische Festung des Gefängnisses von [[Aix-en-Provence]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Boullée&#039;&#039; hatte anfangs ebenfalls erfolgreich Gebrauchsarchitektur für private Auftraggeber geschaffen. Als [[Theorie|Theoretiker]] und Lehrer an der &#039;&#039;École Nationale des Ponts et Chaussées&#039;&#039; (von 1778 bis 1788) entwickelte er dann den unverkennbaren, [[Abstraktion|abstrakten]] Stil seiner utopischen Entwürfe, die meist konsequenter und spektakulärer waren als die entsprechenden Ideen Ledoux’. Für öffentliche Gebäude plante er Baukörper aus nahezu reinen [[Stereometrie|stereometrischen]] Formen, oft in monumentalen Abmessungen. In seinem Entwurf für eine Nationalbibliothek von 1785 besteht der Außenbau aus einem kaum gegliederten Kubus; der Lesesaal wird von einem gewaltigen [[Tonnendach|Tonnengewölbe]] überspannt. Sein bekanntestes Projekt ist das [[Kenotaph]] (allgemein: ein Grabdenkmal für einen berühmten Toten, der an dieser Stelle nicht bestattet ist) für den großen englischen Wissenschaftler [[Isaac Newton]]. Die 150&amp;amp;nbsp;m hohe Kugel symbolisiert die [[Sphäre]] des [[Universum]]s, im Inneren wird durch Perforation der Kugeloberfläche der Sternenhimmel simuliert&amp;amp;nbsp;– ein Höhepunkt der &#039;&#039;architecture parlante&#039;&#039; und der &#039;&#039;utopischen Revolutionsarchitektur&#039;&#039; und ihr bekanntestes Sinnbild. Beide Entwürfe sind eng verbunden mit zentralen Motiven der Aufklärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Lequeu&#039;&#039; wandte das Prinzip der sprechenden Architektur direkter an als seine beiden bedeutenderen Kollegen. Projekte wie das mit Tierköpfen geschmückte Tor zu einem Jagdrevier oder ein Kuhstall in Form eines riesigen Rindes hatten einen eher bizarren Anstrich als den Charakter ernsthafter Architektur. Mit dieser unmittelbaren, plakativen Auffassung der &#039;&#039;architecture parlante&#039;&#039; blieb Lequeu eine Randfigur im Architekturgeschehen der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Étienne-Louis Boullée Nationalbibliothek.jpg|Boullée: Lesesaal der Nationalbibliothek, Entwurf&lt;br /&gt;
 Étienne-Louis Boullée Memorial Newton Day.jpg|Boullée: Kenotaph für Isaac Newton, Entwurf. Querschnitt&lt;br /&gt;
 Claude-Nicolas Ledoux Die Salinenstadt Chaux.jpg|Ledoux: Die ideale Stadt Chaux, Entwurf&lt;br /&gt;
 Ledoux Atelier Haus der Kreise Projekt.jpg|Ledoux: „Haus der Kreise“, Entwurf&lt;br /&gt;
 Ledoux Haus des Gaertners Chaux Projekt 1789.jpg|Ledoux: Haus des Gärtners, Entwurf&lt;br /&gt;
 Ledoux Gefaengnis in Aix en Provence Projekt 1786.jpg|Ledoux: Gefängnis in Aix-en-Provence, Entwurf&lt;br /&gt;
 Lequeu Tor eines Jagdgelaendes Projekt.jpg|Lequeu: Entwurf für das Tor eines Jagdgeländes&lt;br /&gt;
 Friedhof in Sargform.jpg|Vorherr: Friedhof in Sargform – Grundriss Alter Südlicher Friedhof München 1818&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen und Parallelen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „gemäßigt“ progressive „reale Revolutionsarchitektur“ hatte erkennbare Auswirkungen auf die Architektur der folgenden Jahrzehnte in Europa. In Deutschland waren zum Beispiel neben [[Karl Friedrich Schinkel]] der junge preußische Architekt [[Friedrich Gilly]], der Münchner Architekt [[Gustav Vorherr]] und der [[Großherzogtum Baden|Badener]] Baudirektor [[Friedrich Weinbrenner]] davon beeinflusst, in [[England]] [[John Soane]], der Erbauer der „[[Bank of England]]“, in [[Russland]] [[Andrejan Dmitrijewitsch Sacharow|Adrian Sacharow]]. Der [[Dänemark|dänische]] Architekt [[Christian Frederik Hansen]] arbeitete 1784–1804 in [[Hamburg-Altona-Altstadt|Altona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die extremen Projekte der &#039;&#039;utopischen Revolutionsarchitektur&#039;&#039; finden sich erst in der Architektur des 20. und 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts Entsprechungen. Die schmuckverliebten Epochen der [[Gründerzeit]]- und [[Jugendstil]]architektur waren Vergangenheit, [[Bauhaus]] und [[Neue Sachlichkeit (Architektur)|Neue Sachlichkeit]] hatten die Grundlagen modernen Bauens formuliert, die Bautechnik hatte gewaltige Fortschritte gemacht&amp;amp;nbsp;– nun entstanden groß dimensionierte Glasquader, Kugelhäuser, Zylinder und Pyramiden, die in geometrischer Schlichtheit und funktionaler Strenge an die Visionen Ledoux’ und Boullées erinnern. Dies hatte neben der Architektur einzelner Bauwerke auch Auswirkung auf Entwürfe für ganze Städte, wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Le Corbusier]]. Auch die städtebaulichen Visionen der [[Architektur im Nationalsozialismus]], insbesondere der Umbau von [[Berlin]] zur [[Welthauptstadt Germania]] von [[Albert Speer]] sowie auch das geplante [[Sonderauftrag Linz|Führermuseum Linz]], dürften hiervon mit beeinflusst worden sein. Das [[Gauforum Weimar]] ist das einzige als Gauforum geplante Projekt, welches weitgehend realisiert wurde und auch den Zweiten Weltkrieg überdauert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/1501/1/Rosenberg_Architektur_des_Dritten_Reiches_2009.pdf.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baustoff [[Beton]] ist wegen der vielfältigen formgestalterischen Möglichkeiten hierbei von herausragender Bedeutung. Viele spätere großformatige Architekturentwürfe waren nur damit zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Kaufmann]]: &#039;&#039;Von Ledoux bis Le Corbusier. Ursprünge und Entwicklung der autonomen Architektur&#039;&#039;. Wien, Passer 1933; Neuauflage Stuttgart, Gert Hatje, 1985.&lt;br /&gt;
* Klaus Jan Philipp (Hrsg.): &#039;&#039;Revolutionsarchitektur. Klassische Beiträge zu einer unklassischen Architektur&#039;&#039;. Braunschweig/Wiesbaden: Vieweg &amp;amp; Sohn Verlag 1990&lt;br /&gt;
* [[Winfried Nerdinger]], Klaus Jan Philipp: &#039;&#039;Revolutionsarchitektur. Ein Aspekt der europäischen Architektur um 1800.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Hirmer, München 1990.&lt;br /&gt;
* [[Bärbel Hedinger]]: &#039;&#039;C. F. Hansen in Hamburg, Altona und den Elbvororten. Ein dänischer Architekt des Klassizismus&#039;&#039;. Ausstellungskatalog. Altonaer Museum in Hamburg. München Berlin, Deutscher Kunstverlag, 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neoclassical architecture|Revolutionsarchitektur}}&lt;br /&gt;
* http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_7557.html Neben dem Artikel sind dort auch Literaturhinweise zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikenrezeption|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Französische Revolution)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Cond%C3%A9&amp;diff=880792</id>
		<title>Schloss Condé</title>
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		<updated>2024-09-02T11:46:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Façade du château de Condé.jpg|mini|Schloss Condé]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Schloss Condé&#039;&#039;&#039; befindet sich in der französischen Kleinstadt [[Condé-en-Brie]] im [[Département Aisne]]. Sein Name geht auf das [[Keltische Sprachen|keltische]] Wort &#039;&#039;condatum&#039;&#039; zurück, das &#039;&#039;Zusammenfluss&#039;&#039; bedeutet und sich auf den nahe gelegenen Zusammenfluss der [[Dhuis]] und des [[Surmelin]] bezieht. [[Louis I. de Bourbon, prince de Condé|Louis I. de Bourbon]] wählte seinen Titel &#039;&#039;Prince de Condé&#039;&#039; nach der [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]], deren Mittelpunkt dieses [[Schloss (Architektur)|Schloss]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dreiflügelige Gebäude formiert sich um einen [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] und wird von einem großen Park mit dreihundertjährigen Bäumen umgeben. Die Anlage steht mitsamt ihrer Inneneinrichtung seit Oktober 1979 unter [[Denkmalschutz]] und befindet sich in Privatbesitz. Sie kann jedoch während einiger Monate im Jahr besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich auf den Fundamenten eines [[Gallorömische Kultur|gallo-römischen]] [[Villa rustica|Landguts]] wurde eine erste [[Burg]] erbaut. Unter dem heutigen Bodenbelag des Schlosses existiert noch immer ein Pflaster aus römischer Zeit. Erster bekannter Burgherr war Jean de Montmirail, dessen Tochter Marie [[Enguerrand III. de Coucy]] heiratete und die Burg an die Familie ihres Ehemanns brachte. Enguerrand III. ließ 1200 einen ersten [[Wehrturm]] am Ort des heutigen Schlosses errichten, dessen zwei Meter dicke Mauern teilweise noch erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salon Oudry.jpg|mini|Schlossraum mit Gemälden von Jean-Baptiste Oudry]]&lt;br /&gt;
Marie de Coucy, letzter Spross der Familie von Coucy, heiratete 1400 den [[Herzogtum Bar|Grafen von Bar]] und brachte das Schloss an seine Familie. Ebenfalls durch Heirat kam es anschließend in den Besitz des [[Haus Luxemburg|Hauses Luxemburg]], von dem es wiederum 1487 mit Maria von Luxemburg an die damaligen [[Herzogtum Vendôme|Grafen von Vendôme]] kam, weil sie François de Bourbon, comte de Vendôme geheiratet hatte. Ihr Sohn Louis, [[Kardinal]] und [[Erzbistum Sens|Erzbischof von Sens]], ließ die Gebäude im 16. Jahrhundert zu einer geschlossenen Vierflügelanlage im Stil der [[Renaissance]] umbauen, von der heute nur noch zwei Torhäuser erhalten sind. Louis’ Neffe, Louis I. de Bourbon, prince de Condé, verbrachte einen Teil seiner Kindheit dort und es inspirierte ihn dazu, den Titel eines [[Fürst von Condé|Fürsten von Condé]] (französisch: Prince de Condé) anzunehmen, nachdem er Herrschaft und Schloss 1556 geerbt hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Salle Servandoni.jpg|mini|Ein von Giovanni Niccolò Servandoni gestalteter Schlosssaal]]&lt;br /&gt;
Bis 1624 blieb das Schloss im Besitz der Condé-Familie. In jenem Jahr heiratete Marie de Bourbon-Condé Thomas Franz von Savoyen-Carignan aus dem Haus der Herzöge von [[Haus Savoyen|Savoyen]] und brachte es mit in die Ehe. Als ihr Enkel Viktor Amadeus von Savoyen-Carignan Schlossherr war, ließ [[Ludwig XIV.]] die Anlage – wie alle französischen Besitzungen der Familie von Savoyen – 1711 konfiszieren, da Viktors Cousin [[Eugen von Savoyen]] während des [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekriegs]] auf der Seite der antifranzösischen Allianz kämpfte. Nachdem es unter [[Zwangsverwaltung|Sequestration]] gestellt worden war, wurden im Schloss bis 1719 militärische Truppen untergebracht, ehe es in heruntergekommenem Zustand an [[Jean-François Leriget de La Faye|Jean-François Leriget]], marquis de La Faye, einen Ratgeber des Königs, verkauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leriget beauftragte [[Giovanni Niccolò Servandoni]], einen der Architekten des [[Palazzo Farnese (Rom)|Palazzo Farnese]], damit, das alte Renaissanceschloss im Stil des [[Barock]] umzubauen. Servandoni ließ dazu nicht nur einen der vier Gebäudeflügel abreißen, um eine bessere Beleuchtung der Räume zu gewährleisten, sondern ließ auch die Fassade vollkommen symmetrisch gestalten. Auch berief er Künstler wie [[Antoine Watteau]], [[François Boucher]] und [[Jean-Baptiste Oudry]] für die Umgestaltung des Schlossinneren nach Condé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat von Lerigets Großnichte kam die Schlossanlage an die Grafen von [[La Tour du Pin]], die es 1814 an die [[Haus Sade|Familie de Sade]] vererbten. Letztere besaß das Schloss bis 1983 und rettete es nach schweren Beschädigungen während der beiden Weltkriege durch Reparaturen und teilweisen Wiederaufbau vor dem endgültigen Ruin. Seit es die Familie Pasté de Rochefort gekauft hat, lassen es die neuen Besitzer kontinuierlich restaurieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Guillaume Glorieux: &#039;&#039; Le Château de Condé – Demeure des Princes&#039;&#039;. Somogy, Paris 2004, ISBN 2-85056-759-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Château de Condé|Schloss Condé}}&lt;br /&gt;
* [https://www.chateaudeconde.fr/ Website des Schlosses Condé]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/00/21/N |EW=03/33/33/E |type=landmark |region=FR-02}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4842165-0|LCCN=n/2005/26357|VIAF=128050156}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schloss Conde}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Hauts-de-France|Conde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interieurmuseum in Frankreich|Conde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interieurmuseum in Europa|Conde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Conde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Condé-en-Brie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Condé-en-Brie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Schloss)|Condeenbrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1979]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gymnastikschuh&amp;diff=549061</id>
		<title>Gymnastikschuh</title>
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		<updated>2024-08-25T11:47:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gymnastikschuh.jpg|mini|Gymnastikschuhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:070 Basic weiss, schwarz, rosa, pink, dunkelblau.jpg|mini|Gymnastikschuhe]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gymnastikschuhe&#039;&#039;&#039;, auch Gymnastikschläppchen (Schweiz: „Täppeli“ oder „Geräteschuhe“) oder Turnschläppchen, sind sehr leichte und weiche [[Unisex]]-[[Schuhe]], die über eine dünne, sehr biegsame Sohle verfügen. Dies ist, je nach Verwendungsbereich, eine rutschfeste Gummisohle, eine gleitfähige [[Ledersohle]] oder eine geteilte Sohle bestehend aus einer Ledereinfassung mit Gummieinsätzen. Oft besitzen Gymnastikschuhe eine weiche, schweißaufsaugende Innensohle. Das einlagige Obermaterial besteht aus Leder, Baumwolle oder Lycra, kann aber auch zusätzlich mit einem Baumwollgewebe kaschiert sein. Ein elastischer Schaftabschluss, bei einigen Modellen zusätzlich ein Ristgummi oder ein kreuzförmig angeordnetes Band, sorgen für festen Halt am Fuß. Neben dem Einsatz im (Schul-)Sport finden Gymnastikschuhe auch häufig als [[Hausschuhe]] Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gymnastikschuhe sollen dem Fuß entweder rutschsicheren Bodenhalt geben, zum Beispiel beim [[Turnen]], bei der [[Gymnastik]] oder der [[Akrobatik]], sicheren Halt auf einem Pferd (beim [[Voltigieren]]) oder aber Gleit- und Drehfähigkeit, zum Beispiel beim [[Tanzen]], ermöglichen und den Träger vor einer [[Fußpilz]]-Infektion schützen. Sie dienen auch als Schutz vor Hautverletzungen der Füße durch Steinchen oder Holzsplitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variante des Gymnastikschuhs ist der [[Eurythmie]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schuh. Eine dünne Gummisohle und ein den Fuß fest umschließender Aufbau sorgen für besonders festen Halt bei gleichzeitiger maximaler Bewegungsfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Unterart stellen sogenannte [[RSG-Kappen]] ohne Fersenteil dar, diese werden für die [[Rhythmische Sportgymnastik]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gymnastikschuhe haben auch in die Badebekleidung Einzug gehalten. Mit wasserdurchlässigem Mesh-Oberstoff und rutschfester Gummisohle ausgestattet, geben sie Halt auf den Fliesen der Schwimmbäder und sind zum Schwimmen geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gymnastikschuhe gibt es in vielen verschiedenen Farben, häufig sind sie jedoch weiß oder schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
Bitte KEINE Weblinks auf Online-Shops für Gymnastikschuhe! Siehe auch: [[Wikipedia:Weblinks]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportfußbekleidung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%BCttenschuh&amp;diff=267812</id>
		<title>Hüttenschuh</title>
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		<updated>2024-08-25T11:45:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Huettenschuhe.jpg|mini|Hüttenschuhe aus Wollfilz mit Strickrand und Latexsohle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hüttenschuhe&#039;&#039;&#039; sind knöchelhohe warme [[Hausschuh]]e ursprünglich für Bergwanderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Form her gleichen &#039;&#039;Hüttenschuhe&#039;&#039; weiten Socken mit einer flachen, dünnen Sohle. Das Schaftmaterial besteht entweder aus [[Filz|Wollfilz]] mit einem elastischen Schaftabschlussrand aus gestrickter [[Wolle]], oder der Schaft ist komplett aus Wolle gestrickt. Als Sohle wird entweder eine Lage mit [[Gummi]] beschichteter [[Filz]] oder dünnes (Rau-)Leder verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung der &#039;&#039;Hüttenschuhe&#039;&#039; liegt bei Bergwanderungen mit Übernachtungen in [[Berghütte]]n. Dafür wird dieser Typ wärmender und im Rucksack gut zu verstauender Hausschuhe mitgeführt. Die verschmutzten und feuchten [[Wanderschuh|Bergschuhe]] werden außerhalb des Aufenthalts- und Schlafbereichs der Hütte zumeist in speziellen Schuhräumen in Regalen abgestellt und die &#039;&#039;Hüttenschuhe&#039;&#039; während des Aufenthalts getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hüttenschuhe werden aber auch abseits von Berghütten als traditionelle wärmende Hausschuhe in der Winterzeit getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Sternke: &#039;&#039;Alles über Herrenschuhe&#039;&#039;. Nicolai, Berlin 2006, ISBN 3-89479-252-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Huttenschuh}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsportausrüstung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wanderzubehör]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Masai_Barefoot_Technology&amp;diff=501909</id>
		<title>Masai Barefoot Technology</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Masai_Barefoot_Technology&amp;diff=501909"/>
		<updated>2024-08-25T11:28:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Konkurs und Verkauf von MBT */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Dieser Artikel|grund=Der Artikel ist im Hinblick auf [[WP:WWNI]] 3. (keine Werbung) sowie [[WP:Relevanz]] bzw. [[WP:Belege]] unbefriedigend. Einerseits fehlen generell Informationen über Produkt bzw. Unternehmen von unabhängiger Seite, andererseits sind viele Absätze des Artikels völlig unbelegt. Erinnert sei auch daran, dass das Lemma kurz nach seinem Entstehen bereits einmal als [[Wikipedia:Löschkandidaten/7. Dezember 2005#Masai BarfussTechnologie (Gelöscht)|&#039;&#039;Werbung gelöscht&#039;&#039;]] und nur [[Spezial:Diff/11797155|&#039;&#039;zur Erstellung einer werbefreien Version&#039;&#039;]] vom löschenden Admin auf speziellen Benutzerwunsch wieder hergestellt worden war.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Masai-Barefoot-Technology-Logo.svg|miniatur|MBT-Label]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mbt-schuh.jpg|miniatur|MBT-Schuh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Masai Barefoot Technology&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;MBT,&#039;&#039; dt. &#039;&#039;Massai-Barfusstechnik&#039;&#039;), auch unter dem Label &#039;&#039;Swiss Masai&#039;&#039; bekannt, ist der Markenname für die Bodenkonstruktion einer [[Fußbekleidung|Fussbekleidung]] des Herstellers &#039;&#039;Masai Group International&#039;&#039; in [[Winterthur]]. Das Unternehmen meldete im Mai 2012 Konkurs an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesanzeiger_10-05-2012&amp;quot;&amp;gt;Andreas Möckli: [http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Schuhfirma-MBT-am-Ende/story/31141205 &#039;&#039;Schweizer Schuhfirma MBT am Ende.&#039;&#039;] Tages-Anzeiger vom 10. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsweise ==&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für die MBT ist eine konvex in Laufrichtung abgerundete [[Schuhsohle|Sohlenform]] mit einem eingefügten Fersenweichteil (dem „Masai-Sensor“). Bedingt durch die dadurch absichtlich weich und „wabbelig“ gemachte Schuhbodenkonstruktion verliert der Fuss den für eine physiologische Fortbewegung kennzeichnenden Halt. Das wirkt sich auf grössere Teile der Halte- und Stützmuskulatur aus, weil der Körper aktiv im Gleichgewicht gehalten werden muss. Dies soll nach Angaben des Herstellers die Koordinationsfähigkeit verbessern und zusätzliche Teile der Skelettmuskulatur beanspruchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzbereiche und Schulungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MBT M. Walk Men.jpg|miniatur|Modell: &#039;&#039;M. Walk Men,&#039;&#039; Gr. 43 (gebraucht)]]&lt;br /&gt;
Um den sachgerechten Einsatz zu gewährleisten, setzte man bis Ende 2008 auf ein Gutscheinsystem. Jedem gekauften Paar war ein Gutschein für eine einstündige Einweisung bei einem Instruktor (speziell geschulte Personen aus medizinischen Berufen, häufig Physiotherapeuten; nie MBT-Händler) beigelegt. Ab 2009 kam das Gutscheinsystem nicht mehr zur Anwendung. Stattdessen setzte das Unternehmen vermehrt Informationsbroschüren und DVDs ein. Darüber hinaus wurden die Fachverkäufer verstärkt geschult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gehen und Laufen in MBT-Schuhen erfordert Übung und ist nur für ebene Untergründe geeignet, weil auf unebenen Naturböden (Waldpfad) die Gefahr einer schuhbedingten Verletzung steigt. Leistungsbezogenes, schnelles Dauerlaufen führt zu einem unergonomischen und plumpen Auftreten. Grund dafür ist der in MBT-Schuhen erforderliche abweichende Bewegungsablauf: die hauptsächlich pendelartig aus dem Kniegelenk heraus erfolgende Beinbewegung. Bei schnellerem Laufen hingegen kommt die Hüftbeugemuskulatur stärker zum Einsatz, die Beine werden stärker angehoben und die Schritte sind raumgreifender: ein Bewegungsablauf, der mit der MBT-Konstruktion nicht harmonisch durchzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher empfahl MBT kein Jogging, sondern ein an die Voraussetzungen des Schuhs angepasstes „Slow Running“. Dieses zeichnet sich durch eine aufrechtere Körperhaltung und kleinere Schritte bei einer höheren Schrittfrequenz aus. Laut Aussagen des Unternehmens Masai Barefoot Technology lief der Langstreckenläufer B. Hollywood in einem MBT 900 Meilen in 22 Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Masai Marketing &amp;amp; Trading AG: &#039;&#039;Ausdauertraining.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MBT im Sport. Prävention. Training. Regeneration. Rehabilitation &#039;&#039;Nr. 1, 2009, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben verschiedenen Schulungen für Instruktoren werden auch Fachhändlerseminare und Trainerkurse für „Masai Walking“ angeboten. Der Hersteller bildet gegen Bezahlung auch Schuhreparateure ([[Schuhmacher]]) in der Instandsetzung der MBT-Schuhe aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produktion ===&lt;br /&gt;
Das Fersenweichteil kann sich, weil es aus einem offenzelligen Schaummaterial besteht, bei Nässekontakt vollsaugen. In den Pflegehinweisen wird der Käufer darauf hingewiesen, Salz, Fett, Dünger, Eiweiss oder Blut sowie „aggressive Flüssigkeiten“ nicht mit dem Sohlenaufbau in Berührung kommen zu lassen. Diese und weitere Pflegehinweise sind mit dem Verweis verbunden, dass nur bei deren Einhaltung die gesetzliche Gewährleistung gewährt werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Masai Marketing &amp;amp; Trading AG: &#039;&#039;Pflegehinweise.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Revolution geht weiter.&#039;&#039; Nr. 2, 2009, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn Schuhmacher nach dem Material der [[Brandsohle]] gefragt werden, geben sie „Pappendeckel“ an. Ein Blick unter die losen Einlegesohlen beweist dies: Dort befindet sich – auch für den Laien erkennbar – imprägnierte Pappe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2009 bietet MBT die sogenannte „Dual Board“-Sohlenkonstruktion als Alternative zur „alten Integrated Shank“-Konstruktion. Die neue Konstruktion vereint den „Shank“, welcher für die Stabilität der Sohle verantwortlich ist, mit der Brandsohle. Daher finden sich in den neueren Modellen auch keine Brandsohlen aus „Pappendeckel“ mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Masai Marketing &amp;amp; Trading AG: &#039;&#039;MBT Sohlenkonstruktionen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Revolution geht weiter.&#039;&#039; Nr. 2, 2009, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fertigungsorte (Südkorea, Indonesien, Vietnam und China) bedingen Fragen nach einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Passformen (Gradierungssprünge zwischen den ausgewiesenen [[Schuhgröße|Schuhgrössen]], Einhalten der Brandsohlengrösse in Relation zur genannten Längengrösse und die Grössenverhältnisse einzelner Schaftteile) werfen Fragen auf hinsichtlich der fachlichen Kompetenz der Entwickler und Schuhfertiger. Als die Deutsche Schuhfachschule MBT-Schuhe untersuchte, deckte sie dementsprechend mehrere schuhtechnologische Widersprüche und Fragwürdigkeiten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Auswirkungen ===&lt;br /&gt;
MBT-Schuhe sind nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch aus schuhfachlicher Sicht und im Besonderen wegen der durch sie angeblich zu erzielenden gesundheitlichen Effekte sehr umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 2008 an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] durchgeführte Untersuchung verglich das regelmässige Tragen von MBT-Schuhen über acht Wochen mit einem ebenfalls über acht Wochen viermal wöchentlich durchgeführten sensomotorischen Training. Die Autoren kommen hier zu dem Schluss: „Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die deutlichen funktionellen Anpassungen nach einem [[Sensomotorik|sensomotorischen]] Training auch durch das Tragen von MBT-Schuhen erzielt werden. Sowohl das Ausmass der trainingsbedingten Funktionsanpassung als auch die Dynamik sind jedoch geringer ausgeprägt.“&amp;lt;ref&amp;gt;K. Korsten, G. Mornieux, N. walter, A. Gollhofer: &#039;&#039;Gibt es Alternativen zum sensomotorischen Training.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für «Sportmedizin und Sporttraumatologie».&#039;&#039; Nr. 56, 2008, S. 150–155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[sportmedizin]]ische Untersuchung der [[Universität Tübingen]] versuchte im Jahr 2003 herauszufinden, ob eine Verbesserung der [[Koordinative Fähigkeiten (Allgemein)|Koordinationsfähigkeit]] nach einem sechswöchigen [[neuromuskulär]]en Training festzustellen sei, wenn eine Versuchsgruppe zusätzlich zum standardisierten Training mit MBT trainierte, und kam zu dem Ergebnis: „Es zeigte sich keine signifikante Verbesserung der Koordinationsfähigkeit der Versuchsgruppe (mit MBT) gegenüber der Kontrollgruppe (ohne MBT).“ Abschliessend meinten die Wissenschaftler: „Weiterführend sind gezielte Analysen […] notwendig, um […] Trainingseffekte durch Therapiegeräte wie der Masai Barfuß Technologie (MBT) nachzuweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Beyerlein: &#039;&#039;Effekte eines neuro-muskulären Trainings auf die Koordinationsfähigkeit nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes, unter Berücksichtigung der Masai Barfuß Technologie.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Krankengymnastik – Zeitschrift für Physiotherapeuten.&#039;&#039; Nr. 56, 2009, S. 1610–1627.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben einem neuromuskulären Training bringt das Tragen von MBT-Schuhen demnach keinen zusätzlichen Nutzen für die Koordinationsfähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen nimmt auch das Marketing des Handels Abstand von allzu überzogenen Werbeversprechen. So vergleicht die Internetseite eines Fachgeschäfts mit Bezug auf die Herstellerwerbung die Schuhe mit einem Sportgerät und erklärt: „Es ist wie bei Stöckelschuhen: Trägt man sie dauernd, bekommt man schlechte Füsse, aber ab und zu ist OK.“&amp;lt;ref&amp;gt;Fachgeschäft Daldosch: {{Webarchiv|url=http://www.daldosch.at/schuhe_wien/schuhgroessen_wien/MBT_Wien.htm |wayback=20111113081236 |text=&#039;&#039;Kann man Funktionsschuhe wie MBT ständig tragen?&#039;&#039; |archiv-bot=2019-09-21 16:24:40 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine klare Zusage zu einem erwarteten Nutzen der Schuhe fehlt dort jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aspekte ===&lt;br /&gt;
Träger von MBT-Schuhen haben unter kalten Umgebungsbedingungen eher warme Füsse als Träger vergleichbaren Schuhwerks mit einem normalen Schuhboden, weil die höhere Muskelaktivität, verursacht durch die Ausgleichsbewegungen im MBT-Schuh, für eine bessere Durchblutung der Füsse sorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen wegen der Fertigung in Fernost Fragen hinsichtlich der sozialen und arbeitsrechtlichen Bedingungen sowie der Einhaltung von Umweltschutzstandards auf. Nach eigenen Angaben habe sich MBT einem [[Verhaltenskodex|Code of conduct]] im Bereich Umwelt und Soziales unterworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.swissmasai.at/CorpResponsibility.aspx?lang=de-AT | wayback=20071203012747 | text=&#039;&#039;Corporate Social Responsibility&#039;&#039;}} (abgerufen am 12. November 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namenskonvention ==&lt;br /&gt;
Die Schuhe bewirken absichtlich eine Instabilität des Gangs und des Stehens. Daher richtet der Träger den Oberkörper reflektorisch auf, um den Schwerpunkt möglichst lotrecht über der Auftrittsstelle zu halten und das Gleichgewicht zu bewahren.&amp;lt;ref&amp;gt;B. M. Nigg, S. Hintzen, R. Ferberer: &#039;&#039;Effect of an unstable shoe construction on lower extremity gait characteristics.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Clinical Biomechanics.&#039;&#039; Nr. 21, 2006, S. 82–88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. New, J. Pearce: &#039;&#039;The Effects of Masai Barefoot Technology Footwear on Posture: An experimental designed study.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Physiotherapy Research International.&#039;&#039; Nr. 12, 2007, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese aufrechte Haltung des Oberkörpers, die kennzeichnend für eine gesunde Körperhaltung und unter anderem auch für den kenianischen Volksstamm der [[Massai]] charakteristisch ist, führte zu dem Wort „Masai“ in der Namensgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Barfuß&#039;&#039; ist jedoch irreführend, weil diese Fussbekleidung das genaue Gegenteil des Barfussgehens bewirkt. Mit Hilfe des aus 26 Knochen bestehenden Fussskeletts mit seinen vielen Gelenkflächen und Muskeln vermag der Mensch durch eine propriozeptive Wahrnehmung des Untergrunds feinste Unebenheiten allein mit den Füssen perfekt auszugleichen und somit auszubalancieren, ohne dass der restliche Körper hierfür benötigt wird. Die Massai sind hierfür ein gutes Beispiel, weil dieser Stamm sich barfuss fortbewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Wortes „physiologisch“ wird vom Hersteller in einer sehr eigenwilligen und den allgemeingültigen Erklärungen dieser beiden Begriffe sogar zuwiderlaufenden Definition verstanden: „MBT ist die erste physiological Footwear&amp;amp;nbsp;– das heißt Footwear, die einen positiven Einfluss auf den gesamten Körper hat“, heisst es auf der Website. Das Wort physiologisch wird hier im Sinne von nicht krankhaft, in der Folge also gesund, genutzt. Die ehemalige Logounterschrift „physiological footwear“ ist 2009 auch durch den Werbeslogan „The anti-shoe“ ersetzt worden. Dieser soll die besonderen Eigenschaften des Schuhs hervorheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte, Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Erfinder des Systems, der Schweizer Ingenieur [[Karl Müller (Erfinder)|Karl Müller]], hatte Rückenprobleme, die er bei einem mehrjährigen Asienaufenthalt durch regelmässiges Spazierengehen auf den extrem weichen Böden der Reisfelder verbessern konnte. Dadurch angeregt, entwickelte er für sich selbst einen Schuh, der harte, ebene Böden zu weichen, „unebenen“ Böden machte. Dieser Prototyp führte 1996 zur kommerziellen Vermarktung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich gibt es Irritationen über den Ursprung der Erfindung, die auch die afrikanische Volksgruppe der [[Massai]] für sich beansprucht. Demnach habe man dort, wo traditionell kein Schuhwerk getragen wird, zur Vermeidung von Verletzungen aus Geldmangel auf alte Autoreifen zurückgreifen müssen, die dem Schuh die runde Form gaben.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vom Flamingo-See zum Götter-Vulkan – Ein Safari-Abenteuer in Tansania.&#039;&#039; Ein Film von Werner Zeppenfeld. WDR-Fernsehen, 7. Januar 2012, 15:40&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren „Reifenschuhe“ sind u.&amp;amp;nbsp;a. durch Sportereignisse wie z.&amp;amp;nbsp;B. den London-Marathon im westlichen Kulturkreis bekannt geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jasmin Fischer: [http://www.wz-newsline.de/home/panorama/london-marathon-auf-reifen-sohlen-1.225796 &#039;&#039;London-Marathon auf Reifen-Sohlen – Sechs Massai-Krieger aus Tansania sind beim London-Marathon mitgelaufen. Mit Schuhen aus alten Autoreifen schafften sie es ins Ziel.&#039;&#039;] Westdeutsche Zeitung online, 13. April 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einen Zusammenhang zwischen den „Maasai-Tires“ und den MBT-Schuhen, wie er gelegentlich angenommen wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel für die Annahme eines Zusammenhangs: [http://sonner.antville.org/stories/1586513/ &#039;&#039;Die Aneignung der Maasai-Sandale&#039;&#039;] auf „Ethno::log“, 5. März 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; oder dafür, dass Müller bei seinem Asien-Aufenthalt von den Schuhen der Massai Kenntnis gehabt haben könnte, gibt es aber offenbar keine Belege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Schuhgeneration hatte noch keinen [[Absatz (Schuh)|Absatz]], wodurch der Träger zu einem [[Zehengänger]]gang gezwungen wurde. Im Jahr 2000 folgte die zweite Generation, die die „Lücke“ unter der [[Ferse]] mit einem abgerundeten offenporigen [[Schaumstoff]]keil füllte. Dadurch hatte der Schuh nicht mehr ein ganz so exotisches Aussehen. 2004 kam schliesslich die dritte Generation, bei der die Dicke der Sohle merklich reduziert wurde. Wirkten die vorhergehenden Generationen ausgesprochen klobig und waren dadurch auffällig, trifft dies auf diese Generation nicht mehr in diesem Mass zu. Einige Modelle der neuesten, vierten Generation weisen einen anders gestalteten Absatz-/Fersenbereich auf: War zuvor eine Ähnlichkeit mit einem Rollabsatz zu verzeichnen, ähneln diese neuen Modelle eher einem Flügelabsatz, wobei die Unterstützung (der „Flügel“) im äusseren (lateralen) Sohlenbereich platziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 erwarben Investoren eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an der Marketing- und Vertriebsgesellschaft. Müller hielt bis September 2006 noch 80&amp;amp;nbsp;Prozent des Unternehmens,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kybun.ch/fileadmin/user_upload/documents/Medienberichte/Medienberichte_2012/MBT/MBT_wiederkauf-alle_beitraege_deutsch.pdf Presseberichte zu MBT und Müller] (PDF; 16,7&amp;amp;nbsp;MB), kybun.ch, siehe Interview 2. Bericht&amp;lt;/ref&amp;gt; welches etwa 200 Personen beschäftigt, davon 50 Mitarbeiter am Hauptsitz im [[Thurgau]]ischen [[Roggwil TG|Roggwil]]. Weil seine Partner aber bei der runden Sohle bleiben wollten, trennte sich Karl Müller 2006 von MBT.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.kybun.de/tzor-kshr/filosofiha/mbt-mol-kyboot.html | zugriff=2019-04-30 | titel=&#039;&#039;MBT Erfinder Karl Müller präsentiert den kyBoot.&#039;&#039; }}, auf kybun.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anteilsmehrheit an MBT hatten bis September 2007 die Gesellschafter Klaus Heidegger, Norbert Kraihamer (MBT-CEO; leitete zuvor elf Jahre die internationale Expansion von Red Bull) und Hermann Oberschneider (ein Sport- und Tourismusunternehmer aus Österreich). Die Bostoner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Partners LLC meldete Anfang Juli 2007, dass sie Kapital in die Masai Group International investiert hat (laut MBT-Sprecher Thomas Haunsperger hält Berkshire etwa 20&amp;amp;nbsp;Prozent an der Gesellschaft). Zum Quartal IV/2007 kam Hermann Oberschneider als Gesellschafter und Geschäftsführer in das Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lag der Fokus von Müller auf dem gesundheitlichen Aspekt der Schuhe, will der in den USA lebende Heidegger laut einem Bericht von Facts Online (siehe Weblink) die Marke zu einem Lifestyle-Produkt machen&amp;amp;nbsp;– eine Darstellung, die Unternehmensvertreter als „Missverständnis“ bezeichnen. Allerdings hat er angekündigt, MBT bis zum Jahr 2011 zu einem der zehn grössten Schuhhersteller der Welt zu machen. Der Markenaufbau als Premiumprodukt soll sich laut Heidegger in den nächsten Jahren auf die Schweiz, Deutschland, England, Österreich und die USA konzentrieren, wo 85&amp;amp;nbsp;Prozent des Umsatzes erwirtschaftet werden. Die übrigen 15 Länder, in denen MBT bereits verkauft wird, sollen den Status quo halten; weitere Expansion soll vorerst nicht stattfinden. Als Zielgruppe gelten immer noch Frauen über 40. Seit der Gründung 1998 wurden bis Mitte 2007 weltweit etwa 4,5 Millionen Paar Schuhe verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurs und Verkauf von MBT ==&lt;br /&gt;
Das Unternehmen meldete dem Bezirksgericht Winterthur seine Überschuldung und wurde am 9. Mai 2012 als konkurs aufgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesanzeiger_10-05-2012&amp;quot; /&amp;gt; Daraufhin wollte der asiatische Investor Andy Chaw die Massai Group International (MGI) kaufen und erwarb in einem ersten Schritt das europäische Vertriebslager in Luxemburg (380.000 Paar Schuhe) und die Produktionswerkzeuge,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kybun.ch/fileadmin/user_upload/documents/Medienberichte/Medienberichte_2012/MBT/MBT_wiederkauf-alle_beitraege_deutsch.pdf Presseberichte] (PDF; 16,7&amp;amp;nbsp;MB). kybun.ch, siehe Artikel 2&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch noch nicht die Markenrechte. Mit einer gerichtlichen Beschwerde stoppte [[Karl Müller (Erfinder)|Karl Müller]], der noch über ein exklusives Vertriebsrecht der Schuhe in Korea verfügt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kybun.ch/fileadmin/user_upload/documents/Medienberichte/Medienberichte_2012/MBT/MBT_wiederkauf-alle_beitraege_deutsch.pdf Presseberichte] (PDF; 16,7&amp;amp;nbsp;MB). kybun.ch, siehe Nr. 2, Interview&amp;lt;/ref&amp;gt; den Verkauf von Aktiven der MBT. Er wollte die Patente und Marktrechte zurückerwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Lambert: [http://www.kybun.ch/fileadmin/user_upload/documents/Medienberichte/Medienberichte_2012/Tagblatt_09-10-2012_KarlMueller_1230_001.pdf &#039;&#039;&amp;quot;Ich weiss, wohin und wie es geht&amp;quot;&#039;&#039;] (PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB) St. Galler Tagblatt vom 9. Oktober 2012. Abgerufen am 12. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einem Medienbericht wurde der Verkauf von Aktiven der MBT und allen Markenrechten an Andy Chaw aber im Juni 2013 auch von der dritten Instanz der zuständigen Gerichte bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.toggenburgertagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/MBT-Karl-Mueller-scheitert-vor-Bundesgericht;art123841,3452391 &#039;&#039;MBT: Karl Müller scheitert vor Bundesgericht.&#039;&#039;] Toggenburger Tagblatt, 26. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wettbewerbsprodukte ==&lt;br /&gt;
Inzwischen sind einige MBT-Patente abgelaufen, insbesondere das Patent für das Hauptmerkmal: die konvexe Grundform des Schuhbodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den MBT-Schuhen ähnliche beziehungsweise der dahinter stehenden Theorie folgende Fussbekleidungskonzepte gibt es deshalb inzwischen auch von &#039;&#039;[[Mephisto (Schuhe)|Mephisto]]&#039;&#039; („Sano“), &#039;&#039;Finn Comfort&#039;&#039; („Finnamic“), von den deutschen Marken &#039;&#039;Chung Shi&#039;&#039; und &#039;&#039;Solidus&#039;&#039; („Solifit“-Kollektion), von der &#039;&#039;Herges Schuhmanufaktur&#039;&#039; („LaStrada“-Kollektion) sowie von &#039;&#039;Ryn&#039;&#039; aus Südkorea. In Discountern und bei der Buchkette Weltbild findet man die Marke &#039;&#039;WalkMaxx.&#039;&#039; Mit den „FitFlop“-Schuhen für Frauen sind inzwischen auch modisch orientierte Sommerschuhe auf dem Markt mit einer vom Ansatz her ähnlichen Idee, die mit einer „leicht de-stabilen Sohle“ (O-Ton des Herstellers) ein „Workout im Vorübergehen“ versprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mbt.com/ mbt.com], Website des Unternehmens&lt;br /&gt;
** [http://dech.mbt.com/Home/Benefits/Studies.aspx Vom Hersteller bereitgestellte Zusammenfassungen themenbezogener Studienergebnisse] (offline)&lt;br /&gt;
* [https://www.manager-magazin.de/lifestyle/fitness/a-713436.html &#039;&#039;Funktionsschuhe: Teure Instabilität&#039;&#039;], [[Manager Magazin]] (Online-Ausgabe), 14. Oktober 2010&lt;br /&gt;
* [http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Schuhfirma-MBT-am-Ende/story/31141205 Schweizer Schuhfirma MBT am Ende]&lt;br /&gt;
* [http://www.kybun.ch/kybun/news-medien/news-beitraege/article/will-der-gruender-karl-mue.html Will der Gründer Karl Müller sein ehemaliges MBT-Unternehmen zurückkaufen?]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/mbt-abrollschuhe-helfen-nicht-bei-rueckenschmerzen-a-927848.html Artikel &#039;&#039;MBT: Abrollschuhe helfen nicht bei Rückenschmerzen&#039;&#039;], [[Der Spiegel]] (online-Ausgabe), 15. Oktober 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil eines Schuhs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuhhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuhmarke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Winterthur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pejorativsuffix&amp;diff=978440</id>
		<title>Pejorativsuffix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pejorativsuffix&amp;diff=978440"/>
		<updated>2024-08-20T07:17:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Spanisch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Pejorativsuffix&#039;&#039;&#039; ist eine Nachsilbe ([[Suffix]]), die durch das Anhängen an den [[Wortstamm]] dem Wort eine negative &#039;&#039;([[Pejorativum|pejorative]])&#039;&#039; Bedeutung verleiht ([[Pejoration|Bedeutungsverschlechterung]]). In manchen Sprachen überschneidet sich das Suffix mit der Verkleinerungsform &#039;&#039;([[Diminutiv]])&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Deutsch ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Sprache|Deutsche]] kennt keine [[Pejorativum|pejorativen]] [[Suffix]]e. Pejoration erfolgt im Deutschen durch [[Komposition (Grammatik)|Zusammensetzung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Valentina Crestani: &#039;&#039;Wortbildung und Wirtschaftssprachen: Vergleich deutscher und italienischer Texte.&#039;&#039; Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-0343-0512-9, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wie in allen Sprachen durch Metaphern und Ironie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baskisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-txo&#039;&#039; etwa &#039;&#039;jauntxo&#039;&#039; (von &#039;&#039;jaun&#039;&#039; „Mann“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Englisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-tard&#039;&#039;, umgangssprachlich in Worten wie &#039;&#039;paultard&#039;&#039;, &#039;&#039;libtard&#039;&#039; oder &#039;&#039;conspiratard&#039;&#039;. Als Wurzel wird meist „retard“ angegeben&amp;lt;ref&amp;gt;Worteintrag: [https://www.urbandictionary.com/define.php?defid=3089619&amp;amp;term=Libtard &#039;&#039;Libtard.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Urban Dictionary|UrbanDictionary.com]].&#039;&#039; 26. Februar 2017, abgerufen am 28. November 2020 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-aster&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;poetaster,&#039;&#039; &#039;&#039;philosophaster&#039;&#039; (vom Lateinischen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Esperanto ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-aĉ-&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;veteraĉo&#039;&#039; „schlechtes Wetter“ (von &#039;&#039;vetero&#039;&#039; „Wetter“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-ald/-ard/-aud&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;salaud&#039;&#039; „Dreckskerl“ (von &#039;&#039;sale&#039;&#039; „schmutzig“), aber nicht nur in pejorativem Sinn wie z.B: &#039;&#039;Motard&#039;&#039; („Motorradfahrer“, „Töffler“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-asse&#039;&#039; etwa &#039;&#039;paperasse&#039;&#039; „Papierkram“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-âtre&#039;&#039;  etwa bei Farben &#039;&#039;rougeâtre&#039;&#039; ein unansehnliches, etwa ausgewaschenes Rot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hawaiisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-ā&#039;&#039; (-wā), etwa &#039;&#039;lonoā&#039;&#039; „Klatsch“ (von &#039;&#039;lono&#039;&#039; „Neuigkeiten“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-ea&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;poluea&#039;&#039; „Seekrankheit“ (von &#039;&#039;polu&#039;&#039; „nass“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italienisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-accio/-accia&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;boccaccia&#039;&#039; „Schandmaul“ (zu &#039;&#039;bocca&#039;&#039; „Mund“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-astro/-astra&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;giovinastro&#039;&#039; „Taugenichts“ (zu &#039;&#039;giovine&#039;&#039; „Bursche“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japanisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-me&#039;&#039; ({{lang|ja|め}}/{{lang|ja|奴}} für „Untergebener; Diener“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Latein ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-aster&#039;&#039;, eine betrügerische Absicht anzeigend, etwa &#039;&#039;patraster&#039;&#039; „jemand, der nur den Vater spielt“ (von &#039;&#039;pater&#039;&#039; „Vater“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russisch ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-ischka&#039;&#039; (ишка)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-aschka&#039;&#039; (ашка)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanisch ===&lt;br /&gt;
Im [[Spanische Sprache|Spanischen]] existieren umfangreichere Inventare an pejorativen Suffixen &#039;&#039;(Despectivos)&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Cartagena, Gauger: Band&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;320, zitiert in: Justo Fernández López: [http://hispanoteca.eu/Gram%C3%A1ticas/Grammatik%20Spanisch/Wortbildung%20-%20Despektiva.htm &#039;&#039;Abwertende / pejorative Suffixe – Despektiva – „despectivos“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Hispanoteca.eu.&#039;&#039; 1999–2018, abgerufen am 28. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-aco(a)&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;pajarraco&#039;&#039; „großer, hässlicher Vogel“ (von &#039;&#039;pajaro&#039;&#039; „Vogel“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;-ejo(a)&#039;&#039;, etwa &#039;&#039;lugarejo&#039;&#039; „Kuhdorf“ (von &#039;&#039;lugar&#039;&#039; „Platz“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Diminutivaffix]] (zur grammatischen Verkleinerung)&lt;br /&gt;
* [[Augmentativsuffix]] (zur Vergrößerung oder Verstärkung, im Deutschen unbekannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Suffix}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suffix (Grammatik)|!Pejorativsuffix]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Miki&amp;diff=66486</id>
		<title>Paul Miki</title>
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		<updated>2024-08-12T09:26:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Kreuzigung in Nagasaki */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bamberg St Martin Figur Paul Miki.jpg|miniatur|hochkant|Barocke Darstellung des hl. Paul Miki in der Kirche St. Martin, Bamberg]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Paul Miki&#039;&#039;&#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja-Jpan|パウロ三木|Pauro Miki}}; * um [[1565]] in [[Kyōto]]; † [[5. Februar]] [[1597]] in [[Nagasaki]]) war ein [[Japan|japanischer]] [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Missionar]], [[Jesuit]] und [[Märtyrer]]. In der katholischen Kirche ist er einer der Schutzheiligen Japans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paul Miki, ein [[Jesuit]], hatte Anteil an der Verbreitung des christlichen Glaubens in [[Japan]] im Anschluss an [[Francisco de Xavier y Jassu|Franz Xaver]]. Er trat mit 22 Jahren in den [[Gesellschaft Jesu|Orden]] ein und gehörte zu den Einheimischen, die von den Jesuiten für die Missionierung in Japan vorbereitet wurden. Ab 1587 wurden die ersten [[Christenverfolgung|Christen verfolgt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Herrscher Japans war [[Toyotomi Hideyoshi]]. Er selbst glaubte an [[Buddhismus]] und [[Shintō]], aber er war zunächst gegenüber dem Christentum tolerant. Die religiöse Toleranz war zunächst sogar Teil seiner Politik. Er erwartete, dass die Toleranz gegenüber dem Christentum dem ausländischen Handel förderlich sein könnte. Nachdem er [[Kyūshū]] besucht hatte, wo damals viele Christen lebten, veränderte er jedoch seine religiöse Politik 1587 und verbot den christlichen Glauben. Allerdings wurden zunächst keine Christen verfolgt und die Orden konnten weiter aktiv sein. Der Blick des [[Shogun]]s auf die nahen [[Philippinen]] und die Furcht vor der Verbindung des Christentums mit der europäischen Kolonialpolitik waren mit ein Grund, dass Hideyoshi 1596 wieder ein Verbot gegen das Christentum verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreuzigung in Nagasaki ==&lt;br /&gt;
Paul Miki wurde in [[Osaka]] im Dezember 1596 gemeinsam mit anderen Christen ergriffen. Alle waren [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] und [[Jesuiten]] oder gehörten zum [[Dritter Orden|Dritten Orden]] des hl. Franziskus. Zuerst wurden sie nach [[Kyōto]] gebracht. Am 10. Januar ordnete Hideyoshi die Hinrichtung der 24 Christen in [[Nagasaki]] an. Es waren Japaner, Spanier, Mexikaner und Portugiesen. Sie mussten im Winter zu Fuß und ohne Schuhe von Kyoto nach Nagasaki gehen. Am Wege nach Nagasaki wurden weitere zwei Männer verhaftet, da sie mit ihnen gegangen waren. Es waren auch mehrere Jugendliche unter den Verhafteten. Von einem Dreizehnjährigen, den der Gouverneur mit dem Versprechen großer Ehren von seinem Glauben abbringen wollte, ist der Satz überliefert: „Die Freuden und Ehren des Lebens sind nur Schaum auf dem Wasser, wie der Morgentau auf den Gräsern. Die Freuden und Ehren des Himmels dagegen sind unvergänglich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nagasaki wurde ihnen von einem Jesuiten die Beichte abgenommen. Am Tag der Hinrichtung bestand eine Ausgangssperre, trotzdem kamen etwa 4000 Leute zum Ort der Hinrichtung. Am 5. Februar um 10 Uhr wurden sie in Nagasaki gekreuzigt und gelten als die ersten christlichen Märtyrer in Japan. Papst [[Urban VIII.]] sprach Paul Miki und seine Gefährten 1627 selig. 1862, nach der Wiederzulassung des Bekenntnisses zur katholischen Kirche in Japan, sprach  Papst [[Pius IX.]] die [[Märtyrer von Nagasaki]] heilig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktag ==&lt;br /&gt;
* Katholisch, [[6. Februar]] – [[gebotener Gedenktag]] des hl. Paul Miki und Gefährten im [[Allgemeiner Römischer Kalender|Allgemeinen Römischen Kalender]]&lt;br /&gt;
* Anglikanisch, 6. Februar – Gedenktag der Märtyrer von Nagasaki&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629173216/http://www.bautz.de/bbkl/m/miki_u_g.shtml |autor=[[Ekkart Sauser]]|band=22|spalten=840-841}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Paul Takashi Nagai]], als &#039;&#039;Heiliger von Urakami&#039;&#039; in die Geschichte eingegangener Überlebender des [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Atombombenabwurfs auf Nagasaki]] und Autor des Werks &#039;&#039;Die Glocken von Nagasaki&#039;&#039;, gab sich bei seiner [[Konversion (Religion)|Konversion]] zum [[Katholizismus]] den Taufnamen „Paul“ in Anlehnung an Paul Miki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Paulus Miki|Paul Miki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132065304|LCCN=no2013143681|VIAF=3622965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Miki, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Missionar (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (16. Jahrhundert)|Paul Miki]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1597]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Miki, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Miki, Pauro&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=japanischer katholischer Missionar und Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1565&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kyōto]], Japan&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Februar 1597&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nagasaki]], Japan&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Evolution_(Mathematik)&amp;diff=615695</id>
		<title>Evolution (Mathematik)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Evolution_(Mathematik)&amp;diff=615695"/>
		<updated>2024-08-12T06:23:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Mathematik definiert man die &#039;&#039;&#039;Evolution&#039;&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;\Phi&amp;lt;/math&amp;gt; einer [[Differentialgleichung]] &amp;lt;math&amp;gt;x&#039;(t) = f(t, x(t))&amp;lt;/math&amp;gt; als eine zweiparametrige [[Funktion (Mathematik)|Abbildung]], gegeben durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t,t_0} x_0 := x(t)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;x(t)&amp;lt;/math&amp;gt; die Lösung des [[Anfangswertproblem]]s ist, das aus der o.&amp;amp;nbsp;g. Dgl. und der [[Anfangsbedingung]] &amp;lt;math&amp;gt;x(t_0) = x_0&amp;lt;/math&amp;gt; besteht, und&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;|t - t_0|&amp;lt;/math&amp;gt; [[hinreichend]] klein sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Worten: Die Evolution bildet den Wert &amp;lt;math&amp;gt;x_0&amp;lt;/math&amp;gt; einer beliebigen Lösungskurve &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; zum Zeitpunkt &amp;lt;math&amp;gt;t_0&amp;lt;/math&amp;gt; ab auf den Wert &amp;lt;math&amp;gt;x(t)&amp;lt;/math&amp;gt; der Lösungskurve zum Zeitpunkt &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt;. Sie beschreibt also die [[Zeitentwicklung|weitere Entwicklung]] der Lösung ausgehend vom Startpunkt &amp;lt;math&amp;gt;x_0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Evolution der Differentialgleichung hat folgende Eigenschaften:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t_0,t_0}x_0 = x_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\frac{d}{d\tau}\Phi^{t+\tau,t}x |_{\tau=0} = f(t,x(t))&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t_2,t_1}\Phi^{t_1,t}x_0 = \Phi^{t_2,t}x_0&amp;lt;/math&amp;gt; für &amp;lt;math&amp;gt;t\leq t_1\leq t_2&amp;lt;/math&amp;gt; ([[Transitive Relation|Transitivität]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall [[autonome Differentialgleichung|autonomer Differentialgleichungen]] &amp;lt;math&amp;gt;x&#039;=f(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ist die Startzeit &amp;lt;math&amp;gt;t_0&amp;lt;/math&amp;gt; beliebig. Man schreibt dann statt &amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t,t_0}&amp;lt;/math&amp;gt; einfach &amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t}&amp;lt;/math&amp;gt; und bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;\Phi^{t}&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Phasenfluss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie der Differentialgleichungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaunakes&amp;diff=2673085</id>
		<title>Kaunakes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaunakes&amp;diff=2673085"/>
		<updated>2024-08-08T11:52:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ebih-Il Louvre AO17551 n08.jpg|miniatur|Detail einer Kaunakes bei einer Statue aus [[Mari (Stadt)|Mari]] (ca. 2400 v.&amp;amp;nbsp;Chr.; [[Louvre]], Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Relief Ur-Nanshe Louvre AO2344.jpg|miniatur|Votivtafel des [[Ur-Nanše|Ur-Nanshe]] aus der 1. Dynastie von [[Lagaš]] (ca. 2500 v. Chr.; Louvre, Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue Narundi Louvre Sb54-Sb6617.jpg|miniatur|links|hochkant|Statue von [[Narunte]], die einen Frauen-Kaunakes trägt, ca. 2100&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. bei [[Susa (Persien)|Susa]]]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kaunakes&#039;&#039;&#039; (&amp;lt;!--[[Plural]], --&amp;gt;{{grcS|prefix=nein|καυνάκης}}) bezeichnet ursprünglich einen Pelz aus [[Pelzarten|Mäuse-]] oder [[Hermelinfell|Wieselfell]], dann den aus einem Schurz hervorgegangenen, aus Fell gefertigten [[Rock (Kleidung)|Halbrock]] der [[Sumer]]er des 4. Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr., schließlich den [[Mesopotamien|mesopotamischen]] Rock des 3. Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. (&#039;&#039;Zottenrock&#039;&#039;). Frauen trugen den Kaunakes nicht als Halbrock, sondern als [[Umhang]]&amp;lt;ref&amp;gt;Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland: &#039;&#039;Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland&#039;&#039;. Cambridge University Press 1920, S. 326. (s. [http://books.google.de/books?id=W8ksAAAAIAAJ&amp;amp;q=kaunakes&amp;amp;dq=kaunakes&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=PWLwT86IBsTKtAaIrbGPDw&amp;amp;redir_esc=y Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleidungsstücke bestanden aus einem [[Gewebe (Textil)|Wollgewebe]], das einem [[Lammfell|Schaffell]] nachempfunden wurde, indem [[Zotte (Kleidung)|Wollzotten]] stufig übereinander gesetzt eingewebt wurden oder beim [[Weben]] Schlaufen aus dem [[Schussfaden]] gezogen wurden, so dass ein [[Gewebe (Textil)#Florgewebe|Florgewebe]] entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelte sich wahrscheinlich um ein Kleidungsstück [[Ritual|ritueller]] Natur. Abbildungen solcher Stoffe werden im europäischen [[Mittelalter]] eingesetzt, um Menschen aus fernen Ländern zu charakterisieren, auch als [[Ikonografie|ikonografisches]] Symbol, z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Rieff Anawalt: &#039;&#039;Weltgeschichte der Bekleidung. Geschichte, Traditionen, Kulturen.&#039;&#039; Haupt Verlag Bern u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, ISBN 978-3-258-07213-5, S. 19–21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ingrid Loschek]]: &#039;&#039;Reclams Mode- und Kostümlexikon.&#039;&#039; 5., erw. Aufl., Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 289&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Kaunakes}}&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/EBchecked/topic/313456/kaunakes Online-Version der Encyclopaedia Britannica]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleiderrock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Altertums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelzprodukt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herrenrock&amp;diff=1437232</id>
		<title>Herrenrock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herrenrock&amp;diff=1437232"/>
		<updated>2024-08-08T10:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ashurst frock coat.jpg|mini|Herr im Gehrock. Die Taillennaht ist in Höhe des unteren Knopfes erkennbar.]]&lt;br /&gt;
Beim &#039;&#039;&#039;Herrenrock&#039;&#039;&#039; handelt es sich um ein Herrenkleidungsstück, das sowohl schnitttechnisch als auch historisch von [[Jacke]]n oder [[Sakko]]s zu unterscheiden ist. Die heute üblichen Sakkos haben sich aus der Form des [[Bauernkittel]]s entwickelt, der auf das mittelalterliche [[Surcot]] zurückgeht. Das Gegenstück zu dem eigentlich, mit Ausnahme des schottischen [[Kilt]]s, für Frauen typischen [[Rock (Kleidung)|Rock]] ist dagegen der [[Männerrock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Bauernkittel, der in seinen Grundformen schon in bronzezeitlichen Gräbern zu finden ist, entwickelte sich die Bekleidung der sogenannten gehobenen Stände, wohl auf Grund der besseren Zahlungsfähigkeit, anders und arbeitsaufwändiger. Schon die mittelalterlichen [[Wams|Wämser]] waren mit einem angesetzten [[Schoß (Kleidung)|Schoß]] versehen. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] entwickelten die [[Schneider]] lose sitzende Oberbekleidung, die aus einem Oberteil (Leibschoß) und einer in der [[Taille]] angenähten Verlängerung, dem Schoß, bestanden. Durch Verschmälern dieser Taillennaht war es möglich, den sackartigen Fall körpergerechter zu verändern. Schon im Barock bezeichnete man diese von „höheren Herren“ getragenen Röcke als „Herrenröcke“. Aus diesem Kleidungsstück entwickelte sich über das [[Justaucorps]] des [[Rokoko]] der im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert übliche [[Gehrock]], aus dem durch Verschmälerung der Schöße der Biedermeier[[frack]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden Berechnungsformeln, die passgenaue Schnitte zuließen. Mit den neuen Schnittsystemen war es möglich, auch durchgehende Kleidungsstücke körpergerecht zuzuschneiden und gut sitzende Sakkos ohne Taillennaht herzustellen. In der Passform besteht seit Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kein Unterschied mehr. So kam es seither immer wieder zu Begriffsverwirrungen, doch nur Herren-„Jacken“ mit Taillenschnitt heißen &#039;&#039;Rock&#039;&#039;, ungeachtet ihrer Länge und Weite; ohne Taillennaht ist es eine &#039;&#039;Jacke&#039;&#039;; eine Jacke mit [[Revers (Kleidung)|Revers]] ist dagegen immer ein &#039;&#039;Sakko&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indes ist der Rock, als Bekleidungsstück der zivilen Herrenmode, selten geworden. [[Uniformrock|Uniformröcke]] werden hingegen noch heute oft nach Art des Herrenrocks gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Lexikon der Mode&#039;&#039;, Waldemar-Klein-Verlag, Baden-Baden, 1950&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Der Zuschnitt für die Herrenschneiderei&#039;&#039;, Deutsche Bekleidungs-Akademie München&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Lexikon des Kleidermachens umfassend die gesammten Beamten-Uniformen&#039;&#039;, 3. Band, Verlag Europäische Modezeitung, 1896&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jacke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herren- und Knabenbekleidung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleichm%C3%A4%C3%9Fig_konvexer_Raum&amp;diff=1421931</id>
		<title>Gleichmäßig konvexer Raum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleichm%C3%A4%C3%9Fig_konvexer_Raum&amp;diff=1421931"/>
		<updated>2024-08-07T15:05:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Konvexitätsmodul */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gleichmäßig konvexe Räume&#039;&#039;&#039; sind eine in der [[Mathematik]] betrachtete spezielle Klasse [[Normierter Raum|normierter Räume]]. Diese Räume wurden 1936 von [[James A. Clarkson]] mittels einer geometrischen Eigenschaft der Einheitskugel eingeführt. Die gleichmäßig konvexen [[Banachraum|Banachräume]] sind [[Reflexiver Raum|reflexiv]] und haben eine für die [[Approximationstheorie]] wichtige Eigenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation und Definition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GleichmäßigKonvexerRaum.png|300px|mini|Der Mittelpunkt zwischen &amp;lt;math&amp;gt;e_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;e_2&amp;lt;/math&amp;gt; liegt im Falle der euklidischen Norm im Innern, im Falle der Summennorm nicht.]]&lt;br /&gt;
Da die [[Einheitskugel]] &amp;lt;math&amp;gt;\{x\in E; \|x\|\le 1\}&amp;lt;/math&amp;gt; eines normierten Raums &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; [[Konvexe Menge|konvex]] ist, liegt der Mittelpunkt &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{1}{2}(x+y)&amp;lt;/math&amp;gt; zwischen zwei Vektoren &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; der Einheitskugel wieder in der Einheitskugel. Wir untersuchen den Abstand eines solchen Mittelpunktes vom Rand der Einheitskugel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man auf dem &amp;lt;math&amp;gt;{\mathbb R}^2&amp;lt;/math&amp;gt; die [[euklidische Norm]], so ist die Einheitskugel der Einheitskreis in der Ebene. Bildet man den Mittelpunkt zweier Randpunkte, so liegt dieser Mittelpunkt umso weiter im Inneren des Kreises, je weiter die beiden Randpunkte voneinander entfernt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man hingegen auf dem &amp;lt;math&amp;gt;{\mathbb R}^2&amp;lt;/math&amp;gt; die  durch &amp;lt;math&amp;gt;\|(x,y)\|_1:=|x|+|y|&amp;lt;/math&amp;gt; definierte [[Summennorm]], so ist die Einheits-„Kugel“ ein Quadrat. Es gilt für &amp;lt;math&amp;gt;e_1:=(1,0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;e_2:=(0,1)&amp;lt;/math&amp;gt; offenbar &amp;lt;math&amp;gt;\|e_1\|_1=1&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\|e_2\|_1=1&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\left\|\tfrac{1}{2}(e_1+e_2)\right\|_1=1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\|e_1-e_2\|_1=2&amp;lt;/math&amp;gt;. Obwohl  die beiden Randpunkte &amp;lt;math&amp;gt;e_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;e_2&amp;lt;/math&amp;gt; sehr weit voneinander entfernt sind, liegt deren Mittelpunkt dennoch auf dem Rand der Einheitskugel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also eine besondere geometrische Eigenschaft, dass zwei Vektoren der Einheitskugel einander nahe sein müssen, wenn deren Mittelpunkt nahe am Rand liegt. Daher definiert man:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein normierter Raum &amp;lt;math&amp;gt;(E, \Vert\cdot\Vert)&amp;lt;/math&amp;gt; heißt &#039;&#039;&#039;gleichmäßig konvex&#039;&#039;&#039;, wenn es zu jedem &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; ein &amp;lt;math&amp;gt;\delta &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, so dass folgendes gilt:&lt;br /&gt;
Sind &amp;lt;math&amp;gt;x,y\in E&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\|x\|\le 1&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\|y\| \le 1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\left\|\tfrac{1}{2}(x+y)\right\| &amp;gt; 1-\delta &amp;lt;/math&amp;gt;, so folgt &amp;lt;math&amp;gt;\|x-y\| &amp;lt; \varepsilon&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Hirzebruch, Winfried Scharlau: &#039;&#039;Einführung in die Funktionalanalysis.&#039;&#039; 1971, ISBN 3-86025-429-4, Definition 16.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine Eigenschaft der [[Norm (Mathematik)|Norm]]. Geht man zu einer [[Äquivalente Normen|äquivalenten Norm]] über, so kann diese Eigenschaft verlorengehen, wie die beiden eingangs betrachteten Beispiele zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Leicht zeigt man mittels der [[Parallelogrammgleichung]], dass [[Innenproduktraum|Innenprodukträume]] gleichmäßig konvex sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. A. Clarkson hat diese Eigenschaft für die Banachräume [[Lp-Raum|L&amp;lt;sup&amp;gt;p&amp;lt;/sup&amp;gt;[0,1] ]], &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;p&amp;lt;\infty&amp;lt;/math&amp;gt;, nachgewiesen (&#039;&#039;Satz von Clarkson&#039;&#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;James A. Clarkson: &#039;&#039;Uniformly convex spaces.&#039;&#039; Transactions of the American Mathematical Society, Band 40, 1936, Seite 396–414.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein einfacherer Beweis ergab sich als Konsequenz der 1956 bewiesenen [[Hanner-Ungleichungen]] durch [[Olof Hanner]]. Diese Aussage ist 1950 von [[Edward James McShane|E. J. McShane]] wesentlich verallgemeinert worden. Ist &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; ein gleichmäßig konvexer Raum, &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; ein beliebiges positives Maß, &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;p&amp;lt;\infty&amp;lt;/math&amp;gt;, so ist auch &amp;lt;math&amp;gt;L^p(\mu,E)&amp;lt;/math&amp;gt; gleichmäßig konvex. Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;L^p(\mu,E)&amp;lt;/math&amp;gt;  der Banachraum der Äquivalenzklassen [[Messbarkeitssatz von Pettis|messbarer]] Funktionen &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; mit Werten in &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;, so dass &amp;lt;math&amp;gt;\int_E \|f(x)\|^p \, d\mu(x) &amp;lt; \infty&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1967 hat C. A. McCarthy die gleichmäßige Konvexität für die [[Schatten-Klasse]]n mit &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;p&amp;lt;\infty&amp;lt;/math&amp;gt; nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;C. A. McCarthy, &#039;&#039;C&amp;lt;sub&amp;gt;p&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;, Israel Journal of Mathematics (1967), Band 5, Seiten 249–271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Satz von Milman ==&lt;br /&gt;
[[David Milman]] hat eine folgende wichtige Eigenschaft gleichmäßig konvexer Räume bewiesen:&amp;lt;ref&amp;gt;D. Milman: &#039;&#039;On some criteria for the regularity of spaces of type (B).&#039;&#039; Comptes Rendus (Doklady) de l&#039;Académie des Sciences de l&#039;URSS, Band 20, 1938, Seiten 243–246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Satz von Milman:&#039;&#039; Gleichmäßig konvexe Banachräume sind reflexiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Resultat ist unabhängig von Milman auch von [[Billy James Pettis]] (1913–1979) gefunden worden,&amp;lt;ref&amp;gt;B. J. Pettis: &#039;&#039;A proof that every uniformly convex space is reflexive.&#039;&#039; Duke Math. J., Band 5, 1939, Seiten 249–253.&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb man manchmal auch vom &#039;&#039;Satz von Milman-Pettis&#039;&#039; spricht. Die Klasse der gleichmäßig konvexen Räume ist echt kleiner als die Klasse der reflexiven Räume, denn es gibt reflexive Banachräume, die nicht isomorph zu gleichmäßig konvexen Räumen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Mahlon M. Day: &#039;&#039;Reflexive Banach spaces not isomorphic to uniformly convex spaces.&#039;&#039; Bulletin of the American Mathematical Society, Band 47, Nr. 4, 1941, Seiten 313–317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sogar zeigen, dass gleichmäßig konvexe Banachräume die [[Banach-Saks-Eigenschaft]] haben (ein Satz von &#039;&#039;[[Shizuo Kakutani|S. Kakutani]]&#039;&#039;) und dass Banachräume mit Banach-Saks-Eigenschaft reflexiv sind (ein Satz von &#039;&#039;T. Nishiura&#039;&#039; and &#039;&#039;D. Waterman&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Approximationssatz ==&lt;br /&gt;
Die folgenden Aussagen, die auch als Approximationssatz bezeichnet werden, zeigen die Bedeutung der gleichmäßig konvexen Räume für die Approximationstheorie. Viele Approximationsprobleme lassen sich so umformulieren, dass in einer konvexen Menge (z.&amp;amp;nbsp;B. in einem Unterraum) ein Vektor zu finden ist, der zu einem gegebenen Vektor kürzesten Abstand hat. Es gelten folgende Aussagen für einen reellen normierten Raum &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;x\in E&amp;lt;/math&amp;gt; und eine abgeschlossene und konvexe Teilmenge &amp;lt;math&amp;gt;Y\subset E&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Eindeutigkeit: Ist &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; [[Strikt konvexer Raum|strikt konvex]], so gibt es höchstens ein &amp;lt;math&amp;gt;y_0 \in Y&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\|x-y_0\| = \inf_{y\in Y}\|x-y\|&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Existenz: Ist &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; ein gleichmäßig konvexer Banachraum, so gibt es ein (nach obigem eindeutig bestimmtes) &amp;lt;math&amp;gt;y(x) \in Y&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\|x-y_0\| = \inf_{y\in Y}\|x-y\|&amp;lt;/math&amp;gt;. (Dazu beachte man, dass gleichmäßig konvexe Räume strikt konvex sind.)&lt;br /&gt;
* Stetigkeitsaspekt: Ist &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; ein gleichmäßig konvexer Banachraum und &amp;lt;math&amp;gt;Y\subset E&amp;lt;/math&amp;gt; ein in &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; abgeschlossener normierter [[Teilraum]], so ist die &#039;&#039;[[Proximum]]sabbildung&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;x \mapsto y(x)&amp;lt;/math&amp;gt;, die jedem &amp;lt;math&amp;gt;x\in E&amp;lt;/math&amp;gt; das (zuvor beschriebene) &amp;lt;math&amp;gt;y(x) \in Y&amp;lt;/math&amp;gt; zuordnet, [[stetig]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AH&amp;quot;&amp;gt;Arnold Schönhage: &#039;&#039;Approximationstheorie.&#039;&#039; 1971, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konvexitätsmodul ==&lt;br /&gt;
Man setzt für eine Zahl &amp;lt;math&amp;gt;0 \le \alpha \le 2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\delta_E(\alpha) := \inf\Big\{1-\frac{1}{2}\|x+y\| \,\Big\vert\, x,y\in E, \|x\|\le 1, \|y\|\le 1, \|x-y\|=\alpha\Big\} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und nennt die dadurch definierte Funktion &amp;lt;math&amp;gt;\delta_E\colon [0,2]\rightarrow [0,1]&amp;lt;/math&amp;gt; den &#039;&#039;[[Konvexitätsmodul]]&#039;&#039; von &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;. Für gleichmäßig konvexe Räume gilt definitionsgemäß &amp;lt;math&amp;gt;\delta_E(\alpha)&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;\alpha &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; und man kann zeigen, dass der Konvexitätsmodul eine monotone Funktion ist, sogar die Abbildung &amp;lt;math&amp;gt;\alpha \mapsto \delta_E(\alpha)/\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; ist monoton.&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;Satz von [[Mychajlo Kadez|M. I. Kadec]]&#039;&#039; stellt eine notwendige Bedingung für die [[unbedingte Konvergenz]] von Reihen in gleichmäßig konvexen Räumen dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;(x_n)_{n \in \N}&amp;lt;/math&amp;gt; eine Folge in einem gleichmäßig konvexen Raum &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\|x_n\|\le 2&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;n\in \N&amp;lt;/math&amp;gt; und ist die Reihe &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \sum_{n\in \N} x_n&amp;lt;/math&amp;gt; unbedingt konvergent, so gilt &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \sum_{n\in \N}\delta_E(\|x_n\|) &amp;lt; \infty&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Diestel: &#039;&#039;Sequences and Series in Banach Spaces.&#039;&#039; 1984, ISBN 0-387-90859-5, Kapitel VIII, Theorem 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Raumklassen ==&lt;br /&gt;
Die hier besprochene gleichmäßige Konvexitätsbedingung ist die stärkste unter mehreren [[Konvexitätsbedingung]]en, die zu jeweils anderen Raumklassen führen. Insbesondere ergibt sich, dass gleichmäßig konvexe Räume [[Strikt konvexer Raum|strikt konvex]] und [[Stark konvexer Raum|stark konvex]] sind und die [[Radon-Riesz-Eigenschaft]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Harro Heuser]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Funktionalanalysis&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Theorie und Anwendung&lt;br /&gt;
   |Reihe=Mathematische Leitfäden&lt;br /&gt;
   |Auflage=4.&lt;br /&gt;
   |Verlag=B. G. Teubner&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8351-0026-8&lt;br /&gt;
   |Online=[https://mathscinet.ams.org/mathscinet/search/publdoc.html?arg3=&amp;amp;co4=AND&amp;amp;co5=AND&amp;amp;co6=AND&amp;amp;co7=AND&amp;amp;dr=all&amp;amp;pg4=AUCN&amp;amp;pg5=RT&amp;amp;pg6=PC&amp;amp;pg7=ALLF&amp;amp;pg8=ET&amp;amp;review_format=html&amp;amp;s4=Heuser%2C%20Harro&amp;amp;s5=&amp;amp;s6=&amp;amp;s7=&amp;amp;s8=All&amp;amp;sort=Newest&amp;amp;vfpref=html&amp;amp;yearRangeFirst=&amp;amp;yearRangeSecond=&amp;amp;yrop=eq&amp;amp;r=3&amp;amp;mx-pid=2380292 MR2380292]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Friedrich Hirzebruch]], [[Winfried Scharlau (Mathematiker)|Winfried Scharlau]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Einführung in die Funktionalanalysis&lt;br /&gt;
   |Reihe=B. I.-Hochschultaschenbücher&lt;br /&gt;
   |BandReihe=296&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bibliographisches Institut&lt;br /&gt;
   |Ort=Mannheim / Wien / Zürich&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-411-00296-4&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.ams.org/mathscinet/search/publdoc.html?arg3=&amp;amp;co4=AND&amp;amp;co5=AND&amp;amp;co6=AND&amp;amp;co7=AND&amp;amp;dr=all&amp;amp;pg4=AUCN&amp;amp;pg5=TI&amp;amp;pg6=PC&amp;amp;pg7=ALLF&amp;amp;pg8=ET&amp;amp;review_format=html&amp;amp;s4=Scharlau%2C%20Winfried&amp;amp;s5=&amp;amp;s6=&amp;amp;s7=&amp;amp;s8=All&amp;amp;vfpref=html&amp;amp;yearRangeFirst=&amp;amp;yearRangeSecond=&amp;amp;yrop=eq&amp;amp;r=35&amp;amp;mx-pid=463864 MR0463864]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Arnold Schönhage]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Approximationstheorie&lt;br /&gt;
   |Reihe=de Gruyter Lehrbuch&lt;br /&gt;
   |Verlag=Walter de Gruyter &amp;amp; Co.&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin, New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |Online=[https://mathscinet.ams.org/mathscinet/search/publdoc.html?arg3=1980&amp;amp;co4=AND&amp;amp;co5=AND&amp;amp;co6=AND&amp;amp;co7=AND&amp;amp;dr=pubyear&amp;amp;pg4=AUCN&amp;amp;pg5=TI&amp;amp;pg6=PC&amp;amp;pg7=ALLF&amp;amp;pg8=ET&amp;amp;review_format=html&amp;amp;s4=Sch%C3%B6nhage&amp;amp;s5=&amp;amp;s6=&amp;amp;s7=&amp;amp;s8=All&amp;amp;sort=Newest&amp;amp;vfpref=html&amp;amp;yearRangeFirst=&amp;amp;yearRangeSecond=&amp;amp;yrop=lt&amp;amp;r=19&amp;amp;mx-pid=277960 MR0277960]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Normierter Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionalanalysis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C5%9Ead%C4%B1rvan&amp;diff=2236772</id>
		<title>Şadırvan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C5%9Ead%C4%B1rvan&amp;diff=2236772"/>
		<updated>2024-08-07T08:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Şadırvan&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Schadirwan&#039;&#039;&#039; ({{bsS|Šadrvan}}; {{sqS|Shadërvan}}), ist ein Reinigungsbrunnen im Innenhof großer [[Moschee]]n, dessen pavillonartige Form sich im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise werden Şadırvans zentral in Moscheehöfen oder vor dem Haupteingang und der häufig angegliederten Arkadenvorhalle (&#039;&#039;[[son cemaat yeri]]&#039;&#039;) an der Nordseite der Moschee gebaut. Sie dienen der rituellen Reinigung (&#039;&#039;[[wuduʾ]]&#039;&#039;) vor dem Gebet, als Trinkwasserbrunnen und gestalten den Hof. Şadırvans besitzen meistens ein sechs- oder achteckiges Dach und mehrere Wasserhähne. Die Brunnen sind fundamentaler Bestandteil der sakralen [[Osmanische Architektur|osmanischen Architektur]] und meistens aufwendig dekoriert. Zu unterscheiden sind sie von einem &#039;&#039;[[sabil]]&#039;&#039; ({{trS|sebil}}), einem Brunnen an der Außenwand des Moscheekomplexes, und vom &#039;&#039;çeşme&#039;&#039;, einem Brunnenpavillon, der in großen osmanischen Städten auf öffentlichen Plätzen aufgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Neugriechische Sprache|Griechischen]] bezeichnet &#039;&#039;sidrivani&#039;&#039; (σιντριβάνι) abgeleitet allgemein einen [[Springbrunnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Istanbul.Hagia Sophia081.jpg|Der Şadırvan der [[Hagia Sophia]] im Stil des [[Osmanischer Barock|türkischen Rokoko]] wurde 1740 errichtet.&lt;br /&gt;
 DSC03813 Istanbul - Aya Sophia - Fontana ottomana per abluzioni (1740) - Foto G. Dall&#039;Orto 24-5-2006 tagliata.jpg|Die Kuppel des Şadırvan der Hagia Sophia&lt;br /&gt;
 Edirne 5243.jpg|Beispiel für einen unbedachten Şadırvan: [[Selimiye-Moschee]]&lt;br /&gt;
 Bursa 7029.jpg|Der Şadırvan der [[Große Moschee von Bursa|Ulu Cami]] in Bursa befindet sich im Gebäude.&lt;br /&gt;
 Sadirvan and courtyard of Yeni Valide Mosque.jpg|Şadırvan in Istanbul&lt;br /&gt;
 İstanbul 5493.jpg|Şadırvan der [[Beyazıt-Moschee]], die zentrale Lage ist gut zu erkennen&lt;br /&gt;
 BlueMosqueCourtyard.jpg|Şadırvan der [[Sultan-Ahmet-Moschee]]&lt;br /&gt;
 Wudu in turkey.jpg|Gläubige beim Wudu&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Şadırvans|Şadırvan|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sadirvan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osmanische Moschee|!Sadirvan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brunnenform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser in der Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Banach-Mazur-Abstand&amp;diff=1537199</id>
		<title>Banach-Mazur-Abstand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Banach-Mazur-Abstand&amp;diff=1537199"/>
		<updated>2024-08-06T13:13:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Minkowski-Kompaktum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Banach-Mazur-Abstand&#039;&#039;&#039;, benannt nach [[Stefan Banach]] und [[Stanisław Mazur]], ist ein Begriff aus der [[Mathematik|mathematischen]] Theorie der [[Banachraum|Banachräume]]. Er definiert einen Abstand zwischen zwei isomorphen [[Normierter Raum|normierten Räumen]] und wird besonders für [[Dimension (Mathematik)|endlichdimensionale]] Räume verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation und Definition ==&lt;br /&gt;
Sind &amp;lt;math&amp;gt;(E,\|\cdot\|_E)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;(F,\|\cdot\|_F)&amp;lt;/math&amp;gt; zwei isomorphe normierte Räume, so gibt es eine bijektive, [[Beschränkter Operator|stetige, lineare Abbildung]] &amp;lt;math&amp;gt;T:E\rightarrow F&amp;lt;/math&amp;gt;, deren Umkehrung ebenfalls beschränkt ist. Für die [[Operatornorm]] gilt &amp;lt;math&amp;gt;1 = \|\mathrm{id}_E\| = \|T^{-1}\circ T\| \le \|T^{-1}\|\cdot \|T\|&amp;lt;/math&amp;gt;. Daher ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F) := \inf \{\|T^{-1}\|\cdot \|T\| \,\vert\, T \colon E\rightarrow F \text{ Isomorphismus}\}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Zahl &amp;lt;math&amp;gt;\ge 1&amp;lt;/math&amp;gt;, die misst, wie weit die Räume &amp;lt;math&amp;gt;(E,\|\cdot\|_E)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;(F,\|\cdot\|_F)&amp;lt;/math&amp;gt; davon entfernt sind, [[Isometrie|isometrisch]] isomorph zu sein. Diese Zahl nennt man den &#039;&#039;&#039;Banach-Mazur-Abstand&#039;&#039;&#039; zwischen &amp;lt;math&amp;gt;(E,\|\cdot\|_E)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;(F,\|\cdot\|_F)&amp;lt;/math&amp;gt;. Sind &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; nicht isomorph, so ist &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F)=\infty&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gelten folgende einfache Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,E) = 1&amp;lt;/math&amp;gt;; allgemeiner &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F) = 1&amp;lt;/math&amp;gt;, falls &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; isometrisch isomorph sind,&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F) = \delta(F,E)&amp;lt;/math&amp;gt; für normierte Räume &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F)\le\delta(E,G)\cdot \delta(G,F)&amp;lt;/math&amp;gt; für normierte Räume &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergibt sich, dass sich &amp;lt;math&amp;gt;{\log} \circ \delta&amp;lt;/math&amp;gt; wie eine [[Metrischer Raum|Metrik]] verhält, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\log&amp;lt;/math&amp;gt; irgendeine [[Logarithmus]]funktion ist, zum Beispiel der natürliche Logarithmus.&lt;br /&gt;
Das erklärt den Namen Banach-Mazur-&#039;&#039;Abstand&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bemerkungen ==&lt;br /&gt;
Der Banach-Mazur-Abstand &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F)&amp;lt;/math&amp;gt; hängt vom zugrundeliegenden Skalarkörper, &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;\Complex&amp;lt;/math&amp;gt;, ab. Es gibt ein auf [[Jean Bourgain]] zurückgehendes Beispiel eines reellen Banachraums mit zwei komplexen Banachraum-Strukturen, die nicht isomorph sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F) = 1&amp;lt;/math&amp;gt; folgt im Allgemeinen nicht, dass &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; isometrisch isomorph sind. Für das folgende auf [[Aleksander Pełczyński]] und [[Czesław Bessaga]] zurückgehende Beispiel seien für &amp;lt;math&amp;gt;i\in\{0,1\}&amp;lt;/math&amp;gt; folgende [[Norm (Mathematik)|Normen]] auf [[Folgenraum|&#039;&#039;c&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;]] definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\|x\|_i := \sup_{j\in \N}|x(j)| + \bigg(\sum_{j=1}^\infty 2^{-2j}|x(j+i)|^2\bigg)^{\frac{1}{2}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setzt man &amp;lt;math&amp;gt;E_i := (c_0,\|\cdot\|_i)&amp;lt;/math&amp;gt;, so kann man zeigen, dass &amp;lt;math&amp;gt;E_0&amp;lt;/math&amp;gt; [[Strikt konvexer Raum|strikt konvex]] ist, &amp;lt;math&amp;gt;E_1&amp;lt;/math&amp;gt; aber nicht; daher können &amp;lt;math&amp;gt;E_0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;E_1&amp;lt;/math&amp;gt; nicht isometrisch isomorph sein. Setzt man für &amp;lt;math&amp;gt;n \in \N&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;T_n\colon E_0\rightarrow E_1,\quad (x(1),x(2),\ldots) \mapsto (x(n),x(1),\ldots,x(n-1),x(n+1),\ldots) &amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so ist &amp;lt;math&amp;gt;T_n&amp;lt;/math&amp;gt; ein Isomorphismus und es ist &amp;lt;math&amp;gt;\lim_{n\to\infty} \|T_n^{-1}\|\|T_n\| = 1&amp;lt;/math&amp;gt;, also gilt &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E_0,E_1)=1&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ein Beispiel muss notwendigerweise unendlichdimensional sein, denn für zwei endlichdimensionale Räume &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; kann man zeigen, dass &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F)=1&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann gilt, wenn &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; isometrisch isomorph sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Minkowski-Kompaktum ==&lt;br /&gt;
Es sei &amp;lt;math&amp;gt;{\mathcal Q}_n&amp;lt;/math&amp;gt; die Klasse aller &#039;&#039;n&#039;&#039;-dimensionalen Banachräume. Die  isometrische Isomorphie ist eine mit &amp;lt;math&amp;gt;\sim&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnete [[Äquivalenzrelation]] auf &amp;lt;math&amp;gt;{\mathcal Q}_n&amp;lt;/math&amp;gt;. Man kann zeigen, dass der Banach-Mazur-Abstand eine Abbildung auf der Menge &amp;lt;math&amp;gt;Q_n := {\mathcal Q}_n/{\sim}&amp;lt;/math&amp;gt; induziert und dass &amp;lt;math&amp;gt;(Q_n, {\log} \circ \delta)&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[Kompakter Raum|kompakter]] [[metrischer Raum]] ist, das sogenannte &#039;&#039;Minkowski-Kompaktum&#039;&#039; (nach [[Hermann Minkowski]]) oder auch &#039;&#039;Banach-Mazur-Kompaktum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Auch wenn &amp;lt;math&amp;gt;\delta&amp;lt;/math&amp;gt; keine Metrik ist, sondern nur der Logarithmus von &amp;lt;math&amp;gt;\delta&amp;lt;/math&amp;gt;, so werden metrische Begriffe im Zusammenhang mit dem Minkowski-Kompaktum häufig bezüglich &amp;lt;math&amp;gt;\delta&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet, das gilt insbesondere für die in diesem Absatz verwendeten Begriffe &#039;&#039;Abstand&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Durchmesser]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bezeichne &amp;lt;math&amp;gt;\ell_p^n&amp;lt;/math&amp;gt; den &amp;lt;math&amp;gt;\R^n&amp;lt;/math&amp;gt; mit der [[p-Norm|&#039;&#039;p&#039;&#039;-Norm]]. Dann zeigt man leicht &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,\ell_1^n) \le n&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;E\in {\mathcal Q}_n&amp;lt;/math&amp;gt;: Nach dem [[Lemma von Auerbach|Auerbach-Lemma]] existiert eine [[Auerbachbasis]] &amp;lt;math&amp;gt;(e_i,e_i&#039;)_i&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;; für &amp;lt;math&amp;gt;T \colon \ell_1^n\rightarrow E&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;T((t_i)_i):=\sum_{i=1}^nt_ie_i&amp;lt;/math&amp;gt; gilt dann &amp;lt;math&amp;gt;T^{-1}x = (e_i&#039;(x))_i&amp;lt;/math&amp;gt; und daher &amp;lt;math&amp;gt;\|T\|=1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\|T^{-1}\|\le n&amp;lt;/math&amp;gt;, woraus &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,\ell_1^n) \le n&amp;lt;/math&amp;gt; folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwändiger ist die 1948 von [[Fritz John]] gezeigte Ungleichung &amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,\ell_2^n) \le \sqrt{n}&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;E\in {\mathcal Q}_n&amp;lt;/math&amp;gt;. Daraus folgt sofort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\delta(E,F) \le \delta(E,\ell_2^n)\cdot \delta(\ell_2^n, F) \le \sqrt{n}^2 = n &amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;E,F\in {\mathcal Q}_n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist der Durchmesser des Minkowski-Kompaktums höchstens &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;. [[E. D. Gluskin]] konnte zeigen, dass der Durchmesser nach unten durch eine Konstante mal &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; abgeschätzt werden kann. Es sind noch einige konkrete Abstände bekannt, so zum Beispiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\delta(\ell_p^n,\ell_q^n) = n^{\frac{1}{p}-\frac{1}{q}}&amp;lt;/math&amp;gt;, falls &amp;lt;math&amp;gt;1\le p\le q \le 2&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;2\le p\le q \le \infty&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall &amp;lt;math&amp;gt;1\le p &amp;lt; 2 &amp;lt; q\le \infty&amp;lt;/math&amp;gt; kennt man folgende Abschätzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{\sqrt{2}}\max\{n^{\frac{1}{p}-\frac{1}{2}}, n^{\frac{1}{2}-\frac{1}{q}} \} \le \delta(\ell_p^n,\ell_q^n) \le \frac{1}{\sqrt{2}-1}\max\{n^{\frac{1}{p}-\frac{1}{2}}, n^{\frac{1}{2}-\frac{1}{q}} \} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Pietsch]]: &#039;&#039;History of Banach Spaces and Linear Operators&#039;&#039;, Birkhäuser Boston (2007), ISBN 978-0-8176-4367-6&lt;br /&gt;
* [[Nicole Tomczak-Jaegermann]]: &#039;&#039;Banach-Mazur-Distances and Finite Dimensional Operator Ideals&#039;&#039;, Pitman monographs and Surveys in Pure and Applied Mathematics 38 (1988) ISBN 0-470-20982-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionalanalysis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ring_(Einheit)&amp;diff=2711946</id>
		<title>Ring (Einheit)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ring_(Einheit)&amp;diff=2711946"/>
		<updated>2024-08-06T08:43:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ring&#039;&#039;&#039; sind mehrere historische Maßeinheiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stückmaß&lt;br /&gt;
Ring war ein deutsches Stückmaß im Holzhandel und galt in [[Deutschland]], insbesondere  in [[Hamburg]] und [[Danzig]], aber auch Städte am [[Main]] zählten mit Ringen. Das Maß war in der [[Flößerei]] wichtig, um den [[Flößerei|Stümmel]], eine Teilmenge des Floßes, zu errechnen. &lt;br /&gt;
Ein Stümmel wurde durch das Multiplizieren der Breite und Höhe der gejochten (zusammengestellten) Bretter plus der Anzahl Schlussbretter berechnet. 110 Bretter wurden als Einheit verkauft. Der Stümmel waren geschnittene Bretter, die zu Flößen gefügt wurden. Man nannte es &#039;&#039;Mainborden&#039;&#039;. Allgemein galt &lt;br /&gt;
* 1 Ring = 2 kleine Hundert = 4 Schock = 240 Stück&lt;br /&gt;
* 5 Ringe = 1 [[Alte Maße und Gewichte (deutschsprachiger Raum)#Zählmaße|Großtausend]] = 1200 Stück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Russland]], [[Danzig]] und [[Mecklenburg-Schwerin]] war das Zähl- und Stückmaß mit 240 Stück bekannt.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Silber&amp;quot;&amp;gt;Fr. Silber: &#039;&#039;Die Münzen, Maße und Gewichte aller Länder der Erde einzeln berechnet nach ihren Werthen und Verhältnissen zu allen deutschen Münzen, Maßen und Gewichten. Nebst Angabe der Handelsplätze und deren Rechnungsverhältnisse.&#039;&#039; Moritz Ruhl, Leipzig 1861, S. 358.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; diverse Gebinde:&lt;br /&gt;
* 1 Ring = 5 Pfund Draht&amp;lt;ref&amp;gt;G. Buchner: &#039;&#039;Das Wissenswürdigste aus der Maß-, Gewichts- u. Münzkunde in tabellarischer Darstellung mit bes. Berücksichtigung des bayer. Maß- und Gewichtssystems.&#039;&#039; I. Paulsche Buchdruckerei, Günzburg 1853, S. 27, 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Längenmaß&lt;br /&gt;
In [[England]] war es ein Längenmaß und wurde auch Link genannt.&lt;br /&gt;
* 1 Ring = 20,116 [[Zentimeter]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;Silber&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Verein Gelehrter und praktischer Kaufleute: &#039;&#039;Allgemeine Enzyklopädie für Kaufleute und Fabrikanten so wie für Geschäftsleute überhaupt.&#039;&#039; Verlag Otto Wigand, Leipzig  1838 S. S. 146, 666.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altes Maß oder Gewicht]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mengeneinheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flößerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzmaß (Menge)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Katepanat_Italien&amp;diff=1334280</id>
		<title>Katepanat Italien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Katepanat_Italien&amp;diff=1334280"/>
		<updated>2024-08-01T12:13:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Byzantinische Katepane von Italien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Italy 1000 AD-de.svg|mini|Italien um das Jahr 1000. Im Südosten der byzantinische Katepanat Italien]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Katepanat Italien&#039;&#039;&#039; ({{elS|κατεπανάτον Ἰταλίας}}) war eine Provinz des [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reichs]] in [[Italien]], die sich südlich einer Linie vom [[Gargano]] zum [[Golf von Salerno]] befand. Auch [[Amalfi]] und [[Neapel]], obwohl nördlich dieser Linie gelegen, unterstanden dem byzantinischen [[Katepan]] in [[Bari]]. Der Katepanat ist das Ergebnis der Reorganisation des [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Themas]] [[Longobardia]] durch [[Nikephoros II.]] und [[Johannes Tzimiskes]] und umfasste [[Apulien]], die [[Salento|Salentinische Halbinsel]] und Teile der [[Basilikata]]. Durch die [[normannische Eroberung Süditaliens]] verlor Byzanz die Region wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
870 eroberten die Byzantiner Bari zurück, das 840 von den [[Sarazenen]] besetzt worden war, und damit die Hauptstadt des [[Emirat von Bari|Emirats von Bari]]. Sie errichteten das [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Thema]] [[Langobardia Minor]], das durch einen [[strategos]] mit dem Sitz in Bari verwaltet wurde. Die Themen &#039;&#039;Kalabria&#039;&#039; und &#039;&#039;Sikelia&#039;&#039; bestanden daneben weiter, Kalabrien wurde mehrmals in Personalunion von Bari aus mitregiert. 969 erhielt der Stratege von Bari den Titel Katepan von Italien. [[Katepan]]o (κατεπάνω) bedeutet auf [[Griechische Sprache|Griechisch]] „Befehlshaber“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1009 eroberten Aufständische unter dem langobardischen Adligen [[Meles von Bari]] und seinem Schwager Dattus die Stadt Bari, die am 11. Juni 1011 durch eine [[Byzantinisches Heerwesen|byzantinische Armee]] unter dem Befehl des Katepan Basileios Mesardonites zurückgewonnen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1016 warb Meles einige [[Normannen|normannische]] Pilger, die auf der Fahrt zum Heiligtum des [[Erzengel Michael|Erzengels Michael]] am Monte Gargano waren, für seine Sache. Sie unterstützten 1017 die langobardischen Städte Apuliens im Kampf gegen die Byzantiner. Von 1016 bis 1030 waren die Normannen ausschließlich Söldner, die einmal den Langobarden und ein anderes Mal den Byzantinern dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1030 gab Herzog [[Sergius IV. (Neapel)|Sergius IV. von Neapel]] dem Anführer der normannischen Söldner [[Rainulf Drengot]] die [[Grafschaft Aversa]] zu Lehen und die Normannen begannen mit der [[Normannische Eroberung Süditaliens|systematischen Eroberung Süditaliens]]. 1030 trafen [[Wilhelm Eisenarm]] und [[Drogo (Apulien)|Drogo von Hauteville]] die ältesten Söhne von [[Tankred von Hauteville]], einem Adeligen aus [[Coutances]] in der [[Normandie]], in Italien ein. Die beiden unternahmen vereinte Anstrengungen, Apulien zu erobern, und erreichten, dass das Byzantinische Reich bis 1040 den größten Teil der Provinz verloren geben musste. Als Bari am 16. April 1071 fiel, waren die Byzantiner endgültig aus dem Süden Italiens verdrängt. Sie kehrten nur kurz im Jahr 1156 zurück, um Bari erfolglos zu belagern. Der Titel &#039;&#039;catepanus&#039;&#039; blieb wie andere byzantinische Funktionstitel auf lokaler Ebene unter der normannischen Herrschaft weiter in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf byzantinischer Seite waren auch [[Waräger]] an der letztlich vergeblichen Verteidigung Süditaliens beteiligt, von denen die sogenannten [[Italien-Runensteine]] im Gebiet des Katepanates Italien stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Byzantinische Katepane von Italien ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;| Zeit&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:16%&amp;quot;| Katepan&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:49%&amp;quot;| Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|969&lt;br /&gt;
|Eugenios&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;patricius&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|970 – 975&lt;br /&gt;
|Michael Abidelas&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Patrikios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|975&lt;br /&gt;
|Michael&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Anthypatos, Patrikios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|vor 982&lt;br /&gt;
|Romanos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Patrikios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|982 – 985&lt;br /&gt;
|Kalokyros Delphina&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Anthypatos, Patrikios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|985 – 988&lt;br /&gt;
|Romanos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;anthipatus, patricius, besti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|988 – 998&lt;br /&gt;
|Johannes Ammiropulos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;anthipatus, patricius&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 998 – 1006&lt;br /&gt;
| Gregorios Tarchaneiotes&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;[[Protospatharios]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1006 – 1008&lt;br /&gt;
| Alexios Xiphias&lt;br /&gt;
| gr. Αλέξιος Ξιφίας, &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1008 – 1010&lt;br /&gt;
| Johannes Kurkuas&lt;br /&gt;
|gr. Ιωάννης Κουρκούας, &#039;&#039;Anthypatos&#039;&#039;. &amp;lt;!-- Fiel beim Aufstand des Meles von Bari in der Schlacht: nicht belegt--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1010 – 1016&lt;br /&gt;
| Basileios Mesardonites&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;. Stellte die byzantinische Herrschaft in Bari wieder her.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1017&lt;br /&gt;
| Tornikios Kontoleon&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;. Verlor mehrere Schlachten gegen Meles von Bari.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1017 – 1028&lt;br /&gt;
| Basileios Boioannes&lt;br /&gt;
| gr. Βασίλειος Βοϊωάννης. &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;. Besiegte die Normannen unter [[Meles von Bari|Meles]] bei [[Schlacht von Cannae (1018)|Cannae]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1028 – 1029&lt;br /&gt;
|Christophoros Burgaris (?)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Familienname ist nur in Randnotizen der Cambridger Chronik genannt, auch als &#039;&#039;&#039;Baragis&#039;&#039;&#039;, vgl. Falkenhausen, &#039;&#039;Untersuchungen&#039;&#039; S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1029 – 1032&lt;br /&gt;
|Pothos Argyros&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1032 – 1033&lt;br /&gt;
|Michael&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1033 – 1038&lt;br /&gt;
|Konstantinos Opos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Patrikios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1039 – 1040&lt;br /&gt;
|Nikephoros Dokeianos&lt;br /&gt;
|&amp;lt;!-- gr. Νικηφόρος Δουκειανός, kommt nur in lateinischen Quellen vor --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1040 – 1041&lt;br /&gt;
|Michael Dokeianos&lt;br /&gt;
| gr. Μιχαήλ Δουκειανός, &#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1041&lt;br /&gt;
|[Exaugustus]&amp;lt;ref&amp;gt;kein Vorname; vgl. Falkenhausen, &#039;&#039;Untersuchungen&#039;&#039; S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Boioannes&lt;br /&gt;
|Verwandter oder Sohn des Basileios Boioannes, gerät am 3. September 1041 in beneventanisch-normannische |Gefangenschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1042&lt;br /&gt;
|[[Georgios Maniakes]]&lt;br /&gt;
| gr. Γεώργιος Μανιάκης, &#039;&#039;Magistros&#039;&#039;, Gegenkaiser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1042&lt;br /&gt;
|Pardos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;, &#039;&#039;Patricius&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1043&lt;br /&gt;
|Basileios Theodorokanos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Magistros&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1045 – 1046&lt;br /&gt;
|[[Eustathios Palatinos]]&amp;lt;ref&amp;gt;Palatinos ist Familienname, vgl. Falkenhausen, &#039;&#039;Untersuchungen&#039;&#039; S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Protospatharios&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1046&lt;br /&gt;
|Johannes Raphael&lt;br /&gt;
| Kommandant der Varägergarde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1051 – 1058&lt;br /&gt;
|[[Argyros (Dux)|Argyros]]&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Magistros Bestes&#039;&#039;, Sohn des [[Meles von Bari]]; nicht als Katepan bezeichnet, sondern als δοὺξ ᾿Ιταλίας&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1060 – 1061&lt;br /&gt;
|Marules&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1061 – 1062&lt;br /&gt;
| Sirianus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1063 – 1068&lt;br /&gt;
| Abulchares&lt;br /&gt;
|gr. δοὺξ Ίαλίας, wahrscheinlich arabischer Herkunft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1068&lt;br /&gt;
|Perenos&lt;br /&gt;
|δούξ von Durazzo, konnte nicht in Apulien landen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1069 – 1070&lt;br /&gt;
|Avartutele&amp;lt;ref&amp;gt;französische Namensform&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|nur bei [[Amatus von Montecassino]] genannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1069, 1071&lt;br /&gt;
|Stephanos Pateranos&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Praetor&#039;&#039;, gerät beim Fall von Bari in normannische Gefangenschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Vera von Falkenhausen]]: &#039;&#039;Untersuchungen über die byzantinische Herrschaft in Süditalien vom 9. bis ins 11. Jahrhundert&#039;&#039; (= &#039;&#039;Schriften zur Geistesgeschichte des östlichen Europa.&#039;&#039; Band 1). Wiesbaden 1967; verbesserte italienische Ausgabe &#039;&#039; La dominazione bizantina nell&#039;Italia meridionale dal IX all&#039;XI secolo&#039;&#039;, Bari 1978.&lt;br /&gt;
* Jules Gay: &#039;&#039;L’Italie méridionale et l’empire Byzantin&#039;&#039;. Paris 1904. &amp;lt;!-- Burt Franklin usw ist ein Nachdruck--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelbyzantinisches Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Apulien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urkundenrolle&amp;diff=94757</id>
		<title>Urkundenrolle</title>
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		<updated>2024-08-01T11:48:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Urkundenrolle&#039;&#039;&#039; dient zur Dokumentierung der fortlaufenden Amtstätigkeit eines [[Notar]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis hat die Urkundenrollennummer für den Notar die Funktion eines [[Aktenzeichen (Deutschland)|Aktenzeichen]]s, welches für die Archivierung ab der fertiggestellten Beurkundung verwendet wird. Vor der finalen Beurkundung wird für den Vorgang rund um die Beurkundung ein internes Aktenzeichen vergeben. Grund hierfür ist, dass die Nummer der Urkundenrolle fortlaufend nach der Beurkundung und nicht im Voraus vergeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Beispiel für die Angabe der Urkundenrollennummer in einer notariellen Urkunde:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:Urkundenrolle Nummer 1706/2023 (kr)&lt;br /&gt;
:Verhandelt in Essen am 06. Januar 2023&lt;br /&gt;
:Vor&lt;br /&gt;
:Max Müller&lt;br /&gt;
:Notar in Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich also bei dem [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kaufvertrag]] um das 1706. eintragungspflichtige Amtsgeschäft, das Notar Müller aus Essen im Jahre 2023 ausgeführt hat. Die meisten Urkunden enthalten nach der Urkundennummer ein Kürzel, meist in Klammern, welches den zuständigen Bearbeiter (z.&amp;amp;nbsp;B. Notariatsfachangestellte) angibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Urkundenrolle selbst besteht aus insgesamt fünf Spalten mit folgenden Angaben:&lt;br /&gt;
* Spalte 1: Urkundenrollennummer. Diese wird fortlaufend vergeben.&lt;br /&gt;
* Spalte 2: Datum der Beurkundung.&lt;br /&gt;
* Spalte 2a: Ort der Beurkundung.&lt;br /&gt;
* Spalte 3: Namen und Anschriften der Beteiligten und ggf. der Vertreter.&lt;br /&gt;
* Spalte 4: Inhalt der Beurkundung. Der Inhalt sollte möglichst präzise beschrieben sein.&lt;br /&gt;
* Spalte 5: Bemerkungen. Hier werden beispielsweise sogenannte Querverweise eingetragen, wenn sich eine Urkunde auf eine andere bezieht. So gibt es eine Wechselbeziehung zwischen dem Kaufvertrag und einer erst später separat beurkundeten [[Auflassung]].&lt;br /&gt;
Auf der Urkundenrolle muss zusätzlich der Name und der Sitz des Notars enthalten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Urkundenrollen-Nummer wird immer dann verwendet, wenn in einem Vorgang Bezug zu einer bestimmten notariellen Urkunde hergestellt werden soll. Dies ist zum Beispiel bei anderen [[Urkunde]]n oder im [[Grundbuch]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlage ==&lt;br /&gt;
Jeder Notar in der Bundesrepublik Deutschland ist verpflichtet, eine Urkundenrolle zu führen. Das ergibt sich aus der Dienstordnung für Notarinnen und Notare (DONot), einer bundeseinheitlichen Verwaltungsverfügung der jeweiligen Landesjustizverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In §&amp;amp;nbsp;8 Abs.&amp;amp;nbsp;1 DONotO ist bestimmt, welche Amtstätigkeiten in die Urkundenrolle einzutragen sind. Darunter fallen&amp;amp;nbsp;– neben anderen Dingen&amp;amp;nbsp;– jedenfalls „normale“ notarielle [[Beurkundung]]en (§&amp;amp;nbsp;8 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 DONotO i.&amp;amp;thinsp;V.&amp;amp;thinsp;m. {{§|8|beurkg|juris}} [[Beurkundungsgesetz|BeurkG]]), die z.&amp;amp;nbsp;B. für einen [[Grundstückskaufvertrag]] erforderlich sind ({{§|311b|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1, {{§|128|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
In der Urkundenrolle ist zusätzlich einzutragen, wenn dem Notar ein [[Notarvertreter]] bestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur Urkundenrolle führt der Notar noch ein Erbvertragsregister. In diesem wird vermerkt, wann ein [[Erbvertrag]] in die amtliche Verwahrung bei dem [[Amtsgericht]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Gisela Schmitt|Titel=„Gewusst wie“ in der Rechtsanwalts- und Notarkanzlei: Abläufe, Fristen, Formulare, Muster für alle Rechtsanwalts- und Notar-Mitarbeiter|Verlag=Springer|Datum=2004|Seiten=206–223|ISBN=978-3-409-12499-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bnotk.de/Notar/Berufsrecht/DONot.php Dienstordnung bei der Bundesnotarkammer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiwillige Gerichtsbarkeit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notariat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=2._Klavierkonzert_(Saint-Sa%C3%ABns)&amp;diff=2522090</id>
		<title>2. Klavierkonzert (Saint-Saëns)</title>
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		<updated>2024-07-26T14:49:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Saint-saens-01a.jpg|thumb|Saint-Saëns im Jahr 1875]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;2. Klavierkonzert&#039;&#039;&#039; in [[g-Moll]], [[Opus (Werk)|op. 22]], ist ein Werk für [[Klavier]] und [[Orchester]] des französischen Komponisten [[Camille Saint-Saëns]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anlass für die Komposition des zweiten Klavierkonzertes war ein Konzert des russischen Pianisten [[Anton Rubinstein]]. Dieser plante, im Mai 1868 ein Konzert als Dirigent in [[Paris]] zu geben, und bat seinen Freund Saint-Saëns, ein Werk hierfür zu komponieren. Der französische Komponist verfasste daraufhin das zweite Klavierkonzert in nur 17&amp;amp;nbsp;Tagen und spielte bei der Uraufführung am 13.&amp;amp;nbsp;Mai in Paris den Klavierpart. Trotz dieser kurzen Entstehungszeit weist das Werk einen hohen kompositorischen Wert auf und stellt einen Höhepunkt im Schaffen des Komponisten dar. Das Werk ist Madame A.&amp;amp;nbsp;de Villers gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Musik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besetzung ===&lt;br /&gt;
Solo-[[Klavier]], 2 [[Flöte]]n, 2 [[Oboe]]n, 2 [[Klarinette]]n, 2 [[Fagott]]e, 2 [[Horn (Musikinstrument)|Hörner]], 2 [[Trompete]]n, [[Pauke]] und [[Streichinstrument|Streicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Satz: Andante sostenuto ===&lt;br /&gt;
[[File:SaintSaens Piano Concerto 2.PNG|thumb|Notenbeispiel: Das Hauptthema des ersten Satzes (Klavier)]]&lt;br /&gt;
Der Hauptsatz dieses Konzertes lässt die [[Sonatensatzform]] in recht freier Behandlung erkennen. Der Satz beginnt ungewöhnlicherweise mit einer ausgedehnten und höchst virtuosen [[Solokadenz]] des Klaviers. Hierin ist bereits das wesentliche Themenmaterial des Satzes enthalten. Das Orchester setzt anschließend markant mit einigen Tuttischlägen ein und eröffnet die [[Exposition (Musik)|Exposition]].&lt;br /&gt;
In ihr erklingt das schwärmerische Hauptthema, das aber gleichzeitig stets von großer Unruhe geprägt ist. Immer wieder unterbrechen Orchester- und Klaviereinwürfe den Themenvortrag. Anschließend wird das Thema in einer Art Wiederholung der Exposition im gleichen Duktus mit neuen melodischen Einfällen erweitert. In der [[Durchführung (Musik)|Durchführung]] entwickelt das Soloinstrument auf brillante Weise einen weiteren tragenden Gedanken, der zunächst aus einer Passage fallender Tonleitern besteht und sich, von den Pauken unterstützt, zu einem virtuosen Höhepunkt steigert. Auf diesem erscheint das Hauptthema in einer Art [[Reprise (Musik)|Reprise]] wieder, prächtig vom ganzen Orchester zu Klavierbegleitung vorgetragen. Nun folgt an der regelgerechten Stelle der Solokadenz eine weitere ausgedehnte Solopassage des Klaviers, die jedoch ein wenig verhaltener wirkt als die Kadenz zu Beginn des Satzes. Auch die [[Coda (Musik)|Coda]] wird weiterhin vom Soloklavier dominiert. Die Thematik des Satzbeginns lebt wieder auf und lässt den Satz mit einigen Tuttischlägen des Orchesters verklingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Satz: Allegro scherzando ===&lt;br /&gt;
Nach dem Andante sostenuto des Eingangssatzes folgt kein langsamer Satz, sondern ein [[Scherzo]].&lt;br /&gt;
Der Beginn dieses Scherzos huscht geisterhaft und vom Klavier im &#039;&#039;piano&#039;&#039; vorgetragen vorbei. Ein überraschender Taktwechsel etabliert ein zunächst vom [[Violoncello]] vorgetragenes Walzerthema. Schnell setzt sich jedoch wieder das Scherzothema durch, das nun in einer Moll-Abwandlung vorgetragen wird. Das Geschehen zieht noch eine Weile spukhaft vorbei, ehe einige leise Akkorde zu zarten Paukenschlägen ein plötzliches Ende herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Satz: Presto ===&lt;br /&gt;
Das Finale stellt ein virtuoses [[Rondo (Musik)|Rondo]] dar. Es beginnt mit dem stürmischen und in [[Forte (Vortragsbezeichnung)|Forte]] vorgetragenen Hauptthema des Soloklaviers, nach einem einleitenden [[Motiv (Musik)|Motiv]], das aus einer schnellen Drehfigur des Klaviers besteht und im weiteren Verlauf des Satzes ein wichtiger Baustein bleibt. Auch das Orchester übernimmt die schnelle Drehfigur, bevor das Klavier im [[Piano (Vortragsbezeichnung)|Piano]] das Hauptthema auf Holzbläser-Akkorden wiederholt. Im ersten [[Couplet]] begleitet das Soloinstrument mit schnellen und perlenden Begleitfiguren ein langsames Thema im Orchester, das im Grunde nur aus einigen trägen Akkorden besteht. Ein Tuttischlag führt wieder zum Hauptthema zurück. Im einfach gebauten zweiten Couplet wiederholt das Klavier einige stampfende, fast gewaltsam anmutende Akkorde, unterbrochen von eigenen virtuosen Ausbrüchen. Hiernach findet der Satz ein stürmisches Ende, ohne erneutes Erklingen des Hauptthemas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Die Uraufführung des Klavierkonzertes am 13. Mai 1868 in Paris wurde zu einem Misserfolg. Saint-Saëns, der den Klavierpart übernommen hatte, räumte ein, nicht genug Zeit zum Einüben gehabt zu haben, da das Konzert in nur 17 Tagen entstanden war. Unter den Zuhörern in Paris war jedoch auch [[Franz Liszt]], der die Qualitäten des Werkes erkannte und Saint-Saëns ermutigte, es weiterhin aufzuführen. Schon bald erfreute es sich wachsender Beliebtheit. Einige Jahre später arrangierte [[Georges Bizet]] das virtuose Werk für Klavier solo, um es auch an Soloabenden vortragen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Klavierkonzert ist heute das populärste und meistgespielte Klavierkonzert von Saint-Saëns. Es erfordert vom Pianisten ein Höchstmaß an Virtuosität und Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Piano_Concerto_No.2,_Op.22_%28Saint-Sa%C3%ABns,_Camille%29|cname=Piano Concerto No.2, Op.22 (Saint-Saëns, Camille)}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|wayback=20140528130259|url=http://www.baxian.org.uk/music/romantic_piano_concerto/saint-saens.htm|text=Zusammenfassung Saint-Saëns&#039; Klavierkonzerte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Camille Saint-Saëns|Klavierkonzert #2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klavierkonzert|Saint-Saëns #02.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1868|#:2 Klavierkonzert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ribhus&amp;diff=2606278</id>
		<title>Ribhus</title>
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		<updated>2024-07-22T06:55:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Ribhus&#039;&#039;&#039; ({{saS|ऋभु|ṛbhu}} m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Monier-Williams1899|ṛbhu|226|2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind eine Gruppe von drei göttlichen Künstlern in der [[Veda|vedischen]] Religion. Im späteren [[Hinduismus]] spielen sie keine nennenswerte Rolle mehr. Zu den besonderen Kunstwerken, die sie herstellten, gehört der Wagen der [[Ashvins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Namen der drei Ribhus lauten &#039;&#039;Ribhu&#039;&#039; ({{lang|sa|ऋभु}}) oder auch &#039;&#039;Ribhukshin&#039;&#039; ({{lang|sa|ऋभुक्षिन्}} {{IAST|ṛbhukṣin}}), &#039;&#039;Vaja&#039;&#039; ({{lang|sa|वाज}}) und &#039;&#039;Vibhvan&#039;&#039; ({{lang|sa|विभ्वन्}}). Nach dem [[Rigveda]] sind sie ursprünglich Menschen und Söhne von [[Sudhanvan]], dem Sohn von [[Angiras]], einem der sieben [[Saptarishi]]. Wegen ihrer außerordentlichen Kunstfertigkeiten erhielten sie von [[Savitri (Gottheit)|Savitri]] die Unsterblichkeit und wurden unter die Götter aufgenommen. Sie werden auch unter den Helfern von [[Indra]] genannt, dessen Wagen und Rosse sie hergestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ribhus standen auch im Wettstreit mit [[Tvashtri]], dem göttlichen Handwerker, und vervierfachten den von diesem verfertigten Opferbecher der Götter. Es wird von ihnen ferner erzählt, dass sie ihre alten Eltern wieder jung machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Wilhelm Haussig]] (Hrsg.): &#039;&#039;Götter und Mythen des indischen Subkontinents&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Wörterbuch der Mythologie]].&#039;&#039; Abteilung 1: &#039;&#039;Die alten Kulturvölker.&#039;&#039; Band 5). Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-909850-X, S. 153&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* {{Dowson1879|266|267|Ribhu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottheit des Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fayolsche_Br%C3%BCcke&amp;diff=294099</id>
		<title>Fayolsche Brücke</title>
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		<updated>2024-07-15T11:19:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Fayolsche Brücke.svg|mini|Fayolsche Brücke zwischen P und F]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Fayolsche Brücke&#039;&#039;&#039;, seltener auch &#039;&#039;Passerelle&#039;&#039;, verbindet in [[Hierarchie]]n nicht direkt unterstellte [[Stelle (Organisation)|Stellen]] einer [[Kommunikationsstruktur]], indem [[Information]]en seitlich unter Duldung der [[Vorgesetzter|Vorgesetzten]] ausgetauscht werden. Sie ist benannt nach dem französischen Begründer der Verwaltungslehre, [[Henri Fayol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fayols fünftes Managementprinzip der Einheit der Leitung führt zur Etablierung einer Hierarchie von unter- und übergeordneten Stellen in einer [[Linienorganisation]]. Lange [[Dienstweg]]e sind die Folge. Auf dem langen Weg durch die Hierarchie gehen Informationen verloren oder es treten [[Informationsverlust]]e mit sich verringernder [[Informationsqualität]] auf ([[stille Post]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fayol beschreibt die direkte Verbindung, die sogenannte Fayolsche Brücke, im Rahmen seines neunten Managementprinzips:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Anwendung des direkten Verbindungsweges geht einfach, schnell und sicher vor sich; denn dadurch ist es den beiden Angestellten F und P möglich, in einer Sitzung oder in einigen Stunden Fragen zu behandeln, die auf dem Wege über die Rangstufen zwanzig Übertragungen, die Inanspruchnahme vieler Menschen, eine enorme Schreibarbeit und den Zeitaufwand von Wochen oder Monaten erforderlich machen würden, um zu einer Lösung zu gelangen, die im allgemeinen weniger gut ist als diejenige, die dadurch erreicht wird, dass man F und P direkt miteinander in Verbindung setzt.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Fayol: &#039;&#039;Allgemeine und industrielle Verwaltung.&#039;&#039; 1929, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Organisationsmittel]] der Fayolschen Brücke schafft die Voraussetzung für [[Querinformation]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henri Fayol: &#039;&#039;Allgemeine und industrielle Verwaltung.&#039;&#039; Aus dem Französischen übersetzt von Karl Reineke. Hrsg. vom Internationalen Rationalisierungs-Institut, München [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fayol-bruecke-33041 Fayol-Brücke] – Definition beim Gabler Wirtschaftslexikon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Managementlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisationstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stille_Post&amp;diff=106622</id>
		<title>Stille Post</title>
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		<updated>2024-07-15T11:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Varianten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Siehe auch [[Stille Post (Begriffsklärung)]]}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stille Post&#039;&#039;&#039; (auch bekannt als &#039;&#039;&#039;Flüsterpost&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Telefonspiel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.phgr.ch/index.php/Telefonspiel_(mt,lz,mw) |titel=Telefonspiel (mt,lz,mw) – wiki.phgr.ch |abruf=2021-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein [[Kinderspiel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Barbara Schniebel |url= https://www.kindergeburtstag-planen.de/geburtstagsspiele/stille-post|titel=Stille Post |werk=Kinder Geburtstag planen |datum=2011-03-31 |zugriff=2018-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine [[Lernmethode|Methode]] der [[Wahrnehmung]]serziehung.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Warwitz 97/98&amp;quot;&amp;gt;Siegbert A. Warwitz: &#039;&#039;Wir lernen Körper und Bewegung wahrnehmen.&#039;&#039; In ders.: &#039;&#039;Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen–Spielen–Denken–Handeln.&#039;&#039; 6. Auflage. Schneider. Baltmannsweiler 2009. S. 97/98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff wird auch in der [[Kommunikationswissenschaft]], mit der Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Stille-Post-Effekt&#039;&#039;&#039;, [[Symbol|sinnbildlich]] für die [[Verfälschung]] von [[Nachricht]]en durch die mehrfache Weitergabe von [[Information]]en verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln ==&lt;br /&gt;
Beim Spiel ordnen sich die Teilnehmer (je mehr, desto besser) in einer Reihe oder einem Kreis an. Ein Spieler denkt sich eine Nachricht aus. Diese Nachricht wird nun flüsternd von Mund zu Ohr von einem Teilnehmer zum jeweiligen Nachbarn weitergegeben. Das Spielvergnügen ergibt sich durch die folgende Auflösung, bei der der letzte in der Reihe laut ausspricht, was er als Mitteilung verstanden hat. Die zunehmende Verfälschung der ursprünglichen Nachricht kann dadurch dokumentiert werden, dass jeder Teilnehmer die verstandene Nachricht laut für alle wiederholt, was auch die Zahl der Lacherfolge steigen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Mit älteren Kindern und Jugendlichen kann in der [[Pädagogik]] auf diese Weise auch die Entstehung von [[Gerücht]]en oder [[Missverständnis]]sen erklärt werden, da sich Nachrichten durch die subjektive [[Wahrnehmung]] bei der Weitergabe verändern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
Eine Variante von Stiller Post lässt den ersten Spieler einen Satz auf einen Zettel schreiben. Der nächste Spieler malt dann zu diesem Satz ein Bild. Der übernächste Spieler schreibt zu diesem Bild wieder einen Satz und so geht es immer weiter, bis das Spiel mit einem Satz aufgelöst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Version von Stiller Post lässt den ersten Spieler seinem Partner eine lange Geschichte laut vorlesen. In der nächsten Runde kommt ein weiterer Partner hinzu, der die Geschichte nicht mitgehört hat, und bekommt sie vom Vorgänger erzählt usw. Die Zuschauer erkennen dabei sehr gut das Interpretations- und Filterungsverhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktische Nutzung ==&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Wahrnehmung]]serziehung kommt eine Form der Stillen Post zum Einsatz, mit welcher die [[Sensorisch|sensitive]] Körperwahrnehmung herausgefordert und geschult wird: Es geht darum, durch Berührungen und Bewegungen mit einem Finger auf dem Rücken eines Mitspielers Signale und Zeichen zu vermitteln, die dieser entschlüsseln soll. Sinn ist es, über taktile Reize eine Botschaft zu senden beziehungsweise aufzunehmen. Im optimalen Fall wird erreicht, über das Sinnesorgan Haut ein [[Nonverbale Kommunikation|nonverbales Gespräch]] zu führen, bei dem die Mitteilungen über das Körpergefühl verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe lässt sich je nach Alter und wachsendem Körpergefühl steigern. So kann im [[Vorschule|Vorschulalter]] mit einfachen Übungen begonnen und das Anspruchsniveau bis ins Erwachsenenalter erhöht werden: Beginnend mit der Aufgabe, einander folgende Druckpunkte auf dem Rücken zu lokalisieren, wird nach und nach das Erkennen einfacher geometrischer Formen wie Kreis, Rechteck, Quadrat, Dreieck gefordert. Es folgen dann Zahlen und Buchstaben, schließlich auch komplizierte Figuren und ganze Wörter und Nachrichten, die „postalisch“ übermittelt und [[Code|dekodiert]] werden sollen. Für Fortgeschrittene kann sich die Stille Post zu einem [[Dialog]] entwickeln, bei dem die Spielenden sich in Form eines Frage-Antwort-Spiels miteinander austauschen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Warwitz 97/98&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Variante der Wahrnehmungsschulung geht es darum, sich über [[Gebärdensprache]] zu verständigen: Ein Gegenstand wie ein Fahrrad oder ein Geschehen wie ein Unfall soll [[Pantomime|pantomimisch]] mit [[Gestik|Gesten]] und [[Mimik]] dargestellt und von dem Beobachtenden möglichst detailgenau dekodiert werden. Hierzu sind körperliche Ausdrucksfähigkeit auf der einen und ein entsprechendes Wahrnehmungs- und Einfühlungsvermögen auf der anderen Seite gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunikationswissenschaft ==&lt;br /&gt;
Das Phänomen der Stillen Post ist auch in der [[Kommunikationswissenschaft]] von Bedeutung. Wird eine [[Information]] von [[Person]] zu Person weitergegeben, so besteht die Gefahr, dass sie verfälscht wird oder gar nicht ankommt, wenn der jeweilige Empfänger die vom vorherigen Sender empfangene Information nicht kennt. [[Informationsverlust]]e entstehen hier bei jeder [[Schnittstelle]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ge6UDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PP52&amp;amp;dq=stille+post+informationsverlust&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiV_PfepPPuAhWLyaQKHTkpCVAQuwUwAnoECAUQCQ#v=onepage&amp;amp;q=stille%20post%20informationsverlust&amp;amp;f=false Andreas Suter/Stefan Vorbach/Doris Wild-Weitlaner, &#039;&#039;Die Wertschöpfungsmaschine - Prozesse und Organisation aus der Strategie&#039;&#039;, 2019, Kap. 2.1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es konnte durch [[Empirie|empirische]] [[Feldstudie|Studien]] nachgewiesen werden, dass in einem [[Unternehmen]] bei der Weitergabe über fünf [[Abteilung (Organisation)|Abteilungen]] hinweg nur noch 20 % der Ausgangsinformationen ankommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans H. Hinterhuber, &#039;&#039;Paradigmenwechsel - Vom Denken in Funktionen zum Denken in Prozessen&#039;&#039;, in: Holger Luczak/Walter Eversehim (Hrsg.), &#039;&#039;Marktorientierte Flexibilisierung der Produktion&#039;&#039;, 1993, S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine typische Form, bei der Stille Post entstehen kann, ist die [[Querinformation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Das Spiel ist auch in vielen anderen Kulturen unter einer Vielzahl von Namen bekannt:&lt;br /&gt;
* Im englischsprachigen Raum unter anderem als &#039;&#039;Chinesisches Flüstern&#039;&#039; ({{enS|chinese whispers}}) oder &#039;&#039;Russischer Skandal&#039;&#039; ({{enS|Russian scandal}}).&lt;br /&gt;
* Im Französischen als &#039;&#039;Arabisches Telefon&#039;&#039; ({{frS|téléphone arabe}}) oder auch als &#039;&#039;Schnurloses Telefon&#039;&#039; ({{frS|téléphone sans fil}}).&lt;br /&gt;
* Im Bulgarischen heißt das Spiel &#039;&#039;kaputtes Telefon&#039;&#039; ({{bgS|развален телефон}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegbert A. Warwitz: &#039;&#039;Wir lernen Körper und Bewegung wahrnehmen.&#039;&#039; In: Ders.: &#039;&#039;Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen–Spielen–Denken–Handeln.&#039;&#039; 6. Auflage. Schneider. Baltmannsweiler 2009. S. 97/98. ISBN 978-3-8340-0563-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinderspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiel ohne Material]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Didaktik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagogische Methode/Lehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informationswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blendung_(Strafe)&amp;diff=1647258</id>
		<title>Blendung (Strafe)</title>
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		<updated>2024-07-12T09:22:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Altertum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:William III of Sicily 15.jpg|mini|Kaiser [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrich VI.]] lässt [[Wilhelm III. (Sizilien)|König Wilhelm III. von Sizilien]] blenden und [[Kastration#Zwangskastration|kastrieren]]. Illumination aus einer Ausgabe des &#039;&#039;De casibus virorum illustrium&#039;&#039; des [[Giovanni Boccaccio]], 15. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris Musée national du Moyen Age Stained glass 03.jpg|mini|Die Blendung [[Simson|Samsons]] in der [[Sainte-Chapelle]] in Paris (vor 1248)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Blinding of Samson (SM 1383).png|alternativtext=Das querformatige Ölgemälde aus dem Jahre 1636 trägt den Titel „Die Blendung Simsons“. Das Bild zeigt eine Szene von erschreckender Grausamkeit, die sich im Halbdunkel eines niedrigen, höhlenartigen Raumes, womöglich eines Zeltes, abspielt. Eine etwa mannshohe, dreieckige Öffnung in der linken Bildhälfte lässt Licht in den ansonsten völlig dunklen Raum einfallen. Dadurch werden die am Geschehen Beteiligten (Simson, Delila und fünf Soldaten) in ein unheimliches Streiflicht getaucht. Simson, etwa 70-jährig, mit kräftigem, rötlichem Bart wurde von den Soldaten niedergeworfen und wälzt sich nun in der unteren Bildmitte am Boden. Er ist bekleidet mit einem einfachen, blassgelben Gewand, das sich in dem Gerangel mit den Soldaten am Oberkörper geöffnet hat und so Brust und Bauch entblößt. Simson liegt vor uns auf dem Rücken, Rumpf und Beine schräg nach links hinten, den Kopf nach vorn rechts gerichtet. Er hat das linke Bein angewinkelt auf den Boden gestemmt und das rechte mit verkrampften Zehen emporgehoben. Allein – seine Gegenwehr ist vergeblich. Links von ihm steht breitbeinig ein Soldat, der sich zu ihm hinunterbeugt und ihn mit einer Hellebarde bedroht. Der Mann trägt rostrote Kleidung und eine Art Turban; er ist vor der dreieckigen, hellen Öffnung der Höhle als dunkle Silhouette zu sehen. Unter Simson liegt ein Soldat am Boden, der dessen Oberkörper mit beiden Armen umklammert hat und nach unten zieht. Hinter Simson tauchen zwei Soldaten mit schwarz glänzenden Rüstungen aus dem Dunkel auf. Der hintere hat eine Eisenkette um Simsons erhobenen rechten Arm geschlungen und festgezurrt. Der vordere hat sich über den Gepeinigten gebeugt und sticht ihm mit einem Dolch, den er mit seinem gepanzerten Handschuh führt, das rechte Auge aus. Blut spritzt. Am rechten Bildrand erkennt man im Halbdunkel das entsetzte Gesicht eines weiteren Soldaten; im Hintergrund links sieht man, wie Delila, eine junge Frau in weißem Gewand, der Szene in Richtung des Lichtes entflieht – in der Rechten eine Schere, in der Linken das Haar, das sie Simson zuvor abgeschnitten hat.|mini|&#039;&#039;[[Die Blendung Simsons]]&#039;&#039; von [[Rembrandt van Rijn]] (1636), [[Städelsches Kunstinstitut|Städel Museum]] in [[Frankfurt am Main]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blendung&#039;&#039;&#039; bezeichnet eine Form der [[Bestrafung]] oder der [[Folter]], die zu einer vorübergehenden, meist aber dauerhaften [[Erblindung]] führt. Die Blendung konnte durch das Herausreißen der [[Augapfel|Augäpfel]] oder auf andere Weise (Ausbrennen, Erhitzen, Stechen, Schneiden etc.) erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Altertum ===&lt;br /&gt;
Die Blendung war bereits im [[Altertum]] bekannt und besonders im Orient verbreitet; sie galt römischen Autoren in der [[Spätantike]] als geradezu typisch für das persische [[Sassanidenreich]]. Dort wurde offenbar die Technik beherrscht, den Verurteilten zu blenden, ohne dies mit seinem Tod zu verbinden. In dieser Form scheint sie nach 600 n.&amp;amp;nbsp;Chr. über [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] auch Italien und das [[Frankenreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Prinz: &#039;&#039;Grundlagen deutscher Geschichte (4.–8. Jahrhundert)&#039;&#039;. Gebhardt: &#039;&#039;Handbuch der Deutschen Geschichte&#039;&#039;. Band 1. 10. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2001, S.&amp;amp;nbsp;284&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; erreicht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Blendung von [[Sklaverei|Sklaven]] ist früh belegt. Bereits [[Salmanassar I.]] berichtet im 14. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. in seiner Inschrift vom [[Aššur (Gott)|Aššurtempel]] in [[Aššur (Stadt)|Aššur]], er habe 14.400 Gefangene aus [[Mitanni]] nach Assur gebracht und geblendet. Solche blinden Sklaven wurden wohl für einfache mechanische Arbeiten, etwa Getreidemahlen oder Melken, eingesetzt. So wird in der Bibel auch von [[Simson|Samson]] (Simson) berichtet: „Da ergriffen ihn die [[Philister]] und stachen ihm die Augen aus, führten ihn hinab nach [[Gaza (Stadt)|Gaza]] und legten ihn in Ketten; und er musste die Mühle drehen im Gefängnis.“ {{Bibel|Ri|16|21|LUT}} (Wahrscheinlicher ist allerdings die Bedienung eines [[Sattelmahlstein]]s.) Die [[Skythen]] setzten im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. laut [[Herodot]] geblendete Sklaven zum Melken und in der Milchverarbeitung ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot: &#039;&#039;Historien&#039;&#039; 4,2; vgl. auch Timothy Taylor: &#039;&#039;Believing the Ancients: Quantitative and Qualitative Dimensions of Slavery and the Slave Trade in Later Prehistoric Eurasia.&#039;&#039; In: &#039;&#039;World Archaeology&#039;&#039;, 33/1, 2001, S.&amp;amp;nbsp;27–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Homer]] berichtet in der [[Odyssee]] von der Blendung des [[Kyklop|Zyklopen]] [[Polyphem]] durch [[Odysseus]] und seine Gefährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühchristliche [[Märtyrerin]] und [[Heilige]] [[Lucia von Syrakus]] wurde der Legende nach geblendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] existierte in Westeuropa eine Foltermethode mit diesem Namen. Hierbei wurde dem Delinquenten ein rotglühendes Stück Eisen direkt vor die Augen gehalten. Die [[Wärmestrahlung]] zerstörte die [[Netzhaut]] und erhitzte die Augenflüssigkeit, was zu einem sehr schmerzhaften [[Blindheit|Erblinden]] führte, ohne äußerlich sichtbaren Schaden zu hinterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reich]] war Blendung seit dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine gängige Maßnahme, um ehemalige Kaiser bzw. Bewerber um den Kaiserthron auszuschalten. Wie zuvor bereits bei den [[Sassaniden]] entstand diese Praxis, die vereinzelt auch auf Päpste angewandt wurde, aus dem Konflikt zwischen der faktischen Erblichkeit bestimmter Würden und der Scheu davor, Mitglieder der Herrscherfamilie zu töten. Oft erfolgte neben oder statt der Blendung auch ein [[Rhinokopia|Abschneiden der Nase]]. Bisweilen wurde die Blendung jedoch so brutal durchgeführt, dass das Opfer daran starb, wie etwa Kaiser [[Romanos IV.|Romanos&amp;amp;nbsp;IV. Diogenes]]. Ihm wurde dreimal ein glühendes Eisen in die Augenhöhle gestoßen, die Wunde entzündete sich, und [[Michael Attaleiates]] berichtet, wie ihm in der Folge Maden vom Gesicht fielen, bevor er starb. Auch Schein-Blendungen sind überliefert, wie im Falle des fränkischen Söldners [[Roussel Phrangopolos]].&lt;br /&gt;
Weitere geblendete [[Prätendent]]en waren [[Manuel Komnenos (Prinz)|Manuel Komnenos]], [[Isaak II.]], [[Artabasdos]], [[Konstantin VI. (Byzanz)|Konstantin&amp;amp;nbsp;VI.]], [[Michael V. (Byzanz)|Michael&amp;amp;nbsp;V.]] und [[Alexios&amp;amp;nbsp;V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Karolingern kam es zu Blendungen von aufständischen Mitgliedern des Herrscherhauses, so im Falle [[Bernhard (Italien)|Bernhards]], König von Italien, 818, und [[Hugo (Elsass)|Hugos]], eines Sohnes von [[Lothar II. (Lothringen)|Lothar&amp;amp;nbsp;II.]], 885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitte wurde auch in anderen Staaten im byzantinischen Einflussbereich übernommen, so in [[Königreich Kleinarmenien|Kleinarmenien]], Ungarn und von den sizilianischen [[Normannen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Negative Berühmtheit erlangte der byzantinische Kaiser [[Basileios II.]], der im Jahr 1014 nach seinem Sieg über Zar [[Samuil (Bulgarien)|Samuel]] in der [[Schlacht von Kleidion]] rund 14.000 bulgarische Gefangene blenden ließ. Danach wurde er der „Bulgarentöter“ oder „-schlächter“ (Βασίλειος ὁ Βουλγαροκτόνος &#039;&#039;Basíleios ho Bulgaroktónos&#039;&#039;) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Stephan I. (Ungarn)|Stephan von Ungarn]] ließ im Jahr 1031 einen Vetter blenden, um ihn an der Thronfolge zu hindern. Das Lied &#039;&#039;Feschers Köbes&#039;&#039; der Kölner Mundartgruppe [[Bläck Fööss]] thematisiert eine Blendung zu Zeiten von Erzbischof [[Anno II.]] Auch im Rahmen des [[Albigenserkreuzzug]]s (1209–1229) wurden Blendstrafen wegen Festhaltens an der [[Häresie]] verhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] und in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] war Blendung durch Ausstechen der Augen eine häufig angewandte Form landesherrlicher Bestrafung, insbesondere nach dem [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] von 1525. So ließ beispielsweise Markgraf [[Kasimir (Brandenburg-Kulmbach)|Kasimir]] von [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Kulmbach]] nach der Niederlage der fränkischen Bauern am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 1525 58 Männer der Stadt [[Kitzingen]], die sich an dem Aufstand beteiligt hatten, blenden und aus der Stadt jagen. Diese Tat wurde schon von den Zeitgenossen als Ungeheuerlichkeit empfunden&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Blickle: &#039;&#039;Gemeindereformation: die Menschen des 16. Jahrhunderts auf dem Weg zum Heil&#039;&#039;. 1987, {{Google Buch |BuchID=t3Hi8x1vjZcC |Seite=82}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als eine der schauerlichsten Bluttaten des gesamten Bauernkrieges.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Sandel: [http://www.webisphere.de/geschichte/histhoh2.html &#039;&#039;Der Bauernkrieg.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Kirchberg an der Jagst – Schicksal einer hohenlohe-fränkischen Stadt&#039;&#039;. Band&amp;amp;nbsp;I. Verlag Lorenz Spindler, Nürnberg 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren sind Blendungen aus dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] und dem [[Mogulreich]] (siehe [[Kamran Mirza (Mogul)|Kamran Mirza]] oder [[Khusrau Mirza]]) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Nach dem in der islamischen Rechtsprechung &#039;&#039;([[scharia]])&#039;&#039; geltenden Prinzip der Wiedervergeltung &#039;&#039;([[qisās]])&#039;&#039; werden auch heute noch Blendstrafen verhängt, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Säureattentat]]en gegen Frauen (siehe [[Ameneh Bahrami]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Samuel I. Feigin: &#039;&#039;The captives in cuneiform inscriptions.&#039;&#039; In: &#039;&#039;The American Journal of Semitic Languages and Literatures.&#039;&#039; Band 50, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 1934, {{ISSN|1062-0516}}, S.&amp;amp;nbsp;217–245, {{JSTOR|528899}} (englisch).&lt;br /&gt;
* Timothy Taylor: &#039;&#039;Believing the ancients: quantitative and qualitative dimensions of slavery and the slave trade in later prehistoric Eurasia.&#039;&#039; In: Peter Mitchell (Hrsg.): &#039;&#039;The archaeology of slavery&#039;&#039; (= &#039;&#039;World archaeology.&#039;&#039; Band 33, Nr. 1, 2001). Routledge, Abingdon 2001, S.&amp;amp;nbsp;27–43, [[doi:10.1080/00438240120047618]] (englisch).&lt;br /&gt;
* John Lascaratos, Spyros Marketos: &#039;&#039;The penalty of blinding during Byzantine times. Medical remarks.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Documenta Ophthalmologica.&#039;&#039; Band 81, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1992, S.&amp;amp;nbsp;133–144, [[doi:10.1007/BF00155023]] (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Blinding|Blendung}}&lt;br /&gt;
* [https://www.n-tv.de/panorama/Opfer-wird-Peiniger-blenden-article3326451.html &#039;&#039;Iran – Blendung des Angreifers nach Säure-Attentat&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikus.de/bibliothek/Geschichte-der-oeffentlichen-Sittlichkeit-in-Russland--Band-2/Todesstrafen-und-Gliederstrafen &#039;&#039;Russland u.&amp;amp;nbsp;a. – diverse Folterstrafen&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blindheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auge in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leopard_(Wappentier)&amp;diff=105404</id>
		<title>Leopard (Wappentier)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leopard_(Wappentier)&amp;diff=105404"/>
		<updated>2024-07-12T06:37:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* In der Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Royal Arms of England (1198-1340).svg|thumb|Leoparden im [[Wappen Englands]]]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Leopard&#039;&#039;&#039; ist ein häufig verwendetes [[Wappentier]] in der [[Heraldik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heraldische und zoologische Leoparden ==&lt;br /&gt;
Der heraldische Leopard unterscheidet sich stark vom [[Leopard]]en (&#039;&#039;Panthera pardus&#039;&#039;). Er besitzt keine Flecken, und oft hat er eine [[Mähne]]. In der Heraldik ähnelt der Leopard daher auch allgemein eher einem [[Löwe (Wappentier)|Löwen]]. Der Grund hierfür liegt darin, dass im [[Mittelalter]] [[Hybride|Mischlinge]] aus Löwenmännchen und Pantherweibchen als Leopard bezeichnet wurden. Diese Annahme hat sich in der [[Heraldik]] gehalten.&lt;br /&gt;
Das Wappen von [[Barenburg]] zeigt dennoch ein geflecktes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied zwischen Löwe und Leopard  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heraldik unterscheidet zwischen [[Löwe (Wappentier)|Löwe]] und Leopard nur durch die Stellung der Wappenfigur zum Betrachter. In der alten Wappenkunst wurde aber noch nicht unterschieden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pentz-Wappen.png|miniatur|Leopard&amp;lt;br&amp;gt;[[Stammwappen]] derer [[Pentz (Adelsgeschlecht)|von Pentz]]]] &lt;br /&gt;
Standard:&lt;br /&gt;
* Der &#039;&#039;Leopard&#039;&#039; wird stets schreitend und  mit dem Kopf zum Beschauer gerichtet abgebildet.&lt;br /&gt;
* Der &#039;&#039;Löwe&#039;&#039; wird steigend oder auch laufend mit dem Blick nach rechts (heraldisch, also aus Sicht des Wappenträgers) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Details:&lt;br /&gt;
* Später nannte man den auf den Hinterfüßen stehenden und seitwärts blickenden (zum Betrachter gewendeten) Löwen einen &#039;&#039;gelöwten Leoparden&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Bei einem &#039;&#039;leopardierten Löwen&#039;&#039; handelt es sich um einen schreitenden und geradeaus blickenden Löwen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sayn-Wappen.png|Gelöwter Leopard &amp;lt;small&amp;gt;(Stammwappen der [[Grafschaft Sayn|Grafen von Sayn]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schenck-Schwsbg-Wappen.png|Schreitender (Leopardierter) Löwe &amp;lt;small&amp;gt;([[Schenck zu Schweinsberg]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abweichung:&lt;br /&gt;
*Ausgehend von der Körperhaltung oder Blickrichtung wird vom Heraldiker der Schwerpunkt für die Bezeichnung festgelegt.&lt;br /&gt;
*Dies lässt sich beim [[Stammwappen]]-Löwen derer [[Pentz (Adelsgeschlecht)|von Pentz]] jedoch nicht anwenden: dieser ist hersehend wie der Leopard, schreitet aber nicht, sondern steht auf allen vier Pranken (&#039;&#039;schreitend&#039;&#039; wäre er nur, wenn er die rechte Vorderpranke erhoben und die rechte Hinterpranke mehr vorgeschoben hätte). Wäre der Schwerpunkt auf die Blickrichtung, so würde dieser Löwe als &#039;&#039;stehender, leopardierter Löwe&#039;&#039; bezeichnet. So geschah es tatsächlich im [[Genealogisches Handbuch des Adels|Genealogischen Handbuch des Adels]]. Dies ist aber [[diametral]] zur Standardbezeichnung &#039;&#039;leopardierter Löwe&#039;&#039; und somit ein Widerspruch in sich. Daher muss der Löwe derer von Pentz als &#039;&#039;stehend und hersehend&#039;&#039; (zum Betrachter schauend) beschrieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Wappen ==&lt;br /&gt;
=== Drei Leoparden ===&lt;br /&gt;
Es gibt viele Länder mit Leoparden im Staatswappen. Bei manchen Staaten weisen Leoparden auf die ehemalige [[Britische Kolonien und Protektorate|Kolonialherrschaft der Briten]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Wappen Dänemarks]] &amp;lt;small&amp;gt;(nach vorn blickende Löwen)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wappen des Vereinigten Königreichs]]* &amp;lt;small&amp;gt;(als Symbol für England, siehe auch [[Wappen Englands]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wappen Kanadas]]&lt;br /&gt;
*[[Wappen Estlands]]&lt;br /&gt;
*[[Dalmatien|Wappen Dalmatiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* und alle abgewandelten Versionen (siehe auch [[Wappen von Schottland]] und [[Wappen von Kanada]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Leoparden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wappen der [[Normandie]]&lt;br /&gt;
*Wappen des Hauses [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)|Hohenlohe]]&lt;br /&gt;
*Wappen von [[Creglingen]] &lt;br /&gt;
*Wappen von [[Nenzing]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Leopard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Wappen Fidschis]]&lt;br /&gt;
*[[Wappen Ghanas]]&lt;br /&gt;
*[[Wappen der Demokratischen Republik Kongo]] (Kopf) &lt;br /&gt;
*[[Grafschaft Sayn#Wappen|&#039;&#039;Sayner Löwe&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== (Echte) Leoparden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Wappen Benins]] (als [[Schildhalter]])&lt;br /&gt;
*[[Wappen Gabuns]] (Schwarze Panther)&lt;br /&gt;
*[[Wappen Malawis]]&lt;br /&gt;
*[[Wappen Somalias]] (Schildhalter)&lt;br /&gt;
*[[Wappen der Demokratischen Republik Kongo]] (ehemal. Zaire)&lt;br /&gt;
* Wappen der Gemeinde [[Barenburg]] (Niedersachsen)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kirchdorf.de/leben/unsere-samtgemeinde/wappen/ Wappen] auf kirchdorf.de, abgerufen am 15. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Literatur ==&lt;br /&gt;
Im Roman &#039;&#039;[[Der Leopard (Roman)|Der Leopard]]&#039;&#039; von [[Giuseppe Tomasi di Lampedusa]] bezieht sich der Titel auf das Wappentier der Herrschaft. Um die Jahrtausendwende war eine Diskussion entbrannt, ob die Übersetzung mit „Leopard“ falsch sei und nicht eher der [[Ozelot]] (die Pardelkatze) gemeint sei, mithin eine Katzenart, die nicht brüllen kann&amp;amp;nbsp;– in ironischer Anspielung auf das Verhalten der Figur. Neueste Äußerungen hierzu geben aber wieder der Interpretation „Leopard“ den Vorzug, siehe hierzu das Nachwort in der Übersetzung von [[Burkhart Kroeber]] von 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lions passant guardant in heraldry|Leopard (Wappentier)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Leopard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wappentier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löwe (Wappentier)|*Leopard]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waschbecken&amp;diff=203855</id>
		<title>Waschbecken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waschbecken&amp;diff=203855"/>
		<updated>2024-07-10T10:49:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Montage und Maße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alcatraz Sink.jpg|mini|hochkant|Waschbecken mit Wandeinbauventil]]&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Waschbecken&#039;&#039;&#039; (in der [[Helvetismus|Schweiz]]: &#039;&#039;Lavabo&#039;&#039;) ist ein nach oben konkaves Behältnis mit (meist verschließbarem) Ablauf zur [[Kanalisation]] sowie einer [[Armatur]] zur dosierten Abgabe warmen oder kalten [[Wasser]]s. Wie der Name bereits andeutet, dient ein Waschbecken häufig zur Reinigung, z.&amp;amp;nbsp;B. von Körperteilen ([[Körperpflege]]) oder Gegenständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für die Waschung der Hände vor und nach der Mahlzeit gab es schon in der Frühzeit [[Kanne]]n und [[Schüssel]]n. Bevor es [[Hausanschluss|Hausanschlüsse]] gab, benutzte man allgemein eine [[Waschschüssel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Waschbecken1.jpg|mini|links|Waschbecken mit Einhebelmischarmatur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sink.jpg|mini|hochkant|Modernes Waschbecken mit Einhebelmischarmatur, das in einer Waschtischplatte eingelassen ist]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waschbecken retouched.jpg|mini|Waschbecken aus [[Carrara-Marmor]] vor dem Einbau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haarwaschbecken.jpg|mini|Haarwaschbecken in einem Frisiersalon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waschbecken mit Pedalen.jpg|mini|Diese Wasserhähne werden per Pedal bedient]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lavabo aus Zinn.jpg|mini|Waschutensilien aus Zinn in einer Sakristei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handwaschbecken haben keinen breiten hinteren Rand. Sie haben meist auch keine eingeformte Seifenschale, oder sie ist seitlich in einer Ecke. Auch der Platz für das Einlaufventil ist in einer Ecke, oder es ist kein Platz dafür vorgesehen, so dass ein Wandeinbauventil verwendet werden muss. Handwaschbecken werden bevorzugt dort eingesetzt, wo es im Wesentlichen nur um das [[Händewaschen]] geht und nur wenig Platz zur Verfügung steht, also insbesondere in [[Toilette]]n und Gästetoiletten. Kleine Handwaschbecken mit Wandeinbauventilen, die vorrangig für das Fortgießen von Abwasser, das Abspülen der Hände und das Nachspülen von geringen Abwassermengen gedacht sind, werden im norddeutschen Raum als „Handstein“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalgroße Waschbecken haben einen breiten hinteren Rand, teilweise mit eingeformten Seifenablagen, und mit vorgearbeiteten durchbrechbaren Löchern (2 bis 5) für die Einlaufarmaturen. Man findet sie unter anderem in [[Badezimmer]]n oder [[Toilette]]n. In Badezimmern, Hotelbädern und Krankenhausbädern werden häufig auch Doppelwaschbecken eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gewerblichen Waschräumen, Kindergärten, Schulen und sonstigen Einrichtungen werden meist Reihenwaschbecken eingesetzt, die durch ihre Form bedingt direkt aneinanderstoßend eingebaut werden. Sie sind oft aus haltbareren bruchsichereren Materialien wie [[Keramik]], [[Betonwerkstein]] oder [[rostfreier Stahl|rostfreiem Stahl]] gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell für Krankenhäuser, Zahnarztpraxen, aber auch für den gehobenen Hotelbau gibt es Waschbecken mit Mundspülbecken. Dort werden auch Waschbecken mit angeformter Wandplatte verwendet, die sich in die krankenhausüblichen Standardfliesenmaße integrieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waschbecken in öffentlichen Einrichtungen, insbesondere öffentliche WC-Anlagen oder WC-Anlagen in Fußballstadien, sollten sinnvollerweise aus Stahl statt aus zerbrechlichem [[Porzellan]] sein. Solche Waschbecken werden im Handel unter der Bezeichnung &#039;&#039;vandalensicher&#039;&#039; geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts bieten einige Hersteller Waschbecken an, die mit speziellen keramischen Oberflächen ausgestattet sind, die aufgrund des [[Lotuseffekt]]s sehr leicht (wenn überhaupt notwendig) zu reinigen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings kommen im gehobenen Innenausbau vermehrt massive steinerne Waschbecken zum Einsatz, die entweder aus [[Marmor]] oder aus [[Hartgestein]] bestehen. Eine gewisse Pflege und der Einsatz für das jeweilige Gestein geeigneter Reinigungsmittel sind erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablaufgarnitur und die Anschlüsse für die Auslaufarmatur können sichtbar sein oder hinter einer Halbschale oder Standsäule aus demselben Material wie das Waschbecken verdeckt sein. Im Behindertenbereich sollte ein Wandeinbau-[[Siphon (Geruchsverschluss)|Siphon]] verwendet werden, um das Unterfahren mit einem Rollstuhl zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sind sogenannte [[Mischbatterie]]n üblich. Zunehmend werden Einarmmischbatterien eingesetzt. In Großbritannien ist es üblich, die [[Wasserhahn|Wasserhähne]] für kaltes und warmes Wasser separat anzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Montage und Maße ==&lt;br /&gt;
Die Befestigung von Waschbecken erfolgt entweder an vorgefertigten Waschbeckeneinbauständern, an denen alle Befestigungspunkte bereits vorgegeben sind, oder mit speziellen [[Stockschraube]]n („WT-Befestigungsset“) an der Wand. Bei der Montage vor [[Trockenbau]]wänden ([[Gipskartonplatte]]n) sollte eine mindestens 20&amp;amp;nbsp;mm starke [[Sperrholz]]platte oder ein Kantholz zwischen den Ständern befestigt werden, an welchen die Stockschrauben einen sicheren Halt finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblich sind Waschbecken mit einer Größe von ca. 49&amp;amp;nbsp;cm × 40&amp;amp;nbsp;cm bis 68&amp;amp;nbsp;cm × 49&amp;amp;nbsp;cm und reine Handwaschbecken mit ca. 35&amp;amp;nbsp;cm × 20&amp;amp;nbsp;cm bis 55&amp;amp;nbsp;cm × 35&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einbauhöhe beträgt ca. 83–86&amp;amp;nbsp;cm für die Oberkante. In Privatbauten kann sie selbstverständlich nach Körpergröße der Bauherrn variieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=admin |url=https://waschbecken.eu/allgemein/waschbeckenhoehe/ |titel=Die richtige Waschbeckenhöhe finden |werk=waschbecken.eu |abruf=2021-01-01 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhe der [[Absperrventil|Eckventile]] sollte 57–60&amp;amp;nbsp;cm, der Abstand zwischen ihnen 15–20&amp;amp;nbsp;cm betragen. Das Abflussrohr befindet sich üblicherweise in 52–58&amp;amp;nbsp;cm Höhe in der Mitte zwischen den beiden Eckventilen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eckventile werden heute meist mit im Gewinde fest eingelassenen Dichtringen ausgeliefert. Die Gewinde dürfen dann nicht zusätzlich mit Hanf oder Dichtband versehen werden. Die Ventile sind einzudrehen, bis die Dichtringe in der Wandmuffe nicht mehr zu sehen sind, worauf dann noch wenigstens zwei volle Umdrehungen folgen müssen, um das Ventil sicher zu befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Broschüre [https://www.ifs-ev.org/archiv/literatur/IFS_Merkblatt_Eckventile.pdf Leitungswasserschäden durch Eckventile], Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.&amp;amp;nbsp;V. (IFS), Stand Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschbeckenverschluss ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gootsteenstop.png|Herkömmlicher [[Stöpsel|Gummistöpsel]] auf einem Lochsieb&lt;br /&gt;
Datei:Bathroom sink drain.jpg|[[Exzenter-Zugstange|Exzenterstopfen]] eines Waschbeckens, der mit einer Hebelmechanik bedient wird&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ausguss]]&lt;br /&gt;
* [[Bassena]]&lt;br /&gt;
* [[Bidet]]&lt;br /&gt;
* [[Lavabo (Ritus)]]&lt;br /&gt;
* [[Lavabokessel]]&lt;br /&gt;
* [[Speibecken]]&lt;br /&gt;
* [[Spülbecken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sinks|Waschbecken}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Waschbecken}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Waschtisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4347502-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitärtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flüssigkeitsbehälter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hygiene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zerschmetterte_Menge&amp;diff=444110</id>
		<title>Zerschmetterte Menge</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zerschmetterte_Menge&amp;diff=444110"/>
		<updated>2024-07-04T07:55:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;zerschmetterte Menge&#039;&#039;&#039; ({{enS|shattered set}}) ist in der Mathematik ein Konzept aus den Bereichen [[Maschinenlernen]], Datenanalyse und [[Mengenlehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von  [[J. Michael Steele]] 1975 in seiner Dissertation eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Dissertation von Steele in Stanford &#039;&#039;Combinatorial Entropy and Uniform Limit Laws,&#039;&#039; wurde teilweise in den Annals of Probability veröffentlicht, &#039;&#039;Empirical discrepancies and subadditive processes&#039;&#039;, Band 6, 1978, S. 118–227, [http://www-stat.wharton.upenn.edu/~steele/Rants/ShatteredSets.html  Steele: Shattered Sets]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird unter anderem in der Vapnik-Chernovensky-Theorie (VC-Theorie) des Maschinenlernens verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;(X, \mathcal{F})&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[Mengensystem]] und &amp;lt;math&amp;gt;A \subseteq X&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; wird &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt;-&#039;&#039;zerschmettert&#039;&#039; genau dann, wenn &amp;lt;math&amp;gt;\{\, F \cap A | F \in \mathcal{F} \,\} = \mathcal{P}(A)&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{P}(A)&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Potenzmenge]] von A, d.&amp;amp;nbsp;h. genau dann, wenn man jede beliebige Teilmenge von &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; durch Schnitt eines Elements von &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
=== Halbebenen und Dreiermengen in der Ebene ===&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;X = \R^2&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt; die Menge aller abgeschlossenen [[Halbebene]]n in &amp;lt;math&amp;gt;\R^2&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Seien außerdem &amp;lt;math&amp;gt;x,y,z\in\R&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;A=\{x,y,z\}&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; nicht auf einer Gerade liegen (d.&amp;amp;nbsp;h., &amp;lt;math&amp;gt;\alpha x + \beta y+\gamma z \ne 0&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;\alpha,\beta,\gamma\in\R\setminus\{0\}&amp;lt;/math&amp;gt;). Dann wird &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt; zerschmettert, da man jede der acht Teilmengen der drei Punkte mittels einer abgeschlossenen Halbebene separieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; dagegen [[kollineare Punkte]] (alle auf einer Geraden), so kann der mittlere Punkt nicht von den anderen beiden separiert werden und somit wird &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; nicht von &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt; zerschmettert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maschinenlernen ===&lt;br /&gt;
Beim Maschinenlernen ist &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; meist eine Menge möglicher Ergebnisse entsprechend einer bestimmten Verteilung und &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F} &amp;lt;/math&amp;gt; stellt eine Menge von bekannten Regeln dar. &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; wird dann &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt;-zerschmettert, falls grob gesprochen alle Ergebnisse der Verteilung sich aus der Kenntnis der Regeln ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mathworld.wolfram.com/ShatteredSet.html Christopher Stover, Shattered Set], Mathworld&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{MathWorld| id = ShatteredSet| title = Shattered Set| author = Christopher Stover}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mengenlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pr%C3%A4nexform&amp;diff=128645</id>
		<title>Pränexform</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pr%C3%A4nexform&amp;diff=128645"/>
		<updated>2024-06-03T12:41:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Beispiel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Pränexform&#039;&#039;&#039; ist eine mögliche [[Normalform]], in der [[Logische Aussage|Aussagen]] der [[Prädikatenlogik]] dargestellt werden können. Sie wird unter anderem als Vorstufe zur [[Skolemform]] benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage in der [[Prädikatenlogik erster Stufe]] befindet sich in Pränexform, wenn alle [[Quantor]]en (Beschreibungen des Geltungsbereichs) außerhalb bzw. vor der eigentlichen Formel stehen. Enthält die Pränexform zusätzlich nur [[Konjunktion (Logik)|Konjunktion]], [[Disjunktion]] und [[Negation#Logik|Negation]] (unmittelbar vor Atomen) als [[Junktor]]en, so wird sie auch als &#039;&#039;verneinungstechnische Normalform&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Klassische Logik|klassischen Prädikatenlogik]] gibt es zu jeder Formel eine [[Logische Äquivalenz|logisch äquivalente]] Formel in Pränexform. In der [[Intuitionismus (Logik und Mathematik)|intuitionistischen Logik]] ist das nicht notwendig gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Formel in [[Bereinigte Normalform|bereinigter]] Pränexform ist [[Erfüllbarkeit|erfüllbar]], wenn ihre [[Skolemform]] erfüllbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematische Definition ==&lt;br /&gt;
Eine Formel &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; der Prädikatenlogik befindet sich in Pränexform, wenn sie von der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F = Q_1 y_1 Q_2 y_2 \dots Q_k y_k \hat{F}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
ist, mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;k\ge0&amp;lt;/math&amp;gt; und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Q_1,\dots,Q_k\in \left\{ \forall, \exists \right\}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In &amp;lt;math&amp;gt;\hat{F}&amp;lt;/math&amp;gt; darf kein [[Quantor]] vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;Q_1 y_1 Q_2 y_2 \dots Q_k y_k&amp;lt;/math&amp;gt; heißt Präfix, &amp;lt;math&amp;gt;\hat{F}&amp;lt;/math&amp;gt; ist die [[Matrix (Logik)|Matrix]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nicht-Eindeutigkeit ==&lt;br /&gt;
Die Pränexform ist nicht eindeutig.&amp;lt;ref&amp;gt;https://formal.kastel.kit.edu/teaching/FormSysWS1415/09PK1Normalform-print.pdf#page=12&amp;lt;/ref&amp;gt; So hat die Formel&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\forall x p(x) \rightarrow \forall y q(y)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden Pränexformen&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\exists x \forall y (p(x) \rightarrow q(y))&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\forall y \exists x (p(x) \rightarrow q(y))&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Die Ausgangsformel laute wie folgt:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\forall x.P(x)\land \forall y.Q(y) \land \forall z.R(z,y)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Variable &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; kommt sowohl gebunden als auch frei vor. Dies darf in der Pränexform aber nicht sein. Deshalb wird eine neue Variable eingeführt: &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt;. Nach der Anpassung sieht das nun so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\forall x.P(x)\land \forall w.Q(w) \land \forall z.R(z,y)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommt jede Variable entweder gebunden oder frei vor und somit können wir die Quantoren alle nach vorn „ziehen“, was dann folgendermaßen aussieht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\forall x.\forall w.\forall z.(P(x)\land Q(w)\land R(z,y))&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik|Pranexform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Normalform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Don%E2%80%99t-Care&amp;diff=1394416</id>
		<title>Don’t-Care</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Don%E2%80%99t-Care&amp;diff=1394416"/>
		<updated>2024-06-03T10:14:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der [[Digitaltechnik]] bedeutet &#039;&#039;&#039;Don’t-Care&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;-&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, dass dieser Wert keinen Einfluss auf die Logikschaltung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In der [[Wahrheitstabelle]] werden Don’t-Care-Einträge typischerweise eingesetzt, um nicht alle Eingangszustände abhandeln zu müssen oder wenn eine unvollständig definierte Funktion vorkommt, die Variable also „1“ und „0“ haben kann. Dies ist für bestimmte Eingangskombinationen der Fall, wenn der Ausgang für diese nicht festgelegt ist, zum Beispiel, wenn diese Eingangskombinationen in der Schaltung gar nicht möglich bzw. vorhanden sind oder beim Baustein über das Enable-Signal deaktiviert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der [[Logiksynthese]] und im [[Impulsdiagramm|Timing-Diagramm]] werden Don’t-Care-Werte verwendet. In der Funktionstabelle (Wahrheitstabelle) des [[Flipflop]]s stellt ein X einen beliebigen Zustand dar, der wahlweise „0“ oder „1“ sein kann. Das Flipflop verarbeitet die Daten nur dann, wenn die jeweilige Triggerbedingung erfüllt ist. Zu allen Zeitpunkten, zu denen keine Verarbeitung der Daten stattfindet, können beliebige Logikzustände an den Eingängen anliegen, ohne dass diese in die Verarbeitung mit einbezogen werden. Das zu den jeweiligen Flipflops dazugehörige Timing-Diagramm enthält ebenfalls bei den korrespondierenden Zeiträumen ein X, wenn der anliegende Logikzustand nicht relevant ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel D-Flipflop ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Symbol&lt;br /&gt;
! Wahrheitstabelle&lt;br /&gt;
! Timing-Diagramm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:D-flipflop-dontcare.svg]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Data&lt;br /&gt;
! clk&lt;br /&gt;
! Enable&lt;br /&gt;
! Reset&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Q&amp;lt;sub&amp;gt;n+1&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| x || x || x || 0 |||| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| x || x || 0 || 1 ||||Q&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| x || ↓ || 1 || 1 ||||Q&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || ↑ || 1 || 1 ||||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0 || ↑ || 1 || 1 ||||0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|[[Datei:Dont-care-timing.svg]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Don’t-Cares im Karnaugh-Diagramm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dont-care karnaugh.jpg|650x650px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praktischer Schaltungseinsatz ==&lt;br /&gt;
Im praktischen Schaltungseinsatz haben Don’t-Cares eindeutige Vorteile. Die Gesamtschaltung kann unter Verwendung von Don’t-Cares bei entsprechenden Schaltungen deutlich kompakter sein. Beispielsweise kann die Gesamtschaltung mit einer geringeren Anzahl von Einzelgattern oder mit Bauelementen mit weniger Eingängen realisiert werden. Dies kann zu kostengünstigeren Lösungen führen. Gleichzeitig sind kompaktere Schaltungen häufig auch schneller, sofern weniger Bauelemente in Reihe geschaltet werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschränkungen ===&lt;br /&gt;
Eine Schaltung mit Don’t-Cares darf nur in dem Bereich eingesetzt werden, für den die Don’t-Cares Gültigkeit haben. Der Einsatz dieser Schaltung ist auch dann noch zulässig, wenn der Definitionsbereich gegenüber dem ursprünglichen Definitionsbereich weiter eingeschränkt wird. Im anderen Fall, in dem der Definitionsbereich erweitert wird, erfüllt diese Schaltung dann unter Umständen nicht mehr die Anforderungen. Beispielsweise kann die Schaltung sich dann bei einzelnen Fällen nicht mehr richtig verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mehrwertige Logik]]&lt;br /&gt;
* [[Pseudotetrade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dont Care}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Digitaltechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antiphon_(Sophist)&amp;diff=53851</id>
		<title>Antiphon (Sophist)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antiphon_(Sophist)&amp;diff=53851"/>
		<updated>2024-05-28T14:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Werke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Antiphon von Athen&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Antiphon der Sophist&#039;&#039;&#039; ({{grcS|Ἀντιφῶν|Antiphṓn}}) war ein griechischer [[Philosophie der Antike|antiker Philosoph]] des 5. Jahrhunderts v. Chr. Er wird zu den [[Sophisten]] gezählt. Seine mögliche Identität mit dem Redner, Schriftsteller und Politiker [[Antiphon von Rhamnus]] ist in der Forschung nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identität ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Forschungsstand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. tauchen mehrere Träger des Namens Antiphon in Athen auf. Wer in den erhaltenen antiken Zeugnissen jeweils gemeint ist, ist umstritten. So ist bis heute nicht vollständig geklärt, ob Antiphon der Sophist mit dem Redner, Schriftsteller und Politiker Antiphon von Rhamnus identisch ist. Als Kriterien zu ihrer Unterscheidung wurden die antiken [[Testimonium (Philologie)|Testimonien]] (antike Berichte über Leben und Lehre), der Inhalt ihrer Schriften und stilistische Merkmale herangezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundriss69&amp;quot;&amp;gt;George B. Kerferd, Hellmut Flashar: &#039;&#039;Antiphon aus Athen.&#039;&#039; In: Hellmut Flashar (Hrsg.): &#039;&#039;Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike.&#039;&#039; Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 69–80, hier: S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute zeichnet sich, vor allem durch die jüngsten Beiträge Cassins und Gagarins, ein Konsens zu Gunsten der Identität des Sophisten mit dem Redner ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Identifikation Antiphons des Sophisten mit einem gleichnamigen Tragödiendichter,&amp;lt;ref&amp;gt;Erwähnt bei [[Athenaios]], &#039;&#039;Deipnosophistai&#039;&#039; 15,673e-673f = Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87A4.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Zeichendeuter&amp;lt;ref&amp;gt;Erwähnt bei [[Diogenes Laertios]], &#039;&#039;Über Leben und Lehren berühmter Philosophen&#039;&#039; 2,46 = Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87A5.&amp;lt;/ref&amp;gt; und einem Traumdeuter&amp;lt;ref&amp;gt;Erwähnt in der [[Suda]], &#039;&#039;Antiphon&#039;&#039; = Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87A1.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde erwogen, gilt mittlerweile aber als widerlegt. Gegenwärtig verwendet die Forschung den Namen Antiphon der Sophist für den Verfasser der drei Schriften &#039;&#039;Wahrheit&#039;&#039;, &#039;&#039;Über den Gemeinsinn&#039;&#039; und &#039;&#039;Politikos&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundriss69&amp;quot; /&amp;gt; Schließlich sind auch Überlegungen eines Antiphon zur [[Mathematik]] überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; B13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. schloss [[Hermogenes von Tarsos]] (unter Berufung auf [[Didymos Chalkenteros|Didymos von Alexandria]] und andere) aus stilistischen Unterschieden der überlieferten Schriften auf die Existenz von mindestens zwei Trägern desselben Namens.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermogenes von Tarsos, &#039;&#039;De ideis&#039;&#039; 2,11,7 (399,18 – 400,5 [[Hugo Rabe|Rabe]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Vorgehensweise wurde von modernen Forschern nachgezeichnet, der auf diese Weise gewonnene Schluss auf verschiedene Verfasser der Schriften allerdings mehrheitlich abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;George B. Kerferd, Hellmut Flashar: &#039;&#039;Antiphon aus Athen.&#039;&#039; In: Hellmut Flashar (Hrsg.): &#039;&#039;Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike.&#039;&#039; Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 69–80, hier: S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Das älteste Zeugnis stammt von [[Xenophon]],&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon, &#039;&#039;Memorabilien&#039;&#039; 1,6 = Diels/Kranz, &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87A3.&amp;lt;/ref&amp;gt; der von einem Gespräch des [[Sokrates]] mit einem Sophisten namens Antiphon berichtet. Auch [[Aristoteles]] soll ein solches Gespräch erwähnt haben,&amp;lt;ref&amp;gt;Diogenes Laertios, &#039;&#039;Über Leben und Lehren berühmter Philosophen&#039;&#039; 2,46 = Diels/Kranz, &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87A5.&amp;lt;/ref&amp;gt; nennt Antiphon aber nicht einen Sophisten, sondern einen Zeichendeuter. Ob beide identisch sind, ist unklar. Der bei Xenophon dargestellte Sophist Antiphon erscheint als professioneller Lehrer, der Sokrates seine Schüler abwerben will und diesen als politisch inaktiv, unglaubwürdig und ohne finanzielle Mittel und Einkünfte hinstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Dem Sophisten Antiphon werden drei Schriften zugerechnet:&amp;lt;ref&amp;gt;Der Abschnitt zum Werk folgt George B. Kerferd, Hellmut Flashar: &#039;&#039;Antiphon aus Athen.&#039;&#039; In: Hellmut Flashar (Hrsg.): &#039;&#039;Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike.&#039;&#039; Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 69–80, hier: S. 72–74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wahrheit&#039;&#039; (&#039;&#039;Alḗtheia&#039;&#039;). Der Titel der nur bruchstückhaft überlieferten Schrift verweist auf eine gleichnamige Schrift des [[Protagoras]] und [[Eleaten|eleatisches]] Gedankengut. Antiphons eigener [[Ontologie|ontologisch]]-[[Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretischer]] Beitrag ist allerdings nur in einem Fragment&amp;lt;ref&amp;gt;Diels/Kranz, &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87B1.&amp;lt;/ref&amp;gt; erhalten, dessen Text und Sinn trotz zahlreicher Deutungsversuche nicht hergestellt werden konnte. Möglicherweise nimmt er die Unerkennbarkeit eines einheitlichen Seins an, vielleicht aber auch die Unerkennbarkeit einer zugrundeliegenden kleinsten Einheit oder die Unerkennbarkeit eines pluralistisch gefassten Seienden. Über dieses Fragment hinaus sind bei Diels und Kranz 42 weitere abgedruckt, hinzu kommen einige Papyri.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Oxyrhynchus Papyri]]&#039;&#039; 1364; 1797 (Autor nicht sicher); 3647.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Über den Gemeinsinn&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Über Eintracht&#039;&#039;, &#039;&#039;Perì homonoías&#039;&#039;). Antiphon behandelt hier&amp;lt;ref&amp;gt;Diels/Kranz, &#039;&#039;Fragmente der Vorsokratiker&#039;&#039; 87B44 bis 87B71.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter anderem einige nicht-griechische Völker (beispielsweise die libyschen „Schattenfüßler“), Probleme innerhalb der Ehe aus der Sicht des Mannes, die Kürze, Hinfälligkeit und Unwiederholbarkeit des Lebens, richtet sich gegen Geiz, Zaudern und Faulheit und lobt die Überwindung der Versuchung, Schlechtes zu tun, edle Erziehung, Gehorsam, Freundschaft und Altenpflege. Weiters gibt er Beispiele für gesuchte Ausdrücke.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Politikos&#039;&#039; (&#039;&#039;Politikós&#039;&#039;). Hierbei handelt es sich um eine Staatsrede, von der fast nichts überliefert ist. Die wenigen Fragmente richten sich gegen das Verschleudern von Vermögen und Pflichtvergessenheit infolge von Trunkenheit, ein weiteres Fragment, das auch aus einer anderen Schrift stammen könnte, gegen das Verschleudern von Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schrift &#039;&#039;Über Traumdeutung&#039;&#039; (&#039;&#039;Perì kríseōs oneírōn&#039;&#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Erwähnt bei Cicero, &#039;&#039;De divinatione&#039;&#039; 1,20; 1,39; 2,70; 2,144f.&amp;lt;/ref&amp;gt; stammt wahrscheinlich von einem anderen Antiphon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Schriften &#039;&#039;Wahrheit&#039;&#039; und &#039;&#039;Über den Gemeinsinn&#039;&#039; waren nur kümmerliche Zitate etwa bei [[Johannes Stobaios]] überliefert, bis im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im ägyptischen [[Oxyrhynchos]] [[Papyrus]]-Fragmente mit längeren Abschnitten aus der &#039;&#039;Wahrheit&#039;&#039; gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Diels]] (Hrsg.): &#039;&#039;[[Die Fragmente der Vorsokratiker]].&#039;&#039; 5. Auflage. Berlin 1957 (klassische Fragmentsammlung)&lt;br /&gt;
* Gerard J. Pendrick (Hrsg.): &#039;&#039;Antiphon the Sophist: The Fragments.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge 2002 (griechischer Text und englische Übersetzung der Fragmente mit ausführlichem Kommentar)&lt;br /&gt;
* [[Louis Gernet]] (Hrsg.): &#039;&#039;Antiphon: Discours suivis des fragments d’Antiphon le Sophiste.&#039;&#039; Les Belles Lettres, Paris 1954 (Edition mit französischer Übersetzung und Kommentar)&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schirren]], Thomas Zinsmaier (Hrsg.): &#039;&#039;Die Sophisten. Ausgewählte Texte.&#039;&#039; Reclam, Stuttgart 2003, S. 120–215 (Text und Übersetzung der größeren Fragmente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersichtsdarstellungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[George Briscoe Kerferd|George B. Kerferd]], [[Hellmut Flashar]]: &#039;&#039;Antiphon aus Athen.&#039;&#039; In: Hellmut Flashar (Hrsg.): &#039;&#039;[[Grundriss der Geschichte der Philosophie]]. Die Philosophie der Antike&#039;&#039;, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, ISBN 3-7965-1036-1, S. 69–80.&lt;br /&gt;
* [[Michel Narcy]]: &#039;&#039;Antiphon d’Athènes.&#039;&#039; In: Richard Goulet (Hrsg.): &#039;&#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&#039;&#039; Band 1, CNRS, Paris 1989, ISBN 2-222-04042-6, S. 225–244.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Paulsen]]: &#039;&#039;Antiphon der Sophist.&#039;&#039; In: [[Bernhard Zimmermann (Philologe)|Bernhard Zimmermann]] (Hrsg.): &#039;&#039;Handbuch der griechischen Literatur der Antike&#039;&#039;, Band 1: &#039;&#039;Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit&#039;&#039;. C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-57673-7, S. 435–436.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Untersuchungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Michael Gagarin]]: &#039;&#039;Antiphon the Athenian.&#039;&#039; 2003 (wichtigste Monographie über den &#039;doppelten&#039; Antiphon)&lt;br /&gt;
* [[Ettore Bignone]]: &#039;&#039;Antifonte oratore e Antifonte sofista.&#039;&#039; 2. Auflage. 1974 (Zusammenfassung der älteren Diskussion)&lt;br /&gt;
* Thomas Zinsmaier: &#039;&#039;Wahrheit, Gerechtigkeit und Rhetorik in den Reden Antiphons.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]]&#039;&#039; 126, 1998, S. 398–422 (erläutert den geistesgeschichtlichen Zusammenhang der Fragmente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Antiphon}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gottwein.de/Grie/vorsokr/VSAntiph01.php Gottwein, Textauswahl zur Vorsokratischen Philosophie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118649655|LCCN=n92070218|VIAF=315533504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Antiphon #Sophist}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsokratiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sophist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Antiphon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Antiphon aus Athen; Antiphon der Sophist; Antipho Sophista&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Philosoph und Sophist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stein-_und_K%C3%B6nigskrabben&amp;diff=628028</id>
		<title>Stein- und Königskrabben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stein-_und_K%C3%B6nigskrabben&amp;diff=628028"/>
		<updated>2024-05-10T08:54:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Verbreitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Königskrabben|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Königskrabbe (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Stein- und Königskrabben&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lithodidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[George Samouelle|Samouelle]], 1819&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Einsiedlerkrebse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Paguroidea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Mittelkrebse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Anomura&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pleocyemata&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Zehnfußkrebse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Decapoda&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Höhere Krebse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Malacostraca&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Spiny king crab md.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &#039;&#039;[[Paralithodes californiensis]]&#039;&#039;, von rechts hinten gesehen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithodes grimaldi.jpg|mini|&#039;&#039;Neolithodes grimaldii&#039;&#039;, von hinten gesehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stein- und Königskrabben&#039;&#039;&#039; (Lithodidae) sind eine [[Familie (Biologie)|Familie]] krabbenähnlicher [[Mittelkrebse]] (Anomura). Wie bei den [[Krabben]] ist ihr [[Pleon (Krebse)|Hinterleib]] unter den Vorderkörper geklappt. Sie haben allerdings nur vier Paare sichtbarer Beine. Das erste trägt Scheren. Das fünfte Beinpaar liegt versteckt in der Kiemenhöhle, ist verkürzt und hat die Funktion einer Reinigungsbürste. Der [[Carapax#Krebstiere|Carapax]] ist von dreieckiger oder ovaler Gestalt und stark kalzifiziert. Stein- und Königskrabben stammen wahrscheinlich von [[Einsiedlerkrebse|einsiedlerkrebsartigen]] Vorfahren ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keileretal2013&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keileretal2015&amp;quot; /&amp;gt; Der [[Pleon (Krebse)|Hinterleib]] der Weibchen ist noch asymmetrisch, wie es der ihrer Ahnen in Anpassung an den Schutz durch Schneckengehäuse war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Sie leben hauptsächlich in den kalten Meeren, Verbreitungsschwerpunkt ist der nördliche [[Pazifik]]. Aber auch an der amerikanischen Westküste bis [[Patagonien]], im nördlichen [[Atlantik]] und im [[Südpolarmeer]] gibt es Stein- und Königskrabben. Arten in wärmeren Meeren leben in großen Tiefen, an kalten Küsten bewohnen sie das flachere Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter der Gattung &#039;&#039;[[Paralomis]]&#039;&#039; (wie z. B. &#039;&#039;Paralomis birsteini&#039;&#039;) konnten auch auf [[Walsturz|Walstürzen]] nachgewiesen werden, die sie als Nahrungsquelle nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/wissenschaft/biologie/leichenschmaus-in-der-tiefe-ld.100176?reduced=true &#039;&#039;Kurt de Swaaf: Leichenschmaus in der Tiefe&#039;&#039; vom 20. Februar 2016] [[Neue Zürcher Zeitung]], abgerufen am 26. März 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Aronson, K. Smith, S. Vos et al. (2015): &#039;&#039; No barrier to emergence of bathyal king crabs on the Antarctic shelf.&#039;&#039; [[Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America|PNAS]] [[doi:10.1073/pnas.1513962112]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der großen [[Art (Biologie)|Arten]], wie die [[Königskrabbe|Kamtschatka-Königskrabbe]] (&#039;&#039;Paralithodes camtschaticus&#039;&#039;), werden von Menschen gejagt und als Nahrungsquelle genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Superfamilie der Stein- und Königskrabben (&#039;&#039;Lithodoidea&#039;&#039;) umfasst die beiden Unterfamilien &#039;&#039;Lithodidae&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Hapalogastridae]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;amp;id=366102 &#039;&#039;WoRMS taxon details. Lithodoidea Samouelle, 1819&#039;&#039;] [[World Register of Marine Species]], abgerufen am 26. März 20232&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit etwa 100 Arten, wobei die folgenden Lithodidaespezies anerkannt sind (Stand: März 2023):&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;amp;id=106737 &#039;&#039;WoRMS taxon details. Lithodidae Samouelle, 1819&#039;&#039;] [[World Register of Marine Species]], abgerufen am 26. März 20232&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Cryptolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Brandt}}, 1848&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Echidnocerus]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|White}}, 1842&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Glyptolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Faxon}}, 1895&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Lithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Latreille}}, 1806&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Neolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|A. Milne-Edwards and Bouvier}}, 1894&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Paralithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Brandt}}, 1848&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Paralomis]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|White}}, 1856&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Phyllolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Brandt}}, 1848&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Rhinolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Brandt}}, 1848&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Sculptolithodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Makarov}}, 1934&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Füller, H.-E. Gruner, G. Hartwich, R. Kilias, M. Moritz: &#039;&#039;Urania Tierreich, Wirbellose 2 (Annelida bis Chaetognatha)&#039;&#039;. Urania-Verlag, Leipzig 1994, ISBN 3-332-00502-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keileretal2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jonas Keiler, Stefan Richter, Christian S. Wirkner |Titel=Evolutionary morphology of the hemolymph vascular system in hermit and king crabs (Crustacea: Decapoda: Anomala) |Sammelwerk=Journal of Morphology |Band=274 |Datum=2013 |Seiten=759–778 |DOI=10.1002/jmor.20133}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keileretal2015&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jonas Keiler, Stefan Richter, Christian S. Wirkner |Titel=The anatomy of the king crab Hapalogaster mertensii Brandt, 1850 (Anomura: Paguroidea: Hapalogastridae) – new insights into the evolutionary transformation of hermit crabs into king crabs |Sammelwerk=Contributions to Zoology |Band=84 |Datum=2015 |Seiten=149–165 |DOI=10.1163/18759866-08402004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lithodidae|Stein- und Königskrabben (Lithodidae)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelkrebse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Speispinnen&amp;diff=342351</id>
		<title>Speispinnen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Speispinnen&amp;diff=342351"/>
		<updated>2024-05-10T08:05:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Speispinnen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Scytodidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[John Blackwall|Blackwall]], 1864&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Scytodoidea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Haplogynae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Echte Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Araneomorphae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Araneae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Spinnentiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Arachnida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Scytodes thoracica (aka).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Speispinne]] (&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speispinnen&#039;&#039;&#039; (Scytodidae), auch &#039;&#039;&#039;Leimschleuderspinnen&#039;&#039;&#039;, sind eine [[Familie (Biologie)|Familie]] [[Haplogynae|haplogyner]], [[Echte Webspinnen|echter Webspinnen]] (Araneomorphae). Die Familie umfasst aktuell 5 [[Gattung (Biologie)|Gattungen]] und 232 [[Art (Biologie)|Arten]], wobei die Gattung &#039;&#039;[[Scytodes]]&#039;&#039; mit 221 Arten die artenreichste ist (Stand: April 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSC&amp;quot;/&amp;gt; Sie jagen ihre Beute durch aus den Kieferklauen ([[Cheliceren]]) ausgeschleuderte Leimfäden. Nicht mit ihnen zu verwechseln ist die manchmal ebenfalls „Speispinnen“ genannte Familie [[Sicariidae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige in [[Mitteleuropa]] heimische Art dieser Familie, die drei bis sechs Millimeter große [[Speispinne]] (&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039;), bewohnt in Mitteleuropa ausschließlich Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Angehörige der Speispinnen sind die einzigen Webspinnen, die ihre Beute aus der Distanz überwältigen. Ihre Beute lokalisieren sie mit [[Becherhaar]]en (Trichobothrien) am vorderen Beinpaar. Sie spucken aus umgewandelten [[Giftdrüse]]n durch vergrößerte [[Chelicere]]nöffnungen ein Gemisch aus [[Gift]] und [[Leim]] bis zu 20 Millimeter weit auf ihre Beutetiere. Die umgewandelten Giftdrüsen besitzen eine Vorratskammer im Vorderkörper der Spinne, die durch Muskelkontraktion entleert wird. Die Beutetiere werden in 140 ms durch den sowohl horizontal wie vertikal, etwa 20 mal zick-zack-förmig und exakt gespuckten Leim am Untergrund festgeklebt und durch das Gift betäubt, um [[Extraintestinale Verdauung|verspeist zu werden]]. Zuweilen oszillieren die Cheliceren nur horizontal oder nur vertikal. Warum das so ist, ist noch unklar. Leim und Gift wirken sofort. Die Beute wird nach Größe und Schnelligkeit der Bewegungen ausgesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Spinnwarze]]n sind trotzdem vorhanden. Die Männchen stellen vor der Kopulation einen Faden her, der dann vom dritten Beinpaar gehalten und über die Geschlechtsöffnung gestreift wird, um das [[Sperma]] aufzunehmen. Das Sperma wird dann von Verdickungen der [[Pedipalpus|Pedipalpen]] (Kiefertaster) in die Bulben aufgenommen. Die Bulben schließlich werden in die Geschlechtsöffnung (ohne [[Epigyne]]) des Weibchens eingeführt. Das Weibchen spinnt einen Eisack, den sie mit den Cheliceren festhält und unter dem [[Sternum (Gliederfüßer)|Sternum]] –&amp;amp;nbsp;an der Brust&amp;amp;nbsp;– mit sich herumträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der [[World Spider Catalog]] listet für die Speispinnen aktuell 5 Gattungen und 232 Arten, von denen allein 221 Arten zur Gattung &#039;&#039;Scytodes&#039;&#039; gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSC&amp;quot;/&amp;gt; (Stand: April 2016)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Dictis]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|L. Koch}}, 1872&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis denticulata]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Dankittipakul &amp;amp; Singtripop}}, 2010&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis elongata]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Dankittipakul &amp;amp; Singtripop}}, 2010&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis ganeshi]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Keswani}}, 2015&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis mumbaiensis]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Ahmed et al.}}, 2015&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis striatipes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|L. Koch}}, 1872&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Dictis thailandica]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Dankittipakul &amp;amp; Singtripop}}, 2010&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Scyloxes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Dunin}}, 1992&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Scyloxes asiatica]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Dunin}}, 1992&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Scytodes]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Latreille}}, 1804&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Soeuria]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Saaristo}}, 1997&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Soeuria soeur]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Saaristo}}, 1997&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Stedocys]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Ono}}, 1995&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Stedocys leopoldi]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;({{Person|Giltay}}, 1935)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Stedocys pagodas]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Labarque, Grismado, Ramírez, Yan &amp;amp; Griswold}}, 2009&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Stedocys uenorum]]&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;{{Person|Ono}}, 1995&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossile Belege ==&lt;br /&gt;
Fossile Speispinnen sind äußerst selten. Aus [[eozän]]em [[Bernstein#Baltischer Bernstein|baltischen Bernstein]] und dem überwiegend etwas jüngeren [[Dominikanischer Bernstein|dominikanischen Bernstein]] wurden einige Exemplare geborgen, die alle der Gattung &#039;&#039;Scytodes&#039;&#039; angehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wunderlich&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scytodidae|Speispinnen (Scytodidae)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{WSC|84|Rang=family|Name=Scytodidae}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer F. Foelix]] 1979. &#039;&#039;Biologie der Spinnen.&#039;&#039; Georg Thieme Verlag Stuttgart. ISBN 3-13-575801-X&lt;br /&gt;
* [[Willis John Gertsch|Gertsch, Willis J.]] 1979: &#039;&#039;American Spiders, 2nd edition.&#039;&#039; Van Nostrand Reinhold, New York. ISBN 0-442-22649-7&lt;br /&gt;
* [https://www.delta-intkey.com/britsp/www/scytodid.htm Watson, L., and Dallwitz, M.J. 2004 onwards. The families of spiders represented in the British Isles. Version: 23rd October 2005.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WSC&amp;quot;&amp;gt;{{WSC|ref|84|Rang=family|Name=Scytodidae|Version=17.0|Datum=2016-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wunderlich&amp;quot;&amp;gt;Jörg Wunderlich: &#039;&#039;Die ersten fossilen Speispinnen (Fam. Scytodidae) im Baltischen Bernstein (Arachnida: Araneae).&#039;&#039; Mitt. Geol.-Paläont. Inst. Univ. Hamburg, Hamburg 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echte Webspinnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Speispinne&amp;diff=342354</id>
		<title>Speispinne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Speispinne&amp;diff=342354"/>
		<updated>2024-05-10T08:04:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Lebensweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Tabelle siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Speispinne&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Scytodes thoracica&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Pierre André Latreille|Latreille]], 1802)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Scytodes&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Speispinnen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Scytodidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Haplogynae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Echte Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Araneomorphae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Araneae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Scytodes thoracica (aka).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Speispinne (&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Speispinne&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039;), zur Unterscheidung von anderen Speispinnenarten auch &#039;&#039;&#039;Gewöhnliche Speispinne&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine Spinnenart aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Speispinnen]]. Sie ist die einzige in [[Mitteleuropa]] heimische [[Art (Biologie)|Art]] dieser Familie. &lt;br /&gt;
Ihr Verbreitungsgebiet umfasste ursprünglich wohl nur die subtropische Zone, dort kommt die Art freilebend unter Steinen vor. In Mitteleuropa ist die Art [[synanthrop]] und fast ausschließlich in älteren Häusern zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Speispinne erreicht eine Körperlänge von 4 bis 6 mm. Sie ist leicht zu erkennen an ihrem hoch aufgewölbten Vorderleib ([[Prosoma]]), der in etwa so groß ist wie der Hinterleib. Nachdem sie ein Beutetier mit Leim gefangen hat, ist der Vorderleib mit entleerten Drüsenkammern wesentlich flacher. Die wie alle Spinnen der Familie sechsäugige (je zwei Augen in drei Gruppen) &#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039; hat eine sandgelbe bis durchscheinende Grundfärbung, auf der dunkelgraue bis schwarze Flecken zu sehen sind, die zu Streifen verlaufen sein können. Die dunkel geringelten, sandgelben Beine sind sehr dünn und aus der Entfernung kaum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Speispinne ist heute fast weltweit verbreitet. Neben der südwestlichen und der südöstlichen [[Paläarktis]] besiedelt die Art auch das westliche Nordamerika und wurde auch vereinzelt in Südamerika, Zentralafrika, Südostasien und Australien nachgewiesen. In Europa fehlt die Art im Norden und Osten; die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft durch Mittelengland und Dänemark, im Osten fehlt die Art bereits in Polen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.britishspiders.org.uk/html/bas.php?page=world&amp;amp;taxon_key=nbnsys0000008638 Karte zur weltweiten Verbreitung der Speispinne von der British Arachnological Society]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FliegeSpeispinne.jpg|thumb|Schematische Darstellung einer fixierten Beute]]&lt;br /&gt;
Die Speispinne ist die einzige Webspinne Mitteleuropas, die ihre Beute aus der Distanz überwältigt. Ihre Beute lokalisiert sie mit [[Trichobothrium|Becherhaaren]] (Trichobothrien) am vorderen Beinpaar. Sie spuckt aus umgewandelten Giftdrüsen durch vergrößerte [[Chelicere]]nöffnungen [[Leim]] bis zu 20 Millimeter weit auf ihre Beutetiere. Die umgewandelten, zweigeteilten Giftdrüsen besitzen eine Vorratskammer im Vorderkörper der Spinne, die durch Muskelkontraktion entleert wird. Die Beutetiere werden in 140 ms durch den sowohl horizontal wie vertikal, etwa 20 Mal zick-zack-förmig und exakt gespuckten Leim aus der größeren Giftdrüsenkammer am Untergrund festgeklebt. Zuweilen oszillieren die Cheliceren nur horizontal oder nur vertikal. Danach erfolgt der Giftbiss mit Gift aus der kleineren Drüse und die Beute wird ausgesaugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männchen stellen vor der Kopulation einen Faden her, der dann vom dritten Beinpaar gehalten und über die Geschlechtsöffnung gestreift wird, um das [[Sperma]] aufzunehmen. Das Sperma wird dann von Verdickungen der Pedipalpen (Kiefertaster) in die [[Pedipalpus|Bulben]] aufgenommen. Die Bulben schließlich werden in die Geschlechtsöffnung (ohne [[Epigyne]]) des Weibchens eingeführt. Das Weibchen spinnt einen Eisack, den sie mit den Cheliceren festhält und unter dem [[Sternum (Gliederfüßer)|Sternum]] mit sich herum trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie sich normalerweise langsam und schleichend fortbewegt, kann sie bei Gefahr auch recht zügig an Wänden und Decken laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Die Art ist weit verbreitet und in geeigneten Habitaten häufig. Sie wird in Deutschland in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] als „ungefährdet“ eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Scytodes thoracica - front (aka).jpg|&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039; von vorn&lt;br /&gt;
 Bild:Scytodes thoracica - side (aka).jpg|&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039; von der Seite&lt;br /&gt;
 Bild:Scytodes thoracica fg05.jpg|&#039;&#039;Scytodes thoracica&#039;&#039; mit fixierter Beute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heiko Bellmann]]: &#039;&#039;Kosmos Atlas Spinnentiere Europas&#039;&#039;. 3. Aufl. Kosmos, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-440-10746-1.&lt;br /&gt;
* [[Rainer F. Foelix]]: &#039;&#039;Biologie der Spinnen.&#039;&#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-13-575801-X&lt;br /&gt;
* [[Willis John Gertsch]]: &#039;&#039;American Spiders, 2nd edition.&#039;&#039; Van Nostrand Reinhold, New York 1979, ISBN 0-442-22649-7&lt;br /&gt;
* [https://delta-intkey.com/britsp/www/scytodid.htm L. Watson, M.J. Dallwitz 2004 onwards. The families of spiders represented in the British Isles. Version: 23rd October 2005]&lt;br /&gt;
* Ralph Platen, Bodo von Broen, Andreas Herrmann, Ulrich M. Ratschker, Peter Sacher: &#039;&#039;Gesamtartenliste und Rote Liste der Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione des Landes Brandenburg (Arachnida: Araneae, Opiliones, Pseudoscorpiones) mit Angaben zur Häufigkeit und Ökologie.&#039;&#039; Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 8, Heft 2 (Beilage); 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scytodes thoracica|Speispinne|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{WSC|33790|Name=Scytodes thoracica}}&lt;br /&gt;
* [https://atlas.arages.de/species/Scytodes+thoracica Atlas der Spinnentiere Europas]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echte Webspinnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spintria&amp;diff=601185</id>
		<title>Spintria</title>
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		<updated>2024-05-07T07:07:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Deutungen in der Forschung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Spintriae aus Pompeji.jpg|miniatur|Spintriae aus Pompeji]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Spintriae&#039;&#039;&#039; (Sg. &#039;&#039;Spintria&#039;&#039;) spricht die moderne Forschung münzähnliche [[tesserae]] an, die vermutlich aus der frühen [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] stammen und auf der Motivseite gelegentlich erotische Motive darstellen, auf der anderen Seite eine Zahl aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit ==&lt;br /&gt;
Wohl in Anlehnung an das griechische σφιγκτήρ (Schließmuskel) bzw. σφίγκτης (unzüchtiger Mensch) bezeichnet der Begriff &#039;&#039;spintria&#039;&#039; ([[Latein|lat.]]: „Strichjunge“) in den antiken Texten keinen Gegenstand, sondern ausschließlich Personen, die als männliche Prostituierte verstanden wurden.&lt;br /&gt;
Der Gelehrte [[Ezechiel Spanheim]] verband in einer 1664 veröffentlichten Schrift &#039;&#039;tesserae&#039;&#039;, die erotische Motive trugen, mit den literarisch überlieferten Erzählungen von sexuellen Ausschweifungen des Kaisers Tiberius auf der Insel Capri. In diesen diffamierenden Berichten ist auch von anwesenden &#039;&#039;spintriae&#039;&#039; die Rede. Spanheim schloss sich offenbar einer zu seiner Zeit bereits gängigen Begrifflichkeit an und führte die Bezeichnung &#039;&#039;spintria&#039;&#039; in die moderne Forschungsliteratur ein. Ob und wie solche &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; in der Antike genau bezeichnet wurden, wissen wir allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Münzen sind verhältnismäßig wenige münzähnliche &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; erhalten – was sie auch zu einem begehrten Sammlergegenstand avancieren ließ. Die Arbeit von [[Bono Simonetta]] und [[Renza Riva]] aus dem Jahr 1981 stützt sich auf 184 bekannte &#039;&#039;tesserae&#039;&#039;, die als Spintrien angesprochen werden. Diese runden, münzähnlichen &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; mit einem Durchmesser von 20 bis 23 mm sind in der Regel aus Bronze, manche Exemplare auch aus Messing. Bekannt sind fünfzehn verschiedene Spintrien mit erotischen Szenen mit zwei Personen auf der Motivseite, während auf der Rückseite in einem Kreis aus Punkten oder einem linearen Kreis, der seinerseits von einem Kranz umgeben ist, Zahlen stehen, die in der Regel von I bis XVI reichen. Auf manchen Spintrien steht vor den Numeralen II, IIII und VIII ein „A“. Unklar ist, ob zu diesen Spintrien auch eine kleine Gruppe von ähnlichen Objekten zu rechnen ist, die aus Messing gefertigt sind und statt der ansonsten üblichen Paare auf der Motivseite nur Einzelpersonen zeigen, die allerdings ebenfalls in einen erotischen Kontext gehören: eine nackte Frau, der Gott [[Pan (Mythologie)|Pan]] mit erigiertem Penis und weitere. Es gibt aber auch Spintrien, die auf der Motivseite ein Porträt ohne sexuellen Bezug zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen in der Forschung ==&lt;br /&gt;
Die Deutung der Spintrien ist umstritten. Ezechiel Spanheim, der im 17. Jahrhundert als einer der ersten die Spintrien behandelte, sah in den Marken Gutscheine, die in den Theatern unter den Besuchern verteilt wurden, wie antike Texte überliefern. In der Folgezeit traten daneben weitere Vorschläge: Eintrittsmarken für Theater- oder Thermenbesuche; [[Jeton]]s für [[Bordell]]e, die auf der Rückseite den Wert der auf der Vorderseite abgebildeten Dienstleistungen angaben, die der Besitzer in Anspruch nehmen konnte; Spielmarken.&lt;br /&gt;
Zurzeit werden vor allem die Deutungen als Spiel- und als Bordellmarken vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theodore V. Buttrey, Jr.|Theodore V. Buttrey]] ordnete die Spintrien in einem Aufsatz von 1973 in einen weiteren Kontext ein: Neben den &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; mit erotischen Motiven nahm er als zusammengehörig ähnliche an, deren Motivseite jedoch Götter und Porträts zeigen. Buttrey setzte hierbei also das gemeinsame Charakteristikum der Zahlen auf der Rückseite als wichtiger an als die unterschiedliche Form der Motivgestaltung. Da er meinte, die Porträts bestimmten Kaisern und Angehörigen des Kaiserhauses zuweisen zu können, kam Buttrey in Verbindung mit der Regierungszeit dieser Herrscher zu einer Datierung der Spintrien in die Zeit zwischen 22 und 37 n. Chr. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Gruppen von Objekten mit erotischen Motiven und denen mit anderen Bildern sah Buttrey in Stempelkopplungen der Rückseiten, also darin, dass die Zahlseiten mehrere tesserae mit Porträts mit demselben Stempel geprägt wurden wie die Zahlseiten einzelner &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; mit erotischen Motiven. Demnach entstammten die &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; alle einer einzigen Werkstatt. Die mehrfach auftretende Beschriftung „AVG“ anstelle einer Zahl las Buttrey als Abkürzung von „Augustus“ oder „Augusta“, bzw. deren Pluralformen, und somit als Verweis auf das Kaiserhaus. Er nahm an, dass die späteren Klatschgeschichten, die der Schriftsteller [[Sueton]] im 2. Jahrhundert n. Chr. über [[Tiberius]] verbreitete, auch aus diesen Objekten gelesen wurden. Ob bereits die Zeitgenossen der Prägung solche Hinweise beabsichtigten, ließ Buttrey offen. Auch auf einen genauen Verwendungszweck wollte er sich nicht festlegen, jedoch wies er einen zwingenden Zusammenhang zwischen Gebrauch und Bildern zurück, also insbesondere die Deutung als „Bordellmarken“, und favorisierte eher den Einsatz als Spielsteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bono Simonetta und Renza Riva gingen bei ihrer Analyse einen anderen Weg als Buttrey. Sie maßen den Motiven den höheren Charakteristikgrad bei und schlossen daher die Porträt-&#039;&#039;tesserae&#039;&#039; in den Überlegungen weitgehend aus. Den Buchstaben „A“ vor bestimmten Zahlen nahmen sie als Abkürzung für die Münzeinheit &#039;&#039;As&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Asses&#039;&#039;, womit den Spintrien eine Zahlfunktion zugekommen wäre. Insbesondere für Tiberius, aber auch für andere Kaiser berichten antike literarische Texte, dass diese Herrscher verboten hätten, Münzen&amp;amp;nbsp;– die alle ihr Porträt trugen&amp;amp;nbsp;– in Bordelle einzuführen. Demnach hätte es sich bei den Spintrien um Jetons gehandelt, die Bordellbesucher am Eingang gekauft hätten. Simonetta und Riva unterteilten die Spintrien anhand von stilistischen Kriterien der Bilder in drei Gruppen, die sie in Verbindung mit Informationen aus antiken Texten in eine zeitliche Reihenfolge brachten. Unter Tiberius habe es bereits bleierne &#039;&#039;tesserae&#039;&#039; zu diesem Zweck gegeben; diese hätten die Bordelle selbst ausgegeben. Doch die eigentlichen Spintrien seien erst in flavischer Zeit eingeführt worden. Dabei stellten Simonetta und Riva die Hypothese auf, dass [[Vespasian]] zentral bronzene Spintrien emittierte, die an öffentlichen Stellen wieder umgetauscht wurden. Dadurch hätte der Kaiser bequem eine Steuer erheben können. Nach [[Domitian]] habe es keine Hinweise mehr auf den Gebrauch von Spintrien gegeben. Die Autoren versuchen, ihre Deutung mit Textstellen zu untermauern, die von &#039;&#039;numismata&#039;&#039; und &#039;&#039;tesserae nummerariae&#039;&#039; sprechen. Die Beschriftung „AVG“ beziehen sie auf die &#039;&#039;ludi Augustales&#039;&#039;, eine öffentliche Feier, denn in Verbindung mit erotischen Szenen könne nicht der Kaiser selbst gemeint gewesen sein. Insbesondere die historische Deutung ist sehr schwach untermauert. Methodisch höchst problematisch erscheint die Annahme, eine erotische Darstellung müsse auf den Bereich der [[Prostitution in der Antike|Prostitution]] hindeuten. So nahm man früher wegen der zahlreichen erotischen Bilder in der Innenraumgestaltung an, es habe unzählige Bordelle in [[Pompeji]] gegeben. Heute ist klar, dass viele dieser Darstellungen auch in gewöhnlichen Kneipen und in vielen Schlafzimmern völlig üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. V. Buttrey, &#039;&#039;The &#039;&#039;Spintriae&#039;&#039; as a Historical Source.&#039;&#039; In: &#039;&#039;The Numismatic Chronicle.&#039;&#039; Nr. 13, 1973, S. 54–63.&lt;br /&gt;
* Bono Simonetta, Renzo Riva: &#039;&#039;Le tessere erotiche romane (spintriae). Quando ed a che scopo sono state coniate&#039;&#039;. Chiesa, Lugano 1981.&lt;br /&gt;
* Luciana Jacobelli: &#039;&#039;Spintriae e ritratti Giulio-Claudii&#039;&#039;. Bd. 1. &#039;&#039;Spintriae e scene diverse. L&#039;impianto iconografico&#039;&#039;. Centro Culturale Numismatico Milanese, Milano 2000.&lt;br /&gt;
* [https://muenzenwoche.de/honni-soit-qui-mal-y-pense-oder-was-machte-man-eigentlich-mit-den-spintrien/ Ursula Kampmann, Honni soit qui mal y pense oder Was machte man eigentlich mit den Spintrien?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Spintriae}}&lt;br /&gt;
[[Pompeji#Prostitution]] zu Pompejis vermeintlich allpräsenten Bordellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie (Klassische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Numismatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inferenzoperation&amp;diff=127195</id>
		<title>Inferenzoperation</title>
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		<updated>2024-05-03T10:04:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Eigenschaften einer Inferenzoperation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Inferenzoperation&#039;&#039;&#039; ist eine [[Funktion (Mathematik)|Funktion]] in der [[Logik]], die einer (gegebenenfalls leeren) Formelmenge &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma&amp;lt;/math&amp;gt; (den [[Hypothese|Annahme]]n oder [[Prämisse]]n) die [[Menge (Mathematik)|Menge]] aller Formeln zuordnet, die logisch aus &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma&amp;lt;/math&amp;gt; folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inferenzoperation und Ableitbarkeitsrelation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine [[Ableitung (Logik)|Ableitbarkeitsrelation]] &amp;lt;math&amp;gt;\vdash&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben, so ist die zugehörige Inferenzoperation wie folgt zu definieren: &amp;lt;math&amp;gt;Cn(\Gamma)&amp;lt;/math&amp;gt; = &amp;lt;math&amp;gt;\{\mathrm{A} \mid \Gamma \vdash \mathrm{A}\}&amp;lt;/math&amp;gt;. Umgekehrt kann man bei gegebener Inferenzoperation die Ableitbarkeitsrelation so festlegen: &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma \vdash \mathrm{A}&amp;lt;/math&amp;gt; gdw. &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{A} \in Cn(\Gamma)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigenschaften einer Inferenzoperation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie es unterschiedliche Ableitbarkeitsrelationen für unterschiedliche [[Logik]]en ([[Aussagenlogik]], [[Prädikatenlogik]], [[Intuitionismus|intuitionistische Logik]], [[Modallogik]] usw.) gibt, gibt es also auch unterschiedliche Inferenzoperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es also unterschiedliche Inferenzoperationen gibt, gibt es doch eine Reihe von Eigenschaften, die allen (oder doch den meisten) Inferenzoperationen zukommen. Diese sind zuerst von dem Logiker [[Alfred Tarski]] untersucht worden. Tarski nennt die folgenden Eigenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Extensive Abbildung |Extensivität]]: &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma \subseteq Cn(\Gamma)&amp;lt;/math&amp;gt;; besagt, dass Annahmen immer auch Folgerungen sind, alternativ: Jede Aussage, die man annimmt, darf man auch folgern.&lt;br /&gt;
* [[Idempotenz]]: &amp;lt;math&amp;gt;Cn(Cn(\Gamma)) \subseteq Cn(\Gamma)&amp;lt;/math&amp;gt;; besagt, dass Folgerungen aus Folgerungen immer schon Folgerungen sind, alternativ: Wenn man eine Aussage, die aus den Annahmen folgt, annimmt, so bekommt man dadurch keine zusätzlichen Folgerungen.&lt;br /&gt;
* [[Monotonie (Logik)|Monotonie]]: Wenn &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma \subseteq \Delta&amp;lt;/math&amp;gt;, dann &amp;lt;math&amp;gt;Cn(\Gamma) \subseteq Cn(\Delta)&amp;lt;/math&amp;gt;; besagt, wenn zwei Annahmenmengen ineinander enthalten sind, sind auch die entsprechenden [[Konsequenz]]enmengen ineinander enthalten, alternativ: Folgt aus einer Menge von Annahmen eine Aussage, so folgt dieselbe Aussage immer noch, wenn weitere Annahmen hinzugenommen werden. (Wird die Monotonieeigenschaft aufgegeben, spricht man von [[Logik#Nichtmonotone Logiken|nichtmonotoner Logik]].)&lt;br /&gt;
* [[Kompaktheit (Logik)|Kompaktheit]]: &amp;lt;math&amp;gt;Cn(\Gamma) = \bigcup \{ Cn(\Delta) \mid \Delta \subseteq \Gamma \text{ und } \Delta \text{ ist endlich} \}&amp;lt;/math&amp;gt;; besagt, dass Folgerungen aus beliebigen Annahmenmengen sich immer schon aus einer endlichen Untermenge der Annahmenmenge folgern lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten drei Eigenschaften machen die Inferenzoperation zu einem [[Hüllenoperator]].&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schweineschwanz&amp;diff=1203498</id>
		<title>Schweineschwanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schweineschwanz&amp;diff=1203498"/>
		<updated>2024-05-02T15:49:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bundesgartensau.jpg|mini|Schwanz eines lebenden [[Hausschwein]]s ([[Linderöd-Schwein]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pig tail.jpg|mini|Schweineschwanz, [[Frittieren|frittiert]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Schweineschwanz&#039;&#039;&#039; besteht im Wesentlichen aus [[Knochen (Lebensmittel)|Knochen]], [[Bindegewebe]] und [[Schwarte (Lebensmittel)|Schwarte]], nur zu einem geringen Teil aus [[Schwanzmuskulatur|Muskelfleisch]]. In der Küche wird er vor allem ausgekocht, um [[Brühe]] für [[Schweinefleisch]]gerichte zu gewinnen bzw. [[Eintopf|Eintöpfen]] Aroma zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pökeln|Gepökelt]] gehört Schweineschwanz zum [[Schweinsknöchel]] (Solberfleisch), einem einfachen, gekochten Gericht aus [[Schweinsfuß]], Teilen des [[Schweinskopf]]s wie Ohren und Rüssel und [[Eisbein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kupieren#Schweine]]&lt;br /&gt;
* [[Schwanzbeißen]]&lt;br /&gt;
* [[Pigtail]] (engl. Schweineschwanz) für weitere, meist fachfremde Verwendungen des Begriffs &#039;&#039;„Schweineschwanz“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sus scrofa domesticus tails|Schweineschwanz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Teilstücke vom Schwein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweinefleisch|Schwanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bei_Betrachtung_von_Schillers_Sch%C3%A4del&amp;diff=1009162</id>
		<title>Bei Betrachtung von Schillers Schädel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bei_Betrachtung_von_Schillers_Sch%C3%A4del&amp;diff=1009162"/>
		<updated>2024-04-25T07:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bei Betrachtung von Schillers Schädel&#039;&#039;&#039; ist ein Gedicht von [[Johann Wolfgang von Goethe]] aus dem Jahr 1826.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit den folgenden [[Vers]]en:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im ernsten Beinhaus wars, wo ich beschaute,&lt;br /&gt;
Wie Schädel Schädeln angeordnet paßten;&lt;br /&gt;
Die alte Zeit gedacht ich, die ergraute.&lt;br /&gt;
Sie stehn in Reih geklemmt, die sonst sich haßten,&lt;br /&gt;
Und derbe Knochen, die sich tödlich schlugen,&lt;br /&gt;
Sie liegen kreuzweis, zahm allhier zu rasten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der an der [[Barockliteratur]] orientierte Gedichtanfang in [[Vanitas|vanitasnahen]] Reflexionen zur Vergänglichkeit des Irdischen hellt sich gegen Ende des Textes auf: Der Schädel des Genies wird „sprechend“ und vom leeren zum gefüllten Gefäß. Religiöse [[Andacht]] darf auch dem großen Künstler gelten („Geheim Gefäß! Orakelsprüche spendend,&amp;amp;nbsp;/ Wie bin ich wert, dich in der Hand zu halten?“). Die beiden letzten, der „Gott-Natur“ gewidmeten Zeilen lesen sich wie ein Loblied auf die [[Schrift]]: „Wie sie das Feste läßt zu [[Geist]] verrinnen,&amp;amp;nbsp;/ Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Goethe dieses Gedicht schrieb, hatte er einen Totenschädel vor sich, den er für den [[Friedrich Schiller]]s hielt. Dies geschah allerdings nicht im [[Beinhaus]], sondern in [[Goethes Wohnhaus|Goethes Haus]], wo der Schädel auf einem blauen Samtkissen unter einem [[Glassturz]] lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Friedrich Schiller starb 1805. Sein Leichnam wurde im [[Kassengewölbe]] des Jakobskirchhofes in [[Weimar]] beigesetzt. Ende 1825 meldete die Verwaltung, das Kassengewölbe müsse dringend „zusammengeräumt“ werden, weil „fast gar kein Sarg mehr hineingestellt werden könne“. Am 13. März 1826 stiegen der Weimarer Bürgermeister [[Carl Leberecht Schwabe]], der Oberbaudirektor [[Clemens Wenzeslaus Coudray]], der Leihmedicus Dr.&amp;amp;nbsp;Schwabe und der Stadtschreiber und Hofadvokat Aulhorn in die [[Gruft]]. Doch dort herrschte „ein Chaos von Moder und Fäulnis“, und als die Untersuchung der Namensschilder nicht dazu führte, „Gewißheit und Wahrheit darüber zu erlangen, welches hier die irdischen Überreste Schillers seien“, wurde das Unternehmen abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer heimlichen Nachtaktion bestellte [[Carl Leberecht Schwabe]] einen Totengräber und drei Tagelöhner um Mitternacht auf den Friedhof, verpflichtete sie zu absolutem Stillschweigen und ließ sie nach den Gebeinen Schillers suchen. Diese Aktion dauerte drei Nächte, dann hatte Schwabe dreiundzwanzig Schädel beisammen, die er in einem Sack zu sich nach Hause bringen ließ. Dort zog Schwabe, der Schiller noch persönlich gekannt hatte, auch den noch lebenden Sargtischler und Schillers Diener Rudolf hinzu, um den richtigen Schädel herauszufinden, indem sie die Schädel durch Messungen mit Schillers [[Totenmaske]], die [[Ludwig Klauer]] abgenommen hatte, verglichen. Am Ende wählte Schwabe den größten Schädel, der sich durch seine Größe und durch edle, regelmäßige Gestaltung von den anderen abhob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in Weimar das Vorgehen des Bürgermeisters bekannt wurde, waren vor allem Familien, deren Angehörige im Kassengewölbe bestattet waren, empört. Doch der Großherzog und Goethe zollten Bürgermeister Schwabe „dankendste Anerkennung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwabe schlug nun als neuen Bestattungsort für Schiller einen prominenten Platz auf dem Friedhof vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Welche Zierde für den von uns so sehr gepflegten Gottesacker, wenn in einem einfachen Sarkophag, mit einer nur einfachen Säule hier Schillers Schädel der Erde übergeben würde, und zwar auf dem höchsten Punkt des Gottesackers, daß jeder Fremde (…) schon aus der Ferne das Grab des geliebten Dichters erblicken und frei und ungehindert auf einen jedem zugänglichen Platz sich der Grabstätte nähern könnte!|Schmitz|Was geschah mit Schillers Schädel?&lt;br /&gt;
 |ref=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Platz jedoch hatte sich der Großherzog [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Karl August]] für die Fürstengruft vorbehalten. Er äußerte aber seine Ansicht „als Privatperson“,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|(…)&amp;amp;nbsp;ob es nicht am würdigsten wäre, wenn ‚Schillers Schädel‘ statt in die verhüllende und zerstörende Erde versenkt zu werden, lieber für immer auf der Bibliothek in einem besonderen, anständig eingerichteten Behältnis aufbewahrt würde.|Schmitz|Was geschah mit Schillers Schädel?&lt;br /&gt;
 |ref=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn immerhin verfüge Weimar ja auf diese Weise auch über den Schädel des Philosophen [[Gottfried Wilhelm Leibniz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Berufung auf den [[Reliquie|Reliquienkult]] der Kirche wurde Schillers Schwägerin [[Caroline von Wolzogen]] und die anderen Mitglieder der Familie überredet, „Schillers Schädel“ für die Aufbewahrung in der Bibliothek freizugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. September 1826 wurde „Schillers Schädel“ in einer Feierstunde in der Fürstlichen Bibliothek im [[Piedestal]] der lebensgroßen Marmorbüste des Bildhauers [[Johann Heinrich Dannecker]] deponiert. Anlässlich dieses Festakts dichtete Goethe die [[Terzine]]n „Bei Betrachtung von Schillers Schädel“. Goethe selbst nahm allerdings nicht an der Feier teil. Bei diesem Festakt stellte [[August von Goethe]] ein Grabmal für die noch nicht geborgenen Gebeine Schillers in Aussicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel zu „Schillers Schädel“ befand sich in den Händen von Goethe persönlich. Bereits in der Nacht vom 25. auf den 26. September 1826, der Nacht, in der er dieses Gedicht schrieb, beherbergte Goethe den Schädel im Gartenhaus seines [[Goethes Wohnhaus|Anwesens]] am [[Frauenplan (Weimar)|Frauenplan]]. Gegen Ende des Jahres bewahrte Goethe den Schädel auf blauem Samt unter einem Glassturz in seinem Haus auf. Am 29. Dezember 1826 berichtete [[Wilhelm von Humboldt]] in einem Brief an seine Frau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Heute nachmittag habe ich bei Goethe Schillers Schädel gesehen. Goethe und ich&amp;amp;nbsp;– Riemer war noch dabei&amp;amp;nbsp;– haben lange davor gesessen, und der Anblick bewegt einen gar wunderlich. Was man lebend so groß, so teilnehmend, so in Gedanken und Empfindungen bewegt vor sich gesehen hat, das liegt nun so starr und tot wie ein steinernes Bild da. Goethe hat den Kopf in seiner Verwahrung, er zeigt ihn niemand. Ich bin der einzige, der ihn bisher gesehen, und er hat mich gebeten, es nicht zu erzählen.|Schmitz|Was geschah mit Schillers Schädel?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Coudr 05.jpg|mini|[[Weimarer Fürstengruft]]]]&lt;br /&gt;
Am 16. Dezember 1827 wurden die angeblichen sterblichen Überreste Schillers in die Fürstengruft überführt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Särge von Goethe und „Schiller“ in einen Jenaer Sanitätsbunker ausgelagert. Bereits am 12. Mai 1945 konnten diese zurück in die Fürstengruft gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[DNA-Analyse]] des Schädels mit dem Erbgut eines engsten Verwandten des Dichters wurde im Jahr 2008 eindeutig bewiesen, dass es sich bei dem Totenschädel in der Weimarer Fürstengruft nicht um den Schädel von Schiller handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/weimar-dna-analyse-kein-schaedel-von-friedrich-schiller-in-fuerstengruft-1546137.html DNA-Analyse: Kein Schädel von Friedrich Schiller in Fürstengruft – faz.net – 3. Mai 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sachverhalt wurde von [[Hellmut Seemann]], dem Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar, bestätigt. Auch das Skelett stammt nicht von Schiller.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,551305,00.html spiegel.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gerichtsmedizin.at/friedrichschillercode.html |wayback=20140222051133 |text=gerichtsmedizin.at   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schillers Schädel. Physiognomie einer fixen Idee. Hrsg. von Jonas Maatsch und Christoph Schmälzle. [Begleitband zur Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar im Schiller-Museum, Weimar] Wallstein, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0575-5&lt;br /&gt;
* Rainer Schmitz: &#039;&#039;Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen&#039;&#039;. Eichborn, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-8218-5775-7.&lt;br /&gt;
* Albrecht Schöne: &#039;&#039;Schillers Schädel&#039;&#039;. C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-48689-4.&lt;br /&gt;
* Peter Braun: &#039;&#039;Schiller, Tod und Teufel. Rede des Herrn von G. vor einem Totenschädel&#039;&#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf / Zürich 2005, ISBN 3-538-07198-5.&lt;br /&gt;
* [[Julius Schwabe (Mediziner)|Julius Schwabe]]: &#039;&#039;Schillers Beerdigung und die Aufsuchung und Beisetzung seiner Gebeine&#039;&#039;. Nach den Aktenstücken und authentischen Mitteilungen aus dem Nachlasse des Hofrats und ehemaligen Bürgermeisters von Weimar Carl Leberecht Schwabe. Nachdruck. Georg Kummers Verlag, Leipzig 1932.&lt;br /&gt;
* Herbert Ullrich: &#039;&#039;Friedrich Schiller. Zwei Schädel, zwei Skelette und kein Ende des Streites&#039;&#039;. Verlag für Wissenschaft und Forschung, Berlin 2007, ISBN 978-3-89700-412-2.&lt;br /&gt;
* Thomas Persdorf: &#039;&#039;Caroline und der 53.Gast.&#039;&#039; Roman über die sonderbare Geschichte von Schillers mehrfachen Beisetzungen und der Suche nach seinem Schädel. Engelsdorfer Verlag, 2009, ISBN 978-3-86901-624-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://web.archive.org/web/20170820094446/https://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9503/256 Originaltext bei Projekt Gutenberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=425 Goethezeitportal]&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/dx/2005/03/26/a0248.1/textdruck Das Rätsel um die Knochen Schillers] (TAZ)&lt;br /&gt;
* [http://www.klassik-stiftung.de/service/presse/termine-und-pressemitteilungen/detailansicht-archiv/?tx_ttnews&amp;amp;#91;year&amp;amp;#93;=2009&amp;amp;tx_ttnews&amp;amp;#91;pointer&amp;amp;#93;=3&amp;amp;tx_ttnews&amp;amp;#91;backPid&amp;amp;#93;=573&amp;amp;tx_ttnews&amp;amp;#91;tt_news&amp;amp;#93;=667&amp;amp;cHash=d168a0c67f32ee968cd41b9b21936251 Der Friedrich-Schiller-Code]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Goethe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Johann Wolfgang von Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk über Friedrich Schiller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Totenkopf in der Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ordnung_eines_Gruppenelementes&amp;diff=542776</id>
		<title>Ordnung eines Gruppenelementes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ordnung_eines_Gruppenelementes&amp;diff=542776"/>
		<updated>2024-04-23T13:23:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im [[Teilgebiete der Mathematik|mathematischen Teilgebiet]] der [[Gruppentheorie]] versteht man unter der &#039;&#039;&#039;Ordnung eines Gruppenelementes&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Elementordnung&#039;&#039;&#039; eines Elements &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; einer [[Gruppe (Mathematik)|Gruppe]] &amp;lt;math&amp;gt;(G, \cdot)&amp;lt;/math&amp;gt; die kleinste [[natürliche Zahl]] &amp;lt;math&amp;gt;n &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;, für die &amp;lt;math&amp;gt;g^n = e&amp;lt;/math&amp;gt; gilt, wobei &amp;lt;math&amp;gt;e&amp;lt;/math&amp;gt; das [[Neutrales Element|neutrale Element]] der Gruppe ist. Gibt es keine derartige Zahl, so sagt man, &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; habe &#039;&#039;unendliche Ordnung&#039;&#039;. In Formeln:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{Ord}(g)= \inf\{n\in \mathbb{N}^+:g^n =e\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Konvention &amp;lt;math&amp;gt;\inf(\emptyset) = +\infty&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Elemente endlicher Ordnung werden auch [[Torsion (Algebra)|Torsionselemente]] genannt. Die Ordnung wird manchmal mit &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{ord}(g)&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{o}(g)&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Potenz &amp;lt;math&amp;gt;g^n&amp;lt;/math&amp;gt; eines Gruppenelementes &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; ist dabei für natürliche Exponenten &amp;lt;math&amp;gt;n \ge 0&amp;lt;/math&amp;gt; induktiv definiert:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;g^0 := e&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;g^{k+1} := g^k \cdot g&amp;lt;/math&amp;gt; für alle natürlichen &amp;lt;math&amp;gt;k \ge 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl &amp;lt;math&amp;gt;\exp(G) := \operatorname{kgV}\left\{\operatorname{ord}(g)\,|\,g\in G\right\}&amp;lt;/math&amp;gt; wird, wenn sie endlich ist, [[Gruppenexponent]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach dem [[Satz von Lagrange]] haben alle Elemente einer [[endliche Gruppe|endlichen Gruppe]] eine endliche Ordnung, und diese ist ein [[Teilbarkeit|Teiler]] der [[Gruppenordnung]], d.&amp;amp;nbsp;h. der Anzahl der Elemente der Gruppe.&lt;br /&gt;
* Umgekehrt existiert in einer endlichen Gruppe nach dem [[Satz von Cauchy (Gruppentheorie)|Satz von Cauchy]] zu jedem [[Primzahl|Prim]][[Teilbarkeit|teiler]] &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; der Gruppenordnung ein Element, das die Ordnung &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; hat. Für zusammengesetzte Teiler ist keine allgemeine Aussage möglich (während zum trivialen Teiler 1 das neutrale Element &amp;lt;math&amp;gt;e=e^1&amp;lt;/math&amp;gt; gehört).&lt;br /&gt;
* Die Ordnung eines Elementes ist gleich der Ordnung der [[Untergruppe]], die von diesem Element [[Erzeuger (Algebra)|erzeugt]] wird.&lt;br /&gt;
* Es gilt &amp;lt;math&amp;gt;g^d = e&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann, wenn &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;lt;/math&amp;gt; ein Vielfaches der Ordnung &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{ord}(g)&amp;lt;/math&amp;gt; des Elements &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
* Für jedes &amp;lt;math&amp;gt;g \in G&amp;lt;/math&amp;gt;, welches nicht das neutrale Element &amp;lt;math&amp;gt;e&amp;lt;/math&amp;gt; ist, gilt: &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; hat genau dann Ordnung 2, wenn es sein eigenes Inverses ist.&lt;br /&gt;
* In [[Abelsche Gruppe|abelschen Gruppen]] ist die Ordnung des Produktes &amp;lt;math&amp;gt;g\cdot h&amp;lt;/math&amp;gt; ein Teiler des [[KgV|kleinsten gemeinsamen Vielfachen]] der Ordnungen von &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt;. In nichtabelschen Gruppen ist keine derartige Aussage möglich; beispielsweise hat das Element &amp;lt;math&amp;gt;\left[\!\begin{smallmatrix}1 &amp;amp; 1\\&lt;br /&gt;
0 &amp;amp; 1\end{smallmatrix}\!\right]&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Spezielle lineare Gruppe|Gruppe SL&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;(&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)]] unendliche Ordnung, obwohl es das Produkt der Elemente &amp;lt;math&amp;gt;\left[\!\begin{smallmatrix}0 &amp;amp; 1\\&lt;br /&gt;
-1 &amp;amp; 0\end{smallmatrix}\!\right]&amp;lt;/math&amp;gt; mit der Ordnung 4 und &amp;lt;math&amp;gt;\left[\!\begin{smallmatrix}0 &amp;amp; -1\\&lt;br /&gt;
1 &amp;amp; 1\end{smallmatrix}\!\right]&amp;lt;/math&amp;gt; mit der Ordnung 6 ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. C. Jantzen, J. Schwermer: &#039;&#039;Algebra.&#039;&#039; Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 3-540-21380-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppentheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mozart-Quinten&amp;diff=2559660</id>
		<title>Mozart-Quinten</title>
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		<updated>2024-04-19T13:46:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Mozart-Quinten&#039;&#039;&#039; verweist in der [[Musiktheorie]] auf [[Quintparallele]]n, die durch die Fortschreitung von einem [[übermäßiger Quintsextakkord|übermäßigen Quintsextakkord]] zum Dreiklang der V.&amp;amp;nbsp;[[Stufentheorie (Harmonik)|Stufe]] entstehen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;score sound=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
\new PianoStaff &amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
   \new Staff &amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
    \set Score.tempoHideNote = ##t&lt;br /&gt;
    \tempo 4 = 90&lt;br /&gt;
    \override Staff.TimeSignature.transparent = ##t&lt;br /&gt;
       \relative c&#039;&#039;&lt;br /&gt;
         {&lt;br /&gt;
           \voiceOne&lt;br /&gt;
           s4 b2 c4 \bar &amp;quot;||&amp;quot;&lt;br /&gt;
         }&lt;br /&gt;
         \new Voice {&lt;br /&gt;
           \voiceTwo&lt;br /&gt;
           s4 f&#039;2 e&#039;4&lt;br /&gt;
         }&lt;br /&gt;
     &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    \new Staff &amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
           \override Staff.TimeSignature.transparent = ##t&lt;br /&gt;
              \clef &amp;quot;bass&amp;quot;&lt;br /&gt;
              \relative c&lt;br /&gt;
         {&lt;br /&gt;
           \voiceOne&lt;br /&gt;
           s4 \override NoteHead.color = #red \override Stem.color = #red \override Accidental.color = #red as&#039;2 g4&lt;br /&gt;
         }&lt;br /&gt;
         \new Voice {&lt;br /&gt;
           \voiceTwo&lt;br /&gt;
           s4 \override NoteHead.color = #red \override Stem.color = #red \override Accidental.color = #red des2 c4&lt;br /&gt;
         }&lt;br /&gt;
     &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geprägt wurde der Begriff vermutlich von [[Wilhelm Tappert]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] hat mehr als einmal den übermässigen Quint-Sexten-Accord direct aufgelöst und also – Quinten gemacht; er hat das &#039;&#039;so oft&#039;&#039; gethan, dass man von ‚Mozart’schen Quinten‘ reden darf.&lt;br /&gt;
 |Autor=Wilhelm Tappert&lt;br /&gt;
 |Quelle=&#039;&#039;[[Allgemeine musikalische Zeitung|Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung]]&#039;&#039;. 3.&amp;amp;nbsp;Jg. Leipzig und Winterthur 1868, S.&amp;amp;nbsp;275}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Studie &#039;&#039;Das Verbot der Quinten-Parallelen&#039;&#039; (1869) widmet Tappert den „Mozart-Quinten“ einen eigenen Abschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;Tappert 1869, S.&amp;amp;nbsp;77–82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zuvor hatte bereits [[Adolph Bernhard Marx]] ein Beispiel wie das obige in einer Diskussion des übermäßigen Sextakkords mit dem Vermerk „Mozart“ versehen, ohne dies allerdings näher zu kommentieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Marx 1841, S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuerer Literatur wird hervorgehoben, dass solche Quintparallelen bei Mozart zwar vorkommen, in seinem Œuvre aber insgesamt eine Seltenheit sind.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. {{MGG2|Verfasser=[[Ulrich Konrad]]|Lemma=Mozart, (Joannes Chrysostomus) Wolfgang. Abschnitt II.5.c|Band=P12|SpalteVon=|SpalteBis=|ID=mgg09237}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele sind u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dans un bois solitaire&#039;&#039; KV&amp;amp;nbsp;308, T.&amp;amp;nbsp;54–57&lt;br /&gt;
* [[38. Sinfonie (Mozart)|Sinfonie in D-Dur KV 504]], 2.&amp;amp;nbsp;Satz, T.&amp;amp;nbsp;25–26, Bass/[[Bratsche|Viola]]&lt;br /&gt;
* [[39. Sinfonie (Mozart)|Sinfonie in Es-Dur KV 543]], 1.&amp;amp;nbsp;Satz, T.&amp;amp;nbsp;167–168, Bass/Violine&amp;amp;nbsp;II&lt;br /&gt;
In manchen der von Tappert genannten Beispiele (u.&amp;amp;nbsp;a. &#039;&#039;[[Die Entführung aus dem Serail]]&#039;&#039; Nr.&amp;amp;nbsp;16, T.&amp;amp;nbsp;96–97) werden die Stimmen so geführt, dass in Wahrheit gar keine Quintparallelen vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum eine Seltenheit sind Mozart-Quinten hingegen in Musik des 19. Jahrhunderts, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
* [[Frédéric Chopin]]: [[Nocturnes (Chopin)|Nocturne]] in cis-Moll, KK IVa Nr.&amp;amp;nbsp;16 (1827), T.&amp;amp;nbsp;1.&lt;br /&gt;
* [[Robert Schumann]]: [[Album für die Jugend]] op.&amp;amp;nbsp;68 (1848), &#039;&#039;Erster Verlust&#039;&#039;, T.&amp;amp;nbsp;21–22.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1802 gestattet [[Charles-Simon Catel]] diese Art von Quintparallele in seinem einflussreichen &#039;&#039;Traité d’harmonie&#039;&#039; ausdrücklich, sofern sie nicht zwischen den Außenstimmen stattfindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Catel 1802, S.&amp;amp;nbsp;61: „Les deux quintes de suite que renferment ce passage sont tolérées, pourvu qu’elles ne soient pas placés dans les parties extrêmes, c’est-à-dire entre la partie la plus aigue et la plus grave.“&amp;lt;/ref&amp;gt; In deutschsprachigen Harmonielehren des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wird sie als „Mozart-Quinten“ ebenfalls ausdrücklich gebilligt.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Louis, Thuille 1907, S.&amp;amp;nbsp;380: „Die sogenannten Mozartquinten dürfte heute wohl niemand mehr beanstanden“; Schönberg 1922, S.&amp;amp;nbsp;296&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen (chronologisch) ==&lt;br /&gt;
* [[Charles-Simon Catel]]: &#039;&#039;Traité d’harmonie&#039;&#039;. Imprimerie du Conservatoire, Paris 1802.&lt;br /&gt;
* [[Adolph Bernhard Marx]]: &#039;&#039;Die alte Musiklehre im Streit mit unserer Zeit&#039;&#039;. Breitkopf&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Härtel, Leipzig 1841 ([https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10599024_00145.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Tappert]]: &#039;&#039;Das Verbot der Quinten-Parallelen. Eine monographische Studie&#039;&#039;. Matthes, Leipzig 1869 ([https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10599587/bsb:BV011857219?page=85 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Louis]], [[Ludwig Thuille]]: &#039;&#039;Harmonielehre&#039;&#039;. Klett &amp;amp; Hartmann, Stuttgart 1907 (7.&amp;amp;nbsp;Auflage 1920 auf {{archive.org|harmonielehre00loui}}).&lt;br /&gt;
* [[Arnold Schönberg]]: &#039;&#039;Harmonielehre&#039;&#039;. Wien 1911; erw. 3.&amp;amp;nbsp;Aufl. Universal Edition, Wien 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>132.231.141.109</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BCrst-Pless-Horn&amp;diff=685216</id>
		<title>Fürst-Pless-Horn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BCrst-Pless-Horn&amp;diff=685216"/>
		<updated>2024-04-18T15:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;132.231.141.109: /* Notation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Muzeum Sułkowskich - Róg myśliwski.jpg|mini|Ein altes Fürst-Pless-Horn]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Fürst-Pless-Horn&#039;&#039;&#039;, kurz &#039;&#039;&#039;Plesshorn&#039;&#039;&#039;, ist ein in [[Stimmung (Musik)|B gestimmtes]] [[Blechblasinstrument]] und dient [[Jäger]]n als [[Horn (Musikinstrument)|Horn]] zum Anstimmen der [[Jagdsignal]]e und [[Fanfare (Signal)|Fanfaren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plesshorn mit Ventilen.jpg|mini|Fürst-Pless-Horn mit Ventilen]]&lt;br /&gt;
Das Fürst-Pless-Horn wird in verschiedenen Bauausführungen als Jagdgebrauchsinstrument verwendet. Als reines [[Naturhorn]] mit einer Rohrlänge von ca. 130&amp;amp;nbsp;cm hat es einen Tonvorrat von normal gebräuchlich sieben [[Naturtonreihe|Naturtönen]], wobei bis auf wenige Ausnahmen nur die fünf tiefsten dieser Töne verwendet werden. Der tiefste Ton davon ist der 2. [[Naturton]], der Grundton (1. Naturton) wird nicht verwendet, da er sehr schlecht [[Stimmung (Musik)|intoniert]]. Die gute Unterscheidbarkeit der fünf üblicherweise verwendeten Töne ist eine Voraussetzung zur klaren Identifikation der verschiedenen Jagdsignale auch über größere Entfernungen in bewachsenem Gelände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notation ==&lt;br /&gt;
Fürst-Pless-Hörner sind [[Transponierendes Musikinstrument|transponierende Instrumente]], notiert wird immer in C im [[Violinschlüssel]]. Als Besonderheit wird der 7. Teilton nicht als b&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; mit entsprechendem Vorzeichen, sondern als a&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; notiert, um die Notation einfacher zu halten. Für die auf dem Fürst-Pless-Horn gespielten Töne, die in der ersten Spalte in der nachfolgenden Tabelle angegeben sind, haben sich spezielle Bezeichnungen etabliert, die in der zweiten Spalte in der nachfolgenden Tabelle angegeben sind. Bei den klingenden Tönen ist in Klammern deren Abweichung in [[Cent (Musik)|Cent]] zum angegebenen Ton in [[Gleichstufige Stimmung|gleichstufiger Stimmung]] angegeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Teilton !! Bezeichnung !! klingender Ton !! Notation !! Frequenz (Hz)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || 1. Ton || b&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt; (±0) || c&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; || 233&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || 2. Ton || f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; (+2) || g&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; || 349&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || 3. Ton || b&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; (±0) || c&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; || 466&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || 4. Ton || d&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (-14) || e&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; || 583&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || 5. Ton || f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (+2) || g&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; || 699&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || 6. Ton || as&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (-31) || a&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; || 816&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || 7. Ton || b&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (±0) || c&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; || 932&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jagdhorn auf Loden 3.jpg|mini|Manteltaschen-Ausführung eines Fürst-Pless-Horns]]&lt;br /&gt;
Fast alle Ausführungen sind in der Regel zumindest teilweise mit Lederband umwickelt. Dieses Lederband erfüllt in erster Linie eine optische Funktion. Weiterhin verbessert es die Griffigkeit und schützt die Hand vor zu starker Auskühlung über das Blech mit dessen hoher [[Wärmeleitfähigkeit]]. Außerdem schützt es das Blech etwas vor Beschädigungen und [[Korrosion]] durch Handschweiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein breiter [[Neusilber]]kranz am [[Schallbecher]]rand diente früher als [[Überblasen|Überblas]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;kranz oder einfach zur mechanischen Verstärkung, heutige Konzeptionen weisen ihm eher eine optische Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der normal großen Ausführung mit einem Windungsdurchmesser von ca. 16&amp;amp;nbsp;cm gibt es sowohl ein [[Ventil (Blasinstrument)|ventilloses]] Naturhorn als auch verschiedene Ausführungen mit drei [[Ventil (Blasinstrument)|Ventilen]]. Letzteres hat einen Tonumfang wie die [[Trompete]] oder das [[Flügelhorn]], Gebrauch und Wirkung der Ventile sind entsprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die normal große Ausführung wird in zwei deutlich unterschiedlichen [[Mensur (Musik)|Mensuren]] hergestellt. Die weit mensurierte Version ist im Klang grundtöniger, sie ist primär für den Einsatz als Signalinstrument bei der Jagd bestimmt. Die eng mensurierte Version ist im Klang [[oberton]]reicher und brillanter. Sie wird vor allem konzertant eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickwandige (ab 0,6&amp;amp;nbsp;mm) Instrumente sind etwas weniger anfällig für Beschädigungen (Beulen im Blech).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehrere Hörner aufeinander stimmen zu können, verfügen diese über einen [[Stimmzug]] (&#039;&#039;Kluppenzug&#039;&#039;) direkt hinter dem Mundstück.&lt;br /&gt;
Bei für den jagdlichen Gebrauch optimierten Instrumenten wird im Interesse der Robustheit des Instruments mitunter auf einen Stimmzug verzichtet. Diese Instrumente sind meist auch weit mensuriert und mit dickwandigem Blech ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ventilloses Instrument wird auch eine verkleinerte „Manteltaschenausführung“ hergestellt. Dieses Instrument erreicht nicht die klangliche Brillanz der normal großen Ausführung und wird daher praktisch nur bei der Jagd als Signalinstrument benutzt. Diese Bauausführung wurde durch den Sänger Professor [[Carl Clewing]] in der staatlichen Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin wiederentdeckt und popularisiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Jacob |Titel=Anleitung zum Jagdhornblasen |Verlag=Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-440-13036-0 |Seiten=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ihm zur Erinnerung wird es mitunter als &#039;&#039;Clewingsches Taschenjagdhorn&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fürst-Pless-Horn kann sowohl mit einem [[Instrumentenmundstück|Trichtermundstück]] (Mensur etwa wie ein Flügelhornmundstück) als auch einem Kesselmundstück (Trompetenmundstück) geblasen werden, wobei sich die Auswahl des Mundstücks praktisch nur nach den Vorlieben des Bläsers richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Gebrauch bei der Jagd gibt es Mundstücke aus Kunststoff oder zumindest mit Kunststoffrand. Damit werden bei niedrigen Temperaturen ein angenehmerer Ansatz erreicht und bei Temperaturen unter 0&amp;amp;nbsp;°C Frostschäden an den Lippen durch ein kaltes Metallmundstück verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R0619-0020, Lommatzsch, Kulturtage, Jagdhornbläser.jpg|mini|Jagdhornbläser vor [[Schloss Moritzburg (Sachsen)|Schloss Moritzburg]] 1976]]&lt;br /&gt;
Benannt wurde das &#039;&#039;Fürst-Pless-Horn&#039;&#039; ab 1880 nach [[Hans Heinrich XI.]], [[Fürst]] von [[Pszczyna|Pless]], dem Oberstjägermeister unter den Kaisern [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] und [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]], der zu seiner Verbreitung wesentlich beitrug.&lt;br /&gt;
Eingang fand es in das Waidwerk über die Jäger- und Schützeneinheiten des [[Bundesheer (Deutscher Bund)|deutschen Bundesheeres]], die ein kreisförmiges Signalhorn zur Unterscheidung von der Infanterie mit ihrem [[Bügelhorn]] führten. Die im deutschen Bundesheer dienenden Förster und Berufsjäger nahmen es mit ins Zivilleben, ebenso wie manches militärische Signal, das zum Jagdsignal umgewidmet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
Das Fürst-Pless-Horn wird nach wie vor als Signalinstrument zum Blasen bestimmter Jagdhornsignale, den sogenannten Jagdleitsignalen, bei Gesellschaftsjagden verwendet. Daneben wird das Instrument auch im [[Jagdliches Brauchtum|jagdlichen Brauchtum]] und konzertant in sogenannten Bläsercorps, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Hubertusmesse]]n, hier auch zusammen mit [[Parforcehorn|Parforcehörnern in B]], eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hifthorn]]&lt;br /&gt;
* [[Posthorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Bartels: &#039;&#039;Das Fürst-Pless-Horn und seine Tradition. Bilder, Berichte und Dokumente zur Kulturgeschichte&#039;&#039;. Landbuch-Verlag, Hannover 1999, ISBN 3-7842-0580-1, (&#039;&#039;Jagd-Kultur&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hunting horns|Jagdhorn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4356289-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:FurstPlessHorn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blechblasinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdliches Brauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akustisches Signalgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochberg (Adelsgeschlecht)]]&lt;/div&gt;</summary>
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